Autor Thema: Todeszonen in Weltmeeren breiten sich aus  (Gelesen 14732 mal)

ManOfConstantSorrow

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Todeszonen in Weltmeeren breiten sich aus
« am: 13:10:50 Mo. 18.August 2008 »
Wissenschaftler schlagen Alarm: In den vergangenen zehn Jahren hat die Zahl der sogenannten Todeszonen in den Weltmeeren um fast ein Drittel zugenommen. Durch Überdüngung sinkt der Sauerstoffgehalt in diesen Bereichen und Pflanzen und Tiere sterben. 1995 gab es 305 dieser Meeresregionen, heute sind es über 400.
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Kuddel

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Re: Todeszonen in Weltmeeren breiten sich aus
« Antwort #1 am: 12:19:12 Di. 18.November 2008 »
Todeszonen unter Wasser breiten sich aus

Die ungebremste Freisetzung des Treibhausgases Kohlendioxid gefährdet zunehmend das ökologische Gleichgewicht der Ozeane. Schon jetzt gelten knapp 250 000 Quadratkilometer Meeresgebiet als lebensfeindlich - Tendenz steigend.


HB KIEL. Die Todeszonen in den Weltmeeren werden deutlich wachsen, wenn der Mensch weiter ungedrosselt Treibhausgase in die Atmosphäre bläst. Zu diesem Schluss kommt eine Modellrechnung Kieler Forscher um Andreas Oschlies vom Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR). „Unsere Untersuchungen zeigen eine Ausbreitung der Zonen mit sauerstoffarmem Wasser um bis zu 50 Prozent bis zum Ende dieses Jahrhunderts“, berichtete Oschlies.

Ursache ist der Studie zufolge ein Düngereffekt des Treibhausgases Kohlendioxid an der Meeresoberfläche. Das CO2 bewirkt nicht nur eine zunehmende Versauerung der Meere, sondern wird auch vom Plankton vermehrt aufgenommen. Sinken diese abgestorbenen Lebewesen in die Tiefe, verbraucht ihr Abbau viel Sauerstoff.

Die Zahl der sauerstoffarmen Todeszonen in den Ozeanen ist in den vergangenen Jahren beständig gestiegen. Nach einer im August veröffentlichten Untersuchung gibt es inzwischen mehr als 400 dieser lebensfeindlichen Meeresgebiete, die zusammen eine Fläche von mehr als 245 000 Quadratkilometern haben, das entspricht etwa zwei Dritteln Deutschlands.

http://www.handelsblatt.com/technologie/umwelt-news/todeszonen-unter-wasser-breiten-sich-aus;2086795

CubanNecktie

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Gigantische Plastikmüllmengen treiben in den Meeren
« Antwort #2 am: 10:29:27 Mi. 26.November 2008 »
Zitat
Plastic Ocean - Plastikinseln im Meer
_____________________________________

Plastikinsel im Pazifik hat die Größe von Mitteleuropa erreicht.
An bestimmten Stellen im Meer, wo Strömungen riesige Strudel bilden, sammelt
sich Industrie- und Haushaltsmüll aller Arten – Plastik, Sammelbegriff für
verschiedenste synthetische Werkstoffe, die seit rund 50 Jahren industriell
hergestellt werden, schwimmt oben und verwest über Jahrzehnte hinweg nicht.
Ein Kontinent aus Müll: Eine traurige Berühmtheit ist die Plastikinsel im
Pazifik, die die Größe von Mitteleuropa erreicht hat, das ist die Fläche
Deutschlands, Österreichs, Tschechiens, Polens, Luxemburgs, Ungarns und der
Schweiz zusammengenommen.
Plastik gelangt in den Nahrungskreislauf: Kleinstpartikel werden durch die
Strömungen abgetragen und sinken ab, wo sie von Lebewesen gefressen werden
und in den Nahrungskreislauf gelangen. Wissenschaftler berechneten, dass im
Meer sechsmal soviel Plastik wie Plankton umhertreibt - und eine Verseuchung
der Planktonmikroben mit Plastik wurde schon in den Sechziger Jahren
nachgewiesen.
Größere Stücke werden von Walen, Schildkröten und Seevögel gefressen.
Insbesondere Albatrosse sterben daran.
Bedrohung für die Biodiversität: Eine weitere Gefahr sehen Wissenschaftler
für die Biologische Vielfalt: Heerscharen von kleinsten Lebewesen kriechen,
krabbeln, gleiten auf das treibende Plastik. Vor allem Moostierchen,
Rankenfüßer (Seepocken, Entenmuscheln), Borstenwürmer, Polypen und
Weichtierchen (Schnecken, Muscheln) siedeln sich auf den schwimmenden
Abfällen an. Oft fahren sie Tausende von Kilometern mit, bevor sie an
fremden Ufern angeschwemmt werden.
Was können wir tun?
1. Benutze Deine Einkaufstasche - verzichte auf Plastiktüten!
2. Trinke Wasser aus Glasflaschen - verzichte auf One-Way-Plastikflaschen!
3. Recycle Plastik so oft wie möglich!
4. Entsorge Deinen Müll anständig - schmeiß ihn nicht einfach weg!
5. Mache Freunde und Verwandte auf ihren Plastikkonsum aufmerksam - ermutige
Sie, auf Plastik zu verzichten!
http://reset.to/wissen/plastic-ocean-plastikinseln-im-meer



