Autor Thema: Nochmal : Bundeswehr im Inneren  (Gelesen 20828 mal)

Alfred E. Neumann

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Nochmal : Bundeswehr im Inneren
« am: 15:33:17 So. 23.Oktober 2005 »
Zitat
Berlin - Nach seinem gescheiterten Vorstoß für eine allgemeine Dienstpflicht hat sich der designierte Verteidigungsminister Franz Josef Jung nun mit der Forderung nach einem Bundeswehreinsatz im Inneren ins Gespräch gebracht. Das Thema dürfe nicht zum Tabu erklärt werden, sagte Jung der „Leipziger Volkszeitung”. Die Union fordert seit langem einen solchen Einsatz zur Terrorbekämpfung, die SPD lehnt ihn ab.

http://rhein-zeitung.de/tickstart.html?/a/ticker/t/rzo191838.html


Wahrscheinlich zur Bekämpfung der Terror-Arbeitslosen die schwerbewaffnet durch die Straßen laufen und "erst Hartz 4 dann C4" skandieren.
"Use the source, Luke !"

Carsten König

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Nochmal : Bundeswehr im Inneren
« Antwort #1 am: 15:51:27 So. 23.Oktober 2005 »
Na, da hast sich die Bourgeoisie eine proletarische Einsicht zu eigen gemacht: Der Feind steht im Inneren des eigenen Landes. Es zeigt aber indirekt, wie sehr die Herrschenden meinen zittern zu müssen. Eine realistische Sicht vieler Volkserhebungen zeigt aber: Schutz schützt nicht, Paris 1789 Bastille oder Leipzig 1989...

ManOfConstantSorrow

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Nochmal : Bundeswehr im Inneren
« Antwort #2 am: 11:38:56 Mi. 26.Oktober 2005 »
Brandenburgs Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) fordert eine "enge Verzahnung von Polizei und Bundeswehr" über ein Konzept der "integrierten Gesamtverteidigung". Die Trennung zwischen innerer und äußerer Sicherheit sei "nicht mehr zeitgemäß". Außerdem müsse der bisher getrennte Zivil- und Katastrophenschutz zusammengeführt werden. Mit dieser Forderung geht Schönbohm, Ex-General der Bundeswehr, über die bisher öffentlich geäußerten Forderungen seiner eigenen Partei zum Einsatz der Bundeswehr im Innern hinaus.
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Carsten König

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Nochmal : Bundeswehr im Inneren
« Antwort #3 am: 13:12:12 Mi. 26.Oktober 2005 »
@ManOfConstantSorrow: Der Schönbohm scheint in der CDU ziemlich isoliert zu sein. Dieser Mensch ist sehr schwer einzuordnen...

ManOfConstantSorrow

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Nochmal : Bundeswehr im Inneren
« Antwort #4 am: 17:50:32 Mi. 26.Oktober 2005 »
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Kuddel

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Nochmal : Bundeswehr im Inneren
« Antwort #5 am: 02:59:37 Do. 27.Oktober 2005 »

ManOfConstantSorrow

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Nochmal : Bundeswehr im Inneren
« Antwort #6 am: 14:25:56 Mo. 02.Juli 2007 »
Merkel fordert Soldaten an

Die versuchten Terroranschläge in London und Glasgow haben in Deutschland eine alte Debatte neu entfacht: den Einsatz der Bundeswehr im Inneren. Kanzlerin Merkel stellte sich jetzt deutlich hinter die Forderung ihres Innenministers, Soldaten auch zur Terrorabwehr heranzuziehen. Die alte Trennung von innerer und äußerer Sicherheit sei „von gestern“.

http://www.handelsblatt.com/news/Politik/Deutschland/_pv/_p/200050/_t/ft/_b/1288458/default.aspx/merkel-fordert-soldaten-an.html
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Lichtkämpfer

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Nochmal : Bundeswehr im Inneren
« Antwort #7 am: 17:18:50 Mo. 02.Juli 2007 »
Klar doch auch Demonstrierende Erwerbslose; kommunisten und Systemgegner sind gefährliche Terroristen. Demnächst werden auch Wehrsportgruppen eingesetzt.

Die brauchen ja auch Steuergelder  :D
Als Erwerbsloser kannst du in diesem Staat nur ein Dissident sein.

Dumbledor

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Nochmal : Bundeswehr im Inneren
« Antwort #8 am: 17:46:10 Mo. 02.Juli 2007 »
Die Herrschaften erwarten einen Volksaufstand, wir bewegen uns immer mehr  in eine Diktatur des Kapitals. Das Kapital ist so Klever das es im Verborgenen Arbeitet, und sich seine Helfer und Helfers Helfer bedinet eben unsere gewählte Regierung.

