Autor Thema: Flieger, die nicht fliegen  (Gelesen 72411 mal)

ManOfConstantSorrow

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Flieger, die nicht fliegen
« am: 18:01:14 Di. 24.Januar 2006 »
Neben einem Dauerstreik bei der finanziell seit Jahren angeschlagenen Alitalia riefen gestern auch die Piloten der skandinavischen SAS in Dänemark einen wilden Arbeitskampf aus, der schon allein am Drehkreuz Kopenhagen zu mehr als 150 Flugausfällen führte. In Norwegen gab es Solidaritätsaktionen: Rund 50 Piloten der Tochter SAS Braathens meldeten sich krank. Die Aktie der von Dänemark, Norwegen und Schweden betriebenen Fluggesellschaft quittierte die Ausfälle mit einem Minus von fünf Prozent. Alitalia-Aktien verloren zwischenzeitlich mehr als sieben Prozent an Wert.

Die Belegschaften protestieren mit ihren Streiks gegen die Sanierungspläne ihrer Vorstände: Um die Kosten der staatlich geprägten Fluglinien deutlich zu senken und dem Niveau der erfolgreichen Billigkonkurrenz anzugleichen, stehen derzeit quer durch Europa Vertragsänderungen und Personalkürzungen auf dem Plan. Auch die Pilotengewerkschaft der Lufthansa, Vereinigung Cockpit, hat die Tarifverhandlungen Ende 2005 für gescheitert erklärt.
Das Konfliktpotenzial in Italien und Skandinavien ist ungleich größer

 :D "Arbeitskampf nimmt verheerende Züge an"  :D
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besorgter bürger

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Flieger, die nicht fliegen
« Antwort #1 am: 11:03:47 Mi. 25.Januar 2006 »
Zitat
Rom - Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi überlegt den Einsatz des Militärs, um die wilden Streiks bei der Fluggesellschaft Alitalia zu beenden. "Wir könnten diesen Punkt erreichen. Aber wir werden versuchen, es zu vermeiden, weil wir wissen, dass es zu Tragödien kommen kann", sagte Berlusconi,

http://derstandard.at/?url=/?id=2316983
Viele Menschen würden eher sterben als denken. Und in der Tat: Sie tun es.

ManOfConstantSorrow

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Flieger, die nicht fliegen
« Antwort #2 am: 18:43:20 Mi. 25.Januar 2006 »
Die skandinavische Fluggesellschaft SAS hat angekündigt, die streikenden Piloten und ihre Gewerkschaften zu verklagen.
Wie ein SAS-Sprecher in Stockholm mitteilte, fordert das Unternehmen von jedem streikenden Mitarbeiter rund 1.000 Euro Schadenersatz. Die Piloten protestieren seit dem Wochenende gegen geplante Entlassungen und schlechtere Arbeitsbedingungen. In Dänemark und in Norwegen wurden deshalb auch heute mehrere hundert Verbindungen gestrichen. - Die italienische Alitalia rechnet wegen Protestaktionen des Bodenpersonals ebenfalls mit weiteren Flugausfällen.
(dlf nachrichten 25.1.05)
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michael92660

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Flieger, die nicht fliegen
« Antwort #3 am: 19:54:37 Mi. 25.Januar 2006 »
Sollte man nicht eine eMail an SAS senden, Inhalt:

Sehr geehrte Damen und Herren, gerne übersenden wir ihnen angefordertes Angebot über Fallschirme:

30 Stk. Brüggemann Mod. XYZ  á 2.422,--

Gleichzeitig müssen wir aber mitteilen, dass eine Maximalgeschwindigkeit beim Abspringen <200 kts. IAS sein muss. Die Passform läßt ein Sitzen in normalen Pilotenstühlen durch besonders dünne Bauform ohne weiteres zu!

mfg
bla bla


*lach* die Gesichter hätt ich gerne gesehen, wenn die Piloten dann anrufen und sagen sie wollen unbedingt wieder fliegen.....

