Autor Thema: Der Preis des Krieges  (Gelesen 27150 mal)

Wilddieb Stuelpner

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 8920
Der Preis des Krieges
« am: 21:46:25 Do. 17.März 2005 »
Pentagon legte gezinkte Zahlen vor

18.03.2005 Ausland Rainer Rupp

US-Rechnungshof rügte Angaben zu Irak.
Verteidigungsministerium feierte »Fortschritte« bei Ausbildung von Sicherheitskräften

Auf die Angaben des Pentagon über Irak könne man sich nicht verlassen, klagte der Vertreter des General Accounting Office (GAO), das US-Äquivalent zum deutschen Bundesrechnungshof, zu Wochenbeginn vor dem Unterausschuß für Regierungsreform des Repräsentantenhauses des US-Kongresses. Während sich das Pentagon rühmte, bereits 142472 irakische Polizisten und Soldaten ausgebildet und ausgerüstet zu haben, wies das GAO nach, daß das Pentagon-Zahlenmaterial teilweise frei erfunden war. »Die Zahlen über den Zustand der irakischen Sicherheitskräfte sind unzuverlässig, und sie liefern nur begrenzte Informationen über deren professionellen Fähigkeiten«, klagte GAO-Vertreter Joseph Christoff. Zugleich sah sich der Pentagon-Vertreter, Admiral William Sullivan, zu dem Eingeständnis gezwungen, daß die vom Verteidigungsministerium vorgelegten Zahlen auch jene irakischen Polizisten und Soldaten enthielten, die schon längst ihre Posten gekündigt hatten oder desertiert waren.

Für den Aufbau der irakischen Sicherheitskräfte hat die Bush-Regierung bereits 5,8 Milliarden Dollar ausgegeben, weitere 5,7 Milliarden sind in dem vom Kongreß noch zu beschließenden Nachtragshaushalt von 81,9 Milliarden Dollar für die Kriege in Afghanistan und Irak vorgesehen. Laut Christoff ist es jedoch sehr schwierig auszuloten, ob die Milliarden effektiv genutzt und in gesteigerte Kampfkraft und Zuverlässigkeit der neuen irakischen Armee umgesetzt werden. Die Fähigkeit der irakischen Marionettenstreitkräfte, im US-Auftrag eigenständig gegen die verschiedenen Widerstandsgruppen vorzugehen, wird in Washington als bedeutendstes Kriterium zur Messung des »Fortschritts« auf dem Gebiet der Sicherheit im Irak angesehen. Denn nur dann können die US-Truppen dazu übergehen, im Irak eine weniger sichtbare Rolle zu spielen und sich auf abgeschirmte Militärbasen im Hinterland zurückzuziehen.

Während das Pentagon den Eindruck vermittelt, im Irak alles im Griff zu haben, zeige eine genaue Analyse der Zahlen – so GAO-Vertreter Christoff –, daß der Widerstand ständig zunimmt. Als Admiral Sullivan erklärte, das Ziel des Pentagon sei es, die Zahl der ausgebildeten und ausgerüsteten irakischen Sicherheitskräfte bis zum Juli 2006 auf insgesamt 271000 anzuheben, erntete er beißenden Spott: »Das ist wie in Phantasialand. Das ist genau so erdichtet wie die Massenvernichtungswaffen«, empörte sich das republikanische Ausschußmitglied Dennis Kucinich.

Kater

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 7112
Der Preis des Krieges
« Antwort #1 am: 01:18:43 Mi. 01.März 2006 »
3Sat: Donnerstag, 2. März 2006 um 12.10 Uhr

Zitat
Der Preis des Krieges  
 
Worin besteht der Preis des Krieges? Dieser Frage geht die Dokumentation von Karin Bock nach, sie beleuchtet Forschung und Entwicklung der Rüstungsindustrie sowie deren Gewinne, die Kosten des Wiederaufbaus und den Einfluss auf die Weltmärkte.  
     
 "Der Preis des Kriegs ist der, den ein Land bereit ist zu bezahlen, um einen bestimmten politischen Nutzen zu ziehen."  
 
 "Für 10.000 im Golfkrieg eingesetzte Streubomben könnte man über 10 Millionen Kinder gegen Polio, Masern und Tetanus impfen."
 
 "Die kumulierten Staatsschulden aller Entwicklungsländer betrugen 2002 nur das Doppelte der öffentlichen Verschuldung Frankreichs."
 
Drei Fakten, die sich mit einem Zitat Ciceros auf den Punkt bringen lassen: "Nervos belli, pecuniam infinitam" - "Der Krieg bezieht seine Kraft aus unerschöpflichen Geldquellen."

Dieser Satz gilt noch heute. Die Dokumentation "Der Preis des Krieges“ beschäftigt sich mit den Zusammenhängen zwischen Wirtschaft und Krieg - einem Thema, das erst in der jüngsten Zeit in den Focus der Öffentlichkeit gerückt ist.  

