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Handel & Dienstleistung => Transport & Verkehr => Schiene => Thema gestartet von: am 18:24:13 Sa. 22.Februar 2003

Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: am 18:24:13 Sa. 22.Februar 2003
aus www.bahn.de:


Samstag, 22. Februar 2003
Behinderungen durch Streik in Italien


Streik des Personals der Italienischen Staatsbahnen [FS] vom 22.02. bis 23.02.2003


Nach Auskunft der Italienischen Staatsbahnen (FS) findet von Samstag, 22.02., 21.00 Uhr, bis Sonntag, 23.02.03, 21.00, Uhr ein 24-stündiger Generalstreik des italienischen Eisenbahnpersonals statt.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Bob am 22:22:59 Do. 27.Februar 2003
Nun sind für die nächsten Tage (ab 28.3.) die ersten Warnstreiks bei der Bahn angekündigt. 5% mehr Lohn und sofortiger Angleich des Ostlohns an den des Westens. Klingt nach vernünftigen Minimalfordeungen. Die Stimmung ist deutlich gereizt und es könnte auch hier ein Streik geführt werden vor dem man in Italien oder Frankreich die Mütze zieht.

Wetten daß auch diesmal Transnet und GDBA den Schwanz einziehen, keine 3% dabei herauskommen und noch irgendein den-Arbeitgebern-Entgegenkommen Teil des ausgehandelten Kompromisses sein wird?
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: am 02:15:32 Sa. 01.März 2003
Nanana, du pessimist!

immerhin warnstreiks. viele wissen ja garnichtmehr wie sowas geht. "streiken" ist in den letzten 20 jahren fast zum fremdwort geworden in deutschland.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: am 01:39:58 Mi. 05.März 2003
klug reden ist leicht!
das einspringen der gewerkschaft der lokführer in die warnstreikaktionen ist nicht zu verachten. die aktionen sind nicht nur symbolisch. morgens und bundesweit den berufsverkehr lahmzulegen ist hierzulande etwas neues und nicht zu unterschätzen!!!!
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Schwarzfahrer am 15:18:46 Mi. 05.März 2003
Wär hätte gedacht daß es bei deutschen Streiks lustig zugehen könnte!?!
Heute hat in Hannover das Ticketverkaufspersonal die Arbeit niedergelegt und die verwirrten Kunden aufgefordert ohne Ticket in den Zug zu steigen.
Wer vor der Fahrscheinkontrolle schon wieder aussteigen mußte hat Geld gespart und natürlich sind die Schaffner viel lansamer durch den Zug gekommen...
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: am 01:56:26 Do. 06.März 2003
Lokführer-Gewerkschaft will Zugverkehr komplett stilllegen

Frankfurt/Main (dpa) - Mit einem bundesweiten Warnstreik will die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer GDL morgen den Zugverkehr lahmlegen. Zwischen 06.00 und 06.45 Uhr werde sich bundesweit kein Rad drehen, kündigte die GDL in Frankfurt an. In Hamburg und Hannover haben bereits heute die Gewerkschaften Transnet und GDBA mobil gemacht. In der Hansestadt wurde ein IC-Betriebswerk bestreikt. 15 Intercity-und Eurocity-Züge blieben vorübergehend in ihren Hallen. In Hannover wurde im Reisecenter die Arbeit niedergelegt.

dpa/online vom 05.03.2003 13:22
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: am 01:57:12 Do. 06.März 2003
OH YEAH!!!!
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: am 02:00:42 Do. 06.März 2003
Deutschland droht mehrstündiges Bahn-Chaos

Berlin (dpa) - Bahnreisende müssen sich morgen auf massive Verspätungen einstellen. Die Lokführer wollen mit bundesweiten Warnstreiks am Morgen für knapp eine Stunde den kompletten Zugverkehr stilllegen. Die Behinderungen werden sich aller Voraussicht nach bis in den Nachmittag ziehen. Die Bahn will versuchen, ein Chaos zu vermeiden und die Kunden zu beruhigen. So sollen auf großen Bahnhöfen sogar Führungskräfte mit Auskünften aushelfen. Außerdem soll es zum Teil kostenlosen Kaffee geben.

dpa/online vom 05.03.2003 17:06


Bahn-Manager als Aushilfskräfte und kostenloser Kaffee

Berlin (dpa) - Die Deutsche Bahn versucht alles, um die vom Warnstreik frustrierten Kunden zu beruhigen. Bei den für Morgen angekündigten bundesweiten Warnstreiks der Lokführer spannt das Unternehmen auch Manager als Aushilfskräfte ein. Führungskräfte sollen auf großen Bahnhöfen Auskünfte geben, hieß es bei der Bahn in Berlin. Im Berufsverkehr soll außerdem kostenlos Kaffee an Fahrgäste ausgeschenkt werden. Die Lokführer wollen morgen den Bahnverkehr in ganz Deutschland für eine dreiviertel Stunde lahm legen.

dpa/online vom 05.03.2003 16:03



Wohl das erste sinnvolle, was die Bahn-Führungskräfte in Ihrem Leben getan haben. Sie sollten dabei bleiben, so können sie auch weit weniger Schaden anrichten.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Jim Knopf am 22:17:14 Mi. 12.März 2003
"14. März 2003
Weltweiter Aktionstag der Eisenbahnbeschäftigten
Internationale Gegenwehr statt Mitgestaltung bei Privatisierung und Lohndumping
 
 Kolleginnen! Kollegen!
Wenn Nadelstiche nicht ausreichen: Vollstreik!

Die Warnstreiks der letzten Tage haben gezeigt: Die Stimmung der EisenbahnerInnen nähert sich dem Siedepunkt. Wir haben jahrelang Opfer gebracht - jetzt ist Schluss. Die KollegInnen sind kampfbereit. Aber viele sagen auch: entweder richtig oder gar nicht. Die nächsten Tage sind entscheidend: Bei der Verhandlungsrunde am 14. März, dem weltweiten Aktionstag der Eisenbahnbeschäftigten, dürfen wir uns vom Bahnvorstand nicht mit Almosen abspeisen lassen. Die 5 Prozent-Forderung ist schon ein Kompromiss, der erkämpft werden muss. Die Anpassung Ost an West ist längst überfällig, sonst kommt es zur Anpassung West an Ost.

 In ganz Europa haben Regierungen die Privatisierung und Zerschlagung der Staatsbahnen vorangetrieben. Formaler Vorwand: die EU-Richtlinien zur Deregulierung und Einführung von Wettbewerb im Schienenverkehr. Dahinter stecken handfeste Interessen einiger weniger Profiteure und Rosinenpicker. Für europaweite Aktionseinheit aller Gewerkschaften gegen Privatisierung öffentlicher Dienstleitungsunternehmen, gegen Deregulierung sowie Zerschlagung von Tarifverträgen und Sozialstandards.

Durch einen europaweiten Aktions- und Streiktag wollen wir den Regierungen signalisieren: wir lehnen Privatisierung und Lohndumping entschieden ab!

In Großbritannien, wo dieser Weg tagtäglich unendliches Chaos und Schaden anrichtet, fordern nicht nur die Gewerkschaften, sondern drei Viertel der Bevölkerung die Wiederverstaatlichung der Eisenbahnen. Eine Zukunft im Interesse von Mensch und Umwelt, von Eisenbahnern, Kunden und Allgemeinheit hat die Bahn nur in öffentlicher Trägerschaft und als einheitliches Ganzes - ohne Konkurrenzkampf auf dem Rücken der Beschäftigten und der Allgemeinheit. Statt Bevormundung durch praxis- und bahnferne Manager und Unternehmensberater sollten wir EisenbahnerInnen selbst unsere Kompetenz zum Zuge bringen und Kontrolle im eigenen Unternehmen ausüben.

Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren! "

dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus dem Aufruf von Bahn-von-Unten, der kämpferischen Basis der Bahnarbeiter. Ich wünsche, daß die Ideen Verbreitung finden und ich wünsche jeden Erfolg bei der Auseinsetzung mit der Bahnführung!!!
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Jim Knopf am 11:05:10 Sa. 15.März 2003
Tscha, für den Aktionstag wurde symbolischer Protest beschlossen (also Demo) obwohl das Personal bereit war zu streiken....
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Jim Knopf am 02:12:19 Di. 18.März 2003
Eisenbahner in Italien und Frankreich streiken

internationaler Bahnverkehr beeinträchtigt

Die französische Bahn SNCF teilt mit, daß ihr Personal am Montag, 17. März 2003 ab 20 Uhr bis Mi. 8Uhr in den Streik treten wird. Auch die italienische FS kündigt am Di. 18.3. von 9h-17h einen Streik ihrer Angestellten an. Beide Streiks werden den internationalen Bahnverkehr voraussichtlich stark beeinträchtigen.




Tja, da kämpft jeder für sich allein, und überall geht´s um die selbe Sache...
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 09:50:29 Do. 27.März 2003
Zitat

Wetten daß auch diesmal Transnet und GDBA den Schwanz einziehen, keine 3% dabei herauskommen und noch irgendein den-Arbeitgebern-Entgegenkommen Teil des ausgehandelten Kompromisses sein wird?

Da hat Bob wohl recht behalten.
Es ist einfach absolut notwendig, daß die unzufriedene Basis nicht nur schimpft, sondern auch diskutiert und Konsequenzen zieht. www.bahnvonunten.de muß unbedingt bekannter werden. Im Kieler Hauptbahnhof gab es die ersten zaghaften Versuche in denen selbstgemachte fotokopierte Flugblätter auf Tischen vom Imbiß und in einigen Zügen ausgelegt und für Bahn-von-Unten geworben wurde.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: am 23:34:38 Mo. 14.April 2003
Das Thema ist noch nicht ganz durch!
Die Gewerkschaft der Lokführer ist mit den schlapperen Forderungen in die Verhandlungen gegangen, zeigt sich aber auf Sicht am hartnäckigsten! Nach Ostern soll gestreikt werden.

Nebenbei sei erwähnt, daß die Kollegen in Italien auch wieder die Arbeit niederlegen.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Jim Knopf am 19:10:48 Mi. 16.April 2003
Bereit zum Streik
"Das Bedauerliche ist, dass wir unsere Kunden in Mitleidenschaft ziehen müssen. Das wollen wir nicht. Es wäre uns viel lieber, wir würden einen Kreis ziehen um die Zentrale in Berlin und den Vorstand der Bahn 14 Tage einsperren, bis er zur Besinnung kommt."


(Manfred Schell, Chef der Gewerkschaft der Lokführer, bekräftigt im Tarifkonflikt zwischen Lokführern und Bahn die Streikbereitschaft der Gewerkschaft)


dpa/ecoline vom 16.04.2003 17:11



Es ist schon erstaunlich, wie jeder für sich allein kämpft. Fast jeder Bahnkunde haßt die Folgen der Privatisierung. Die junge Politszene schreibt "Smash Capitalism" auf ihre Transparente. Solange sie nicht bei praktischen Auseinandersetzungen SOLIDARITÄT zeigen, bleiben das nur hohle Sprüche...
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Jim Knopf am 18:27:28 Mo. 21.April 2003
Wenn mal ein Arbeitskampf ernstgemeint ist erkennt es auch die Gegenseite und reagiert. Ein Arbeitsgericht hat den Streik der Lokführer kurzerhand verboten.

Die Zeiten werden härter! Wir sollten uns darauf einstellen und Konsequenzen ziehen!
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Jim Knopf am 14:52:23 Do. 15.Mai 2003
In der 2. Instanz wurde das Streikverbot wieder zurückgenommen.

Die Bahn hat aber gemerkt, daß die Lokführer es ernst meinen und hat deren Forderungen erfüllt um einen Streik zu vermeiden.

Schade eigentlich...
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Jim Knopf am 10:05:31 Di. 20.Mai 2003
Bahn überlegt Änderung des umstrittenen Preissystems

Frankfurt/Main (dpa) - Die Deutsche Bahn überlegt angeblich, ihr umstrittenes Preissystem zu ändern. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Grund seien sinkende Umsatz- und Ergebniszahlen seit Jahresbeginn. Konzernchef Hartmut Mehdorn wolle dem Aufsichtsrat heute bereits erste Änderungen vorstellen. Nach den verfehlten Zielen im Fernverkehr werden personelle Konsequenzen im Spitzenmanagement der Bahn nicht mehr ausgeschlossen. Auch Politiker der rot-grünen Koalition haben bereits Konsequenzen gefordert.

dpa/online vom 20.05.2003 09:14


Die Bahnkunden haben die Faxen dicke. Wäre schön (weil wirkungsvoller) wenn die Wut der Bahnkunden und des Personals zusammenfinden würden.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: WOP (Gast) am 15:10:02 Sa. 31.Mai 2003
Der Zustand der Bahn schreit wirklich danach, dass Widerstand gegen die völlige Zerschlagung der Flächenbahn geleistet und wir alle ins Auto gezwungen werden. Aber man darf halt nicht auf andere warten, sondern muss selber aktiv werden. Und es gibt schon ein paar Adressen, an die man sich wenden kann:

www.buergerbahn-statt-boersenbahn.de/
www.bahnvonunten.de/
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Heizer am 12:19:11 Fr. 13.Juni 2003
Bahn dementiert konkrete Stellenabbaupläne
Berlin (dpa) - Die Deutsche Bahn hat Berichte über einen weiteren massiven Abbau von mehr als 40 000 Stellen zurückgewiesen. "Es gibt keine konkreten Pläne für einen Stellenabbau in dieser Größenordnung", sagte ein Konzernsprecher in Berlin. Bahnchef Hartmut Mehdorn habe lediglich erklärt, er könne sich vorstellen, das Geschäft in einigen Jahren auch mit 10 bis 20 Prozent weniger Personal zu bewältigen.


Es gebe aber auch andere Möglichkeiten, Kosten zu senken und die Produktivität zu erhöhen. Personalabbau sei nach wie vor kein Unternehmensziel. Das "Handelsblatt" hatte unter Berufung auf Mehdorn berichtet, dass die Zahl der 210 000 Bahn-Beschäftigten um mehr als 40 000 reduziert werden könne.

Die Bahn hatte allein in den vergangenen zehn Jahren bereits 170 000 Arbeitsplätze gestrichen. Das "Handelsblatt" zitierte Mehdorn mit den Worten: "Aber wir sind nicht am Ende und wir glauben, dass wir noch einmal 20 Prozent weniger Mitarbeiter haben können." Der Abbau werde vor allem die Verwaltung treffen, habe Mehdorn in London erklärt. Einen Zeitplan gebe es nicht.

Die Gewerkschaft Transnet befürchtet seit langem den Abbau von rund
37 000 Arbeitsplätzen bis zum Jahr 2007. Dies hatte die Bahn stets dementiert. Bisher hatte der Staatskonzern auf betriebsbedingte Kündigungen verzichtet. Dies soll auf Grund eines Beschäftigungsbündnisses vorerst bis Ende 2004 so bleiben. Eine Verlängerung bis 2007 war zunächst nach einem Streit zwischen Konzern und Gewerkschaften über neue Tarifregeln im Regionalverkehr gescheitert. Inzwischen reden aber beide Seiten wieder miteinander. "Wir sind mit den Gewerkschaften auf gutem Weg", sagte der Sprecher.

dpa/ecoline vom 13.06.2003 09:44



Es ist schon fast langweilig immer neue Meldungen mitzukriegen wie die Bahn immer weiter heruntergewirtschaftet wird, sowohl für Personal alsauch für die Kunden. Mehdorn interessiert sich für beide nicht, nur der Börsengang der Bahn ist ihm wichtig.

