Autor Thema: aus www.bahn.de  (Gelesen 88180 mal)

Jim Knopf

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« Antwort #30 am: 18:25:12 Fr. 05.Dezember 2003 »
Bahn-Beschäftigte sollen sich gedulden  
 
Die Deutsche Bahn hat von ihren 21.000 Mitarbeitern im Fernverkehr einen vorläufigen Verzicht auf die anstehende Lohn- und Gehaltserhöhung verlangt. Das geht aus Medienberichten und Angaben der Gewerkschaft Transnet hervor.

Transnet zufolge soll die eigentlich für Mai vereinbarte Anhebung der Bezüge nun um ein Jahr verschoben werden. Transnet-Chef Norbert Hansen sprach von einer "Ergebnis-Erpressung". Eine "wirtschaftliche Notlage" der Bahn sei nicht zu erkennen. Die Geschäftsführung der Bahn hat sich bislang noch nicht zu den Berichten geäußert.

Berichte über drohenden Stellenabbau
Die "Berliner Zeitung" berichtet, in der Sparte Fernverkehr drohe ein weiterer Stellenabbau, sollten die Mitarbeiter nicht zu Einsparungen bereit sein. Die Zeitung beruft sich auf ein internes Papier der Bahn. Selbst ohne die Verschiebung der Gehaltserhöhung sollen demnach zwischen 2004 und 2008 knapp 2600 Stellen im Fernverkehr wegfallen.

Als Alternative will die Bahn nach Angaben der Zeitung den Beschäftigten unter anderem eine "Erhöhung der Wochenarbeitszeit um zwei Stunden in den Jahren 2004 und 2005, eine Reduzierung der Freizeitguthaben und/oder des Urlaubsanspruchs um das Volumen aus der Erhöhung" anbieten. Zudem sollten Führungskräfte auf Gehaltsanpassungen verzichten.
 
 
 Stand: 05.12.2003 12:27 Uhr

Jim Knopf

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« Antwort #31 am: 16:58:37 So. 21.Dezember 2003 »
Italien: Wilde Streiks prägen das Wochenende
Nahverkehr in den Städten steht nach erfolglosen Tarif-Verhandlungen still - Es folgt "gesetzliche Einberufung"

Rom - Eine wachsende Zahl wilder Streiks im Nahverkehr stürzt Italiens Städte ins Chaos. Die erfolglosen Verhandlungen zur Erneuerung des seit zwei Jahren fälligen Tarifvertrags lösen immer neue Protestaktionen der 110.000 Beschäftigten aus. So blockierten in Mailand Busfahrer am Samstag früh sieben von neun städtischen Busdepots. Auch die U-Bahn verkehrt nicht. Die städtischen Verkehrsbetriebe ATM verurteilten die Aktion als "verantwortungslos".

Spontane Protestkundgebungen

Die Fahrer inszenierten spontane Protestkundgebungen. Auch in Bergamo, Como, Pisa, Pistoia und anderen Städten steht der gesamte öffentliche Nahverkehr still. In Venedig verkehren keine Fähren. Gewerkschaften und Regierung haben am Vormittag ihre Verhandlungen erneut aufgenommen. Eine Einigung ist jedoch nicht in Sicht. Die Gewerkschaften fordern für die zweijährige Verzögerung des neuen Vertrags eine einmalige Zahlung von mindestens 1000 Euro pro Kopf. Die Regierung biete die Hälfte dieser Summe an.

Totalblockade vor Weihnachten

Am Sonntag wurde der "wilde Streik" fortgesetzt. Trotz der Appelle der Gewerkschaften, den Streik zu suspendieren, standen die öffentlichen Verkehrsmittel in Mailand, Florenz und Padua still.

In Venedig fuhren keine "Vaporetti", auch auf dem Festland waren am Sonntag keine Busse unterwegs. Nur eine Verbindung zwischen Venezia und Mestre wurde garantiert. In Rom waren am Sonntag nur sehr wenige Busse unterwegs. In Mailand ordnete der Polizeichef Bruno Ferrante, um ein weiteres Chaos zu vermeiden, die "gesetzliche Einberufung" der ATM-Bediensteten am Montag bis Mittwoch an.