Rüstung statt Entwicklungshilfe  
 
Ein paar Fakten zur Veranschaulichung der Materie: Die Abwehr der terroristischen Bedrohungen ließ 2003 die Rüstungsausgaben weltweit um elf Prozent auf 956 Milliarden Dollar steigen. Die reichen Industrienationen gaben damit zehnmal soviel für Rüstungen wie für Entwicklungshilfe aus. 2003 fielen insgesamt 625 Menschen Terrorattacken zum Opfer, elf Millionen starben an Infektionskrankheiten.

Die Ursache, die Geldgeber, die Gewinner, aber auch die Verlierer und Zukunftsvisionen sowie Lösungsansätze sind Etappen auf einer Reise durch die Kriegs- und Wirtschaftsgeschichte.  
 
Ölpreis als Druckmittel  
 
Dabei werden auch die Themen Börse-Spekulationen rund ums Öl und private Militärfirmen, deren Umsatz Experten auf 100 Milliarden Dollar schätzen, nicht ausgelassen. Mit der Leitwährung Dollar kann die USA die eigenen Defizite weiter steuern. Für ärmere Länder ist die Steigerung des Ölpreises ein Teufelskreis. Wenn sie, wie Pakistan, über 35% ihrer Exporteinnahmen für den Kauf des Öls ausgeben müssen, dann bleibt natürlich für andere notwendige Importe wenig übrig, zum Teil geht sogar Entwicklungshilfe drauf und ein Neuverschulden ist notwendig. Im Jahr 2004 starb wegen der Verschuldung alle fünf Sekunden ein Kind unter zehn Jahren.

Als reine Kriegsgewinner haben sich die großen privaten Militärfirmen entpuppt. Ihre Erfolge sind so groß, dass sie immer mehr werden. Mittlerweile operieren über 90 private Militärfirmen in 110 Länder, sie stellten die zweitgrößte Armee im Irak. Der Umsatz wird auf über 80 Milliarden Euro jährlich geschätzt, bis 2010 wird eine Verdoppelung prognostiziert. Diese Privatisierung des Militärs hat natürlich eine ganze Menge von Nebenaspekten und Folgen.

Einen kritischen Blick erfahren aber auch die Hilfsorganisationen, die oft mehr abhängig machen anstatt zu helfen.  
 
Welt-Zukunftsrat - eine Vision oder bald mehr?  
 
Visionen über eine mögliche Zukunft gibt es verschiedenste. Einen Organisationen übergreifenden Weg schlägt Jakob von Uexküll vor, der Stifter des Alternativen Nobelpreises. Sein Ansatz: ein Welt-Zukunftsrat, eine Institution, die kreative, an den Interessen der Menschen orientierte Ideen umsetzt.

Nachdem der Weg zu Krieg in jedem Fall über die Politik führt, kann diese nicht aus ihrer Verantwortung entlassen werden. Ein Paradigmenwechsel steht ins Haus.

Die Dokumentation will berühren und wachrütteln, sie kann das Thema nicht ins Detail erklären, dazu reichen 45 Minuten nicht aus, aber sie kann und will Punkte ansprechen und aufzeigen, die noch nie so kompakt zusammengefasst wurden.  

http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/specials/88782/index.html

ManOfConstantSorrow

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 6841
Der Preis des Krieges
« Antwort #2 am: 18:33:25 Mi. 27.September 2006 »
Der Preis des Krieges?

hier mal wörtlich genommen:



27.09.06 - Weitere 70 Mrd. US-Dollar für "New War"
Das US-Repräsentantenhaus hat die Mittel für den Krieg gegen den Irak und Afghanistan um weitere 70 Milliarden US-Dollar aufgestockt. Der reguläre Militärhaushalt wurde um 5 Prozent auf 448 Mrd. US-Dollar erhöht. Allein die Besetzung des Irak und der Terror gegen seine Bevölkerung kostet die USA monatlich 8 Mrd. US-Dollar.
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

regenwurm

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 3536
  • Das System macht keine Fehler, es ist der Fehler.
Der Preis des Krieges
« Antwort #3 am: 18:43:45 Mi. 27.September 2006 »
"Der Preis des Kriegs ist der, den ein Land bereit ist zu bezahlen, um einen bestimmten politischen Nutzen zu ziehen."  
 
 "Für 10.000 im Golfkrieg eingesetzte Streubomben könnte man über zehn Millionen Kinder gegen Polio, Masern und Tetanus impfen."
 
