Autor Thema: Todeszonen in Weltmeeren breiten sich aus  (Gelesen 14723 mal)

Troll

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Re:Todeszonen in Weltmeeren breiten sich aus
« Antwort #15 am: 09:59:27 Sa. 21.Juni 2014 »
In Berlin hat auch letzt ein Supermarkt eröffnet, der seine Lebensmittel nurnoch verpackungslos anbietet.
Das ist mal eine super Idee!

Hahaha, vor allen Dingen bei Wasser.
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Efeu

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Re:Todeszonen in Weltmeeren breiten sich aus
« Antwort #16 am: 04:39:12 So. 22.Juni 2014 »
Zitat
"...The leading cause of ocean dead zones" - but many environmental groups aren’t talking about it.
www.youtube.com/watch?v=nV04zyfLyN4
http://cowspiracy.com/
http://www.peta.org/blog/environmentalists-caught-in-cowspiracy/

Naja also es gibt schon erhebliche Unterschiede zwischen Wasser und Wasser.
Je nach Mineraliengehalt schmecken die schon sehr verschieden, habe sogar mal gehört, dass es bereits Someliers für Wasser geben soll.
Trinkwasser ist auch zunehmend ein Lifestyle-Produkt (und wird dafür auch sinnloserweise um den halben Erdball gekarrt). Trotzdem wird Leitungswasser immer noch wesentlich besser kontrolliert als abgefülltes.

Ich kann zu dem Thema den Film "Water makes money" empfehlen:
http://www.chefduzen.de/index.php?topic=23474.msg277487#msg277487
Auch interessant: Nestlé und das Trinkwasser
http://www.chefduzen.de/index.php?topic=25936.0

Zitat
In Berlin hat auch letzt ein Supermarkt eröffnet, der seine Lebensmittel nurnoch verpackungslos anbietet.
Das ist mal eine super Idee!
Ich find das gut. Warum muss Reis in einer Plastikpackung sein? Oder ein Stück Seife in so einer Folie oder einem Karton? Bei Lush Cosmetics kann man sich von einem großen Block Seife genau so viel abwiegen lassen wie man braucht.
Von vielen Sachen macht man doch daheim als allererstes die Packung ab und wirft sie weg (z.B. bei Klopapier oder wenn man Salz in den Streuer oder Kaffee/Tee in eine Dose umfüllt). Das könnte man doch direkt in den "Zielbehälter" einfüllen. Und für Getränke kann man auch Kanister nehmen (wie beim neuen Wein). Noch dazu kann man sich dann genau die Portion abwiegen die man braucht. Was allein das schon an Ressourcen und Müll einsparen würde!

NilsBerlin

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Re:Todeszonen in Weltmeeren breiten sich aus
« Antwort #17 am: 07:39:25 So. 22.Juni 2014 »
Ich hoffe das mit dem Supermarkt etabliert sich und breitet sich bald viral in der Welt aus, ich denke da könnte man sich wirklich gut was an Müll einsparen.

Rudolf Rocker

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Re:Todeszonen in Weltmeeren breiten sich aus
« Antwort #18 am: 13:37:11 So. 22.Juni 2014 »
Zitat
Naja also es gibt schon erhebliche Unterschiede zwischen Wasser und Wasser.

In dem Test haben die das Mineralwasser von Lidl, Aldi und Co. getestet. Das die jetzt nicht den Dom Perignon unter den Mineralwassern verkaufen, dürfte wohl klar sein.
Sicher gibt es auch anderes Mineralwasser, aber was solls. Ich will damit meinen Durst löschen und nicht damit angeben das ich in der Lage bin 124 € für ein Liter Rokko No Mizu zu bezahlen!

Dafür tuts das Leitungswasser und diesen ganzen Plastikmüll kan ich mir dann sparen (und der Umwelt).


Zitat
Ich hoffe das mit dem Supermarkt etabliert sich und breitet sich bald viral in der Welt aus, ich denke da könnte man sich wirklich gut was an Müll einsparen.

Sowas gibt es hier bei uns schon seid einigen hundert Jahren. Nennt sich Wochenmarkt! ;D
Nee, währe wirklich schön, wenn das mit diesem Verpackungswahnsinn endlich aufhört!