ManOfConstantSorrow

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Flieger, die nicht fliegen
« Antwort #4 am: 22:35:31 Sa. 24.März 2007 »
Spontaner Streik des Kabinenpersonals von SAS

24.03.07  Am Donnerstag organisierte das Kabinenpersonal der skandinavischen Fluggesellschaft SAS in Dänemark einen spontanen Streik. Die Gesellschaft hatte es darauhin sehr eilig, den Streit  schnell zu beenden, um weitere finanzielle Verluste und eine "Rufschädigung" durch Streiks zu vermeiden. SAS will die Arbeitszeit der Piloten und des Kabinenpersonals weiter flexibilisieren, damit die Flugzeuge so wenig Zeit wie möglich am Boden verbringen.
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ManOfConstantSorrow

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Flieger, die nicht fliegen
« Antwort #5 am: 12:00:04 Fr. 04.Mai 2007 »
In Italien hat ein Streik der Flugbegleiter der italienischen Gesellschaft Alitalia zu massiven Behinderungen im Flugverkehr geführt. Insgesamt wurden über 350 Flüge gestrichen, darunter rund 150 internationale Verbindungen. Auch für morgen wird mit weiteren Ausfällen gerechnet. Mit ihrer Aktion richten sich die Flugbegleiter gegen den Abbruch der Vertragsverhandlungen von Seiten der hochverschuldeten staatlichen Fluglinie.
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ManOfConstantSorrow

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Flieger, die nicht fliegen
« Antwort #6 am: 11:38:41 Mo. 06.August 2007 »
Ein zweistündiger Warnstreik der Pilotenvereinigung Vereinigung Cockpit hat am Montagmorgen zu Verzögerungen bei den Fluggesellschaften LTU und Air Berlin geführt. Von 15 Flügen in Düsseldorf und München starteten nach Cockpit-Angaben 14 wegen der Arbeitskampfmaßnahmen zwei Stunden später. Die Vereinigung sprach von einem vollen Erfolg.

http://www.handelsblatt.com/news/Journal/Business-Travel-Reise/_pv/_p/202790/_t/ft/_b/1304615/default.aspx/piloten-warnstreik-laehmt-ltu-und-air-berlin.html
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Kuddel

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  • Fischkopp
Flieger, die nicht fliegen
« Antwort #7 am: 15:09:21 Mi. 22.August 2007 »
Zitat
73 wilde Streiks des dänischen Kabinenpersonals in den vergangenen zehn Jahren, unzählige Arbeitsniederlegungen auch in Schweden und Norwegen

http://www.handelsblatt.com/news/Karriere/Koepfe/_pv/_p/200811/_t/ft/_b/1311877/default.aspx/ueber-streit--und-streiklust.html

Lichtkämpfer

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Flieger, die nicht fliegen
« Antwort #8 am: 22:24:45 Mi. 22.August 2007 »
Endlich Rührt sich mal etwas. Leider streiken die "kleinen" nicht. Da sinda die Lokführer und Piloten. Es wäre spannend wenn es die Putzfrauen,Müllmänner,
Strassenkehrer,das Bäckereipersonal, die Drucker bei Springer und alle Zeitarbeiter/innen das tun würden.
Dann möchte ich die Pressemeldungen falls es da welche gibt mal sehen.
Da wird dann wohl Rundfunk und Fernsehen seiner Gleichschaltung gerecht werden.
Als Erwerbsloser kannst du in diesem Staat nur ein Dissident sein.

BakuRock

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Flieger, die nicht fliegen
« Antwort #9 am: 00:53:52 Do. 23.August 2007 »
Zitat
Original von Lichtkämpfer
Endlich Rührt sich mal etwas. Leider streiken die "kleinen" nicht. Da sinda die Lokführer und Piloten. Es wäre spannend wenn es die Putzfrauen,Müllmänner,
Strassenkehrer,das Bäckereipersonal, die Drucker bei Springer und alle Zeitarbeiter/innen das tun würden.
Dann möchte ich die Pressemeldungen falls es da welche gibt mal sehen.
Da wird dann wohl Rundfunk und Fernsehen seiner Gleichschaltung gerecht werden.

Wobei es ueberhaupt nicht wichtig ist, was die "Gleichgeschalteten" dazu "sagen"!

Wichtig waere das gemeinsame solidarische Signal: Wenn die Arbeiterschaft das will, stehen alle Raeder still!

