Autor Thema: SG Berlin, Termin 26.9.14  (Gelesen 10788 mal)

KasparHauser

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SG Berlin, Termin 26.9.14
« am: 16:44:11 Do. 11.September 2014 »
Hier spricht KasparHauser

Ich habe einen neuen Termin am Fr., 26.9.14, 12:30Uhr, Saal 113.

Es ist ein Erörterungstermin für alles seit dem 1.1.05.

Ich habe gerade mit dem Vorsitzenden gesprochen und dieser hat zugestimmt, daß
Besucher erlaubt sind.

Da es in Berlin ist, hoffe ich, daß zumindest ein paar Unterstützer die Zeit findet.
KH

Ferenz

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Re:SG Berlin, Termin 26.9.14
« Antwort #1 am: 17:54:05 Do. 11.September 2014 »
K.H. - Ich verlaß mich darauf, daß man der "Zusage des vors. Richters am SG" Glauben schenken kann. Somit werde ich im Termin als Zuhörer - nicht als Beistand - anwesend sein. Es wäre ganz hilfreich, wenn Du vorher zur atmosphärischen Einstellung kurz den Verfahrensgegenstand erläutern könntest (...alles seit dem 1.1.2005 finde ich schon etwas unbestimmt, geht's noch ein bisserl konkreter?).

 

KasparHauser

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Re:SG Berlin, Termin 26.9.14
« Antwort #2 am: 22:58:42 Do. 11.September 2014 »
Hier spricht KasparHauser

Ferenz, dich als Beistand zu benennen, war mein Plan, als ich noch nicht wußte, daß Zuschauer
zugelassen sind. Und bleibt als Notfallplan bestehen.

Es geht um alles, was mir bei dem letzten Termin beim LSG verweigert wurde:
- Regelsatz (dürrfte sich durch den neuen Beschluß vom BVerfG erledigt haben)
- Stromkosten
- Schulkosen für meinen Sohn Felix
- Fahrkosten zur Schule
- Sanktionen gegen mich (nur 10%, aber immerhin)
- Anrechnung Kindergeld
- gesetzliche Zinsen
- Umzugskosten 2005
- Wohngeld für Studenten ab 1.1.09

Und ich werde versuchen, klarzumachen, daß ich meinen Anspruch auf fehlerfreies Verwaltungshandeln durchsetzen möchte.
Da du Kontakt zu der Unterstützerin beim LSG hast, den ich leider nicht habe, grüße Sie.
Ich hoffe, sie kommt auch.
Jörg kann leider nicht. Aber mal sehen, wer noch kommt.
KH

KasparHauser

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Re:SG Berlin, Termin 26.9.14
« Antwort #3 am: 23:30:51 So. 21.September 2014 »
Hier spricht KapsarHauser

Sind wirklich so wenig Leute in diesem Forum aus Berlin und Umgebung?
Wer in solch einem Forum sich beteiligt, sollte doch eigentlich auch ein
Interesse haben, durch Teilhabe bei Terminen seine Erkenntnisse zu verbessern.

Ferenz war ja schon bei meinem letzten LSG-Termin dabei und meinte, ich hätte mich
einigermaßen geschlagen.

Ich hoffe, ich habe mich seit dem noch verbessert. Zumindest habe ich es versucht.
KH

KasparHauser

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Re:SG Berlin, Termin 26.9.14
« Antwort #4 am: 22:49:15 Fr. 26.September 2014 »
Hier spricht KasparHauser

Ferenz war anwesend und noch jemand, den wir beide schon kannten.
Kein anderer als Ferenz aus diesem Forum - da sollte mal nachgedacht werden,
wieso aus solch einem Forum so wenig Leute zu Terminen gehen.
Gerade in Berlin, ist doch eine Großstadt und ein Brennpunkt für AlgII.

Ich muß jetzt alle in Frage kommende Bescheide von Arge/Jobcenter
benennen und was ich dort kritisiere. Aus meiner Sicht ist dies ein klarer
Versuch, über bürokratische Hürden das Grundrecht auszuhebeln.

Ich werde es aber machen, da wohl keine andere Möglichkeit besteht,
für meine Kinder und mich Grundrechte zu wahren.