Die Kunden laufen der Bahn in scharen davon, sie haben auch kein anderes Druckmittel (die schriftlichen Beschwerden haben sich mehr als verdoppelt). Und das Bahnpersonal starrt wie ein hypnotisiertes Kaninchen auf die Schlange. Das Bahnpersonal hat die Möglichkeit und die Druckmittel die Skandalöse Bahnpolitik zu Fall zu bringen. Die Sympathie der Bahnkunden hätten sie in jedem Fall auf ihrer Seite. Doch solange sie auf den ersten Schritt der zahnlosen Gewerkschaften warten wird nie etwas geschehen!
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Mr.K. am 17:38:12 Sa. 14.Juni 2003
Bei den streikenden Eisenbahnern
Normalerweise stellt bei größeren sozialen Konflikten in Frankreich die Arbeitsniederlegung im Transportsektor eine Art von Initialzündung dar, da sie alle gesellschaftlichen Sektoren trifft und den wirtschaftlichen Alltagstrott unterbricht. Zwar begann am 2. Juni der Ausstand in den Transportbetrieben: bei der Bahngesellschaft SNCF sowie den örtlichen Verkehrsbetrieben in 50 französischen Städten. Doch er bleibt bisher selbst von starken Ungleichheiten in der Mobilisierung geprägt.

Am Dienstag morgen um halb neun, im Bahndepot Ourcq am nordöstlichen Stadtrand von Paris ist die Stimmung noch gut. In der Weichensteller-Station sind sämtliche 30 Beschäftigten im Ausstand, die meisten sind auch zur Vollversammlung erschienen. Bei deren Eröffnung wird festgestellt, dass insgesamt 40 Prozent der über 300 Mitarbeiter des Eisenbahnerdepots die Arbeit nicht aufgenommen hatten. "Aber einige gewerkschaftliche Vertrauensmänner sind bei der Arbeit, auch solche von der CGT", kritisiert Sébastien von der linken Basisgewerkschaft SUD Eisenbahn (SUD Rail).

Aber zwei Stunden später am Pariser Ostbahnhof sehen die Dinge anders aus. 34 Beschäftigte sind zur Vollversammlung in der Gare de l¹Est ­ in einer Pakethalle gegenüber vom Abfahrtgleis Nummer 20 ­ erschienen. 800 könnten theoretisch an ihr teilnehmen. Hier sind nur die Weichensteller und die SchalterbeamtInnen zusammengekommen, denn die Lokomotivführer sowie die Fahrkartenkontrolleure haben ihre eigenen Versammlungen. "Die Gewerkschaftsapparate wollen nicht, dass gemischte Versammlungen abgehalten werden, da sie kleinere und getrennte Versammlungen leichter kontrollieren können", meint der Versammlungsredner Basile, der selbst Weichensteller ist. "Letzte Woche (beim Streiktag am 3. Juni) konnte ich eine gemischte Vollversammlung in der Gare de l`Est mit 150 Teilnehmern durchsetzen", aber inzwischen sei die Dynamik weg und die Luft eher draußen.

"Zwei Dinge", analysiert Basile (Mitglied bei SUD Rail) im Anschluss, "sind gleichermaßen verantwortlich für die wahrscheinliche Niederlage dieser Mobilisierung".

Zum Einen sei, und darin stimmen alle anderen Anwesenden mit ihm überein, "Mitte Mai die wesentliche Chance verschenkt worden". Damals, im Anschluss an den ­ in dem Ausmaß unerwarteten ­ Erfolg der Demonstrationen vom 13. Mai, traten Bahn-, Bus- und Métro-Beschäftigte in den spontanen Ausstand. Doch sie waren durch die Gewerkschaften zurückgepfiffen worden, vor allem durch die CGT, die bis in die Neunziger Jahre als KP-nahe galt, aber heute vor allem als vernünftigte Verhandlungspartnerin ernst genommen werden will. Die CGT half den Ausstand abzuwürgen, und predigte stattdessen eine "kontrollierte Eskalation" mit einem Aktionskalender von gestaffelten Aktions- und Streiktagen: am 25. Mai, am 3. Juni, am 10. Juni - "Die Beschäftigten verstehen nichts mehr in der Abfolge der auseinander gerissenen Aktionstage, sie fühlen sich manipuliert und ziehen sich zurück", meint Basile.

Zum anderen habe aber auch die Regierung seitdem Zeit gefunden, auf die Krise zu reagieren. In den Tagen vor dem 2. Juni habe sie den Transportbeschäftigten schriftlich garantiert, dass ihre Renten nicht von der aktuellen "Reform" betroffen seien ­ denn sie verfügen über eigene Rentenkassen, die vom aktuellen Gesetzentwurf ausgeklammert bleiben.

Das bleibe nicht von langer Wirkung, befürchtet René, ein alter Eisenbahner: "In den Bestimmungen zu den Sonder-Rentenkassen gibt es einen Passus, wonach ein öffentlicher Dienst sein spezifisches Rentenregime verliert, wenn er weniger als 150.000 Beschäfigte hat. Die Eisenbahner sind heute 170.000. Es genügt, dass die Regierung morgen einigen älteren Beschäftigten eine attraktive Vorruhestandsregelung vorschlägt ­ und die Garantie von heute löst sich in Schall und Rauch auf!"  Er hält es für wahrscheinlich, dass im Jahr 2004 oder 2005 auf solche Weise eine größere Zahl von älteren Mitarbeitern ­ unter durchaus attraktiven Bedingungen ­ verabschiedet wird, und dass jüngere Beschäftigte mit privatrechtlichem Vertrag eingestellt würden. Ähnlich wie bei der Post, wo fast nur die längerjährigen Beschäftigten noch das Statut als öffentlich Bedienstete haben, während die Jüngeren einen (unbefristeten, aber privatrechtlichen) Vertrag nach dem Beschäftigungmodell "Sesam" haben. Wenn aufgrund dieser Vertragskonstruktion eine gewisse Anzahl von Jüngeren in Lohn und Brot gebracht werden kann, dann wird sich das in der Öffentlichkeit legitimieren lassen. Zugleich wird dadurch, so René, in einigen Jahren die Anzahl der öffentlich Bediensteten bei der Bahn definitiv unter die 150.000-Schwelle gedrückt werden. Mit dem besonderen Rentenstatut (das es den meisten Eisenbahnern erlaubt, mit 55 Jahren zu gehen, den Lokomitivführern aus historischen Gründen gar mit 50) wäre es dann definitiv vorbei.