Da braeuchte es keiner "Meldung" mehr, weil es ueberall zu spueren waer!
---
Wenn eine Idee am Anfang nicht absurd klingt, gibt es für sie keine Hoffnung. .... A. Einstein

Eigentumsfragen stellen!

Wer sind FAUistas

ManOfConstantSorrow

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Flieger, die nicht fliegen
« Antwort #10 am: 15:17:12 Mo. 26.November 2007 »
Flugausfälle bei Austrian Arrows
Das fliegende Personal der ehemaligen Tyrolean fordert in überraschend einberufenen Betriebsversammlungen mehr Gehalt


ien - Bei der Austrian-Airlines-Tochter Austrian Arrows (Tyrolean) hat der Betriebsrat am Vormittag überraschend eine Betriebsversammlung einberufen. Grund dafür sind anhaltende Streitigkeiten zwischen dem Management und dem Betriebsrat über ein Übertrittsmodell für Piloten zwischen AUA und Tyrolean.
 
Die AUA hat laut Sprecherin für heute, Montag, kurzfristig zunächst 14 Abflüge aus Wien abgesagt - vor allem Vormittagsflüge innerhalb Österreichs und unter anderem nach Brüssel, London, Prag und Budapest. Die betroffenen Passagiere wurden verständigt und umgebucht, so die Sprecherin.

Begonnen hat die Betriebsversammlung gegen 11 Uhr. Wie lange die Beratungen der Belegschaft andauern werden, ist noch unklar. Zu der Versammlung in Innsbruck sind mehrere hundert Piloten und Flugbegleiter gekommen. Sollten die Betriebsversammlungen noch länger andauern, könnten noch mehr Flüge ausfallen, so die AUA-Sprecherin.
(...)
Tyrolean-Bordbetriebsratschef Peter Danek hatte im August bereits mit Streiks gedroht.
(...)
http://derstandard.at/?id=3126215
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ManOfConstantSorrow

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Flieger, die nicht fliegen
« Antwort #11 am: 12:05:39 Mi. 13.Februar 2008 »
Zitat
HANDELSBLATT, Dienstag, 12. Februar 2008,  
Erhebliche Störungen

Lotsenstreik lähmt Flugverkehr in Paris

Am zweiten Tag des Fluglotsenstreiks in Paris sind erneut zahlreiche Flüge ausgefallen. Betroffen sind vor allem Inlandsflüge, doch kommt es auch bei Auslandsreisen zu Verspätungen.


PARIS. Am zweiten Tag eines einwöchigen Fluglotsenstreiks in Paris ist es wieder zu erheblichen Störungen gekommen. Wie schon am Tag zuvor wurde nach Angaben der Flugaufsichtsbehörde am Dienstag die Hälfte der Inlandsflüge am Flughafen Orly im Süden der Hauptstadt gestrichen.

Von den Verspätungen waren auch Auslandsflüge betroffen. Am Flughafen Charles de Gaulle nördlich von Paris gab es zunächst keine Beeinträchtigungen. Die Gewerkschaft CGT hat zu dem fünftägigen Streik aufgerufen. Die Angestellten wollen verhindern, dass künftig alle Fluglotsen in einem Kontrollzentrum arbeiten, und nicht wie bisher an beiden Flughäfen.

http://www.handelsblatt.com/News/Journal/Business-Travel-Reise/_pv/_p/202790/_t/ft/_b/1389668/default.aspx/lotsenstreik-laehmt-flugverkehr-in-paris.html
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Kater

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Flieger, die nicht fliegen
« Antwort #12 am: 21:30:57 So. 27.April 2008 »
Zitat
Chinas Piloten machen Peking Angst vorm Fliegen
Von Joachim Hoelzgen

Chinas Piloten arbeiten zu viel, zu lang und für zu wenig Geld. Deshalb proben sie derzeit den Aufstand - und bringen ihre Fluggesellschaften und die Kommunistische Partei mit ungewöhnlichen Streikaktionen ins Schwitzen.

(...)

