Autor Thema: Gegenprotest! Rechte demonstrieren gegen öffentlich-rechtliche Sender  (Gelesen 165 mal)

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Dieser Tage grapschten Rechte sich die öffentlich-rechtlichen Sender wie WDR oder SWR - die Gegenproteste blieben nicht aus! "Für die Freiheit, für das Leben, Naz*s von der Straße fegen!"
Zitat
Nach Angaben des Bündnisses „Köln gegen Rechts“ gibt es einen Aufruf im Umfeld der rechtsextremen Gruppierung „Bruderschaft Deutschland“, der Identitären Bewegung nahestehenden Gruppen sowie in Kreisen der AfD. Ein Flyer der Veranstaltung kursierte in den sozialen Medien.
https://rp-online.de/nrw/staedte/koeln/koeln-rechten-demo-wegen-umweltsau-lied-vor-wdr-am-samstag_aid-48121225

Im baden-württembergischen Baden-Baden musste es auch Gegendemos geben
https://www.badisches-tagblatt.de/topthema_weitere/LINK00_20200104170209_137421841-AfD-Demo-vor-SWR-Lautstarke-Konfrontation.html
Zitat
Baden-Baden (red) - Laut und teils hitzig ist es am Samstagnachmittag auf dem kalten Fremersberg in Baden-Baden zugegangen. Dort hatte der AfD-Landtagsabgeordnete Stefan Räpple zu einer Demonstration vor dem SWR-Gebäude aufgerufen. Gekommen sind nicht nur seine Anhänger, sondern auch viele Gegendemonstranten.

gegen GEZ  war es gerichtet:
Zitat
Baden-Baden (red) - Bei der Stadtverwaltung Baden-Baden sind für Samstag, 4. Januar, von 13 bis 17 Uhr Versammlungen sowohl in der Innenstadt als auch beim SWR angemeldet. Das teilte die Stadt am Freitagmorgen mit. Die AfD will vor dem SWR gegen den gebührenfinanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunk demonstrieren, ein Bündnis hat zu einer Gegendemonstration aufgerufen.
https://www.badisches-tagblatt.de/topthema_weitere/LINK00_20200103135900_137421298-AfD-Demo-vor-dem-SWR-Behinderungen.html


RoterProlet

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Re: Gegenprotest! Rechte demonstrieren gegen öffentlich-rechtliche Sender
« Antwort #1 am: 13:46:17 Di. 07.Januar 2020 »
Zitat
Nach Kundgebung beim WDR — Messerattacke von rechtem Demoteilnehmer

Erklärung von „Köln gegen Rechts“ und „K2 – Interventionistische Linke“


6. Januar 2020

Im direkten Nachgang der rechten Demonstration am 04. Januar 2020, zu der u. a. Theo Gottschalk vom Flügel der Alternative für Deutschland (AfD) aufgerufen hatte, kam es von Seiten eines Demonstrationsteilnehmers, der wenige Minuten zuvor noch an der rechten Kundgebung vor dem WDR–Gebäude teilgenommen hatte, zu einer Messer-Attacke. Gegen 16:00 Uhr zückte der Mann am Excelsior Hotel auf der Trankgasse in unmittelbarer Nähe zum Kölner Dom ein Messer.

Während die Kölner Polizei über den Vorfall als „Auseinandersetzung zwischen links- und rechtsorientierten Versammlungsteilnehmern“ berichtet, belegen Fotos, die uns zugänglich gemacht wurden, eindeutig, dass die Messer-Attacke von einer Person ausging, die dem rechten Spektrum zuzuordnen ist. Der Täter trägt zudem Bandagen an den Händen. Er hat sich also bewusst auf eine Auseinandersetzung vorbereitet. Die Bilder zeigen, dass die Person nur wenige Minuten zuvor an der Demonstration teilgenommen hatte, auf der extrem rechte Gruppen gegen den „Umweltsau“-Satiresong des WDR protestierten. Die Polizei Köln hält scheinbar bewusst Wissen über den Täter zurück. Damit wird nicht nur die Gefahr, die von der extremen Rechten ausgeht geleugnet. So werden bewusst antifaschistische Proteste delegitimiert. In der Kölner Lokalpresse wird die Formulierung der Polizei übernommen, so dass die breite Öffentlichkeit im Unklaren darüber gelassen wird, wer für die Messer-Attacke verantwortlich ist.

