Autor Thema: Anlage EKS  (Gelesen 3881 mal)

karit

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Anlage EKS
« am: 07:41:37 Sa. 06.September 2008 »
Hi Leute, es war mal wieder so weit und der neue Folgeantrag würde fällig. Der Antrag wurde zugeschickt, allerdings ohne die Anlage EKS. Nun wusste ich ja, dass ich als selbstständige so ein Ding ausfüllen muss, also nicht faul mir es aus dem Netz gezogen und mit Gewinn- und Verlustrechnung abgeschickt. Doch was kam nun? Gestern kriegte ich ein Schreiben, dass ich zu einer Fachberatung soll um die Anlage auszufüllen. Das sei jetzt so vom Gesetzgeber vorgesehen.
Das Schreiben war mit den üblichen Drohungen versehen, wie nicht weiter Bearbeitung des Antrages bis nicht alles komplett vorliegt und und und. Natürlich alles bis zum 18.9. Den Termin bei der "Fachberatungsstelle" habe ich nun am 26.9.08.
Prophylaktisch habe ich Widerspruch eingelegt, da ja die Hilfebedürftigkeit bestehen bleibt, denn aus der Prognose geht klar hervor, dass ich nicht mehr wie ca. 200 € im Monat verdiene. Habe mich ausserdem auf die mangelnde Hinweis und Informationspflicht berufen und auf eine eingehende Rechtsmittelbelehrung. Da stand nämlich das sie bei Nichtmitwirkung komplett streichen oder den Antrag nicht weiterbearbeiten. Meiner Meinung nach könnten in dem Falle nur 30 % Streichung zum Zuge kommen. Denn ich habe ja Angaben gemacht.
Ich würde nun gerne wissen ob hier jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat und/oder ob jemand Vorschläge hat wie ich weiter vorgehen sollte, wenn der Widerspruch zurück gewiesen wird.
Alles Liebe
Karin

flocke

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Anlage EKS
« Antwort #1 am: 21:58:32 Sa. 06.September 2008 »
Zitat
Original von karit
Gestern kriegte ich ein Schreiben, dass ich zu einer Fachberatung soll um die Anlage auszufüllen. Das sei jetzt so vom Gesetzgeber vorgesehen.

Haben sie Dir mal erzählt wo der Gesetzgeber das vorsieht? Also einen Paragraphen genannt? Oder sonst einen kleinen Hinweis gegeben, der dieses Ansinnen nachvollziehbar macht?
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karit

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Anlage EKS
« Antwort #2 am: 14:25:10 Mo. 08.September 2008 »
Leider nein, darauf habe ich in meinem Widerspruch gesondert hingewiesen und auch darauf das die Androhung der Streichung der Bezüge, respektive das Nichtbearbeiten meines Antrages rechtlich nicht haltbar ist. Alles Liebe Karin

flocke

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Anlage EKS
« Antwort #3 am: 23:51:15 Mo. 08.September 2008 »
ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass das Ausfüllen eines Formulars eine "Fachberatung" voraussetzt. Und dass dies auch noch eine gesetzliche Regellung sein soll. Hier wiehert doch der Amtsschimmel in den höchsten Tönen.

Mich würde echt interessieren, wie die Reaktion auf deinen Widerspruch ausfällt.
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scholzhugo

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Anlage EKS
« Antwort #4 am: 16:04:35 Mo. 06.Oktober 2008 »
:aggressiv>

inline

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Anlage EKS
« Antwort #5 am: 13:12:32 Di. 07.Oktober 2008 »
Das mit der Fachberatung ist mir neu,  aber ich würde dann auch zum Steuerberater gehen. Die Kosten mitabsetzen lassen, evtl. kann der ja noch mehr raus holen. Ist ja sein Job  ;)

Kat

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Anlage EKS
« Antwort #6 am: 23:27:10 Do. 09.Oktober 2008 »
Eine solche gesetzliche Regelung gibt es nicht.

Und ehrlich gesagt sollte jemand, der nicht mal in der Lage ist die Einnahmen und Ausgaben einzutragen (wo ja nicht mal steuerliche Aspekte eine Rolle spielen sondern die tatsächlich geplanten Ausgaben und geschätzten Einnahmen), sich nicht selbständig machen. Sowas muß jeder Selbständige können und ist eine Grundvoraussetzung. Ansonsten wird es mit der Selbständigkeit nie was werden. So eine Planung muß man doch immer machen, auch für sich selbst. Nicht nur für ein Amt.

Vincent_Vega

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Anlage EKS
« Antwort #7 am: 13:20:44 Fr. 10.Oktober 2008 »
Hallo,

bin quasi in der gleichen Lage gewesen.

Bei mir war die Lage etwas anders: Ich hatte mich von vornherein auf "Einstiegsgeld" beworben. Mit erfolgreichen Abschluss des notwendigen assessment-centers dazu wurde mir seitens des jc ein Gründungscoach gestellt.

Das Projekt dazu nennt sich "garage" oder "schnellgründung".

Informier Dich doch mal, ob dein zuständiges jc Dir auch einen Unternehmensberater stellt.

Nachdem diese grauenhafte EKS dann ausgefüllt war, lief die Knete.
In Deutschland wird nicht die Arbeitslosigkeit, sondern der Arbeitslose bekämpft.