Efeu

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Re:Todeszonen in Weltmeeren breiten sich aus
« Antwort #19 am: 20:46:23 Do. 26.Juni 2014 »
Zitat
Der junge Mann und das Meer: 19-Jähriger will Ozeane von Plastik säubern

In den Weltmeeren schwimmt immer mehr Plastikmüll und sammelt sich in riesigen Wirbelströmen. Ein 19-Jähriger hat eine Vision, wie wir das Problem lösen könnten. Technology Review hat ihn getroffen.

Nun hat Slat eine 528 Seiten lange Machbarkeitsstudie erstellt. Demzufolge ist der sogenannte „Ocean Cleanup Array“ eine gigantische Filteranlage für die Meere.

Weiter hier: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Der-junge-Mann-und-das-Meer-19-Jaehriger-will-Ozeane-von-Plastik-saeubern-2237235.html

Troll

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Re:Todeszonen in Weltmeeren breiten sich aus
« Antwort #20 am: 09:35:15 Fr. 27.Juni 2014 »
Meer vom Müll befreien und dann den Eintrag beenden, aber ich befürchte mal wieder das es nach hinten los geht, es gibt damit eine technische Lösung die der zukünftigen Vermüllung kein Ende bereitet sondern wir haben jetzt eine Müllabfuhr fürs Meer und können weitermachen wie bisher.
Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
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Rudolf Rocker

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Re:Todeszonen in Weltmeeren breiten sich aus
« Antwort #21 am: 09:59:20 Fr. 27.Juni 2014 »
Aus dem obigen Artikel:

Zitat
Plastikmüll ist ein gewaltiges Umweltproblem. Über Windverwehungen, schlampige Müllentsorgung oder illegale Verklappung gelangt pro Jahr laut Schätzungen rund fünf Millionen Tonnen Plastik in die Meere. Ein Großteil sinkt auf den Meeresboden, etwa ein Drittel jedoch schwimmt in der Wassersäule oder an der Oberfläche. Dort zersetzt sich das äußerst haltbare Material nur sehr langsam, über Jahrzehnte und Jahrhunderte. Durch Wellenkräfte, UV-Strahlung und Salzwasser wird das Plastik spröde und zerfällt in immer kleinere Partikel, bis nur noch mikroskopisch kleine Partikel übrig bleiben. Diese werden von Plankton und Fischen gefressen und gelangen in die Nahrungskette. Größere Plastikteile verstopfen zudem die Verdauungsorgane von Seevögeln, Fischen und Delphinen, die daran verenden können. Das Plastik enthält zudem viele toxische und krebserregende Chemikalien wie DDT, PCB und hormonell wirksame Weichmacher.

Niemand weiß genau, wie viel Plastik in den Meeren herumschwimmt. Das Umweltbundesamt beziffert die Menge auf etwa 90 Millionen Tonnen. Die Umweltorganisation 5Gyres schätzt die Menge auf 500.000 Tonnen Plastik (allerdings nur die noch schwimmende Menge, nicht die bereits abgesunkene).


Zitat
Die erste geplante Anlage soll im Nordpazifik bei 30°N, 138°W etwa 1660 Kilometer vor der Küste San Franciscos entstehen. Slat will damit etwa 70.000 der geschätzten 140.000 Tonnen im Nordpazifikwirbel herausfiltern. Die Kosten für die Anlage veranschlagt Slat auf 317 Millionen Euro, inklusive Betriebskosten für 10 Jahre - ein Vierundvierzigstel der Summe, die Mark Zuckerberg für Whatsapp bezahlt hat. Damit würde jedes Kilo gesäuberte Plastik etwa 4,53 Euro kosten – das ist in etwa so viel wie Strandsäuberungen kosten.


Hab ich das jetzt richtig verstanden?
Mit der Anlage will er 70.000 Tonnen Plastik in zehn Jahren rausfiltern?
Bei einem Volumen von ca. 90 Millionen Tonnen plus weiteren 5 Millionen Tonnen ist das nicht mal ein Tropfen auf den heißen Stein.
Mein Verstand schaltet aus, bei dem Versuch sich diese Summe vorzustellen!

Ich denke auch, das es wesentlich einfacher wäre, den Müll besser zu vermeiden, als ihn nachher wieder aus dem Meer zu fischen. (Abgesehen davon das die Rückstände in den Meeresvögeln, Fischen und im Plankton eh nicht mehr rausfilterbar sind.)

Jute statt Plastik ist irgendwie immer noch eine aktuelle Forderung!