 "Die kumulierten Staatsschulden aller Entwicklungsländer betrugen 2002 nur das Doppelte der öffentlichen Verschuldung Frankreichs

Rüstung statt Entwicklungshilfe  
 
Ein paar Fakten zur Veranschaulichung der Materie: Die Abwehr der terroristischen Bedrohungen ließ 2003 die Rüstungsausgaben weltweit um elf Prozent auf 956 Milliarden Dollar steigen. Die reichen Industrienationen gaben damit zehnmal soviel für Rüstungen wie für Entwicklungshilfe aus. 2003 fielen insgesamt 625 Menschen Terrorattacken zum Opfer, elf Millionen starben an Infektionskrankheiten.

Die Ursache, die Geldgeber, die Gewinner, aber auch die Verlierer und Zukunftsvisionen sowie Lösungsansätze sind Etappen auf einer Reise durch die Kriegs- und Wirtschaftsgeschichte.  

Ölpreis als Druckmittel
Dabei werden auch die Themen Börse-Spekulationen rund ums Öl und private Militärfirmen, deren Umsatz Experten auf 100 Milliarden Dollar schätzen, nicht ausgelassen. Mit der Leitwährung Dollar kann die USA die eigenen Defizite weiter steuern. Für ärmere Länder ist die Steigerung des Ölpreises ein Teufelskreis. Wenn sie, wie Pakistan, über 35% ihrer Exporteinnahmen für den Kauf des Öls ausgeben müssen, dann bleibt natürlich für andere notwendige Importe wenig übrig, zum Teil geht sogar Entwicklungshilfe drauf und ein Neuverschulden ist notwendig. Im Jahr 2004 starb wegen der Verschuldung alle fünf Sekunden ein Kind unter zehn Jahren.

Als reine Kriegsgewinner haben sich die großen privaten Militärfirmen entpuppt. Ihre Erfolge sind so groß, dass sie immer mehr werden. Mittlerweile operieren über 90 private Militärfirmen in 110 Länder, sie stellten die zweitgrößte Armee im Irak. Der Umsatz wird auf über 80 Milliarden Euro jährlich geschätzt, bis 2010 wird eine Verdoppelung prognostiziert. Diese Privatisierung des Militärs hat natürlich eine ganze Menge von Nebenaspekten und Folgen.

Einen kritischen Blick erfahren aber auch die Hilfsorganisationen, die oft mehr abhängig machen anstatt zu helfen.

Krieg ist immer scheiße krieg: keiner gewinnt
Das System macht keine Fehler, es ist der Fehler.

Kater

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 7112
Der Preis des Krieges
« Antwort #4 am: 20:33:32 Mo. 11.Juni 2007 »
Zitat
SIPRI: USA treiben weltweite Rüstungsspirale an
Montag 11. Juni 2007, 16:32 Uhr
 
Stockholm (dpa) - Der von den USA ausgerufene «Krieg gegen den Terror» hat die weltweiten Rüstungsausgaben auf neue Rekordhöhen getrieben.

Wie das Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI (Stockholm International Peace Research Institute) am Montag mitteilte, wurden im Vorjahr umgerechnet 900 Milliarden Euro und damit pro Kopf der Weltbevölkerung 137 Euro für militärische Zwecke ausgegeben. Das waren 3,5 Prozent mehr als 2005. In den vergangenen zehn Jahren sind die Rüstungsausgaben weltweit um 37 Prozent gestiegen.

Die USA gaben im Vorjahr umgerechnet 396,2 Milliarden Euro für militärische Zwecke aus und standen damit allein für knapp die Hälfte der weltweiten Rüstungsausgaben. Bei der Steigerung gegenüber 2005 betrug der US-Anteil mit 62 Prozent sogar mehr als die Hälfte. China überholte mit 37,1 Milliarden Euro erstmals Japan als das Land mit dem höchsten Militäretat Asiens.

Beim internationalen Waffenhandel ermittelte SIPRI in seinem neuen Jahrbuch über Rüstung und Abrüstung einen Anstieg um 50 Prozent seit 2002. Die beiden mit Abstand größten Exporteure waren dabei erneut die USA und Russland. Deutschland schob sich mit Rüstungsexporten von 9,2 Milliarden Dollar (6,9 Milliarden Euro) zwischen 2002 und 2006 auf den dritten Platz vor Frankreich.

Allein im Vorjahr wurden dabei aus Deutschland Rüstungsgüter für 3,9 Milliarden Dollar ausgeführt und damit mehr als doppelt so viel wie 2005 mit 1,5 Milliarden Dollar. «Die USA und die EU-Länder versorgen weiter die Nahost-Region mit gewaltigen Mengen an Waffen», sagte der zuständige SIPRI-Experte Siemon Wezeman.

China und Indien waren 2006 die wichtigsten Käufer von Rüstungsgütern und versorgten sich vor allem aus Russland. Die EU- Länder zusammen standen für 30 Prozent aller Rüstungsanteile und hatten damit einen ähnlich großen Marktanteil wie jeweils die USA und Russland.

