Autor Thema: Verkehrspolitik  (Gelesen 1031 mal)

Nikita

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Re: Verkehrspolitik
« Antwort #30 am: 10:34:28 Do. 29.August 2019 »
"Billiglöhne und Elektroschrott: Die Schattenseiten des E-Scooter-Hypes | report München"

https://youtu.be/wNMaEtFs-Mk

Zitat
Sie sollten zu einer ökologischen Verkehrswende beitragen - so das Versprechen der Politik. Doch wenige Monate nach Einführung der E-Scooter auf Deutschlands Straßen ist die Bilanz nach Recherchen von report München ernüchternd: Die kurze Lebensdauer der Roller, nächtliche Lade-Odysseen und prekäre Beschäftigungsverhältnisse lassen Kritik laut werden.

Spoiler:

Betrifft die Firma "TIER" und "Voi"
- Scheinselbständige Subunternehmer zum Roller einsammeln, Mindestlohn wird nicht erreicht
- Privatpersonen erhalten 4 Euro pro Roller
- Verkehrsminister Scheuer zeigte sich öffentlichkeitswirksam mit E-Roller, beantwortet nun keine Frage mehr zum Thema
- erste französische Studie ist ernüchternd zum Thema E-Roller: 30 % nutzen den Roller an Stelle von öffentlichen Verkehrsmitteln, 44 % wären sonst zu Fuss gegangen (siehe Kuddels Beitrag)

Es zeigt sich, dass Unternehmen konzeptlos und ohne Verantwortung an das Einführen der E-Scooter-Roller gehen. Ich würde es in die Hand von Stadtwerken geben, unter der Voraussetzung, dass sie vorher ökologische und soziale Konzepte präsentieren.

Troll

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Re: Verkehrspolitik
« Antwort #31 am: 15:55:39 So. 01.September 2019 »
Zitat
E-Mobilität und Öko-Probleme
Kinder werfen E-Scooter mutwillig ins Meer

...
Weitwurf-Wettbewerb mit E-Scootern
...

Quelle: StN

 :o
Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
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counselor

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Re: Verkehrspolitik
« Antwort #32 am: 16:11:50 So. 01.September 2019 »
Die E-Scooter sind erwartungsgemäß eine Pleite. Sie gefährden auch die Sicherheit auf den Gehwegen.
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Troll

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Re: Verkehrspolitik
« Antwort #33 am: 17:40:43 So. 01.September 2019 »
Wie gehabt, ein "modernes" Spielzeug (zeitnaher Müll bzw. bestenfalls Wertstoff) und sonst nichts, einzig der Elektromotor verhalf dem Ding PR-technisch zum ökologisch nachhaltigen Fortbewegungsmittel im Dunstkreis der E-Mobilität.
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Kuddel

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Re: Verkehrspolitik
« Antwort #34 am: 19:29:00 Mo. 02.September 2019 »

Kuddel

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Re: Verkehrspolitik
« Antwort #35 am: 20:58:18 Fr. 06.September 2019 »
Zitat
Und jetzt ist die ohnedies angeschlagene einstige Vorzeigeindustrie unter Druck wie nie. Die IAA in diesem Jahr wird begleitet von Protesten, wie sie im Autoland unbekannt waren bislang. Für den Samstag in einer Woche ist eine Großdemo angekündigt, das Motto: Aussteigen. Eine Initiative namens "Sand im Getriebe" will am Tag darauf verhindern, dass überhaupt Besucher auf die Messe kommen und den Lamborghinis über die Kotflügel streicheln: Sitzblockaden wird es wohl geben.
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/automobilindustrie-deutschlands-automanager-haben-angst-vor-umweltschuetzern-1.4590364

Kuddel

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Re: Verkehrspolitik
« Antwort #37 am: 12:41:40 Mo. 09.September 2019 »
Zitat
Erneut Brand bei einem Autohändler - Protest gegen die IAA 2019?
In den vergangenen Tagen gehen immer wieder Autos im Rhein-Main-Gebiet in Flammen auf - stecken IAA-Gegner dahinter?
https://www.fr.de/frankfurt/frankfurt-am-main-ort28687/iaa-2019-frankfurt-demo-gegen-auto-show-radfahrer-planen-sternfahrt-zr-12909507.html

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Re: Verkehrspolitik
« Antwort #38 am: 15:00:12 Mo. 09.September 2019 »
... stecken IAA-Gegner dahinter?