Deswegen widersetzt sich ein harter Kern auch bei den Eisenbahnern heute der Renten"reform". Aber das Problem ist da: Der Transportstreik hat nur halbe Wirkung ­ er trifft vor allem die Lohnabhängigen, die eben länger für den Weg zur Arbeit benötigen, aber kaum die dominierenden ökonomischen Interessen. Denn der wirtschaftliche Alltagsbetrieb läuft weiter, mit etwas reduziertem Bus- und Zugverkehr. Auf mittlere Frist hin droht er damit aber die umgekehrte als die beabsichtigte Wirkung hervorzurufen: Viele Nutzer der Transportmittel, die oft selbst unter prekären Bedingungen arbeiten, proklamieren schon heute ihr "Ras le bol" (Schnauze voll). Wie die Demonstranten. Nur richtet es sich in ihrem Fall, mit zunehmender Tendenz, gegen die "lästigen Streiks". Bisher erklären in Umfragen 63 bis 65 Prozent ihre "Solidarität" oder "Unterstützung" für die soziale Bewegung gegen die Rentenreform. Zugleich meinen einer jüngsten Umfrage der Agentur Publicis für die Regierung (freilich dürfte der Auftraggeber eine gewisse Rolle bei der Orientierung des Gesamtergebnisses gespielt haben) zufolge, angeblich 45 Prozent, dass die aktiv Protestierenden "übertreiben". Das Umkippen eines Teils der öffentlichen Meinung ist daher zumindest gut möglich.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Jim Knopf am 00:33:02 Mo. 23.Juni 2003
Bahn spart bei Wartung der Hochgeschwindigkeitszüge

München (dpa) - Die Deutsche Bahn AG will mit einem neuen Wartungsmodell "Projekt Express" angeblich Millionen einsparen. Wie der "Focus" berichtet, sollen ab 1. September alle Reparaturen und Wartungen an den ICE-Zügen nachts und am Wochenende stattfinden. Zudem wolle die Bahn die Inspektionsintervalle verlängern: Statt bisher 60 000 sollen die Hochgeschwindigkeitszüge künftig erst nach 80 000 Kilometern gewartet werden. Der Fahrverband "Pro Bahn" kritisierte das Vorhaben als viel zu riskant.

dpa/online vom 22.06.2003


Als wären ähnliche Strategien in Groß Britannien nicht mit genug Blut bezahlt worden. Menschenleben zählen aber nur wenig, wenn es um so wichtige Dinge, wie Profit geht....
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Jim Knopf am 19:54:10 Fr. 18.Juli 2003
Vor etwa 2 Wochen standen in Belgien alle Züge still.
Etwa zur gleichen Zeit wurde ein zweiwöchiger Hungerstreik gegen die Schließung eines deutschen Bahnbetriebs abgebrochen. Die Probleme sind Europaweit ähnlich. Und überall wehrt man sich. Es schreit förmlich nach grenzüberschreitender Solidarität und Europaweiten Aktionen. Die Deutschen Bahngewerkschaften stellen sich da bisher quer. BAHNVONUNTEN hat inzwischen einen internationalen Aufruf (aus Madrid) zu gemeinsamen Widerstand mitunterzeichnet. Es scheint nötig das ausserhalb der wenig tauglichen gewerkschaftlichen Kanäle weiterzuverbreiten.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: am 12:57:00 Di. 19.August 2003
Wenn Bus und Bahn kostenlos wären, bliebe das Auto stehenHamburg (dpa) - Wenn Busse und U-Bahnen kostenlos wären, würden nach einer Umfrage die meisten Deutschen ihr Auto oft stehen lassen. In der repräsentativen Studie des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid im Auftrag des Wissensmagazins "P.M." sagten 80 Prozent der Frauen und 72 Prozent der Männer, sie würden dann in der Stadt "wann immer es möglich ist" auf ihr Auto verzichten.

dpa/serviceline vom 18.08.2003
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Jim Knopf am 13:07:29 Mo. 22.September 2003
Bei der Bahn gibt es gewaltige Veränderungen, die fast so folgenreich ist, wie die Zerschlagung des Gesundheitssystems.

Nach den massiven Protesten und dem Fortlaufen der Bahnkunden wurde die Bahncard 50% wieder eingeführt (erheblich teuer!), obwohl dieses von Mehdorn zuvor ausgeschlossen wurde.

Zuunrecht ist bei den Bahnkunden relative Ruhe eingekehrt. Jetzt gilt es für das Bahnpersonal ihren gewerkschaftlichen Vertretern auf die Füße zu treten. Diese drohen umzufallen und den geplanten Börsengang der Bahn widerstandslos hinzunehmen:

Die Beschlußlage der Gewerkschaft ist allerdings eine andere. Der Transnet-Gewerkschaftstag im November 2000 in Magdeburg hat in einer einstimmig beschlossenen Resolution eine Zerschlagung des Bahnkonzerns abgelehnt und sich für die Erhaltung einer "einheitlichen, flächendeckenden und bundeseigenen Bahn im Interesse der Beschäftigten, der Umwelt und der Kunden" ausgesprochen.  "Kein Ausverkauf - weder an ausländische noch an inländische Kapitalgruppen!"

Hier gilt es die Diskussion - auch die aussergewerkschaftliche - anzukurbeln. Die Folgen eines Börsenganges werden weitreichend sein, für das Personal genauso wie für die Bahnkunden!
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: am 19:04:13 Di. 30.September 2003
Auftragsverluste
Bahn baut in Neumünster Stellen ab

Die Deutsche Bahn will in ihrem Instandhaltungswerk Neumünster im kommenden Jahr 185 Arbeitsplätze streichen, berichtet NDR 1 Welle Nord. Die betroffenen Beschäftigten sollen gleichwertige Tätigkeiten im Konzern erhalten - das kann theoretisch in ganz Deutschland sein. Zurzeit sind in Neumünster 640 Mitarbeiter beschäftigt.

Bahn verlor Kunden Flex

Zu den Gründen für den Personalabbau gehöre, dass die schleswig-holsteinische Landesregierung mehrere Strecken der Bahn an Konkurrenten vergeben habe, sagte der Sprecher der Deutschen Bahn AG für Schleswig-Holstein und Hamburg, Egbert Meyer-Lovis. Auch ende das Modernisierungsprogramm für 1.200 Intercity-Wagen. Hinzu komme die Insolvenz von Bahn-Konkurrent Flex: Dessen Wagen hatte das Instandhaltungswerk bisher umgebaut.

"Personalabbau ist notwendig"

Guntram Nehls, Werksleiter in Neumünster, bezeichnete die Entscheidung der Deutschen Bahn als notwendig und richtig. Nur so könne der Betrieb im Wettbewerb bestehen.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: am 15:05:36 Di. 07.Oktober 2003
hans-Gerd Öfinger
 
Die Schrumpfbahn kommt
 
Mehdorn erwartet grünes Licht für Börsengang. Finanzministerium drückt aufs Tempo
 
Die Entscheidung über den Börsengang der Deutschen Bahn AG könnte schon in den nächsten Monaten fallen. Laut Presseberichten hat Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) für Oktober die Vorlage eines entsprechenden Konzepts angekündigt. Danach soll sich Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) zu Details der Privatisierung äußern. Bereits im November könnte das Bundeskabinett dann grünes Licht geben.

Vorsorglich sucht das Bundesfinanzministerium in einer öffentlichen Ausschreibung Berater für den geplanten Bahn-Verkauf. Dabei gehe es um Privatisierungsberatung »bezüglich konkreter methodischer und finanztechnischer Strategien zur Begleitung der Deutschen Bahn AG auf dem Weg zu der Kapitalmarktfähigkeit«, heißt es in einem Arbeitspapier. Dabei sollten die Bewerber Kenntnisse über den deutschen Bahnsektor und das Eisenbahnrecht mitbringen. Für Bahn-Chef Mehdorn soll die Vollendung der Bahn-Privatisierung die »Krönung« seines Lebenswerks werden. Seinen Äußerungen zufolge sollen die ersten 15 bis 20 Prozent der Aktien bereits ab 2005, spätestens 2006 veräußert werden. Er gehe »fest davon aus, daß die Politik die Bahn freigeben wird«, sagte Mehdorn laut einem Bericht der Berliner Zeitung vom 22. August. Sein Kalkül: Durch die Schaffung vollendeter Tatsachen soll das Thema aus dem Bundestagswahlkampf 2006 herausgehalten werden. Ein Börsengang der Deutschen Bahn AG wäre mit den gigantischen Privatisierungsprojekten bei Lufthansa, Telekom und Post vergleichbar. Im Jahr 2000 hatte der Verkauf von Telekom-Aktien dem Finanzministerium 13,3 Milliarden Euro beschert. Ob allerdings Bahn-Aktien angesichts des Betriebsverlustes im Fernverkehr von 316 Millionen Euro im 1. Halbjahr 2003 der große Renner wären, muß bezweifelt werden. Fest steht dagegen: Das Bemühen des Bahn-Managements, die »Börsenfähigkeit« herzustellen, wird weiterhin auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden.

