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Ämterstress - Fragen, Antworten und Erfahrungen => Andere Themen => Rente => Thema gestartet von: Sybilla am 10:27:13 Mi. 06.Juni 2018

Titel: Lösungsansätze zur Altersarmut
Beitrag von: Sybilla am 10:27:13 Mi. 06.Juni 2018
Seit Einführung eines allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns, wird allmonatlich ein neuer "historischer" Beschäftigungsrekord im Viertelstundentakt in den "Qualitätsmedien und Qualitätsonlinemedien"  verkündet.

Die Vorhersage das ein allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn Millionen von Arbeitsplätze vernichtet, ist nicht eingetreten. Der Wirtschaftsstandort Deutschland ist wieder einmal nicht untergegangen.

Eine deutliche Anhebung des allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn ist ein unverzichtbarer Pfeiler zur Sicherung vor Altersarmut, weitere müssen folgen, wie zum Beispiel das alle, also wirklich alle einen Rentenbeitrag leisten müssen.

Die jetzt favorisierte Idee das Renteneintrittsalter weiter auf 69 zu erhöhen, ist zynisch gegenüber der Bürger, die 50 Jahre lang früh aufstehen den ganzen Tag in der Pflege oder im Handwerk oder an der Werkbank schwer arbeiten. Und verschiebt das Problem um 2 Jahre in die Zukunft denn das Rentenniveau als die Höhe der Rentenauszahlung wird dadurch höchstens stabilisiert.
Titel: Re:Lösungsansätze zur Altersarmut
Beitrag von: counselor am 17:14:12 Mi. 06.Juni 2018
Ich finde das auch zynisch. Wir brauchen die Herabsetzung des Rentenalters auf 60 Jahre für Männer und auf 55 Jahre für Frauen und für Schicht- und Schwerarbeiter – bei vollem Rentenausgleich.
Titel: Re:Lösungsansätze zur Altersarmut
Beitrag von: BGS am 20:36:40 Mi. 06.Juni 2018
.. . Wir brauchen die Herabsetzung des Rentenalters auf 60 Jahre für Männer und auf 55 Jahre für Frauen und für Schicht- und Schwerarbeiter – bei vollem Rentenausgleich.

Gute Idee. Das Leben ist sowieso viel zu kurz. Die Rationalisierungsgewinne der letzten Jahrzehnte maches das leicht finanzierbar.

MfG

BGS
Titel: Re:Lösungsansätze zur Altersarmut
Beitrag von: Schluepferstuermer am 01:12:02 Do. 07.Juni 2018
Es geht noch zynischer.

Ich bin für das Renteintrittsalter von 80 Jahren. Oder gleich den "Frei"tod nach dem Arbeitsleben.
So wird gespart.
Denn wir sind doch Deutsche
Titel: Re:Lösungsansätze zur Altersarmut
Beitrag von: counselor am 05:34:55 Do. 07.Juni 2018
Die Rationalisierungsgewinne der letzten Jahrzente maches das leicht finanzierbar.

Genau. Geld ist nämlich genug da. Es ist nur falsch verteilt.
Titel: Re:Lösungsansätze zur Altersarmut
Beitrag von: Schluepferstuermer am 19:50:28 Do. 07.Juni 2018
Das Geld steckt in Pferdewetten (Derivate). Und wer zockt da???
Titel: Re:Lösungsansätze zur Altersarmut
Beitrag von: BGS am 20:41:58 Do. 07.Juni 2018
Wir nicht.

