Autor Thema: Chefduzen Medienecho  (Gelesen 102206 mal)

The-watcher

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Re:Chefduzen Medienecho
« Antwort #90 am: 14:34:33 So. 20.März 2016 »
okay. meine Formulierung war vielleicht schlecht. Deswegen habe ich sie gelöscht.

Was dieser Autor von sich gegeben hat, war inhaltsleer.


Das Du jetzt aber meinst, ich rege mich grundlos über den Autor auf, der dort Unsinn posten darf, verstehe ich nicht. Da finde ich die Wortwahl von Dir übertrieben. Das ganz ehrlich.

p.s.:

ich meinte den Artikel hier:

http://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Arbeit-oder-Ausbeutung-wo-andere-Urlaub-machen/Die-Betreiber-von-Chefduzen-sind-problematische-Charaktere/posting-24738904/show/

und nicht den, bei dem Thema in New Economy - vielleicht daher deine Aufregung; ich könnte etwas falsches gemeint haben.

Sunlight

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Re:Chefduzen Medienecho
« Antwort #91 am: 14:43:41 So. 20.März 2016 »
 :D ;D Aber sicher doch und  zu Ostern kommt der Nikolaus:

Zitat
Tobias Claren


18.03.2016 20:35

Die Betreiber von "Chefduzen" sind "problematische" Charaktere...

... um das mal nett auszudrücken. Ich sehe da eher medizinisch (psychologisch) relevante Probleme (Störungen).
Da werden Nutzer auch mal willkürlich gesperrt.
Es reicht schon wenn jemand im Spaß, und ohne einen problemtischen Zusammenhang das Wort "Bombe" fallen lässt.

Das sind geschlagene Hunde, die vor Juristen etc. klein beigeben, aber jeden der erwähnt das man so etwas auch anonym betreiben kann angiften und mit "Feigling" etc. verleumden.
Ganz jämmerlich.....
Also entweder ignoriert man jegliche Drohungen und Urteile, oder man betreibt so eine Seite konsequent(erweise) anonym.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (18.03.2016 20:35).

Klarname stand ja da. ;D Beim Rest setz ich mich auf Finger, besser ist das.
»Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt!«
»Keiner geht allein zum Amt  §13 SGB X«
»Keine Abgabe von Dokumenten ohne Kopie u. Stempel«
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»»» Wir sind alle Indymedia - Wir sind alle linksunten «««

Rudolf Rocker

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Re:Chefduzen Medienecho
« Antwort #92 am: 14:54:19 So. 20.März 2016 »
Zitat
ich meinte den Artikel hier:
Das ist kein Artikel, sondern ein Kommentar!

The-watcher

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Re:Chefduzen Medienecho
« Antwort #93 am: 14:56:49 So. 20.März 2016 »
Das ist kein Artikel, sondern ein Kommentar!

Okay. Asche auf Mein Haupt, in Ordnung? Ich meinte, Kommentar. Habe die Verlinkung ja richtig angegeben.

Auch an Kuddel gerichtet.  ;)

Sonst irgendwelche Formulierung oder Satzzeichen, die ich falsch gesetzt habe?  ;)

Rudolf Rocker

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Re:Chefduzen Medienecho
« Antwort #94 am: 15:00:37 So. 20.März 2016 »
Nee, alles bestens! ;)

Kuddel

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Re:Chefduzen Medienecho
« Antwort #95 am: 15:03:54 So. 20.März 2016 »
Mmmmpf.
Is ja jut.
Ich reagiere etwas überzogen, wenn ich das Gefühl habe, daß wir uns selbst unserer Waffen entledigen. Und (mediale) Öffentlichkeit (auch wenn diese gern besser gemacht sein könnte/sollte) halte ich für eine unserer Waffen.

admin

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Re:Chefduzen Medienecho
« Antwort #96 am: 13:30:55 So. 19.November 2017 »
Ich betrachte einfach mal Berichte über die Leihkeule als mediales Feedback zu chefduzen, auch wenn es eher chefduzen-Umfeld ist.