Entsprechend regt sich Unmut bei den Bahngewerkschaften ob des angeschlagenen Tempos der Privatisierung. Für den Vorsitzenden der größten Bahngewerkschaft Transnet, Norbert Hansen, ist es »unvorstellbar, bereits in diesem Jahr einen konkreten Fahrplan für einen Börsengang festzulegen«. Auch der Vorsitzende der Lokführergewerkschaft GDL, Manfred Schell, hält einen für 2005 angestrebten Börsengang für völlig utopisch, »solange es der Bahn nicht gelingt, mehr Personen und Güter auf der Schiene zu transportieren und die Unternehmensbilanz nachhaltig zu verbessern«. Schell hatte sich noch Anfang der 90er Jahre als wortgewaltiger Privatisierungsgegner profiliert, dann aber im Sommer 1994 als nachgerückter CDU-Bundestagsabgeordneter in namentlicher Abstimmung der Privatisierung der Deutschen Bundespost zugestimmt.

Das durch Bahnprivatisierungen angerichtete Desaster läßt sich nicht nur in Großbritannien studieren. Hier mußte nach einer Serie spektakulärer Unglücke die heruntergekommene Schieneninfrastruktur wieder in die öffentliche Hand überführt werden, weil die privaten Betreiber in Erwartung kurzfristiger Profite sicherheitsrelevante Investitionen vernachlässigt hatten. Auch am anderen Ende der Welt, in Neuseeland, wurde die Bahn durch Privatisierung seit 1993 fast zugrundegerichtet. Nach Informationen der Verkehrsgewerkschaft RMTU ist nach der Privatisierung das Schienennetz derart heruntergekommen, daß es zu permanenten Betriebsstörungen kommt, Nebenstrecken stillgelegt werden, der Anteil des Schienenverkehrs zurückgeht und die Aktienkurse ins Bodenlose fallen. Übrig geblieben sei eine klägliche Schrumpfbahn mit wenigen Strecken. Inzwischen steht die privatisierte Bahngesellschaft Tranz Rail vor der Pleite.

Auch hierzulande ist in Norddeutschland eine regionale Privatbahn ins Trudeln geraten. Die FLEX AG, die nach der Aufgabe der Interregio-Verbindung durch die DB AG mit großem Mediengetöse zum 15. Dezember 2002 den Personenverkehr auf der Strecke Hamburg–Flensburg– Padborg (Dänemark) übernommen hatte, stellte Mitte August beim Amtsgericht Flensburg einen Insolvenzantrag und begründete dies laut Regionalpresse mit einer »ungeklärten Erlössituation«. Noch vor Jahresfrist hatte das Land Schleswig-Holstein die Vergabe der Strecke an die FLEX AG damit zu rechtfertigen versucht, daß diese um rund 1,5 Millionen Euro billiger sei als die Deutsche Bahn. Offensichtlich haben sich die Manager der FLEX AG verkalkuliert, weil ein längerfristiger und gut funktionierender Schienenbetrieb weit mehr erfordert als die Anschaffung von Loks und Waggons sowie das Anheuern von bereits ausgebildeten Eisenbahnern.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: am 20:51:02 So. 19.Oktober 2003
Zeitung: Bahn will im Fernverkehr fast 3000 Stellen abbauenBerlin (dpa) - Die Deutsche Bahn (DB) will nach einem Zeitungsbericht in den kommenden Jahren im Fernverkehr fast 3000 Stellen abbauen. Die stärksten Einschnitte solle es bei den Zugbegleitern und im Vertrieb - also beispielsweise in den Reisecentern - geben, berichtet der "Tagesspiegel am Sonntag". Das Blatt stützt sich dabei auf interne Unterlagen des bundeseigenen Verkehrskonzerns. Derzeit hat die Fernverkehrstochter DB Reise & Touristik AG rund 21 700 Beschäftigte.


Die Bahn lehnte einen Kommentar zu den Zahlen ab. "Wir äußern uns grundsätzlich nicht zu internen Papieren", sagte Fernverkehrs- Sprecher Gunnar Meyer der dpa. Bekannt sei aber, dass der Konzern mit Blick auf die geplante Kapitalmarktfähigkeit im Jahr 2005 Kosten sparen wolle. "Wir reden nie über Stellen, sondern immer über Kosten." Derzeit gilt bei der Bahn ein Beschäftigungspakt, der betriebsbedingte Kündigungen ausschließt.

Nach "Tagesspiegel"-Informationen sollen die meisten der nahezu 3000 Arbeitsplätze bis Ende 2005 wegfallen. Abgeschlossen sein solle der Stellenabbau erst 2008. Im Vertrieb wolle die Bahn vor allem sparen, indem Kunden verstärkt Automaten oder das Internet für den Fahrkartenkauf nutzen. Derzeit liegt der Anteil bei etwa 15 Prozent der insgesamt verkauften Tickets.

Derweil hat die Bahn nach Informationen des "Spiegels" im Nahverkehr einen Rückschlag erlitten. Das Bundeskartellamt habe den geplanten Einstieg bei den hannoverschen Verkehrsbetrieben Üstra so gut wie gestoppt, meldete das Nachrichtenmagazin. Als Begründung nenne die Aufsichtsbehörde in einer "vorläufigen Einschätzung" vom 14. Oktober, dass der Zusammenschluss "eine spürbare Beschränkung des Wettbewerbs" bewirken würde. Dazu erklärte ein Konzernsprecher, es gebe noch keinen endgültigen Bescheid.

Mit dem Üstra-Geschäft will die DB zusätzlich zu ihrem S-Bahn- und Regionalbahnverkehr ins Bus- und Stadtbahnnetz von Niedersachsen einsteigen. Das Gemeinschaftsunternehmen Üstra Intalliance AG, an dem sich neben der Stadt Hannover und der Bahn auch die Nord/LB zu 20 Prozent beteiligen will, soll auch in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen und Bremen aktiv werden.

Die Pro-Bahn-Vereinigung "Allianz Pro Schiene" warnte unterdessen, dass bei Umsetzung der Subventionsabbaupläne der Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU) und Peer Steinbrück (SPD) bundesweit jeder sechste Zug im Nahverkehr gestrichen werden müsse. Davon wären täglich mehr als 650 000 Fahrgäste betroffen. Von den bis 2006 angestrebten Kürzungen in Höhe von 15,8 Milliarden Euro sollten 3,8 Milliarden zu Lasten der Schiene gehen. "Das ist kein Rasenmäher, sondern ein einseitiger Kahlschlag", so die Allianz.


dpa/ecoline vom 18.10.2003
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Jim Knopf am 17:21:40 Di. 04.November 2003
In Österreich standen für 24 Std die Bahnen still. Die Bevölkerung nahm´s gelassen, z.T. blieb man einfach der Arbeit fern. Die Bahngewerkschaft sprach von einem Erfolg und kündigte weitere Streiks an.

Wann wird hier endlich die Friedhofsruhe gebrochen?

