Autor Thema: Anträge und Erniedrigung  (Gelesen 343 mal)

Kuddel

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Anträge und Erniedrigung
« am: 20:14:11 Sa. 29.Juni 2019 »
Ich habe mich schon oft mit Leuten in die Wolle gekriegt, die Erwerbslosenberatung machen.
Sie wollen scheinbar jeden zu einem kleinen Sozialrechtsfachmann ausbilden.

Es mag ja Leute geben, die richtiggehend Spaß daran haben, sich mit Behörden herumzustreiten, Fehler im Kleingedruckten zu suchen und sich überhaupt mit Formularen gut auskennen. Ich gehöre nicht dazu und ich will mir diesen Scheiß auch nicht in meinen Kopf reinprügeln. Ich finde es alles nur krank, will es nicht in mir haben, will mit diesem Dreck gar nichts zu tun haben! Ich finde es widerlich!

Ich bin nicht der Einzige. Habe gerade einen Artikel gefunden, der besagt,
Zitat
Verschiedene Faktoren führen einer Studie des „DIW Berlin“ nach dazu, dass bei Hartz IV die „Quote der Nichtanspruchnahme“ bei zumindest 43 % liegen würde. Unglaublich, aber wahr: Der Staat spart wahrscheinlich absichtlich.
Die Quote derjenigen, die Leistungen nicht in Anspruch nehmen, soll demnach bei sogar 43 % bis 56 % liegen.
https://www.neopresse.com/gesellschaft/verarmung-staatlich-programmiert-40-und-mehr-nehmen-leistungen-nicht-in-anspruch/

Der Artikel hält das Bedingungslose Grundeinkommen für eine Lösung dieses Problems.
Ich wäre für eine Abschaffung der bürokratischen Hürden ohne Einführung des BGE, dem ich aus verschiedenen Gründen kritisch gegenüber stehe.

Onkel Tom

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Re: Anträge und Erniedrigung
« Antwort #1 am: 11:50:00 Di. 02.Juli 2019 »
Naja, wer hat schon Bock auf diesen SGB-Paragraphendschungel und diese vielzähligen
kleinen Gemeinheiten einer von oben marionettierten SB, die ALG-2-Bezieher nicht nur
Brotlos machen können..

Ich finde es angebracht, weiter Zeit für Erwerbslosenberatung zu "opfern" und Aufklärungsarbeit
bezüglich wie man was wuppen könnte genau so wichtig, damit Betroffene überhaupt in die
Lage kommen, das H4-Syndrom verstehen zu können  und auf selbständige Weise künftig
gerade die Schweinereien, die rein zur Ersparnis von Sozialausgaben dienen, zu begegnen.

In Selbstreflektion ist mir klar geworden, das mein Hintergedanke, das sich Erwerbslose für
ein gemeinamen Kampf zusammen tun, immer weniger Früchte trägt..

Doch was willst Du verändern, wenn Mensch nur noch Betroffene um sich rum hat, die für Kampf
keine Energie mehr haben und ihre Zeit für das Flaschensammeln, Tafelbesuch und Suche einer
geeigneten Schlafstelle kostbar ist ?

Du hast kein Bock darauf, nach den Spielregeln des JC zu hantieren.. Verständlich.. Doch wenn
dein Magen knurrt, Mietschulden dich nicht mehr schlafen lässt u.s.w. wirst Du auch darüber froh
sein, wenn ein "Laie der SGB-Juristerei" einen Tip für dich hat, das böse Handwerk eines SB
legen zu können.

Wie stellst Du dir das vor ? Elo-Beratung einstellen, anbei zuschauen, wie Ratsuchende von
offiziellen Beratungstellen sogar falsch beraten werden, wie z.B "Die Eingliederungsvereinbarung
musst Du unterschreiben !" und dem zerstörerichen und ausgrenzendem H4-Syndrom freien
Lauf lassen ?

Selbst wenn man dies übers Herz kriegen könnte, glaube ich nicht daran, das dadurch "Beton brennbar"
wird..