Es wird also einen Termin vor der gesamten Kammer geben, sicherlich in 2015.
Ich hoffe, da kommen dann ein paar mehr aus diesem Forum.
KH

Ferenz

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Re:SG Berlin, Termin 26.9.14
« Antwort #5 am: 23:38:00 Fr. 26.September 2014 »
"...Ich muß jetzt alle in Frage kommende Bescheide von Arge/Jobcenter
benennen und was ich dort kritisiere. Aus meiner Sicht ist dies ein klarer
Versuch, über bürokratische Hürden das Grundrecht auszuhebeln..."

Nee K.H. kein Versuch Grundrechte auszuhebeln, sondern die prozessualen Regeln hinsichtlich der Anforderungen, Mitwirkungsobliegenheiten des Antragstellers / Klägers und ständige Rechtsprechung der 2. Instanzgerichte BLN-Brandenburg und des BSG.

Es stand übrigens schon im Urteil des LSG Brandenburg  L 34 AS 1301/13 vom 4. Juni 2014 (Zurückweisung Deiner Berufungsklage) und der hiesige vorsitzende Richter der 167. Kammer des SG Berlin, Knorr hat doch auch zur Begründung seiner Rechtsansicht daraus zitiert - ich glaube es war die Seite 18-. Und den rechtlichen Hinweis des Richters auf BSG_ B 4 AS 22/13 R_Urteil vom 13.02.2014:

 https://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=170440 solltest Du schon berücksichtigen.  

Der vorsitzende Richter hat geduldig aber klar und deutlich seine Rechtsauffassung geäußert:

 "...Ohne Erfüllung der Mitwirkungsobliegenheiten besteht für die Kläger kein materieller Rechtsanspruch auf Eintritt der Beklagten (Jobcenter Berlin-Neuköln) in eine Überprüfung von einer nicht konkret benannten Anzahl von Bescheiden..."      

Ich hoffe, daß Du durch eine unvermeidliche - aber nach Vornahme der beantragten Akteneinsicht beim Beklagten bzw. bei anderen Behörden (Wohngeldamt, Bafögstelle) in ca. 2 Wochen machbare Nachbesserung Deiner Überprüfungsanträge vielleicht noch die Kurve für einen Teilerfolg in der 1. Instanz kriegst...denn der Richter hat nach der Aktenlage zu erkennen gegeben, daß er Zweifel an der Richtigkeit von Widerspruchsbescheiden für einen Teil der Bewilligungszeiträume hat. Da hat sich das JC Neuköln wohl vertan...

Ergänze Deine Anträge wie erforderlich bzw. die Klage und dann werden wir uns vielleicht in der mündlichen Verhandlung sehen.

Gruß Ferenz



 

Rudolf Rocker

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Re:SG Berlin, Termin 26.9.14
« Antwort #6 am: 10:06:28 Sa. 27.September 2014 »
Naja, das man vor Gericht die entsprechenden Bescheide (und sonstige Unterlagen) vorlegen muss ist ja nicht wirklich unüblich!
Macht man es nicht, urteilt der Richter eben nach Aktenlage. Und die Aktenlage ist dann das, was das JC dem SG vorgelegt hat.

Ich kann auch immer noch nicht verstehen, wie man so eine Klage ohne Anwalt durchziehen kann, wenn man von juristischen Belangen absolut keine Ahnung hat.


Und das Problem der geringen Resonanz: Ich denke der Thread ist einfach auch im Bereich Industrie & Handwerk & Agrar an der völlig falschen Stelle untergebracht!

mousekiller

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Re:SG Berlin, Termin 26.9.14
« Antwort #7 am: 10:46:08 Sa. 27.September 2014 »
Nicht nur das Rudi. Das Forum hier wird bundesweit benutzt (wie auch Hartz-Info @ KasparHauser, auch wenn du dort nen anderen Nick hast) und die wenigsten werden aus Berlin kommen.
Wer alles gesagt hat, sollte den Mund halten und zuhören.

Rudolf Rocker

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  • Waldkauz (8>
Re:SG Berlin, Termin 26.9.14
« Antwort #8 am: 11:59:17 Sa. 27.September 2014 »
Stimmt, ich glaube hier im Forum kommt nur ein sehr kleiner Teil der aktiven User aus Berlin!

schwarzrot

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Re:SG Berlin, Termin 26.9.14
« Antwort #9 am: 13:06:32 Sa. 27.September 2014 »
Ich sags mal so 'Kaspar', wenn du vor ort in einer erwerslosen-ini wärst, würdest du mehr leute kennen, die zu deinen prozessen als unterstützung kommen würden.
Ausserdem, das regelmässige mitmachen in einer ini, hilft sich über den themenbereich und schon bestehende urteile zu informieren, was wiederrum vermeidet, prozesse zu führen, die schon andere vor einem verloren haben.