MfG

BGS
Titel: Re:Lösungsansätze zur Altersarmut
Beitrag von: tleary am 12:37:54 Fr. 08.Juni 2018
Ich würde sogar noch weiter gehen: Renteneintrittsalter runter auf 57 - und zwar für alle! In Frankreich gab's das ja bis vor kurzem sogar noch. Da Frauen eine 3 - 4 Jahre höhere Lebenserwartung als Männer haben, hätten sie dann trotzdem noch den Vorteil des längeren Rentenbezugs. Finanzierbar wäre so etwas in jedem Fall, allein schon wenn man ALLE (auch Beamte, Freiberufler Selbstständige) dazu verpflichten würde, in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen, und die Einzahlungshöhe nicht deckeln würde, wie das momentan durch die Beitragsbemessungsgrenze geschieht. Also: ALLE Einkommensbezieher unbegrenzt mit 18 oder 19 % ihres Bruttoeinkommens einzahlen lassen, den Höchstbetrag des späteren Rentenbezugs aber auf sagen wir 2.800 € monatlich begrenzen. Da käme ordentlich Geld in die Rentenkasse, glaubt mir. Allein die Reichen und Superreichen müssten dann ein x-faches von dem einzahlen, was sie später zurück bekämen. Ist aber auch gerechtfertigt. Denn woher haben die denn das viele Geld? - Doch größtenteils nur durch Ausbeutung der Arbeitskraft ihrer Arbeiter! - Außerdem müsste es eine MINDESTRENTE geben, ganz gleich wieviel der- oder diejenige einbezahlt hat. Denn besonders Frauen sind durch die Kindererziehung beim momentanen Rentensystem immer noch gehandicapt. Diese Mindestrente müsste dann bei etwa 1.200 €/Monat liegen. - Kein Vergleich zu den schon jetzt realen Minirenten von 500 bis 800 €/Monat, von denen keiner der Alten leben kann, ohne Flaschen zu sammeln oder noch putzen zu gehen. Das ist doch entwürdigend!
Titel: Re:Lösungsansätze zur Altersarmut
Beitrag von: Schluepferstuermer am 17:58:26 Fr. 08.Juni 2018
"Leistungsträger" (dauernd von den Komikern behauptet - wir sind aber nicht gemeint, denn in Wirklichkeit sind "Leistungsträger" erst "Verbrecher" ab 10.000€. Wir sollten uns eingestehen, dass wir nicht dazugehören)

Diese ruinieren uns und machen Pferdewetten
Titel: Re:Lösungsansätze zur Altersarmut
Beitrag von: BGS am 21:00:11 Fr. 08.Juni 2018
Ich würde sogar noch weiter gehen: Renteneintrittsalter runter auf 57 - und zwar für alle! In Frankreich gab's das ja bis vor kurzem sogar noch. Da Frauen eine 3 - 4 Jahre höhere Lebenserwartung als Männer haben, hätten sie dann trotzdem noch den Vorteil des längeren Rentenbezugs. Finanzierbar wäre so etwas in jedem Fall, allein schon wenn man ALLE (auch Beamte, Freiberufler Selbstständige) dazu verpflichten würde, in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen, und die Einzahlungshöhe nicht deckeln würde, wie das momentan durch die Beitragsbemessungsgrenze geschieht. Also: ALLE Einkommensbezieher unbegrenzt mit 18 oder 19 % ihres Bruttoeinkommens einzahlen lassen, den Höchstbetrag des späteren Rentenbezugs aber auf sagen wir 2.800 € monatlich begrenzen. Da käme ordentlich Geld in die Rentenkasse, glaubt mir. Allein die Reichen und Superreichen müssten dann ein x-faches von dem einzahlen, was sie später zurück bekämen. Ist aber auch gerechtfertigt. Denn woher haben die denn das viele Geld? - Doch größtenteils nur durch Ausbeutung der Arbeitskraft ihrer Arbeiter! - Außerdem müsste es eine MINDESTRENTE geben, ganz gleich wieviel der- oder diejenige einbezahlt hat. Denn besonders Frauen sind durch die Kindererziehung beim momentanen Rentensystem immer noch gehandicapt. Diese Mindestrente müsste dann bei etwa 1.200 €/Monat liegen. - Kein Vergleich zu den schon jetzt realen Minirenten von 500 bis 800 €/Monat, von denen keiner der Alten leben kann, ohne Flaschen zu sammeln oder noch putzen zu gehen. Das ist doch entwürdigend!