Die Zahl der Kriege blieb im Vorjahr mit 17 gegenüber 2005 unverändert. Keiner dieser Kriege wurden zwischen Staaten geführt. Die SIPRI-Expertin Ekaterina Stepanova sagte dazu: «Während die meisten Formen bewaffneter politischer Gewalt zu Beginn des 21. Jahrhunderts entweder ganz verschwinden oder sich stabilisieren, ist der Terrorismus eindeutig im Aufwind.» Den heute eher «transnationalen» Charakter von Kriegen würden vor allem die Auseinandersetzungen in Afghanistan, Nahost und Somalia «überdeutlich demonstrieren», hieß es aus Stockholm.

Internet: http://www.sipri.org

http://de.news.yahoo.com/11062007/3/sipri-usa-treiben-weltweite-ruestungsspirale.html

Eivisskat

  • Gast
Der Preis des Krieges
« Antwort #5 am: 22:00:18 Di. 12.Juni 2007 »
13.06.2007 http://www.jungewelt.de/2007/06-13/007.php?print=1

Marine rüstet auf

BRD leitet die Kanonenbootpolitik des 21. Jahrhunderts ein:

Bundestagsausschuß will Beschaffung »hocheffizienter« Kriegsschiffe für 2,6 Milliarden beschließen

Der Verteidigungsausschuß des Bundestages will heute die Anschaffung neuer Kriegsschiffe für rund 2,6 Milliarden Euro beschließen. Eine Vorlage des Verteidigungsministeriums, die jW vorliegt, verlangt das Plazet, um mit der Rüstungsindustrie einen Vertrag über den Bau von vier Fregatten des Typs F 125 abschließen zu können.

Die neuen Fregatten verfügen laut Angaben der Zeitschrift Marineforum über »weltweite Einsatzfähigkeit auch unter extremen klimatischen Bedingungen«.

Mit ihrer Bewaffnung und Effizienz sind sie ein wichtiges Element beim Umbau der Bundeswehr zur weltweiten Angriffsarmee.
Bis zu zwei Jahre lang sollen die F 125 ununterbrochen im Einsatz sein, und dabei doch mit der halben Besatzung des Vorgänger F 124 auskommen können – also mit nur 100 Soldaten. Diese »Intensivnutzung« ermöglicht die langfristige Überwachung fremder Küstenabschnitte und Gewässer, und zwar auch auf Distanz – eine Grundbedingung für jede Militärmacht, die überall auf der Welt langanhaltende »Stabilisierungseinsätze« führen will.

Die Vorlage aus dem Verteidigungsministerium nennt auch das »Unterstützen von Einsätzen der Spezialkräfte« als Trumpf: Jedes Schiff bietet Platz für 50 als Killer ausgebildete Einzelkämpfer inclusive Speedbooten und zwei MH-90-Hubschraubern, um Kommandoaktionen hinter den feindlichen Linien durchzuführen.

Die Bewaffnung gestattet sowohl die Nah- als auch Fernzielbekämpfung. Nach Angaben der Industrie wird der Beschuß von Küstenstreifen bis auf 70 Kilometer Entfernung möglich. Dazu dienen eine Version der Panzerhaubitze 2000 mit einem 155-mm-Geschütz und Mehrfach-Raketenwerfer des Typs MARS/GLMRS. Mit diesem können Panzerminen und Clusterbomben, also Streumunition, verschossen werden. Auf deren Einsatz verzichtet die Bundeswehr offiziell – jedenfalls im Landkampf. Den Beschuß von See her will sie sich offenbar vorbehalten, können doch so ganze Landstriche für feindliche Rebellengruppen unpassierbar gemacht werden. Weil das zwangsläufig die gesamte Zivilbevölkerung trifft, stehen diese Waffen stark in der völkerrechtlichen Kritik.

Die knapp 140 Meter langen und 26 Knoten schnellen Schiffe sollen außerdem auf »asymmetrische Bedrohungen« vorbereitet sein, also auf den Kampf gegen Kleinboote und Taucher. Multifunktionsradar, Unterwasserdrohnen und mehrere kleinkalibrige Geschütze sollen Angriffe nach dem Motto »David gegen Goliath« abwehren. Hintergrund: Im Oktober 2000 war es einer Schlauchbootbesatzung gelungen, ein Loch in das US-Kriegsschiff »Cole« im Hafen von Aden (Jemen) zu sprengen.

In der Beschlußvorlage des Verteidigungsministeriums fehlt nicht der Hinweis, der milliardenschwere Auftrag diene dazu, »wehrtechnische Kernfähigkeiten« der deutschen Industrie zu erhalten und 800 Arbeitsplätze zu sichern.

Über den Auftrag darf sich vor allem die Arbeitsgemeinschaft aus Thyssen Krupp Marine Systems und der Friedrich Lürssen Werft freuen. 81 Prozent der Bestellsumme sollen sie erhalten, bevor ab 2014 die ersten Schriffe ausgeliefert werden.