Dazu müsste man aber erstmal kappieren, dass man nicht alleine, der einzige unrecht behandelte auf der welt ist.
Im gegenteil, die welt ist voll von davon.
Was widerrum beinhaltet, dass nicht sofort haufenweise unterstützer in ein gericht laufen, nur weil man selber grad mal einen prozess durchfightet.

Ich finde, du kannst sehr froh sein, dass du mit Ferenz jemanden hast, der dich unterstützt und auch vermutlich im juristischen bereich ahnung hat.
Das ist viel mehr, als die meissten nur durch aufrufe in foren erreichen.
"In der bürgerlichen Gesellschaft kriegen manche Gruppen dick in die Fresse. Damit aber nicht genug, man wirft ihnen auch noch vor, dass ihr Gesicht hässlich sei." aus: Mizu no Oto

Wieder aktuell: Bertolt Brecht

KasparHauser

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Re:SG Berlin, Termin 26.9.14
« Antwort #10 am: 23:55:46 So. 28.September 2014 »
Hier spricht KasparHauser

1. Ja, ich bin Ferenz sehr dankbar. Er war inzwischen bei drei Terminen von mir und hat mir gute Ratschläge gegeben.
Nicht alles kann ich umsetzen, aber dadurch komme ich zu anderen Ergebnissen. Mir ist z. B. aufgefallen, daß für
einige meiner Punkte kein Bescheid notwendig ist, da es dazu nie einen Bescheid vom Jobcenter gab.

2. Es mag ja mal jemand sagen, wieviele Member hier aus Berlin kommen. Dann werden wir sehen, wie
hoch das Interesse ist.

3. Zu Initiativen kann ich nicht kommen, da ich gehbehindert bin. Und dies mit großen psychischen Folgen,
siehe meinen Blog: Polizeigewalt.blogger.de
Wer  dermaßen von diesem Staat behandelt wird, verliert seine Kraft. Polizeigewalt wird ein immer größeres
Thema, derzeit geht es wohl auch um zwei Hunde, die ein Polizist mit mehreren Kugeln erschossen hat.
Aufgeklärt werden solche Fälle faßt nie. Der Staat, also Bürokraten und Richter, arbeiten gegen die Bürger.

4. Ich habe heute dem Richter einen Auszug der hier vorhandenen Bescheide geschickt. Auch mit der Bemerkung, daß
doch zu einigen Positionen, die ich in meinem Überprüfungsantrag genannt habe, dort nichts steht.
Z. B. Stromkosten, die über dem Regelsatz liegen, Fahrkosten für Schüler zur Schule, Schulkosten, wenn öffentliche Schulen versagen.
Usw.

Ich denke und hoffe, daß bei der nächsten Gelegenheit mehr kommen. Alleine als Zeugen und wohl auch als Korrektiv. Mag sein,
daß ich mich verrannt habe. Dies würde ich dann aber gerne von weiteren hören.
KH

Rudolf Rocker

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Re:SG Berlin, Termin 26.9.14
« Antwort #11 am: 10:03:54 Mo. 29.September 2014 »
Zitat
2. Es mag ja mal jemand sagen, wieviele Member hier aus Berlin kommen. Dann werden wir sehen, wie
hoch das Interesse ist.

Hmm, ich sag´s mal so: Solidarität ist keine Einbahnstraße.
Solidarität von anderen zu fordern aber selber keine Solidarität geben wollen funktioniert eben nicht.
Du hast bisher so ziemlich jeden Tipp, der dir hier gegeben wurde in den Wind geschlagen oder vollkommen ignoriert.
Wundert es dich, das du dann ebenfalls ignoriert wirst?


Ferenz

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Re:SG Berlin, Termin 26.9.14
« Antwort #12 am: 22:46:39 Mo. 29.September 2014 »
Hier spricht KasparHauser

...

