Autor Thema: Protest der Bevölkerung erfolgreich - Giftmülltransport nicht genehmigt  (Gelesen 1712 mal)

ManOfConstantSorrow

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26.06.07 – Auf breite Empörung in der Bevölkerung stießen die Pläne, hochgiftigen Müll aus Australien nach Deutschland einzuführen und hier zu verbrennen. Am 15. 6. 2007 lehnte NRW-Umweltminister Uhlenberg, wie zuvor auch schon der Umweltminister von Schleswig-Holstein, die Einfuhr hochgiftigen Abfalls aus Australien ab. Das ist ein wichtiger Erfolg des breiten Protests in Deutschland und Australien und eine politische Niederlage für alle Befürworter und Unterstützer der (Gift)Müllverbrennung!

Ende 2006 wurde von der Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) der schon vereinbarte Giftmüll-Deal aufgedeckt. Insgesamt 22.000 Tonnen Hexachlorbenzol – (HCB)-verseuchter Abfall der australischen Firma Orica – sollten über 16.000 Seemeilen verschifft und in Müllverbrennungsanlagen in Brunsbüttel, Leverkusen, Dormagen und Herten verbrannt werden. HCB gehört zu den zwölf gefährlichsten Chemikalien auf der Welt und seine Herstellung und Verwendung ist seit 2001 mit der Stockholmer Konvention verboten. Von den Verantwortlichen aller politischen Ebenen von den Kommunen bis zur Bundesregierung war zuvor „grünes Licht“ dafür gegeben worden. Eine Stimmung wurde verbreitet, dass dies (nach EU-Recht) sowieso nicht zu verhindern wäre.
Davon ließ sich die Mehrheit der Bevölkerung in NRW, Schleswig-Holstein sowie in Australien aber nicht beeindrucken und entwickelte verschiedenste Formen des Protests dagegen. Sammlung von mehreren zehntausend Unterschriften, unzählige Leserbriefe, Protesterklärungen, Kundgebungen, Informationsstände und Veranstaltungen, mit denen über die Gefahr von HCB aufgeklärt und sich kundig gemacht wurde, auf Initiative von überparteilichen Kommunalwahlbündnissen, wie z. B. AUF Herten oder AUF Gelsenkirchen wurden Protesterklärungen in Stadträte eingebracht und auch beschlossen, es begann eine überörtliche, landesweite Zusammenarbeit.
(rf-news)
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

regenwurm

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Protest der Bevölkerung erfolgreich - Giftmülltransport nicht genehmigt
« Antwort #1 am: 08:51:05 Sa. 28.Juli 2007 »
Zitat
Der BAYER-Konzern hat mit der Offenlegung seiner indirekten CO2-Emissionen eine langjährige Forderung der Coordination gegen BAYER-Gefahren erfüllt. Das Unternehmen veröffentlicht in seinem aktuellen Nachhaltigkeitsbericht 2006 neben den sogenannten „direkten Emissionen“ erstmals auch den Ausstoß von Treibhausgasen seiner Energie-Zulieferer. Der bislang von BAYER angegebene Wert von 3,9 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr wird durch die indirekten Emissionen in Höhe von 3,6 Mio Tonnen fast verdoppelt.

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