Plastik-Müll im Meer gefährdet Millionen
________________________________________

Simultan durchgeführte Studien ergaben: Riesige Mengen an Plastik-Müll
befinden sich in unseren Weltmeeren.
Weltweit schlagen Forscher Alarm. In vielen Regionen sind mittlerweile mehr
Plastik-Partikel als Plankton nachweisbar. Die meisten Kunststoffe,
vorwiegend aus privaten Haushalten und der Industrie, sind biologisch nicht
abbaubar und ihre Giftstoffe werden über das Plankton aufgenommen. Für
viele, im Meer lebende, Tierarten ist Plankton ein wichtiger
Nahrungsbestandteil. So gelangen die Gifte in die Nahrungskette. Mit
dramatischen Folgen für das gesamte Ökosystem und auch für uns Menschen, die
wir am Ende dieser Nahrungskette stehen.
Der Plastik-Müll, der durch Meeresströmungen und Winde überall hin verteilt
wird, stellt eine permanente und sehr konkrete Bedrohung für Delfine und
Wale dar. Unzählige Meeressäuger sterben, weil sie sich in den
Müll-Teppichen verfangen oder durch das Verschlucken dieser unverdaulichen
"Beute" elend zu Grunde gehen.
Der deutsche Umweltschutz-Verein Green Ocean e.V. hat sich dieser
Problematik angenommen und will an der toskanischen Küste in einem
begrenzten Küstenabschnitt die Müllmenge spürbar reduzieren.  Mehr bei
http://www.green-ocean.de/?language=deutsch


Pazific: Ein Teppich aus Plastik.
_________________________________

Zwischen Kalifornien und Hawaii hat sich ein fast geschlossener, drei
Millionen Tonnen schwerer Teppich aus Plastik von etwa der Größe
Mitteleuropas ausgebreitet. Er stammt aus der weltweiten Produktion von
jährlich 125 Millionen Tonnen Kunststoff. In diesem Bereich des
Nordpazifik kommen mittlerweile auf jedes Kilo tierischen Planktons sechs
Kilo Plastikabfall. Dieser treibt vorwiegend in den oberen Wasserschichten,
ebenso wie das Zooplankton, dessen pflanzliche Nahrung die Sonne braucht.
Grund für die Müllschwemme weitab von menschlichen Siedlungen sind kreisende
Strömungen von Wind und Wasser. Klimatisch wird der weltgrößte
Ozean zwischen Japan und Kalifornien durch Passatwinde bestimmt: Am Äquator
steigt heiße Luft auf, wird durch die Erddrehung westwärts abgelenkt,
sinkt erkaltet auf etwa 30 Grad nördlicher Breite wieder ab und strömt in
einer Ausgleichsbewegung ostwärts zurück. Durch den kreisenden Luftstrom wird
auch das Wasser bewegt, langsam zwar, aber beständig. Ein sanfter Strudel
gigantischen Ausmaßes dreht sich so um ein Zentrum etwa 2000 Kilometer
nordwestlich von Hawaii. Wird der vor den Küsten Asiens und Amerikas
treibende Müll von dieser Strömung erfasst, verbleibt er nach Angaben der
National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) mindestens 16 Jahre im
pazifischen Megastrudel. Nicht lange genug, um zersetzt zu werden; denn
bislang werden die meisten der konventionellen Kunststoffe nicht von
Mikroorganismen abgebaut. Bis UV-Strahlung und Oxidation eine Spielzeugente
in ihre Moleküle zerlegt haben, können bis zu 500 Jahre vergehen.

Verpackungsreste, Colaflaschen und Fischernetze aus Kunststoff sind mehr als
ein nur ästhetisches Problem. Tiere halten kleinere Teile irrtümlich für
Nahrung und schlucken den Müll hinunter. Besonders Seevögel, wie zum
Beispiel Laysan-Albatrosse, sind oft beim Hochwürgen unverdaulicher
Plastikbrocken beobachtet worden.
Außerdem lagern sich wasserunlösliche toxische Substanzen wie DDT oder PCB,
die über Flüsse ins Meer gelangen, bevorzugt an den Oberflächen
des Treibgutes an. Hideshige Takada, Geochemiker an der Universität Tokio,
fand heraus, dass die Konzentration dieser Substanzen an treibenden
Plastikpartikeln um eine Million Mal höher ist als im umgebenden Wasser.
Wenn Fische den Müll nach Beute "abgrasen", nehmen sie mit der Nahrung auch
die Toxine auf. Je höher sich die Tiere in der Nahrungskette befinden, desto
stärker reichert sich das Gift im Organismus an - und landet so
auch in den Lebensmitteln der Menschen.  Mehr bei
http://www.geo.de/GEO/wissenschaft_natur/2004_02_GEOskop_muell
http://www.spiegel.de/wissenschaft/erde/0,1518,287757,00.html


Plastik wie Sand am Meer.
_________________________

Der Sand auf dem Meeresgrund und an den Stränden besteht längst nicht mehr
nur aus zerriebenen Muscheln und Sandkörnern, sondern auch aus
Kunststoffpartikeln. Das haben britische Wissenschaftler entdeckt, als sie
Bodenproben von verschiedenen Stränden, aus Flussmündungen und Gezeitenzonen
unter dem Mikroskop untersuchten. Die winzigen Fragmente, die zum Teil
kugelförmig und zum Teil faserartig waren, seien wahrscheinlich durch die
mechanische Zerstörung größerer Kunststoffteile im Lauf der Zeit entstanden,
schreiben die Forscher um Richard Thompson von der Universität Plymouth in
der Fachzeitschrift Science (Bd. 304, S. 838).  Mehr bei
http://www.spiegel.de/wissenschaft/erde/0,1518,298814,00.html

Nach jüngsten Erkenntnissen von Forschern werden die Mengen an Unrat immer
mehr - und das Schreckliche daran: Sie bleiben bestehen, denn die
Kunststoffe sind extrem widerstandsfähig, berichten Wissenschaftler der
University of Plymouth in Großbritannien in der jüngsten Ausgabe des Online
Wissenschaftsmagazins Nature. "Diese Art der Umweltverschmutzung ist ein
Faktum rund um den Globus", so Simon Boxnall, Meeresforscher am englischen
Southampton Oceanography Centre. Die Ozeane wirken dabei wie ein riesiges
Mischungsgefäß. "Kein Mensch weiß wie lange diese Bestandteile im Ozean
bleiben, ob 100 oder gar 1.000 Jahre", meint Boxnall. Filtern könne man die
Weiten der Ozeane jedenfalls nicht, dazu seien sie zu groß. Die Forscher
fordern nun das Problem sozusagen an der Wurzel zu packen: Einerseits soll
die Verpackung gespart werden, andererseits sollen Gesetze verhindern, dass
Kunststoffabfälle ins Meer gelangen. Wie gefährlich die Kunststoffe für die
Umwelt sind, wagt derzeit kein Forscher zu sagen. Definitiv gefährlich sind
allerdings jene Abfälle, die mit giftigen und umweltschädlichen Chemikalien
beschichtet sind.
http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=040507033


Plastikteppich: Ozeane ersticken im Dreck
_________________________________________

