Autor Thema: aus www.bahn.de  (Gelesen 88127 mal)

  • Gast
aus www.bahn.de
« am: 18:24:13 Sa. 22.Februar 2003 »
aus www.bahn.de:


Samstag, 22. Februar 2003
Behinderungen durch Streik in Italien


Streik des Personals der Italienischen Staatsbahnen [FS] vom 22.02. bis 23.02.2003


Nach Auskunft der Italienischen Staatsbahnen (FS) findet von Samstag, 22.02., 21.00 Uhr, bis Sonntag, 23.02.03, 21.00, Uhr ein 24-stündiger Generalstreik des italienischen Eisenbahnpersonals statt.

Bob

  • Gast
aus www.bahn.de
« Antwort #1 am: 22:22:59 Do. 27.Februar 2003 »
Nun sind für die nächsten Tage (ab 28.3.) die ersten Warnstreiks bei der Bahn angekündigt. 5% mehr Lohn und sofortiger Angleich des Ostlohns an den des Westens. Klingt nach vernünftigen Minimalfordeungen. Die Stimmung ist deutlich gereizt und es könnte auch hier ein Streik geführt werden vor dem man in Italien oder Frankreich die Mütze zieht.

Wetten daß auch diesmal Transnet und GDBA den Schwanz einziehen, keine 3% dabei herauskommen und noch irgendein den-Arbeitgebern-Entgegenkommen Teil des ausgehandelten Kompromisses sein wird?

  • Gast
aus www.bahn.de
« Antwort #2 am: 02:15:32 Sa. 01.März 2003 »
Nanana, du pessimist!

immerhin warnstreiks. viele wissen ja garnichtmehr wie sowas geht. "streiken" ist in den letzten 20 jahren fast zum fremdwort geworden in deutschland.

  • Gast
aus www.bahn.de
« Antwort #3 am: 01:39:58 Mi. 05.März 2003 »
klug reden ist leicht!
das einspringen der gewerkschaft der lokführer in die warnstreikaktionen ist nicht zu verachten. die aktionen sind nicht nur symbolisch. morgens und bundesweit den berufsverkehr lahmzulegen ist hierzulande etwas neues und nicht zu unterschätzen!!!!

Schwarzfahrer

  • Gast
aus www.bahn.de
« Antwort #4 am: 15:18:46 Mi. 05.März 2003 »
Wär hätte gedacht daß es bei deutschen Streiks lustig zugehen könnte!?!
Heute hat in Hannover das Ticketverkaufspersonal die Arbeit niedergelegt und die verwirrten Kunden aufgefordert ohne Ticket in den Zug zu steigen.
Wer vor der Fahrscheinkontrolle schon wieder aussteigen mußte hat Geld gespart und natürlich sind die Schaffner viel lansamer durch den Zug gekommen...

  • Gast
aus www.bahn.de
« Antwort #5 am: 01:56:26 Do. 06.März 2003 »
Lokführer-Gewerkschaft will Zugverkehr komplett stilllegen

Frankfurt/Main (dpa) - Mit einem bundesweiten Warnstreik will die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer GDL morgen den Zugverkehr lahmlegen. Zwischen 06.00 und 06.45 Uhr werde sich bundesweit kein Rad drehen, kündigte die GDL in Frankfurt an. In Hamburg und Hannover haben bereits heute die Gewerkschaften Transnet und GDBA mobil gemacht. In der Hansestadt wurde ein IC-Betriebswerk bestreikt. 15 Intercity-und Eurocity-Züge blieben vorübergehend in ihren Hallen. In Hannover wurde im Reisecenter die Arbeit niedergelegt.

dpa/online vom 05.03.2003 13:22

  • Gast
aus www.bahn.de
« Antwort #6 am: 01:57:12 Do. 06.März 2003 »
OH YEAH!!!!