Das hat bereits den Unwillen des Bundesrechnungshofes erregt. Der Baubeginn ist für 2011 geplant, die Schiffe sollen ab 2014 ausgeliefert werden.

Die Linksfraktion hat ihren Widerstand angekündigt.

Die Abgeordnete Inge Höger nennt die F 125 im jW-Gespräch »ein Kriegsschiff im gefährlichsten Sinne.« Es diene dazu, »Angriffe und Überfälle auf feindliches Territorium durchzuführen, zu unterstützen und aufrechtzuerhalten.«

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 14047
  • Fischkopp
Der Preis des Krieges
« Antwort #6 am: 12:08:17 So. 23.September 2007 »
Zitat
US-Präsident George W. Bush will den Kriegshaushalt für Irak und Afghanistan aufstocken, berichtet die "Los Angeles Times". Demnach werde er die Bewilligung von 195 Milliarden Dollar für 2008 beantragen. Das sind fast 50 Milliarden mehr als geplant und 100 Milliarden mehr als vor vier Jahren.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,507307,00.html

ManOfConstantSorrow

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 6841
Der Preis des Krieges
« Antwort #7 am: 10:33:46 Sa. 24.Mai 2008 »
USA: Belege für 15 Milliarden Kriegsausgaben vermisst

Washington. sda/afd. Im Irak-Einsatz der USA sind nach einer Untersuchung der Finanzinspektion fast 15 Milliarden Dollar nicht korrekt abgerechnet worden.

Die demokratische Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton zeigte sich am Freitag "schockiert" über Berichte aus dem Haushaltsausschuss des Kongresses, nach denen im grossen Stile Militärausgaben getätigt wurden, für die es keine Belege gibt.

Diese Untersuchungen müssten wie ein "Weckruf" für den amtierenden Präsidenten George W. Bush wirken, dass Milliardenbeträge aus den Steuereinnahmen in den USA "nicht auffindbar und vermutlich vergeudet" seien, erklärte Clinton.

Die Finanzaufsicht des Pentagons stellte bei einer Überprüfung von Ausgabeposten in Höhe von 8,2 Milliarden Dollar fest, dass für 7,7 Milliarden Dollar keine angemessenen Verwendungsnachweise vorlagen. Die bestehenden haushaltrechtlichen Regelungen seien in grossem Stil missachtet worden, sagte die Vize-Generalinspekteurin Mary Ugone im Kongress-Ausschuss.

In einem Bericht der Generalinspektion vom November 2007 waren bereits Fehlbeträge von fünf Milliarden Dollar aufgelistet worden, die als Aufwendungen zur Unterstützung der irakischen Sicherheitskräfte deklariert wurden. Laut Ugone wickelte das Pentagon seit dem Beginn des Irak-Einsatzes Ausgaben in einer Gesamthöhe von 492 Milliarden Dollar ab.

http://www.baz.ch/news/index.cfm?ObjectID=18BAA31C-1422-0CEF-70B686B470D2B4F2
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

ManOfConstantSorrow

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 6841
Der Preis des Krieges
« Antwort #8 am: 15:40:48 Do. 29.Mai 2008 »
Zitat
Der Markt-Monitor

Auch der Krieg hilft


Die Ausgaben für den Krieg stabilisieren die US-Konjunktur. Der Export hilft auch, ist aber etwas schwächer als erwartet. Die Einkommensentwicklung ist gar nicht so schlecht, aber der Konsum läuft wirklich nicht gut. So ähnlich hat die amerikanische Website Marketwatch.com die Ergebnisse zusammengefasst.
http://www.handelsblatt.com/News/Boerse/Markt-Monitor/_pv/_p/303173/_t/ft/_b/1435938/default.aspx/auch-der-krieg-hilft.html
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Kater

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 7112
Der Preis des Krieges
« Antwort #9 am: 11:45:22 Mo. 09.Juni 2008 »
Zitat
Weltweite Rüstungsausgaben steigen weiter

Stockholm (dpa) - Der kräftige Aufwärtstrend bei den weltweiten Rüstungsausgaben hält auf breiter Front an. Das berichtete das Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI (Stockholm International Peace Research Institute) am Montag.

Die Militärhaushalte stiegen im letzten Jahr im Vergleich zu 2006 um sechs Prozent auf 858 Milliarden Euro (1,339 Billionen Dollar). Seit 1998 betrug der Zuwachs 45 Prozent. Die höchsten Steigerungsraten in dieser Zeit verzeichneten die Staaten Osteuropas einschließlich der früheren Sowjetunion mit einem Plus von 162 Prozent. Russland legte 2007 beim Militärhaushalt um 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu.

