Autor Thema: Wohnen in Berlin wird teurer  (Gelesen 25613 mal)

Kater

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 7112
Wohnen in Berlin wird teurer
« am: 21:59:50 Fr. 03.November 2006 »
Zitat
Wohnen wird teurer
Im kommenden Jahr steigen Mieten / Höhere Grund- und Mehrwertsteuer wirkt sich auch aus
30.10.2006

Die Kosten für das Wohnen werden im kommenden Jahr so stark steigen wie lange nicht. Dazu trägt zum einen die Erhöhung der Grundsteuer bei, die nach dem Willen der Senatsfinanzverwaltung bereits im Jahr 2007 wirksam werden soll, zum anderen die deutschlandweite Mehrwertsteuererhöhung. Darüber hinaus planen einige landeseigene Wohnungsunternehmen auch noch die Erhöhung der Kaltmiete. Und vielleicht werden sogar noch die Wasserpreise raufgesetzt.

Wie stark die Anhebung der Mehrwertsteuer die Wohnkosten nach oben treibt, war bislang vielen nicht bewusst. Mieter wähnten sich vor einem Preisauftrieb weitgehend in Sicherheit, weil auf die Kaltmiete keine Mehrwertsteuer erhoben wird. Da aber für Strom, Gartenpflege, Hausreinigung, Schneebeseitigung und Hauswarttätigkeiten durch Fremdfirmen jeweils Mehrwertsteuer bezahlt werden muss, steigen die Nebenkosten an. Und die können von den Vermietern auf die Kaltmiete umgelegt und den Mietern in Rechnung gestellt werden. Den Vermietern selbst bleibt von den durchlaufenden Kosten nicht ein Cent.

"Das tut irgendwann weh"

Insgesamt sind 70 Prozent der Betriebskosten mehrwertsteuerpflichtig, hat die Wohnungsbaugesellschaft Mitte (WBM) für ihre Wohnungen errechnet. Für jede WBM-Wohnung erhöhen sich die Betriebskosten durch die Mehrwertsteueranhebung um rund 29 Euro jährlich, sagt WBM-Sprecherin Steffi Pianka. Das Problem: Genau so viel kommt schon durch die Erhöhung der Grundsteuer auf die Mieter zu. "Das tut irgendwann weh", sagt Pianka. Sie befürchtet, dass sich Mieter mit wenig Geld deswegen nach kleineren, preiswerteren Wohnungen umsehen.

Berlinweit erhöhen sich die Wohnkosten durch die Mehrwertsteuer für eine durchschnittlich 62 Quadratmeter große Wohnung jährlich um etwa 24 bis 30 Euro, hat der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) errechnet.

Manche Mieter müssen sogar noch mit anziehenden Kaltmieten rechnen. Zum Beispiel Bewohner im Märkischen Viertel. Die Wohnungsbaugesellschaft Gesobau will dort bei 1 860 Wohnungen zum 1. Januar 2007 die Mieten erhöhen. Laut Gesobau-Sprecher Matthias Gaenzer soll die Kaltmiete von derzeit 3,43 bis 4,08 Euro je Quadratmeter Wohnfläche monatlich auf 3,99 bis 4,44 Euro erhöht werden. Damit liege die Gesobau noch immer unter den erzielbaren Werten des Berliner Mietspiegels, sagt Gaenzer. Für Mieter einer 80 Quadratmeter großen Wohnung, die 1967 gebaut wurde, erhöht sich die Miete um 53 Euro pro Monat - weitere 5,60 Euro fallen durch die Erhöhung der Betriebskosten durch Grundsteuer und Mehrwertsteuer an.

Degewo: Mehr für Top-Lagen

Die anderen landeseigenen Wohnungsunternehmen planen teilweise Mieterhöhungen, aber nicht im gleichen Umfang wie die Gesobau im Märkischen Viertel. Die Degewo will lediglich für "einen geringen Teil der Wohnungen in innerstädtischen Top-Lagen" Mieterhöhungen aussprechen, sagte Pressesprecherin Erika Kröber. Die Gewobag erklärte, sie wolle die Mieten an den Mietspiegel anpassen, machte aber keine Angaben über die Zahl der betroffenen Wohnungen. Die Wohnungsbaugesellschaft Stadt und Land sowie die Wohnungsbaugesellschaft Hohenschönhausen (Howoge) erklärten, Mieterhöhungen seien nicht vorgesehen. Die Wohnungsbaugesellschaft Mitte teilte mit, es sei "nichts Größeres" geplant.

Der Berliner Mieterverein (BMV) warnte die landeseigenen Wohnungsunternehmen angesichts steigender Nebenkosten davor, weiter an der Mietschraube zu drehen. BMV-Hauptgeschäftsführer Hartmann Vetter sagte in diesem Zusammenhang, die Unternehmen müssten "Maß halten", um ihrem Auftrag gerecht zu werden, bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen.

------------------------------

Die Preistreiber

Die Mehrwertsteuer wird zum Januar 2007 auf Beschluss der Regierung um drei Prozent erhöht. Die Mietnebenkosten steigen deswegen um etwa drei bis vier Cent je Quadratmeter Wohnfläche monatlich. Die Mieter bekommen dies in der Regel erst mit der nächsten Betriebskostenabrechnung zu spüren.

Die Grundsteuer soll nach einem Beschluss der rot-roten Koalition in Berlin um 22,7 Prozent steigen. Dadurch erhöhen sich die Nebenkosten nach Angaben der Senatsfinanzverwaltung für Mietwohngrundstücke zwischen etwa 40 und 60 Cent je Quadratmeter Wohnfläche jährlich. Die Erhöhung der Grundsteuer soll noch 2007 in Kraft treten. Dazu reicht es, wenn die Neuregelung bis Ende Juni 2007 verabschiedet wird. Sie kann dann rückwirkend zum 1. Januar wirksam werden.

Die Mieten bei der Wohnungsbaugesellschaft Gesobau werden für 1 860 Wohnungen im Märkischen Viertel zum 1. Januar 2007 angehoben. Andere landeseigene Wohnungsunternehmen planen keine oder nur geringe Mieterhöhungen. Die Degewo beispielsweise will nur für einen geringen Teil der Wohnungen in Top-Lagen höhere Mieten verlangen. Die Stadt und Land und die Howoge planen keine Erhöhungen.

Die Wasserpreise ziehen möglicherweise ebenfalls an. Zwar gebe es zurzeit noch "keine Entscheidung", sagte ein Sprecher der Wasserbetriebe. "Wir können sie aber auch nicht ausschließen." Sollten die Wasserpreise im bisherigen Rahmen um zwei Prozent steigen, würden sich die Kosten für Trinkwasser und Abwasser im Jahr pro Kopf um 4,04 Euro erhöhen.

