Autor Thema: Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung  (Gelesen 10949 mal)

Kuddel

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Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
« am: 12:17:39 Mi. 04.Juli 2012 »
Zitat
Mann schießt bei Zwangsräumung um sich und nimmt Geiseln

In Karlsruhe ist am Morgen eine Zwangsräumung eskaliert: Ein Mann hat laut Polizei um sich geschossen und dabei möglicherweise eine Person tödlich getroffen. Mehrere Menschen sollen zudem verletzt sein. Der Täter hält sich mit Geiseln im Haus verschanzt.
http://www.sueddeutsche.de/panorama/karlsruhe-mann-schiesst-bei-zwangsraeumung-um-sich-und-nimmt-geiseln-1.1401101

dagmar

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Re:Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
« Antwort #1 am: 12:45:22 Mi. 04.Juli 2012 »
Ich höre es gerade beständig in den Nachrichten und frage mich, was da wohl dahintersteckt? Private Beziehungsgeschichte oder mal wieder die Tatsache, dass jemand seine Bleibe verlassen muss, die für ihn/sie "my Home is my Castle" bedeutete. Ich hatte ja schon darauf gewartet dass die Schiene kommt "Hartz 4ler".... war aber bisher nicht der Fall.

lieben Gruß von Dagmar

Rudolf Rocker

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Re:Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
« Antwort #2 am: 12:56:54 Mi. 04.Juli 2012 »
Zitat
Geiselnahme in Karlsruhe
Mehrere Menschen sind tot

Brandgeruch strömt aus der Wohnung in Karlsruhe, in der sich seit den Morgenstunden ein Geiselnehmer mit seinen Opfern verschanzt. Ein Sondereinsatzkommando stürmt die Räume. Nach dem Einsatz steht fest: Drei bis vier Menschen verlieren an diesem Tag ihr Leben.



http://www.n-tv.de/panorama/Mehrere-Menschen-sind-tot-article6645261.html


http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=9989302/6adub/index.html

Nick N.

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Re:Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
« Antwort #3 am: 00:27:34 Do. 05.Juli 2012 »
dagmar sagte:
Zitat
Private Beziehungsgeschichte oder mal wieder die Tatsache, dass jemand seine Bleibe verlassen muss, (...)
Ich meine, hier stimmt das "oder" nicht. Von Zwangsräumungen sind sehr viele Menschen betroffen, und eine Zwangsräumung ist selbst schon Gewalt. Je mehr Menschen man dieser Gewalt aussetzt, desto wahrscheinlicher wird es, daß jemand so reagiert.
Die Ersten, die auf diese Weise reagieren, sind halt die, die auch schon andere Dinge an den Hacken haben, die kann man dann hübsch als "persönliche Probleme" in den Vordergrund rücken und dann sagen: "Naaaaaain, mit der Zwangsräumung hatte das nichts zu tun, das war nur der Anlaß, nicht die Ursache! Siehst Du, ein Satz, und die Welt ist wieder in Ordnung, so einfach ist das. Ein Glück, daß wir die Psychologie haben, sonst wäre es ja bei uns wie im finstersten Mittelalter. Neinnein, man darf nicht dämonisieren!"

Statistisch gesehen, kann man ab einer bestimmten Zahl von geräumten Personen als gegeben annehmen, daß eine bestimmte Anzahl sich deswegen umbringen wird, und eine wahrscheinlich viel geringere Anzahl noch einige Leute mitnimmt. Das passiert nicht im luftleeren Raum, sieht nur so aus, wenn isoliert über so ein Ereignis berichtet wird.

Und wenn die Mieten immer weiter steigen, ohne daß die Haushaltseinkommen mit steigen, und gleichzeitig an Gesetzen gearbeitet wird, die die Rechte von Mietern einschränken, das Wohngeld senken und Räumungen erleichtern, dann steuert die Politik genau auf sowas zu.

Ich fände es verfehlt, hier ein Nullsummenspiel aus der Verantwortung zu machen und so zu tun, als würde eine Verantwortung, die man der Politik zuschreibt, automatisch dem Täter abgezogen werden müssen und umgekehrt.

