Autor Thema: 8. März - Frauenkampftag  (Gelesen 461 mal)

Fritz Linow

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8. März - Frauenkampftag
« am: 09:33:13 Mo. 18.Februar 2019 »
Zitat
Aufruf zum Streik!

Wenn wir die Arbeit niederlegen, steht die Welt still!

Am 8. März ist Internationaler Frauenkampftag. Schon seit über 100 Jahren streiken, streiten und kämpfen wir für unsere Rechte und gegen jede Unterdrückung. Über die Welt breitet sich eine Bewegung von streikenden Frauen und Queers* aus, von Polen bis Argentinien, von New York bis Hongkong, von Spanien über Nigeria bis Australien. Auch wir sehen Grund zum Streik und sagen: Es reicht! Lasst uns am 8. März zusammen streiken!
(...)
https://frauenstreik.org/

Kuddel

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Re: 8. März - Frauenkampftag
« Antwort #1 am: 10:41:37 Di. 19.Februar 2019 »
Zitat
„Dieses Land versteht nur eins: Streik! Streik! Streik!“



Am Wochenende fand das zweite bundesweite Vernetzungstreffen des Frauen*- und feministischen Streiks in Berlin statt. Zum Abschluß des Treffens gingen die Teilnehmer*innen lautstark auf die Straße: „Achter März ist alle Tage – das ist eine Kampfansage!“
https://anfdeutsch.com/frauen/dieses-land-versteht-nur-eins-streik-streik-streik-9632

ManOfConstantSorrow

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Re: 8. März - Frauenkampftag
« Antwort #2 am: 19:19:42 Di. 05.März 2019 »
Zitat
Für Gleichstellung, bessere Bezahlung und Wertschätzung – Frauen streiken am 8. März

Zum Frauentag rufen Dutzende Initiativen zu einem Warnstreik der Frauen auf. Unter anderem wird in Jena, Erfurt und Leipzig demonstriert. Wichtig ist jedoch: der Arbeitgeber muss dem Ausstand zustimmen.



Internationaler Frauentag 2018 in Pamplona (Spanien).

Seit mehr als 100 Jahren nutzen Frauen den 8. März, um ihren Kampf für gleiche Rechte und Selbstbestimmung auf die Straßen zu tragen. In diesem Jahr gehört auch ein kollektiver Streik dazu. Bundesweit rufen etwa 40 Initiativen Frauen dazu auf, am Freitag ab 11.55 Uhr alle täglichen Arbeiten niederzulegen und sich zum Protest zu formieren.

In den vorab veröffentlichen Forderungen geht es um Gleichstellung und rechtliche Sicherheiten – die auch ein Jahrhundert nach Clara Zetkins Idee eines weltweiten Frauenaktionstages noch immer nicht vollständig umgesetzt sind.
http://www.lvz.de/Region/Mitteldeutschland/Frauentag-Streik-fuer-Gleichstellung-bessere-Bezahlung-und-mehr-Wertschaetzung

"Wichtig ist jedoch: der Arbeitgeber muss dem Ausstand zustimmen."  *hüstel*
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

dagobert

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Re: 8. März - Frauenkampftag
« Antwort #3 am: 01:06:38 Mi. 06.März 2019 »
"Wichtig ist jedoch: der Arbeitgeber muss dem Ausstand zustimmen."  *hüstel*
Rein rechtlich korrekt.
Da es in diesem "Streik" nicht um Tarifverträge oder  Arbeitsbedingungen im konkreten Betrieb geht, ist es kein Streik im streikrechtlichen Sinne.
Ohne Zustimmung des AG wäre das Arbeitsverweigerung und kann ernsthafte Konsequenzen bis hin zur fristlosen Kündigung haben.

Ob man/frau das jetzt persönlich richtig findet, bleibt jedem/r selbst überlassen.

admin

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Re: 8. März - Frauenkampftag
« Antwort #4 am: 09:22:44 Mi. 06.März 2019 »
In Deutschland gibt es kein Streikrecht, wie in anderen Ländern.
Hier darf nur im Ausnahmefall unter ganz bestimmten Voraussetzungen gestreikt werden.

Dieser Zustand sollte nicht einfach hingenommen werden.