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2006/1030/lokales/0026/index.html

Kater

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 7112
Wohnen in Berlin wird teurer
« Antwort #1 am: 21:54:00 Do. 05.Juli 2007 »
Zitat
Das Millionenspiel
Die Mieterorganisationen beklagen, dass der neue Mietspiegel hohe Preissteigerungen möglich macht
Ulrich Paul

Der in der kommenden Woche erscheinende neue Mietspiegel bietet den Vermietern nach Angaben mehrerer Mieterverbände unnötig hohe Spielräume für zusätzliche Mieterhöhungen. Der Hauptgeschäftsführer des Berliner Mietervereins (BMV), Hartmann Vetter, sagte gestern, es gehe dabei um einen zusätzlichen Betrag von insgesamt 114 Millionen Euro im Jahr. Weil die Mieterverbände einen Mietspiegel mit solchen Erhöhungsmöglichkeiten nicht mittragen wollen, hätten sie den Mietspiegelarbeitskreis verlassen und würden den neuen Mietspiegel nicht anerkennen.

In dem Arbeitskreis haben Vertreter der Vermieter, der Mieterorganisationen und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung über den Mietspiegel beraten. Nach Wunsch der rot-roten Koalition sollte der Mietspiegel eigentlich von Mietern und Vermietern unterschrieben werden. Dazu kommt es jetzt nicht. Nun soll er am kommenden Mittwoch ohne Unterschrift der Mieterorganisationen in Kraft treten - festgesetzt von Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD).

Der Mietspiegel gibt Auskunft über die ortsübliche Miete von Wohnungen je nach Lage, Größe, Baualter und Ausstattung. Die Daten für den Mietspiegel beruhen auf den bestehenden Mietverhältnissen und werden bei einer repräsentativen Befragung ermittelt. Üblich ist es, dabei einen bestimmten Anteil besonders hoher und niedriger Mieten auszusortieren, um das Bild nicht zu verfälschen. Die Mieterverbände bemängeln, dass bei der Ermittlung des Mietspiegels zu viele hohe Mieten einfließen. Sie würden gerne ein Sechstel aller hohen und niedrigen Mietwerte wegfallen lassen. Der neue Mietspiegel sieht dagegen vor, dass teilweise nur ein Zehntel der Werte wegfallen.

Dies führe zu zusätzlichen Mieterhöhungsspielräumen von bis zu 1,02 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche, bemängeln die Mieterorganisationen. Betroffen davon seien mehr als 80 Prozent aller freifinanzierten Wohnungen - insgesamt rund 900 000 Wohnungen in Berlin. Für knapp 20 Prozent aller Wohnungen steige der Spielraum für Mieterhöhungen um mehr als 25 Cent pro Quadratmeter. Besonders betroffen von den zusätzlichen Spielräumen für Mieterhöhungen seien modernisierte Altbauwohnungen bis zum Baujahr 1918. Der Mieterhöhungsspielraum wachse hier um bis zu 61 Cent je Quadratmeter Wohnfläche.

Die Spielräume für Mieterhöhungen würden von den Vermietern in der Regel genutzt, wodurch die Werte für den nächsten Mietspiegel hochgetrieben würden, kritisierten die Mietervertreter. In Hamburg und Leipzig gebe es Mietspiegel mit einer weniger breiten Spanne von Mietwerten. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hatte, wie berichtet, darauf verwiesen, dass der Mietspiegel eine Fortschreibung der bisherigen Mietspiegel sei und die Methodik deswegen beibehalten wurde.

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/print/berlin/667380.html?keywords=Millionenspiel

Kater

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 7112
Wohnen in Berlin wird teurer
« Antwort #2 am: 16:04:46 Mi. 11.Juli 2007 »
Zitat
Wohnen in Berlin wird immer teurer
Mietspiegel gewährt Raum für weitere Erhöhungen - Kritik von Vereinen
ddp

Die Mieten in Berlin sind in den vergangenen zwei Jahren weiter gestiegen. Vor allem das Wohnen in sanierten Altbauten in guter Wohnlage ist überdurchschnittlich teurer geworden. Hingegen sind die Mieten in Neubauten relativ stabil geblieben oder gesunken, wie aus dem am Mittwoch vorgestellten Mietspiegel 2007 hervorgeht. Die Mietervereine lehnen das Papier wegen der zu großen Spanne der berücksichtigten Mieten ab. Dadurch seien den Vermietern nun Spielräume für Erhöhungen eröffnet. Diese werden nach Ansicht des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) von den Vermietern jedoch zur Modernisierung der Bestände verwandt und so die Betriebskosten senken.

Im Vergleich zum Mietspiegel 2005 seien die Preise pro Quadratmeter Wohnraum im Durchschnitt um 5,8 Prozent gestiegen, sagte Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) am Mittwoch in Berlin. Der Mittelwert pendele zwischen 2,71 und 7,64 Euro. Durchschnittlich koste die Miete in Berlin derzeit 4,75 Euro pro Quadratmeter (2005: 4,49 Euro). Damit sei die Situation in der Hauptstadt im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten immer noch moderat. In München koste der Quadratmeter Wohnfläche über neun Euro, in Hamburg mehr als sechs Euro. Die günstigen Mieten in Berlin seien daher auch ein wirtschaftlicher Standortvorteil, sagte die Senatorin.

Für den neuen Mietspiegel sind den Angaben zufolge zudem auch einige Wohnlagen neu bewertet worden. Insgesamt habe es mehr als 10 000 Anpassungen gegeben. Vergeben werden die Attribute einfach, mittel und gut. Vor allem in der Gegend Unter den Linden im Bezirk Mitte, in Teilen Prenzlauer Bergs und Karlshorsts und in der Kreuzberger Bergmannstraße sei die Wohnlage heraufgestuft worden. In Wedding und Neukölln habe es dagegen Abwertungen gegeben.

Mit dem Mietspiegel 2007 verfügten sowohl Mieter als auch Vermieter über ein "sicheres und gerichtsfestes Instrumentarium" zur Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete. Die Übersicht ist Junge-Reyer zufolge ein ?realistisches Abbild? des Wohnungsmarktes. Für den Mietspiegel wurden Daten von 8000 Wohnungen erhoben. Insgesamt gelte er für 1,2 der 1,8 Millionen Wohnungen in der Hauptstadt. Im Schnitt stehen nach Angaben der Senatorin 100 000 Wohnungen in der Hauptstadt leer.

Die Berliner Mietervereine wiesen daraufhin, dass in mehr als 75 Prozent der Mietspiegelfelder der Mittelwert im Vergleich zum Spiegel 2005 gestiegen sei. Der Verkauf von 150 000 Wohnungen in den vergangenen zehn Jahren habe zu teilweise "kräftigen Mietsteigerungen geführt".

Damit seien die befürchteten Folgen der Privatisierungen eingetreten, kritisierte der Hauptgeschäftsführer des Berliner Mietervereins, Hartmann Vetter. Bei Altbauten würde die Steigerung mitunter mehr als neun Prozent betragen. Die Anstiege sind Vetter zufolge auf eine größere Spanne der berücksichtigten Mieten zurückzuführen. Aus diesem Grund hatten die Vereine die Mitarbeit am Mietspiegel abgebrochen.

Nach Ansicht des BBU-Vorstandsmitglied Ludwig Burkardt zeigt der neue Mietspiegel, dass Berlins Wohnungsmarkt sehr dynamisch sei. Die "in einigen Segementen steigenden Mieten" spiegelten den wirtschaftlichen Aufschwung der Stadt wider. Allerdings würden die hohen Energie- und Müllentsorgungskosten in Berlin "das Mietwohnen wirklich verteuern".

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/print/berlin/669069.html

Kater

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 7112
Wohnen in Berlin wird teurer
« Antwort #3 am: 17:08:59 Do. 12.Juli 2007 »
Zitat
NEUER MIETSPIEGEL
Kleine Wohnungen sind besonders gefragt

Das Wohnen in Berlin verteuert sich weiter. Aber nicht überall. Während begehrte Altbauten nach Modernisierungen im Preis anziehen, sinken die Mieten von Neuquartieren.
Ulrich Paul

BERLIN. Berlins Mieter zahlen für ihre Wohnung heute durchschnittlich 5,8 Prozent mehr Miete als vor zwei Jahren. Das geht aus dem Mietspiegel 2007 hervor, den Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) gestern vorlegte. Die durchschnittliche Miete ohne Nebenkosten kletterte demnach von 4,49 Euro im Jahr 2005 auf 4,75 Euro je Quadratmeter Wohnfläche monatlich im Jahr 2007. Jährlich haben sich die Mieten damit im Schnitt um 13 Cent je Quadratmeter erhöht. Die Mietsteigerungen bleiben damit auf einem konstant hohen Niveau. Bereits vor zwei Jahren hatten sich die Mieten gegenüber 2003 um 5,9 Prozent erhöht. Die Preise für das Wohnen liegen damit deutlich über der normalen Inflationsrate, die im Jahr 2005 bei zwei Prozent und im Jahr 2006 bei 1,7 Prozent lag.

Wohnen im Osten wird teurer

Überdurchschnittlich stark gestiegen sind die Mieten von sehr kleinen Wohnungen unter 40 Quadratmetern, die in Berlin besonders stark gefragt sind: hier zogen die Preise um 10,2 Prozent auf durchschnittlich 5,14 Euro je Quadratmeter an. Überdurchschnittlich hohe Steigerungen gab es ferner bei den 1956 bis 1964 errichteten Wohnungen, die sich von 4,26 Euro auf 4,68 Euro je Quadratmeter verteuerten. Das entspricht einer Steigerung von 9,9 Prozent. Bei den Altbauwohnungen, die zwischen 1919 und 1949 gebaut wurden, machen sich verstärkt modernisierungsbedingte Preissteigerungen bemerkbar: In dieser Kategorie kletterten die Mieten um 8,6 Prozent auf 4,58 Euro je Quadratmeter monatlich.

Deutlich gestiegen sind in den östlichen Bezirken die Preise für Wohnungen, die von 1973 bis 1990 errichtet wurden: Mit 4,79 Euro liegen die Quadratmeterpreise dort jedoch im Schnitt noch unter den Mieten für vergleichbare Wohnungen in den westlichen Bezirken, wo von 1973 bis 1983 errichtete Unterkünfte 6,12 Euro kosten und von 1984 bis 1990 gebaute Wohnungen mit 6,76 Euro zu Buche schlagen. Rückgänge bei den Mieten gab es bei vielen Neubauwohnungen, die seit 1991 entstanden sind. Hier sanken die Preise um durchschnittlich 3,7 Prozent auf 6,58 Euro je Quadratmeter. Grund: Das Angebot dieser relativ teuren Wohnungen übersteigt die Nachfrage. Zusammen mit dem Mietspiegel veröffentlichte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung auch eine Übersicht über die gezahlten Betriebskosten in Berlin. Sie liegen im Schnitt bei 2,19 Euro je Quadratmeter Wohnfläche monatlich (inklusive Heizung und Warmwasser).

Junge-Reyer verteidigte den Mietspiegel gestern mit den Worten, er bilde die Berliner Mietenlandschaft realistisch ab. Sie sei sich sicher, dass er die Mieter vor ungerechtfertigten Mietsteigerungen schützen werde. Mieterverbände hatten wie berichtet kritisiert, dass der neue Mietspiegel zu vermieterfreundlich sei und große Spielräume für weitere Mieterhöhungen biete.

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/print/tagesthema/669082.html

Zitat
Erhöhung bis zu 20 Prozent

Der neue Mietspiegel für Berlin liegt vor. Er gibt Auskunft über die ortsübliche Miete einer Wohnung je nach Größe, Lage, Ausstattung und Alter. Vermieter können den Mietspiegel nutzen, um Mieterhöhungen zu begründen. Mieter können ihn einsetzen, um zu kontrollieren, ob die Mieterhöhung berechtigt ist. Der Hauptgeschäftsführer des Berliner Mietervereins, Hartmann Vetter, erklärt, worauf Mieter achten müssen.

Wenn man weniger Miete zahlt, als nach dem Mietspiegel zulässig ist, darf dann der Vermieter die Miete erhöhen?

Das geht nur unter bestimmten Bedingungen. Dazu zählt, dass die Miete seit einem Jahr, von Betriebskostenerhöhungen abgesehen, unverändert gewesen sein muss. Sie darf maximal bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete erhöht werden. Darüber hinaus ist zu beachten, dass sie innerhalb von drei Jahren nur um 20 Prozent steigen darf.

Wie errechnet sich der Erhöhungsbetrag für drei Jahre?

Bei einer Mieterhöhung zum 1. September 2007 wird die Kaltmiete vom 1. September 2004 zu Grunde gelegt. Darauf werden 20 Prozent mehr Miete berechnet. Dann steht fest, welcher Betrag nicht überschritten werden darf. Ein Beispiel: Für eine Wohnung wurden am 1. September 2004 500 Euro Miete gezahlt; zwanzig Prozent sind 100 Euro. Die neue Miete am 1. September 2007 darf also nicht höher als 600 Euro sein. Zugleich darf aber die ortsübliche Miete nicht überschritten sein.

Kann man die Miete senken, wenn man feststellt, dass die gezahlte Miete zu hoch ist?

Der Berliner Wohnungsmarkt gilt als entspannt, so dass eine Mietpreisüberhöhung nicht mehr zu einem Anspruch auf Mietsenkung führt. Der Mieter kann nur unter Androhung einer Kündigung den Vermieter um Senkung der Miete bitten. Der vernünftige Vermieter wird auf dieses Ansinnen eingehen, um den Mieter nicht zu verlieren. Hier gilt es, Marktmacht auch einmal vom Mieter zu nutzen.

Erstmals können nach dem Mietspiegel Abschläge vorgenommen werden, wenn ein Badezimmer kein Fenster hat. Kann ich eine Verringerung der Miete verlangen, wenn ich so ein Badezimmer habe?

Nein, dieses Sondermerkmal führt nur dazu, dass die ortsübliche Miete um diesen Betrag niedriger ausfällt.

Was ist, wenn der Mieter auf eigene Kosten eine Heizung oder ein Badezimmer eingebaut hat? Kann der Vermieter trotzdem mehr Miete verlangen?

Nein. Ausstattung, die der Mieter bezahlt hat, gilt mietpreislich als nicht vorhanden.

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/print/tagesthema/669084.html

Kater

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 7112
Wohnen in Berlin wird teurer
« Antwort #4 am: 17:54:38 Mi. 15.August 2007 »
Zitat
Kaum ist der Urlaub vorbei, wird die Miete teurer
Die ersten Hausbesitzer nutzen schon den neuen Mietspiegel und setzen die Preise für ihre Wohnungen rauf
Ulrich Paul

Der 44-jährige Wilfried Schrader* aus Prenzlauer Berg hatte die schlechte Nachricht bereits im Briefkasten. Wenige Wochen, nachdem der neue Mietspiegel in Kraft getreten ist, hat er eine Mieterhöhung für seine Wohnung bekommen. Monatlich rund 30 Euro mehr Miete verlangt sein Vermieter für die 80 Quadratmeter große Drei-Zimmer-Wohnung. "Es sieht so aus, als hätte der Vermieter nur auf den neuen Mietspiegel gewartet", sagt Schrader. Der 44-Jährige ist nicht der Einzige, der die Auswirkungen des neuen Mietspiegels zu spüren bekommt. Die Wohnungsbaugesellschaft Hohenschönhausen (Howoge) räumte gestern ein, dass sie 22 Mietern im Gensinger Viertel ebenfalls eine Erhöhung zugeschickt habe.

"Für viele Vermieter sind die Ferien in diesem Jahr offenbar schon vorbei", sagt der Hauptgeschäftsführer des Berliner Mietervereins (BMV), Hartmann Vetter. "Sie nutzen die Mieterhöhungsmöglichkeiten aus, die der neue Mietspiegel bietet." Die "große Welle" von Mieterhöhungen stehe den Berliner Haushalten aber erst noch bevor. Denn die meisten Eigentümer rechneten derzeit noch aus, um welche Beträge sie die Preise erhöhen können. "Bis zum Jahresende müssen wahrscheinlich mehrere tausend Mieter mit einer Mieterhöhung rechnen", sagt Vetter.

Maximal 20 Prozent mehr Miete können die Eigentümer in drei Jahren nehmen, sofern die Haushalte weniger als die ortsübliche Miete laut Mietspiegel bezahlen. Vetter sagt, Vermieter würden versuchen, diese 20 Prozent auch zu kassieren. Weil die Mieterhöhungsschreiben oft fehlerhaft seien, lohne es, sie von Mietrechtsexperten prüfen zu lassen. Einer der häufigsten Fehler sei, dass Vermieter die Unterschrift vergessen und dass bei elektronisch erstellten Mieterhöhungen nur die Funktion des Unterzeichners, aber nicht der Name stehe.

Der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) rechnet im Gegensatz zum Mieterverein nicht mit einer Welle von Mieterhöhungen. BBU-Sprecher David Eberhart sagte, er erwarte, dass sich die Preise für das Wohnen wie bislang jährlich um 2,5 bis 3 Prozent in Berlin erhöhen. Im Rahmen der wirtschaftlichen Erholung eröffneten sich allerdings schon "größere Mieterhöhungsspielräume". Dies gelte aber nur für besonders gefragte Wohnungen, so der BBU-Sprecher. Das seien vor allem kleine bis mittelgroße, gut ausgestattete Altbauwohnungen in attraktiven Stadtlagen wie Mitte, Prenzlauer Berg, Charlottenburg, Wilmersdorf und Friedrichshain. Hier gehören die Mieten oftmals zu den teuersten in Berlin. Nach wie vor gebe es aber auch noch in allen Bezirken Wohnungen mit Mieten unterhalb des Berliner Durchschnitts von 4,75 Euro pro Quadratmeter monatlich, sagt der BBU-Sprecher. In weniger gefragten Wohngebieten lassen Vermieter sogar mögliche Steigerungen ungenutzt. "Denn wer befürchten muss, dass die Leute ausziehen, wird die Miete nicht erhöhen", sagt der Fachanwalt für Mietrecht, Mathias Bröring.

*Name von der Redaktion geändert

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/print/berlin/677953.html

Zitat
Das Recht der Mieter
Der Mietspiegel gibt Auskunft über die ortsübliche Miete einer Wohnung je nach Größe, Lage, Ausstattung und Alter. Vermieter können den Mietspiegel nutzen, um Mieterhöhungen zu begründen. Mieter können ihn einsetzen, um zu kontrollieren, ob eine Mieterhöhung berechtigt ist. Der neue Mietspiegel ist am 11. Juli in Kraft getreten.

Vermieter dürfen die Miete nur unter bestimmten Bedingungen erhöhen. Dazu zählt, dass die Miete seit einem Jahr unverändert gewesen sein muss, von Betriebskostenerhöhungen abgesehen. Und sie darf maximal bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete erhöht werden. Darüber hinaus ist zu beachten, dass die Miete innerhalb von drei Jahren nur um 20 Prozent steigen darf.

Zu den häufigen Fehlern in Mieterhöhungsschreiben gehört, dass Vermieter die 20-prozentige Erhöhung für drei Jahre falsch berechnen. Sie wird nämlich nicht für die Zukunft berechnet, sondern rückblickend. Bei einer Mieterhöhung zum 1. Oktober 2007 wird also die Kaltmiete vom 1. Oktober 2004 zugrunde gelegt. Darauf werden 20 Prozent mehr Miete berechnet. Dann steht fest, welcher Betrag nicht überschritten werden darf. Beispiel: Für eine Wohnung wurden am 1. Oktober 2004 insgesamt 500 Euro Miete gezahlt; zwanzig Prozent sind 100 Euro. Die neue Miete am 1. Oktober 2007 darf also nicht höher als 600 Euro sein.

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/print/berlin/677947.html

Kater

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 7112
Wohnen in Berlin wird teurer
« Antwort #5 am: 00:42:14 Di. 13.November 2007 »
Zitat
Fast jeder Zweite zahlt zu viel
Erste Ergebnisse der Aktion Mietpreisüberprüfung
Ulrich Paul

Viele Berliner zahlen für ihre Wohnung eine überhöhte Miete. Das ist das Ergebnis einer ersten Stichprobe der Aktion Mietpreisüberprüfung, die der Berliner Mieterverein (BMV) Ende Oktober gestartet hat. BMV-Hauptgeschäftsführer Hartmann Vetter sagte der Berliner Zeitung, dass bislang 500 Mieter Angaben zu ihrer Miete gemacht haben. "Bei der Auswertung der ersten 100 Einsendungen haben wir festgestellt, dass in 48 Fällen die gezahlte Miete über den Werten des Mietspiegels liegt", sagte Vetter.

Besonders betroffen von hohen Mieten sind die begehrten Wohnquartiere in der Innenstadt. Die größte Abweichung vom Mietspiegel sei bei einer Wohnung in der Straße Wilhelmsaue in Wilmersdorf festgestellt worden. Dort liege die gezahlte monatliche Miete 233,72 Euro über dem Mietspiegelwert. Das entspreche einer Überschreitung von 32,91 Prozent. Bei einer Wohnung in der Linienstraße in Mitte zahle ein Mieter pro Monat 97,85 Euro mehr - der Wert des Mietspiegels wird in diesem Fall um 17,21 Prozent übertroffen.

Tipp: Mit Kündigung drohen

Vetter sagte, die Haushalte, die überhöhte Mieten bezahlen, sollten versuchen, ihre Miete mit Hilfe des neuen Mietspiegels zu verringern. Noch gebe es in Berlin mehr als 100 000 leer stehende Wohnungen. In absehbarer Zeit werde es mit großer Wahrscheinlichkeit aber anders aussehen. Die Mieter würden sich marktgerecht verhalten, wenn sie überteuerte Wohnungen kündigen und eine Wohnung gleichen Standards zu niedrigeren Preisen anmieten - vorausgesetzt, sie sind mobil genug, so Vetter. "Wohnungen, die im Jahr 2003 pro Quadratmeter noch zwölf Euro kosteten, sind heute für sieben Euro pro Quadratmeter oder weniger zu haben." Oftmals lohne es auch schon, gegenüber dem Vermieter mit dem Auszug zu drohen. Die Erfahrung zeige, dass Vermieter dann häufig einlenken und die Miete senken.

Zu überhöhten Mieten kommt es vor allem bei der Neuvermietung von Wohnungen. Grund: die Vermieter sind bei Vertragsabschluss nicht an den Mietspiegel gebunden, sondern können höhere Mieten vereinbaren. Ist der Vertrag unterschrieben, ist der Mieter daran gebunden. Vetter rief die Berliner auf, sich an der Mietpreisüberprüfung zu beteiligen. Sie sei kostenlos. Mieter von Sozialbauwohnungen können sich jedoch nicht beteiligen.

Mehr zum Thema im Internet unter

http://www.berliner-mieterverein.de

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/print/berlin/701608.html

Kater

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 7112
Wohnen in Berlin wird teurer
« Antwort #6 am: 15:41:23 Do. 06.März 2008 »
Zitat
Wohnkosten in Berlin steigen mäßig
GSW erfasst erstmals Mieten nach Postleitzahlen
Ruprecht Hammerschmidt

Die Wohnungsmieten in Berlin ziehen leicht an. Wer im zweiten Halbjahr 2007 eine Wohnung in der Hauptstadt gemietet hatte, musste im Schnitt 1,7 Prozent mehr bezahlen als in den ersten sechs Monaten des Jahres. Dies ergab der Wohnmarktreport, den die GSW zusammen mit der Immobilienberatung Jones Lang LaSalle erstellt hat. Danach betrug die durchschnittliche Nettokaltmiete 5,90 Euro pro Quadratmeter im Monat. Im ersten Halbjahr 2007 seien es noch 5,80 Euro gewesen, hieß es. In den Bezirken gebe es jedoch unterschiedliche Entwicklungen. Während Lichtenberg mit einem Plus von 7,6 Prozent die größte Preissteigerung verzeichnete, sanken die Preise in Mitte um fünf Prozent am stärksten.

Gleichzeitig wurde erstmals der Berliner Wohnkostenatlas vorgestellt. Darin wurden die Kaltmieten nach Postleitzahlen untersucht. Wenig verwundert, dass die Mieten Unter den Linden mit fast 11 Euro pro Quadratmeter am teuersten sind. Der Atlas gibt aber auch Auskunft darüber, wie viel Prozent des durchschnittlichen Einkommens die Haushalte in den Lagen für ihre Miete aufbringen müssen. Und danach sind die Mieter Unter den Linden bereit, fast die Hälfte ihres Haushaltseinkommens für ihre Wohnung zu zahlen. Im Schnitt zahlen die Berliner Haushalte lediglich ein Viertel ihres Einkommens.

Anders als der Berliner Mietspiegel, der die Mieten im Bestand erfasst, berücksichtigen Wohnkostenatlas und Report nur Neuvermietungen. Die Durchschnittsmiete laut Mietspiegel beträgt derzeit 4,47 Euro pro Quadratmeter.

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/print/berlin/731175.html

den Berliner Wohnmarktreport findet man hier:

http://www.gsw.de/de/unternehmen/pressezentrum/aktueller_wohnmarktreport-1/GSW-WohnmarktReport.jsp

Kater

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 7112
Wohnen in Berlin wird teurer
« Antwort #7 am: 09:49:46 Mo. 18.August 2008 »
Zitat
Berlin: Teure Mieten verdrängen Alteingesessene

Bei Neuvermietungen steigen Wohnkosten auf bis zu 50 Prozent des Einkommens der Haushalte
Ulrich Paul

Wer in Berlin eine neue Wohnung anmietet, muss dafür im Durchschnitt ein Drittel seines Einkommens bezahlen. Das geht aus einem Wohnkostenatlas der Wohnungsbaugesellschaft GSW und der Immobilienberatung Jones Lang LaSalle hervor.

Im Durchschnitt ist eine angebotene Wohnung in Berlin danach 73,3 Quadratmeter groß und kostet 596 Euro Warmmiete monatlich. Das Haushaltsnettoeinkommen liegt im Schnitt bei 1 808 Euro. Vor allem Wohnungen in der City werden jedoch für viele Interessenten fast unbezahlbar. Der Berliner Mieterverein (BMV) schlägt deswegen Alarm: „In vielen Gebieten droht die Verdrängung der alteingesessenen Mieter“, sagt BMV-Hauptgeschäftsführer Hartmann Vetter.

Um eine neue Wohnung in Mitte anzumieten, müssen die dortigen Bewohner im Schnitt eine Warmmiete von 641 Euro aufbringen. Das entspricht 41,5 Prozent ihres Nettoeinkommens. Zu den preislichen Spitzenreitern gehören Wohnungen im Gebiet Unter den Linden/Friedrichstraße. Sie sind im Schnitt 101,7 Quadratmeter groß und kosten pro Monat 2 210 Euro Warmmiete. Dies entspricht einem Anteil von 58,9 Prozent der Einkommen in diesem Gebiet. Wer dort lebt, kann sich also eine der neuen angebotenen Wohnungen kaum leisten.

Zu den begehrten und immer teurer werdenden Wohngebieten gehört auch der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Eine neue Wohnung kostet hier im Schnitt 771 Euro Warmmiete – 38,9 Prozent der Einkommen. Preisliche Spitzenreiter sind Wohnungen rund um Kurfürstendamm, Lietzenburger Straße und Olivaer Platz. Für deren Warmmiete müssten die dortigen Bewohner im Schnitt 50,9 Prozent ihres monatlichen Haushaltsnettoeinkommens bezahlen. Die angebotenen Wohnungen sind im Schnitt 103,9 Quadratmeter groß und kosten pro Monat 2 066 Euro warm.

Im Bezirk Pankow sind Wohnungen zwar im Schnitt für 33,8 Prozent des Einkommens und für eine Warmmiete von 601 Euro zu bekommen. Wer in den trendigen Stadtteil Prenzlauer Berg ziehen will, muss jedoch deutlich mehr zahlen. Im Gebiet nordöstlich des Senefelderplatzes müssen die Bewohner bereits 54,4 Prozent der Einkommen ausgeben, um eine neue Wohnung zu beziehen.

Günstige Wohnungen gibt es vor allem in Außenbezirken wie in Marzahn-Hellersdorf. Hier sind die angebotenen Wohnungen für 28,4 Prozent der Einkommen zu haben. Im Durchschnitt kosten sie 501 Euro warm. Unter dem Berliner Schnitt von 596 Euro Warmmiete liegen ferner Wohnungen in Neukölln (501 Euro), Lichtenberg (532 Euro), Reinickendorf (585 Euro), Spandau (524 Euro) und Treptow-Köpenick (568 Euro). Teurer als der Durchschnitt sind Wohnungen in Friedrichshain-Kreuzberg (610 Euro), Tempelhof-Schöneberg (663 Euro) und Steglitz-Zehlendorf (681 Euro).

Mietervereinschef Hartmann Vetter fordert: „Der Senat muss wohnungspolitisch Einfluss nehmen, um die Preissteigerungen zu begrenzen. Zum Beispiel über die landeseigenen Wohnungsunternehmen."

---------------------------


Mehr als 40 000 Angebote ausgewertet

Der Wohnkostenatlas der Wohnungsbaugesellschaft GSW und der Immobilienberatung Jones Lang LaSalle gibt Auskunft darüber, wie hoch der Anteil der Wohnkosten gemessen am Haushaltsnettoeinkommen ist. Für den Atlas wurden die Angaben von 44 491 Mietangeboten aus dem Jahr 2007 ausgewertet und den Postleitzahlengebieten zugeordnet.
Besonders teuer sind die angebotenen Wohnungen für Mieter in Mitte, Prenzlauer Berg und Charlottenburg. Aber auch im Märkischen Viertel und in Marienfelde, wie die dunkle Einfärbung zeigt. Günstig sind Wohnungen dagegen in weiten Teilen von Marzahn-Hellersdorf. Im Norden Marzahns überfordern allerdings auch preiswerte Mieten viele Haushalte, weil die Einkommen dort sehr gering sind. In guten Wohngegenden wie Zehlendorf und Steglitz stehen hohen Mieten hohe Einkommen der Bewohner gegenüber. Der Anteil der Wohnkosten ist deswegen dort gemessen am Einkommen gering.

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/107186/index.php

Kater

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 7112
Wohnen in Berlin wird teurer
« Antwort #8 am: 01:01:47 Do. 04.September 2008 »
Zitat
Begehrt und teuer

Neuer Report: Mieten steigen besonders stark in der Innenstadt und im Südwesten Berlins
von Ulrich Paul

Wer in Berlin eine neue Wohnung anmietet, muss immer mehr bezahlen. Im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2007 stiegen die Preise der angebotenen Wohnungen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres von durchschnittlich 5,90 auf 6,05 Euro Kaltmiete pro Monat je Quadratmeter. Das geht aus einer Untersuchung der Immobilienberatungsfirma Jones Lang LaSalle (JLL) hervor, die gestern präsentiert wurde.

Besonders teuer sind Wohnungen in Charlottenburg-Wilmersdorf, in Steglitz-Zehlendorf und in Mitte. Dort verlangen die Vermieter in vielen Gebieten Quadratmeter-Mieten über sieben Euro. Stark gestiegen seien die Preise der Wohnungen vor allem in Mitte, sagte JLL-Experte Roman Heidrich. Im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2007 zogen sie durchschnittlich um 60 Cent je Quadratmeter an. Deutlich verteuert haben sich die Mieten aber auch in Charlottenburg-Wilmersdorf und in Friedrichshain-Kreuzberg, wo sie um je 35 Cent je Quadratmeter nach oben gingen.

In Friedrichshain-Kreuzberg sei eine Entwicklung zu beobachten, die vor Jahren der Prenzlauer Berg durchlebt habe, sagte Heidrich. Die kulturelle Szene habe viele Investoren aufmerksam gemacht, die ihr Geld in die Sanierung von Altbauten gesteckt hätten und nun höhere Mieten verlangten. Dies führe dazu, dass einige Bewohner in preisgünstigere Nachbarbezirke abwandern.

In Neukölln, Lichtenberg und Tempelhof-Schöneberg werden gleichbleibende Mieten oder sogar niedrigere Preise verlangt. Am geringsten sind die Mieten in Marzahn-Hellersdorf. Dort kosten freie Wohnungen im Schnitt 4,80 Euro je Quadratmeter.

In den kommenden Monaten wird sich nach Einschätzung der Experten das Tempo der Mietsteigerungen generell etwas verringern. Weil Wohnungen in Charlottenburg-Wilmersdorf und in Friedrichshain-Kreuzberg besonders begehrt sind, sei dort zwar noch mit einem "beschleunigten Mietpreiswachstum" zu rechnen. In Mitte und Pankow sei aber nach den starken Preissteigerungen eher ein "verlangsamtes Mietpreiswachstum" zu erwarten.

Der Trend zur kleinen Wohnung hält in Berlin weiter an, weil die Zahl der Single-Haushalte wachse, sagte Heidrich. Von den 1,9 Millionen Haushalten in Berlin ist derzeit mehr als jeder zweite ein Single-Haushalt (50,7 Prozent). Die große Nachfrage nach kleinen Wohnungen führt dazu, dass diese besonders teuer sind. Für eine Wohnung unter 45 Quadratmetern verlangen die Vermieter im Schnitt eine Miete von 6,65 Euro je Quadratmeter. Mittelgroße Wohnungen von 45 bis zu 90 Quadratmeter werden für 5,90 Euro je Quadratmeter angeboten, größere für 6,25 Euro.

Jones Lang LaSalle trägt Informationen über Wohn-Immobilien zusammen, um damit seine Kunden, unter anderem Banken und Großinvestoren, zu beliefern. Will jemand wissen, welche Mieten in der Nachbarschaft einer seiner Wohnungen verlangt werden, kann er dies von JLL erfahren.

