Autor Thema: Raffelhüschen kündigt Sonderopfer der Bürger für die gesetzliche Rente an  (Gelesen 2016 mal)

Wilddieb Stuelpner

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Videotexttafel 120, MDR, Mo.27.06.05 19:42:10

Rentenexperte warnt vor Augenwischerei

Der Wirtschaftsforscher und Rentenexperte Raffelhüschen hat allen Parteien vorgeworfen, den Bundesbürgern nicht die Wahrheit über die Zukunft der gesetzlichen Rente zu sagen.

Rentnern und Beitragszahlern stehe 2006 ein "Sonderopfer" bevor, damit die Rentenkassen wieder aufgefüllt werden können, sagte er der "Rheinischen Post". Sie erwarte ein "leicht steigender Beitragssatz sowie eine weitere Rentennullrunde, eventuell eine Minusrunde".

Laut Raffelhüschen ist das Rentensystem bis 2030 nur über die Erhöhung des Renteneintrittsalters zu stabilisieren. Damit müsse 2011 begonnen werden.

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Sprachs und lachte sich ins Fäustchen, da er als verbeamteter Professor, der vom Steuerzahler auf hohem Niveau altersversorgt wird, keinen Obolus an die gesetzliche Rentenversicherung löhnen muß.

Die Bürgerversicherung ohne Beitragsbemessungsgrenze von Bundeskanzler, Aufsichsratsvorsitzenden, Manager, Freiberufler bis runter zum Arbeits- und Obdachlosen tut dringend Not.

Das man mit Sonderopfern und Rentenkürzungen keine Rentenversicherung saniert, sondern mit einer ordentlichen kinder- und familienfreundlichen Unternehmerpolitik konsolidiert, geht dem Raffelhüschen nicht als Seifensieder auf. Wenn man das in den letzten 30 Jahren verschlampt hat, dann sollte man es nicht für weitere hundert Jahre weiter betreiben. Nur mehr Kinder, die später als sozialpflichtversicherte, werktätige AN ihre Beiträge und Steuern entrichten werden, sanieren wir unsere Sozialversicherungen und die deformierte Altersstruktur in der Bevölkerungspyramide.

Raffelhüschen hat sozialpolitische Scheuklappen auf, weil er an das Heil egoistischer und individueller Karriereerfolge glaubt. Nur sieht er dabei seine FDP- und CDU-/CSU-Unternehmer- und Selbständigen- wie Freiberuflerklientel und nicht die Interessen des Volkes. Was will man auch von einem Kapitalprediger auch anders erwarten. Der Mann kann ja nicht einmal Solidarität buchstabieren!!!

Carsten König

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Noch höchstens 10 Jahre, dann fliegt der Laden hier auseinander und der Sozialismus klopft wieder an die Türe ... das meine ich jetzt durchaus ernsthaft

Wilddieb Stuelpner

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Meinst Du wirklich, daß in 10 Jahren wieder das Gespenst des Kommunismus durch Europa geistert?

Da hatte sich schon mal einer geirrt, wann der Kommunismus ausbrechen wird. Nikita Sergejewitsch Chrustschow prophezeite in den fünfziger Jahren des 20. Jh., daß 1980 der Kommunismus siegen würde. Genau jener Chrustschow, der den Mythos vom Väterchen Stalin zerstörte und ihn als Tyrannen entlarvte.

Auf dem XX. Parteitag der KPdSU 1956 kritisierte Chruschtschow in einer Geheimrede den Personenkult um Stalin und die damit verbundenen Verbrechen (Entstalinisierung), nahm dies auch zum Anlass, eine grundlegende Wende in Politik und Wirtschaft zu vollziehen. In der Folge entwickelte sich die Tauwetter-Periode; auch in Polen und Ungarn wurden 1956 die altstalinistischen Parteiführer gestürzt.

Brockhaus: Chruschtschow: Wutausbruch eines Politikers

Am 12. 10. 1960 berieten die Vereinten Nationen bei ihrer Vollversammlung über einen Antrag der UdSSR gegen den Kolonialismus. Allgemeiner Radau brach aus, als ein Vertreter der Philippinen es wagte, in diesem Zusammenhang die Unterdrückung der osteuropäischen Völker zu erwähnen. Nikita Chruschtschow antwortete darauf mit einer heftigen Rede, während der er zur Verblüffung aller einen Schuh auszog, mit diesem auf das Sprecherpult eindrosch und dazu wetterte: »Warum darf dieser Nichtsnutz, dieser Speichellecker, dieser Fatzke, dieser Imperialistenknecht und Dummkopf – warum darf dieser Lakai der amerikanischen Imperialisten hier Fragen behandeln, die nicht zur Sache gehören?« Nach genauer Analyse der Fotografien des Auftritts entdeckte man noch eine kleine Sensation, die vor allem die deutsche Lederwarenindustrie erfreute: Chruschtschow trug Schuhe aus Pirmasens.

(siehe auch »Der Brockhaus Zeitgeschichte«, Stichwort »Chruschtschow«, S. 59)

WDR, Studio Moskau: 5 Jahrzehnte Geschichte in Moskau - Chruschtschow sorgt für Tumult bei der UNO - 12. Oktober 1960

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|461| Ein Gespenst geht um in Europa - das Gespenst des Kommunismus. Alle Mächte des alten Europa haben sich zu einer heiligen Hetzjagd gegen dies Gespenst verbündet, der Papst und der Zar, Metternich und Guizot, französische Radikale und deutsche Polizisten.

Wo ist die Oppositionspartei, die nicht von ihren regierenden Gegnern als kommunistisch verschrien worden wäre, wo die Oppositionspartei, die den fortgeschritteneren Oppositionsleuten sowohl wie ihren reaktionären Gegnern den brandmarkenden Vorwurf des Kommunismus nicht zurückgeschleudert hätte?

Zweierlei geht aus dieser Tatsache hervor.

Der Kommunismus wird bereits von allen europäischen Mächten als eine Macht anerkannt.
Es ist hohe Zeit, daß die Kommunisten ihre Anschauungsweise, ihre Zwecke, ihre Tendenzen vor der ganzen Welt offen darlegen und dem {1} Märchen vom Gespenst des Kommunismus ein Manifest der Partei selbst entgegenstellen.

Zu diesem Zweck haben sich Kommunisten der verschiedensten Nationalität in London versammelt und das folgende Manifest entworfen, das in englischer, französischer, deutscher, italienischer, flämischer und dänischer Sprache veröffentlicht wird.

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Textvarianten:

{1} (1848) den

Karl Marx/Friedrich Engels, Manifest der Kommunistischen Partei

Geschrieben im Dezember 1847/Januar 1848.
Gedruckt und als Einzelbroschüre im Februar/März 1848 in London erschienen. Der vorliegenden Ausgabe liegt der Text der letzten von Friedrich Engels besorgten deutschen Ausgabe von 1890 zugrunde.

Carsten König

  • Gast
Man muss die Systemalternative nur auf den Punkt bringen. Die Zeit ist reif für Alternativen... und dann reicht durchaus ein kleiner Funken.

Vgl den berühmten Schlag eines Schmetterlings, der kausal durchaus einen Sturm bewirken kann...

 :rolleyes: