Autor Thema: Rechter Terror  (Gelesen 25961 mal)

Frauenpower

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 169
Re: Rechter Terror
« Antwort #150 am: 12:01:22 Sa. 06.Juli 2019 »
@Troll: ja, das ist tragisch! Stattdessen verhindert man lieber, das alle Akten allen zur Verfügung  stehen oder Zeugenaussagen zum Teil verhindert werden (Bouffier-CDU soll verhindert haben, dass ein V-Mann aussagt) !!
Zitat
Der damalige hessische Verfassungsschützer Andreas Temme war kurz vor oder während der Tat in dem Internetcafé gewesen - nach eigener Aussage aus privaten Gründen. Er geriet vorübergehend unter Verdacht. Der damalige Innenminister Bouffier hatte einen Sperrvermerk verhängt, mit dem die direkte Befragung von Informanten des V-Mann-Führers Temme verhindert wurde. Auch die Linken-Fraktion hat Bouffier vor wenigen Tagen bereits vorgeworfen, er habe die Aufklärungsarbeit blockiert.
https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/nsu-ausschuss-nach-den-linken-attackiert-auch-die-spd-bouffier-15748923.html

Hessen wollte sogar die NSU-Akten zwanzig Jahre lang verschließen!
https://www.zdf.de/nachrichten/heute/spd-nach-luebcke-mord-hessen-soll-nsu-akten-oeffnen-100.html
Zitat
Einige Akten des NSU-Prozesses sind als geheim eingestuft. Die SPD fordert das Land Hessen auf, sie den Lübcke-Ermittlern dennoch zur Verfügung zu stellen.

sind denn die Errichtung von Rechtesex.zentren schon 1992 angedacht worden? Ich denke da an die Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen?  Fakt ist: sie waren nie wirklich weg, aber der Fokus wird auf "Linke" gelegt, sie seien die Bösen, während Rechtsradikale eine Besonderheit gar Randerscheinung der Zeit darstellen.

In der letzten Hart aber fair - Sendung wird auch noch einmal der Unterschied der sog. Radikalität (links vs. rechts dargestellt)
In dieser Sendung https://www.welt.de/politik/deutschland/article196444727/Nach-hart-aber-fair-Sendung-Stehe-hinter-der-Einladung-Tom-Buhrow-verteidigt-Umgang-mit-AfD.html - mal Mediathek anclicken.

und gerade entdeckt:
Zitat
Update vom 3. Juli 2019, 20.11 Uhr: In der Sendung „Hart aber fair“ ging es ordentlich zur Sache. Nach der Sendung diskutierten die Zuschauer im Netz - der Vorwurf vieler: Der AfD sei zu viel Sendezeit eingeräumt worden. Doch noch ein Ärgernis bahnte sich für den WDR und Moderator Frank Plasberg an: Einige Zuschauer hatten bei der Sendung ganz genau hingeschaut und im Publikum einen Mann entdeckt, der der Kamera gleich zweimal ein eindeutiges Zeichen mit seinen Fingern präsentierte. Drei ausgestreckte Finger für ein „W“, dazu ein „P“ aus Daumen und Zeigefinger - das Symbol für „White Power“, der Vorherrschaft der „Weißen Rasse“.
https://www.merkur.de/politik/hart-aber-fair-ard-talk-zuschauer-sorgt-fuer-skandal-im-studio-attacke-auf-plasberg-zr-12755818.html

nochmal wegen Gauck: er befürwortet "Toleranz gegen rechts" im Sinne von nach seinen Worten: nicht Toleranz für Rechtsextremismus sondern für konservative rechte Haltung. Aber was ist denn eine konservative rechte Haltung? Ist das diese Haltung: homophob, Mann-Frau-Kleinfamilie, der Mann ist der Alleinernährer, die Frau finanziell von ihm abhängig und darf sich um Kinder, Küche, Kirche kümmmern und darüber hinaus dem Mann den Rücken freihalten usw. usw.?
Der Begriff "Konservatismus" kommt von "konservieren" ("alles bleibt wie es ist")! Also ist Gaucks geforderte Toleranz für rechten Konservatismus eine Fordern nach Toleranz für Intoleranz und was bitte ist der Nährboden für immer rechtsradikalere Ideen und Bestrebungen?? Könnte das Intoleranz sein?? I
Hat denn jemand das Buch von ihm mal gelesen?