Lina Müller von „K2 – Interventionistische Linke“, Teil von „Köln gegen Rechts“:


„Die Kriminalisierung von antifaschistischem Gegenprotest und die Hofierung von extrem rechten Kundgebungen hat in Köln mittlerweile Tradition. Die eindeutig rechte Messerattacke in den Kontext einer Rechts-Links–Konfrontation zu setzen und die politische Herkunft des Täters zu verschweigen, zeigt, dass die Polizei Köln ein eindeutiger politischer Akteur ist. Immer wieder wurden in Köln Gegenproteste rechtswidrig gekesselt und extrem rechten Gruppierungen freies Spiel gelassen. In diesem Kontext sollten die rassistisch motivierten Ermittlungen nach dem Bombenanschlag in der Kölner Keupstr. nicht unerwähnt bleiben.„

Nur 60 rechte Kundgebungsteilnehmerinnen schafften es vorgestern auf den Kundgebungsplatz auf dem Appellhofplatz. Der Ansammlung aus AfD-Anhängerinnen, Verschwörungstheoretikerinnen, Antisemitinnen und Rassistinnen stellten sich etwa 2.000 Gegendemonstrantinnen entgegen. Während den Rechten zuvor von Seiten der Kölner Polizei eine spontane Kundgebung auf der Domplatte in unmittelbarer Nähe zur angemeldeten Veranstaltung von „Köln gegen Rechts“ erlaubt wurde, konnte eine weitere genehmigte Kundgebung von „Köln gegen Rechts“ nicht auf dem Appellhofplatz stattfinden, weil dies von der Polizei unterbunden wurde. Gegendemonstrant*innen mussten deshalb auf die enge Kupfergasse ausweichen, wohin die Veranstaltung von „Köln gegen Rechts“ verlegt wurde. Eine vom „Rheinischen Antifaschistischen Bündnis gegen Antisemitismus“ angemeldete Kundgebung an gleicher Stelle musste deswegen leider entfallen.

Dies ist unserer Ansicht nach nicht nur einsatztaktisch begründet, sondern hat auch politische Hintergründe. Die kritische Polizeiforschung legt nahe, dass autoritäre und rassistische Einstellungen in der Polizei weit verbreitet sind. Das zeigte sich auch beim Einsatz am Samstag in Köln: Schon durch das Zeigen eines rechtskonservativen Magazins mit dem Titelthema „Kuschelfunk – ARD und ZDF auf Regierungskurs“ hinter der Windschutzscheibe eines Mannschaftswagens der Polizei solidarisierte sich diese sichtbar mit den Inhalten der rechten Kundgebung und machten so deutlich, wo sie politisch zu verorten sind.

Die vorgestrigen Vorfälle in Köln zeigen deutlich, dass die Kölner Polizei die rechten Kundgebungen hofierte, den Gegenprotest, der von einer breiten Masse getragen wurde hingegen behinderte bzw. teils sogar unterband. Der Vorfall am Excelsior Hotel veranschaulicht noch einmal, welche Gefahr von dieser Art rechter Demonstrationen und dessen Teilnehmerinnen ausgehen kann und wie wichtig antifaschistischer Gegenprotest ist. In Zeiten, in denen die AfD den Bundestag für rassistische Reden über „Burkas, Kopftuchmädchen und alimentierte Messermänner“ nutzt, zeigt der Vorfall am Samstag in Köln, dass die Gefahr tatsächlich von Rechts ausgeht. Klaus Lober vom Bündnis „Köln gegen Rechts“ erklärt dazu:


„Im direkten Anschluss an eine Kundgebung, an der auch Personen des Flügels der AfD teilgenommen haben, setzte ein rechter Demonstrant die rassistische Hetze gegen Andersdenkende in die Tat um und zückte ein Messer. Dadurch wurde in Kauf genommen, dass Personen lebensgefährlich verletzt werden. Trotz einer geringen Anzahl von nur etwa 60 rechten Demonstrationsteilnehmerinnen gelang es der Kölner Polizei nicht, die Rechten zu kontrollieren und die Waffe, die bei einer Versammlung nicht mitgeführt werden darf, zu finden.“

Im Rückblick auf das Geschehen am Samstag in Köln kündigte eine rechte Gruppierung an, die auf dem Appellhofplatz anwesend war, in Zukunft „robustere Methoden“ gegen Gegendemonstrant*innen anwenden zu wollen. Wir fragen uns, auf welche Waffen die Rechten und Neonazis in Zukunft bei Demonstrationen in Köln zurückgreifen wollen, wenn kurz nach einer Messer-Attacke bereits der Ruf nach drastischeren Methoden laut werden. Außerdem fragen wir uns, wie lange die Kölner Polizei bei dieser Radikalisierung der Rechten noch tatenlos zusehen will.





