Autor Thema: Berlin - Hooligans in Uniform  (Gelesen 87123 mal)

Senor_Ding-Dong

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Re:Berlin - Hooligans in Uniform
« Antwort #15 am: 21:39:39 Di. 18.August 2009 »
Zitat
Entwicklung der Disziplinar- und Strafverfahren gegen Berliner Polizeibeamte - Pressemeldung vom 18.08.2009

Die Zahl der Disziplinarverfahren gegen Beamte der Berliner Polizei ist im vergangenen Jahr leicht gestiegen, einen deutlichen Rückgang hat es bei den eingeleiteten Strafverfahren gegeben.

Disziplinarverfahren dienen dazu, die Beamten zu einem dem Beruf angemessenen persönlichen Verhalten innerhalb und außerhalb der Tätigkeit zu bewegen. Dabei geht es auch um die Wahrung des Ansehens der gesamten Polizeibehörde in der Öffentlichkeit. Unerheblich ist, ob wegen dieser Vorfälle auch strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet werden.

Im Jahr 2008 mussten 318 Disziplinarverfahren eingeleitet werden, im Jahr davor waren es 283 Verfahren. In 214 Fällen wurden Disziplinarermittlungen gegen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wegen Pflichtverletzungen innerhalb des Dienstes eingeleitet. Im Jahr davor waren es 178 Verfahren. Hierbei ging es unter anderem um Fälle von Körperverletzung im Amt (22 Verfahren), Trunkenheit im Dienst (sieben Fälle), Verstöße gegen den Datenschutz (26 Fälle) und mangelhafte Dienstausübung (47 Fälle). Ein Disziplinarfall bezog sich auf sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz.
Bei Dienstvergehen außerhalb des Dienstes ging es unter anderem um Fälle der Trunkenheit im Straßenverkehr (neun Fälle) und leichtfertiges Schuldenmachen (24 Fälle).

Im vergangenen Jahr fanden insgesamt 290 Verfahren ihren Abschluss. Im Jahr davor waren es 346. In 64 Fällen mussten die Betroffenen eine Geldbuße entrichten. 14 Betroffene mussten Gehaltskürzungen hinnehmen. Zwei Beamte wurden aus dem Dienst entfernt.

Bei den gegen Polizeibeamte eingeleiteten Strafverfahren hat es im vergangenen Jahr eine Reduzierung um 312 Fälle auf 1.522 Verfahren gegeben. In 680 Verfahren richteten sich die Ermittlungen gegen Unbekannt. Einem Großteil der Verfahren lag der Vorwurf der Körperverletzung im Amt zugrunde. Hier verzeichneten die Ermittler insgesamt 636 Anzeigen, die sich während der Untersuchungen ganz überwiegend als so genannte „Retourkutschen“ von Betroffenen rechtmäßiger polizeilicher Maßnahmen erwiesen haben.
Die Ermittlungen in diesen Sachverhalten führten im vergangenen Jahr in 615 Fällen zur Einstellung des Verfahrens durch die Justiz. In sechs Fällen erfolgten Freisprüche durch das Gericht, es gab keine Verurteilungen.

Im Zusammenhang mit Fällen von Trunkenheit im Straßenverkehr ist 2008 mit insgesamt 16 Fällen ein Strafverfahren weniger als im Vorjahr eingeleitet worden. Gegenstand strafrechtlicher Ermittlungen waren im vergangenen Jahr auch fünf Drogendelikte; zwei Fälle weniger als 2007.

In 2008 fanden insgesamt 1.456 Strafverfahren ihren Abschluss, davon 1.398 Fälle durch Einstellung und 26 durch Freispruch. Darunter waren auch 32 Verurteilungen, die nicht im vergangenen Jahr eingeleitet worden waren.

Senor_Ding-Dong

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Wenn Bullen rocken...
« Antwort #16 am: 23:49:06 Mi. 19.August 2009 »
...sieht dit ganz schön seltsam aus.  :D

"Hundertzehn" polizei-coverrockband -3

Wer auf den musikalischen Geschmack gekommen ist, kann sich freuen. Die Polizeicoverband "Hundertzehn" tritt beim "37. Tag der offenen der Berliner Polizei" am 06. September 2009 auf. Ort: Charlottenburger Chaussee 67, 13597 Berlin-Ruhleben - 10.00 bis 18.00 Uhr


Aus dem Programm:

- Schminkstudio für Kinder
- Vorführung des Wasserwerfers - Bereitschaftspolizei
- Vekehrssicherheit: Der "tote" Winkel
- Tauchkurse für Kinder in der Schwimmhalle - Technische Einsatzeinheit
- Polizeihubschrauber - Hubschrauberstaffel Berlin
- Wasserschutzpolizei
- Polino, die Polizeieule
- Vorführung des Personenschutzes
- Musik auf verschiedenen Bühnen, u.a. von "Hundertzehn"
- Historische Polizeiuniformen
- Geschicklichkeitsparcours
- Brummi, der Präventionsbär
- Motorradsportgruppe
- Gehorsams- und Schutzdienstübungen der Diensthunde

Senor_Ding-Dong

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Re:Wenn Bullen rocken...
« Antwort #17 am: 18:18:14 Fr. 21.August 2009 »
Update: Absage des 37. Tages der offenen Tür der Berliner Polizei  :D und somit auch kein weiterer Auftritt der Polizeicoverband "Hundertzehn"
Zitat
Der Gesamtpersonalrat der Berliner Polizei hat in einer Presseerklärung mitgeteilt, dass er heute beschlossen hat, der Anordnung von Überstunden und Dienstzeitverlagerungen für die beim Tag der offenen Tür am 06. September 2009 einzusetzenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die personalvertretungsrechtliche Zustimmung zu verweigern.

Der Gesamtpersonalrat war sich darüber klar, dass er damit die Behördenleitung zur kurzfristigen Absage dieses innerhalb und außerhalb der Behörde beliebten Familientreffens der Berliner Bevölkerung und ihrer Polizei zwingt – 2 Wochen vor dem geplanten Termin und nachdem mehr als 30.000 Arbeitsstunden in die Vorbereitung investiert worden sind.

Die vom Gesamtpersonalrat zur Begründung seiner Entscheidung angeführte Mehrarbeitsbelastung der Mitarbeiter war am 30. Juni 2007, vor dem letzten Tag der offenen Tür der Berliner Polizei, mit 1.069.149 Überstunden nicht etwa geringer, sondern sie lag deutlich über der dieses Jahres.
http://www.berlin.de/polizei/presse-fahndung/archiv/136033/index.html

30.000 Arbeitsstunden für 20 Euro die Stunde (was bestimmt nicht reicht)...und alles fürn Bullenarsch! :) Es wäre zu begrüßen, wenn der Gesamtpersonalrat der Berliner Polizei auch bei anderen zweifelhaften und überflüssigen Einsätzen seiner Mitglieder bei der Behördenleitung intervenieren würde.

besorgter bürger

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Re:Berlin - Hooligans in Uniform
« Antwort #18 am: 18:27:33 Fr. 21.August 2009 »
Zitat
mehr als 30.000 Arbeitsstunden in die Vorbereitung investiert



wollten die an dem Tag zufällig auch noch ne bemannte Rakete zum Mond starten?

Viele Menschen würden eher sterben als denken. Und in der Tat: Sie tun es.

MizuNoOto

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Re:Berlin - Hooligans in Uniform
« Antwort #19 am: 00:42:54 Di. 25.August 2009 »


Zitat
Was wiegt 332 kg, wurde in 20 000 Arbeitsstunden erstellt, ist 16 km lang und 
seit 13 Jahren Weltrekordhalter in seiner Disziplin?

Gary Duschls Papierkette, welche er aus 1 240 000 Kaugummipapierchen gefaltet 
hat (mit Falt-Anleitung: http://www.gumwrapper.com/)

Zehntausende Arbeitstunden kommen halt schnell zusammen, und der Sinn erschließt sich oft nicht jedem.

Senor_Ding-Dong

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Re:Berlin - Hooligans in Uniform
« Antwort #20 am: 01:06:55 So. 13.September 2009 »
Berliner Bullenpack bereitet sich auf den nächsten Prügeleinsatz vor...



Uniformierte Schläger terrorisieren Radfahrer und Umstehende auf der "Freiheit statt Angst"- Demo in Berlin.
YouTube - Broadcast Yourself.


Senor_Ding-Dong

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Wanted criminal Hooligans!
« Antwort #21 am: 12:41:19 So. 13.September 2009 »

Senor_Ding-Dong

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Re:Wanted criminal Hooligans!
« Antwort #22 am: 19:39:04 So. 13.September 2009 »
Nachtrag: Pressemeldung Berliner Polizei 13.09.2009
Zitat
...

Nachdem der Aufzug den Endplatz gegen 18 Uhr 40 erreicht hatte, verweilten zunächst noch etwa 2.000 Personen am Potsdamer Platz, die sich bis 20 Uhr auf rund 300 reduzierten. Die Veranstaltung wurde gegen 21 Uhr 30 vom Versammlungsleiter beendet, woraufhin auch die letzten Anwesenden den Platz verließen.