Eine Eingabe der Suchbegriffe "Zwangsräumung Selbstmord" ergibt bei google unter anderem Folgendes:

München 2006
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/selbstmord-wegen-zwangsraeumung-flucht-in-den-tod-1.872682

Korschenbroich 2007
http://www.wz-newsline.de/lokales/rhein-kreis-neuss/neuss/korschenbroich-selbstmord-vor-der-zwangsraeumung-1.470514

Hannover
http://www.hannover-zeitung.net/regionales/47190442-zwangsraeumung-70-jaehriger-hannoveraner-begeht-selbstmord-in-gegenwart-des-gerichtsvollziehers

indymedia 2006, über mehrere Fälle
http://de.indymedia.org/2006/08/155227.shtml

Taufkirchen 2006
http://www.netzeitung.de/vermischtes/413135.html

Berlin 2010
http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article1338217/Mieter-bei-Zwangsraeumung-tot-aufgefunden.html

Berlin 2000
http://www.welt.de/print-welt/article529352/Tragoedie-in-Wannsee-Doppel-Selbstmord.html

Mehrer H4-Opfer durch Selbstmord sind hier aufgelistet, darunter im Zusammenhang mit Zwangsräumungen
Höxter, 2010 und  Frankfurt (Oder), 2006
http://www.talonserv3d.de/zeitgeist/opferstaat2.html

Und so weiter, und so weiter.
Ich hoffe, daß sie alle Frieden gefunden haben.

Und was macht die Politik?
Einen Gesetzentwurf zur vereinfachten Räumung, wo man schon gerade dabei ist, auch die Kosten für die Klimapolitik den Mietern aufs Auge zu drücken, kann ja sein, daß sich das nicht jeder leisten kann...
als pdf:
http://gesetzgebung.beck.de/sites/gesetzgebung.beck.de/files/RegE_Gesetz_ueber_die_energetische_Modernisierung_von_vermietetem_Wohnraum_und_ueber_die_vereinfachte_Durchsetzung_von_Raeumungstiteln.pdf      kotz

Die Initiative lag offenbar bei der Immobilienwirtschaft kotz, denn die Betroffenen wissen ja am Besten, was gut für sie ist, ne.
http://gesetzgebung.beck.de/node/1014978
Denn, Zitat aus dem Gesetzentwurf:
Zitat
Auch im Hinblick auf Mieter, die ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen, wird das bestehende Recht den Erfordernissen eines modernen und effizienten Mietrechts nicht mehr uneingeschränkt gerecht.
Satyagraha

Eivisskat

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Re:Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
« Antwort #4 am: 08:56:11 Do. 05.Juli 2012 »
Mir tut der arme Mann und überhaupt alle Zwangsgeräumten auch seeehr leid, denn meistens gehts dabei doch um irgendeine Art der Bereicherung seitens des Vermieters, die der Mieter einfach nicht mehr leisten kann.

Die Gesetze schützen absolut NICHT unser Recht auf Wohnraum und machen es uns inzwischen immer schwerer überhaupt ein "Dach über dem Kopf" zu haben und nicht unter der Brücke schlafen zu müssen.

Der Anstieg der Obdachlosigkeit zeigt das deutlich und ich kann mir sehr gut vorstellen, wie ein Mensch unter diesem (meist völlig unnötigen) Druck ausflippen kann.

Irgendwie hat man fast das Gefühl, dass durch die strikten Regelungen schon fast ein Amoklauf (nebst dem immensen, gruseligen & mal wieder filmreifen Polizeiaufwand, Hubschraubern u.a....) provoziert werden sollte, zumindest jedoch billigend in Kauf genommen wurde, anstatt die Probleme schon lange vorher zu auf menschenwürdige Weise zu klären.

Sehr perfide & gruselig an dem ganzen Durcheinander von "Vollzugs-Personen"^^ fand ich obendrein die Anwesenheit des neuen Mieters, der die Frechheit besaß und es offenbar gar nicht abwarten konnte, gleich bei diesem so peinlichen, traurigen Akt persönlich dabei zu sein, um seine neue Wohnung zu übernehmen.

Bäh, wie armselig das Ganze...

