Autor Thema: Proteste gegen Kohlekraftwerk  (Gelesen 47157 mal)

Efeu

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Re:Proteste gegen Kohlekraftwerk
« Antwort #30 am: 14:51:23 Fr. 22.August 2014 »
Zitat
Weitere Braunkohletagebaue stoppen - gemeinsam für die Energiewende!
Petition unterzeichnen:
http://www.humanchain.org/de/eform/submit/petition

Zitat
Neuer Flyer: Schwarzes Gift

Vier der fünf schmutzigsten Kraftwerke Europas stehen in Deutschland. Sie alle verbrennen Kohle, ebenso wie die restlichen der 30 größten Dreckschleudern in der EU. Keine andere Form der Energieerzeugung stößt mehr Treibhausgase aus. Im letzten Jahrzehnt hat es einen globalen Kohleboom gegeben – um 60 Prozent wuchs die Förderung von Stein- und Braunkohle in diesem Zeitraum weltweit. So heizt die Kohle den Klimawandel an und ist der Grund dafür, dass Deutschland und die EU ihre Klimaziele verfehlen werden, wenn wir die Politik nicht zur Einsicht bewegen.

Doch nicht nur das – Kohlekraftwerke sind auch hauptverantwortlich für den Ausstoß des gesundheitsschädlichen Quecksilbers. Daneben kommen zahlreiche andere Schadstoffe wie Feinstaub oder radioaktive Stoffe als lautlose Killer aus den Schloten, verschmutzen Luft und Gewässer und lösen teilweise tödlich verlaufende Krankheiten wie Lungenkrebs oder Herzinfarkte aus.

Mit unserem neuen Faltblatt „Schwarzes Gift“ können Sie sich und Ihre Freunde und Bekannte über die schädlichen Auswirkungen der Kohlekraft auf Mensch und Umwelt informieren. Auf unseren Energie & Klima-Seiten finden Sie Hintergrundinformationen zur Kohle:
http://www.umweltinstitut.org/themen/energie-und-klima/kohle.html

Hier können Sie unseren Flyer online lesen:
http://www.umweltinstitut.org/fileadmin/Mediapool/Druckprodukte/Energie/PDF/Faltblatt_Schwarzes_Gift_web.pdf

Hier können Sie den neuen Flyer bestellen:
http://www.umweltinstitut.org/ueber-uns/infomaterial.html


Menschenkette gegen die Kohle

Für den Abbau der Kohle werden überall auf der Welt Naturräume zerstört und Menschen ihrer Heimat und Lebensgrundlage beraubt. In immensen Tagebauen fressen sich Bagger in die Landschaft und verwüsten große Landstriche. Versauerte Seen, verockerte Flüsse und Gebiete, die wegen Rutschungsgefahr nicht mehr betreten werden können – diese Phänomene sind auch im Umkreis der deutschen Braunkohletagebaue allgegenwärtig.

Dagegen wendet sich die internationale Anti-Kohle-Menschenkette am 23. August in der Lausitz, bei der tausende Menschen zwei von der Abbaggerung bedrohte Orte – Kerkwitz in Deutschland und Grabice in Polen – verbinden werden. Das Umweltinstitut München unterstützt die Menschenkette. Besuchen Sie unseren Infostand vor Ort in der NGO Area.

Gemeinsam können wir die Braunkohle stoppen und weitere Tagebaue in Europa verhindern. Machen Sie mit! Das umfangreiche Rahmenprogramm, Informationen zum Zeitplan sowie Mitfahrgelegenheiten und Busse finden Sie hier:
http://www.humanchain.org/de/ablauf

Weitere Braunkohletagebaue stoppen - gemeinsam für die Energiewende!
Petition unterzeichnen:
http://www.humanchain.org/de/eform/submit/petition

Zitat
Wahnwitziger Braunkohle-Boom

Stromerzeugung aus Braunkohle ist extrem schädlich für unser Klima - doch in Deutschland ein Milliardengeschäft. In der Lausitz sollen nun sogar neue Tagebaue entstehen. Welche Folgen hat das und wie reagieren die Menschen in der Region?

Die Jugend interessiert sich nicht für Politik? Cottbus beweist das Gegenteil. Die Messehalle ist bis auf den letzten Platz besetzt, und viele der mehreren Hundert Gäste sind junge Männer. An diesem Montagmorgen im April tritt hier der Braunkohleausschuss zu seiner 82. Sitzung zusammen: Neun Männer im dunklen Anzug, alle nicht mehr ganz so jung, sitzen auf dem Podium.

