Autor Thema: Silicon Valley Kultur  (Gelesen 398 mal)

Kuddel

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Silicon Valley Kultur
« am: 14:16:39 Di. 23.April 2019 »
Das Silcon Valley ist der Garten Eden der heutigen Zeit.
Deutsche Journalisten betrachten die Region der Techbranche mit glänzenden Kinderaugen und sehen darin auch unsere Zukunft.

Ich komm gar nicht mehr raus aus dem Kotzen. Mich widert die hohlköpfige Hipsterkultur an. Jeder oldschool Drecksspießer ist mir lieber, als diese angepaßten modeaffinen Vollidioten. Ich habe keinen Bock LSD zu nehmen, um mit meinem Chef am Strand Frisbee zu spielen. Diese Techkonzerne mögen sich noch so trumpfeindlich und modern geben, sie sind kein Deut besser als die United Fruit Company oder die IG Farben.

Zitat
Internes Schreiben
Google-Mitarbeiterinnen sehen sich nach Protesten abgestraft

Weltweit haben Google-Mitarbeiter gegen sexuelle Übergriffe am Arbeitsplatz demonstriert. Zwei Organisatorinnen der Proteste geben nun an, vom Unternehmen dafür bestraft zu werden. Google dementiert die Vorwürfe.
https://www.spiegel.de/netzwelt/web/google-mitarbeiterinnen-sehen-sich-nach-protesten-abgestraft-a-1263991.html

Kuddel

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Re: Silicon Valley Kultur
« Antwort #1 am: 15:32:00 Di. 30.Juli 2019 »
Zitat
Silicon Valley:
Make church great again!



Ausgerechnet im unfrommen Silicon Valley wollen evangelikale Christen zeigen, wie die Kirchen wachsen können. Sie bedienen sich dabei der Mittel von Start-ups.
https://www.zeit.de/2019/31/silicon-valley-evangelikale-christen-kirche-marketing

Troll

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Re: Silicon Valley Kultur
« Antwort #2 am: 18:16:09 Di. 30.Juli 2019 »
Hört sich erst mal komisch an, aber je länger der Gedanke wirkt um so besser passt es zusammen finde ich.

   
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BGS

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Re: Silicon Valley Kultur
« Antwort #3 am: 05:27:29 Mi. 31.Juli 2019 »
Go to hell, americanos.

MfG

BGS
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ManOfConstantSorrow

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Re: Silicon Valley Kultur
« Antwort #4 am: 18:45:45 Di. 29.Oktober 2019 »
Zitat
WeWork, WeLive, das heißt am Ende nur: WePay
Silicon Valley. Unternehmen, die immer höher hinaus wollen, obwohl sie nichts Brauchbares produzieren, schaden am Ende uns allen
https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/wework-welive-das-heisst-am-ende-nur-wepay
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Troll

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Re: Silicon Valley Kultur
« Antwort #5 am: 17:11:32 So. 03.November 2019 »
Kurios
Zitat
Microsoft Japan hat mal ausprobiert, wie sich 3 Tage Wochenende auswirkt. Ergebnis: 40% Produktivitätssteigerung.

Mich wundert daran nicht das Ergebnis, sondern dass das ausgerechnet eine US-Firma ausprobiert hat, und dann auch noch in Japan.

Quelle: Fefes Blog

Blasphemie!
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Kuddel

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Re: Silicon Valley Kultur
« Antwort #6 am: 17:03:02 So. 17.November 2019 »
Zitat
Wie verändern sich Kapitalismus und Städte? Das kann man gut im Silicon Valley rund um IT-Giganten wie Apple, Facebook und Google beobachten.

In dem 100 Kilometer langen Bay-Bereich befinden sich die teuersten Flecken der Welt, wo selbst Software­ingenieure im Auto wohnen und die DrecksarbeiterInnen lange Strecken in miesen öffentlichen Transportmitteln zurücklegen müssen, während die Google-Busse an ihnen vorbeiziehen. Neuerdings entdecken Tech-Unternehmen wie Twitter oder Uber den Vorteil zentrumnaher Ansiedlungen in San Francisco und heizen den Wohnungsmarkt weiter auf. Eine Entlastung durch Verdichtung wird hier ebenso egoistisch wie legal verhindert.

