Autor Thema: Flieger, die nicht fliegen  (Gelesen 74442 mal)

ManOfConstantSorrow

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Re: Flieger, die nicht fliegen
« Antwort #120 am: 07:58:49 Mo. 20.Januar 2020 »
Die interessanteren Arbeitskämpfe finden scheinbar jenseits des DGB statt.

Zitat
"Ausgeweitete Maßnahmen"
Ufo kündigt verschärften Streik bei Lufthansa an
https://www.hessenschau.de/wirtschaft/ufo-kuendigt-verschaerften-streik-bei-lufthansa-an,lufthansa-ufo-streiks-100.html
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Troll

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Re: Flieger, die nicht fliegen
« Antwort #121 am: 18:27:02 Mo. 20.Januar 2020 »
Zitat
Tarifkonflikt bei Lufthansa
UFO stoppt Streikpläne

Stand: 20.01.2020 14:37 Uhr

Lufthansa-Reisende können aufatmen: Anders als am Wochenende angekündigt, sieht UFO vorerst von neuen Streiks ab. Die Flugbegleitergewerkschaft gab bekannt, ihre Planungen für einen Arbeitskampf gestoppt zu haben.

 Bei der Lufthansa droht vorerst doch kein Streik der Flugbegleitergewerkschaft UFO. Diese brach nach eigenen Angaben ihre Vorbereitungen für den Arbeitskampf ab, nachdem die Lufthansa einen neuen Vorstoß zur Lösung des Tarifkonflikts unternommen hatte.

"Um diesem Versuch eine ernsthafte Chance zu geben, haben wir erst einmal bei allen Vorbereitungen zu Streiks auf Pause gedrückt und werden über die Inhalte des Lufthansa-Vorschlags nicht öffentlich diskutieren", erklärte UFO-Vize Daniel Flohr. Zum Inhalt der neuerlichen Annäherung machten beide Seiten keine Angaben, da noch Details ungeklärt seien.
...

Quelle: tagesschau
Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
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Kuddel

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Re: Flieger, die nicht fliegen
« Antwort #122 am: 21:11:28 Mo. 20.Januar 2020 »
Zitat
...werden über die Inhalte des Lufthansa-Vorschlags nicht öffentlich diskutieren", erklärte UFO-Vize Daniel Flohr. Zum Inhalt der neuerlichen Annäherung machten beide Seiten keine Angaben...

die Basis vom Inhalt der Verhandlungen auszuschließen ist völlig daneben und meist der Anfang vom Ende...

Fritz Linow

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Re: Flieger, die nicht fliegen
« Antwort #123 am: 22:32:35 Mo. 20.Januar 2020 »
Zitat
...werden über die Inhalte des Lufthansa-Vorschlags nicht öffentlich diskutieren", erklärte UFO-Vize Daniel Flohr. Zum Inhalt der neuerlichen Annäherung machten beide Seiten keine Angaben...

die Basis vom Inhalt der Verhandlungen auszuschließen ist völlig daneben und meist der Anfang vom Ende...

Nicht öffentlich zu diskutieren heißt ja nicht automatisch, dass da nicht auch intern diskutiert und basisdemokratisch entschieden wird. Andererseits weiß man zu wenig über UFO. Entscheidungshierarchien scheint es wohl zu geben.

Troll

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Re: Flieger, die nicht fliegen
« Antwort #124 am: 10:43:31 Do. 21.Mai 2020 »
Zitat
Ihr habt ja wahrscheinlich gelesen, dass die Bundesregierung die Lufthansa retten will. Die Zahlen laut ehemaligem Nachrichtenmagazin:

Die Einigung soll vorsehen, dass der Bund sich mit 25 Prozent plus einer Aktie an der wirtschaftlich schwer angeschlagenen Airline beteiligt und ihr darüber hinaus weiteres Kapital bereitstellt. Zwei Aufsichtsräte sollen demnach von der Bundesregierung besetzt werden. Insgesamt dürfte sich die Beteiligung auf neun Milliarden Euro addieren.

Ist 9 Milliarden jetzt viel oder wenig? Zur Klärung dieser Frage guckt man sich bei Aktiengesellschaften die sogenannte Marktkapitalisierung an, das ist die Anzahl der Aktien mal den aktuellen Aktienkurs.

Die Marktkapitalisierung der Lufthansa AG ist im Moment bei 3,82 Milliarden Euro.

Wir Steuerzahler zahlen also mehr als doppelt so viel wie der Laden insgesamt wert ist, und kriegen dafür 25% Anteil.

Ich weiß ja nicht, ob ihr Erfahrung als Betriebswirt habt, aber üblicherweise kriegt man für 100% des Preises 100% der angebotenen Ware. Das hat sich über die Jahrtausende so eingebürgert.

Aber Fefe, hör ich euch rufen, der Steuerzahler kriegt doch auch noch zwei Sitze im Aufsichtsrat!!1! Nun, auch hierfür lohnt sich zur Einordnung ein kurzer Blick auf den aktuellen Aufsichtsrat, damit ihr sehen könnt, wie viele Sitze es da im Moment gibt. Und danach könnt ihr euch mal diskret informieren, wieviel Einfluss ein Aufsichtsrat auf die Unternehmensführung tatsächlich hat.

Mir als Steuerzahler wird damit jedenfalls schlagartig klar, wieso wir seit ich denken kann praktisch jedes Jahr einen Rekord bei den Steuereinnahmen hatten, aber der Staat irgendwie trotzdem immer pleite ist. Wenn die so mit dem Geld umgehen, habe ich da keine weiteren Fragen, Euer Ehren.

Quelle: Fefes Blog

Ich glaube "Inflation" nennt sich die Ursache des jährlichen Steuerrekordewunders.

Der Regierung gehören solche Aktionen untersagt so lange externe Berater etwas beraten, ohne unabhängige Fachkenntnis darf kein Steuergeld verteilt werden. Bei aktuellen Politikern schlägt scheinbar das sagenumwobene Bildungsdebakel voll zu, die trauen sich nicht mal selbst zu denken, denen muß die externe Fachkenntnis erst anweisen richtig (lobbyiert) zu denken.
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Fritz Linow

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Re: Flieger, die nicht fliegen
« Antwort #125 am: 23:40:13 Mo. 20.Juli 2020 »
Zitat
20.7.20
Ryanair droht mit Schließung von deutschen Basen

Die deutschen Piloten haben den Krisen-Tarifvertrag abgelehnt. Schon morgen will Ryanair deshalb Massenentlassungen und die Schließung von Basen ankündigen. (...)
https://www.aerotelegraph.com/ryanair-droht-mit-schliessung-von-deutschen-basen

Das sind heftige Bandagen, mit denen da gekämpft wird. Auch in anderen Branchen wird es demnächst ähnlich zugehen. Wenn Linke und diese mittelschichtigen Linksextremisten das Problem nicht raffen, dann kann man ja immer noch draufhauen. (Wieso sollte sie nach Jahrzehnten der Ignoranz auf einmal der Betrieb interessieren?)

Andererseits halte ich Flaschenweitwurf und korrekte Entglasung auch nicht für den neuen heißen Scheiß. Kann passieren, wenn Festivität und Fußball über Monate verboten sind und ansonsten auch alles andere den Bach runtergeht. Da irgendwo demnächst und ganz schnell eine Verbindung herzustellen, wäre fein... gehört aber in einen anderen Thread.