Würde es keine privat und staatlich unabhängige Elo-Beratung geben, sähe das JC-Gefilde bereits ganz
anders, ja überzogen verschärft aus.. Die kleinen aber Oho-Pokale, die durch Elo-Arbeit und deren
angegliederten Protest errungen wurden, sieht sowiso keiner und Anerkennung für dessen gibt es erst
recht nicht.

Ist nun mal so, aber besser so, bevor wir hier in einer Gesellschaft leben, wo man mit rechnen muß, das
um der nächsten Ecke ein Ausgehungerter mit einer Keule darauf lauert, den nächsten für ein Brötchien
nieder zu schlagen.. Hunger treibt in solch Zuständen.

Dem JC interessiert das die Bohne, da nicht mehr zuständig und soll Betroffener doch in den Knast gehen..

Das die Wiedereingliederung von Ausgegrenzen letzendlich viel teurer kommt, als der reguläre ALG-Bezug ?

Jo, anbei wird sogar das kleine 1x1 ignoriert..

Solange kein massiver Protest und Aktionen degen H4 angestrebt wird, bleibt vorübergehend nur durch
Beratung die Möglichkeit erhalten, das Erwerbslose weniger unter die Räder kommen..

 
Lass Dich nicht verhartzen !

Kuddel

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Re: Anträge und Erniedrigung
« Antwort #2 am: 11:29:45 Do. 04.Juli 2019 »
Will man nicht nur Einzelnen helfen, sondern das menschenverachtende Hartz IV System der Jobcenter bekämpfen, muß man erst einmal die Ausgangsbedingungen für einen Kampf kennen.

Deine Erfahrungen beschreiben die Situation recht gut:
Zitat
Doch was willst Du verändern, wenn Mensch nur noch Betroffene um sich rum hat, die für Kampf keine Energie mehr haben...

Dazu noch ein paar Worte:

1. Erwerbslose sind grundsätzlich nicht als "Erwerbslose" zu organisieren. Rentner oder Behinderte gehen als solche für ihre Rechte gemeisam auf die Straße. Erwerbslose definieren sich nicht als "Erwerbslose". Das ist für sie entweder ein vorrübergehender Zustand für sie, oder sie wollen nicht als "Erwerbslose" wahrgenommen werden, weil diese Definition nur Nachteile für sie bringt. Einen Teil der Erwerbslosen kann man organisieren als AKW- oder Ceta-Gegner, als Überwachungsgegner oder Klimaschützer, aber nicht als Erwerbslose.

2. Es ist nicht so, daß die Erwerbslosen "keine Zeit" haben, weil "ihre Zeit für das Flaschensammeln, Tafelbesuch und Suche einer geeigneten Schlafstelle kostbar ist".  Es mag unlogisch erscheinen, daß Menschen in Armut auf Geld, das ihnen zusteht, verzichten. Sie sind psychisch so angegriffen, daß solche Dinge bei ihnen einfach nicht mehr funktionieren.

Ich versuche genau das seit Ewigkeiten zu erkären, es geht eben nicht einfach um ein "wer hat schon Bock auf diesen SGB-Paragraphendschungel". Es geht um reale Ängste, die man als Außenstehender schwer nachvollziehen kann. Es gibt Leute, die keine Analphabeten sind und trotzdem diese Dinge schlichtweg nicht machen "können".

Ich halte es für wichtig, daß die BÜROKRATIE selbst bekämpft werden muß und es nicht allein darum gehen kann, das herauszuholen, was der Paragraphendschungel einem erlaubt. So wie Kürzungen, Sperren und Zwangsmaßnahmen abgeschafft gehören, so müssen die bürokratischen Hürden weg! Ein übersichtlicher und simpler Fragebogen in verständlichem Deutsch muß reichen und bei denjenigen, die aus welchen Gründen auch immer, Schwierigkeiten mit dem Formular haben, kann der Sachbearbeiter mit ein paar Fragen die Beantwortung selbst übernehmen.

Es geht nicht um das Problem ein paar einzelner "schwieriger Fälle". Ich habe obige Meldung gepostet, weil nahezu jeder Zweite seine Ansprüche nicht wahrnimmt, weil ihnen die Hürden subjektiv zu hoch sind und man lieber auf das Geld verzichtet.