Fast die Hälfte aller Rüstungsausgaben auf der Welt entfiel mit 45 Prozent auf die USA. Seit 2001, dem Jahr der Terroranschläge in New York und Washington, sind sie in den Vereinigten Staaten um 59 Prozent gestiegen. Grund seien die Kriege im Irak und in Afghanistan sowie der im eigenen Land ausgerufene «Krieg gegen den Terror», hieß es im SIPRI-Rüstungsjahrbuch.

Deutschland liegt in der Tabelle der Länder mit den höchsten Militärausgaben auf dem sechsten Platz und hat nach SIPRI-Berechnungen mit 23,7 Milliarden Euro (36,9 Milliarden Dollar) einen Anteil von drei Prozent an den weltweiten Ausgaben. Hinter den einsam führenden USA mit jährlichen Ausgaben von 350 Milliarden Euro (547 Milliarden Dollar) folgen fast gleichauf Großbritannien, China und Frankreich. Sie geben jeweils etwa ein Zehntel des US-Betrages für militärische Zwecke aus. Vor Deutschland liegt auch noch Japan.

Beim internationalen Waffenhandel ermittelte das Institut einen Anstieg um sieben Prozent für die Zeit von 2003 bis 2007 gegenüber der Zeit von 2002 bis 2006. Deutschland war während dieser Spanne der drittgrößte Rüstungsexporteur der Welt mit einem Marktanteil von zehn Prozent. Die USA lagen mit 31 Prozent vorn, gefolgt von Russland mit 25 Prozent.

Als dringend überfällige Antwort auf die derzeitigen Trends bezeichnete SIPRI-Chef Bates Gill eine «Wiederbelebung der internationalen Rüstungskontrolle». Dafür gebe es in den kommenden zwei Jahren mit Blick auf mögliche neue politische Führungen in Ländern wie Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Japan, Russland und vor allem demnächst in den USA «neue Chancen und Öffnungen».

Die Notwendigkeit neuer Anstrengungen bei der Rüstungskontrolle ergibt sich für SIPRI auch aus den nach wie gigantischen Arsenalen an Atomwaffen. Acht Staaten verfügen hier über insgesamt 10 200 gefechtsbereite Sprengköpfe, während Vereinbarungen über Rüstungskontrolle oder Nicht-Weiterverbreitung «entweder schwanken oder kaum Fortschritte machen», heißt es im Jahrbuch.

Mit 14 blieb die Zahl der Kriege im letzten Jahr gegenüber 2006 unverändert. Während etwa in Burundi und Uganda zwei bewaffnete Konflikte beendet werden konnten, kamen zwei neue auf den Philippinen und in Somalia hinzu. Die Stockholmer Friedensforscher zählen in dieser Statistik auch nach wie vor den von Präsident George W. Bush ausgerufenen «Krieg gegen den Terrorismus» auf - mit den USA als Ort des Geschehens. Generell sei die Definition und Eingrenzung von Kriegen durch die «fragmentierte Anwendung militärischer Gewalt und die Zersplitterung beteiligter Akteure» kompliziert geworden, meint SIPRI.

Die Liste der 15 Staaten mit den höchsten Rüstungsausgaben im letzten Jahr wurde im SIPRI-Jahrbuch 2008 veröffentlicht:

                    in Mrd. Dollar Weltanteil in %

1. USA                     547,0                   45  
2. Großbritannien        59,7                    5  
3. China                     58,3                    5  
4. Frankreich              53,6                    4  
5. Japan                    43,6                    4  
6. Deutschland           36,9                    3    
7. Russland                35,4                    3  
8. Saudiarabien           33,8                    3  
9. Italien                    33,1                    3  
10. Indien                  24,2                    2  
11. Südkorea              22,6                    2  
12. Brasilien                15,3                    1  
13. Kanada                 15,2                    1  
14. Australien              15,1                    1  
15. Spanien                14,6                    1

http://de.news.yahoo.com/dpa2/20080609/tde-weltweite-rstungsausgaben-steigen-we-790c279.html

ManOfConstantSorrow

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 6841
Der Preis des Krieges
« Antwort #10 am: 11:43:30 Fr. 27.Juni 2008 »
US-Senat: Mittel für Kriege im Irak und in Afghanistan

Washington. ap/baz. Der US-Senat hat für die Fortführung der Kriege im Irak und in Afghanistan 162 Milliarden Dollar (103 Mrd. Euro) bewilligt. Damit sollen die Einsätze finanziert werden, bis der nächste US-Präsident Anfang nächsten Jahres sein Amt antritt. Die Bewilligung war nicht mit einem Rückzugsplan für die Truppen im Irak verknüpft, deshalb wurde erwartet, dass Präsident George W. Bush kein Veto einlegen würde. Das Repräsentantenhaus stimmte bereits vergangene Woche zu.