Schrubberbude

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Nochmal : Bundeswehr im Inneren
« Antwort #9 am: 00:09:27 Di. 03.Juli 2007 »
Die "Diktatur des Kapitals" ist doch schon lange gegeben. Nur merken
es nun immer mehr Bürger. Aus diesem Grunde muß schnellstens
Vorsorge betrieben werden: Bespitzelung, manipulierbare
Wahlcomputer, Bundeswehr im Inneren. Vielleicht sogar auch einige
"Ausrutscher in Badewannen", "fallschirmlose Fallschirmsprünge" oder
ähnliche unvermutete und unverhoffte Ableben ...

Grüße aus der Schrubberbude
Regiert, überwacht und ausgebeutet vom legalisierten organisierten Verbrechen.

Atheist

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Nochmal : Bundeswehr im Inneren
« Antwort #10 am: 00:34:37 Di. 03.Juli 2007 »
"alte Trennung von innerer und äußerer Sicherheit sei „von gestern“."

Wie das Soziale :-t
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-- Albert Einstein --

Pinnswin

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Nochmal : Bundeswehr im Inneren
« Antwort #11 am: 11:18:00 Di. 03.Juli 2007 »
Zitat
Merkel fordert Soldaten an
Endlich zeigt Fr. Merkel Flagge, das ewige rum eiern hat ein Ende, auch sie läßt antreten und als Datenschnüffel Hündchen stramm an Schäubles Schulter unterwegs.

http://blog.kairaven.de/archives/952-Abgeordnete-wollen-mehr-zu-PSIS-und-dem-Bundestrojaner-wissen.html
Das Ende Der Welt brach Anno Domini 1420 doch nicht herein.
Obwohl vieles darauf hin deutete, das es kaeme... A. Sapkowski

aian19

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Nochmal : Bundeswehr im Inneren
« Antwort #12 am: 22:02:03 Di. 03.Juli 2007 »
Natürlich braucht sie jetzt auch noch BW im Inneren...da sie jetzt ja ihre EU-Bestrebungen weitestgehend in trockenen Tüchern hat, worin der (auch) tödliche Schießbefehl quasi legalisiert wird (Bei Volksaufständen etc.....ein Schelm, der die G8-Demobewegung als solche klassifizieren würde...)
"Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren"

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Mene mene tekel upharsin

regenwurm

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Nochmal : Bundeswehr im Inneren
« Antwort #13 am: 07:45:35 Mi. 04.Juli 2007 »
Nun zeigt Frau Merkel der ganzen BRD, dass Diktatur ihr Verständnis von Freiheit ist.

Aber selbst ohne Bundeswehr im Innern ist die Niederschlagung zukünftigen Bürgerprotestes das Topthema. Widerstand gegen staatliche Übergriffe soll im Keime erstickt werden. Das Handelsblatt bildete die journalistische Vorhut, “Mit Hitze und Schall gegen Chaoten” zeigt die effektivsten Maßnahmen zur Polizeibewaffnung auf.

“Gegen die Gewalttäter während des G8-Gipfeltreffens in Heiligendamm ging die Polizei vor allem mit Schlagstock und Reizgas vor. Die Steine werfenden und mit Leuchtmunition um sich schießenden Chaoten beeindruckten die Mittel wenig, weshalb prompt die Forderung aufkam, die Polizei mit effektiveren, nicht-tödlichen Waffen auszurüsten, Gummigeschosse und Elektroschocker zum Beispiel. Sie dürfen nach gegenwärtiger Rechtslage allerdings in vielen Bundesländern nicht eingesetzt werden. Als letztes Mittel in einem Notfall bleibt dem Polizisten nur der Griff zur Schusswaffe.”

So zum Beispiel den Akustikkanonen, sie wurden von von der US-Armee in Nahen Osten “erfolgreich” getestet. Der Höllenlärm löst Schmerzen, Durchfall und Erbrechen aus. Lebenslange Hörschäden sind keine Seltenheit.

Auch die deutsche Industrie möchte an der Niederschlagung des Bürgerprotestes verdienen, der Rüstungskonzern Rheinmetall sieht eine Chance, Deutschlands Polizei flächendeckend mit Mikrowellenkanonen einzudecken. Diese Waffen erhitzen und verbrennen die Haut mit gebündelter elektromagnetischer Strahlung. Schlimmstenfalls werden die Demonstranten wie Hähnchen in der Mikrowelle gekocht, nämlich immer dann, wenn ihnen der Fluchtweg abgeschnitten wird und der Strahl dauerhaft auf ihre Haut einwirkt.

Der Staatsterror ist in vollem Gange, davor heute die Augen zu verschliessen und zu schweigen, hätte möglichenfalls eine lange Epoche schlimmster Unterdrückung - auch durch das eigene Militär - zur Folge. Wehret den Anfängen kann man nicht mehr fordern, es ist zu spät. Aber die weitere Aufrüstung nach innen, der zunehmende Abbau letzter demokratischer Rechte muss gestoppt werden: Jetzt!