P.S. Auch in Griechenland wurde für einen Tag gleich der gesamte öffentliche Dienst bestreikt, Flug- und Bahnverkehr waren weitgehend lahmgelegt...
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: am 11:16:58 Do. 06.November 2003
http://web.utanet.at/labournet.austria/gewerk8.htm
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 20:27:13 Fr. 14.November 2003
Man darf vom Arbeitsamt einen Job nichtmehr ablehnen, weil er weiter weg ist. Sonst gibt´s Sperre. Als Leiharbeiter oder sonstiger Lohnsklave muß man jetzt der Maloche hinterherreisen. Und der mickrige Lohn ist auch gleich wieder futsch, die Pendlerpauschale (für den Autofahrer) wird gestrichen und jetzt wird auch dem Bahnfahrer in die Tasche gegriffen:
Zitat
Bahnfahren wird für Pendler teurer
Berlin (dpa) - Das Bahnfahren wird im nächsten Monat für Millionen Pendler teurer. Das Bundesverkehrsministerium erteilte der Deutschen Bahn die Erlaubnis, die Preise im Nahverkehr um durchschnittlich 4,1 Prozent zu erhöhen. Damit setzte sich das Ministerium über die Einwände von mehreren Bundesländern hinweg. Die neuen Tarife sollen mit dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember in Kraft treten. Im Nahverkehr sind mit der Bahn Tag für Tag rund 4,2 Millionen Menschen unterwegs.

dpa/ecoline vom 14.11.2003

Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Jim Knopf am 18:25:12 Fr. 05.Dezember 2003
Bahn-Beschäftigte sollen sich gedulden  
 
Die Deutsche Bahn hat von ihren 21.000 Mitarbeitern im Fernverkehr einen vorläufigen Verzicht auf die anstehende Lohn- und Gehaltserhöhung verlangt. Das geht aus Medienberichten und Angaben der Gewerkschaft Transnet hervor.

Transnet zufolge soll die eigentlich für Mai vereinbarte Anhebung der Bezüge nun um ein Jahr verschoben werden. Transnet-Chef Norbert Hansen sprach von einer "Ergebnis-Erpressung". Eine "wirtschaftliche Notlage" der Bahn sei nicht zu erkennen. Die Geschäftsführung der Bahn hat sich bislang noch nicht zu den Berichten geäußert.

Berichte über drohenden Stellenabbau
Die "Berliner Zeitung" berichtet, in der Sparte Fernverkehr drohe ein weiterer Stellenabbau, sollten die Mitarbeiter nicht zu Einsparungen bereit sein. Die Zeitung beruft sich auf ein internes Papier der Bahn. Selbst ohne die Verschiebung der Gehaltserhöhung sollen demnach zwischen 2004 und 2008 knapp 2600 Stellen im Fernverkehr wegfallen.

Als Alternative will die Bahn nach Angaben der Zeitung den Beschäftigten unter anderem eine "Erhöhung der Wochenarbeitszeit um zwei Stunden in den Jahren 2004 und 2005, eine Reduzierung der Freizeitguthaben und/oder des Urlaubsanspruchs um das Volumen aus der Erhöhung" anbieten. Zudem sollten Führungskräfte auf Gehaltsanpassungen verzichten.
 
 
 Stand: 05.12.2003 12:27 Uhr
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Jim Knopf am 16:58:37 So. 21.Dezember 2003
Italien: Wilde Streiks prägen das Wochenende
Nahverkehr in den Städten steht nach erfolglosen Tarif-Verhandlungen still - Es folgt "gesetzliche Einberufung"

Rom - Eine wachsende Zahl wilder Streiks im Nahverkehr stürzt Italiens Städte ins Chaos. Die erfolglosen Verhandlungen zur Erneuerung des seit zwei Jahren fälligen Tarifvertrags lösen immer neue Protestaktionen der 110.000 Beschäftigten aus. So blockierten in Mailand Busfahrer am Samstag früh sieben von neun städtischen Busdepots. Auch die U-Bahn verkehrt nicht. Die städtischen Verkehrsbetriebe ATM verurteilten die Aktion als "verantwortungslos".

Spontane Protestkundgebungen

Die Fahrer inszenierten spontane Protestkundgebungen. Auch in Bergamo, Como, Pisa, Pistoia und anderen Städten steht der gesamte öffentliche Nahverkehr still. In Venedig verkehren keine Fähren. Gewerkschaften und Regierung haben am Vormittag ihre Verhandlungen erneut aufgenommen. Eine Einigung ist jedoch nicht in Sicht. Die Gewerkschaften fordern für die zweijährige Verzögerung des neuen Vertrags eine einmalige Zahlung von mindestens 1000 Euro pro Kopf. Die Regierung biete die Hälfte dieser Summe an.

Totalblockade vor Weihnachten

Am Sonntag wurde der "wilde Streik" fortgesetzt. Trotz der Appelle der Gewerkschaften, den Streik zu suspendieren, standen die öffentlichen Verkehrsmittel in Mailand, Florenz und Padua still.

In Venedig fuhren keine "Vaporetti", auch auf dem Festland waren am Sonntag keine Busse unterwegs. Nur eine Verbindung zwischen Venezia und Mestre wurde garantiert. In Rom waren am Sonntag nur sehr wenige Busse unterwegs. In Mailand ordnete der Polizeichef Bruno Ferrante, um ein weiteres Chaos zu vermeiden, die "gesetzliche Einberufung" der ATM-Bediensteten am Montag bis Mittwoch an.

Regierung droht mit neuen Gesetzen

Die Regierung in Rom will strenge Maßnahmen ergreifen: Innenminister Giuseppe Pisanu drohte mit Klagen gegen die Bedienstete der lokalen Verkehrsgesellschaften, die trotz der Einigung zwischen Regierung und Gewerkschaften um den neuen Vertrag die Arbeit niederlegten. Zudem forderte er generell die Polizeichefs zur "gesetzlichen Einberufung" der Bediensteten der lokalen Verkehrsgesellschaften auf. Sie sind somit zur Arbeit gezwungen, wollen sie ein Strafverfahren vermeiden. Arbeitsminister Roberto Maroni, der die Verhandlungen mit den Gewerkschaften um den neuen Vertrag führte, drohte mit der Verabschiedung eines strengeren Streikgesetzes, sollte die Protestaktion andauern. (Gerhard Mumelter aus Rom/red)
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Jim Knopf am 18:23:03 Fr. 02.Januar 2004
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Gewerkschaft strebt Flächentarifvertrag für alle Bahnunternehmen an

"Auch die Privatbahnen Connex und die Hamburger Hochbahn wollen sich dem Flächentarif anschließen. Damit haben wir die großen Unternehmen überzeugt", sagte Hansen. "Wenn wir einen Flächentarifvertrag hinbekommen, können die Bahnen künftig um die beste Qualität, um das beste Zugfolgeangebot und den niedrigsten Fahrpreis wetteifern - nicht aber mehr darum, wie sie ihre Gewinne aus Dumpinglöhnen ziehen."

Transnet vertritt heute neben den Mitarbeitern der Deutschen Bahn bereits rund 30 000 Beschäftigte in den kleineren Bahnunternehmen. Bundesweit gibt es im Nahverkehr mittlerweile rund 200 verschiedene Bahnanbieter. Die Gehälter in den einzelnen Unternehmen sind jedoch sehr unterschiedlich, was zu Wettbewerbsverzerrungen in einzelnen Regionen führt. "Beim Gehaltsniveau gibt es derzeit Unterschiede von bis zu 40 Prozent", sagte Hansen der Zeitung. So würden beispielsweise Mitarbeiter bei gleicher Tätigkeit in Schwerin 40 Prozent weniger Gehalt bekommen als in München.
dpa/ecoline vom 02.01.2004
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Jim Knopf am 01:35:35 Di. 16.März 2004
Eigentlich wartet noch Material über Schalterschließungen aber aus aktuellem Anlaß poste ich hier folgendes:
Zitat
Original von spiegel-online

KORRUPTIONSVERDACHT

Bahn-Büros durchsucht, Mehdorn unter Druck

Wegen Korruptionsverdachts beim Abschluss eines Vertrags mit der Bahn AG haben Staatsanwälte mehrere Büros durchsucht. Hauptverdächtiger ist Brandenburgs Ex-Bauminister Meyer - aber auch gegen Bahn-Chef Mehdorn wird ermittelt.