Ich denke und hoffe, daß bei der nächsten Gelegenheit mehr kommen. Alleine als Zeugen und wohl auch als Korrektiv. Mag sein,
daß ich mich verrannt habe. Dies würde ich dann aber gerne von weiteren hören.
KH

Kaspar Hauser,

was nützen Dir mehrere Zuhörer als Zeugen des Erörterungstermins bzw. einer mündlichen Verhandlung wenn Du im Termin vor Gericht nicht verstehen willst/kannst wo der entscheidende "juristische Hammer in diesem Verfahren hängt",  Du Dich mit allgemeinen Bemerkungen zur Wahrung von Grundrechten, die der Richter des SG Berlin zu wahren hat, Hinweisen auf eine Entscheidung des BVerfG aus 1977 und einem" NEIN - Nachbesserung ist mir nicht möglich"  um Kopf und Kragen redest...

Nach meiner Wahrnehmung warst Du dicht vor dem AUS nachdem Du auf den Hinweis des Richters Knorr zur Nachbesserung des Überprüfungsantrages uneinsichtig die geforderte Nachbesserung verweigert hast! Danach herrschte eine Weile Schweigen, man hörte es knistern...und Richter Knorr sagte trocken und deutlich: " Das ist meine Rechtsposition". In diesem Augenblick muß es bei Dir geklingelt haben. Zudem hat der Richter an Deiner Stelle das Gespräch mit dem Beklagtenvertreter gesucht, um zu erfahren, welche Verfahrensakten im Jobcenter Neuköln noch vorhanden seien.

Da der Beklagtenvertreter bestätigte, daß alle notwendigen Akten verfügbar seien - deren Durchsicht und Prüfung aber vom JC wegen des personellen Aufwands nicht erfolgen könne - kam als praktikable Lösung der Vorschlag, daß Du mit dem JC einen Termin zur Akteneinsicht vereinbaren sollst.

Dies wurde vom Richter auch so  in das Protokoll diktiert - nicht jedoch Deine - meiner Ansicht unbeachtlichen Bemerkungen zum Thema Grund- und Menschenrechte - ...
  
Dann mal an die Arbeit.

PS: Auch wenn es Dir gelingen sollte, anhand der Akteneinsichtnahme alle angefochtenen Bescheide zu benennen, den Überprüfungsantrag für jeden Einzelfall zu konkretisieren und substantiiert zu begründen, bleibt das Risiko, daß das Gericht Dein Vorbringen zwar als neuen Antrag nach § 44 SGB X werten kann, jedoch nach dem Gesetz und der ständigen Rechtsprechung des BSG daran gehindert wäre, die angefochtenen bestandskräftigen und nicht rechtswidrigen Bescheide des JC aufzuheben, weil  Deine "Nachbesserung des Ü-Antrages"  nur im Verwaltungsverfahren hätte erfolgen müssen!  

Dann Hättest Du zwar die Arschkarte aber eine Chance für ein neues Überprüfungsverfahren mit den entsprechenden Rechtsbehelfen / Rechtsmitteln.
 
Ausnahme: Das Gericht sähe diese Bescheide oder zumindest einzelne als rechtswidrig an. Schaun mer mal....

Link: Sozialgericht Berlin  S 96 AS 11664/12 Beschluß vom  11.02.2013  

 https://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=158973

"..Ist aber die angegriffene Entscheidung des Beklagten, eine Sachprüfung nicht vorzunehmen, rechtmäßig, ist die Klage insgesamt ohne Aussicht auf Erfolg. Bei einer Klage auf höhere Leistungen nach erfolglosem Antrag nach § 44 SGB X ist die richtige Klageart die kombinierte Anfechtungs-, Verpflichtungs- und Leistungsklage nach § 54 Abs 1 Satz 1 iVm Abs 4, § 56 SGG (ständige Rechtsprechung des Bundessozialgerichts, vgl. z.B. Urteil vom 10. November 2011, Az: B 8 SO 12/10 R, Urteil vom 18. Mai 2010, Az: B 7 AS 49/08 R, mwN). Soweit sich die Entscheidung des Beklagten, die Überprüfung von Bescheiden oder - nach Überprüfung - eine Korrektur der Bescheide abzulehnen, als rechtswidrig erweist, ist diese ablehnende Entscheidung aufzuheben (Anfechtungsteil) und der Beklagte zu einer Korrektur der Bescheide zu verpflichten und zur Gewährung höherer Leistungen zu verurteilen. Erweist sich aber die Entscheidung des Beklagten, eine Überprüfung abzulehnen, als rechtmäßig, weil die Kläger keinen Antrag gestellt haben, der eine Überprüfungspflicht auslösen würde, so kann diese Entscheidung - wegen ihrer Rechtmäßigkeit - im Rahmen der Anfechtungsklage durch das Gericht nicht aufgehoben werden. Dies führt aber dazu, dass das Gericht auch für den Fall, dass die Kläger im Klageverfahren (erstmals) die zu korrigierenden Bescheide und die Ansatzpunkte für eine eventuelle Rechtswidrigkeit in einer Weise benennen, die den Beklagten - wäre dies im Rahmen des Antrages nach § 44 SGB X oder des zugehörigen Widerspruchsverfahren erfolgt - zu einer Überprüfung verpflichtet hätten, an einer Verpflichtung des Beklagten zur Korrektur der ursprünglichen Bescheide gehindert ist.."

