Autor Thema: Elektromobilität  (Gelesen 3006 mal)

Troll

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Re:Elektromobilität
« Antwort #15 am: 09:22:53 Mo. 02.Mai 2016 »
Ein etwas älterer Artikel:

Zitat
Kunst auf vier Rädern

Das gab es noch nie: Eine Kunstausstellung präsentiert den Prototypen eines neuartigen Automobils. Angetrieben wird es durch eine Batterie, die Lithium-Ionen-Akkus alt aussehen lässt. Bernd Kröplin, der Entwickler, hat noch mehr zu bieten.
....
Zink-Luft-Batterien kommen derzeit wegen ihrer hohen Energiedichte und gleichmäßigen Entladung vor allem als Knopfzellen in Hörgeräten zur Anwendung. Diese sind allerdings nicht wieder aufladbar. Das feste Zink reagiert mit dem Luftsauerstoff. Wenn es oxidiert ist, müsste es ausgetauscht werden, denn beim Aufladen in einem wässrigen, alkalischen Elektrolyten bilden sich spitze Kristalle, die zu Kurzschlüssen führen und so das System lahmlegen.
Interdisziplinäres Team findet kreative Lösung

Dafür hat Bernd Kröplin eine Lösung gefunden: Statt festem Zink verwendet er eine Suspension, also in Flüssigkeit fein verteilte Zinkpartikel, die immer in Bewegung bleiben und sich daher nicht absetzen. Ist die Ladung der Batterie verbraucht, wird die Flüssigkeit einfach ausgetauscht, das dauert nicht länger als fünf Minuten. Die verbrauchte Suspension kann in aller Ruhe an der Tankstelle neu aufgeladen werden.
....

Quelle: kontextwochenzeitung

http://www.tao-group.de/zink-luft-batterie.html

Leider gibt es dazu keine bzw. nur sehr wenige Informationen dazu.
Hört sich erstmal gut an, wie viele Hoffnungen der Forschung, es wäre ein Projekt das prädestiniert wäre zugunsten der etablierten milliardenschweren Strukturen erstmal zu verschwinden.
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Re:Elektromobilität
« Antwort #16 am: 09:46:12 Mo. 02.Mai 2016 »
Die Frage nach der Speicherkapazität ist ja nicht nur bei den E- Autos eine ganz wichtige, sondern auch bei der Energiegewinnung aus Wind- und Solarstrom!
Aber die Entwicklung macht da doch einiges an Fortschritten. Dabei ist es, bei E- Autos, auch nicht nur die Frage, wieviele km so ein Akku hält, sondern, wie schnell sich so ein Akku aufladen lässt.
Wenn so ein Akku, sagen wir mal 250 km hält und das Aufladen dauert 15 Minuten (jetzt mal ein flächendeckendes Netz an Schnellladestationen vorrausgesetzt); was solls? Da trinkt man eben noch einen Kaffee an der Raste und gut!
Und dejavu hat es schon genau erkannt: Die deutschen Autobauer setzten auf fette, tonnenschwere Luxuskisten oder fette tonnenschwere Mittelklassewagen zum Preis einer Luxuskiste oder auf noch fettere SUVs!
Auch die Autobauer in den USA sind pleite, weil sie die Zeichen der Zeit nicht erkannt haben!

Troll

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Re:Elektromobilität
« Antwort #17 am: 11:39:35 Mo. 02.Mai 2016 »
Dieses Li-Ionenakku-Zeug ist teuer, allgemein eine sehr aufwendige, resourcenfressende Speichertechnik, es gehört alles zusammen, diese Akkuart gehört m.M.n. ebensowenig zur Zukunft wie Kohle.
Das die Automobilindustrie alles verpennen möchte und verpennt so lange die Quartalsberichte halbwegs positiv aussehen steht außer Frage, so funktioniert es seit Jahren, bis die Automobilindustrie vollends den Bach runter geht dauert es noch und bis dahin sind die dann ehemaligen erfolgreichen Konzernlenker längst tot oder im Ruhestand.


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Kuddel

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Re:Elektromobilität
« Antwort #18 am: 09:04:13 Fr. 30.November 2018 »
Zitat
Ein brennendes Elektroauto lässt sich nicht löschen

Auch für die Feuerwehr werden elektrische Fahrzeuge entwickelt, die vernetzt sind und autonom fahren. Aber wie sie ein brennendes E-Auto löschen kann, ist noch unklar.


...so ein Akku im Auto besteht aus Hunderten einzelnen Batteriezellen. Wird eine beschädigt, dann folgen in einer Art Kettenreaktion permanent elektrische Kurzschlüsse, die das Feuer ständig von Neuem entfachen. "Ein brennender Akku lässt sich nur kühlen, kühlen, kühlen. Über Stunden, vielleicht Tage hinweg", sagt Quintenz.