Artikel vom 17.11.17 in der Wolfsbuger Allgemeine Zeitung



Wolfsburger Nachrichten am gleichen Tag.

admin

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Re:Chefduzen Medienecho
« Antwort #97 am: 16:16:27 Di. 23.Januar 2018 »
Zitat
Zitat
DIE LEIHKEULE
Erfahrungen mit einer Kollegenzeitung

2007 erschien  die erste Ausgabe der LEIHKEULE. Die Zeitung von Leiharbeitern für Leiharbeiter  war das Produkt eines langen Online-Austauschs bei chefduzen.de, dem „Forum der Ausgebeuteten“. Die Sklavenhändlerbranche ist ein führendes Thema im Forum, woraus das Bedürfnis entstand, der verbreiteten Unzufriedenheit eine Form und eine Richtung zu geben. Es wurde nach einem Weg gesucht, über individuelle Hilfe durch Rat und Aufklärung und das Ablassen des Frusts über das eigene Schicksal hinauszukommen. Die Situation war chaotisch. Die Leiharbeit erhielt eine immer größere Bedeutung auf dem Arbeitsmarkt, doch die Betroffenen hatten keinerlei Ahnung, wie damit umzugehen sei. Man war am Schimpfen, doch gleichzeitig schien es niemand ernstzunehmen. Man hielt den Job als Leiharbeiter für ein zeitlich begrenztes Ungemach und bewarb sich auf „vernünftige“ Stellen oder versuchte bei einem Einsatz in einem Großbetrieb nicht negativ aufzufallen oder klotzte sogar besonders rein, in der Hoffnung, übernommen zu werden in die Stammbelegschaft. Das Herausbringen einer Kollegenzeitung war der Versuch die Illusionen aus dem Weg zu räumen und die Einzelkämpfer zu einem gemeinsamen Vorgehen zu bewegen.

Doch die Leiharbeiter erwiesen sich als organisierungsresistent. Die Leihkeule war beliebt. Es gab auch gleich Feedback. Man hatte kein Interesse an den Horrorstories aus dem Alltag der Leiharbeit. Man kannte sie aus eigener Anschauung und brauchte in der Hinsicht nicht mehr überzeugt zu werden. Man wollte etwas von direktem Nutzen: Adressen von Beratungsstellen, Hinweise auf Auswege aus der Leiharbeit und Aufklärung über die rechtliche Situation. Die Leihkeule findet man im LabourNet Germany, in Foren und sozialen Medien. Sie wird in großer Zahl online gelesen und weiterverlinkt. Die Zeitungen werden auch immer wieder ausgedruckt und in Umkleide- oder Pausenräumen ausgelegt. Größere Verteilaktionen vor Werkstoren wurden eher von Politaktivisten organisiert, als von Leiharbeitern. Das ist aber nicht unbedingt das Ergebnis von Ignoranz und hat gute Gründe, denn im Allgemeinen empfiehlt es sich nicht, vor einem Betrieb Flugblätter zu verteilen, in dem man selbst arbeitet. Und den Leihsklaven auf Montage ist meist nicht nach zusätzlichen Aktivitäten zumute. Bei ihnen ist der Tag mit einem Feierabendbier gelaufen. Auch die redaktionelle Arbeit spiegelte die Situation unter Leiharbeitern wieder. Bei den Treffen zu Stammtischen erschienen Betroffene, aber es hatte keine Kontinuität. Wir mußten die Informationen und Geschichten, die uns erzählt oder zugeschickt wurden, in einer Miniredaktion zusammenstellen, bearbeiten und layouten. Die Ausgaben entstehen in einer Onlinediskussion in einem geschlossenen Diskussionsraum mit mehreren über das Land verteilten Leiharbeitern.