Nikita

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1158
Re: Rechter Terror
« Antwort #151 am: 14:13:49 So. 07.Juli 2019 »
Passt auch in den Thread "Hooligans in Uniform".
von Fefes Blog:

Zitat
Hey Fefe, wo haben die Nazis eigentlich die persönlichen Daten für ihre Terroranschlags-Planungslisten her?
Na von Polizeicomputern, ist doch klar!
Link

Die meisten Personen der Chat-Gruppe stammen aus dem Umfeld von Bundeswehr und Polizei, darunter mehrere ehemalige Mitglieder sowie ein aktives Mitglied des Spezialeinsatzkommandos (SEK) des Landeskriminalamtes (LKA) Mecklenburg-Vorpommern.
Ja super!
Der Polizist Haik J. soll von seinem Dienstcomputer aus für „Nordkreuz“ Meldedaten von Zielpersonen beschafft haben. Er soll Mitglied im AfD-Landesfachausschuss für Innere Sicherheit sein. AfD-Landeschef Leif-Erik Holm wollte das auf Nachfrage weder bestätigen noch dementieren - „aus Datenschutzgründen“.

Fullquote:

Zitat
Rechtes Terrornetzwerk plante politische Morde in ganz Deutschland
Rechtsextreme Netzwerke in Deutschland sammeln gezielt Namen und Adressen von politischen Gegnern aus ganz Deutschland. Die Bundesanwaltschaft ist entsprechenden Hinweisen nachgegangen – und dabei auf neue Terrorgruppen am rechten Rand gestoßen.

Der Skandal um rechtsextreme Netzwerke in Polizei und Bundeswehr weitet sich aus. Nach Informationen des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) besitzt die Bundesanwaltschaft Hinweise darauf, dass die rechtsextremistische „Prepper“-Gruppe „Nordkreuz“ Namen und Adressen von politischen Gegnern nicht nur in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg, sondern in ganz Deutschland gesammelt hat. Das geht aus Vernehmungsprotokollen des Bundeskriminalamtes (BKA) hervor.

Demnach verfügt „Nordkreuz“ über mindestens zwei weitere Ableger: „Südkreuz“ und „Westkreuz“. Auch in und um Berlin soll eine Unterstützergruppe tätig sein.

In Akten und auf elektronischen Datenträgern, die bei Durchsuchungen von „Nordkreuz“-Mitgliedern im August 2017 und April 2018 in Mecklenburg-Vorpommern sichergestellt wurden, sind demnach Namen und Adressen von fast 25.000 politischen Gegnern aus dem gesamten Bundesgebiet verzeichnet. „Südkreuz“ und „Westkreuz“ verfügen nach bisherigen Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden über keine eigenen Listen.

Lesen Sie auch: Das rechte Terrornetzwerk wächst

Nach RND-Informationen hat „Nordkreuz“ überwiegend Daten von Personen aus dem linken politischen Spektrum gesammelt. Die meisten von ihnen hätten sich positiv über Flüchtlinge und Asylsuchende geäußert. Bislang wurde angenommen, „Nordkreuz“ habe sich auf Personen im direkten Umfeld seiner gut 30 Angehörigen beschränkt – auf Mecklenburg-Vorpommern und den Norden Brandenburgs.

25.000 politische Gegner
Ob sich auf den „Nordkreuz“-Listen auch der Name des Anfang Juni mutmaßlich von einem Rechtsextremisten ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) befindet, ist bislang unklar.