Efeu

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Re:Todeszonen in Weltmeeren breiten sich aus
« Antwort #22 am: 01:01:56 Mo. 18.August 2014 »
Zitat
Ein Meeresschutzgebiet so groß wie Mexiko!

In wenigen Tagen könnte US-Präsident Obama das größte Meeresschutzgebiet der Welt schaffen, doch die mächtige Fischerei-Lobby versucht, diesen Plan zum Schutz des Ozeans zu stoppen. Lassen Sie uns eine Flutwelle der Unterstützung ins Leben rufen und sie direkt ins Weiße Haus liefern, bevor es zu spät ist. Jetzt unterzeichnen und weitererzählen, um einen Ozean der Hoffnung zu schaffen!

http://secure.avaaz.org/de/ocean_of_hope_loc/

Jetzt gerade nimmt die US-Regierung öffentliche Kommentare entgegen, ob sie das größte Meeresschutzgebiet der Welt im Pazifik erschaffen soll, oder nicht. Aber Präsident Obama steht unter gewaltigem Druck einer mächtigen Fischerei-Lobby, den Plan zu verwässern. 
 
Das können wir nicht zulassen -- immer mehr majestätische Wale, Schildkröten und Fische verschwinden. Wissenschaftler sagen, der beste Weg um unsere Ozeane zu retten sei es, große Flächen vor Ausbeutung zu schützen. So können sich Unterwasserorganismen erholen. Vor vier Jahren haben wir eine entscheidende Rolle dabei gespielt, die Regierung des Vereinigten Königreichs davon zu überzeugen, ein riesiges Meeresschutzgebiet im Indischen Ozean zu erschaffen. Das Außenministerium bezog sich in seiner Erklärung auf unsere Kampagne. Wenn wir jetzt alle die Stimme erheben, können wir ein Schutzgebiet von der Größe Mexikos Wirklichkeit werden lassen!

Wenn wir Obama jetzt eine Flutwelle der weltweiten Unterstützung schicken stärken wir ihm den Rücken, um sich der Lobby entgegenzustellen und dazu beizutragen, unsere Ozeane für kommende Generationen zu bewahren. Unterzeichnen Sie die Petition und sagen Sie allen Bescheid -- gemeinsam erreichen wir eine Million Stimmen bevor die offizielle Anhörung in wenigen Tagen endet:

http://secure.avaaz.org/de/ocean_of_hope_loc/

Die Berichte sind düster: in weniger als vier Jahrzehnten könnten unsere Ozeane komplett leergefischt sein und die Korallenriffe könnten zu Lebzeiten unserer Enkelkinder abgestorben sein! Der neue Plan allein wird nicht ausreichen um das Problem zu lösen, aber er könnte ein Wendepunkt für die globale Zerstörung der Ozeane wenden  -- er würde nicht nur die weltweit vollständig geschützte Meeresfläche verdoppeln, sondern auch andere Regierungen ermutigen, nachzuziehen.

Obama sagt, er sei bereit, zu Exekutivvollmachten zu greifen, um den Plan umzusetzen, doch eine mächtige Fischerei-Lobby versucht, den Plan mit irreführender Propaganda zu versenken. Lobbyisten behaupten, dass das Schutzgebiet ihr Geschäft stören wird, dabei findet 95% des Fischfangs, von dem sie sprechen, außerhalb des geschützten Gebiets statt. Andere Akteure wollen die Gegend für zukünftige Bohrungen und Abbau von Rohstoffen offen halten, was verheerend sein könnte. 

Die Anhörung läuft nur noch einige Tage und am 11. August wird die Regierung mit Interessengruppen vor Ort in Hawaii beraten um den Plan zu besprechen. Wenn wir eine globale Petition mit einer Million Unterzeichnern direkt ans Weiße Haus und das Treffen in Hawaii übergeben können, die offizielle Anhörung mit Unterstützung überschwemmen und eine Umfrage lancieren, die große Unterstützung in der Nähe des Gebietes zeigt, können wir die Gegner übertönen.

Als größter Ozean-Anteilseigner der Welt haben die USA jetzt eine unglaubliche Möglichkeit im Pazifik. Lassen Sie uns den Widerstand übertönen und den Grundstein legen, um unsere Ozeane vor Ausbeutung zu schützen. Unterzeichnen Sie die Petition unten, und leiten Sie sie an Freunde und Familie weiter:

http://secure.avaaz.org/de/ocean_of_hope_loc/

Unsere Ozeane werden von unzähligen Gefahren bedroht. Doch Avaaz-Mitglieder haben sich immer wieder zusammengetan, um unser wertvolles Meeresleben zu retten. Wir haben schon früher dazu beigetragen, riesige Meeresschutzgebiete in Leben zu rufen, und Pläne zum Schutz von Thunfisch und Walen zu sichern. Wir können auch hier Erfolg haben!