Regierung droht mit neuen Gesetzen

Die Regierung in Rom will strenge Maßnahmen ergreifen: Innenminister Giuseppe Pisanu drohte mit Klagen gegen die Bedienstete der lokalen Verkehrsgesellschaften, die trotz der Einigung zwischen Regierung und Gewerkschaften um den neuen Vertrag die Arbeit niederlegten. Zudem forderte er generell die Polizeichefs zur "gesetzlichen Einberufung" der Bediensteten der lokalen Verkehrsgesellschaften auf. Sie sind somit zur Arbeit gezwungen, wollen sie ein Strafverfahren vermeiden. Arbeitsminister Roberto Maroni, der die Verhandlungen mit den Gewerkschaften um den neuen Vertrag führte, drohte mit der Verabschiedung eines strengeren Streikgesetzes, sollte die Protestaktion andauern. (Gerhard Mumelter aus Rom/red)

Jim Knopf

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« Antwort #32 am: 18:23:03 Fr. 02.Januar 2004 »
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Gewerkschaft strebt Flächentarifvertrag für alle Bahnunternehmen an

"Auch die Privatbahnen Connex und die Hamburger Hochbahn wollen sich dem Flächentarif anschließen. Damit haben wir die großen Unternehmen überzeugt", sagte Hansen. "Wenn wir einen Flächentarifvertrag hinbekommen, können die Bahnen künftig um die beste Qualität, um das beste Zugfolgeangebot und den niedrigsten Fahrpreis wetteifern - nicht aber mehr darum, wie sie ihre Gewinne aus Dumpinglöhnen ziehen."

Transnet vertritt heute neben den Mitarbeitern der Deutschen Bahn bereits rund 30 000 Beschäftigte in den kleineren Bahnunternehmen. Bundesweit gibt es im Nahverkehr mittlerweile rund 200 verschiedene Bahnanbieter. Die Gehälter in den einzelnen Unternehmen sind jedoch sehr unterschiedlich, was zu Wettbewerbsverzerrungen in einzelnen Regionen führt. "Beim Gehaltsniveau gibt es derzeit Unterschiede von bis zu 40 Prozent", sagte Hansen der Zeitung. So würden beispielsweise Mitarbeiter bei gleicher Tätigkeit in Schwerin 40 Prozent weniger Gehalt bekommen als in München.
dpa/ecoline vom 02.01.2004

Jim Knopf

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« Antwort #33 am: 01:35:35 Di. 16.März 2004 »
Eigentlich wartet noch Material über Schalterschließungen aber aus aktuellem Anlaß poste ich hier folgendes:
Zitat
Original von spiegel-online

KORRUPTIONSVERDACHT

Bahn-Büros durchsucht, Mehdorn unter Druck

Wegen Korruptionsverdachts beim Abschluss eines Vertrags mit der Bahn AG haben Staatsanwälte mehrere Büros durchsucht. Hauptverdächtiger ist Brandenburgs Ex-Bauminister Meyer - aber auch gegen Bahn-Chef Mehdorn wird ermittelt.


Berlin/Potsdam - Wie die Ermittlungsbehörde mitteilte, hatte eine Amtsrichterin angeordnet, alle Unterlagen zu einem Milliarden-Vertrag der Bahn mit dem Land Brandenburg sowie zu einem Beratervertrag Hartmut Meyers mit der Bahn sicherzustellen. Durchsucht wurden Räume der Bahn, der Beraterfirma short cut in Berlin und das Privathaus des SPD-Politikers in Wriezen. Das Potsdamer Bauministerium habe entsprechende Unterlagen auf Ersuchen der Staatsanwaltschaft herausgegeben, hieß es.

Zu Meyers Zeit als Verkehrs- und Bauminister hatte das Land ohne Ausschreibung einen Zehn-Jahres-Vertrag mit der Bahn mit einem Volumen von 1,92 Milliarden Euro geschlossen. Die im Dezember 2002 getroffene Vereinbarung räumt der Bahn AG das Recht ein, 70 bis 75 Prozent des Bahnnetzes im Land zehn Jahre lang zu betreiben. Im September 2003 trat Meyer nach zehnjähriger Amtszeit überraschend zurück. Vor einer Woche wurde dann bekannt, dass er nun Berater der Bahn AG wird.