Andere interessierte Antragsteller nach § 44 SGB X sollten K.H.'s leichtfertige Fehler - die ja auch schon in den Urteilen des LSG Bln-Brandenburg L 34 AS 1301/13 und L 19 AS 1678/11 vom 4. Juni 2014 zu Tage getreten sind - vermeiden. Es bedeutet hinsichtlich des verspäteten Beginns von möglichen Rückzahlungsansprüchen für Sozialleistungen Zeitverlust und Untergang vorheriger Ansprüche. Denn i. d. R. können nach § 40 SGB II maximal für 2 Jahre Nachzahlungen erfolgen.    


  





  

KasparHauser

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Re:SG Berlin, Termin 26.9.14
« Antwort #13 am: 23:42:21 Mo. 29.September 2014 »
Hier spricht KasparHauser

Ja, Ferenz, ich war kurz vor dem Aus - in der Tat.
Aber unberechtigt, denn ich fechte den Regelsatz an - und dafür braucht es keine
Bescheide.

Ich hatte Herrn Böker und seine Bundestagsdrucksach 17(11)314 vom 18.Nov. 2010 als
Teil des Verfahrend genannt.

Nach meiner Rechtsauffassung, die hier wohl von vielen nicht geteilt wird, müßte der Richter
die Berechnungen des Herrn Böker widerlegen oder anerkennen.

Wie gesagt, ich habe aus dem Bestand an ein paar Bescheiden dem SG mitgeteilt, daß
eigentlich immer nur der RB und KdU bewilligt wurden. Weitergehende Ansprüche aber nicht.

Überlegt doch mal, wieso in Berlin im Jahr mehrere Zehntausend Haushalten Strom gesperrt wird.
Und wieso in 2013 netto(!!!) 1080 Menschen obdachlos wurden. Wollt ihr dies? In meinem Interview
mit der Mitstreiterin von Ralph Boes habe ich klar gesagt, daß Bürgermeister, die mehr als fünf
Obdachlose im Jahr zu verantworten haben, geschaßt werden müßten.
https://www.youtube.com/watch?v=bY8Tqvro51s&feature=youtu.be

Wenn ich damit für dieses Forum zu radikal erscheine, mag man mir dies schreiben.

In dem konkreten Verfahren ist wohl noch viel Zeit. Damit zermürbt man Menschen.
Dies gehört zu Machtapparat der Mächtigen, Herrschaftswissn eben.
KH