Fotos vom 4. Januar 2020 in Köln anlässlich der Demonstration von Köln gegen Rechts gegen mehrere rechte Veranstaltungen in der Kölner Innenstadt.
„Einen Finger kann man brechen, aber fünf Finger sind eine Faust!“
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Re: Gegenprotest! Rechte demonstrieren gegen öffentlich-rechtliche Sender
« Antwort #2 am: 14:15:08 Di. 07.Januar 2020 »
Danke Roter Prolet für Link und Fotos. Wie reagierte denn die Polizei auf den Mann mit Messer in der Hand? Neurdings schießen die doch neurdings gleich auf Leute, die ein Messer in der Hand halten, Medienberichten zufolge, ich hoffe, das ändert sich wieder:
https://www.focus.de/panorama/welt/naeherte-sich-mit-messer-in-der-hand-polizist-erschiesst-mann-in-gelsenkirchen_id_11520589.html

https://www.mannheim24.de/mannheim/mannheim-polizei-erschiesst-mann-44-obduktionsergebnis-vorerst-geheim-13335641.html

Ich habe mir jetzt mal das Lied angehört. Das bekannte Lied ist halt einfach umgeschrieben worden, im alten Lied (alt, da stehen die Rechten doch drauf  :-\ :-\) kommt halt ne Oma in dem Lied vor. Insgesamt fällt das ganze für mich unter Kunstfreiheit. Satire ist Teil von Kunst oder Pressefreiheit meine ich https://de.wikipedia.org/wiki/Kunstfreiheit.
Hier wird vom WDR was gesagt:
https://www.bing.com/videos/search?q=umweltsau+satire+song+&ru=%2fvideos%2fsearch%3fq%3dumweltsau%2520satire%2520song%2520%26qs%3dn%26form%3dQBVDMH%26sp%3d-1%26pq%3dumweltsau%2520satire%2520song%2520%26sc%3d0-22%26sk%3d%26cvid%3d1F1D0FE91C334A0A810242F6B5F854FB&view=detail&mid=AEB071122F0D6FAFE207AEB071122F0D6FAFE207&rvsmid=F886ADD32F07D8970511F886ADD32F07D8970511&FORM=VDQVAP
Der Sprecher meint, dann lasse man doch Satire lieber gleich, wenn die Gefühle dann so hochkochen. Ja, kapiert der denn nicht, dass sowas lediglich von Rechten instrumentalisiert wird?
Klar, das Wort "Umweltsau" hört sich nicht schön an, das Lied ist aber umgetextet auf das aktuelle Umwelttext.

Sollen sich lieber drüber aufregen, dass die NPD mit dem Oma-Bild auf ihren Plakaten immer noch Wahlkampf machen darf.

RoterProlet

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Re: Gegenprotest! Rechte demonstrieren gegen öffentlich-rechtliche Sender
« Antwort #3 am: 14:41:58 Di. 07.Januar 2020 »
Danke Roter Prolet für Link und Fotos. Wie reagierte denn die Polizei auf den Mann mit Messer in der Hand? Neurdings schießen die doch neurdings gleich auf Leute, die ein Messer in der Hand halten, Medienberichten zufolge, ich hoffe, das ändert sich wieder:
https://www.focus.de/panorama/welt/naeherte-sich-mit-messer-in-der-hand-polizist-erschiesst-mann-in-gelsenkirchen_id_11520589.html

Habe das hier zu Köln und der Polizei gefunden:
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/12415/4483626