Es ist das vorläufige Ende eines langen Kampfes: Nach sieben Jahren Streit entscheidet sich an diesem Tag, ob der schwedische Energiekonzern Vattenfall seinen Tagebau Welzow-Süd um rund 20 Quadratkilometer erweitern darf. Etwa 800 Menschen würden ihre Heimat verlieren, damit Vattenfall ab dem Jahr 2027 insgesamt etwa 200 Millionen Tonnen Braunkohle fördern kann.

www.spiegel.de/wissenschaft/natur/braunkohle-boom-in-der-lausitz-warum-die-billig-energie-riskant-ist-a-970690.html

Zitat
Schäden durch Braunkohle-Tagebau: Das Problem mit der Beweislast

[...]
Anderthalb Kilometer vom Tagebau entfernt, in Niederzier, liegt das Haus der Jochims. Daumenbreite Risse klaffen in der Umfriedungsmauer, feinere Risse in Sockel und Wänden des Hauses. Das Pflaster vorm Haus und der Garten sind bucklig geworden. Im Frühling 2010 beantragte Gerd Jochims "bei unserem Nachbarn RWE" Entschädigung. Erste Reaktion des Konzerns: "Wir waren es nicht", erinnert er sich. Als Gründe für die Schäden habe ihm RWE vielmehr Spannungen zwischen den verschiedenen Baumaterialien des Hauses genannt. Und: Der Baugrund sei nicht ausreichend verdichtet worden. "Dass es 40 Jahre lang keine Veränderungen auf unserem Grundstück gab, interessiert die nicht. Einem unserer Nachbarn haben sie gesagt, die Risse in seiner Garagenmauer seien dadurch entstanden, dass er zwei Mal im Jahr mit dem Spaten sein Gemüsebeet umgräbt."
[...]
Typisch RWE, meint die Rechtsanwältin Doris Vorloeper-Heinz, die außer den Jochims noch zahlreiche andere mutmaßlich Geschädigte im Braunkohlerevier zwischen Mönchengladbach und Euskirchen vertritt: "In der Regel werden vorhandene Beweismittel ignoriert und komplett infrage gestellt."

http://www1.wdr.de/themen/archiv/sp_bergbau_spaetfolgen/bergschaden100.html

Efeu

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Re:Proteste gegen Kohlekraftwerk
« Antwort #31 am: 16:16:38 Do. 28.August 2014 »
Zitat
"Gegen Kohle mach' ich alles!"

„Gegen Kohle mach ich alles“ oder „Kohle ist kein Grund zum Anbaggern“ – mit diesen und anderen kreativen Sprüchen protestierten am vergangenen Samstag mehr als 7500 Menschen aus über 20 Ländern in der Lausitz. Ein eindrucksvolles Zeichen gegen die klimaschädliche Kohlekraft! AnwohnerInnen und UmweltaktivistInnen bildeten gemeinsam eine acht Kilometer lange Menschenkette zwischen den beiden vom Braunkohletagebau bedrohten Orten Kerkwitz in Deutschland und Grabice in Polen.

Das Umweltinstitut unterstützte die Aktion und war mit einem Infostand vertreten. Lesen Sie mehr in unserem Bericht mit Fotos von der internationalen Menschenkette.
http://www.umweltinstitut.org/home/aktuelle-meldungen/aspresse/122/bayern-will-fracking-verbieten-und-kann-es-nicht-1.html

BGS

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Re:Proteste gegen Kohlekraftwerk
« Antwort #32 am: 15:45:33 Fr. 29.August 2014 »
Ehrlich gesagt weiß ich nicht, was hier gespielt wird. Doch wurde am Polarkereis in den letzten Jahren der Strompriis regelmäßig gesenkt, es beträgt nunmehr etw ein Drittel des deutschen. Dabei müßte Strom - wie alles Andere- hier im Norden viel teurer sein?

MfG

BGS
"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)

Efeu

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Re:Proteste gegen Kohlekraftwerk
« Antwort #33 am: 22:35:47 Mo. 03.November 2014 »
Zitat
Gabriels Abschaltplan in Gefahr

Die Energiekonzerne verfeuern Kohle in Rekordhöhe – dabei gefährdet sie Klima und Gesundheit. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel erwägt gleich über 20 Kraftwerke abzuschalten. Doch die Kohlelobby ist mächtig. Gabriel braucht jetzt unsere Unterstützung.