Der Hauptgeschäftsführer des Berliner Mietervereins, Hartmann Vetter, erklärte gestern: Der sogenannte Mietermarkt, bei dem die Wohnungssuchenden angesichts vieler leerstehender Wohnungen, den Mietpreis mitbestimmen könnten, sei "offenkundig eine Illusion". Und Vetter warnte: Mieter seien an die mit dem Vermieter ausgehandelte Miete gebunden - auch wenn diese über den Werten des Mietspiegels liege. Die Mieter könnten nicht hinterher eine Preissenkung fordern.

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/108333/index.php

Senor_Ding-Dong

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 620
Wohnen in Berlin wird teurer
« Antwort #9 am: 22:12:08 Mi. 01.Oktober 2008 »
"Luxus-Komfort-Sicherheit" - In x-berg entstehen bis Jahresende schicke Car-Lofts in den Paul-Lincke-Höfen. Mit einem Autoaufzug kann das eigene Luxus-Auto in allen Stockwerken direkt vor dem Wohnzimmer abgestellt werden. Die Car-Lofts samt widerlichem Inhalt werden zukünftig Tag und Nacht durch Security-Personal bewacht.

Selbst die letzten Ost-Berliner Drecksecken werden traurigerweise nach und nach knapp 20 Jahre nach Mauerfall zugepflastert. Am Falkplatz vis-à-vis der Max-Schmeling-Halle in der Gleimstraße 50 entsteht gerade ein kuscheliges Luxus-Glasquartier mit 37 Wohnungen und 2 Gewerbeeinheiten.

Am "Verlorenen Weg", der heutigen Schwedter Straße in Prenzlauer Berg, gründete ein Pastor 1854 eine Mägde-Herberge, später Marthashof genannt, um Dienstmädchen vor "verdorbenen Schlafstellen" und den "verlockenden Ratschlägen böser Menschen" zu schützen. 1943 zerstörten Bomben die Gebäude. Bis vor kurzem standen auf dem weitläufigen Areal noch Verwaltungsbaracken aus DDR-Zeiten. Die sind jetzt weg und das Münchner Unternehmer-Ehepaar Ludwig Maximilian Stoffel und Giovanna Stefanel-Stoffel läßt ein halböffentliches "Urban Village - Marthashof" mit insgesamt 130 Wohneinheiten inklusive Wachschutz für solvente Kleinfamilien mitten im ehemaligen Arbeiterbezirk entstehen.

Stofanel zeigt sich auch für einen im Bau befindlichen Betonklotz mit Raumhöhen von sieben Metern am Rosa-Luxemburg-Platz in Mitte verantwortlich. Später sollen hier Kunstsammler zusammen mit ihren geliebten Kunstgegenständen einziehen.

Auf dem Gelände einer ehemaligen Brotfabrik entlang der Zehdenicker und Choriner Straße in Mitte werden bald die "Choriner-Höfe" (nur von draußen natürlich) zu bestaunen sein und jeder weiß dann, was unter "Fine Art of Living" zu verstehen ist.

Mario Nette

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 160
Wohnen in Berlin wird teurer
« Antwort #10 am: 20:13:41 Do. 02.Oktober 2008 »
Zitat
Die Reichenberger Str. 114 (schräg gegenüber vom Carloft) wird am 14.10.2008 um 9:00
Uhr im Saal I/144, Möckernstraße 130 zwangsversteigert. Das Haus besteht
aus Vorderhaus, Frauen-Seitenflügel und Hinterhaus-Fabrik.

Potentielle Käufer haben in den letzten Tagen bei Besichtigungen ein
"Modernisierungspotential" ausgemacht. Gerade im Hinterhaus, wo viele
Menschen seit Jahren mit günstigen Pauschalmietverträgen leben, könnten
großräumige Loftwohnungen zur Vermietung entstehen.
 http://www.berliner-mieterverein.de/magazin/online/mm0106/010612a.htm
Voll Ätzend!

Das Haus befindet sich wegen Verschuldung des Eigentümers Atze Brauner
in Zwangsverwaltung. Das gibt uns Zeit, Ideen für unser zukünftiges
Zusammenleben zu entwickeln, da wir unsere Miete derzeit keinem
Eigentümer schulden. Wir wollen möglichen Neueigentümern und Spekulanten
klar machen, wer hier wohnt und auch bleibt!!!

Bitte kommt zur Versteigerung und leitet den Termin mit solidarischen
Grüssen weiter.
(Quelle: http://de.indymedia.org/2008/09/227175.shtml Beitrag von franzl   23.09.2008 - 15:34)


Falls euch noch mehr Artikel zur generellen Wohnlage in Berlin interessieren, hier wird auch gesammelt :)

Mario Nette

Kater

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 7112
Wohnen in Berlin wird teurer
« Antwort #11 am: 13:26:30 Mo. 06.Oktober 2008 »
Luxuswohnungen in Berlin...

Zitat
Reich, aber unsexy
Von Jenny Hoch

Luxus statt lausig: Berlins Immobilienbranche will mit protzigen Design-Domizilen den internationalen Jetset in die Hauptstadt locken. SPIEGEL ONLINE hat die neuen Paläste an der Spree besichtigt - und bekam neureiche 08/15-Noblesse zu sehen.

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,555831,00.html

Kater

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 7112
Wohnen in Berlin wird teurer
« Antwort #12 am: 08:25:32 Mi. 15.Oktober 2008 »
Zitat
Wie gerüchteweise heute zu vernehmen war planen auch 'Gewinner' am morgigen Mittwoch, den 15.10. eine PR-Party am umstrittenen 'Carloft' in der LiegnitzerStr Ecke Reichenbergerstrasse in Kreuzberg.

Details zum Carloft u.a. unter:
http://de.indymedia.org/2008/09/227175.shtml

wie bereits bei einer vergangenen PR-Party wird auch diesmal damit
gerechnet, dass viele NachbarInnen ihrem Unmut Ausdruck verleihen.
Das offizielle Programm, so berichten gut informierte Quellen soll bis
2 Uhr Nachts andauern.

Freikarten gibts keine.

Senor_Ding-Dong

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 620
Wohnen in Berlin wird teurer
« Antwort #13 am: 20:28:40 Mi. 15.Oktober 2008 »
Was sind 'Gewinner'? Ne Bänd?

Kater

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 7112
Jung, ledig, einkommensstark
« Antwort #14 am: 17:26:30 Di. 04.November 2008 »
Zitat
Jung, ledig, einkommensstark

Eine Studie belegt, dass sich die Bevölkerung in SO 36 geändert hat. Kreuzberger nehmen neue Projekte nicht ohne Protest hin
Sabine Rennefanz

Wenn Johannes Kauka gewusst hätte, was auf ihn zukommt, dann hätte er vielleicht nicht in der Reichenberger Straße gebaut, einer grauen Wohnstraße in Kreuzberg. Er hat 2002 mit den Planungen angefangen, da gab es noch keinen McDonald's im Kiez und keine O2-Arena am Spreeufer. Wer jung war und Geld hatte, zog in den Prenzlauer Berg. "Ich habe immer an Kreuzberg geglaubt", sagt Kauka.