Berater-Vertrag in Frage gestellt

Nach sehr sorgfältiger Prüfung habe die Schwerpunktabteilung den Korruptionsverdacht bejaht, hieß es am Montag in einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft. Sie werde das Verfahren fortführen. Es seien keine Umstände bekannt, die den Anfangsverdacht gegen Meyer und Mehdorn entkräfteten. Der Sachverhalt bedürfe aber der weiteren Prüfung.

"Der Anfangsverdacht ergibt sich aus möglicherweise erkennbaren und vermeidbaren wirtschaftlichen Nachteilen für das Land Brandenburg". Dies, wie auch "spiegelbildlich Vorteile für die Bahn AG", müsse geprüft werden. Die Staatsanwaltschaft verwies zugleich auf den "außerordentlich zeitnahen Abschluss eines offenbar nicht unentgeltlichen Beratervertrags mit demselben Vertragspartner wie im Dezember 2002".

Bahn: Ermittlungen werden ergbnislos sein

Ob die damalige Auftragsvergabe ohne Ausschreibung rechtens war, ist weiter strittig. Das Oberlandesgericht Brandenburg hatte eine entsprechende Klage des Bahn-Konkurrenten Connex im vergangenen Jahr abgewiesen. Dagegen bezweifelt die Europäische Kommission in Brüssel, dass der Vertrag ohne eine europaweite Ausschreibung geschlossen werden durfte.

Die Deutsche Bahn bestätigte die Durchsuchung der Berliner Geschäftsräume. Der Konzern unterstütze die Arbeit der Staatsanwaltschaft, sei aber überzeugt, dass sich die Ermittlungen als gegenstandslos erweisen würden, sagte eine Sprecherin. Meyer war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar.
In der vergangenen Woche hatte ein Beamter des Landeskriminalamtes Berlin Strafanzeige gegen Meyer und Mehdorn wegen der Vorwürfe der Bestechlichkeit beziehungsweise Bestechung gestellt. Diese war von der Staatsanwaltschaft Berlin zuständigkeitshalber nach Neuruppin weitergeleitet worden. Auch der Bund der Steuerzahler hatte angekündigt, eine Strafanzeige gegen Meyer zu prüfen.


Weitaus schlimmer, als die Feststellung, daß ein führender Manager korrupt ist, ist die Unwilligkeit der Gewerkschaften sich gegen die wahnwitzige Politik der Wirtschaft zu stellen und die Unfähigkeit der Basis das selbst in die Hand zu nehmen...

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« Antwort #34 am: 12:42:24 Di. 16.März 2004 »
15.03.04 - Selbständiger Streik rumänischer Eisenbahner
Heute morgen traten 16.000 Lokführer und 5.000 Kommunikationstechniker der rumänischen Eisenbahngesellschaft SNCFR in einen unbefristeten Streik. Sie lehnen die ausgehandelte Löhnerhöhung von 12 Prozent als zu niedrig ab. Sie fordern eine Verkürzung der Arbeitszeit von acht auf sieben Stunden pro Tag und weitere Lohnerhöhungen. Ein Lokführer verdient rund 200 Euro pro Monat. Am ersten Streiktag standen zwei Drittel der Züge still.
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« Antwort #35 am: 15:59:51 Do. 18.März 2004 »
17.03.04 - Deutsche Bahn AG: Über "alte Kontakte" an staatliche Fördermittel