P.S.: Ich krieg auch bereits bei Formularen Pickel und verstehe Behördendeutsch nicht.


Onkel Tom

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Re: Anträge und Erniedrigung
« Antwort #3 am: 11:11:48 Fr. 05.Juli 2019 »
Das sich Erwerbslose nicht als solches mehr definieren, schlimmer noch nicht aktzeptieren
wollen, war nicht immer so. Dazu haben "nachplappernde unprüfende Medien" ja ganze
Arbeit darin geleistet, den Zustand von erwerbslosigkeit in eine Ecke zu diffamieren, in
der sich am liebsten niemand entdecken lassen will. Mittlerweile wird Erwerbslosigkeit
teils schon als zu strafend oder Straftat interpretiert.

Die Wahrnehmung Außenstehender, wie Arbeitslose mit diesem Zustand zurecht kommen,
wurden mit Storys a la "Arno Dübel, der frecheste Arbeitslose" völlig verzerrt. Wenn der schon
so leben und dazu die Fresse aufreißen kann, wird das wohl allgemein so sein..

Es ist nicht nur der Bürokratismus, der Erwerbslose zerstört. Vielmehr die gesellschaftliche
Umgebung, die Erwerbslosigkeit mental nur noch mit "Arbeitsscheuen, Faule, Sozialschmarotzer"
verinnerlicht haben..

Politisch klarer Fall, das dieses Ziel von Ausgrenzung auch genau so gewollt ist. Bloß dem
gepeinigten Erwerbslosen keinerlei Emphatie zukommen lassen und was so typisch D
entspricht "Das Amt mache alles richtig"..

Fatal anbei, das ca. 97,5 % der Arbeitsuchenden über einen Kamm scheert, was sie niemals
verdient haben.

Das böse Erwachen kommt erst dann, wenn es einem Außenstehenden selbst trifft und
Erfahrungen darin sammelt, das sich BA/JC nicht mehr wie ein Amt, sondern Pokerfacemäßig
verhält und auch keinerlei Skrupel mehr vor sytematisch organisierter (Massen)Sanktionen
haben.

2006 nahm ich am Sozialkongress in HH teil, bei der ein Professor der Sozialwissenschaft
ein Vortrag halte, wo ich erst dachte, das er ein Teufel an die Wand malt.
Nach ein paar Jahren später musste ich begreifen, das der Mann recht hatte..

Töne wie "Der Sozialetat soll sich künftig selbst refinanzieren" oder "Die geburtenstarken
Jahrgänge würden unser Rentensystem zu Fall bringen" deuten doch klar darauf hin, wie es
um Soziales sowie Unterstützung "arbeitsmarktpolitisch Benachteiligter" aussehen soll..

Aber dazu ist ja mittlerweile auch klar geworden, das Vertiefungen zu dieser Entwicklung
unerwünscht sind und bei manch Verfehlung zu Strafverfolgungen führt.

Es dürfte nicht mehr all zu lange dauern, das die BA und dessen verlängerten Arm, das
JC nicht mehr als Amt vermutet wird. In einigfen Teilbereichen geht es schon ähnlich ab,
wie bei der ehemaligen Stasi.. Datensammelwut über Erwerbslose bis hin zu Privatsachen
sind jetzt schon an der Tagesordnung..

Ich rede hier jetzt nicht über Sozialdaten, wie z.B. Kosten der Unterkunft. Solch Daten dienen
ja der Berechnung von Ansprüchen für den Erwerbslosen.

Es geht um Infos zur Persönlichkeit und des Verhalten von Erwerbslosen, die von Masnahmen-
träger teils noch auf heimlicher Weise gesammelt, ausgewertet werden und das als Bundle
in der Arbeitsamtakte für mindestens 10 Jahre verewigt wird..

Allein schon dieses Selektionsgehabe, Niedermacherei, Verrammscherei von Arbeitskraft und
subtiler Einflussnahme an alles, womit Erwerbsloser (noch) in Verbindung steht, schrecken
viele ALG-2-Berechtigte vomBezug ihrer Ansprüche ab..