 ::)


Rudolf Rocker

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Re:Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
« Antwort #5 am: 12:25:38 Do. 05.Juli 2012 »
Stichwort: Gentrifizierung!
Wurde lange Zeit unterschätz das Thema!

Onkel Tom

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Re:Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
« Antwort #6 am: 13:46:33 Do. 05.Juli 2012 »
Wenn so ein sensationsgeiler Spacken nicht behauptet hätte, das er eine
Handgranate hätte, wäre es eventuell anders gelaufen.  >:(

Was nicht ist, wird wohl erfunden.. Medienmache und Blutrünstigkeit  kotz
Lass Dich nicht verhartzen !

carrol

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Re:Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
« Antwort #7 am: 14:23:47 Mo. 20.August 2012 »
Ich finde es sehr schwer, mir eine persönliche Meinung zu bilden, solange mir selbst nur eine Seite der Medaille bekannt ist - wer hier der "Bösewicht" ist, liegt eh nur im Auge des Betrachters!
"Man sieht nur mit dem Herzen gut - das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar."

Nick N.

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Re:Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
« Antwort #8 am: 23:43:25 Do. 04.April 2013 »
Zitat
Berliner wollte Vermieter wegen Zwangsräumung töten

Ein 52 Jahre alter Mann führte einen jahrelangen Rechtsstreit um seine Mietwohnung - erfolglos. Daraufhin soll er seinen Vermieter mit einem Messer angegriffen haben. Vor Gericht schweigt er.

(...)

Am 20. August 2012 soll der zuletzt arbeitslose Mann vor Wut und Ärger zunächst seine vier Wände in einem Altbau an der Simon-Dach-Straße in Berlin-Friedrichshain in Brand gesetzt haben. Anschließend soll der Mann im Treppenhaus seiner Wohnung seine Vermieter mit zahlreichen Messerstichen angriffen haben.

Die damals 66 Jahre alten Eheleute kamen schwer verletzt ins Krankenhaus. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten zweifachen heimtückischen Mordversuch vor.

(...)

Der erbitterte Rechtsstreit um die Miete der Wohnung endete mit der Zwangsräumung. Der Industriekaufmann hatte die Miete gemindert. Durch den Lärm der über Jahre dauernden Sanierung sei der Mann total genervt gewesen, argumentierte sein Anwalt.

Zudem sei der Berliner nach dem Verlust seines Arbeitsplatzes in ein soziales Loch gefallen, erklärte der Anwalt am Rande des Prozesses. Der Angeklagte als normaler, kleiner Mieter fühlte sich von den Eigentümern vertrieben mit dem Ziel, in dem sehr begehrten Wohnviertel an lukrative Neumieter zu kommen, betonte der Anwalt. Der Mann habe seit dem Jahr 2000 in dem Seitenflügel des Altbaus gelebt.
http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article114830702/Berliner-wollte-Vermieter-wegen-Zwangsraeumung-toeten.html
Satyagraha

Onkel Tom

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Re:Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
« Antwort #9 am: 13:06:42 So. 07.April 2013 »
A.. ja, ob alles mit üblen Nebenwirkungen von Gentrifikation begonnen hat ?

Sein "sweet Home" zu verlieren ist ja eine extentielle Bedrohung und führt
schnell in Stress-Situationen, bei der schnell die Eigenkontrolle hops gehen
kann.
Lass Dich nicht verhartzen !

Nick N.

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Re:Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
« Antwort #10 am: 23:59:23 Fr. 03.Mai 2013 »
Komisch, gell, daß dabei völlig untergeht, daß Zwangsräumungen selbst krasse Gewaltanwendung sind ...
Satyagraha

Onkel Tom

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Re:Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
« Antwort #11 am: 22:17:12 Sa. 04.Mai 2013 »
Ja, leider findet die Gewaltbereitschaft von Räumungskomandos in den Medien
kaum Erwähnung. In "legalisierter" Arbeitsumgebung findet Gewalt gegen Mieter_Innen
statt, bis sie mit sammt Hab und Gut vor der Haustüre stehen und dann wird sich
noch darüber das Maul zerrissen, das sich ein Mieter gegen Räumung wehrt ?

Die Folgen einer Räumung sind nur ganz schwer zu überwinden.