Quelle:
Das System macht keine Fehler, es ist der Fehler.

Wilddieb Stuelpner

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Nochmal : Bundeswehr im Inneren
« Antwort #14 am: 08:32:35 Mi. 04.Juli 2007 »
Frau Merkel erinnert mich an den Kartätschenprinz Wilhelm I.

Sie will wohl liebend gerne seine Rolle in der deutschen Geschichte wieder einnehmen und mit Kanonen auf ein demonstrierendes Volk schießen, sofern es eines Tages geschlossenen demonstriert.

Es werden klammheimlich unter dem Deckmantel der internationalen Terroristenbekämpfung dieselben Schutzvorkehrungen getroffen wie es die SED-Regierung und das MfS in Vorwendetagen 1989 trafen:

- Eingriff in die AN-, Bürger- und Menschenrechte,
- Bespitzelungen der Szene,
- Beschnüffelungen,
- Rädelsführer für mögliche Unruhen vor wichtigen gesellschaftlichen Terminen internieren,
- Videoüberwachung von öffentlichen Einrichtungen, Plätzen und Straßen,
- Eindringen in das Wohnumfeld von politisch ernstzunehmenden Unruhestiftern, die über Organisationspoential verfügen, Demonstrationen die nötige Massenbasis zu verschaffen mit und ohne Richterbeschluß.

- Anwendung staatlicher Gewalt mit allen Mitteln mit kriegerischen Mitteln

Ziel: Beibehaltung des Ausbeuterstaats und seiner Macht- und Gewaltstrukturen um jeden Preis

"... Der Befürworter einer konservativ-preußischen Politik erhielt wegen seiner Rolle bei der Niederschlagung der Revolution von 1848 den Beinamen Kartätschenprinz. ..."

"... Im März 1848 setzte sich Prinz Wilhelm unter dem Druck der Ereignisse der Märzrevolution zwar für die Bewilligung einer konstitutionellen Verfassung ein, wollte aber dennoch die Barrikadenrevolution vom 18. März 1848 in Berlin mit militärischer Gewalt niederschlagen lassen. Er plädierte dafür, das Militär aus der Stadt abzuziehen und diese von außen mit Kanonen (Kartätschen) sturmreif zu schießen. Deswegen wurde er „Kartätschenprinz“ genannt. Nach den Forschungen von Rüdiger Hachtmann von 1997 blieb dem preußischen Militär am 19. März angesichts der heftigen Barrikadenkämpfe nur der Weg des Rückzugs, wollte es unter dem zermürbenden Straßenkampf nicht nach und nach aufgerieben, politisiert oder nervlich zerrüttet werden. Prinz Wilhelm war wegen seines Plädoyers für eine militärische Lösung bei den Anhängern der Revolution derart verhasst, dass er vom klug taktierenden König den Befehl erhielt, umgehend nach London zu reisen. Am 20. März wurde das Berliner Palais des Prinzen durch einen einfachen Mann vor Brandstiftung und Zerstörung gerettet, der auf die Wand die Worte „National-Eigentum“ schrieb.

Der Prinz floh aus Berlin und reiste nun unter dem Pseudonym Lehmann am 21. März nach London, wo er mit dem Prinzen Albert, Robert Peel, John Russell, Henry John Palmerston und anderen Staatsmännern verkehrte und seine politischen Anschauungen klärte. An den deutschen Einheitsbestrebungen nahm er lebhaften Anteil.

Die Berliner sangen derweil Spottlieder auf ihn:

Schlächtermeister Prinz von Preußen
komm doch, komm doch nach Berlin!
Wir wollen Dich mit Steinen schmeißen
und die Barrikaden ziehn. ..."

"... Am 8. Juni 1849 wurde Wilhelm zum Kommandierenden der „Operationsarmee in Baden und in der Pfalz“ ernannt. Nachdem er bei Ingelheim einem Attentat glücklich entgangen war, unterwarf er in wenigen Wochen die Truppen der Aufständischen in der Pfalz und in Baden (vergleiche Badische Revolution). Mit der Einnahme Rastatts, der letzten Bastion der Revolutionäre, durch Truppen unter seiner Führung, wurde zugleich auch die Märzrevolution in Deutschland endgültig niedergeschlagen. Am 19. August zog er zusammen mit dem Großherzog von Baden feierlich in Karlsruhe ein.

Am 12. Oktober zog er an der Spitze von Truppen, die in Baden gekämpft hatten, in Berlin ein, wurde zum Militärgouverneur am Rhein und in Westfalen ernannt und nahm seinen Wohnsitz in Koblenz; 1854 wurde er zugleich Generaloberst der Infanterie mit dem Rang eines Feldmarschalls und Gouverneurs der Festung Mainz. ..."

Stellen zitiert aus: [URL]http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_I._[/url](Deutsches_Reich)