11.000 Liter Wasser sind dafür bei einem Tesla Model S notwendig, teilt der Hersteller mit. Üblicherweise ist ein Feuerwehrauto aber mit 1.500 bis 2.000 Litern Wasser ausgerüstet...
https://www.zeit.de/mobilitaet/2018-11/elektromobilitaet-elektroautos-motoren-feuerwehr-sicherheit

Rudolf Rocker

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Re:Elektromobilität
« Antwort #19 am: 09:46:18 Fr. 30.November 2018 »
Auauauauauuauaua! Das tut weh!

Die Berliner Feuerwehr sieht das irgendwie deutlich entspannter: https://www.youtube.com/watch?v=d6uYnXuNLQw


Zitat
Üblicherweise ist ein Feuerwehrauto aber mit 1.500 bis 2.000 Litern Wasser ausgerüstet...
Ganz doll Aua! Alleine beim TLF haben wir da schon drei genormte Varianten: https://de.wikipedia.org/wiki/Tankl%C3%B6schfahrzeug.
Vielleicht meinte er ja ein HLF, aber die haben nach Norm 1.000 l bis 1.600l an Bord und fahren bei einem Pkw- Brand auch nicht ohne TLF raus.


Zitat
Verunglücken Elektroautos auf einsamen Landstraßen oder auf der Autobahn, ist ein gewaltiger logistischer Aufbau notwendig, um kilometerlange Löschwasserleitungen zu ziehen
Ja, wenn der Einsatzleiter ein Idiot ist schon. Jeder andere fordert dann weitere Fahrzeuge an. Grade Feuerwehren mit Autobahnen im Einsatzgebiet verfügen über entsprechende Fahrzeuge.


Kuddel

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Re: Elektromobilität
« Antwort #20 am: 11:37:13 Mi. 13.Februar 2019 »
Ich hatte mich vor kurzem mit einer Daimler Betriebsrätin getroffen.
Sie sagte, die Elektomobilität sei völliger Quatsch und keine echte Alternative zum Individualverkehr mit Verbrennungsmotor.

Es ist noch nicht einmal ökologisch ein sonderlicher Gewinn. Die Produktion dieser Fahrzeuge und der Akkus ist ölologisch weitaus schlimmer, als die Herstellung der bisherigen Fahrzeuge. Der Abrieb von Bremsbelegen, Reifen und Fahrbahn erzeugt weiter Feinstaub.

Viel bedeutender ist das Verkehrsproblem selbst, das durch e-Mobilität kein Stück gelöst wird. Die Autos werden immer größer und schneller, doch es bringt den Menschen keinen Gewinn. Sie verbringen mindestens ebenso lange auf der Straße, wie zu Zeiten der Pferdekutsche. Die Einkaufsmöglichkeiten und Arbeitspätze sind immer weiter weg. Egal wieviel PS unter der Motorhaube stecken, man steht ständig im Stau. Die Städte sind dicht, dem Auto unterworfen. Einem PKW wird mehr Raum zugesprochen als Kindern zum Spielen.

Die Betriebsrätin sagte, die Autoindustrie ist die größte und mächtigste Industrie im Land. Sie diktiert der Bundesregierung ihre Politik. Es gibt keinen Widerspruch zu dieser Verkehrs- und Wirtschaftspolitik, da die deutsche Wirtschaft nahezu vollständig von der Autoproduktion abhängig ist. Doch die Strategie ständig wachsender Automobilproduktion ist schon längst an ihrem Ende angekommen. Es gibt bereits Einbrüche im Absatz auf dem chinesischen Markt. Die Autoindustrie verfügt über keinen Plan B. Es gibt keine Strategie, was zu tun wäre, den dieser Wahnsinn des Individualverkehrs sein natürliches Ende findet. Auch die Bundesregierung hat sich keinerlei Gedanken über eine alternative Verkehrs- und Wirtschaftspolitik gemacht.

Sie sagte, es sei jetzt Aufgabe der Autoarbeiter selbst, das zu diskutieren. Das machen sie zur Zeit. Sie sagte auch, daß es extrem schwer ist, den Kollegen klarzumachen, daß sie sich mit diesen Fragen auseinandersetzen müssen. Sie gehen erst einmal davon aus, daß die die Autoproduktion nicht in Frege stellen können, da sie schließlich davon leben. Sie sagte, es ist eine wirklich harte Auseinandersetzung, die gerade geführt wird und geführt werden muß.

counselor

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Re: Elektromobilität
« Antwort #21 am: 17:39:57 Mi. 13.Februar 2019 »
Die Alternative liegt im Ausbau der Schiene und in der Entwicklung neuer Konzepte zum Massentransport. Außerdem muß die Siedlungspolitik geändert werden. Arbeit, Versorgung und Wohnen müssen eng beieinander liegen.
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Kuddel

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Re: Elektromobilität
« Antwort #22 am: 16:01:55 Mo. 20.Mai 2019 »
Zitat
Warum Tesla die Welt nicht retten wird

Der schwedische Journalist Arne Müller über den Metallverbrauch von Elektrofahrzeugen, den Bergbau und die Notwendigkeit, am besten kein eigenes Auto mehr zu haben.
https://www.heise.de/tp/features/Warum-Tesla-die-Welt-nicht-retten-wird-4420724.html