Voller Hoffnung,

Danny, Luis, Lisa, Andrea, Ricken, Ana Sofia und das ganze Team bei Avaaz 


Weitere Informationen:

Obama plant weltgrößtes Schutzgebiet im Ozean (Süddeutsche Zeitung)
http://www.sueddeutsche.de/wissen/pazifik-obama-plant-weltgroesstes-schutzgebiet-im-ozean-1.2004342

Obama will die Meere säubern: USA planen gigantisches Schutzgebiet
http://www.n-tv.de/politik/USA-planen-gigantisches-Schutzgebiet-article13043721.html

Und auf Englisch:

Pacific fishing interests oppose Obama’s plan to expand marine reserve (Washington Post)
http://www.washingtonpost.com/blogs/post-politics/wp/2014/06/30/pacific-fishing-interests-oppose-obamas-plan-to-expand-marine-reserve/

Obama Announces Plan to Create World's Largest Ocean Reserve (National Geographic)
http://news.nationalgeographic.com/news/2014/06/140617-obama-ocean-protection-marine-reserves-seafood-environment/

Mr. Obama’s Ocean Monument (NYTimes)
http://www.nytimes.com/2014/06/18/opinion/mr-obamas-ocean-monument.html

Efeu

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Re:Todeszonen in Weltmeeren breiten sich aus
« Antwort #23 am: 21:41:10 So. 30.November 2014 »
Zitat
RIESIGE Erfolge - von Klimaschutz bis Monsanto!

Liebe Avaazerinnen und Avaazer,

in letzter Zeit haben wir mehr als nur ein paar Kampagnen gewonnen. Wir haben RIESIGE Erfolge erzielt.
Und zwar handelt es sich nicht um Kleinigkeiten, sondern um große, weltbewegende Ereignisse: sei es im Klimaschutz, bei Monsanto, unseren Ozeanen, dem Internet, der Demokratie und mehr! Auf der Welt ereignen sich viele deprimierende Dinge. Doch wenn Sie herunterscrollen, sehen Sie, was die Zukunft bereithalten könnte, wenn wir alle zusammenhalten...
[...]

Das größte Meeresschutzgebiet der Welt ist geschaffen worden! - Um dieses wichtige Reservat zu unterstützen, haben über eine Million von uns einen Appell an die US-Regierung gerichtet. Wir haben außerdem eine Meinungsumfrage in Hawaii in Auftrag gegeben und noch viel mehr unternommen. Am Ende hat Präsident Obama den großen Fischerei-Lobbies die Stirn geboten und ein Schutzgebiet im Pazifik eingerichtet, das fast so groß ist wie Südafrika!

http://secure.avaaz.org/de/ocean_of_hope_loc/

Efeu

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Re:Todeszonen in Weltmeeren breiten sich aus
« Antwort #24 am: 18:58:14 Di. 23.Dezember 2014 »
Zitat
Bali: Das Unterwasser-Paradies muss bleiben



838 Hektar sollen dem Meer abgetrotzt werden. Das maritime Ökosystem der Bucht aus Mangroven, Korallenriffen und Seegraswiesen ist dadurch in Gefahr, warnen Umweltschützer. Bis zu zehn Quadratkilometer Mangroven werden durch das Projekt zerstört. Eine dichte Schicht aus feinem Sediment legt sich über Korallen und schädigt sie. Werden Dreiviertel der Benoa Bay in Bauland verwandelt, verdrängt das 7,9 Millionen Kubikmeter Wasser. Der Wasserspiegel in der Bucht, in die vier Flüsse münden, steigt um 1,6 Meter.