Die Bedingungen in der Leihbranche haben ein weites Spektrum und es gibt ein weites Feld an extremer Ausbeutung, auch in eindeutig illegaler Form. Betrügerischer Konkurs, Unterschlagung von Löhnen, Neueröffnung von Niederlassungen unter einem anderen Betreibernamen und immer wieder das Ausnutzen der Unkenntnis der Gesetzeslage bei Migranten gehören zur Normalität in der Branche. Das führte oft zu Ausbrüchen spontaner individueller Gegenwehr. Arbeitsgeräte wurden als „Pfand“ für ausstehende Zahlungen mitgenommen, in Niederlassungen flogen Fäuste und einige wurden auch entglast. Die Veröffentlichung solcher Entwicklungen wurde intern heftig diskutiert, denn einige fürchteten, damit würde man das Erscheinen der kleinen Zeitung gefährden. Es setzte sich  die Meinung durch, daß es sich um Berichterstattung handelt und nicht um einen Aufruf und damit auch presserechtlich nicht zu beanstanden sei. Die erste kollektive Aktion, die uns bekannt geworden ist, war 2009, als Leiharbeiter von VW in Hannover in den Hungerstreik traten, weil der Konzern sie entlassen wollte, um so eine Übernahme in die Stammbelegschaft zu verhindern.

Bei unserer Leserschaft überwog das Interesse an Aufklärung über die rechtliche Situation. Wir klärten auf bei Änderungen der Gesetzeslage. Wir machten eine Sonderausgabe zur Ablehnung von Streikbechereinsätzen. Wichtig war die Sonderausgabe “CGZP ist nicht tariffähig – Jetzt Nachforderungen sichern”, als die gelbe Christliche Gewerkschaft ihre Tariffähigkeit verloren hat, was durch alle gerichtlichen Instanzen bestätigt wurde. Wir haben damit vielen zum erfolgreichen Einklagen ansehnlicher Geldbeträge verholfen, waren aber gleichzeitig frustriert darüber, daß die Mehrheit der Betroffenen untätig blieb und auf das ihr zustehende Geld verzichtete. Die Redaktion blieb ein kleiner, in der Zusammensetzung wechselnder Haufen und die Leihkeule erscheint nicht regelmäßig. Die Themen gehen uns nicht aus, doch die Kräfte ermöglichen uns kein häufigeres Erscheinen. Wir wollten uns nicht damit zufrieden geben, einfach nur Dienstleister für Kollegen zu sein und rechtliche Aufklärung zu leisten, zumal wir mit der gesetzlichen Situation auch nicht einverstanden sind. Wir stellen das ganze System der Leiharbeit in Frage und geben uns nicht damit zufrieden, es zu verbessern oder „fairer“ zu gestalten. Man darf keine Spaltung der Belegschaften hinnehmen und die Einführung Beschäftigter zweiter Klasse ist nicht akzeptabel.

2013 geschah etwas, was man Leiharbeitern nicht zutraut: Sie traten in einen kollektiven Arbeitskampf. An einem großen deutschen Flughafen trafen sich Leiharbeiter in der Arbeitszeit in einer Werkstatt, um zu diskutieren, wie man sich wehren kann. Es war hilfreich, daß einer zur Redaktion der Leihkeule gehörte. Sie entwickelten einen informellen Kampf, der den Flugbetrieb empfindlich beeinträchtigte. Es war eine Mischung aus Slow-Down, Sabotage und Wildem Streik. Die für den technischen Ablauf zuständigen Leiharbeiter waren oft einfach nicht aufzufinden, sie vertaten sich beim Verladen von Gepäck, das so andere Orte erreichte, als seine Besitzer, und sie vergaßen die fahrbaren Flugtreppen zu betanken. Um einen reibungslosen Flughafenbetrieb wieder herzustellen, sah das Management sich gezwungen, die Leiharbeiter mit Festanstellung zu besserer Bezahlung zu übernehmen.

2014 hatte die Nachtschicht bei Daimler Bremen die Arbeit in einem spontanen Wilden Streik niedergelegt, um damit gegen Leiharbeit und Werksverträge zu protestieren. 2016 nutzte die Leihkeule die Möglichkeit, auch über Youtube-Videos Kollegen zu erreichen. Ein Interview mit dem Daimler-Betriebsrat Gerwin Goldstein vermittelte eine so plastische und spannende Beschreibung des Arbeitskampfes, daß der Deutschlandfunk darauf aufmerksam wurde und eine ausführliche Reportage darüber machte. Als die Sendung im Bremer Hörkino in ausverkauftem Saal aufgeführt wurde, kamen Beschäftigte auch aus Hamburg angereist, um diesen kämpferischen Betriebsrat kennenzulernen.