Berlin/Potsdam - Wie die Ermittlungsbehörde mitteilte, hatte eine Amtsrichterin angeordnet, alle Unterlagen zu einem Milliarden-Vertrag der Bahn mit dem Land Brandenburg sowie zu einem Beratervertrag Hartmut Meyers mit der Bahn sicherzustellen. Durchsucht wurden Räume der Bahn, der Beraterfirma short cut in Berlin und das Privathaus des SPD-Politikers in Wriezen. Das Potsdamer Bauministerium habe entsprechende Unterlagen auf Ersuchen der Staatsanwaltschaft herausgegeben, hieß es.

Zu Meyers Zeit als Verkehrs- und Bauminister hatte das Land ohne Ausschreibung einen Zehn-Jahres-Vertrag mit der Bahn mit einem Volumen von 1,92 Milliarden Euro geschlossen. Die im Dezember 2002 getroffene Vereinbarung räumt der Bahn AG das Recht ein, 70 bis 75 Prozent des Bahnnetzes im Land zehn Jahre lang zu betreiben. Im September 2003 trat Meyer nach zehnjähriger Amtszeit überraschend zurück. Vor einer Woche wurde dann bekannt, dass er nun Berater der Bahn AG wird.

Berater-Vertrag in Frage gestellt

Nach sehr sorgfältiger Prüfung habe die Schwerpunktabteilung den Korruptionsverdacht bejaht, hieß es am Montag in einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft. Sie werde das Verfahren fortführen. Es seien keine Umstände bekannt, die den Anfangsverdacht gegen Meyer und Mehdorn entkräfteten. Der Sachverhalt bedürfe aber der weiteren Prüfung.

"Der Anfangsverdacht ergibt sich aus möglicherweise erkennbaren und vermeidbaren wirtschaftlichen Nachteilen für das Land Brandenburg". Dies, wie auch "spiegelbildlich Vorteile für die Bahn AG", müsse geprüft werden. Die Staatsanwaltschaft verwies zugleich auf den "außerordentlich zeitnahen Abschluss eines offenbar nicht unentgeltlichen Beratervertrags mit demselben Vertragspartner wie im Dezember 2002".

Bahn: Ermittlungen werden ergbnislos sein

Ob die damalige Auftragsvergabe ohne Ausschreibung rechtens war, ist weiter strittig. Das Oberlandesgericht Brandenburg hatte eine entsprechende Klage des Bahn-Konkurrenten Connex im vergangenen Jahr abgewiesen. Dagegen bezweifelt die Europäische Kommission in Brüssel, dass der Vertrag ohne eine europaweite Ausschreibung geschlossen werden durfte.

Die Deutsche Bahn bestätigte die Durchsuchung der Berliner Geschäftsräume. Der Konzern unterstütze die Arbeit der Staatsanwaltschaft, sei aber überzeugt, dass sich die Ermittlungen als gegenstandslos erweisen würden, sagte eine Sprecherin. Meyer war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar.
In der vergangenen Woche hatte ein Beamter des Landeskriminalamtes Berlin Strafanzeige gegen Meyer und Mehdorn wegen der Vorwürfe der Bestechlichkeit beziehungsweise Bestechung gestellt. Diese war von der Staatsanwaltschaft Berlin zuständigkeitshalber nach Neuruppin weitergeleitet worden. Auch der Bund der Steuerzahler hatte angekündigt, eine Strafanzeige gegen Meyer zu prüfen.


Weitaus schlimmer, als die Feststellung, daß ein führender Manager korrupt ist, ist die Unwilligkeit der Gewerkschaften sich gegen die wahnwitzige Politik der Wirtschaft zu stellen und die Unfähigkeit der Basis das selbst in die Hand zu nehmen...
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 12:42:24 Di. 16.März 2004
15.03.04 - Selbständiger Streik rumänischer Eisenbahner
Heute morgen traten 16.000 Lokführer und 5.000 Kommunikationstechniker der rumänischen Eisenbahngesellschaft SNCFR in einen unbefristeten Streik. Sie lehnen die ausgehandelte Löhnerhöhung von 12 Prozent als zu niedrig ab. Sie fordern eine Verkürzung der Arbeitszeit von acht auf sieben Stunden pro Tag und weitere Lohnerhöhungen. Ein Lokführer verdient rund 200 Euro pro Monat. Am ersten Streiktag standen zwei Drittel der Züge still.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Jim Knopf am 15:59:51 Do. 18.März 2004
17.03.04 - Deutsche Bahn AG: Über "alte Kontakte" an staatliche Fördermittel

Nachdem gestern das Berliner Büro von Bahn-Chef Mehdorn und die Büroräume des ehemaligen Brandenburger Verkehrsministers Meyer (SPD) wegen Korruptionsverdacht durchsucht wurden, zieht der Subventions-Skandal weitere Kreise. Aus internen Papieren der Bahn geht hervor, dass sie insgesamt sechs ehemalige SPD- und CDU/CSU-Politiker verpflichtet hat, um staatliche Fördermittel und Aufträge zu beschaffen.
Bei den hochkarätigen "alten Kontakten" handelt es sich neben Meyer um den früheren Bundesverkehrsminister Klimmt (SPD), den ehemaligen Vorsitzenden des Bundestags-Haushaltsausschusses Wieczorek (SPD), den früheren Bremer Bürgermeister Wedemeier (SPD), den früheren Oberbürgermeister von Baden-Baden Wendt (CDU) sowie den bayerischen Ex-Finanzminister von Waldenfels (CSU).
Das "ganz normale Lobbying" der Ex-Politiker für die Bahn AG bestand insbesondere in der "Aquise von Fördermitteln" und der Beschaffung von Aufträgen unter anderem im Nahverkehr der Bundesländer.

Warum der Bahn AG "guter Rat teuer" ist

Besonders bunt trieb es der ehemalige brandenburgische Verkehrsminister Meyer, früherer Kombinatschef in der DDR und zuletzt Betreiber einer Beraterfirma mit dem sinnigen Namen "Short-Cut" (zu deutsch "kurzer Weg" bzw. "Abkürzung"). Nachdem er noch während seiner Amtszeit einen lukrativen 1,92-Milliarden-Euro-Vertrag ohne öffentliche Ausschreibung mit der Bahn AG abgeschlossen hatte, trat Meyer mit den Worten "Ich will noch einmal sehen, ob es stimmt, dass guter Rat teuer ist" Ende 2003 als Minister zurück. Anfang März berief ihn dann die Bahn zum "Beauftragten des Vorstandes für Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern". Jetzt ist Meyer erst einmal abgetaucht.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Jim Knopf am 17:54:35 Do. 18.März 2004
Zitat
Original von Hamburger Abendblatt

Wirtschaft     

Die Bahn spart - Fahrkarten künftig vom Fleischer?
Verkehrsriese streicht Stellen. Gewerkschaftschef Norbert Hansen befürchtet weniger Kundenservice.


ABENDBLATT: Die Deutsche Bahn will die Reisezentren, also Kartenverkaufsstellen in den Bahnhöfen streichen oder verkleinern. Was konkret ist geplant?

NORBERT HANSEN: In kleineren Orten drohen die bisherigen Ein-Mann-Verkaufsstellen ganz wegzufallen. Zum Teil dürfte die Deutsche Bahn auch auf Agenturen setzen, so dass die Kunden dann ihre Fahrkarten bei Post-Beamten oder schlimmstenfalls sogar beim Fleischer kaufen müssten. Deutschlandweit sollen in diesem Jahr 600 Stellen im Kartenverkauf wegfallen, 2005 wären es dann noch einmal 300. In Hamburg werden 13 von bisher 157 Stellen in den Reisezentren gestrichen. Davon neun im Hauptbahnhof, der Rest in den übrigen Bahnhöfen.