Früher oder später endet fast der ganze Abfall, der in die Weltmeere gekippt
wird, im Nordost-Pazifik - zwischen der Westküste der USA und Hawaii. Das
ist den Forschern seit Jahren bekannt, denn das riesige Hochdruckgebiet
erzeugt hier einen gewaltigen Meeressstrudel, der sich im Uhrzeigersinn
dreht. Die Umweltorganisation Greenpeace hat mit dem Forschungsschiff
"Esperanza" diese "wilde Deponie", die inzwischen die Größe Zentraleuropas
erreicht hat, auf seine Bestandteile hin untersucht.
"Obwohl Plastikmüll weltweit in den Ozeanen zu finden ist, gibt es
Meeresbereiche, in denen das Problem besonders schlimm ist. Die Region im
Pazifik gehört dazu", so die Meeresbiologin Antje Helms im
pressetext-Interview. "Wird der im Meer treibende Müll von der Strömung des
Strudels erfasst, bleibt er bis zu 16 Jahre in diesem Gebiet. Die Folge ist
ein gigantischer, nahezu geschlossener Müllteppich, der mittlerweile die
Größe Zentraleuropas erreicht hat." Ob Schiffsabfälle, Fischernetze, Leinen,
Verpackungsmaterial: Müll, der von dieser Strömung erfasst wird, bleibt in
diesem Gebiet. Der Müllstrudel vor Hawaii weist weltweit die höchste
Konzentration an schwimmenden Plastikteilen auf.
Nach Untersuchungen der UN-Umweltorganisation UNEP treiben bis zu 18.000
Plastikteile in jedem Quadratkilometer der Weltmeere. "Am schlimmsten sind
die kleinsten Teile, da diese von Tieren aufgenommen werden", erklärt Helms.
Greenpeace hat in Untersuchungen festgestellt, dass weltweit mehr als 260
Tierarten nachweislich dem Müll im Meer zum Opfer fallen. Zu den Opfern
zählen neben Fischen auch Schildkröten, Seevögel, Robben und Seelöwen. "Wir
wollen mit der Aktion darauf aufmerksam machen, dass selbst in entlegenen
Regionen der Welt das Müllproblem evident ist", meint Helms. 80 Prozent des
Mülls in den Weltmeeren stammt vom Festland, nur 20 Prozent stammt von
Schiffen.
In allen Weltmeeren treiben Kunststoff und anderer Müll: Allein im
Ärmelkanal sind es zwischen zehn und 100 Teile pro Quadratkilometer, in den
Gewässern Indonesiens sind es stellenweise sogar knapp 4.000. Auch am
Meeresgrund liegen nach Greenpeace-Untersuchungen durchschnittlich 100.000
Müllteile je Quadratkilometer. Nur ein Teil des Mülls wird dann an die
Küsten der Kontinente oder Inseln angespült. Ganz zu schweigen von den
chemischen Substanzen, die in die Weltmeere gekippt werden und sich im
Fettgewebe von Meerestieren anreichern.   Mehr bei
http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=061111007
http://www.glocalist.com/index.phpcHash=3de74d4660
Video-Stream über den Plastikmüll vor Hawaii bei
http://oceans.greenpeace.org/en/ocean-defenders-tv  ["What a load of
rubbish" + "Taking out the trash"]

Quelle: http://www.umweltbrief.de/neu/html/archiv/PazificPlastikteppich.txt





Zitat
Willkommen bei der Aktion:
„Plastik aus dem Meer“

Schon seit drei Jahren beobachtet das Team von Green Ocean den stetigen Anstieg von Plastikmüll im Mittelmeer. Während eines kürzlich abgehaltenen Meerespraktika ermittelten die Teilnehmer, dass der Abstand zwischen zwei Stücken Plastik, an der Meeresoberfläche, lediglich 80 m misst.

Es wurde außerdem noch „schwebender“ Plastikmüll in einer Tiefe von 80 bis 100 m dokumentiert. Bei Untersuchungen mit Unterwasserkameras und Sonar wurden am Meeresgrund regelrechte Felder von Plastikmüll entdeckt.

Plastik Müll Umgerechnet auf die Oberfläche des Mittelmeeres, bei einer angenommenen Dichte von 100 g/m² ergibt das eine Umweltbelastung von ca. 200 Millionen t Plastikmüll.

2004 entdeckte man einen riesigen Müllteppich in der Größe Westeuropas der zwischen Hawaii, Japan und Nordamerika im Pazifik treibt und etwas 3 Millionen Tonnen wiegt.