Im Zusammenhang mit der Überprüfung des Lautsprecherwagens kam es seitens mehrerer Teilnehmer zu massiven Störungen (???) der polizeilichen Maßnahmen. Trotz wiederholter Aufforderungen, den Ort zu verlassen, störte insbesondere ein 37-Jähriger weiter. Die Beamten erteilten ihm schließlich einen Platzverweis. Nachdem auch dieser wiederholt ausgesprochen worden war und der Mann keine Anstalten machte, dem nachzukommen, nahmen ihn die Polizisten fest. Hierbei griff ein Unbekannter in das Geschehen ein und versuchte, den Festgenommenen zu befreien, was die Beamten mittels einfacher körperlicher Gewalt (???) verhinderten. Der Unbekannte entfernte sich anschließend vom Tatort. Der 37-Jährige erlitt bei seiner Festnahme Verletzungen im Gesicht und kam zur Behandlung in ein Krankenhaus.

Die Vorgehensweise der an der Festnahme beteiligten Beamten einer Einsatzhundertschaft, die auch in einer im Internet verbreiteten Videosequenz erkennbar ist, hat die Polizei veranlasst, ein Strafverfahren wegen Körperverletzung im Amt einzuleiten. Das Ermittlungsverfahren wird durch das zuständige Fachdezernat beim Landeskriminalamt mit Vorrang geführt.

...
http://www.berlin.de/polizei/presse-fahndung/archiv/138631/index.html


Senor_Ding-Dong

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Re:Wanted criminal Hooligans!
« Antwort #23 am: 17:19:51 Mo. 14.September 2009 »
Zitat
Nach Demo: Polizist nicht suspendiert

Berlin - Ein Berliner Polizist, der bei einer Demonstration am Wochenende einen Radfahrer mit Schlägen verletzt haben soll, ist nicht vom Dienst suspendiert worden. Der Beamte sei aber aus seiner Hundertschaft herausgenommen geworden, teilte die Polizei am Montag mit. Für ihn gebe es eine «andere dienstliche Verwendung». Die internen Ermittlungen gegen den Polizisten wegen Körperverletzung im Amt liefen mit Vorrang, sagte ein Sprecher. Der Polizist sei bei früheren Demonstrationen nicht negativ aufgefallen, hieß es. Am Samstag hatten Tausende gegen den «Überwachungswahn» des Staates protestiert. Dabei kam es zu dem Zwischenfall.
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/detail_dpa_22385954.php

Senor_Ding-Dong

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Re:Berlin - Hooligans in Uniform
« Antwort #24 am: 22:57:13 Mi. 16.September 2009 »
Zitat
Nummer oder Namen auf der Uniform - Polizisten sollen von 2010 an identifizierbar sein

von Andreas Kopietz

Berlin - Jeder Berliner Polizist soll demnächst eine verbindliche individuelle Kennzeichnung an der Uniform erhalten. „Wenn 2010 die blauen Uniformen eingeführt werden, dann wollen wir, dass die Beamten ihren Namen oder ihre Dienstnummer an der Brust tragen“, sagte Polizeisprecher Thomas Goldack gestern der Berliner Zeitung.

Die Schilder sollen per Klettband an den Hemden, Anoraks und den Einsatzanzügen angebracht werden. Dies gilt auch für geschlossene Einheiten wie die Direktionshundertschaften und die Bereitschaftspolizei. Deren vier Ziffern auf dem Rücken, die die Gruppenzugehörigkeit kennzeichnen, sollen außerdem bleiben. Laut Gol-dack ist das Verfahren noch nicht abgeschlossen und muss noch dem Gesamtpersonalrat vorgelegt werden. Der Berliner Datenschutzbeauftragte hat sein Einverständnis gegeben. „Wir haben nichts dagegen, dass Polizeibeamte als öffentliche Amtsträger mit Klarnamen zu erkennen sind“, sagte seine Sprecherin Anja-Maria Gardain gestern. „Die Informationsfreiheit gebietet, dass sich Amtsträger nicht in die Anonymität flüchten.“

Bislang tragen Polizisten kleine Namensschilder aus Blech – aber nur freiwillig. Polizeipräsident Dieter Glietsch will, dass die neuen Kennzeichnungen verpflichtend für alle sind. Beamte haben dann die Wahl: Entweder heften sie sich ihren Nachnamen an die Brust oder ihre achtstellige Dienstnummer.
Dass man sich die Dienstnummer eines behelmten Beamten abschreiben kann, etwa am Rande einer Demonstration – wäre schon ein Erfolg, sagen Bürgerrechtler. Denn oft wird die Herausgabe der Karte mit der Nummer verweigert, obwohl jeder Polizist dazu per Geschäftsanweisung verpflichtet ist. Erst am vergangenen Sonnabend hatte ein 37-Jähriger von einem Polizisten der 22. Einsatzhundertschaft die Dienstnummer verlangt. Stattdessen wurde er mit Faustschlägen niedergestreckt, wie mehrere Filme im Internet belegen. Nur weil die Beamten keine Helme aufhatten, konnten sie schnell identifiziert werden. Gegen sie ermittelt nun das Landeskriminalamt wegen Körperverletzung im Amt.