Neben der redaktionellen Arbeit knüpften wir häufig Kontakte zwischen Journalisten und Betroffenen. Wir stellen auch fest, daß unsere Veröffentlichungen Einfluß auf die Diskussion haben unter Leiharbeitern, aber auch von politischen Aktivisten und Gewerkschaftern diskutiert werden. Als die Leihkeule im Sommer 2017 bei den Nachdenkseiten verlinkt wurde, war klar, daß das kleine Blatt als ernstzunehmende Stimme der Leiharbeiter wahrgenommen wird.

Mit dem Jahr 2017 nahmen wir einen Umschwung im Klima unter den Leihsklaven wahr. Je mehr die Gewerkschaften versprachen, etwas gegen den “Mißbrauch” der Leiharbeit zu tun oder sie „fairer gestalten“ wollten, desto weiter breitete sich die Arbeitnehmerüberlassung aus und überschritt erstmals die eine Million-Marke. Die Hoffnung auf eine Übernahme in die Stammbelegschaften ist geschwunden und man sieht sich in dem prekären Arbeitsmarkt gefangen, wird von der einen Leihbude gekündigt, wenn „Equal Pay“ oder Festantellung anstehen, um vom nächsten Verleiher wieder eingestellt zu werden. Es breitet sich eine Scheißegal-Haltung aus, denn man braucht eine Kündigung nicht zu fürchten. Die Wut wächst in einem Maße, das zu Sick-Outs (kollektiven Krankmeldungen) und gemeinsamer Arbeitsverweigerung führte.

Leiharbeit ist eine sich weltweit ausbreitende Seuche. Das macht auch grenzüberschreitende Gegenwehr nötig. Die Leihkeule wollte zu den G20 Protesten eine Infoveranstaltung über den aktuellen Kampf der Leiharbeiter bei VW im nordchinesischen  Changchun durchführen. Als die Hamburger Innenbehörde jedoch die Infozelte in Entenwerder verbot und die Polizei dies rigoros durchsetzte, blieb von der ursprünglichen Idee nur noch ein deutsch-chinesisches Solidaritätstransparent, das bei den Auseinandersetzungen im Schanzenviertel, wie bei der Großdemo zum Abschluß des Gipfels dabei war. Die Fotos von diesem zweisprachigen Transparent machten in kurzer Zeit in chinesischen sozialen Medien die Runde. Die VW-Leiharbeiter erhielten dann auch zweisprachige Solidaritätserklärungen von der Leihkeule, von Betriebsräten und Vertrauensleuten von Daimler Bremen und der Interessengemeinschaft der Leiharbeiter IGL. Es entstand ein direkter Kontakt zwischen den chinesischen Kollegen und Leiharbeitern in Deutschland. In China fühlte man sich angespornt von der Solidarität aus dem Mutterland des VW-Konzerns und entwickelten neue Initiativen zur Verteidigung ihrer Rechte. Als Reaktion auf die monatelange Inhaftierung des Sprechers der Leiharbeiter und eine erneute Welle von Zensur und Repression, organisierte die Leihkeule einen Infotisch in Wolfsburg mit Transparenten und Flugblättern zur Situation der chinesischen Leiharbeiter bei VW. Als diese kleine Aktion eine bundesweite Resonanz in den Medien nach sich zog und die Leiharbeiter in Changchun die Stellungnahme des VW-Betriebsrats als nicht den Tatsachen entsprechend beschrieben, sah VW sich gezwungen, die Situation zu befrieden. 900 Leiharbeiter, die entlassen werden sollten, wurden übernommen bei einem doppelt so hohen Lohn wie in der Leiharbeit.

