Autor Thema: Massenphänomen Altersarmut  (Gelesen 150410 mal)

Troll

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Re:Massenphänomen Altersarmut
« Antwort #15 am: 09:25:24 Fr. 26.August 2011 »
Zitat
»Rentenniveau sinkt bis 2030 um etwa 25 Prozent«

Immer mehr Ruheständler müssen nebenher jobben, um über die Runden zu kommen. Ein Gespräch mit Alfred Spieler
Interview: Gitta Düperthal

Alfred Spieler ist Referent für Sozialpolitik des Bundesverbandes der Volkssolidarität

Nach aktuellen Zahlen des Bundesarbeitsministeriums ist die Zahl der 65 bis 74jährigen Rentner, die nebenher jobben, seit 2000 von 416000 auf 660000 gestiegen. Im Ministerium hält man das für ein Zeichen, daß Ältere gern arbeiten möchten– aber ist das nicht vielmehr ein Hinweis darauf, daß die Alterarmut zunimmt?
....

Quelle: Über die NDS zu jungeWelt

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HDMax

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Re:Massenphänomen Altersarmut
« Antwort #16 am: 10:11:54 Fr. 26.August 2011 »
Die Altersarmut wird unvorstellbar hoch werden wenn die Gerburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen, aber vorher wird das Rentenalter nochmals heraufgesetzt werden von 67 Jahre auf 70 Jahre z.B.

Der Punkt wird dann auch erreicht sein, das Sozialzahlungen nur noch kurz gezahlt werden und dann eingestellt werden wie in Amerika, da diese BRD GmbH das nicht mehr zahlen kann. Der Demografiefaktor schlägt natürlich auch noch zu, da es nicht mehr genügend junge Leute gibt, die das ganze überhaupt noch erwirtschaften können. Das ist den hohen Herren im Bundestag auch alles bewußt, doch aus Geldmangel wird es einfach weiter ignoriert und es soll sich die nächste Generation damit beschäftigen.

Für diesen Eurowahn und die Kosten die Deutschland dafür zahlt werden etliche Menschen sterben müssen weil sie sich das nötigste nicht mehr leisten können.

El Loco

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Re:Massenphänomen Altersarmut
« Antwort #17 am: 10:44:16 Fr. 26.August 2011 »
Die "Birne" hat in den 16 Jahren Amtszeit die Kassen geplündert. Somit standen und stehen die Nachfolger vor der Frage, wie werden die Kassen wieder gefüllt. Da den Politprofis das eigene Hemd näher ist als die Jacke, wird das Interesse nicht auf das Füllen der Kassen verwendet.
Wer noch mit Erreichen der Altersrente noch einen Job nachgehen kann, hat meistens nie körperlich schwere Tätigkeiten ausgeübt. Personen mit körperlich schwerer Erwerbstätigkeit landen, weit vor dem Erreichen der Altersrente, im Sozialnetz.
Früher war es die Arbeitslosenhilfe, die zeitlich ziemlich unbefristet beansprucht werden konnte und sich aus dem letzten Lohn errechnete. Diese "Hilfe" war den Politprofis zu teuer, es wurde das ALG II geschaffen.
Von ALG II leben bedeutet, schaffe dich selber ab. Esse das, was du dir leisten kannst, keine gesunden Nahrungsmittel, denn deine Kohle läßt es nicht zu.
Der ALG II Empfänger hat in die Kassen über Jahrzehnte eingezahlt und nach dem Verlust des Arbeitsplatzes ist er überflüssig. Eben kein Leistungsträger mehr!


Eivisskat

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Re:Massenphänomen Altersarmut
« Antwort #18 am: 10:45:10 Fr. 26.August 2011 »
Zitat
»Rentenniveau sinkt bis 2030 um etwa 25 Prozent«

Immer mehr Ruheständler müssen nebenher jobben, um über die Runden zu kommen. Ein Gespräch mit Alfred Spieler


Es ist wohl eher so: Immer mehr Rentner würden gern (weil's hinten und vorn nicht reicht...) zusätzlich jobben, WENN sie denn diesen Job FÄNDEN.

Da das aber leider nicht so ist, bleibt nur der Gang zum Grusi-Amt, das genauso gruselig (daher der Name vermutlich...) ist, wie die Arge, genau wie der Armutsfaktor sich nicht ändert, was für Ältere durch die Aussicht aufs Lebenslänglich besonders schwierig ist.

HDMax

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Re:Massenphänomen Altersarmut
« Antwort #19 am: 11:50:39 Fr. 26.August 2011 »
Arbeiten bis ins Grab

Auch wer sein ganzes Leben gearbeitet hat, dem reicht die Rente nicht mehr zum Leben.