Nachdem gestern das Berliner Büro von Bahn-Chef Mehdorn und die Büroräume des ehemaligen Brandenburger Verkehrsministers Meyer (SPD) wegen Korruptionsverdacht durchsucht wurden, zieht der Subventions-Skandal weitere Kreise. Aus internen Papieren der Bahn geht hervor, dass sie insgesamt sechs ehemalige SPD- und CDU/CSU-Politiker verpflichtet hat, um staatliche Fördermittel und Aufträge zu beschaffen.
Bei den hochkarätigen "alten Kontakten" handelt es sich neben Meyer um den früheren Bundesverkehrsminister Klimmt (SPD), den ehemaligen Vorsitzenden des Bundestags-Haushaltsausschusses Wieczorek (SPD), den früheren Bremer Bürgermeister Wedemeier (SPD), den früheren Oberbürgermeister von Baden-Baden Wendt (CDU) sowie den bayerischen Ex-Finanzminister von Waldenfels (CSU).
Das "ganz normale Lobbying" der Ex-Politiker für die Bahn AG bestand insbesondere in der "Aquise von Fördermitteln" und der Beschaffung von Aufträgen unter anderem im Nahverkehr der Bundesländer.

Warum der Bahn AG "guter Rat teuer" ist

Besonders bunt trieb es der ehemalige brandenburgische Verkehrsminister Meyer, früherer Kombinatschef in der DDR und zuletzt Betreiber einer Beraterfirma mit dem sinnigen Namen "Short-Cut" (zu deutsch "kurzer Weg" bzw. "Abkürzung"). Nachdem er noch während seiner Amtszeit einen lukrativen 1,92-Milliarden-Euro-Vertrag ohne öffentliche Ausschreibung mit der Bahn AG abgeschlossen hatte, trat Meyer mit den Worten "Ich will noch einmal sehen, ob es stimmt, dass guter Rat teuer ist" Ende 2003 als Minister zurück. Anfang März berief ihn dann die Bahn zum "Beauftragten des Vorstandes für Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern". Jetzt ist Meyer erst einmal abgetaucht.

Jim Knopf

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« Antwort #36 am: 17:54:35 Do. 18.März 2004 »
Zitat
Original von Hamburger Abendblatt

Wirtschaft     

Die Bahn spart - Fahrkarten künftig vom Fleischer?
Verkehrsriese streicht Stellen. Gewerkschaftschef Norbert Hansen befürchtet weniger Kundenservice.


ABENDBLATT: Die Deutsche Bahn will die Reisezentren, also Kartenverkaufsstellen in den Bahnhöfen streichen oder verkleinern. Was konkret ist geplant?

NORBERT HANSEN: In kleineren Orten drohen die bisherigen Ein-Mann-Verkaufsstellen ganz wegzufallen. Zum Teil dürfte die Deutsche Bahn auch auf Agenturen setzen, so dass die Kunden dann ihre Fahrkarten bei Post-Beamten oder schlimmstenfalls sogar beim Fleischer kaufen müssten. Deutschlandweit sollen in diesem Jahr 600 Stellen im Kartenverkauf wegfallen, 2005 wären es dann noch einmal 300. In Hamburg werden 13 von bisher 157 Stellen in den Reisezentren gestrichen. Davon neun im Hauptbahnhof, der Rest in den übrigen Bahnhöfen.

ABENDBLATT: Welche Folge haben die Streichungen für die Kunden?

HANSEN: Wenn Reisezentren ganz wegfallen, müssen die Kunden auf das Internet oder Kartenautomaten ausweichen. Allerdings zeigt die Vergangenheit, dass bisher nur wenige Bahn-Kunden diese Vertriebsform annehmen: Sieben Prozent benutzen das Internet, 20 Prozent kaufen Tickets am Automaten. Mehr als die Hälfte gehen aber lieber ins Reisezentrum, selbst wenn sie dort Wartezeiten in Kauf nehmen müssen: Sie wollen dort eben auch Fragen nach schnelleren oder günstigeren Verbindungen beantwortet haben. Ein Service, der im Internet oder am Automaten so nicht geleistet werden kann. Dennoch will die Bahn den automatischen Verkauf schon im April weiter forcieren.

ABENDBLATT: Wie geht das?

HANSEN: Dann werden Platzreservierungen im Reisezentrum teurer: Der Preis steigt von 2,60 auf drei Euro. Im Internet und am Automaten dagegen sind die Reservierungen kostenlos.

ABENDBLATT: Wie wird der Service in den geplanten Agenturen aussehen?