So ist es.

MfG

BGS
Titel: Re:Lösungsansätze zur Altersarmut
Beitrag von: rebelflori am 11:36:41 Sa. 09.Juni 2018
Ich würde sogar noch weiter gehen: Renteneintrittsalter runter auf 57
Also ich halte 69 Jahre schon für ok. Aber dann sollte man nur 10 Stunden die Woche arbeit, bei vollen Lohnausgleich.
Titel: Re:Lösungsansätze zur Altersarmut
Beitrag von: Kuddel am 11:44:10 Sa. 09.Juni 2018
Also ich halte 69 Jahre schon für ok.
Blablabla.
Titel: Re:Lösungsansätze zur Altersarmut
Beitrag von: rebelflori am 12:12:07 Sa. 09.Juni 2018
Blablabla.
hahahahahaaaaaaahhhaaahhhhhaaaaahhaa

P.s.
Ob man nur 10 Stunden nur die Woche arbeitet oder mit 57 Jahren in Rente geht, ist doch eigentlich egal. Es kommt dabei nur drauf an die Gewinne der Wirtschaft gerechter zu verteilen.
Ehrlich gesagt wollte ich nur eine Alternaive zu denn 57 Jahren aufzeigen.
Titel: Re:Lösungsansätze zur Altersarmut
Beitrag von: Nao am 12:39:41 Sa. 09.Juni 2018
Das durchschnittliche Renteneintrittsalter liegt in China bei 54 Jahren.
Für Arbeiter im öffenlichen Dienst und in staatlichen Betrieben gibt es Rente ab 55, für Arbeiterinnen ab 50.

Da neoliberale heutige China versucht diese Errungenschaften anzugreifen und will eine längere Lebensarbeitszeit durchsetzen.
Sozialer Sprengstoff.
Titel: Re:Lösungsansätze zur Altersarmut
Beitrag von: counselor am 14:11:36 Do. 05.Juli 2018
Zitat
VdK: Rentenniveau auf 50 Prozent anheben

Berlin (kobinet) "Ob jung oder alt: Alle Menschen in Deutschland müssen sich auf die gesetzliche Rente verlassen können. Die Rentnerinnen und Rentner von heute und morgen brauchen eine auskömmliche Rente im Alter. Daher fordern wir die Rentenkommission dringend auf, zukunftsfähige Vorschläge zu machen.“ Das erklärt Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, anlässlich eines Gesprächs der Rentenkommission mit Verbänden. Mit am Tisch sitzt auch der Sozialverband VdK Deutschland.

Quelle: https://kobinet-nachrichten.org/de/1/nachrichten/38317/VdK-Rentenniveau-auf-50-Prozent-anheben.htm
Titel: Re:Lösungsansätze zur Altersarmut
Beitrag von: counselor am 23:04:46 Sa. 14.Juli 2018
Zitat
VdK: Alterssicherung, die vor Armut schützt

Berlin (kobinet) „Wir wollen keine halben Sachen, Rentnerinnen und Rentner von heute und morgen müssen sich auf die gesetzliche Altersvorsorge verlassen können. Der Gesellschaft muss die Rente etwas wert sein.“ Das erklärte Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, anlässlich der heutigen Vorstellung des Rentenpakts durch Bundesarbeitsminister Hubertus Heil.

Quelle: https://kobinet-nachrichten.org/de/1/nachrichten/38371/VdK-Alterssicherung-die-vor-Armut-sch%C3%BCtzt.htm
Titel: Re:Lösungsansätze zur Altersarmut
Beitrag von: counselor am 20:07:03 Mi. 12.September 2018
Zitat
Altersvorsorge - Was sich bei der Rente ändern muss

Neue Berechnungen legen es schonungslos offen: Millionen Deutsche werden unter eine großen Rentenlücke leiden. Die Politik könnte gegensteuern.