Für Polizeipräsident Glietsch entspräche die Kennzeichnung seiner Beamten dem Bild einer „modernen und bürgernahen Polizei“. Polizeigewerkschaften und Personalvertreter befürchten jedoch, dass die Beamten unter Generalverdacht gestellt werden, potenzielle Straftäter zu sein. Zudem argumentieren sie, dass Rechtsbrecher die Beamten identifizieren und sie und ihre Familien bedrohen könnten. Laut Polizeisprecher Goldack ist der Name eines Polizisten im Strafverfahren jedoch ohnehin aktenkundig. „Ich kenne keinen Fall, dass jemand Repressalien ausgesetzt war.“

„Wir werden eine Kennzeichnung auf jeden Fall ablehnen“, sagte der Vorsitzende des Gesamtpersonalrats der Polizei, Karl-Heinz Dropmann. Die nächste Instanz wäre der Hauptpersonalrat des Landes Berlin. Auch der dürfte ablehnen. „Wir schließen uns in der Regel den Argumenten der örtlichen Personalräte an“, sagt Hauptpersonalratschef Uwe Januschewski. So ist klar, dass Glietschs Vorhaben, das auch von Innensenator Ehrhart Körting (SPD) mitgetragen wird, bei einer Einigungsstelle landen wird, wo ein externer Vermittler die Verhandlungen führt. Die Innenpolitische Sprecherin der Linken, Marion Seelig, kann die Einwände der Personalvertreter nicht nachvollziehen: „Die Kennzeichnung wird kommen, das gibt das Personalvertretungsgesetz auch her.“ Und Polizeisprecher Goldack: „Der Polizeipräsident ist bereit, das Verfahren bis zum Ende zu betreiben.“
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/139106/139107.php

Klettband ist schon toll!  ::) Achtstellige Dienstnummern sind bei einem Faustangriff, Pfefferangriff oder ner Freiheitsberaubung durch mehrere Büttel bestimmt gut zu merken. Super! Würde mich auch nicht wundern, wenn demnächst noch schnell zwanzigstellige Dienstnummern eingeführt werden. Eselsbrücken könnten deshalb in Zukunft an Relevanz zunehmen!

MizuNoOto

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Re:Berlin - Hooligans in Uniform
« Antwort #25 am: 11:04:22 Do. 17.September 2009 »

Senor_Ding-Dong

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Re:Wanted criminal Hooligans!
« Antwort #26 am: 22:58:17 Mo. 21.September 2009 »
Zitat
CDU schützt prügelnde Polizisten

Berlin - Nach den Übergriffen von Polizisten auf Demonstranten ist Polizeipräsident Dieter Glietsch gestern im parlamentarischen Innenausschuss scharf kritisiert worden. Die FDP warf ihm eine „Desinformationspolitik“ vor. Die Aussagen zu den Vorgängen seien „äußerst widersprüchlich“ gewesen, sagte der Abgeordnete Björn Jotzo. Nur auf Druck der Medien habe die Polizei Informationen rausgerückt.

...

Kritik kam auch von den Grünen. Der Abgeordnete Benedikt Lux sieht „ein Reihe von Einzelfällen, wo man sich fragen muss, ob da nicht ein Muster ist“. Und sein Fraktionskollege Dirk Behrendt sagte: „Wenn Polizei am helllichten Tag vor Hunderten Zeugen und Kameras so agiert, was passiert bei Demos, wo die Inhalte noch staatskritischer sind und es bereits dunkel ist?“

Während auch Abgeordnete von SPD und Linkspartei die mutmaßlichen Übergriffe der Polizisten als inakzeptabel bezeichneten, nahm die CDU die Beamten in Schutz. Das veröffentlichte Video sei nicht eindeutig, sagte der Abgeordnete Robin Juhnke. Die Aufnahme sei unscharf und verschwommen. „Ich vermisse hier auch die Empathie, sich auch mal in die Situation der Polizeibeamten zu versetzen, die immer wieder provoziert werden.“

...