Unterzeichnen Sie unseren Appell für den Kohleausstieg...
http://www.campact.de/kohleausstieg/abschaltplan/teilnehmen/


Das haben wir nicht erwartet: Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel legt sich mit der Kohlelobby an! Er spielt mit dem Gedanken, auf einen Streich über 20 Kohlekraftwerke abzuschalten – und mittelfristig sogar komplett aus dem Klimakiller Kohlekraft auszusteigen.
Gabriels Pläne haben einen alarmierenden Grund: RWE, E.ON und Vattenfall verfeuern so viel Braunkohle wie seit 1991 nicht mehr – und exportieren den zusätzlich erzeugten Strom ins Ausland. Ändert sich nichts, sind die Klimaschutzziele der Regierung nicht mehr zu erreichen.

Bereits im November will die Regierung nach einem Bericht des Spiegels über den Kohleausstieg entscheiden. Ob Gabriel mit seinen Ausstiegsplänen ernst macht, ist unklar. Das Wirtschaftsministerium betont, die Diskussion sei „ergebnisoffen“. Die Kohlelobby trommelt bereits dagegen. CDU-Fraktionsvize Michael Fuchs wettert gegen die „Zwangseinmottung von Kohlekraftwerken“. Und auch in der SPD gibt es viele einflussreiche Kohlefreunde wie die neue Generalsekretärin Yasmin Fahimi und NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. Jetzt kommt es darauf an, dass wir Bürger/innen Gabriel zum Handeln bewegen.

Sobald wir 100.000 Unterschriften zusammen haben, wollen wir sie Gabriel öffentlich übergeben – und ihn so dazu bringen, sich gegen die Kohlelobby durchzusetzen.

Hier klicken und für den Kohleausstieg unterzeichnen!
http://www.campact.de/kohleausstieg/abschaltplan/teilnehmen/

Die Energiewende führt dazu, dass Kohlekraftwerke zusehends verzichtbar werden. Doch statt sie abzuschalten, exportieren die deutschen Energiekonzerne Strom im Wert von zwei Milliarden Euro ins Ausland. Die Folgen der Kohleverstromung sind fatal: Im Rheinland und in der Lausitz verwandeln Tagebaue Heimat in Mondlandschaften und begraben Jahrhunderte alte Dörfer. Kohlekraftwerke belasten mit Feinstaub, Arsen und Quecksilber unsere Atemluft und gefährden so unsere Gesundheit.

Zudem sind die Kraftwerke Deutschlands Klimakiller Nummer eins. Sie setzen jährlich mehr als ein Drittel des deutschen CO2-Ausstoß frei – Tendenz steigend. Sprich: Ohne Abschaltung von Kohlemeilern wird die Regierung ihr Ziel verfehlen, die Treibhausgas-Emissionen bis 2020 um 40 Prozent zu reduzieren. Dass Deutschland zu seinem Klimaschutzziel steht und deshalb mit dem Kohleausstieg beginnt – dieses Signal braucht es jetzt. Denn Anfang Dezember tagt in Perus Hauptstadt Lima der nächste UN-Klimagipfel. Und genau dort braucht es Länder die vorangehen, damit der für nächstes Jahr geplante, internationale Klimavertrag nicht scheitert.

In den vergangenen Jahren hat Campact im Bündnis mit Umweltorganisationen und Bürgerinitiativen von fast 40 neu geplanten Kohlekraftwerken bereits mehr als zwei Drittel verhindert. An diesen Erfolg wollen wir jetzt anknüpfen und dafür sorgen, dass jetzt die bestehenden Kraftwerke abgeschaltet werden – Meiler für Meiler. Gabriels Gedankenspiele sind dafür ein guter Anfang. Jetzt müssen wir dafür sorgen, dass die Kohlelobby diese einmalige Chance nicht eiskalt kassiert.