HANSEN: Da die Bahn damit auch Personalkosten sparen will, müssten Angestellte des Betreibers, also Post-Beamte oder Mitarbeiter der Fleischerei, um beim Beispiel zu bleiben, die Karten verkaufen. Sie hätten ein Terminal, über den sie mit dem System der Bahn verbunden sind, einen Drucker für die Karten und müssten auch die Beratung übernehmen.

ABENDBLATT: Aber schon jetzt sind selbst manche Bahn-Mitarbeiter mit dem Preissystem überfordert und beraten falsch. Wird der Service bei "bahnfremden" Kartenverkäufern so nicht noch einmal schlechter werden?

HANSEN: Unsere Mitarbeiter machen ihre Arbeit ordentlich, aber in der Tat muss bei einer Fremdvergabe dieser Leistungen mit einem schlechteren Service gerechnet werden.

ABENDBLATT: Wie wird sich die Kostenkur der Bahn auf das ohnehin angeschlagene Image des Konzerns auswirken?

HANSEN: Die Streichungen sind natürlich kontraproduktiv. Zuerst kündigt die Bahn eine Service-Offensive an, jetzt wird daraus eine Service-Defensive. Unsere Gewerkschaft Transnet plant deshalb Protestaktionen gegen die Streichungen in den Reisezentren. Schließlich wird der Begriff Service mit Menschen verbunden - und nicht mit Automaten.

Interview: MELANIE WASSINK

erschienen am 5. März 2004


Zitat
Original von kn-online

28 Bahn-Reisezentren im Norden für mehrere Stunden geschlossen
Hamburg (dpa/lno) - 28 Reisezentren der Deutschen Bahn in Hamburg und Schleswig-Holstein haben am Donnerstag wegen einer Betriebsversammlung ihre Tore zeitweilig geschlossen. Betroffen waren 23 Reisezentren in Schleswig Holstein - darunter die Service-Stellen in Kiel, Flensburg und Lübeck. In Hamburg wurde unter anderem am Hauptbahnhof und in Altona nur stark eingeschränkter Kundenservice geboten. Die Gewerkschaft Transnet hatte die Versammlung einberufen, um über den geplanten Abbau von Verkaufsstellen zu informieren.

dpa/regioline vom 18.03.2004


Soll man nun froh sein, daß überhaupt was passiert, oder ist das nur eine theatralische Aktion der Gewerkschaften, die etwas machen müssen, um nicht noch mehr Mitglieder zu verlieren?

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« Antwort #37 am: 18:09:31 Fr. 21.Mai 2004 »
21.05.04 - Massenentlassungen bei der Bahn in Tschechien
Um nach dem EU-Beitritt "wettbewerbsfähig" zu sein, kündigte die tschechische Staatsbahn die Entlassung von 22.000 ihrer 77.000 Angestellten an. Noch in diesem Jahr sollen 6.000 Arbeitsplätze wegfallen. Die Gewerkschaft kündigte Streiks an.
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Jim Knopf

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« Antwort #38 am: 20:07:31 Mo. 02.August 2004 »
Bahn streicht 1.000 Stellen beim Fahrkartenverkauf

Die Bahn will in diesem und im nächstem Jahr 1.000 der verbliebenen 4.000 Stellen an den Fahrkartenschaltern streichen. Nur noch jede dritte Fahrkarte soll an Schaltern verkauft werden, der Rest vor allem über Automaten und das Internet. Die Zahl der Fahrkartenschalter an Bahnhöfen wurde bereits von 896 im Jahre 2000 auf gegenwärtig noch 592 reduziert.

backup

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« Antwort #39 am: 16:38:21 So. 05.Dezember 2004 »
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Kuddel



Anmeldungsdatum: 10.03.2004
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 Verfasst am: 25.09.04 um 13:02    Titel:    

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Im Radio gehört, die Gewerkschaft Transnet sei gegen die Absetzung Mehdorns.

Mal ne dumme Frage eines Nicht-Bahners: Erwartet die Gewerkschaft vom Regen in die Traufe zu kommen oder outet sich Transnet als pures Anhängsel des Mangements?

Kann mich jemand aufklären?
 