Die Haushaltsgegenstände werden meist gegen hoher Kosten eingelagert und wandern
nach einer gewissen Zeit auf dem Müll, falls der Geräumte nicht schnell genug eine neue
Wohnung findet. In Hamburg oder Berlin steigen die Mieten so rasannt, das es so gut
wie aussichtslos ist, als ALG-II-Empfänger eine neue Wohnung zu finden.

Übel, das meist eine Jahre andauernde Unterkunft in Obdachlosenheime oder unter der
Brücke folgt und der Geräumte ein massiven Haufen an Schulden, sowie den Verlust seiner
persönlichen Habe erleidet.

Die Obdachlosigkeit steigt und steigt.. Immer mehr Menschen werden so aus der Gesellschaft
soweit entfernt, das es kaum noch Wege zurück gibt.
Alternativ nur noch den Zwang, sich mit anderen Leidensgenossen zusammen zu tun und
gemeinsam Zelt- oder Brettersiedlungen zu schaffen ?

Kapitalismus tötet.. kotz
Lass Dich nicht verhartzen !

Kuddel

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Re:Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
« Antwort #12 am: 13:42:45 Sa. 18.Juli 2015 »
Zitat
Mietkündigung!
Ehepaar verbrennt sich in Wohnung

47 Jahre lebte das Ehepaar in seiner Wohnung, dann kam die Kündigung. Am Freitag brannte die Wohnung aus, die beiden Senioren kamen dabei ums Leben. Vorher hatte der Ehemann im Fernsehen Suizid angekündigt.


Der Brand wütete im 6. Stock eines Mehrfamilienhauses, in der Wohnung, die das Ehepaar seit fast einem halben Jahrhundert bewohnte. Einer Sanierung der Räume hatten die betagten Eheleute nicht zugestimmt, offenbar fühlten sie sich dem Stress nicht gewachsen. Im April kündigte die Wohnungsgenossenschaft daraufhin das Mietverhältnis.

Das Feuer soll auf eine Brandstiftung des Ehemannes zurückzuführen sein. Er soll einen Abschiedsbrief hinterlassen haben, in dem er die Hintergründe seiner Tat beschreibt.

In einem Beitrag, den "Spiegel TV" am 28. Juni ausstrahlte, hatte der Mann gesagt: „Die ganzen Belastungen, das ist einfach zu viel für mich. Ich könnte jetzt einen Herzinfarkt kriegen und fall um. Was ist dann mit meiner Frau? Die kann sich alleine nicht helfen, die ist auf mich angewiesen. Das ist einer der Gründe, warum ich mir ganz klar überlegt habe, dass wenn wir hier raus müssen dann machen wir das so, dass wir woanders hingehen wo uns keiner kriegen kann. – Das ist Suizid, ganz einfach."
http://www.mopo.de/nachrichten/farmsen-mietkuendigung--ehepaar-verbrennt-sich-in-wohnung,5067140,31245036.html

Kuddel

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Re:Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
« Antwort #13 am: 19:59:28 Mi. 22.Juli 2015 »
Ein Filmbeitrag zu obigem Artikel:

http://spon.de/vgQRd

Kuddel

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Re:Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
« Antwort #14 am: 13:30:34 Do. 25.August 2016 »
Zitat
Schießerei bei Zwangsräumung: Drei Verletzte in Sachsen-Anhalt

Ein Polizeieinsatz zur Zwangsräumung eines Hauses in Sachsen-Anhalt hat mit mehreren Verletzten geendet. Ein 41 Jahre alter Mann, dessen Haus zwangsgeräumt werden sollte, wurde bei einem Schusswechsel mit Polizisten schwer verletzt, wie eine Polizeisprecherin sagte. Zwei Beamte des SEK erlitten leichte Verletzungen. Der 41-Jährige sei Anhänger der sogenannten Reichsbürger, die die Bundesrepublik nicht anerkennen. Die Polizei war am Morgen zu dem Gelände in Reuden bei Zeitz mit Großaufgebot und SEK ausgerückt, um bei der Zwangsräumung zu unterstützen.
http://www.fr-online.de/newsticker/schiesserei-bei-zwangsraeumung--drei-verletzte-in-sachsen-anhalt,26577320,34674318,view,asTicker.html