Unterzeichnen Sie jetzt unseren Appell für einen Ausstieg aus der Kohle!
http://www.campact.de/kohleausstieg/abschaltplan/teilnehmen/

Mehr Informationen in der 5-Minuten-Info...
http://www.campact.de/kohleausstieg/abschaltplan/5-minuten-info/

Efeu

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Re:Proteste gegen Kohlekraftwerk
« Antwort #34 am: 21:07:46 So. 30.November 2014 »
Zitat
Die erste und letzte Generation

Nächste Woche kann Deutschland beschließen, die dreckigsten Kohlekraftwerke dichtzumachen, doch die Kohlelobby kämpft hartnäckig dagegen an. Merkel hat das letzte Wort -- senden wir ihr jetzt eine Nachricht, um Klimaschutz statt Kohleschutz zu fordern:

http://secure.avaaz.org/de/deutschland_klimaziele_sam_1/


Liebe Freundinnen und Freunde in Deutschland,

wir sind die erste Generation, die den Klimawandel wirklich zu spüren bekommt, und die wahrscheinlich letzte, die ihn noch aufhalten kann. Doch nächste Woche haben wir in Deutschland eine riesige Chance, einen großen Schritt in die richtige Richtung zu gehen.

Am 3. Dezember nämlich kann unser Land beschließen, Millionen Tonnen Treibhausgase einzusparen, indem die ältesten und dreckigsten Kohlekraftwerke ein für alle mal dicht gemacht werden. Doch die Kohleindustrie stemmt sich dagegen und will die Bundesregierung auf ihre Seite ziehen -- das können wir auf keinen Fall zulassen. Erheben wir nun gemeinsam unsere Stimmen, um die Lobby zu übertönen und unsere Zukunft zu schützen!

Uns bleibt keine Zeit mehr, uns machtlos zu fühlen, keine Zeit mehr zu sagen: „Was kann ich schon tun?"
Wir müssen jetzt handeln, entschlossen und gemeinsam. Angela Merkel hat das letzte Wort: Sie kann Kohle in Rente schicken. Senden Sie ihr jetzt eine Nachricht, damit genau das passiert:

http://secure.avaaz.org/de/deutschland_klimaziele_sam_1/

Hinter dem sperrigen Titel "Aktionsprogramm Klimaschutz 2020", das die Bundesregierung am 3. Dezember beschließen will, verbirgt sich eine riesige Chance. Wenn in diesem Plan detailliert erklärt wird, wie Deutschland beim Klimaschutz seine Ziele erreicht, dann kann Deutschland nächstes Jahr beim entscheidenden Gipfel in Paris mit großem Einfluss für ein internationales Abkommen kämpfen und andere Länder ins Boot holen.

Wirtschaftsminister Gabriel behauptet, Deutschland könne seine Klimaziele auch ohne Kohleausstieg erreichen. Doch der CO2-Anstieg trotz Energiewende hat in den letzten Jahren deutlich gemacht, dass das einfach nicht funktioniert. Dabei ist die Lösung eigentlich ganz klar: Die ältesten und ineffizientesten Kohlekraftwerke Schritt für Schritt vom Netz nehmen.
 
China und die USA haben gerade eine Klimaschutzerklärung vereinbart und die EU hat jüngst ihre Klimaziele für 2030 festgelegt. Wenn wir Angela Merkel jetzt dazu bewegen, den Anfang vom Ende des Kohlestroms in Deutschland einzuläuten, kommen wir einem globalen Klimaabkommen einen großen Schritt näher. Schicken Sie jetzt eine Nachricht an Angela Merkel und leiten Sie diese E-Mail an Ihre Freunde weiter!

http://secure.avaaz.org/de/deutschland_klimaziele_sam_1/

Am 21. September sind über 600.000 von uns auf der ganzen Welt für eine saubere, umweltfreundlichere Zukunft auf die Straße gegangen. Und Politiker auf der ganzen Welt, von Obama bis zur deutschen Umweltministerin Barbara Hendricks, haben den Bürgern Gehör geschenkt. Stellen wir uns jetzt gemeinsam gegen die Kohleindustrie und kommen der Zukunft, die wir uns alle wünschen, ein großes Stück näher!

Mit Hoffnung und Entschlossenheit,

Christoph, Daniel, Alex, Pascal, Anne, Ricken und das gesamte Avaaz-Team


WEITERE INFORMATIONEN:

Abschaltung von Kraftwerken - Weniger Kohle, mehr Geld, fordert DIW (Taz)
http://www.taz.de/Abschaltung-von-Kraftwerken/!149819/ 

Aktionsplan Klimaschutz: Bundesregierung verschont alte Kohlemeiler (Spiegel)
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/kohle-aktionsplan-klimaschutz-verschont-alte-kohlemeiler-a-1002484.html 

Klimaschutzinitiative USA-China: Klima wird Leitwährung (Tagesspiegel)
http://www.tagesspiegel.de/meinung/klimadiplomatie-das-klima-wird-zur-leitwaehrung/10971838.html 