Wir müssen aber nicht länger machtlos zusehen. Green Ocean hat ein Konzept entwickelt, dass die Meere effektiv und ohne besonders komplizierte Maßnahmen säubert. Der Müll wird nämlich bereits aus dem Meer geholt, durch die Fischer. Da sie jedoch bisher keinerlei Anreiz hatten, diesen Müll abzuliefern und dabei auch sicherlich Abnahmeprobleme gehabt hätten, warfen sie diesen lästigen "Beifang" gezwungenermaßen wieder über Bord. Jahrelang wurde hier eine Chance vertan. Plastik Müll Das soll sich nun ändern. Green Ocean hat ein Projekt erarbeitet, bei dem zunächst lokal in zwei italienischen Städten (Calambrone und Livorno) Container durch Green-Ocean aufgestellt werden. Den Fischern wird sofort im Hafen der Müll abgekauft. Danach wird er ordnungsgemäß entsorgt. Green Ocean arbeitet dabei eng mit dem bedeutenden italienischen Naturschutzverband LEGAMBIENTE und der Küstenwache zusammen. Gewonnene Daten werden an nationale Umweltministerien und die zuständigen Stellen in der EU weiter gegeben. Wir erstreben damit:

    * Eine Änderung der Vorschriften hinsichtlich der Verwendung von Plastik in der Verpackungsindustrie – Umstellung auf biologisch abbaubare Materialien.
    * Kontinuierliches Entfernen von Plastikmüll wie z.B. durch die Fischer.

Die Effektivität liegt offen auf der Hand. Unsere Organisation versucht nun, mit entsprechenden Fakten über den Zustand vor, während und nach der Aktion, sowie durch exakte Daten über die abgelieferte Menge und Beschaffenheit des Mülls, eine wissenschaftlich Grundlage zu schaffen, damit diese Art von Müllbeseitigung in den EU Richtlinien verankert wird und dann EU weit eingeführt werden kann. Bereits 60 Universitäten haben sich bereiterklärt, das Projekt zu unterstützen.

Quelle: http://www.plastic-sea.com/?language=german


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Re:Todeszonen in Weltmeeren breiten sich aus
« Antwort #3 am: 19:29:33 So. 20.Oktober 2013 »
Zitat
Ein australischer Seemann berichtet aus der See vor Japan.

What was missing was the cries of the seabirds which, on all previous similar voyages, had surrounded the boat.

The birds were missing because the fish were missing.

Wir reden hier von einer Distanz von 3000 nautischen Meilen. Und das ist nicht mal der Teil der Reise ab Japan, das ist bei Neuguinea. Der Grund ist, dass riesige Fischerboote da alles absaugen und wegtöten, was sie kriegen können. Ab Japan wurde es eher noch schlimmer.

"After we left Japan, it felt as if the ocean itself was dead," Macfadyen said.

"We hardly saw any living things. We saw one whale, sort of rolling helplessly on the surface with what looked like a big tumour on its head. It was pretty sickening.


Statt der Fische berichtet er von einem immensen Müllberg, der im Meer schwimmt.

Immerhin gibt es auch mal eine Antwort darauf, wieso niemand den Müll aus dem Meer fischt. Achtung, festhalten!

"But they said they'd calculated that the environmental damage from burning the fuel to do that job would be worse than just leaving the debris there."

Quelle: Fefes Blog

Meer leergefressen weil Fisch so gesund ist.
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Re:Todeszonen in Weltmeeren breiten sich aus
« Antwort #4 am: 11:17:07 Fr. 14.Februar 2014 »
Zitat
"Tudo Bem"
Segelwettbewerbe im Müll

In der Bucht von Guanabara sollen bei den Olympischen Spielen 2016 die Segelwettbewerbe stattfinden. Doch der Meeresmüll dort wird zunehmend zum Problem. Wer hier badet, droht sich unangenehme Krankheiten einzufangen. Die Regierung bemüht sich, das Problem in den Griff zu bekommen - ob sie das schafft, ist jedoch fraglich.

Quelle: tagesschau

http://download.media.tagesschau.de/video/2014/0130/TV-20140130-1759-4301.webm.h264.mp4


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Re:Todeszonen in Weltmeeren breiten sich aus
« Antwort #5 am: 10:11:07 Do. 03.April 2014 »
Zitat
Sauerstoffmangel: Todeszonen in der Ostsee haben sich verzehnfacht

Forscher sprechen von der weltweit größten Sauerstoffmangelzone menschlichen Ursprungs: Die sogenannten Todeszonen in der Ostsee haben dramatisch zugenommen - mittlerweile umfassen sie eine Fläche von 60.000 Quadratkilometern.