Sein Wohnort im Norden Hessens lag im Bereich der Gruppe „Westkreuz“. Die ermittelnde Bundesanwaltschaft hält die vollständigen „Nordkreuz“-Daten unter Verschluss. Nach Einschätzung von Ermittlern plante „Nordkreuz“, politische Gegner gezielt zu töten. Diesen Verdacht hätten zwei Vernehmungen eines der „Nordkreuz“-Angehörigen durch das BKA erhärtet.

Lesen Sie auch:
Kommentar: Der Rechtsterror ist die Gefahr Nummer eins

So habe Horst S., ehemals Vizechef im Bundeswehr-Reservistenverband Mecklenburg-Vorpommern, ausgesagt, die Listen mit „linken Persönlichkeiten“ hätten dem Ziel gedient, diese „im Konfliktfall“ zu liquidieren. Es sei darum gegangen, sie „einer Behandlung“ zuzuführen.

S. selbst wollte sich auf RND-Anfrage nicht dazu äußern. Eine Materialliste von „Nordkreuz“ zählt nach RND-Informationen neben Toilettenpapier und Wischtüchern auch rund 200 Leichensäcke und Ätzkalk auf.

Die Bundesanwaltschaft ermittelt seit August 2017 gegen Mitglieder des Netzwerkes wegen des Verdachts der Vorbereitung einer terroristischen Straftat. „Nordkreuz“ gehören sogenannte Prepper an, die über den Messengerdienst Telegram miteinander vernetzt sind und sich auf den „Tag X“ vorbereiten (englisch: „to prepare“) – den Zusammenbruch der staatlichen Ordnung durch eine Flüchtlingswelle oder islamistische Anschläge und die anschließende Liquidierung politischer Gegner.

Liquidierungen geplant
Laut den Vernehmungsprotokollen des BKA plante ein weiteres „Nordkreuz“-Mitglied, der Rostocker Rechtsanwalt Jan Hendrik H., seine Kameraden ab dem „Tag X“ mit Passierscheinen auszustatten, um schneller in die „Einsatzgebiete“ für die anvisierten Liquidierungen zu kommen. Die Passierscheine sollten mit Stempeln und auf Kopfbögen der Bundeswehr ausgestellt werden.

Die meisten Personen der Chat-Gruppe stammen aus dem Umfeld von Bundeswehr und Polizei, darunter mehrere ehemalige Mitglieder sowie ein aktives Mitglied des Spezialeinsatzkommandos (SEK) des Landeskriminalamtes (LKA) Mecklenburg-Vorpommern.

Lesen Sie auch:
Zahl der Rechtsextremisten in Deutschland steigt

Alle Mitglieder von „Nordkreuz“ haben Zugang zu Waffen, verfügen über Zehntausende Schuss Munition und sind geübte Schützen. Die meisten von ihnen sind als Jäger und Sportschützen im Besitz von Waffenkarten und daher befugt, legal Munition kaufen.

Der Gründer der rechten „Prepper“-Gruppe „Nordkreuz“, der SEK-Beamte Marko. G, sitzt seit Mitte Juni in Untersuchungshaft. Zusammen mit drei weiteren Polizisten soll er Munition aus Polizeibeständen entwendet und tausende Patronen gehortet haben. Ihnen werden Verstöße gegen das Waffen- und Kriegswaffenkontrollgesetz sowie gemeinschaftlicher Betrug vorgeworfen.

Waffen aus Bundeswehr-Beständen
Bei Marko G. wurde auch eine Maschinenpistole sichergestellt. Die Waffe vom Typ „Uzi“ stammte jedoch nicht aus LKA-, sondern aus Bundeswehrbeständen. Das erfuhr das RND aus Ermittlerkreisen. Demnach führt das LKA Mecklenburg-Vorpommern überhaupt keine Waffen dieses Typs in seinem Bestand. Die „Uzi“ soll vor etwa 15 Jahren aus Beständen der Truppe gestohlen worden sein.