Kohle gegen Klimaschutz - Wie weiter? (Tagesthemen)
http://www.tagesschau.de/bab-3085.html 

Deutschland Braunkohle-Weltmeister (DPA / Huffington Post)
http://www.huffingtonpost.de/2014/01/07/strom-braunkohle-_n_4552682.html

Efeu

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Re:Proteste gegen Kohlekraftwerk
« Antwort #35 am: 19:04:47 Di. 23.Dezember 2014 »
Zitat
Die widersprüchliche Energiepolitik der Linken

Während die Bundespartei sich unmissverständlich für einen Kohleausstieg ausspricht, unterstützt die Linke in Brandenburg weitere Tagebaue.

http://www.greenpeace.de/presse/presseerklaerungen/die-linke-100-prozent-unglaubwuerdig

Zitat
Erste Kohlekraftwerke gehen vom Netz

Noch im Sommer sah es so aus, als müssten wir mit dem Kohleausstieg mindestens bis zum Regierungswechsel 2017 warten. Doch heute hat die Bundesregierung ihr Aktionsprogramm Klimaschutz beschlossen – und damit, dass die ersten Kohlekraftwerke abgeschaltet werden. Zwar werden nicht genug Kraftwerke abgeschaltet, um das deutsche Klimaziel zu erreichen. Aber der Einstieg in den Kohleausstieg ist geschafft!

Dieser Erfolg ist auch Ihrem Engagement zu verdanken. Als Mitte Oktober Pläne aus dem Wirtschaftsministerium durchsickerten, dass per Verordnung in den nächsten Jahren etwa zwei Dutzend Kraftwerke vom Netz genommen werden könnten, setzte die Kohlelobby alle Hebel in Bewegung. Sigmar Gabriel kippte schnell um – und gab in den folgenden Wochen den überzeugten Kohlekumpel.

Doch gemeinsam konnten wir Sigmar Gabriel zur Vernunft bringen. Zusammen mit unseren Partnern von Greenpeace, BUND und Nabu sammelten wir innerhalb weniger Wochen 230.000 Unterschriften, organisierten zeitgleich Aktionen in 40 Städten, und in den Ministerien brachten hunderte Anrufe die Telefone zum Glühen. So haben wir gezeigt: Wenn der Wirtschaftsminister Gabriel sich heimlich von den Klimazielen verabschiedet, die der Umweltminister Gabriel selbst mitbeschlossen hat, verursacht das einen Sturm der Entrüstung.

Mit Erfolg: Sigmar Gabriel will die Energiekonzerne nun dazu zwingen, bis 2020 jährlich 22 Millionen Tonnen CO2 zusätzlich einzusparen – und lässt damit erstmals den Kohleausstieg konkret werden. Doch noch ist das Gesetz nicht verabschiedet. Im Frühjahr muss es durch den Bundestag. Dabei wird die Kohlelobby nichts unversucht lassen, um die Zeitenwende in der Energiepolitik aufzuhalten.

Doch auch wir haben gezeigt, dass mit uns zu rechnen ist. Im kommenden Jahr wollen wir unser Engagement für den Kohleausstieg weiter ausbauen. Denn die Kohlelobby darf unseren Erfolg im Parlament nicht einfach einkassieren. Stattdessen wollen wir dafür kämpfen, noch mehr Kohlemeiler abzuschalten.

http://www.campact.de/kohleausstieg/abschaltplan/teilnehmen/

Kuddel

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Re:Proteste gegen Kohlekraftwerk
« Antwort #36 am: 17:26:35 Do. 23.Juli 2015 »
Zitat
Protestcamp im Hambacher Forst
Neue Räumungsaktion der Polizei

Einsatzkräfte sind gegen eine Turmbarrikade im Hambacher Forst vorgegangen. KlimaaktivistInnen protestieren dort gegen den Braunkohletagebau.




Bei einer Räumungsaktion im Hambacher Forst hat die Polizei am Mittwoch drei AktivistInnen des dortigen Protestcamps in Gewahrsam genommen. Wie bereits bei einem Einsatz im Mai ging es um eine bewohnte Barrikade, mit der die UmweltschützerInnen die Haupteinfahrt zum Wald versperren. Eine Person harrte während des Einsatzes auf der Turmbarrikade aus. Die drei AktivistInnen wurden noch am selben Tag wieder aus dem Polizeigewahrsam entlassen.
http://www.taz.de/Protestcamp-im-Hambacher-Forst/!5214416/

Troll

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Kuddel

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Re:Proteste gegen Kohlekraftwerk
« Antwort #38 am: 14:22:29 Mo. 17.August 2015 »
Zitat
Proteste im Rheinischen Revier:
Braunkohle-Gegner blockieren Hambach-Bahn

    797 Strafanzeigen gegen Besetzer des Tagebaus
    Ermittlungen wegen Haus- und Landfriedensbruch
    Neue Protestaktionen in der Nacht


Nach den massiven Protesten im Braunkohle-Tagebau Garzweiler haben Aktivisten in der Nacht neue Blockaden im Rheinischen Revier gestartet. Diesmal war der Tagebau Hambach betroffen. Mehrere Personen ketteten sich in der Nacht zum Montag (17.08.2015) an vier Streckenabschnitten der Hambach-Bahn an, wie die Polizei in Düren mitteilte. Der Zugverkehr sei eingestellt worden. Zwei weitere Blockaden seien noch in der Nacht beendet worden. Die Hambach-Bahn ist eine eigene Bahn von RWE und liefert Braunkohle aus dem Tagebau Hambach zum Kraftwerk Niederaußem. Sie ist häufiger das Ziel von Umweltaktivisten.

Am Samstag hatten hunderte Aktivisten den Braunkohle-Tagebau Garzweiler blockiert. Nach den Protesten seien bisher 797 Strafanzeigen gefertigt worden, teilte die Kreispolizei Düren am Sonntag (16.08.2015) mit. Ermittelt werde unter anderem wegen Hausfriedensbruch, Landfriedensbruch, Verstoß gegen das Waffengesetz und Störung öffentlicher Betriebe. Ein Messer sei bei einem Demonstranten beschlagnahmt worden. Der Kohlekonzern RWE hatte bereits während der Besetzung am Samstag (15.08.2015) angekündigt, dass man Strafanzeigen gegen die Umweltaktivisten prüfe.
240 Personen auf Polizeipräsidium gebracht


    Polizisten kesselten Demonstranten ein

Von den etwa 1.200 Demonstranten seien auf dem Tagebaugelände insgesamt 805 Personen angetroffen worden, teilte die Polizei weiter mit. "Davon konnte bei 565 Personen direkt vor Ort die Identität festgestellt werden. Sie wurden aus dem Tagebau begleitet und erhielten Platzverweise", hieß es. 240 Personen seien zur Identitätsfeststellung zum Polizeipräsidium Aachen gebracht worden. Diese hätten sich wegen der großen Personenanzahl so lange hingezogen, dass 164 Personen nach Ablauf der gesetzlich vorgeschriebenen 12-Stundenfrist entlassen werden mussten.
Bündnis kritisiert Polizeigewalt

Martin Weis, Sprecher des Protest-Bündnisses "Ende Gelände", hatte am Samstag den "ruppigen" Polizeieinsatz in Garzweiler kritisiert. Die Demonstranten hätten lediglich "zivilen Ungehorsam geübt", während die Polizei Pfefferspray und Schlagstöcke eingesetzt habe. Eine Journalistin sei verletzt worden. Aktivisten seien eingekesselt worden. Nach Angaben von Weis waren 1.500 Demonstranten vor Ort. Am Sonntag sollen die Proteste in Garzweiler weitergehen. Das Protestcamp dauert noch bis Montag (17.08.2015). Das Bündnis will mit den Protesten gegen die klimaschädliche Braunkohle demonstrieren. Vor dem Weltklimagipfel im Dezember in Paris soll der Druck auf die Politik erhöht werden, angesichts des Klimawandels stärker auf erneuerbare Energien umzusteigen.
http://www1.wdr.de/themen/archiv/sp_braunkohle/braunkohle-klimacamp-120.html

Rudolf Rocker

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Re:Proteste gegen Kohlekraftwerk
« Antwort #39 am: 13:58:33 Mo. 07.März 2016 »
Irgendwie passt es hier rein:
Energie der Zukunft 5: Kohle, Kernkraft, Kernfusion - Faszination Wissen
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Kuddel

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Re:Proteste gegen Kohlekraftwerk
« Antwort #40 am: 19:57:32 Sa. 02.April 2016 »
Zitat
Deutsche Kraftwerke gehören zu den schmutzigsten in ganz Europa

   
  • Vier der fünf Kraftwerke mit dem höchsten CO2-Ausstoß der EU stehen in Deutschland, wie aus einer Analyse offizieller Daten der EU-Kommission hervorgeht.
  • Drei der Kraftwerke stehen in Nordrhein-Westfalen, eines in Brandenburg. Betreiber sind die Energieversorger RWE und Vattenfall.
   