Quelle: spon

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Efeu

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Re:Todeszonen in Weltmeeren breiten sich aus
« Antwort #6 am: 19:58:09 Mo. 14.April 2014 »
Zitat
Dringend bis 17. April: Stoppt die Plastiktüten


In den Meeren landet immer mehr todbringender Plastikmüll

https://www.regenwald.org/aktion/935/aktion-stoppt-die-plastiktueten

Liebe Freundinnen und Freunde des Regenwaldes,

am 17. April stimmt das EU-Parlament über die „Verringerung der Verwendung von Kunststofftüten" ab. Mehr als 100 Milliarden Plastiktüten tragen EU-Bürger von ihren Einkäufen pro Jahr nach Hause. Weil sie vielleicht die Einkaufstasche zu Hause vergessen haben – oder sich keine Gedanken machen, was die Flut aus Kunststoff in der Natur anrichtet.

Die meisten der Plastiktüten werfen wir sofort in den Müll. Aber etwa acht Milliarden Kunststoffbeutel landen Jahr für Jahr in der Umwelt. Weil Plastik Jahrhunderte braucht, um sich zu zersetzen, verseuchen wir damit langfristig Landschaft und Gewässer.

Besonders gravierend ist der Plastikmüll in den Ozeanen. Mindestens eine Million Seevögel und Tausende Meerestiere wie Meeresschildkröten, Robben und Pottwale sterben pro Jahr am Müll. Denn die Tiere halten Plastik für Nahrung und verenden qualvoll an den verschluckten Teilen.

Und Wellen zerreiben Plastikmüll in immer kleinere Partikel, die im Wasser treiben. Statt Plankton nehmen Fische Plastikteilchen und deren giftige Zersetzungsprodukte auf, die am Ende auch auf unsere Teller gelangen.

Unser Plastikkonsum muss unverzüglich reduziert werden, besonders dringend bei Produkten wie Plastiktüten, die leicht vermieden werden können. Wir fordern deshalb von der Europäischen Union, Plastiktüten konsequent zu verbieten.

Bitte unterzeichnen Sie unsere Petition an die EU:

https://www.regenwald.org/aktion/935/aktion-stoppt-die-plastiktueten

Freundliche Grüße und herzlichen Dank

Reinhard Behrend
Rettet den Regenwald e. V.

https://www.regenwald.org/aktion/935/aktion-stoppt-die-plastiktueten

Kuddel

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Re:Todeszonen in Weltmeeren breiten sich aus
« Antwort #7 am: 20:52:18 Mo. 12.Mai 2014 »
Es ist alles einfach nur zum Kotzen!

Zitat
Jedes dritte Lebewesen in Nord- und Ostsee vom Aussterben bedroht

30 Prozent der Tiere und Pflanzen in den deutschen Meeren sind auf die Rote Liste gesetzt worden. Die Zahl der gefährdeten Arten könnte sogar noch deutlich höher liegen.
http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2014-05/nordsee-ostsee-tiere-pflanzen-artenschutz

Efeu

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Deutsche Bank will Kohlehafen vor dem Great Barrier Reef
« Antwort #8 am: 15:46:07 Mo. 26.Mai 2014 »
Zitat
Warnung: Deutsche Bank bringt Weltnaturerbe in Gefahr

Kein Kohlehafen im Great Barrier Reef

Direkt vor dem Great Barrier Reef soll ein riesiger Kohlehafen entstehen. Die Deutsche Bank erwägt, das Projekt zu finanzieren. Wenn kommende Woche deren Hauptversammlung tagt, fordern wir den Vorstand auf: Gefährden Sie nicht das einzigartige Weltnaturerbe.

Fordern Sie die Bank auf, sich aus dem Projekt zurückzuziehen...
http://www.campact.de/great-barrier-reef/appell/teilnehmen/


Es geht um nichts weniger als das größte Korallenriff der Erde: Ein Hafenprojekt bedroht die Zukunft des Great Barrier Reefs – eines einzigartigen Weltnaturerbes vor der australischen Ostküste. Die indische Adani Group will den Hafen Abbot Point zu einem der weltgrößten Kohleterminals ausbauen. Dem sensiblen Ökosystem droht schwerer Schaden: Millionen Tonnen Schlamm würden im Naturschutzgebiet landen. 

Die Wurzeln der Gefahr reichen bis nach Deutschland. Die Deutsche Bank hat bereits den Ankauf des Hafens finanziert und erwägt, auch Geld für den Ausbau bereitzustellen. Hier können wir gemeinsam ansetzen: Das Ansehen der Deutsche Bank ist angeschlagen. Zinsmanipulationen, Nahrungsmittelspekulation und skrupellose Immobiliengeschäfte haben ihren Ruf beschädigt. Der Vorstand hat für 2014 einen „Kulturwandel“ ausgerufen. Ein Umweltskandal rund um das Great Barrier Reef käme jetzt zur Unzeit.