Gleichzeitig ist es zu unabhängigen Protesten von VW-Leiharbeitern in Hannover gekommen. Und da in Changchun Fu Tianbo, der Sprecher der kämpfenden Leiharbeiter, nicht aus der Haft entlassen worden ist, ist auch diese Auseinandersetzung nicht beendet. Für die Leihkeule-Macher war das letzte Jahr aufregend mit der aufkommenden Unruhe unter Leiharbeitern und dem Erlebnis einer funktionierenden grenzüberschreitenden Solidarität. Auch kleine Initiativen können große Wirkung zeigen.

Artikel von Holger Teben vom Januar 2018
http://www.labournet.de/?p=127015

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Re:Chefduzen Medienecho
« Antwort #98 am: 09:38:43 So. 25.Februar 2018 »
Zitat
In Deutschland kennen vor allem Leiharbeiter „Die Leihkeule“ - unabhängige Zeitung für Leiharbeitnehmer. Die Macher dahinter setzen sich seit Jahren für Leiharbeitnehmer und gegen Leiharbeit aktiv ein. Gerade duirch Proteste und ihre Aktionen sorgen sie so für öffentliche Aufmerksamkeit.(...)
https://gdabetriebsgruppe.netzwerkit.de/chefduzen-und-die-leihkeule/

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Re:Chefduzen Medienecho
« Antwort #99 am: 21:32:30 Fr. 29.Juni 2018 »
Die Aktivitäten zur Leiharbeit aus dem chefduen-Umfeld machen medial ein wenig die Runde und sollen deshalb auch hier dokumentiert werden:

Zitat
Proteste gegen Sklavenhandel werden stärker – weltweit



Freiheit für Fu Tianbo!„Noch nie gab es so viel Leiharbeit wie heute. Die Grenze von einer Million wurde in Deutschland längst überschritten. Als der Bundesverband der Sklavenhändler iGZ am 17. Mai in Münster seine Erfolge und das 20 jähriges Bestehen des Verbands feiern wollte, wollten die Betroffenen dieser Ausbeutungsform das nicht hinnehmen und riefen zum Protest auf. Diese Protestaktion gehört in den Zusammenhang wachsender Unruhe unter den von Leiharbeit Betroffenen. Gerade in der Automobilindustrie wurde sichtbar, dass die Unzufriedenheit mit den prekären Arbeitsformen zu wachsendem Widerstand führt. (…)Der gewaltige Skandal, daß bei dem größten deutschen Konzern ein Leiharbeiter inhaftiert wurde, weil er es gewagt hat, die Einhaltung des geltenden Arbeitsrechts einzufordern und inzwischen seit mehr als einem Jahr im Knast ist, ist in der deutschen Öffentlichkeit noch viel zu wenig bekannt. Um den Druck auf den Konzern zu erhöhen, fand Ende Mai eine Protestaktion vor dem VW Werk in Hannover statt. Es ist nun dringend notwendig, mit einer Kampagne den Druck auf den Automobilbauer fortzusetzen, bis Fu Tianbo aus dem Knast ist!“ – aus dem Beitrag „Proteste der Leihsklaven" am 27. Juni 2018 bei der Direkten Aktion  https://direkteaktion.org/proteste-der-leihsklaven/amp/?__twitter_impression=true worin auch über die Proteste bei der Jahrestagung der IGZ nochmals berichtet wird.  Siehe dazu auch den Verweis auf den bisher letzten unserer zahlreichen Beiträge zum Thema
http://www.labournet.de/?p=134002

ManOfConstantSorrow

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Re: Chefduzen Medienecho
« Antwort #100 am: 16:46:50 Mo. 24.Juni 2019 »
Habe ein wenig Blabla in politikarena.net gefunden, mit Uncle Marc ("Kraft Durch Freude"), der auch hier im Forum mal unterwegs war:

Zitat
   Chefduzen.de-Forum: wenn Ungeziefer gegen das eigene Volk hetzt.

Zitat
Hallo liebe Leute,

mit dem "Chefduzen" Forum.de habe ich jetzt die letzten Tage Bekanntschaft gemacht, aber ich fange einmal die Geschichte ganz von vorne an:

Letzten Monat war ich in Wolfsburg, und habe dort diese Vögel auf dem Rathaus Platz gesehen mit ihren selbstgemalten unprofessionellen Plakaten, wo die sich über angeblich schlechte Bezahlung irgendwelcher Arbeiter in China aufgeregt haben.