Vormalige Schwulenquartiere sowie Nischen für hispanische und obdachlose Menschen werden zwangsenteignet und hyperkapitalistisch umverteilt. Tech-, Finanz- und Immobilienkapitalismus arbeiten Hand in Hand; es profitieren die ernährungsbewussten, hart arbeitenden und bleichen Tech-Zuzügler. Für ihre Lebensweise werden ganze Stadtviertel diskursiv wie ganz real umgekrempelt und neu formatiert.

Ein Sechstel der Bevölkerung in der Bay Area lebt in Armut

Insofern ist es kein Zufall, dass sich an beiden Enden der Google-Buslinien Protest regt und bis in die Kantinen der nur für die Privilegierten paradiesisch ausgestatteten Tech-Anwesen zieht. Der rundum versorgende Campus für die einen bedeutet campen am Straßenrand für die anderen: „Etwa ein Sechstel der Bevölkerung in der San Francisco Bay Area lebt in Armut oder leidet an Hunger und gesundheitlichen Pro­blemen“, so der kritische Geograf ­Richard Walker.

Hier lässt sich das „Silicon Valley Paradox“ studieren, dass „ein Vollzeitjob in einer der firmeneigenen Cafeterien, wo die hoch bezahlten Angestellten der Tech-Industrie alles kostenlos bekommen, nicht mehr ausreicht, um zu Hause genügend Essen auf den Tisch zu bringen“. Das Verhältnis zwischen den Techies und dem Servicepersonal erinnert an Südstaatensklaverei: „Man rackert sich stets ab, während rund herum alles im Überfluss schwimmt. Und das war schon immer so“, so die aktivistische Stadtforscherin Ofelia Bello.

„Die Bay Area schwimmt auf einem ganzen Strom an Mehrwert, der rund um die Welt erwirtschaftet und dann von weltumspannenden Konzernen zurück in die Metropolenregion gepumpt wird“, schreibt Richard Walker. Die Tech-Kreuzschiffe aus rundum versorgter Arbeit, Wohnen und Freizeit zerspalten ihre angesteuerten urbanen Ankerplätze.

Die Armen werden lästig

Die eigentlich zum Melden von Schlaglöchern gedachte Hotline für Beschwerden über „Beeinträchtigungen der Lebensqualität“ wird zunehmend genutzt, um die Polizei gegen lästig erscheinende Menschen aufzuhetzen. Zynischerweise gibt es hierfür nun eine neue App, sodass sich die Zahl der Meldungen in den letzten Jahren verneunfacht hat und zur zunehmenden Kriminalisierung von Armut beiträgt.

„Wir leben nun aber in einer Zeit, in der einer unserer größten kulturellen Schätze – Urbanität – geplündert wird“, schreibt die Queer-Aktivistin Sarah Schulman. Der Beitrag von Rebecca Solnit geht der langen Geschichte ethnisch-rassischer Verdrängungspolitik in Mission, Castro oder South of Market nach. Beim Coworking-Space Wework sind außer beim Empfang oder der Security schwarze Personen nur als Hip-Hop-Stars oder mit Angela Davis auf der Tapete präsent.

Gegen die Tech-Industrie macht sich vermehrt Widerstand breit; sei es gegen das Amazon-HQ2 in New York, den vergleichsweise kleinen Google-Campus oder den Amazon-Tower in Berlin. Die „Protestchoreografie“ des „strömungsübergreifenden Teilbereichskampfs“ (Stefan Niedriglöhner) gegen Google kam ohne formelle Organisation aus und bildet sich im Idealfall entlang der Konfliktlinien der Globalisierung. Im Vorwort wird die globale Reichweite der Technopolis bis zu den Minen im Südkongo oder den Sweatshopfabriken in Südchina schon einmal skizziert.
https://taz.de/Sammelband-Technopolis/!5641703/

Kuddel

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Re: Silicon Valley Kultur
« Antwort #7 am: 12:27:21 Fr. 22.November 2019 »
Zitat
Dopaminfasten ist der neueste Trend aus dem Silicon Valley
Selbstoptimierung ist in Kalifornien ein großes Thema. Die Tech-Szene schluckt Pillen, meidet bestimmte Lebensmittel – oder sie verzichtet komplett auf äußere Reize.
https://www.gruenderszene.de/perspektive/dopaminfasten-trend-silicon-valley

Nicht ganz dicht.

BGS

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Re: Silicon Valley Kultur
« Antwort #8 am: 10:18:24 So. 24.November 2019 »
In der Tat wie im Garten Eden ;D

MfG

BGS
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