"Arbeiten bis ins Grab" Teil 1 von 5

reefshark

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Re:Massenphänomen Altersarmut
« Antwort #20 am: 13:15:09 Mi. 31.August 2011 »
Moin, moin

Altersarmut wird definitiv verschärft zum Problem werden
zumindest bei denen, die nicht in lückenloser Erwerbsbiographie saugut
verdient haben oder andere Einkunftsarten aufweisen

http://www.n-tv.de/politik/Rentenniveau-sinkt-und-sinkt-article4179611.html

Die Inflation ist höher als offiziell verlautet, die Niedriglohn - Sch...... tut
ein übriges, Hartzer kriegen keinen Mini - Rentenbeitrag mehr gezahlt, etc, etc....

Aussichten sind das

reefshark

Troll

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Re:Massenphänomen Altersarmut
« Antwort #21 am: 17:31:33 Mo. 05.September 2011 »
Zitat
Das Rentensicherungsprogramm

Kernstücke einer Gesundung der zielgerichtet deformierten, gesetzlichen, solidarischen Rentenversicherung, hier zur Verhinderung der planmäßig betriebenen Erosion derselben.

So kurz und knapp wie möglich, nach jahrelangen Recherchen, hat der

Bohrwurm.net

 zehn Punkte zusammengestellt, die absolut notwendig sind, um der gesetzlichen Rentenversicherung zu dem zu verhelfen, was ihre originärste Aufgabe ist und um die politisch gewollte Zerstörung zugunsten der Finanz- und Versicherungsdienstleister zu beenden:
....

Quelle und vollständiger Artikel: duckhome

Daraus: Die nachweisbare Lüge um die Demographie von Flegel
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Re:Massenphänomen Altersarmut
« Antwort #22 am: 10:28:01 Mi. 14.September 2011 »
Zitat
Von der Leyens „Rentenreform“: Eine Verhöhnung armer Rentner

Von Sybille Fuchs
14. September 2011


Die jüngsten „Reformpläne“ der Bundesarbeits- und Sozialministerin Ursula von der Leyen sollen angeblich künftige Altersarmut verhindern. Sie sind das Papier nicht wert, auf das sie geschrieben sind.

Die vorgeschlagene steuerfinanzierte Zuschussrente für Geringverdiener wird die Altersarmut nicht verhindern. Sie trägt vielmehr alle Anzeichen eines plumpen Täuschungsmanövers. Sie soll verdecken, dass die Regierung und ihre Vorgängerinnen alles getan haben, um die Sozialsysteme auszuhöhlen und zu zerstören, durch die Alte und Kranke früher vor dem vollkommenen Absturz in die Armut bewahrt wurden.

Die „Reform“, die 2013 in Kraft treten soll, garantiert angeblich vor allem Frauen, die Kinder erzogen oder Angehörige gepflegt haben, eine monatliche Rente von 850 Euro. Aber erstens ist es schon heute kaum möglich, mit einer so geringen Rente über die Runden zu kommen. In zwei Jahren wird dies angesichts von Preissteigerungen sowie der ständigen Erhöhung von Mieten und Gebühren für Energie, Wasser, öffentlichen Nahverkehr usw. noch weniger möglich sein.

Zweitens würde von den gegenwärtig etwa 400.000 Alten, die sich mit den dürftigen 650 Euro Grundsicherung durchschlagen müssen, weil ihre Rente nicht ausreicht, sowie von den zukünftigen Rentnerinnen und Rentnern kaum jemand von der „Reform“ profitieren. Denn die Voraussetzungen für den Bezug dieser Zuschussrente sind derart ausgestaltet, dass sie kaum jemand erfüllen kann. Sogar von der Leyen selbst geht von gerade einmal 17.000 Menschen aus, die in den Genuss ihrer groß angekündigten Reform kämen.

Wer Anspruch auf die 850 Euro anmelden will, muss nämlich nicht nur 45 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt und 35 Jahre gearbeitet, sondern auch noch eine private Riesterrentenversicherung abgeschlossen haben. Die Ministerin wies die Kritik an dieser Vorrausetzung mit dem Argument zurück, dass der Mindestbeitrag für eine Riesterrente bei nur fünf Euro liege. Abgesehen davon, dass auch fünf Euro für Arme viel Geld sind, wenn es am Monatsende kaum noch für eine warme Mahlzeit reicht, haben viele Geringverdiener keine Riesterrente abgeschlossen, weil sie ihnen nach den bisherigen Regelungen keinen Cent über die Grundsicherung hinaus eingebracht hätte.
....