 
 
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Kuddel



Anmeldungsdatum: 10.03.2004
Beiträge: 119
Wohnort: Kiel
 Verfasst am: 04.10.04 um 17:25    Titel:    

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Die Deutsche Bahn will nach Angaben der Eisenbahnergewerkschaft Transnet etwa 500 Stellen bei Zugbegleitern und im Bordservice streichen.
Wie Transnet in Berlin erklärte, sollen im kommenden Jahr noch einmal 400 Arbeitsplätze in Reisezentren wegfallen. Ein Bahn-Sprecher wollte die Zahlen nicht bestätigen. Er sagte allerdings, aus wirtschaftlichen Gründen müsse reduziert werden.
(Quelle: Deutschlandfunk)
 
 
 
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Jim Knopf



Anmeldungsdatum: 16.03.2004
Beiträge: 6

 Verfasst am: 23.10.04 um 17:55    Titel:    

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OÖ-Nachrichten hat folgendes geschrieben::
Streik in Italiens Nahverkehr begonnen

Wien (APA) - In Italien hat ein 24-stündiger Streik im öffentlichen Nahverkehr begonnen. Betroffen sind Busse, Straßenbahnen und die Metro. Rund 160.500 Bedienstete der Verkehrsbetriebe protestieren damit gegen die Verspätung bei der Erneuerung des abgelaufenen Arbeitsvertrags. Allerdings wird der Ausstand zu den Hauptverkehrszeiten ausgesetzt, damit die Pendler zur Arbeit und wieder nach Hause können.

Die Sperre der U-Bahn-Netze zwang in Rom und Mailand viele Bürger, mit Privatfahrzeugen zur Arbeit zu fahren. Die meisten Römer waren auf ihre eigenen Autos oder Mopeds angewiesen, um sich durch den schon an normalen Tagen chaotischen Stadtverkehr zu bewegen. Probleme mit den öffentlichen Verkehrsmittel sind in Italien häufig. Im Dezember und im Jänner war es öfters zu wilden Streiks gekommen, welche die italienischen Städte lahm gelegt hatten.

APA 9:23 22.10.2004

 
 
 
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ManOfConstantSorrow



Anmeldungsdatum: 17.01.2003
Beiträge: 459

 Verfasst am: 04.11.04 um 19:37    Titel:    

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Bahnvonunten hat eine sehr brauchbare Bröschüre veröffentlicht mit guten Argumenten gegen die herrschende Bahnpolitik:

http://www.bahnvonunten.de/brosch-text.htm
 

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« Antwort #40 am: 19:30:46 Di. 14.Dezember 2004 »
aus kn-online:

Bahn baut 9000 Stellen ab

Berlin (dpa) - Bei der Bahn geht der Personalabbau im Zuge der Sanierung weiter. Im nächsten Jahr sollen nach dpa-Informationen etwa 9000 Stellen wegfallen. Ein Bahnsprecher gab dazu keinen Kommentar ab. Personalabbau sei aber kein Unternehmensziel.


Angesichts anhaltender Schwierigkeiten im Güter- und Fernverkehr hatten die Gewerkschaften wiederholt vor dem Verlust einiger tausend Jobs beim bundeseigenen Konzern gewarnt. Um einen Verzicht auf Entlassungen bis zum Jahr 2010 zu erreichen, kamen Bahnchef Hartmut Mehdorn und die Gewerkschaften zu einem entscheidenden Gespräch in Berlin zusammen.

Mehdorn sagte, es gehe darum, den letzten Schliff anzulegen. Einige "kleine Knöpfe" seien noch anzunähen. Es sei wichtig für die Belegschaft und das Unternehmen, vor Weihnachten eine Tarifeinigung zu erzielen.

In den Gesprächen für rund 150 000 Beschäftigte sollte es noch vor allem darum gehen, wie die Arbeitskosten im Gegenzug für die Verlängerung des Ende 2004 auslaufenden Beschäftigungspaktes gesenkt werden. Die Bahn und die Gewerkschaften Transnet und GDBA hatten sich auf eine Kostenreduzierung von 5,5 Prozent verständigt. Diese sollte "primär" durch eine höhere Arbeitszeit erreicht werden. Eine pauschale und dauerhafte Erhöhung von derzeit 38 auf 40 Wochenstunden hatten die Gewerkschaften aber abgelehnt.