Berliner Zeitung, 22.09.2009
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/139671/139672.php

besorgter bürger

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Re:Berlin - Hooligans in Uniform
« Antwort #27 am: 15:29:20 Di. 02.Februar 2010 »
erstaunliche Einsichten in die Informationspolitik der Berliner Polizei:

Zitat
Information musste Glietsch aus der Nase gezogen werden." Benedikt Lux (Grüne) kritisiert: "Jeder brennende Papierkorb wird gemeldet, aber Dinge die heikel sind, nicht." So sei das Verschweigen von drei Suizidversuchen an einem Tag im Abschiebegewahrsam Köpenick "ein Beleg für eine interessengeleitete Informationspolitik".
...
Polizeipräsident Dieter Glietsch hat in den vergangenen Jahren die Öffentlichkeitsarbeit immer stärker an sich gezogen. Nicht einmal Direktionsleiter, die ihren End-Dienstgrad erreicht haben, trauen sich noch, ohne Genehmigung öffentlich zu sprechen. Inzwischen muss jede Anfrage über die Pressestelle gehen - und sehr oft direkt über den Tisch des Präsidenten. Oft formuliert Berlins ranghöchster Polizist sogar die Pressemeldungen selbst.

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0130/berlin/0017/index.html
Viele Menschen würden eher sterben als denken. Und in der Tat: Sie tun es.

Senor_Ding-Dong

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Re:Berlin - Hooligans in Uniform
« Antwort #28 am: 23:37:58 So. 30.Mai 2010 »
Zitat
Neonazis griffen Jugendliche im Tempelhofpark an

Ein Gruppe grillender Jugendlicher wurde am Sonntagabend auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof attackiert. Sie hatten sich über das Adolf Hitler-Shirt eines Rechten beschwert. Die Polizei zeigte offenbar wenig Verständnis für die Situation.

Gegen 20 Uhr bemerkten sie einen Mann in einer zehn Meter entfernten Grillgesellschaft. Auf seinem T-Shirt prangte ein Bild von Adolf Hitler, darunter der Spruch „Ein Volk, ein Reich, ein Führer“. Die Jugendlichen riefen die Polizei, die den Mann aufforderte, das T-Shirt wegen „Störung des öffentlichen Friedens“ umzudrehen. Normalerweise wird in solchen Fällen jedoch wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ermittelt.

Als die Beamten den Rechten auch noch erklärten, dass ihre Grillnachbarn die Polizei gerufen hatten, schlug die Stimmung um. „Noch während die Polizei da war, rief einer aus der Gruppe ‚Eure Eltern sollte man vergasen’ zu uns herüber“, sagte ein Betroffener. Kaum war die Polizei wieder gegangen, hätten die Männer das verbotene Horst Wessel Lied gesungen und den Hitlergruß gezeigt. Anschließend gingen sie mit Fäusten auf die Jugendlichen los, warfen Flaschen auf sie und verletzten einen jungen Mann im Gesicht. Einer der Täter griff sich schließlich eine Eisenstange von einem Pavillon und schlug damit in Richtung der Gruppe, bis die Parkaufsicht eintraf.

Insgesamt acht Sicherheitsleute waren am Ende nötig, um die Neonazis zurückzudrängen. „Die Parkaufsicht war schnell dort und konnte schlimmeres Verhindern“, sagte Michael Krebs von der Betreibergesellschaft Grün Berlin. Der Sicherheitsdienst hätte den Hauptangreifer festgehalten, bis die Beamten eintrafen und ihn abführten. In Absprache mit der Polizei werde dem Mann jetzt ein Hausverbot für das Gelände ausgesprochen. Die Polizei nahm drei Strafanzeigen wegen Körperverletzung auf. Auch der 32-jährige Rechte wurde im Gesicht verletzt, lehnte aber eine Behandlung ab.

Die Angegriffenen kritisierten am Dienstag den Einsatz der Polizei. Die Beamten hätten kaum Interesse an dem rechten Übergriff gezeigt. „Die Polizisten fragten uns, was denn das Problem mit dem Hitlershirt wäre, wir hätten uns ja auch woanders hinsetzen können“, sagte einer der Jugendlichen.
http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/neonazis-griffen-jugendliche-im-tempelhofpark-an/1845442.html

Alex22

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  • Bin Links und das ist gut so www.axelmende.de
Re:Berlin - Hooligans in Uniform
« Antwort #29 am: 23:49:13 So. 30.Mai 2010 »
Hier lässt sich doch feststellen wer die Beamten waren?
Das muss natürlich Konsequenzen haben.
Mal sehen was da wird.  ;D