Am Anfang war im Äther das internationale Rufzeichen Shanghai Air nicht mehr so oft zu hören, weil sich 40 Luftkapitäne der Fluggesellschaft Shanghai Airlines plötzlich krank gemeldet hatten. Ebenso schlagartig waren elf Piloten der Inlandsfluggesellschaft East Star Air in Wuhan an das Krankenbett gefesselt. Verspätungen waren die Folge, Maschinen mussten am Boden bleiben.

All das war aber erst der Anfang: Am 31. März und am 1. April erprobten 21 Piloten der staatlichen Gesellschaft China Eastern eine Streikart, die es bisher nirgendwo gegeben hat: Sie starteten zunächst in Kunming, der Hauptstadt der südlichen Provinz Yunnan, zu ihren Zielflughäfen, kehrten dann aber auf halbem Wege unvermittelt um. Die Passagiere staunten - und mussten auf dem Flughafen Kunmings wieder von Bord.

Landen - und gleich wieder umdrehen

Als nächstes hatten sich die Piloten etwas noch Außergewöhnlicheres ausgedacht: Wieder starteten sie in Kunming und landeten auch wie geplant an ihren Zielorten. Aber statt dort zu parken, drehten sie noch auf der Landebahn um, gaben Vollgas und flogen wieder nach Kunming zurück. Am Ende waren in Kunming 1500 Passagiere gestrandet.

Streiks sind in China eine Seltenheit, und das gilt erst recht für die Luftfahrtbranche. Sie wird von Unternehmen wie der China Eastern dominiert, die im Jahr 2002 aus der Gesellschaft China Yunnan Airlines und der Luftlinie China Northeastern hervorging. Heute ist sie die drittgrößte Fluggesellschaft Chinas.
China Eastern versuchte erst einmal, die Vorfälle in Yunnan zu vertuschen. Die Flugzeuge seien wegen schlechten Wetters nach Kunming zurückgekehrt, hieß es aus der Konzernzentrale in Shanghai. Dem aber widersprachen Passagiere der Maschinen. Erst daraufhin räumte das Management ein, dass es sich um einen Pilotenstreik gehandelt habe.
mehr:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,549425,00.html

antonov

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Flieger, die nicht fliegen
« Antwort #13 am: 18:20:28 Mi. 30.April 2008 »
:) die sind ja richtig lustig die chinesen

hoffentlich spricht sich sowas nicht rum  :)

ManOfConstantSorrow

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Flieger, die nicht fliegen
« Antwort #14 am: 16:16:11 Do. 15.Mai 2008 »
Zitat
   Flughafenstreik    

In fünf Städten (Balikpapan, Biak, Makassar, Manado, Ambon) streikte Flughafenpersonal der staatseigenen PT Angkasa Pura I . Die Gewerkschaft will die Verbesserungen bei Gehältern, Renten und Krankenversicherung. Eigentlich sieht ein Tarifabkommen aus dem Jahr 2006 diese Erhöhungen sowieso vor, das Management will aber nicht zahlen.

Quelle: The Jakarta Post, 8.5.07
Zitat
HANDELSBLATT, Donnerstag, 15. Mai 2008

Flüge gestrichen

Fluglotsenstreik in Griechenland
In Griechenland behindert ein Fluglotsenstreik den Luftverkehr. Zeitweise blieb der griechische Luftraum geschlossen, zahlreiche Flüge fielen aus oder mussten umgeleitet werden.


ATHEN. Ein vierstündiger Streik der Fluglotsen hat den Flugverkehr in Griechenland am Donnerstag erheblich behindert. Zwischen 11.00 und 15.00 Uhr Ortszeit (10.00 bis 14.00 MESZ) blieb der Luftraum geschlossen. Rund 50 Inlandflüge fielen deshalb aus. Zudem mussten zahlreiche Auslandsflüge verlegt werden, berichtete der staatliche Rundfunk weiter.

Die Fluglotsen fordern neue Tarifverhandlungen und mehr Personal. Am Donnerstag legten in Griechenland auch die Angestellten der Telefongesellschaft sowie die Hafenarbeiter und die Angestellten zahlreicher Banken die Arbeit nieder. Sie protestierten gegen Privatisierungspläne der konservativen Regierung.
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