Unglücklich anbei, wenn sich Erwerbslose für ihre Erwerbslosigkeit schämen und die vom Staat
zubereiteten Fraß "Du bist nix wert.. Bist Du selber schuld.. Nur Arbeit stellt einen besser.. und
blabla diffamierende Töne" löffelt.

Was ist eigendlich aus den menschlichen Fähigkeiten von Erwerbslosen geworden ?
Ach ja, scheiße.. Das zählt ja nicht, da Bonze und Co. daraus weniger Profit maximieren können..

Gegen H4 sehe ich außerhalb von Erwerbslosenberatung nur noch radikale Erfordernisse, die ein
Erwerbsloser, der sich noch nicht mal selbst als Erwerbsloser aktzeptieren will, nicht mitbringen
kann oder gar wolle..

Die Selbstaktzeptanz zur Erwerbslosigkeit ist Voraussetzung, gegen H4 zu kämpfen.. Logisch, das
in den letzten Jahren nichts mehr gelaufen ist. Psychologisch betrachtet hat die Wirkung gegen
Erwerbslose kein Milligramm verfehlt..

(3x Kotzsmilie)

Aaaber.. H4 hat (noch) nicht gewonnen ! Die Sehnsucht nach Selbstbestimmung, Lebensplanung
und einem menschenwürdigem Auskommen werden größer..
Die Hoffnung stirbt zuletzt und es wird Zeit, Vereinzelung und Entsolidarisierung zu überwinden.

Amen  ;)
Lass Dich nicht verhartzen !

Kuddel

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Re: Anträge und Erniedrigung
« Antwort #4 am: 13:24:25 Fr. 05.Juli 2019 »
Onkel Tom,
ich habe das nicht gesagt, damit man aufhört Erwerbslosenarbeit zu machen, sondern ich habe mich so geäußert, damit man mal hinterfragt, wo es hakt, und wie man Erwerbslosenarbeit wirkungsvoller gestaltet.

Ich finde nichts ätzender, als dieses "weiter so, Augen zu und durch", nur weil einem nichts einfällt oder weil man nicht sehen möchte, daß man sich verrannt hat und einen ziemlich wirkungslosen Schwachsinn veranstaltet.

Wenn an einem Steg ständig Leute ins Wasser fallen, ist es idiotisch immer nur den Rettungsring hinterherzuwerfen. Man muß ein Geländer anbauen, damit die Leute nicht mehr reinfallen.

Will sagen: Erwerbslosenarbeit ohne einen politischen Kampf gegen die Erniedrigung der Erwerbslosen durch die Behörden, durch die Erwerbslosen-(Maßnahmen)Industrie und durch die Medien, ist Schwachsinn.  Es ist reine Sozialarbeit, die dem Einzelnen hilft, aber nichts an der grundsätzlichen Situation ändert. Ja, man muß dem Einzelnen helfen, den Rettungsring rauswerfen.

Wir müssen aber den Kampf gegen die beschissenen Bedingungen der Erwerbslosen (& der Arbeitenden) aufnehmen! Das ist etwas, was ich vermisse!

Warum immer nur kleine Brötchen backen und auf der Spielwiese bleiben, die man uns zur Verfügung gestellt hat? Ich träume von neuen Ansätzen, überraschenden Aktionen und aufregenden Kämpfen.

Ich bin dafür, daß wir uns neue Forderungen überlegen und neue Mitstreiter suchen und aufhören uns damit zu begnügen, kleine und wirkungslose Kreise zu ziehen.

Mich ärgert auch ein wenig deine Formulierung: "Arbeitssuchende". Da hat wohl der gesellschaftliche Druck, daß ein Mensch, der keine Arbeit hat und keine sucht, nichts wert ist. Ich ziehe mir diesen Schuh nicht an! Arbeitssuchend? Ich muß kotzen!! Ich arbeite, weil ich vor Armut und Erniedrigung flüchte, aber nicht, weil ich das will! Wer steht den freiwillig an einer Fritteuse, am Fließband, fährt Amazonpakete aus, sitzt in einem Callcenter oder füllt Supermarktregale auf?