Frauenpower

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Re: 8. März - Frauenkampftag
« Antwort #5 am: 11:53:16 Mi. 06.März 2019 »
Film-Tipp: "Die Hälfte die Welt gehört uns"
ein zweiteiliger TV-Film in dem es um das Erkämpfen des Wahlrechts für Frauen geht. Manche mussten dabei ihr Leben lassen und oder Gewalt erleiden, dafür, dass Frauen seit hundert Jahren nun wählen dürfen. Und das Wahlrecht sollte auch genutzt werden. Wem die bekannten Parteien nicht wählbar erscheinen, kann ja noch andere Parteien wählen wie die Grundeinkommenpartei o.ä. Damit die Stimme nicht verloren geht.

Kuddel

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Re: 8. März - Frauenkampftag
« Antwort #6 am: 09:50:36 Do. 07.März 2019 »
Ein anderer Journalismus ist möglich!

Am 8. März 2019 werden Frauen und Queers weltweit streiken. Die Streikenden setzen sich gegen all die Formen von Unterdrückung und Ausbeutung zur Wehr, die Frauen betreffen: weil sie übermäßig häufig prekär beschäftigt sind – etwa in Teilzeit oder im Niedriglohnbereich; weil sie sexualisierte und körperliche Gewalt und Belästigung erfahren; weil sie von klein auf mit massiv abwertenden Geschlechterbildern konfrontiert sind; weil von Frauen erwartet wird, den Großteil der Hausarbeit, Familienpflege und Kindererziehung unbezahlt zu leisten. Und nicht zuletzt, weil sie sich dagegen wenden, dass einige Wenige sich ihre Arbeit aneignen und zugleich patriarchale Machtverhältnisse am Leben halten. Ihre Arbeit ist für den Staat und die Unternehmen unersetzlich: Wenn Frauen und Queers all ihre bezahlte und unbezahlte Arbeit niederlegen, steht die Welt still!

Wir wollen den Streik unterstützen und daher ebenfalls am 8. März unsere Arbeit niederlegen. Als Medienschaffende haben wir die Möglichkeit, viele Menschen zu erreichen. Wir stehen mit diesem Aufruf für die Forderungen aller streikenden Frauen und Queers am 8. März ein und wollen zudem die bestehenden Ungleichheiten in unserer eigenen Branche sichtbar machen.

Die schlechte Bezahlung und hohe Belastung in der Medienbranche trifft Frauen in besonderem Maße.

weiter: https://frauenstreik.org/streik-divers-aufrufe-von-ortsgruppen-und-initiativen/

Kuddel

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Re: 8. März - Frauenkampftag
« Antwort #7 am: 10:49:27 Fr. 08.März 2019 »
Ein weiterer lesenswerter Aufruf (vom kurdischen Frauenbüro CENÎ und der Verband von Frauen aus Kurdistan (YJK-E))

Zitat
Unsere Dörfer wurden niedergebrannt, unsere Familienmitglieder entführt und ermordet, wir wurden aufgrund unserer Identität als Kurdin oder aufgrund unserer politischen Arbeit verfolgt. Viele von uns wollten ihre Heimat nicht verlassen, sondern wurden dazu gezwungen – unter anderem aufgrund der Interessen des deutschen Staates an Krieg, Neuordnung und Ausbeutung des Mittleren Ostens und an einem mächtigen Handlanger Erdoğan. Als Geflüchtete in Deutschland geht die Verleugnung unserer Herkunft weiter. Obwohl wir die zweitgrößte Migrant*innengruppe in Deutschland sind, gibt es keine Übersetzungen von wichtigen Dokumenten oder Informationen auf Kurdisch. Wir sollen weiter die Sprache der Unterdrücker sprechen. Im Alltag sind wir ständig mit Rassismus und Sexismus konfrontiert. Anstatt uns nach unserer Geschichte und unseren Fähigkeiten zu fragen, werden wir als Schmarotzer verleumdet. Wir sollen deshalb als billige Arbeitskräfte jede Arbeit annehmen. Wir stellen uns gegen die Ausbeutung von geflüchteten Frauen als billige, rechtlose und für alles verfügbare Arbeitskräfte! Wir wollen eine Gesellschaft, in der wir alle gemeinsam mit unseren verschiedenen Fähigkeiten und Hintergründen frei zusammenleben!