  • Gast
aus www.bahn.de
« Antwort #7 am: 02:00:42 Do. 06.März 2003 »
Deutschland droht mehrstündiges Bahn-Chaos

Berlin (dpa) - Bahnreisende müssen sich morgen auf massive Verspätungen einstellen. Die Lokführer wollen mit bundesweiten Warnstreiks am Morgen für knapp eine Stunde den kompletten Zugverkehr stilllegen. Die Behinderungen werden sich aller Voraussicht nach bis in den Nachmittag ziehen. Die Bahn will versuchen, ein Chaos zu vermeiden und die Kunden zu beruhigen. So sollen auf großen Bahnhöfen sogar Führungskräfte mit Auskünften aushelfen. Außerdem soll es zum Teil kostenlosen Kaffee geben.

dpa/online vom 05.03.2003 17:06


Bahn-Manager als Aushilfskräfte und kostenloser Kaffee

Berlin (dpa) - Die Deutsche Bahn versucht alles, um die vom Warnstreik frustrierten Kunden zu beruhigen. Bei den für Morgen angekündigten bundesweiten Warnstreiks der Lokführer spannt das Unternehmen auch Manager als Aushilfskräfte ein. Führungskräfte sollen auf großen Bahnhöfen Auskünfte geben, hieß es bei der Bahn in Berlin. Im Berufsverkehr soll außerdem kostenlos Kaffee an Fahrgäste ausgeschenkt werden. Die Lokführer wollen morgen den Bahnverkehr in ganz Deutschland für eine dreiviertel Stunde lahm legen.

dpa/online vom 05.03.2003 16:03



Wohl das erste sinnvolle, was die Bahn-Führungskräfte in Ihrem Leben getan haben. Sie sollten dabei bleiben, so können sie auch weit weniger Schaden anrichten.

Jim Knopf

  • Gast
aus www.bahn.de
« Antwort #8 am: 22:17:14 Mi. 12.März 2003 »
"14. März 2003
Weltweiter Aktionstag der Eisenbahnbeschäftigten
Internationale Gegenwehr statt Mitgestaltung bei Privatisierung und Lohndumping
 
 Kolleginnen! Kollegen!
Wenn Nadelstiche nicht ausreichen: Vollstreik!

Die Warnstreiks der letzten Tage haben gezeigt: Die Stimmung der EisenbahnerInnen nähert sich dem Siedepunkt. Wir haben jahrelang Opfer gebracht - jetzt ist Schluss. Die KollegInnen sind kampfbereit. Aber viele sagen auch: entweder richtig oder gar nicht. Die nächsten Tage sind entscheidend: Bei der Verhandlungsrunde am 14. März, dem weltweiten Aktionstag der Eisenbahnbeschäftigten, dürfen wir uns vom Bahnvorstand nicht mit Almosen abspeisen lassen. Die 5 Prozent-Forderung ist schon ein Kompromiss, der erkämpft werden muss. Die Anpassung Ost an West ist längst überfällig, sonst kommt es zur Anpassung West an Ost.

 In ganz Europa haben Regierungen die Privatisierung und Zerschlagung der Staatsbahnen vorangetrieben. Formaler Vorwand: die EU-Richtlinien zur Deregulierung und Einführung von Wettbewerb im Schienenverkehr. Dahinter stecken handfeste Interessen einiger weniger Profiteure und Rosinenpicker. Für europaweite Aktionseinheit aller Gewerkschaften gegen Privatisierung öffentlicher Dienstleitungsunternehmen, gegen Deregulierung sowie Zerschlagung von Tarifverträgen und Sozialstandards.

Durch einen europaweiten Aktions- und Streiktag wollen wir den Regierungen signalisieren: wir lehnen Privatisierung und Lohndumping entschieden ab!

In Großbritannien, wo dieser Weg tagtäglich unendliches Chaos und Schaden anrichtet, fordern nicht nur die Gewerkschaften, sondern drei Viertel der Bevölkerung die Wiederverstaatlichung der Eisenbahnen. Eine Zukunft im Interesse von Mensch und Umwelt, von Eisenbahnern, Kunden und Allgemeinheit hat die Bahn nur in öffentlicher Trägerschaft und als einheitliches Ganzes - ohne Konkurrenzkampf auf dem Rücken der Beschäftigten und der Allgemeinheit. Statt Bevormundung durch praxis- und bahnferne Manager und Unternehmensberater sollten wir EisenbahnerInnen selbst unsere Kompetenz zum Zuge bringen und Kontrolle im eigenen Unternehmen ausüben.

Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren! "

dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus dem Aufruf von Bahn-von-Unten, der kämpferischen Basis der Bahnarbeiter. Ich wünsche, daß die Ideen Verbreitung finden und ich wünsche jeden Erfolg bei der Auseinsetzung mit der Bahnführung!!!

Jim Knopf

  • Gast
aus www.bahn.de
« Antwort #9 am: 11:05:10 Sa. 15.März 2003 »
Tscha, für den Aktionstag wurde symbolischer Protest beschlossen (also Demo) obwohl das Personal bereit war zu streiken....

Jim Knopf

  • Gast
aus www.bahn.de
« Antwort #10 am: 02:12:19 Di. 18.März 2003 »
Eisenbahner in Italien und Frankreich streiken

internationaler Bahnverkehr beeinträchtigt

Die französische Bahn SNCF teilt mit, daß ihr Personal am Montag, 17. März 2003 ab 20 Uhr bis Mi. 8Uhr in den Streik treten wird. Auch die italienische FS kündigt am Di. 18.3. von 9h-17h einen Streik ihrer Angestellten an. Beide Streiks werden den internationalen Bahnverkehr voraussichtlich stark beeinträchtigen.




Tja, da kämpft jeder für sich allein, und überall geht´s um die selbe Sache...

ManOfConstantSorrow

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 6835
aus www.bahn.de
« Antwort #11 am: 09:50:29 Do. 27.März 2003 »
Zitat

Wetten daß auch diesmal Transnet und GDBA den Schwanz einziehen, keine 3% dabei herauskommen und noch irgendein den-Arbeitgebern-Entgegenkommen Teil des ausgehandelten Kompromisses sein wird?

Da hat Bob wohl recht behalten.
Es ist einfach absolut notwendig, daß die unzufriedene Basis nicht nur schimpft, sondern auch diskutiert und Konsequenzen zieht. www.bahnvonunten.de muß unbedingt bekannter werden. Im Kieler Hauptbahnhof gab es die ersten zaghaften Versuche in denen selbstgemachte fotokopierte Flugblätter auf Tischen vom Imbiß und in einigen Zügen ausgelegt und für Bahn-von-Unten geworben wurde.
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

  • Gast
aus www.bahn.de
« Antwort #12 am: 23:34:38 Mo. 14.April 2003 »
Das Thema ist noch nicht ganz durch!
Die Gewerkschaft der Lokführer ist mit den schlapperen Forderungen in die Verhandlungen gegangen, zeigt sich aber auf Sicht am hartnäckigsten! Nach Ostern soll gestreikt werden.

Nebenbei sei erwähnt, daß die Kollegen in Italien auch wieder die Arbeit niederlegen.

Jim Knopf

  • Gast
aus www.bahn.de
« Antwort #13 am: 19:10:48 Mi. 16.April 2003 »
Bereit zum Streik
"Das Bedauerliche ist, dass wir unsere Kunden in Mitleidenschaft ziehen müssen. Das wollen wir nicht. Es wäre uns viel lieber, wir würden einen Kreis ziehen um die Zentrale in Berlin und den Vorstand der Bahn 14 Tage einsperren, bis er zur Besinnung kommt."


(Manfred Schell, Chef der Gewerkschaft der Lokführer, bekräftigt im Tarifkonflikt zwischen Lokführern und Bahn die Streikbereitschaft der Gewerkschaft)


dpa/ecoline vom 16.04.2003 17:11



Es ist schon erstaunlich, wie jeder für sich allein kämpft. Fast jeder Bahnkunde haßt die Folgen der Privatisierung. Die junge Politszene schreibt "Smash Capitalism" auf ihre Transparente. Solange sie nicht bei praktischen Auseinandersetzungen SOLIDARITÄT zeigen, bleiben das nur hohle Sprüche...

Jim Knopf

  • Gast
aus www.bahn.de
« Antwort #14 am: 18:27:28 Mo. 21.April 2003 »
Wenn mal ein Arbeitskampf ernstgemeint ist erkennt es auch die Gegenseite und reagiert. Ein Arbeitsgericht hat den Streik der Lokführer kurzerhand verboten.

Die Zeiten werden härter! Wir sollten uns darauf einstellen und Konsequenzen ziehen!