Seit dem Einmarsch im Irak bewilligte der Kongress damit insgesamt Ausgaben von 650 Milliarden Dollar. Weitere 200 Milliarden Dollar wurden für den Militäreinsatz in Afghanistan ausgegeben, wie Parlamentsmitarbeiter erklärten. Die Entscheidung wurde am Donnerstag mit 92 zu sechs Stimmen angenommen. Die Demokraten hatten darauf bestanden, die Mittel für beide Einsätze zusammen zu bewilligen - damit blieb es ihnen im Wahlkampfjahr erspart, Geld nur für den unpopulären Krieg im Irak zu bewilligen.

http://www.baz.ch/news/index.cfm?ObjectID=C833D63F-1422-0CEF-705016A472011F5A
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Kater

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 7112
Waffenindustrie profitiert von Konjunkturpaket
« Antwort #11 am: 14:07:40 Mo. 02.März 2009 »
Zitat
Waffenindustrie profitiert von Konjunkturpaket
Von Hasnain Kazim

Die Bundesregierung plant einem Pressebericht zufolge, Teile des 50 Milliarden Euro schweren Konjunkturpakets der Rüstungsindustrie zugutekommen zu lassen. Demnach sollen für mehrere hundert Millionen Euro neue Waffen und Militärfahrzeuge gekauft werden. Das Vorhaben sorgt jetzt für Ärger.

Hamburg - Rund 500 Millionen Euro der Konjunkturhilfe sollen nach Plänen der Bundesregierung für Rüstungsausgaben verwendet werden. Einem Bericht der "Financial Times" (FT) zufolge plant die Große Koalition demnach, das Geld unter anderem "für Maschinengewehre, Militärfahrzeuge und Unterwasser-Minensuchgerät" auszugeben. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums bestätigte die Angaben auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE.

Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) hatte Ende Februar mitgeteilt, dass allein für Baumaßnahmen in Liegenschaften der Bundeswehr ein Betrag von über 250 Millionen Euro vorgesehen sei. Es gehe um "Grundsanierungen und energetische Sanierungen von Gebäuden" sowie um die "Attraktivitätssteigerung der Standorte der Bundeswehr". Jung betonte, mit den Ausgaben der Bundeswehr würden "kleine und mittelständische Unternehmen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten" unterstützt und somit Arbeitsplätze in Deutschland gesichert. "Die Bundeswehr ist einer der wichtigsten Auftraggeber für die deutsche Wirtschaft", sagte Jung.

Für Aufregung sorgt aber die Tatsache, dass rund 250 Millionen Euro aus dem 50 Milliarden Euro umfassenden Konjunkturpaket für die Beschaffung von Waffen und Kriegsgerät ausgegeben werden sollen. Eine vorläufige Einkaufsliste des Verteidigungsministeriums umfasse 1000 Maschinenpistolen der baden-württembergischen Waffenschmiede Heckler & Koch für drei Millionen Euro, 34 "Dingo II"-Patrouillenfahrzeuge für 24,4 Millionen Euro, zehn bewaffnete Fennek-Spähwagen für 35 Millionen Euro sowie fünf Seafox-Unterwasserdrohnen zur Minenbekämpfung für 34 Millionen Euro.

Das Verteidigungsministerium betonte, all die geplanten Anschaffungen würden angesichts der zahlreichen Einsätze der Bundeswehr dringend benötigt. "Wir würden diese Dinge ohnehin kaufen", sagte ein ranghoher Offizier SPIEGEL ONLINE. "Womöglich können wir das jetzt früher tun."

Die Bundeswehr ist an mehreren Auslandseinsätzen beteiligt, unter anderem mit rund 4500 Soldaten in Afghanistan, und benötigt nach eigenen Angaben neue Ausrüstung. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte, es gehe bei den Anschaffungen darum, "Leben zu schützen".

Der Grünen-Abgeordnete und Verteidigungsexperte Omid Nouripour sagte, es sei "geradezu absurd", Ausgaben, die ohnehin vorgesehen waren, vorzuziehen und diese dann als Konjunkturhilfe zu verkaufen. "Das ist ein Etikettenschwindel und ganz abgesehen davon ein Zeugnis der eigenen Handlungsunfähigkeit", sagte Nouripour. Außerdem sei bedenklich, "dass Ausgaben für eine Parlamentsarmee, die die Bundeswehr ist, offensichtlich am Parlament vorbei getätigt werden sollen". Gegen die Renovierung von Kasernen habe er aber nichts, sagte der Grünen-Politiker.