Quelle und vollständiger Artikel: wsws.org

Immer die alte Leyer.
Nur zwei Milliarden Euro stehen zur Verfügung um die Altersarmut einzugrenzen, da braucht es schon ein gehöriges Maß an asozialer Kreativität dies in eine "Reform" zu packen.
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Eivisskat

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Re:Massenphänomen Altersarmut
« Antwort #23 am: 12:59:08 Mi. 14.September 2011 »

Strombolli

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Re:Massenphänomen Altersarmut
« Antwort #24 am: 13:32:19 Mi. 14.September 2011 »
Es geht nicht um das Renteneintrittsalter sondern um eine Kürzung der Renten für diejenigen die welche beziehen wollen und um die Erhaltung der Pfründe die durch die "händische" Arbeit der richtig arbeitenden, politik- und systembedingt den Sesselfurzern zugeschustert werden.

Die Antwort kann nur ein deutliches, laut schallendes "Sich wehren" (um kein anderes Wort zu gebrauchen) sein!
Das Systemmotto: "Gib mir Dein Geld! - Jetzt, Du dreckiges Opfer !!!! - Und habe immer ANGST VOR DEM MORGEN !!!"

"Hört auf, Profite über Menschen zu stellen!" Occupy
Permanent angelogen & VERARSCHT IN DEUTSCHLAND! - Ich habe mit Dir fertig

Ratrace

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Re:Massenphänomen Altersarmut
« Antwort #25 am: 13:44:56 Mi. 14.September 2011 »
Strombolli hat es auf den Punkt gebracht. Jede Erhöhung des Renteneintrittsalters ist nichts weiter als eine reale Rentenkürzung, da der Arbeitsmarkt für ältere Menschen - und das beginnt ja durchaus schon mit vierzig, spätestens fünfzig Jahren - nicht mehr zugänglich ist. So wird die Rentenkasse mit jedem Jahr, um welches der Renteneintritt nach hinten verschoben wird, "entlastet", und die Menschen ohne Erwerbseinkommen oder Rente müssen sich halt mit dem Existenzminimum vom Jobcenter oder dem Sozialamt zufriedengeben.

Mit etwas Glück darf sich der Staat auch daran erfreuen, daß mit höherem Renteneintrittsalter die Leute noch vor der ersten Rentenüberweisung sterben werden. Wieder Geld gespart.

Hinzu kommt noch, daß die Menge der arbeitslosen Alten, zur freien Verfügungsmasse für die Zwangsarbeitseinsätze der Jobcenter herabgewürdigt, vergrößert wird, weil der Rentnerstatus dem Status als Arbeitsloser weicht, bis die Rente greift. Das sind viele billige Arbeitskräfte für den Staat.

Dazu fällt mir nur ein, daß Laternen nicht nur zum Lichtmachen da sind.
Das einzig Freie im Westen sind die Märkte.

anti-hartz4

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Re:Massenphänomen Altersarmut
« Antwort #26 am: 13:46:44 Mi. 14.September 2011 »
Sollte mich nicht wundern,wenn dieses Pack in Berlin noch auf ganz andere Gedanken kommt oder schon gekommen ist.
"Soylent green" wird auch noch kommen!
Widerstand dem Kapitalgesindel

Eivisskat

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Re:Massenphänomen Altersarmut
« Antwort #27 am: 14:13:23 Mi. 14.September 2011 »


Hinzu kommt noch, daß die Menge der arbeitslosen Alten, zur freien Verfügungsmasse für die Zwangsarbeitseinsätze der Jobcenter herabgewürdigt, vergrößert wird, weil der Rentnerstatus dem Status als Arbeitsloser weicht, bis die Rente greift. Das sind viele billige Arbeitskräfte für den Staat.


Bzw. die älteren Elo's bei jeder sich bietenden Gelegenheit von der Arge zwecks Einsparung in die Erwerbsminderung und EU-Rente abgeschoben werden, wo sie dann auf zusätzliche Grusi angewiesen sind und NIE wieder einen "normalen" Rentensatz erreichen können.

Minirente plus Grusi lebenslänglich bedeutet das...

Aber es kommen andere, bessere Zeiten, schon bald.

Rappelkistenrebell

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Re:Massenphänomen Altersarmut
« Antwort #28 am: 14:16:38 Mi. 14.September 2011 »
Andere Zeiten werden kommen! Ob diese besser sein werden ist ungewiß! Erstmal sieht es nicht danach aus....aber diese Zeiten können besser werden wenn wir uns organisieren und uns diese erkämpfen!
Gegen System und Kapital!


www.mlpd.de

Eivisskat

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Re:Massenphänomen Altersarmut
« Antwort #29 am: 14:25:50 Mi. 14.September 2011 »
Es sieht schon danach aus, denn mit jeder neuen Ungeheuerlichkeit (wie sie sich in der letzten Zeit stetig häufen) wachen immer mehr Menschen auf und beginnen nachzudenken. Das ist bereits überall zu merken.

Und wenn das Umdenken gut funktioniert und entsprechend organisiert wird, braucht es plötzlich keine Kämpfe mehr, denn die Dinge ordnen sich automatisch zum Guten.