Der bestehende Beschäftigungspakt läuft am Jahresende aus. Insgesamt zählt der Konzern mitsamt der Frachttochter Stinnes und Beamten derzeit 242 000 Beschäftigte. Vor zehn Jahren waren es ohne Stinnes noch über 340 000.

dpa/ecoline vom 14.12.2004

Es sieht wirklich nicht aus, als würde man mit dem korrupten Gewerkschaftsboß Norbert Hansen sich diesen Strategien zur Privatisierung ernsthaft entgegenstellen...

Jim Knopf

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« Antwort #41 am: 14:20:34 Sa. 18.Dezember 2004 »
Was man "Sanierung" nennt, ist nur das profitabel-Machen des Öffentlichen Verkehrssystems für die Börsenspekulanten mal auf dem Rücken der Belegschaften, mal auf Kosten der Bahnkunden:

Zitat
stern.de 18.12.04

Deutsche Bahn streicht Investitionen zusammen

Die Deutsche Bahn AG plant einem "Spiegel"-Bericht zufolge, ihre Investitionen in das Schienennetz drastisch zu kürzen. Zahlreiche Prestigeprojekte werden aufgehoben oder zumindest aufgeschoben.


Zentrale Verkehrsvorhaben der Bahn im Investitionsplan 2005 bis 2009 würden verschoben oder eingestellt, berichtete das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" unter Berufung auf vertrauliche Unterlagen für den Bahn-Aufsichtsrat, der die abgespeckte Planung am Dienstag beschließen solle. Der Aufsichtsrat befasst sich nach Angaben einer Konzernsprecherin an dem Tag mit der neuen mittelfristigen Finanzplanung. Ende November hatte der Konzern seine Gewinnprognose für 2005 halbiert.

Nach Darstellung des "Spiegel" ist unter anderem geplant, den Neu- und Ausbau der Strecke Hanau-Fulda/Würzburg für 1,4 Milliarden Euro faktisch zu stoppen. Auch mit dem Bau der so genannten Ypsilon-Trasse Hamburg/Bremen-Hannover für 1,2 Milliarden Euro werde zumindest nicht vor 2009 begonnen. Auf der Verbindung Augsburg-München werde die Projektlaufzeit ebenfalls verlängert. Stark gekürzt würden schließlich auch die Mittel für Strecken wie Karlsruhe-Dresden, Lübeck-Stralsund oder Paderborn-Erfurt-Chemnitz. Eine Bahn-Sprecherin lehnte eine Stellungnahme zu dem "Spiegel"-Bericht ab.

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« Antwort #42 am: 02:59:12 So. 26.Dezember 2004 »
Zitat
Nach aktuellen Presseveröffentlichungen hat die Deutsche Bahn AG im Zuge von Sparmaßnahmen sämtliche Planungen für die Hochgeschwindigkeitstrasse Hamburg/Bremen nach Hannover (Y-Trasse) eingestellt. Die SPD-Bundestagsabgeordneten bitten Minister Stolpe um Auskunft, ob dieses Schienenausbauvorhaben von der DB AG noch prioritär weiter geplant wird. Außerdem liegen der Planung der Y-Trasse Überlegungen der 80er und 90er Jahre zu Grunde, argumentieren sie weiter. Neuere Untersuchungen, so die Bundestagsabgeordneten, kommen zu dem Ergebnis, dass die Y-Trasse nicht notwendig, betrieblich sogar nachteilig ist und durch bessere Lösungen ersetzt werden sollte.

http://www.monika-griefahn.de/inhalt/presse/pm2004/pm2004_08.htm

Aha...im Februar 2004 war eigentlich schon klar, daß die Y-Trasse gegessener Toast ist - jetzt wurde also lediglich der Baubeginn verschoben. Na, solche Luftblasen lassen doch potentielle Investoren wieder hoffen...