Kuddel

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Re: Elektromobilität
« Antwort #23 am: 18:07:58 Di. 11.Juni 2019 »
Daß die Elektromobilität nicht die Lösung dieses ganzen Verkehrsschwachsinns ist, scheint auch gerade in den Mainstreammedien anzukommen:

Elektroautos: Wie sie die Umwelt zerstören

https://youtu.be/aS_xTJmzdgA


dejavu

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Re: Elektromobilität
« Antwort #24 am: 17:16:37 Fr. 21.Juni 2019 »
Zitat
Ich hatte mich vor kurzem mit einer Daimler Betriebsrätin getroffen.
;D ;D
Zitat
Sie sagte, die Elektomobilität sei völliger Quatsch und keine echte Alternative zum Individualverkehr mit Verbrennungsmotor.
Wer hätte das gedacht? ;D ;D

Elektromobilität kann eines: die Verwendung regenerativer Energien erlauben.
Das können Verbrenner im Prinzip auch, aber mit schlechterem Gesamtwirkungsgrad.
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Re: Elektromobilität
« Antwort #25 am: 17:22:21 Fr. 21.Juni 2019 »
Was willst du mir mit deinem Gefrotzel sagen?

Troll

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Re: Elektromobilität
« Antwort #26 am: 17:43:56 Fr. 21.Juni 2019 »
Das Verbrennerauto bzw. der Individualverkehr wird zwangsläufig verschwinden, jetzt sofort könnten die ganzen "Macher" loslegen um dem unausweichlichen Ende ohne Katastrophe zuvor zu kommen, da muss schließlich eine komplette Gesellschaft umgebaut werden, da darf nichts endliches mehr benutzt werden wie bisher, alles andere ist ein Suizid auf Raten.
Aber ein Konzept für so etwas kommt ganz sicher nicht aus einer Schublade der Auto-, Öl-, Kohle-, u.ä. Industrie, allgemein nicht aus dem kapitalistisch orientierten Gebilde, da müssten weitsichtigere ran und keine Quartalsgewinnpsychos/Aktionäre.
Elektromobilität ist ein möglicher Teil davon aber kein Ersatz für den Massen-Individualverkehr.
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dejavu

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Re: Elektromobilität
« Antwort #27 am: 18:28:21 Fr. 21.Juni 2019 »
Genau das:
Zitat
Elektromobilität kann eines: die Verwendung regenerativer Energien erlauben.
Das können Verbrenner im Prinzip auch, aber mit schlechterem Gesamtwirkungsgrad.
Das der Individualverkehr zurückgefahren werden muss, ist klar.
Wird aber so schnell nicht gehen, jedenfalls nicht so schnell wie eine Reduktion des CO2 Ausstoßes herbei muss.
Es kann nicht einfach abgewartet werden bis Papa Duzzipigga auf seinen dicken Familienschlitten verzichtet.
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dejavu

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Re: Elektromobilität
« Antwort #28 am: 21:09:45 Fr. 21.Juni 2019 »
https://www.heise.de/tp/features/SUVs-Botschaft-von-Ruecksichtslosigkeit-Herrschsucht-und-vermeintlicher-Ueberlegenheit-4451981.html
Titel: SUVs: Botschaft von Rücksichtslosigkeit, Herrschsucht und vermeintlicher Überlegenheit
Kleiner Auszug:

Zitat
Die Auseinandersetzung mit diesem schädlichen Konsumgut und der damit einhergehenden Käufermentalität ist überfällig. Sie findet zur Zeit vornehmlich auf lokaler Ebene statt. In einigen Kommunen wird über ein Fahrverbot diskutiert, andernorts finden, von niemandem koordiniert, Aktionen statt. Auf dem Kurfürstendamm in Berlin forderten Demonstranten des Jugendrats der Generationen Stiftung "No SUV". Die Fahrzeuge müssten einen Gefährdungshinweis wie auf Zigarettenpackungen erhalten.

Eine individuell gestartete Petition (ohne parteipolitische Bezüge, wie der Autor dieser Zeilen bezeugen kann, der zu den Unterzeichnern gehört) verlangt "eine Klima- und Sicherheitsabgabe in Höhe von 50 Prozent auf den Bruttokaufpreis" eines SUV. Städte und Gemeinden sollen dabei unterstützt werden, "den Gebrauch von Geländewagen und SUVs in ihren Einzugsbereichen möglichst bald zu untersagen". Wer rasch unterschreibt, kann sich später rühmen, zu den ersten tausend Unterstützern zu gehören.

Das gilt natürlich für alle zu groß geratenen Karren mit denen einige so rumfahren.
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Re: Elektromobilität
« Antwort #29 am: 09:30:32 Sa. 22.Juni 2019 »
Das SUV ist ein ekliges einzelnes Merkmal des gesellschaftlichen Zustandes, wir leben in einer dekadenten Zeit.
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