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/studie-deutsche-kraftwerke-gehoeren-zu-den-schmutzigsten-in-ganz-europa-1.2930237

Rudolf Rocker

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Re:Proteste gegen Kohlekraftwerk
« Antwort #41 am: 11:27:07 So. 15.Mai 2016 »
Zitat
Lausitzer Braunkohlerevier Gewaltsame Zusammenstöße bei Braunkohleprotesten

Lange Zeit war der Protest gegen den Kohleabbau in der Lausitz friedlich geblieben. Am frühen Samstagabend gab es erste Konflikte zwischen Demonstranten und der Polizei. Aktivisten blockierten das Kraftwerk Schwarze Pumpe. Die Polizei nahm 120 Personen vorläufig fest. Zwei Aktivisten wurden verletzt. Vattenfall macht die Initiative "Ende Gelände" für die Zusammenstöße verantwortlich.
http://www.mdr.de/sachsen/bautzen/protest-braunkohle-lausitz-100.html

Rappelkistenrebell

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Re:Proteste gegen Kohlekraftwerk
« Antwort #42 am: 18:13:12 Mo. 16.Mai 2016 »
http://International geprägter Widerstand gegen Braunkohletagebau und Kohleverbrennung in der Lausitz

16.05.16 - Mehr als 3.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus mindestens 12 Ländern hatte das diesjährige Lausitzer Klimacamp in Proschim, einem Ortsteil von Welzow in Brandenburg, das am 9. Mai begann. Es war von jungen Menschen und einer internationalen Beteiligung geprägt. Sie einte der Protest und Widerstand gegen den Braunkohletagebau und die klimaschädliche Verbrennung der Kohle. Auch einige Mitglieder der Berliner Umweltgruppe der MLPD nahmen zeitweise an dem Camp teil. Der REBELL und das Rebellische Musikfestival schickten eine Solidaritätsadresse, die auf dem Camp veröffentlicht wurde. Darin hieß es unter anderem: "Aktiver Widerstand ist notwendig gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur!"

Die Teilnehmerinnen führten das Camp solidarisch und selbstorganisiert durch, schnibbelten gemeinsam Gemüse und teilten sich die notwendigen Dienste. In zahlreichen Veranstaltungen wurde über die Entwicklung des Braunkohletagebaus in der Lausitz, über die globale Klima- und Umweltkrise, deren Hintergründe im Kapitalismus und über Alternativen diskutiert. Dabei wurden allerdings auch noch recht unterschiedliche Vorstellungen deutlich. Harte Diskussionen gab es insbesondere um die Frage der Perspektive und des Verhältnisses zur Abeiterbewegung.

Ein Vertreter der Berliner Gruppe der Umweltgewerkschaft berichtet, dass es alles andere als selbstverständlich war, in den Workshops oder bei den Aktionen bewusst auf die Arbeiter zuzugehen und die Einheit mit ihnen zu suchen. Wenn man dies tat - wie unter anderem die Mitglieder der Umweltgewerkschaft -, kam man in interessante Gespräche. Ein Erfolg war auch, dass als Ergebnis in einer der Arbeitsgruppen ein Plakat angefertigt wurde: "Solidarität mit dem Bergmann und Umweltkämpfer Christian Link - raus mit Giftmüll und PCB aus den Zechen - Stoppt Fracking jetzt!"

Das Camp stand in enger Wechselwirkung zur Vorbereitung und Organisierung von Besetzungs- und Blockadeaktionen. Dazu hatte das Protest- und Widerstandsbündnis "Ende - Gelände" aufgerufen, um ein Zeichen gegen die weitere Verbrennung der Kohle und den damit verbundenen CO2-Ausstoß zu setzen. Dabei betonte der auf Vorbereitungstreffen vereinbarte Aktionskonsens: "Wir werden uns ruhig und besonnen verhalten ... Unsere Aktion richtet sich nicht gegen die Arbeiterinnen und Arbeiter von Vattenfall oder gegen die Polizei." Dennoch hetzten in Welzow vom Lausitzer Pro-Kohle-Verein aufgehängte Plakate provokativ: "Stoppt die Gewalt".