Blöde nur, daß sich die Anlieger der Y-Trasse zu Recht gegen eine weitere Zerstörung der Landschaft zur Wehr setzen werden, wenn die Leiche wieder aus dem Keller geholt werden soll. :D
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Jim Knopf

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« Antwort #43 am: 00:45:54 Mi. 26.Januar 2005 »
Zitat
spiegel-online 25. Januar 2005    

BESCHÄFTIGUNGSPAKT DER DEUTSCHEN BAHN

Vorstand verzichtet auf exzessive Lohnsteigerung


Im Dezember hatten die Tarifparteien einen Schutz vor Entlassungen bis 2010 vereinbart. Dafür sollen die Personalkosten vor allem durch längere Arbeitszeit und einen wegfallenden Urlaubstag um 5,5 Prozent sinken.

Die Gewerkschaften wollen nach weiteren Mitgliederbefragungen voraussichtlich erst Mitte Februar endgültig über eine Annahme des Tarifabschlusses entscheiden. Bisher habe es neben breiter Zustimmung auch viele kritische Stimmen gegeben. Ende Februar läuft bei der Bahn dann auch der Entgelttarifvertrag aus. Transnet und GDBA haben schon angekündigt, dass es keinesfalls eine Nullrunde geben dürfe.

Zitat
Die TRANSNET und das BASISVOTUM zumBeschäftigungssicherungstarifvertrag in der Privatiserungsfalle - ein LEHRSTÜCK

Was heißt "Basisvotum"? Diese Frage stellt sich allen Mitgliedern der TRANSNET, wenn sie in diesen Tagen an den Informationsveranstaltungen zum neuen Tarifvertrag vor Ort (Servicebüro oder OV) teilnehmen. Der Begriff ist irreführend, da man doch die Vorbereitung einer Urabstimmung erwarten würde, aber mit einem "Abstimmungssystem" konfrontiert wird, dem das Ergebnis bereits vorgegeben zu sein scheint. Die Veranstaltungen enden für die Teilnehmer überraschend mit der Frage, wer dafür oder dagegen ist. Stimmenthaltungen werfen bereits ein Problem auf, da diese wohl nicht in den vorgefertigen Abschlußberichten (Wahlprotokollen) vorgesehen sind. Zudem handelt es sich bei den Teilnehmern der Infoveranstaltungen nicht um "Wahlmänner", sondern um KollegInnen, die ihre Teilnahme ermöglichen konnten. Insofern bleibt die Zusammensetzung des Publikums zufällig. Daher darf wohl behauptet werden, daß das "Basisvotum" sehr nach "Manipulation" riecht. Man weiß sehr genau: Ohne Abstimmung geht es angesichts der Brisanz des Vertrages und der miesen Stimmung nicht mehr.

Viel Mühe verwendet der Vorstand darauf, die Unabänderlichkeit der "Verhandlungsergebnisse" zu begründen. Das gleicht der Periode einer "Revolution von oben", die ja dem Unten nicht gerade freundlich gesinnt ist. Allerdings entspricht dieses Vorgehen den Konsequenzen des "Mitgestaltens". Der Vorstand hat Glück, denn viele KollegInnen wissen gar nicht mehr, daß GEWERKSCHAFT öffentliche Entgegensetzung bedeutet.

(den vollständigen Artikel gibt´s hier.)

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« Antwort #44 am: 18:16:15 Do. 23.Juni 2005 »
23.06.05 - Eisenbahner in Südbaden im Warnstreik
Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi haben sich die 500 Beschäftigten der Südwestdeutschen Eisenbahngesellschaft (SWEG), der Ortenau-S-Bahn (OSB), Ortenau-Regio-Bus (ORB) und der Breisgau-S-Bahn (BSB) zu 100 Prozent an einem Warnstreik beteiligt. Er begann am Mittwoch um 4.00 Uhr und ging bis 10.00 Uhr. Die Gewerkschaft verlangt eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 3,3 Proznet und die Wiederinkraftsetzung der gekündigten Tarifverträge zur Arbeitszeit. Der Arbeitgeberverband Deutscher Eisenbahnen will die Löhne und Gehälter dagegen um 3,8 Prozent senken und die Arbeitszeit auf 40 bzw. 41 Stunden erhöhen. "Alle Räder stehen still, wenn der Arbeitgeber 41 Stunden will", so die Streikenden.
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