Vielleicht war es es ein hart arbeitender Familienvater, oder eine alleinerziehende Mutter der/die belogen und betrogen zum kauf vom deutschen Qualitätsautomobilhersteller verarscht wurde, man weiß es nicht.
Spontane Selbstentzündung könnte es auch sein, aber das passiert eher bei ausländischer Herstellung.
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Re: Verkehrspolitik
« Antwort #39 am: 12:47:44 Mi. 11.September 2019 »
Zitat
Uber plätten! Ausbeutung & Kapitalismus den Kampf ansagen!



Mit Sicherheit sind sie den meisten Menschen in Berlin schon aufgefallen: Die knallig- roten E-Bikes mit dem Aufdruck „Jump“. Zu Hunderten stehen sie aktuell in der Stadt. Wenn sie doch genutzt werden, dann vor allem von Tourist*innen, sowie besserverdienenden Berliner*innen. Also von jenen, die sich den happigen Preis von ca. 10 Euro pro Stunde leisten können.
Die „Jump“-Fahrräder gehören der Firma „Uber“, die seit einigen Jahren hartnäckig versucht, sich auf dem deutschen Markt breit zu machen. Nach den bereits aus den USA bekannten Personenbeförderungsangeboten, versuchte der Konzern auch im „Individualverkehr“ Fuß zu fassen. Der finale „Durchbruch“ gelang Anfang 2019 als CSU- Verkehrsminister Andreas Scheuer das Personenbeförderungsgesetz novellierte. Dieses ermöglichte dem Konzern, sich noch breiter aufzustellen. Ab jetzt gab es kein Halten mehr und die Innenstädte wurden mit ihren „Angeboten“ in Form E-Rollern (in Kooperation mit „Lime“) und Elektrofahrrädern („Jump“) geflutet.

Ubermäßig ausgebeutet!

Doch Uber war als Kind schon scheiße. Bereits das Kerngeschäft der Vermittlung von Personenbeförderungsangeboten ist ausbeuterischer Plattformkapitalismus in Reinform. Durch rechtliche Tricksereien fahren Fahrer*innen nicht direkt für das Unternehmen, sondern sind über Zwischenunternehmen oder als „Selbstständige“ angestellt. Dadurch ist es nahezu unmöglich, selbst rudimentäre Arbeitsrechte einzufordern oder gar einen Betriebsrat zu gründen.(...)

In Solidarität mit den Uberfahrer*innen sowie den Aufladearbeiter*innen wurden in den vergangenen Wochen bereits zahlreiche „Jump – Fahrräder“ in Berlin gezielt sabotiert und unschädlich gemacht. Da die Ausbeutungs-Räder überall in der Stadt verteilten stehen, lässt sich diese Form der niedrigschwelligen Sabotage gut in alltägliche Spaziergänge integrieren.
Mit diesem Aufruf möchten wir euch motivieren, sich der Aktionsform anzuschließen.(...)

Lange genug haben wir zugesehen, wie sich durch die zuspitzende Ausbeutungslogik eines um sich greifenden Plattformkapitalismus Menschen gnadenlos ausgebeutet werden. Gearde im Bereich der Personenbeförderung betrifft das nicht nur die Fahrer*innen von Uber direkt. Über die auf individueller Maximalausbeutung beruhende Preistreiberei verschärft das Unternehmen indirekt auch die Arbeitsbedingungen im ohnehin schon unter Druck stehenden Taxigewerbe. So werden Uber- und Taxifahrer*innen gegeneinander ausgespielt und zueinander in direkte Konkurrenz gesetzt. Die Profiteur*innen sind große Unternehmen, wie in diesem Fall Uber.
(...)
https://de.indymedia.org/node/36674

Kuddel

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Re: Verkehrspolitik
« Antwort #40 am: 12:02:27 Sa. 14.September 2019 »

counselor

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Re: Verkehrspolitik
« Antwort #41 am: 11:39:39 So. 15.September 2019 »
Zitat
PÖffentlicher Nahverkehr - Stabile Preise gibt's nur für Autofahrer

Umweltfreundliche, bezahlbare Mobilität für alle fordern Politiker seit Jahren. Doch die Preise für Bus und Bahn sind viel stärker gestiegen als fürs Autofahren. Warum?

Quelle: https://www.zeit.de/mobilitaet/2019-09/oeffentlicher-nahverkehr-mobilitaet-kosten-preissteigerung-investitionen
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