Kommende Woche tagt die Hauptversammlung der Deutschen Bank in Frankfurt. Wir wollen den Aktionär/innen der Bank bewusst machen: Ein ökologisch derart fatales Projekt wird den Ruf ihrer Bank schädigen. Der Vorstand kann dann neue Kredite nicht einfach durchwinken. Am 22. Mai wollen wir den Aktionär/innen daher mindestens 100.000 Unterschriften präsentieren und an den Vorstand der Bank übergeben.

Hier klicken und Appell an den Deutsche-Bank-Vorstand unterzeichnen...
http://www.campact.de/great-barrier-reef/appell/teilnehmen/

Mehr als 200 Wissenschaftler/innen aus aller Welt warnen in einem offenen Brief vor den dramatischen Folgen der Hafenerweiterung. Das Great Barrier Reef bietet vielen bedrohten Tier- und Pflanzenarten eine Heimat. Seltene Meeresschildkröten finden hier Unterschlupf. Doch die sensiblen Korallen können nur in sonnendurchflutetem Wasser gedeihen.

Der Schlamm würde das Wasser trüben und Giftstoffe ins Riff tragen. Wenn die Korallen sterben, ist auch das Überleben der Tiere und Pflanzen ungewiss. Die UNESCO erwägt, das Great Barrier Reef auf die Liste der akut bedrohten Weltnaturerbe zu setzen – im schlimmsten Fall könnte der Status als Weltnaturerbe ganz aberkannt werden.

Einmal gebaut, würde der Hafen auf Jahrzehnte hinaus die immensen Kohlevorräte des australischen Gallilee Basins in alle Welt verschiffen. Dabei sind sich die Experten einig: Um einen gefährlichen Klimawandel abzuwenden, muss der Großteil der verfügbaren Kohle im Boden bleiben. Wenn wir das Hafenprojekt stoppen, dämpfen wir den aktuellen Kohleboom – und leisten so einen direkten Beitrag zum Klimaschutz.

Der Widerstand gegen den Kohlehafen am Reef wächst weltweit. In Australien streitet eine breite Koalition aus Umweltschützern, Verbraucherverbänden und Tourismusvertretern gegen die Erweiterung von Abbot Point. Die australische Campact-Schwesterorganisation Get Up! geht juristisch gegen die Hafenerweiterung vor. Wegen der großen ökologischen Risiken könnten diese Klagen Erfolg haben. Doch Gerichtsprozesse brauchen Zeit. Diese Zeit wollen wir den Australiern verschaffen, indem wir zusammen mit der Umweltschutzorganisation WWF die Deutsche Bank aus dem Projekt drängen.

Denn internationale Investoren stehen keineswegs Schlange. Nur wenige Banken sind überhaupt in der Lage, ein Projekt solcher Größenordnung zu stemmen. Einige Großbanken wie die französische Crédit Agricole haben bereits abgewunken. Selbst ein Großaktionär der Deutschen Bank, der Finanzkonzern Blackrock, sieht das Projekt kritisch. Und rund um die Welt üben Bürgerinnen und Bürger Druck auf Investoren aus, ihr Geld aus ökologisch katastrophalen Kohleprojekten zurückzuziehen.

Ein Rückzug der Deutschen Bank kann die gesamte Hafenerweiterung in Frage stellen – und das Great Barrier Reef retten. Fordern Sie die Banker heute auf, keine Kredite für die Zerstörung des Weltnaturerbes zu bewilligen:

Hier klicken und Appell an die Deutsche Bank unterzeichnen…
http://www.campact.de/great-barrier-reef/appell/teilnehmen/

Mehr Informationen im 5-Minuten-Info…
http://www.campact.de/great-barrier-reef/appell/5-minuten-info/

Herzlich Grüße

Chris Methmann, Campaigner

Chris Methmann, Jahrgang 1981, ist Vater zweier Kinder im Alter von 1 und 4 Jahren – und seit Jahren in der Umweltbewegung aktiv. Er hat seine Doktorarbeit an der Universität Hamburg über Klimapolitik geschrieben.