Politische Verfolgung in Deutschland


In Deutschland geht auch die politische Verfolgung weiter. Wir werden unter Drohung von Abschiebung unter Druck gesetzt, unsere politischen Aktivitäten einzustellen. Unsere Symbole, unsere Slogans, unsere Demonstrationen werden kriminalisiert und verboten. Es gibt unzählige Fälle von unrechtmäßiger Polizeigewalt gegen uns. In deutschen Medien werden wir dargestellt, als wären wir Terrorist*innen und die türkische Regierung hätte ein Recht darauf, unsere Städte und Dörfer niederzubrennen und unsere Sprache und Kultur zu verbieten. Über unser vielfältiges politisches Engagement und über unsere Situation in Deutschland wird in den Medien nicht berichtet, obwohl wir regelmäßig zu tausenden friedlich auf die Straßen gehen. Als die hegemonialen Kräfte noch die Hoffnung hatten, die mutigen Kämpferinnen der Frauenselbstverteidigungseinheiten YPJ für ihr eigenen Zwecke benutzen zu können, wurden deren Bilder überall verbreitet. Heute sind diese Bilder aus der Öffentlichkeit verschwunden und es findet nicht einmal Erwähnung, dass die Befreiung der IS-Hochburg Raqqa von einer Frau angeführt wurde. Erst recht keine Erwähnung findet der gesellschaftliche Aufbau, den die Frauen in Rojava und Nordsyrien tagtäglich leisten, ihre eigenständige Organisierung in allen Bereichen der Gesellschaft und ihre erkämpften Rechte. Wir fordern ein Ende der Repression gegen die kurdische Bevölkerung und alle Geflüchteten in Deutschland! Wir fordern eine angemessene Berichterstattung über uns, vor allem über die Errungenschaften der Frauen!

Es reicht

Es reicht mit der ständigen Entmündigung, dem Schweigen, der Abwertung, der Vertreibung, der Zerstörung, dem Krieg. Unsere Freundin Leyla Güven, HDP-Abgeordnete und ehemalige Bürgermeisterin, ist am 8. November im als Folterknast berüchtigten Gefängnis von Dyarbakir/Amed in den Hungerstreik getreten, wo sie aufgrund ihrer Kritik an der türkischen Militärinvasion in der nordsyrischen Kantonshauptstadt Efrîn ein Jahr in Untersuchungshaft saß. Das faschistische Erdoğan-Regime hat mit Unterstützung der BRD die Türkei zu einem Land gemacht, in dem keine politische Arbeit mehr möglich sein soll. Hunderte von Frauenorganisationen wurden verboten. Die Ko-Bürgermeisterinnen wurden allesamt abgesetzt und durch einen männlichen Statthalter ersetzt.
...
weiter: https://anfdeutsch.com/frauen/8-maerz-wenn-wir-streiken-steht-die-welt-still-9984

Frauenpower

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Re: 8. März - Frauenkampftag
« Antwort #8 am: 12:06:44 Mi. 13.März 2019 »
Wichtiges Thema  des Internationalen (politischen) Frauenkampftages sind auch die §§ 218 und 219a. Sie besagen, dass Abtreibungen strafbar sind ohne Beratungsschein. Die politische Forderung ist deshalb, dass die Frau die totale Selbstbestimmung über ihren Körper erhält und das ÄrztInnen informieren dürfen, wer die Abtreibung durchführt. Jüngst wurde medienbkannt die Frauenärztin Kristine Hänel zu einer Geldstrafe verurteilt, lest es im Detail nach! Die Linke steht auf der Seite von Kristina Hänel.

Hier die Anne Will - Sendung zum Thema, in der auch Hänel anwesend ist. https://daserste.ndr.de/annewill/archiv/Forum-Recht-auf-Leben-und-Selbstbestimmung-die-neue-Debatte-ueber-Abtreibungen,diskussionwerbeverbot100.html
Zitat
Über das Thema diskutieren Franziska Giffey, Kristina Hänel, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Philipp Amthor und Teresa Bücker.
Am ätzendsten der Anwesenden für mich mit seinen Aussagen: CDU - Philip Amthor -  :-X