Einheimische fürchten bereits heute den Ausverkauf ihrer Heimat. Wasser ist auf der Insel schon knapp geworden. Urlaubsgäste verbrauchen das Wasser, das Bauern dringend für ihre Felder benötigen. Derzeit stehen auf Bali 80.000 Hotelbetten, mindestens 67 weitere Hotels sind in Bau. Es gibt kaum noch Flächen, die sich von Reisäckern in Touristenanlagen umwandeln lassen. Das dürfte einer der Gründe sein, warum die Firma Tirta Wachana Bali International (TWBI) die künstlichen Inseln aufschütten will.
Hoteliers und Bauern streiten um Wasser

Eine schwer nachvollziehbare Rolle spielen Balis Gouverneur I Made Mangku Pastika und Gutachter der Udayan-University. Mehrfach haben sie ihre Einschätzung geändert, ob das Projekt genehmigt werden kann. Der Schutzstatus der Bucht wurde bereits verwässert.

Die Benoa Bay ist längst kein unberührtes Paradies mehr. Für den Airport und Hafenanlagen wurde bereits künstlich Land gewonnen. 2013 wurde die mehrspurige „Mandana Toll Road“ eingeweiht, die auf Stelzen quer durch die Bucht führt.

Umweltschützer, Künstler, Fischer und Einheimische kämpfen gegen das Inselbau-Projekt. Sie fordern von Balis Gouverneur I Made Mangku Pastika, das Projekt sofort zu stoppen und den Schutzstatus der Bucht zu stärken. Bitte schließen Sie sich diesen Forderungen an.

http://www.regenwald.org/aktion/967/bali-das-unterwasser-paradies-muss-bleiben

Zitat
Eine Bank bedroht ein Naturwunder!?

Der indische Kohlebaron Adani will das empfindliche Great Barrier Reef in eine Frachtroute verwandeln ― all das für ein schmutziges Kohleprojekt. Doch wir können ihn stoppen, wenn wir schnell handeln und die State Bank of India dazu bringen, ihm die milliardenschwere Finanzspritze zu verweigern, die er dafür braucht:

http://secure.avaaz.org/de/india_great_barrier_reef_loc/

ein indischer Kohlebaron wirbt gerade um einen Kredit von 1 Milliarde Dollar. Damit will er ein weltberühmtes Naturwunder in eine Frachtroute verwandeln. Doch wenn wir schnell handeln, können wir seinen Kredit stoppen und dafür sorgen, dass sich weiterhin Wale und Delfine im Great Barrier Reef tummeln, anstatt kolossaler Kohlefrachter.

Die UNESCO sieht in diesem Projekt eine Gefahr für das Riff und acht führende internationale Banken haben bereits einen Rückzieher gemacht. Jetzt steht und fällt es mit der State Bank of India. Die Vorsitzende der Bank rühmt sich damit, hart gegen „faule Kredite" vorzugehen — eine riesige globale Kampagne kann sie also davon überzeugen, dieses verrückte Kohleprojekt zu überprüfen und aufzuhalten.

Der öffentliche Druck hat andere Banken bereits umgestimmt  — helfen Sie jetzt also mit, den schlimmsten Kredit der Welt zu stoppen. Wenn wir eine Million Unterschriften erreichen, stellen wir eine Akte zusammen, die die finanziellen und ökologischen Probleme klar definiert. Dann überreichen wir sie der Vorsitzenden, Frau Bhattacharya, mit juristischen Berichten vor den Augen der Presse:

https://secure.avaaz.org/de/india_great_barrier_reef_loc/

Das Great Barrier Reef ist der größte lebende Organismus der Welt. Tausende von geschützten Arten sind dort zu Hause. Doch aufgrund der Umweltbelastung durch Kohleminen, den Klimawandel und andere Faktoren, hat das Riff in den letzten drei Jahrzehnten die Hälfte seiner Korallen verloren. Das Magazin „Der Spiegel" schrieb sogar „wenn alles so weitergeht, könnte das Undenkbare geschehen: Das Great Barrier Reef könnte sterben."

Dieser Kohlerausch ist Gift für unseren Planeten. Kohle ist der umweltschädlichste fossile Brennstoff und um die Kohle nach Indien zu bringen, müsste Adani eine Frachtroute quer durchs Riff ziehen. Einige sagen, dass Indien Kohle zur Armutsbekämpfung braucht. Doch Indiens eigener Kohleminister hat gerade angekündigt, dass Indien in der Lage sein sollte, Kohleimporte in den nächsten drei Jahren schrittweise einzustellen. Bis dahin wäre das australische Kohleprojekt noch lange nicht fertig!