„Das einzigartige Naturwunder Great Barrier Reef sollte vor Raubbau durch Konzerne und Banken geschützt sein. Helfen Sie bitte mit und unterstützen Sie den Appell an die Deutsche Bank!“

Jetzt Appell für die Rettung des Great Barrier Reefs unterzeichnen…
http://www.campact.de/great-barrier-reef/appell/teilnehmen/

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Re:Todeszonen in Weltmeeren breiten sich aus
« Antwort #9 am: 18:05:39 Di. 03.Juni 2014 »
Zitat
Mikroplastik in Mineralwasser und Bier

Mineralwasser und Biere sind teilweise mit mikroskopisch kleinen Fasern aus Plastik verunreinigt. Nach Recherchen von Markt besteht der Verdacht, dass diese Fasern von Textilien aus sogenanntem Fleece-Material stammen können. Die Plastikfasern können beim Waschen über das Abwasser in die Umwelt gelangen. Dort verteilen sie sich und können vermutlich im Zusammenhang mit der Produktion in die Getränke gelangen. Bei den analysierten Mineralwassern und Bieren handelt es sich um die in Deutschland meistverkauften Marken. Alle enthielten Mikroplastik.
....

Quelle. NDR

Mikroplastik in Mineralwasser und Bier

Wir bekommen alles zurück!
Aber nach dem 10ten Bier ist es eh egal.
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Dieter Hildebrandt
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NilsBerlin

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Re:Todeszonen in Weltmeeren breiten sich aus
« Antwort #10 am: 16:14:03 Mi. 18.Juni 2014 »
Das geht ja garnicht.
Kann man da denn irgenwdie gegen vorgehen?

Rudolf Rocker

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Re:Todeszonen in Weltmeeren breiten sich aus
« Antwort #11 am: 17:08:15 Mi. 18.Juni 2014 »
Das geht ja garnicht.
Kann man da denn irgenwdie gegen vorgehen?

Ja!
Das Bier selber brauen und das Wasser aus einer Quelle im Wald holen!

BGS

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Re:Todeszonen in Weltmeeren breiten sich aus
« Antwort #12 am: 19:02:27 Mi. 18.Juni 2014 »
Das geht ja garnicht.
Kann man da denn irgenwdie gegen vorgehen?

Nur noch Glasflaschen kaufen, was sonst. :)

MfG

BGS
"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)

Rudolf Rocker

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Re:Todeszonen in Weltmeeren breiten sich aus
« Antwort #13 am: 19:14:21 Mi. 18.Juni 2014 »
Zitat
Nur noch Glasflaschen kaufen, was sonst

Dachte ich auch erst, aber in dem Test haben die auch Bier aus Glasflaschen getestet und dort ebenfalls diesen Plaszikmüll gefunden.
Das Zeug befindet sich als Rückstand im Trinkwasser und da die Wasserabfüller und Bierbrauer sich auch nur aus dem normalen Leitungsnetz bedienen (von wegen "mit frischen Felsquellwasser gebraut"! Hahaha!) findet man es eben in den Flaschen.

Ich verstehe sowieso nicht warum Leute Trinkwasser in Flaschen kaufen! Was soll das?
Aus der Leitung ist es viel billiger und ich brauche diese Plastikscheiße nicht.

NilsBerlin

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Re:Todeszonen in Weltmeeren breiten sich aus
« Antwort #14 am: 08:17:50 Sa. 21.Juni 2014 »
Zitat
Nur noch Glasflaschen kaufen, was sonst

Dachte ich auch erst, aber in dem Test haben die auch Bier aus Glasflaschen getestet und dort ebenfalls diesen Plaszikmüll gefunden.
Das Zeug befindet sich als Rückstand im Trinkwasser und da die Wasserabfüller und Bierbrauer sich auch nur aus dem normalen Leitungsnetz bedienen (von wegen "mit frischen Felsquellwasser gebraut"! Hahaha!) findet man es eben in den Flaschen.

Ich verstehe sowieso nicht warum Leute Trinkwasser in Flaschen kaufen! Was soll das?
Aus der Leitung ist es viel billiger und ich brauche diese Plastikscheiße nicht.

Naja also es gibt schon erhebliche Unterschiede zwischen Wasser und Wasser.
Je nach Mineraliengehalt schmecken die schon sehr verschieden, habe sogar mal gehört, dass es bereits Someliers für Wasser geben soll.

In Berlin hat auch letzt ein Supermarkt eröffnet, der seine Lebensmittel nurnoch verpackungslos anbietet.
Das ist mal eine super Idee!