Naja, ich kam von Richtung Rathaus, und wollte in die Innenstadt Porschestrasse gehen, als ich von denen angesprochen wurde.
Auch andere Leute wurden von Plakatträgern massiv angesprochen, und die haben ernsthaft versucht, Gespräche zu erbetteln.

OK, ich hatte ein wenig Zeit, und mich haben diese dummen Leute auch ehrlich gesagt ein wenig aufgeregt, dass die überhaupt die Frechheit besitzen, hier in Wolfsburg vor der Nase des Rathauses die Leute gegen das VW-Werk aufzuhetzen, das Werk also, was für den Wohlstand von Wolfsburg bezeichnend ist.

Also unterhielt mich auch auch ein wenig mit denen, es kamen auch noch einige andere Wolfsburger hinzu, dann legte man mir eine Unterschriftenliste für irgendetwas wegen Löhne in anderen Ländern vor usw...

Ich habe natürlich nichts unterschrieben, und auch meinen Namen nicht gegeben, jedenfalls nicht für solches Ungeziefer.

Es haben aber doch 2 Wolfsburger sich in diese Liste eingetragen, und die haben mir auch ihre EMail adresse gegeben, und man verwies auf ein "Chefduzen-Forum" worin wohl später der Bericht hier mit Fotos in besagtem Forum erscheinen soll, und wo man doch diskutieren solle.
Die beiden Wolfsburger arbeiten selber im VW-Werk und würden auch in diesem "Chefduzen-Forum" selber schreiben, sagten die mir.

Also, ich nahm das zur Kenntnis, und ging meiner Wege, und lies die verbohrten Linksextremen einfach zurück.

Aber aus wirklich reiner Neugierde gab ich dann einmal dieses "Chefduzen-Forum" im Internet ein, um zu sehen, was das für eine Laberbude überhaupt ist.

Und, was sehe ich auf der ersten Seite ganz riesengroß?

Einen Zeitungsartikel der "WAZ" - Wolfsburger Allgemeine Zeitung mit Verlinkung zu einem Hetzthread gegen Volkswagen und alle, die dort in etwas höherer Position arbeiten in dem Unternehmen.

Also klickte ich auf diesen Link, wo schon seit 2015 gehetzt wird, was das Zeug hält.

Ich habe mir den Quatsch durchgelesen, und festgestellt, dass sich dort alle selbst beweihräuchert haben, und sogar ein User gerade das bemängelte, dass sich keine echte Diskussion entwickeln kann, weil keine kritischen Beiträge von Wolfsburgern geschrieben werden, die für das VW-werk schreiben.

Also habe ich mich dort angemeldet, und nach ein paar Tagen erfolgte die Freischaltung, und ich habe in dem Thread geschrieben, und zwar meine Meinung in höflicher und keinesfalls beleidigender Art und Weise.

Gut, zugegeben war und ist meine Meinung für das Unternehmen, aber auch darüber habe ich im "Chefduzen-Forum" kein Hehl gemacht!

Ein User schrieb sogar, dass er es gut finde, dass auch endlich mal jemand etwas schreibt, der aus Wolfsburg kommt, bzw. dort einmal im Unternehmen gearbeitet hatte.

Aber, je mehr ich schrieb, je mehr wurde ich beleidigt.

Nach 2 oder 3 Tagen wurden meine Beiträge entfernt und umgeändert dahingehend, dass sogar ein neuer Thread in meinem Namen aufgemacht worden ist, und dort auf einmal Beiträge zu lesen waren, die ich nicht geschrieben hatte.

Dann wurde ein Bild von Hitler und der Grundsteinlegung hochgeladen, in dessen Zusammenhang alle führenden Manager von VW beleidigt worden sind, am meisten jedoch Herr Prof. Porsche, der als "Nazisau" betitelt worden ist.

Sachliche Argumente hatten diese linken Ratten nicht, das einzige, was die konten waren beleidigen und Beiträge wegschieben und verändern.