Quelle: https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/altersvorsorge-was-sich-bei-der-rente-aendern-muss-1.4126280 (https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/altersvorsorge-was-sich-bei-der-rente-aendern-muss-1.4126280)
Titel: Re:Lösungsansätze zur Altersarmut
Beitrag von: dagobert am 00:10:47 Do. 13.September 2018
Zitat
Die Politik könnte gegensteuern.
... wird sie aber nicht.
Titel: Re:Lösungsansätze zur Altersarmut
Beitrag von: counselor am 08:59:21 Sa. 22.September 2018
Zitat
Debatte Rentenpolitik - Eine Geisterdebatte

Das Rentenpaket der Groko wird als großer Schritt gegen Armut im Alter verkauft. Das kann man nur als blanken Zynismus bezeichnen.

Quelle: https://taz.de/!5533128/
Titel: Re:Lösungsansätze zur Altersarmut
Beitrag von: Troll am 09:36:38 Sa. 22.September 2018
Sie akzeptieren Altersarmut nicht als akutes Problem, aus ihrer Sicht führen also wir eine Geisterdebatte die sie zwingt Aktivität zu heucheln (zwecks Demokratie und so).
Titel: Re:Lösungsansätze zur Altersarmut
Beitrag von: Onkel Tom am 10:16:44 Sa. 22.September 2018
Anbei wurde und wird immer noch unterschlagen, das den Betroffenen jegliche
Einnahmen, egal aus welchen Töpfen vom Grundsicherungsamt gleich angerechnet
wird. Toll, wenn eine Mutter, die 5 Kinder großgezogen hat, nun fast 75 Euro mehr
an Rente bekommt und die Grusi sich das gleich wieder einverleibt  >:(

Nennen wir dieses Geblubber im Bundestag gegen Altersarmut mal.. Politpromotion..
Alles bislang nur leere Schachteln, die im Lichte erscheinen.
Titel: Re:Lösungsansätze zur Altersarmut
Beitrag von: counselor am 16:02:15 Fr. 16.November 2018
Die SPD hat wieder einen ihrer alten H4-Säcke ausgegraben:
Zitat
Demografischer Wandel - Clement plädiert für Arbeit bis ins Greisenalter

Der frühere Wirtschaftsminister Clement will die Deutschen noch viel länger arbeiten lassen als bisher geplant. Die Rente mit 67 hält er für nicht ausreichend. Wer kann, sollte ruhig bis 80 arbeiten, sagte der Ex-SPD-Mann der Zeitung "Die Welt".

Quelle: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/demografischer-wandel-wolfgang-clement-fuer-rente-mit-80-jahren-a-850242.html (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/demografischer-wandel-wolfgang-clement-fuer-rente-mit-80-jahren-a-850242.html)
Titel: Re:Lösungsansätze zur Altersarmut
Beitrag von: BGS am 16:58:52 Fr. 16.November 2018
Der Mann muss krank sein. Mit Verlaub, dass so Einer es noch immer wagt, sein Maul aufmachen. Kann man nicht ernstnehmen.

MfG

BGS
Titel: Re:Lösungsansätze zur Altersarmut
Beitrag von: counselor am 14:41:59 Mo. 19.November 2018
Zitat
Altersarmut: Würzburger Rentnerin ruft zu Protestaktion auf

Eine Würzburger Rentnerin geht mit 77 Jahren gegen wachsende Altersarmut auf die Barrikaden. Für kommenden Samstag ruft sie zu einer sozialkritischen Kunstaktion im Selbsthilfehaus der Stadt Würzburg auf.

Quelle: https://www.br.de/nachrichten/bayern/altersarmut-wuerzburger-rentnerin-ruft-zu-protestaktion-auf,R9OgG7w (https://www.br.de/nachrichten/bayern/altersarmut-wuerzburger-rentnerin-ruft-zu-protestaktion-auf,R9OgG7w)