Zitat
POL-K: 200104-1-K Mehrere Versammlungen in der Innenstadt - Polizei verhindert Ausschreitungen
Mit Kräften der Bereitschaftspolizei hat die Polizei Köln am Samstag (4. Januar) unfriedliche Auseinandersetzungen im Rahmen von Versammlungen in der Kölner Innenstadt unterbunden. Polizisten erteilten acht Platzverweise wegen Verstößen gegen das Vermummungsverbot sowie wegen andauernder Beleidigungen. In 20 Fällen leiteten die Beamten Ermittlungen unter anderem zu Körperverletzungen, Sachbeschädigungen, Widerstands gegen Polizeibeamte, Verstoßes gegen das Waffengesetz und Diebstahls ein. Einen Mann (48) nahmen Polizisten in Gewahrsam, als er am Nachmittag versuchte, Menschen anzugreifen, die zur der Kundgebung am Appellhofplatz gehen wollten. Bei ihm fanden die Polizisten ein Messer sowie einen Presseausweis. Hierzu dauern die Ermittlungen an. Vier Versammlungsteilnehmer erlitten leichte Verletzungen. Ein Streifenwagen wurde beschädigt.

Am Vormittag hatten sich Teilnehmer einer Versammlung der AfD-Kreisgruppe Köln am Wallraffplatz sowie Teilnehmer von Gegenkundgebungen mehrerer Aktionsbündnisse, unter anderem Köln gegen Rechts, vor dem Dom versammelt. Auch nach dem Versuch, Teilnehmer einer für den Nachmittag angemeldeten Versammlung einer Privatperson aus dem politisch rechten Spektrum daran zu hindern zum Appellhofplatz zu gehen, schwelten die Konflikte weiter. Gegen 15.45 Uhr beendeten die Versammlungsleiter die Kundgebungen. Kurz danach kam es vor einem Hotel in der Trankgasse zu einer weiteren Auseinandersetzung zwischen links- und rechtsorientierten Versammlungsteilnehmern. Polizisten schritten ein, stellten ein Messer sicher und leiten ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung ein. (ph)
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Re: Gegenprotest! Rechte demonstrieren gegen öffentlich-rechtliche Sender
« Antwort #4 am: 16:59:32 Di. 07.Januar 2020 »
Danke Roter Planet! oh man, der Messer - Mann, warum muss er es als nötig ansehen sich so zu verhalten ..  :'(

hier was zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk allgemein in der letzten Clara:
https://clara.linksfraktion.de/2019/12/zukunftsfest-und-sozial-gerecht/


tleary

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Re: Gegenprotest! Rechte demonstrieren gegen öffentlich-rechtliche Sender
« Antwort #5 am: 22:03:24 Di. 07.Januar 2020 »
Na, wenn die öffentlich-rechtlichen Staatsrundfunksender mit ihrer Zerstreuungs-, Verschweigungs- und Propagandastrategie einmal kräftig eingedampft werden würden, hätten wohl viele Linke auch nichts dagegen.
»Wir wissen, so wie es ist, kann es nicht weiter gehen. Aber es geht weiter.«
(Autor unbekannt)

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Re: Gegenprotest! Rechte demonstrieren gegen öffentlich-rechtliche Sender
« Antwort #6 am: 16:04:00 Di. 14.Januar 2020 »
@ theary: ok. Ich selbst kann es nicht so intensiv betrachten. Ich achte aber auch darauf, mir selbst einen Reim zu machen oder versuche, mit anderen ins Gespräch zu kommen. Ich kaue Vorgekautes nochmal nach.
Journalist_innen verdienen ihr Brot auch mit dem Verkauf ihrer Arbeitskraft. Und ich selbst könnte auch nicht international vor Ort sein, wie es Presseleute beruflich tun.

Während einige Medien von "Chaaoten" berichten, sagen andere Formate schlicht "DemonstrantInnen" - muss man halt sehen. Man kann den Fernseher ja auch auslassen, wer der Meinung ist, dass passt nicht.

Und weil das mit dem Steigbügelhalter hier in einem Thread geschrieben worden ist, der die Medien für die Afd gewesen sein soll. Also, ich bin der Meinung, wenn der hingehalten wird, muss man ja nicht aufsteigen, oder? Die Gefahr, geblendet und verar*t zu werden besteht doch überall, dann braucht es auch wieder Leute, die darauf aufmerksam machen.