Gestern jedenfalls wurde dann der Zugang komplett zu diesem Proletenforum gesperrt, worüber ich aber nicht böse bin, warum auch.

Die Erfahrung, die ich gemacht habe ist, dass selbst, wenn man höflich seine Meinung sagt, die den Linksextremen nicht gefällt man von denen übelst und grundlos niedergemacht wird.

Armes Deutschland, wenn die mal so richtig an die Macht kommen, diese linken Ratten.


Zitat
Würde ich mich über so etwas aufregen, dann wäre ich wie die linken aus dem "Chefduzen-Forum", die kein Spass verstehen, und sich ihren eigenen Wunsch als Forum-name gegeben haben,

...wobei: Chefduzen ist gar nicht mal so abwegig, weil der Chef solche Proleten auch tatsächlich meistens mit "DU" anredet..

Zitat
Davon abgesehen: Hat die Geschichte ein unterhaltsames Ende? Hast Du die Chefduzen-Esoteriker nach Hause eingeladen und bei Kaffee und Kuchen
Den Kaffee (ohne Kuchen aus der Werkskantine) gibt es dann in der Personalabteilung, und das ist meistens die "Krönung" von Jacobs...


Das wird das unterhaltsame Ende sein...

Zitat
eine Diskussion über die Strafauffälligkeit von Flüchtlingen angefangen? Oder wenigsten den 130er angeschnitten, wie ich es immer mache, wenn mich die Bibeljünger durch ihre Klingelei morgens um 13 Uhr aus dem mollig verschlafenen H4 RTL Morgenprogramm Trauma reissen. Du bittest die freundlichen Anzugträger rein, packst'nen Sixpack Öttinger uffen Tisch, auch für die nette Nerd-Dame mit Hornbrille und Silberblick. Und dann wird erst mal Mein Kampf raus geholt und den Ordensbrüdern auf den Zahn gefühlt.
Bäh... Oettinger schmeckt nicht.... dieses Gebräu von Gelben-Zeugs aus Braunschweig, wo früher noch die Feldschlößchen Brauerei drin war...

Aber so ein ganzes Paket von Maßnahmen brauche ich nicht. Ich benenne die Zeugen Jehovas einfach kurz und knapp als Bibelforscher, und dann gehen die von alleine, und möchten noch nicht einmal ins Haus reinkommen.

Zitat:
Zitat
Zitat von Sathington Willoughby Beitrag anzeigen

Man sollte denen mal sagen, dass VW jetzt nur noch Autos mit Gentechnik herstellt, dann haben sie was Neues zum hetzen.
Ich denke, alle diese Mischpoken aus dem "Chefduzen-Forum" sind der unterste Kaffeesatz unserer gesellschaft.

Es sind Typen, die nichts im Leben erreicht haben, und die dann ein solches Proleten Forum brauchen, um ihren täglichen Frust abzulassen über die, die etwas erreicht haben im Leben, sei es Menschen oder Firmen.

Die beweihräuchern sich dann selbst im Forum und warten quasi so richtig auf "Konkurrenz" in Form anderer Meinungen, wie ich sie geschrieben habe, um dann denjenigen rauszumobben, und seine Beiträge zu verändern und zu verschieben, und ihn dann als "bösen Faschisten" zu sperren, wie es mit mir geschehen ist, um sich dann weiter mit Wattebäuschchen zu bewerfen über die böse kapitalistische Welt!

Ich bezeichne diese Sperrung nicht als Niederlage, sondern als Orden, als Auszeichnung, weil durch Argumente konnten die meine Meinung nicht widerlegen.

Zitat
Zitat von MANFREDM Beitrag anzeigen
Gut gemacht, linke Ratten denunzieren ist prima. Aber ich glaube, VW selbst ist schon so links- und gewerkschaftsversifft, dass es nichts nutzt.
Eben nicht:
Nach aussen hin, und wenn mehrere Leute zusammen sind, weil man nie weiß, wer was wo hört und evtl. weiterträgt.

Das Management und die Gewerkschaften bei VW sind sich schon sehr einig.