schwarzrot

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Re:SG Berlin, Termin 26.9.14
« Antwort #14 am: 03:58:21 Di. 30.September 2014 »
Aber unberechtigt, denn ich fechte den Regelsatz an - und dafür braucht es keine
Bescheide.
Wieder mal dein altes problem, wenn du auch mal hier im forum, dinge die andere schreiben, mitlesen würdest:
Zitat
1.
§ 20 Absatz 2 Satz 1 und 2 Nummer 1, Absatz 4, Absatz 5, § 23 Nummer 1, § 77 Absatz 4 Nummer 1 und 2 Sozialgesetzbuch Zweites Buch, jeweils in der Fassung von Artikel 2 des Gesetzes zur Ermittlung von Regelbedarfen und zur Änderung des Zweiten und Zwölften Buches Sozialgesetzbuch vom 24. März 2011 (Bundesgesetzblatt I Seite 453), und § 8 Absatz 1 Nummer 1, 2, 4 und 6, Absatz 2 Nummer 1 und 3 Regelbedarfs-Ermittlungsgesetz in der Fassung von Artikel 1 des Gesetzes zur Ermittlung von Regelbedarfen und zur Änderung des Zweiten und Zwölften Buches Sozialgesetzbuch vom 24. März 2011 (Bundesgesetzblatt I Seite 453), jeweils in Verbindung mit § 20 Absatz 1 Satz 1 und 2 Sozialgesetzbuch Zweites Buch in der Fassung von Artikel 2 des Gesetzes zur Ermittlung von Regelbedarfen und zur Änderung des Zweiten und Zwölften Buches Sozialgesetzbuch vom 24. März 2011 (Bundesgesetzblatt I Seite 453) und § 28a Sozialgesetzbuch Zwölftes Buch in der Fassung von Artikel 3 des Gesetzes zur Ermittlung von Regelbedarfen und zur Änderung des Zweiten und Zwölften Buches Sozialgesetzbuch vom 24. März 2011 (Bundesgesetzblatt I Seite 453), sowie die Anlage zu § 28 Sozialgesetzbuch Zwölftes Buch in der Fassung von Artikel 3 Ziffer 42 des Gesetzes zur Ermittlung von Regelbedarfen und zur Änderung des Zweiten und Zwölften Buches Sozialgesetzbuch vom 24. März 2011 (Bundesgesetzblatt I Seite 453) sowie § 2 der Verordnung zur Fortschreibung der Regelbedarfsstufen nach § 138 Nummer 2 des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch für das Jahr 2012 vom 17. Oktober 2011 (Bundesgesetzblatt I Seite 2090) sind nach Maßgabe der Gründe mit Artikel 1 Absatz 1 des Grundgesetzes in Verbindung mit dem Sozialstaatsprinzip des Artikels 20 Absatz 1 des Grundgesetzes vereinbar.
2.
Die Verfassungsbeschwerde wird zurückgewiesen.
https://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/ls20140723_1bvl001012.html
http://www.chefduzen.de/index.php?topic=28244.0

Zitat
Nach meiner Rechtsauffassung, die hier wohl von vielen nicht geteilt wird, müßte der Richter
die Berechnungen des Herrn Böker widerlegen oder anerkennen.
...

Überlegt doch mal, wieso in Berlin im Jahr mehrere Zehntausend Haushalten Strom gesperrt wird.
Und wieso in 2013 netto(!!!) 1080 Menschen obdachlos wurden. Wollt ihr dies?

...

Wenn ich damit für dieses Forum zu radikal erscheine, mag man mir dies schreiben.

Aber klar, du bist hier der sooo radikale und es gibt hier im forum menschen, die 'wollen' dass 1080 menschen obdachlos werden... Gehts sonst noch?

Ich frag mich bei deinen beiträgen schön öfter, ob du nur nicht kappierst, dass recht haben und recht bekommen in diesem staat zwei verschiedene dinge sind, oder ob du einfach nur ein ignorant und nerviger selbstdarsteller bist.

Wer in diesem staat vor gericht gewinnen will, braucht entweder geld, plus einen guten anwalt, plus promi-bonus, oder er muss sich ernsthaft anhand der bestehenden gesetze seine vorgehensweise überlegen.

Es gibt noch einen weiteren weg, der geht aber nicht über die gerichte, sondern über revolution. Allerdings reicht es dafür auch nicht, nur zu meinen im recht zu sein, sondern man sollte ebenfalls leute überzeugen können. Wenn auch dabei egal ist, wie das jeweilige rechtssystem gerade aussieht.

Kannst du ja mal überlegen, ob es bei dir für das eine, oder für das andere reicht.


Und um mich richtig zu verstehen, dass problem ist NICHT, dass du die regelsätze zu niedrig findest, oder gegen diesen 'schweinestaat' was tun willst! Das problem ist ebenfalls NICHT, dass du auch nur entfernt radikal wärst. Das problem ist, dass du es dumm angehst und damit gefahr läufst, gerichtsurteile loszueisen, die ev. nicht nur deine situation noch verschlimmern, statt sie zu verbessern.
"In der bürgerlichen Gesellschaft kriegen manche Gruppen dick in die Fresse. Damit aber nicht genug, man wirft ihnen auch noch vor, dass ihr Gesicht hässlich sei." aus: Mizu no Oto

Wieder aktuell: Bertolt Brecht