Bei der Baden-Badener Demo waren Die Linke und verdi auch vor Ort oder riefen zur Teilnahme an der Demo auf.
https://die-linke-karlsruhe.de/demonstration-gegen-die-afd-kundgebung-vor-dem-fernsehgebaeude-in-baden-baden-04-01-2020-1330-1530-uhr/

https://rundfunk.verdi.de/ueber-uns/nachrichten/++co++915ee960-3090-11ea-81d9-001a4a160111
Zitat
Der AfD-Landtagsabgeordnete Stefan Räpple hatte zur Demonstration gegen den SWR gerufen. Rund 50 Rechtsextreme nahmen daran in Baden-Baden teil. Die Gegenkundgebung eines breiten Bündnisses von ver.di, DGB, Linkspartei, DJV, SPD und Grünen mobiliserte dagegen rund 500 Menschen, die sich für unabhängige Medien, den Schutz der SWR-Mitarbeiter vor Bedrohungen durch Rechtsextreme und eine ausreichende Beitragsfinanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks aussprachen.

Das hatte sich der AfD-Landtagsabgeordnete Stefan Räpple fein ausgedacht. Mitten in der Jahreswechsel-Feiertagszeit rief er zur Demonstration gegen den SWR und die "GEZ-Zwangsgebühren" nach Baden-Baden

Gegen die Presse zu sein, ist der Rechten ihr Ding und da distanziere ich mich allein schon deshalb  davon. Inwieweit man die rechte Demo ernst nehmen kann weiß ich nicht, denn es wurde gegen GEZ demonstriert, aber inzwischen (seit 2013)heißt das ja ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice https://de.wikipedia.org/wiki/ARD_ZDF_Deutschlandradio_Beitragsservice ^^

ich finde einen öffentlich finanzierten Rundfunk in Ordnung. Sonst hießen manche Produktionen vielleicht Meuten Communications oder sowas (ähnlich Berlusconi). In Österreich gibt es die Probleme von rechts auch gegen den ORF. Ich könnte mir vorstellen, dass von rechts da schlichtweg System dahintersteckt gegen die Presse zu sein. Denn schließlich könnte man auch einfach Leser_innenbriefe schreiben, wenn einem was nicht passt oder einen offenen Brief wegen des umgetexteten Kinderliedes schreiben. Das ursprüngliche Lied von der Oma die im Hühnerstall Motorrad fährt finde ich persönlich jetzt auch nicht so unbedingt pädagogisch wertvoll und es könnte auch mal der Oppa genannt werden - aber die Kinder finden dieses Lied in einem bestimmten Alter glaube ich immer noch lustig.

Zufallsfund gerade von verdi im November 2019, da wurde gegen den NDR in Hannover demonstriert:
Zitat
Für die Pressefreiheit und gegen Nazis
lautet die Forderung von verdi
https://mmm.verdi.de/beruf/fuer-die-pressefreiheit-und-gegen-nazis-62695

Ich finde, dass die Medien schon offen und frei berichten. Man muss vielleicht eher mal Dokus anschauen. In der 5 Minuten Tagesschau kann man das auch nicht alles so detailliert schreiben.

Wer sich nicht sicher ist, lässt den Fernseher / das Radio halt aus und liest .. Junge Welt im Jahresabo bei täglicher Belieferung Montag bis Samstag :D oder was es da noch alles gibt.
Vor längerer Zeit stieß ich mal auf die "Straßen aus Zucker". Kennt das jemand? Es lag mal irgendwo aus, fand ich ganz interessant, gut, dass ich den Titel noch nicht vergessen habe.
https://strassenauszucker.tk/


Kuddel

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Re: Gegenprotest! Rechte demonstrieren gegen öffentlich-rechtliche Sender
« Antwort #7 am: 19:25:18 Di. 14.Januar 2020 »
Vor längerer Zeit stieß ich mal auf die "Straßen aus Zucker". Kennt das jemand? Es lag mal irgendwo aus, fand ich ganz interessant, gut, dass ich den Titel noch nicht vergessen habe.
https://strassenauszucker.tk/

Falls dich meine Meinung interessiert:
Antideutscher* Quatsch. Zeitverschwendung.

* http://forum.chefduzen.de/index.php?topic=6940.0

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Re: Gegenprotest! Rechte demonstrieren gegen öffentlich-rechtliche Sender
« Antwort #8 am: 15:35:27 Mi. 22.Januar 2020 »
@Kuddel: klar ist mir deine Meinung wichtig!! Dann werde ich die Texte daraufhin nochmal analysieren.

apropos Journalistinnen - es gibt ja noch die Reporter_innen ohne Grenzen!
https://www.reporter-ohne-grenzen.de/