Kuddel

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Re: Anträge und Erniedrigung
« Antwort #5 am: 13:39:03 Fr. 05.Juli 2019 »
Abgesehen davon: Im Threadtitel geht es darum, wie erniedrigend die Antragstellung selbst ist.

Bisher habe ich es nur von Inge Hannemann gehört, daß sie das Problem thematisiert hat.
Von Elo-Inis kommen nur Vorschläge, wie man die Antragstellung bewältigt, sich also dem Scheißsystem anpaßt und es einfach hinnimmt.

Ich fordere, daß man endlich diese erniedrigende Antragstellung abschafft!
Die bürokratischen Hürden müssen weg!

counselor

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Re: Anträge und Erniedrigung
« Antwort #6 am: 15:06:47 Fr. 05.Juli 2019 »
Genauer gesagt, die Bedürftigkeitsprüfung muss weg. Das erreicht man am besten mit einer Verlängerung der Bezugsdauer von ALG1 auf die ganze Zeit der Arbeitslosigkeit. Eine alte Forderung der Montagsdemonstrationen.
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Onkel Tom

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Re: Anträge und Erniedrigung
« Antwort #7 am: 16:12:53 Fr. 05.Juli 2019 »
Onkel Tom,
ich habe das nicht gesagt, damit man aufhört Erwerbslosenarbeit zu machen, sondern ich habe mich so geäußert, damit man mal hinterfragt, wo es hakt, und wie man Erwerbslosenarbeit wirkungsvoller gestaltet.
...
Vollzitat..

Ich glaube, hab dich richtig verstanden und habe den Begriff Arbeitsuchende extra in Anführungszeichen
gesetzt, da es der Amtssprache entspricht und jeden zum Abkotzen bringen kann. Diesen Schuh anziehen
würde ja einer Radikalaktzeptanz von H4 gleich kommen.. Nee, sowas will ich auch nicht.

Das Sanktionsgehabe führt dazu, das der Abgrund immer noch nicht mit einem Geländer abgesichert ist.
Inge Hanneman hat da meines Erachten mit dem Projekt Sanktionsfrei den richtigen Ansatz gebracht, um
Repressionen und damit der Gängelung von Erwerbslosen zu begegnen..

Doch sollten sich durch das Projekt Sanktionsfrei aufgefangene Betroffene dann auch Energie darin investieren,
allgemein gegen H4 zu kämpfen.. Sich anbei nur "Erste Hilfe" zu holen und dann sei alles wieder gut, kann ich
auch darüber kotzen.. Wie hoch der Multiplikationsfaktor in diesem Bereich ist, ist einstellig und überschaubar..
Egoismus trägt viel dazu bei, das derzeit gegen H4 viel "tote Hose" zu sehen ist..

Sit-In, wie es BASTA - Berlin im Jobcenter zellebriert hat ?.. Würde mir gut gefallen und erhöht deutlich die
Chance zusammen zu finden, sowie möglichem gegen das H4-Syndrom näher zu kommen..
Lass Dich nicht verhartzen !

Frauenpower

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Re: Anträge und Erniedrigung
« Antwort #8 am: 17:20:36 Do. 11.Juli 2019 »
Ich schließe mich Onkel Tom in Antwort #1 in allem was er sagt und selbstreflektiert hat an :)
Ich würde noch weiter gehen: auch Strombescheide und jeden sonstigen bürokratischen Fetzen Papier sollte wissenstechnisch ausgerechnet und von allen Ecken geprüft werden können ..

ja, dafür sollten sich Leute zusammen setzen .. aber das kenne ich auch, von kraft- und energielosen Menschen in diesem Bereich umgeben zu sein .. aber: wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat es schon .. also
 https://www.youtube.com/watch?v=aMpdHhuT-is (tolle Melodie)

In Bezug auf BGE bin ich mir nicht sicher. Gut ist natürlich, dass dann alles wegfällt .. aber .. Wissen ist aber auch Macht im positivem Sinne... ich meine, es ist wichtig, zu wissen, zu lernen, und sich aus allen Bereichen des Alltags Wissen und Infos anzueignen ..