Der Unternehmer steht vor der Baustelle in der Reichenberger Straße, Ecke Liegnitzer Straße. Es ist eine triste Ecke, ein Großteil der Bewohner hat auch tagsüber Zeit, im Telecafé zu sitzen. Viele Frauen tragen Kopftuch, bevorzugtes Verkehrsmittel ist das Fahrrad. Johannes Kauka hat eine Anlage gebaut, deren Lofts zwischen einer halben Million Euro und 1,6 Millionen Euro kosten. Sie sind für Leute gedacht, die vor dem Schlafengehen noch mal über die Motorhaube ihres Wagens streicheln wollen. Der Clou: Man muss das Auto nicht auf der Straße parken, sondern fährt damit dank einem Fahrstuhl bis zur Wohnungstür. Das Auto wird daneben auf einer Art Balkon geparkt.

Gutverdienende Singels

Carloft nennen Kauka und sein Partner, der Architekt Manfred Dick, das Konzept, es ist weltweit einzigartig. Es war außerdem günstiger als eine Tiefgarage. Die Resonanz sei irre, sagt Kauka. Aus dem Ausland jedenfalls. Sieben der elf Wohnungen in der Reichenberger Straße seien verkauft, an Engländer, Japaner, Deutsche, darunter an eine vierköpfige Familie. Sie sollen Anfang nächsten Jahres einziehen.

Die Baustelle von Carloft ist das sichtbarste Zeichen dafür, dass sich im Kiez was verändert. Ein paar Schritte weiter bauen die Stararchitekten Graft die ehemalige Schraubenfabrik an der Ecke zur Glogauer Straße zu luxuriösen Lofts "im New Yorker Stil" um, wie es heißt. Die Firma wirbt mit der "besonderen Dynamik des Viertels", in dem sich Werbeagenturen, Modelabels und Musikfirmen ansiedelten und preist die Nähe zu Szene-Klubs.

So wurde vor fünfzehn Jahren über Mitte geredet. Doch anders als in Mitte gibt es in Kreuzberg eine Tradition, Veränderungen nicht einfach hinzunehmen. Baustellen werden beschmiert und beschädigt. Vor ein paar Wochen versammelten sich ein paar Dutzend Demonstranten vor Carloft und riefen, dass man "solche Nachbarn" nicht wolle, Loft-Bewohner, Besitzer teurer Autos. Solche und ähnliche Reaktionen gibt es bei allen Neuansiedlungen amerikanischen Ursprungs im alten Postbezirk SO 36, ob McDonald's oder O2-Arena. Der Protest folgt immer demselben Muster, Ärger in den ersten Wochen. Wenn der Betrieb läuft, zieht der Protest weiter. Derzeit steht offenbar gerade der neue Sandwich-Laden Subway auf der Liste, dort sieht man regelmäßig Löcher im Fensterglas.

"Eine eingeschlagene Scheibe ist nicht so schlimm wie eine Zwangsräumung armer Menschen", sagt ein Sprecher der Spreepiraten, einer autonomen AG der Initiative "Mediaspree versenken". Jetzt haben die Spreepiraten den Reichenberger Kiez als Aktionsgebiet entdeckt.

Dass sich der Kreuzberger Osten verändert, das belegt eine bisher unveröffentlichte Studie des Planungsbüro Topos für den Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, die regelmäßig im Rahmen des Milieuschutzes angefertigt wird. In den vergangenen drei Jahren sind vor allem junge, einkommensstarke Singles in den Kiez gezogen, heißt es darin. Spitzenreiter seien der Reichenberger Kiez und der Lausitzer Platz. Die Neumieter verdienen im Schnitt 1 500 Euro, ein Drittel mehr als die Altmieter. Seit die Mietpreisbindung aufgehoben wurde, steigen auch die Mieten in der Gegend. Der Bezirk ist dagegen machtlos. Milieuschutz bedeutet lediglich, dass Luxussanierungen genehmigt werden müssen.

"Es gibt das Gefühl, dass billige Wohnungen knapp werden", sagt Andreas Müller. Er sitzt im Café Jenseits und raucht selbst gerollte Zigaretten. Er ist 32 Jahre alt, Krankenpfleger von Beruf und Sprecher der Spreepiraten. Er kam vor 15 Jahren aus Süddeutschland nach Berlin, er wohnte erst in Prenzlauer Berg, dann in Friedrichshain, jetzt in einer günstigen Mietwohnung in Kreuzberg, die Route des Sanierungsvertriebenen.

Für ihn sind Projekte wie Carloft ein Zeichen dafür, dass eine Verdrängung im Kiez stattfindet, die vor allem die Armen trifft. Wenn man ihm zuhört, hat man das Gefühl, als wäre SO 36 früher ein Paradies gewesen. Er schimpft auf den rot-roten Senat, der die Armut in der Stadt verschärfen würde, für ihn sind Politiker nur Handlanger der Investoren. Die Genehmigung des umstrittenen Projekts Carloft wurde von einem PDS-Mann im Bezirk durchgesetzt, der an "das innovative Konzept" glaubte, gegen den Willen des grünen Baustadtrats.

Die Spreepiraten wollen in den nächsten Monaten ihren Protest verschärfen. Ende November soll eine Demonstration gegen Mieterhöhungen stattfinden. Sie beginnt am Schlesischen Tor und soll auch zu den Carlofts führen. "Wer dorthin zieht, soll keinen Spaß haben, sagt Müller."

Er, der Zugezogene aus Süddeutschland, wehrt sich gegen den Wandel, während der Unternehmer Kauka, gebürtiger Reinickendorfer, ihn fördert. Er vermeidet das Wort Luxus, wenn er durch das Haus führt und redet immerzu davon, wie praktisch seine Anlage für Elektroautos wäre, bei denen man die Brennstoffzelle direkt in der Steckdose im Wohnzimmer aufladen kann. Kauka hat drei Kinder, ein Haus am Stadtrand und fährt einen alten Mercedes-Kombi, keinen Porsche, wie er betont. "Kreuzberg schreibt sich zu, tolerant und offen zu sein", sagt er. Es klingt durch, dass er inzwischen daran zweifelt.

Seine Firma will sich erst mal aufs Ausland konzentrieren, demnächst sollen Carlofts in Brüssel und St. Petersburg gebaut werden. Wenn er noch mal einen Standort für Carloft aussuchen müsste, sagt Kauka, würde er nicht Kreuzberg wählen, sondern "eine Seitenstraße des Kudamms oder in der Nähe des Gendarmenmarkts". Kreuzberg mag sich wandeln, aber die Porsche-Revolution findet hier nicht statt.

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2008/1104/berlin/0006/index.html