Ich kenne das von meinem Vater, der in hoher Position bei VW war:
Offiziell wurde sich mit dem Betriebsrat und den Betriebsräten mit "Sie" angeredet und "Herr" usw, und wenn man "unter sich" war, ist man schnell zum "Du" zurückgekommen, und hat sich ersteinmal über die Blumen im eigenen Garten unterhalten, und was denn die werte Frau Gattin macht....

nachdem diesem kleinen "Smalltalk" hat man dann das eigentliche besprochen, auch weiter in der "Du-Form", und kam ein Aussenstehender rein, so wurde wieder mit "Sie" angesprochen,.

Ich habe das alles selbst miterlebt und gesehen und gehört.

Jeder in Wolfsburg und bei VW ist sich der Tradition und der Geschichte des Werkes bewusst, und wer nicht so denkt und fühlt, der ist ein Aussenseiter, und wird auch so behandelt.

Ich kann mich noch sehr gut an Zeiten erinnern, wo es Listen gab, wo die Automarken der Mitarbeiter verzeichnet waren, welche diese Mitarbeiter
(und das ging vom Arbeiter an bis zum Manager) fuhren.

Wer ein "Fremdfabrikat" fuhr, der wurde zuerst gefragt, wann er sich denn endlich ein Auto kaufe von der Firma, die auch seinen Lohn bezahle.

Tat er das denn nicht, so waren seine Chancen auf Beförderung, oder einen besseren Arbeitsplatz, oder besseren Lohn usw usw usw gleich automatisch verbaut!

Ich fand und finde das richtig so.
Zitat
Zitat
Zitat von Querulator Beitrag anzeigen
Kannst du nicht irgendwie ein paar Leutchen aus diesem "Chefduzen-Forum" auf die Politikarena aufmerksam machen? Vielleicht bekommen wir dann hier ein paar link(isch)e Spielkameraden? Die alten taugen nicht mehr so recht. Über immer wieder dieselben Sachen können wir schon nicht mehr lachen.
Ich bin bereits durch das "Chefduzen.de-Forum" in Form einer Sperrung ausgezeichnet worden, und habe den Orden der lebenslangen Sperrung erhalten.

Aber ich kann meinem Bekannten und Freund aus dem "Werk" vom POLITIKARENA Forum berichten, der sich diese beiden linken Vögel demnächst in ein paar Wochen mal so richtig "zur Brust" nehmen wird, und ihm sagen, er solle mal mündlich einen dezenten Hinweis geben.

Aber wie gesagt, dass wird erst in ein paar Wochen etwas, ich schätze so im Frühjahr/Sommer 2018 weil solche Sachen gründlichst vorbereitet sein wollen.

Die Überraschung ist dann immer das Schönste.


Zitat
Zitat von Querulator Beitrag anzeigen

Sollten ein paar Linkis hier auftauchen, kann sich bildliche Untermalung bewähren und als Auffassungsbeschleuniger wirken, denn nicht wenige von denen haben ihre Bildung aus Comics bezogen. Kritisch kann es werden, wenn welche schon eine monothematische pubertäre Phase erreicht haben und die natürliche Nacktheit in natürlicher Umgebung in diesem beispiellosen Beispielbild missdeuten. Diese Phase kann bei denen lange anhalten.
Au fein, dann kann ich endlich mal ein paar leere Drohungen gegen mich lesen.
Ich hoffe, es melden sich viele Linke aus WOB, die im Werk malochen.
Diese Art von Spezies habe ich so richtig "gefressen".
http://www.politikarena.net/showthread.php?t=51553&page=4

Olle Kamellen von 2017, aber noch unterhaltsam.

Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Tiefrot

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Re: Chefduzen Medienecho
« Antwort #101 am: 15:01:25 Di. 25.Juni 2019 »
Untertanen die stolz drauf sind, Untertanen zu sein.  ::)
Denke dran: Arbeiten gehen ist ein Deal !
Seht in den Lohnspiegel, und geht nicht drunter !

Wie bekommt man Milllionen von Deutschen zum Protest auf die Straße ?
Verbietet die BILD und schaltet Facebook ab !