Kampagnen von Avaaz und anderen Gruppen, und Zweifel an der Wirtschaftlichkeit des Projekts, haben Banken wie Citigroup und die Deutsche Bank dazu gebracht, Adanis geplanter Carmichael-Kohlemine und dem Infrastruktur-Komplex den Rücken zuzukehren. Jetzt steht die State Bank of India im Kreuzfeuer der indischen Presse und der politischen Opposition.

Bei einer Umfrage gaben 69% der indischen Bürger an, gegen dieses Projekt zu sein. Die Vorsitzende steht an der Spitze der größten staatlich unterstützten Bank in Indien und wird der Öffentlichkeit also Gehör schenken müssen. Unsere riesige Petition, eine Nachrichtenflut, Anzeigenplakate und Untersuchungsberichte können den Vorstand davon überzeugen, Adanis Kreditantrag abzulehnen. Machen Sie jetzt mit, damit wir das Riff mit einer Million Unterschriften vor dem zerstörerischen Kohleprojekt schützen:

https://secure.avaaz.org/de/india_great_barrier_reef_loc/

Das Klima für künftige Generationen zu schützen, ist eine große Herausforderung. Doch unsere Gemeinschaft hat dieses Jahr mehrfach bewiesen, dass sie ihr gewachsen ist. Seit Langem setzen wir uns für das Great Barrier Reef ein — sorgen wir jetzt also noch einmal mit vereinten Kräften dafür, dass ihm dieses katastrophale Kohleprojekt erspart bleibt.

Mit Hoffnung und Entschlossenheit,

Danny, Nick, David, Alex, Oli, Alaphia, Nic, Ravi und das ganze Avaaz-Team.


WEITERE INFORMATIONEN

Australische Regierung genehmigt Riesen-Kohlemine (Süddeutsche Zeitung)
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/great-barrier-reef-in-gefahr-australische-regierung-genehmigt-...

Umstrittene Riesen-Kohlemine in Australien darf gebaut werden (Stern)
http://www.stern.de/wissen/natur/great-barrier-reef-bedroht-umstrittene-riesen-kohlemine-in-australi...

Hafenprojekt bedroht Great Barrier Reef (Die Zeit)
http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2014-01/great-barrier-reef-kohlehafen

SBI-Kredit von einer Milliarde Dollar für Adanis australisches Projekt (The Times of India) (Englisch)
http://timesofindia.indiatimes.com/business/india-business/Adanis-Australian-project-gets-1-billion-SBI-loan/articleshow/45185035.cms

Great Barrier Reef-Projekt der Adani-Gruppe in Schwierigkeiten (Forbes) (Englisch)
http://www.forbes.com/sites/meghabahree/2014/05/29/adani-groups-great-barrier-reef-project-in-troubled-waters/

Indien lehnt Kohle aus dem Galilee-Becken ab (Market Forces) (Englisch)
http://www.marketforces.org.au/indiacoalpolling

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Re:Todeszonen in Weltmeeren breiten sich aus
« Antwort #25 am: 19:12:21 Fr. 28.August 2015 »
Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
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Re: Todeszonen in Weltmeeren breiten sich aus
« Antwort #26 am: 18:25:42 Mi. 12.Juni 2019 »
Zitat
Die Belastung der Meere beschränkt sich nicht länger nur auf Überfischung, Plastikmüll oder die Folgen des Klimawandels. Im Zuge der laufenden Verhandlungen zum Tiefseebergbau wird ein neuer Wirtschaftszweig geschaffen, der neue und weitreichende Gefahren für die Meeresökologie mit sich bringt. Während die deutsche Industrie bereits aktiv in diese Prozesse eingebunden ist, weiß die Öffentlichkeit kaum etwas von den Aktivitäten der Bundesregierung zum Tiefseebergbau. Umwelt- und Entwicklungsverbände kritisieren den intransparenten Prozess und fordern wirksamen Schutz der Meere statt immer neuer Unterstützung für High-Tech-Wirtschaft.

Derzeit wird bei der Internationalen Meeresbodenbehörde der Vereinten Nationen ein Abkommen zum Bergbau am Meeresboden verhandelt. Deutschland hat derzeit die Rolle des Vizepräsidenten in dem einflussreichen Rat inne, dem lediglich 36 Länder angehören und der besonderen Einfluss auf die Verhandlungen hat. In der Öffentlichkeit sind diese Verhandlungen kaum bekannt, obwohl bereits Steuergelder geflossen sind und die deutsche Industrie eingebunden wird.
weiter: http://www.eco-world.de/scripts/basics/econews/basics.prg?a_no=35933