Autor Thema: 22.8. Bremerhaven: Leiharbeit und prekäre Beschäftigung abschaffen  (Gelesen 784 mal)

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Leiharbeit abschaffen!

Veranstaltung zur Leiharbeit und prekären Beschäftigung in Bremerhaven am 22.8.2013


„Prekäre Beschäftigungsverhältnisse sind die konsequente Folge der sogenannten Arbeitsmarktreform der Agenda 2010 durch die damalige rotgrüne Regierung um Ex-Kanzler Gerhard Schröder. Für die betroffenen Menschen bedeuten sie ständige Unsicherheit in ihrer Lebensplanung, Existenzangst und häufig materiellen Mangel“, erläutert Günter Matthiessen, Bundestagskandidat und Kreisverbandssprecher der LINKEN in Bremerhaven. „Inzwischen ist bereits jedes dritte Beschäftigungsverhältnis prekär, jeder zweite neu geschaffene Arbeitsplatz ein nicht-existenzsicherndes Beschäftigungsverhältnis: sei es eine befristete Beschäftigung, ein Mini- und Gelegenheitsjob, die ungewollte Teilzeitarbeit (von der insbesondere Frauen betroffen sind), ein Werkvertragsverhältnis oder eine Leiharbeitsbeschäftigung.“
 
Nirgendwo in Deutschland schreitet Leiharbeit so rasant voran wie im Bundesland Bremen. Seit Jahren gelten Bremerhaven und Bremen als Hochburgen der Zeitarbeit. Allein zwischen Februar 2011 und Februar 2012 nahm die Leiharbeit in Land Bremen um 42 Prozent zu. So betrug die Zahl der Leiharbeiter im Juli 2011 rund 12.000, im September 2011 bereits 13.500. In Bremerhaven liegt der Anteil der Leiharbeitnehmer bei den großen produzierenden Betrieben wie der Windenergie bei durchschnittlich über 50 Prozent. Mehr als die Hälfte aller Stellenangebote der ansässigen Jobcenter kommen bereits aus der Leiharbeitsbranche.

Allein in diesem Jahr verloren bei den Bremerhavener Windenergieanlagen-Zulieferern WeserWind, REpower und PowerBlades fast 1.000 Leiharbeitskräfte ihren Arbeitsplatz. LeiharbeiterInnen sind in der Regel einem massiven Lohndumping ausgesetzt und verdienen durchschnittlich 40 Prozent weniger als die Stammbelegschaften. Der Niedriglohnanteil ist mit 67,2 Prozent mehr als dreimal so hoch wie im Durchschnitt aller Wirtschaftsbereiche. In den Jahren von 2007 bis 2011 wurde Leiharbeit in Bremen mit über 22 Millionen Euro staatlich subventioniert in Form von aufstockenden Leistungen nach SGB II (Hartz IV).

Die Partei DIE LINKE hat sich in ihrem 2011 verabschiedeten Erfurter Programm für ein generelles Verbot der Leiharbeit ausgesprochen. Patrik Schulte, zuständig für Hafenpolitik und zweiter Bundestagskandidat der Bremerhavener LINKEN: „Leiharbeit ist für mich eine moderne Form von Sklavenarbeit. Deshalb gehört sie abgeschafft, indem sie – wie übrigens jede andere prekäre Beschäftigungsform – in eine reguläre, sozialversicherungspflichtige und existenzsichernde Beschäftigung überführt wird.“

Wie der Weg dorthin aussehen kann, darüber wollen wir gemeinsam mit Jutta Krellmann, Sprecherin für Arbeit und Mitbestimmung der Linksfraktion im Bundestag und den beiden Bremerhavener Bundestagskandidaten der LINKEN, Prof. Dr. Günter Matthiessen und Patrik Schulte in einer öffentlichen Gesprächsrunde am kommenden Donnerstag, den 22. August diskutieren.


„die theo“, Raum Hauke Haien, Lutherstraße 7, 27576 Bremerhaven

Tiefrot

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Re:22.8. Bremerhaven: Leiharbeit und prekäre Beschäftigung abschaffen
« Antwort #1 am: 16:17:37 Di. 20.August 2013 »
Mist, zu weit weg !  X(

Falls sich irgendwo Berichte darüber finden, dann her damit !
(Jaaa, natürlich such ich auch selber...  ::)  )
Denke dran: Arbeiten gehen ist ein Deal !
Seht in den Lohnspiegel, und geht nicht drunter !

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Re:22.8. Bremerhaven: Leiharbeit und prekäre Beschäftigung abschaffen
« Antwort #2 am: 16:59:59 Fr. 23.August 2013 »
Ich selbst war nicht dabei. Ein Besucher der Veranstaltung berichtete folgendes:

Zitat
Das hat mir mal wieder gezeigt, dass wir es selbst machen müssen. Dort war unter anderem ein Betriebsratvorsitzender von Power Blade und ein Vertrauensleuteleiter und BR einer anderen Firma aus der Windenergiebranche. Bei denen ist Leiharbeit zwar ein Thema aber in Vordergrund bei denen steht der Erhalt von Rechte und der Arbeitsplätze der Stammbelegschaft.

"Die Leiharbeiter sind nicht zu politisieren", war da ein Spruch. Das Verhältnis von Stammern zu Leiharbeiter liegt bei der einen Firma bei 44 zu 56 und bei der anderen 22 zu 78%. Heißt, die Stammbelegschaft ist kleiner als der Teil an Leiharbeiter. Dabei wurde bereits ein Teil der Leiharbeiter abgemeldet, da es massive Probleme mit neuen Aufträgen gibt. In beiden Betrieben sollen alle Leiharbeiter bis spätestens Ende des Jahres abgemeldet werden. Es sei denn, es kommen wieder neue Aufträge.

Den meisten Anwesenden war die Standortpolitik usw. wichtig. Die Frage nach der Wertigkeit der Jobs vor Ort stellte sich dabei nicht. Und wenn man den BR´s zuhörte, hat man klar rausgehört das sie sich der Stammbelegschaft verpflichtet fühlen und dass die Leiharbeiter nicht dazu gehören.

Rudolf Rocker

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Re:22.8. Bremerhaven: Leiharbeit und prekäre Beschäftigung abschaffen
« Antwort #3 am: 17:40:07 Fr. 23.August 2013 »
Zitat
Und wenn man den BR´s zuhörte, hat man klar rausgehört das sie sich der Stammbelegschaft verpflichtet fühlen und dass die Leiharbeiter nicht dazu gehören.

Meine Fresse!
Das die nicht kapieren, das die sich damit selber in den Kopp schießen!

Tiefrot

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Re:22.8. Bremerhaven: Leiharbeit und prekäre Beschäftigung abschaffen
« Antwort #4 am: 21:44:31 Fr. 23.August 2013 »
Nee Rudi, die denken und glauben unverrückbar an Profit vor Mensch.  kotz
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