Einige der verdächtigen Polizisten waren zuvor Angehörige von Eliteeinheiten der Bundeswehr. Unter ihnen befinden sich zwei ehemalige Fallschirmjäger und ein Ex-Soldat der 2015 aufgelösten Fernspähkompanie im baden-württembergischen Pfullendorf. Bei dem Fernspäher soll es sich nach RND-Informationen um Marko G. handeln.

Lesen Sie auch:
Was wir über rechtsextreme Netzwerke in Deutschland wissen

Er wird im Verfahren der Bundesanwaltschaft als Zeuge, im Verfahren der Schweriner Staatsanwaltschaft als Beschuldigter geführt . Marko G. ist offenbar die Schnittstelle zu Jan-Hendrik H., dem Rechtsanwalt aus Rostock. Neben Marko G. soll mindestens noch ein weiteres führendes Mitglied von „Nordkreuz“ der AfD angehören.

Der Polizist Haik J. soll von seinem Dienstcomputer aus für „Nordkreuz“ Meldedaten von Zielpersonen beschafft haben. Er soll Mitglied im AfD-Landesfachausschuss für Innere Sicherheit sein. AfD-Landeschef Leif-Erik Holm wollte das auf Nachfrage weder bestätigen noch dementieren - „aus Datenschutzgründen“.

Kipping: Potenzielle Opfer informieren
Die Vorsitzende der Linkspartei, Katja Kipping, forderte unterdessen eine Information der potenziellen Opfer. „Ich fordere, dass die 25.000 Personen, die auf den Todeslisten des rechten Terrornetzwerkes stehen, umgehend informiert werden“, sagte sie dem RND. „Opferschutz geht vor.“

Ähnlich hatten sich zuvor mehrmals prominente Grünen-Politiker geäußert. Sie forderten unter anderem Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) auf, für Transparenz zu sorgen.

Todeslisten müssten jetzt im Bundesinnenministerium zentral erfasst werden, sagte Parteichef Robert Habeck kürzlich. Dort brauche es eine Anlaufstelle, die Menschen darüber informiere, wie sie mit einer solchen Bedrohungslage umgehen könnten.

Von Jörg Köpke/RND
https://www.haz.de/Nachrichten/Politik/Deutschland-Welt/Rechtes-Terrornetzwerk-plante-politische-Morde-in-ganz-Deutschland

Frauenpower

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 169
Re: Rechter Terror
« Antwort #152 am: 16:01:57 Do. 11.Juli 2019 »
und zu Gaucks Toleranz gegenüber konservativem Rechten ( :o ), die er angeblich fordert - es verbietet ja auch niemand den Leuten "konservativ" zu sein! Sie können ja, wenn sie wollen "konservativ" sein. Die Herausforderung besteht doch aber vielmehr darin, Zugang zu anderen Blickwinkeln und Sichtweisen zu erhalten!
Der Begriff "Patchwork-Familie" ist völlig normal und positiv besetzt. DAS ist eine Errungenschaft ! finde ich. Wichtig ist es doch, dass es den Menschen gut geht, sie sich geliebt, respektiert, angenommen fühlen, wie und wo und mit wem das ist, spielt doch keine Rolle.
Und ich finde es auch besser, sich scheiden zu lassen, anstatt nach außen hin eine gute Ehe vorzuspielen während es daheim völlig anders sein kann, also bei denen, bei denen es so ist. Und die Scheidungs-Statistiken nerven mich sowieso - wen interessierts? Das einzige was mich stört, ist das viele Geld, dass eine Scheidung kosten kann.

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 13067
  • Fischkopp
Re: Rechter Terror
« Antwort #153 am: 21:09:29 Do. 11.Juli 2019 »
Das Arschgesicht Gauck hatte seinen Job nur deshalb gekriegt, weil er ein Kommunistenfresser ist.
Deshalb sind die Rechten auch seine Kumpels.