Inge Höger, Abgeordnete der Linkspartei und Mitglied des Verteidigungsausschusses, warf der Großen Koalition vor, sie würde die Bekämpfung der Wirtschaftskrise dazu nutzen, die Bewaffnung der Bundeswehr zu beschleunigen. "Es ist ein Schwindel zu behaupten, der Kauf von Panzern und Drohnen wäre ein Stimulus für die Wirtschaft", sagte die Politikerin. Die Bundesregierung nutze die Gelegenheit, "klammheimlich ihre Verteidigungsausgaben zu erhöhen". Politiker von Union und SPD unterstützen dagegen die Ausgaben dieser Art im Rahmen des Konjunkturpakets.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,610735,00.html

ManOfConstantSorrow

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 6841
Re: Der Preis des Krieges
« Antwort #12 am: 10:46:16 Di. 31.März 2009 »
Irak und Afghanistan: Kriege kosten die USA mehr als 680 Milliarden Dollar

Teure Kriege: Die Einsätze in Afghanistan und Irak sowie der Kampf gegen den Terror haben die USA seit 2001 insgesamt 685,7 Milliarden Dollar gekostet. Den Großteil der Summe verschlingt der Irak-Krieg.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,616454,00.html
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Kater

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 7112
Deutschland ist drittgrößter Rüstungsexporteur
« Antwort #13 am: 14:27:07 Mo. 27.April 2009 »
Zitat
Deutschland ist drittgrößter Rüstungsexporteur

Deutschland ist weltweit der drittgrößte Rüstungsexporteur nach den USA und Russland. Die Exporte der deutschen Rüstungsindustrie in den vergangenen fünf Jahren entsprächen rund zehn Prozent des weltweiten Volumens, teilte das Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI in Stockholm mit. Deutschland liegt demnach hinter den USA mit 31 Prozent und Russland mit 25 Prozent auf dem dritten Rang.

Bei den Importeuren steh China an der Spitze. Elf Prozent der Rüstungsexporte zwischen 2004 und 2008 seien für die Volksrepublik bestimmt gewesen. Auf Indien entfielen laut SIPRI sieben Prozent aller Rüstungsimporte, auf die Vereinigten Arabischen Emirate und Südkorea jeweils sechs Prozent. Den vierten Platz teilten sich Israel und Griechenland mit jeweils vier Prozent. In der vorherigen Studie von SIPRI, die den Zeitraum zwischen 1999 und 2003 abdeckt, lagen die Vereinigten Arabischen Emirate noch an 16. Stelle. Insgesamt stieg der weltweite Waffenhandel laut SIPRI seit 2003 um 21 Prozent.

http://de.news.yahoo.com/2/20090427/tpl-deutschland-ist-drittgroesster-ruest-ee974b3.html

ManOfConstantSorrow

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 6841
Re: Der Preis des Krieges
« Antwort #14 am: 10:50:27 Fr. 22.Mai 2009 »
Afghanistan überholt Irak
Kriegsetat: US-Senat bewilligt Milliarden


22.05.2009, 06:29

Der US-Senat bewilligt weitere 91,3 Milliarden für die Kriege in Irak und vor allem Afghanistan. Der Einsatz am Hindukusch wird erstmals teurer als der im Irak.

Der US-Senat hat die Haushaltsmittel für die Kriege im Irak und in Afghanistan bewilligt. Die Senatoren stimmten mit 86 zu drei Stimmen für ein Maßnahmenbündel in Höhe von 91,3 Milliarden Dollar (67 Milliarden Euro), das unter anderem die Ausweitung des Militäreinsatzes in Afghanistan abdeckt. Geld für die von US-Präsident Barack Obama angestrebte Schließung des Gefangenenlagers Guantanamo ist darin nicht enthalten.

Die dafür vorgesehenen 80 Millionen Dollar hatten die Senatoren am Mittwoch aus dem Paket gestrichen und der Regierung Obama damit eine herbe Niederlage zugefügt. Der Haushaltsposten umfasst die Kosten für die Kriegseinsätze und die Beschaffung neuen militärischen Geräts, aber auch 6,9 Milliarden Dollar (5 Milliarden Euro) Hilfsgelder, von denen der Großteil für Afghanistan und Pakistan reserviert ist.

Die Kosten für den Krieg in Afghanistan werden wegen der geplanten Truppenaufstockung im kommenden Jahr erstmals jene für den Einsatz im Irak überschreiten. Obama hat die Entsendung von mehr als 20.000 zusätzlichen Soldaten beschlossen. Mit den Truppen zur logistischen Unterstützung wird sich die Zahl der Soldaten bis Jahresende im Vergleich zu Ende 2008 damit auf rund 68.000 mehr als verdoppeln.

Bedenken wegen der Aufstockung zeigte Admiral Mike Mullen. Der Generalstabschef befürchtet, dass Pakistan so weiter destabilisiert werden könnte. Aufständische könnten verstärkt über die kaum gesicherte Grenze fliehen, sagte Mullen bei einer Anhörung im Kongress. Die Streitkräfte täten ihr Bestes, um dem entgegenzuwirken.

(AP/Reuters/dpa/woja/mati)

http://www.sueddeutsche.de/,ra1m1/politik/821/469379/text/
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!