Schon am Freitag, den 12. Mai, besetzten rund 1.600 Demonstranten zwei riesige Bagger, Gleise und Förderbänder des Vattenfall-Konzerns im Braunkohletagebau Welzow-Süd. Der Konzern hatte die Produktion allerdings vorausschauend schon am Donnerstag eingestellt. Polizei und Werkschutz hielten sich zunächst zurück und ließen die Demonstranten gewähren.

Am Samstag, den 14. Mai, gab es eine von zahlreichen Umweltverbänden organisierte Demonstration von Welzow nach Proschim. Eines der Dörfer, das abgebaggert werden soll, wenn es nach den von der Brandenburger Landesregierung aus SPD und Linkspartei unterstützten Kohle-Plänen geht. Daran nahmen rund 1.500 Menschen teil. Einige Mitglieder der Berliner Umweltgruppe der MLPD verteilten schon vor Beginn der Demonstration 500 Exemplare des Kampfprogramms der MLPD "Rettet die Umwelt vor der Profitwirtschaft". Zahlreiche "Rote Fahne"-Magazine wurden verkauft. Dabei machten wir die Erfahrung, dass es eine wachsende Offenheit für die Diskussion über die notwendige Einheit der Arbeiter- und Umweltbewegung gibt.

Mehr als 1.500 Menschen beteiligten sich am Wochenende an Aktionen zur Blockade des Kohletransports zum Kraftwerk "Schwarze Pumpe" in Spremberg. Schon am Samstag musste das Kraftwerksleistung deshalb um 80 Prozent heruntergefahren werden. Vattenfall forderte die Polizei diesmal auf, einzugreifen. Nach der Rückzug von Demonstranten, die das Kraftwerk besetzt hatten, kam es zu einem teilweise brutalen Polizeieinsatz und der Verhaftung von ca. 130 Demonstranten. Die großen Protestaktionen und Blockaden wurden bis auf Kleingruppen am Sonntag Nachmittag beendet.

Eine Sprecherin des Bündnisses bewertete die Aktion als erfolgreich: "Wir haben ein deutliches Zeichen gesetzt und damit haben wir erreicht, was wir wollten. Wir wollten den Protest gemeinsam beenden und auch das ist uns gelungen."

Quelle

https://www.rf-news.de/2016/kw19/international-gepraegter-widerstand-gegen-braunkohletagebau-und-kohleverbrennung-in-der-lausitz-1
Gegen System und Kapital!


www.mlpd.de

ManOfConstantSorrow

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Re:Proteste gegen Kohlekraftwerk
« Antwort #43 am: 16:48:34 Mi. 17.August 2016 »
Zitat
Tagebau
1000 Klimacamper in Erkelenz erwartet – „Kreative Proteste“ angekündigt

So weit, so gut.

Jetzt treten gegen die Protestierenden nicht nur Bullen und gekaufte Medien an, sondern auch eine Gewerkschaft:
Zitat
Gewerkschafter und RWE-Mitarbeiter wollen den Kritikern das Feld nicht allein überlassen.
Zitat
Dabei ist die Gewerkschaft auf zwei Ebenen aktiv, sagt Manfred Maresch, Sekretär der IG Bergbau, Chemie, Energie (BCE) in Alsdorf. So richtet sich ihre Kampagne zum einen gegen die „Gewalt aus dem Umfeld der Ökoaktivisten“, die im Wald am Tagebau Hambach zwischen Kerpen und Düren immer drastischere Züge angenommen hat.
Zitat
Zum anderen spricht die Gewerkschaft von Jobs: Im Revier gehe angesichts sinkender Erlöse aus der Braunkohleverstromung die Angst vor Stellenabbau und Lohnkürzungen um, beklagt Maresch. Dabei sei die Braunkohle in Zeiten der Energiewende nötig.
http://www.ksta.de/24601716
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Rudolf Rocker

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Re:Proteste gegen Kohlekraftwerk
« Antwort #44 am: 17:26:21 Mi. 17.August 2016 »
Ja, die IG BCE ist schon immer als rechtsaußen Gewerkschaft aufgefallen! Früher haben die auch schon mal "Atomkraft? Ja, bitte!"- Aufkleber verteilt und  gegen Atomkraftgegener gehetzt. Insofern nichts neues.
Das der Kölner Stadtanzeiger sich pro RWE positioniert dürfte wohl daran liegen, das den DuMonts Werbeeinnahmen wichtiger sein dürften, als eine neutrale Berichterstattung!
Also auch nichts neues!