ABENDBLATT: Welche Folge haben die Streichungen für die Kunden?

HANSEN: Wenn Reisezentren ganz wegfallen, müssen die Kunden auf das Internet oder Kartenautomaten ausweichen. Allerdings zeigt die Vergangenheit, dass bisher nur wenige Bahn-Kunden diese Vertriebsform annehmen: Sieben Prozent benutzen das Internet, 20 Prozent kaufen Tickets am Automaten. Mehr als die Hälfte gehen aber lieber ins Reisezentrum, selbst wenn sie dort Wartezeiten in Kauf nehmen müssen: Sie wollen dort eben auch Fragen nach schnelleren oder günstigeren Verbindungen beantwortet haben. Ein Service, der im Internet oder am Automaten so nicht geleistet werden kann. Dennoch will die Bahn den automatischen Verkauf schon im April weiter forcieren.

ABENDBLATT: Wie geht das?

HANSEN: Dann werden Platzreservierungen im Reisezentrum teurer: Der Preis steigt von 2,60 auf drei Euro. Im Internet und am Automaten dagegen sind die Reservierungen kostenlos.

ABENDBLATT: Wie wird der Service in den geplanten Agenturen aussehen?

HANSEN: Da die Bahn damit auch Personalkosten sparen will, müssten Angestellte des Betreibers, also Post-Beamte oder Mitarbeiter der Fleischerei, um beim Beispiel zu bleiben, die Karten verkaufen. Sie hätten ein Terminal, über den sie mit dem System der Bahn verbunden sind, einen Drucker für die Karten und müssten auch die Beratung übernehmen.

ABENDBLATT: Aber schon jetzt sind selbst manche Bahn-Mitarbeiter mit dem Preissystem überfordert und beraten falsch. Wird der Service bei "bahnfremden" Kartenverkäufern so nicht noch einmal schlechter werden?

HANSEN: Unsere Mitarbeiter machen ihre Arbeit ordentlich, aber in der Tat muss bei einer Fremdvergabe dieser Leistungen mit einem schlechteren Service gerechnet werden.

ABENDBLATT: Wie wird sich die Kostenkur der Bahn auf das ohnehin angeschlagene Image des Konzerns auswirken?

HANSEN: Die Streichungen sind natürlich kontraproduktiv. Zuerst kündigt die Bahn eine Service-Offensive an, jetzt wird daraus eine Service-Defensive. Unsere Gewerkschaft Transnet plant deshalb Protestaktionen gegen die Streichungen in den Reisezentren. Schließlich wird der Begriff Service mit Menschen verbunden - und nicht mit Automaten.

Interview: MELANIE WASSINK

erschienen am 5. März 2004


Zitat
Original von kn-online

28 Bahn-Reisezentren im Norden für mehrere Stunden geschlossen
Hamburg (dpa/lno) - 28 Reisezentren der Deutschen Bahn in Hamburg und Schleswig-Holstein haben am Donnerstag wegen einer Betriebsversammlung ihre Tore zeitweilig geschlossen. Betroffen waren 23 Reisezentren in Schleswig Holstein - darunter die Service-Stellen in Kiel, Flensburg und Lübeck. In Hamburg wurde unter anderem am Hauptbahnhof und in Altona nur stark eingeschränkter Kundenservice geboten. Die Gewerkschaft Transnet hatte die Versammlung einberufen, um über den geplanten Abbau von Verkaufsstellen zu informieren.

dpa/regioline vom 18.03.2004


Soll man nun froh sein, daß überhaupt was passiert, oder ist das nur eine theatralische Aktion der Gewerkschaften, die etwas machen müssen, um nicht noch mehr Mitglieder zu verlieren?
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 18:09:31 Fr. 21.Mai 2004
21.05.04 - Massenentlassungen bei der Bahn in Tschechien
Um nach dem EU-Beitritt "wettbewerbsfähig" zu sein, kündigte die tschechische Staatsbahn die Entlassung von 22.000 ihrer 77.000 Angestellten an. Noch in diesem Jahr sollen 6.000 Arbeitsplätze wegfallen. Die Gewerkschaft kündigte Streiks an.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Jim Knopf am 20:07:31 Mo. 02.August 2004
Bahn streicht 1.000 Stellen beim Fahrkartenverkauf

Die Bahn will in diesem und im nächstem Jahr 1.000 der verbliebenen 4.000 Stellen an den Fahrkartenschaltern streichen. Nur noch jede dritte Fahrkarte soll an Schaltern verkauft werden, der Rest vor allem über Automaten und das Internet. Die Zahl der Fahrkartenschalter an Bahnhöfen wurde bereits von 896 im Jahre 2000 auf gegenwärtig noch 592 reduziert.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: backup am 16:38:21 So. 05.Dezember 2004
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Kuddel



Anmeldungsdatum: 10.03.2004
Beiträge: 119
Wohnort: Kiel
 Verfasst am: 25.09.04 um 13:02    Titel:    

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Im Radio gehört, die Gewerkschaft Transnet sei gegen die Absetzung Mehdorns.

Mal ne dumme Frage eines Nicht-Bahners: Erwartet die Gewerkschaft vom Regen in die Traufe zu kommen oder outet sich Transnet als pures Anhängsel des Mangements?

Kann mich jemand aufklären?
 
 
 
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Kuddel



Anmeldungsdatum: 10.03.2004
Beiträge: 119
Wohnort: Kiel
 Verfasst am: 04.10.04 um 17:25    Titel:    

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Die Deutsche Bahn will nach Angaben der Eisenbahnergewerkschaft Transnet etwa 500 Stellen bei Zugbegleitern und im Bordservice streichen.
Wie Transnet in Berlin erklärte, sollen im kommenden Jahr noch einmal 400 Arbeitsplätze in Reisezentren wegfallen. Ein Bahn-Sprecher wollte die Zahlen nicht bestätigen. Er sagte allerdings, aus wirtschaftlichen Gründen müsse reduziert werden.
(Quelle: Deutschlandfunk)
 
 
 
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Jim Knopf



Anmeldungsdatum: 16.03.2004
Beiträge: 6

 Verfasst am: 23.10.04 um 17:55    Titel:    

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OÖ-Nachrichten hat folgendes geschrieben::
Streik in Italiens Nahverkehr begonnen

Wien (APA) - In Italien hat ein 24-stündiger Streik im öffentlichen Nahverkehr begonnen. Betroffen sind Busse, Straßenbahnen und die Metro. Rund 160.500 Bedienstete der Verkehrsbetriebe protestieren damit gegen die Verspätung bei der Erneuerung des abgelaufenen Arbeitsvertrags. Allerdings wird der Ausstand zu den Hauptverkehrszeiten ausgesetzt, damit die Pendler zur Arbeit und wieder nach Hause können.

Die Sperre der U-Bahn-Netze zwang in Rom und Mailand viele Bürger, mit Privatfahrzeugen zur Arbeit zu fahren. Die meisten Römer waren auf ihre eigenen Autos oder Mopeds angewiesen, um sich durch den schon an normalen Tagen chaotischen Stadtverkehr zu bewegen. Probleme mit den öffentlichen Verkehrsmittel sind in Italien häufig. Im Dezember und im Jänner war es öfters zu wilden Streiks gekommen, welche die italienischen Städte lahm gelegt hatten.

APA 9:23 22.10.2004

 
 
 
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ManOfConstantSorrow



Anmeldungsdatum: 17.01.2003
Beiträge: 459

 Verfasst am: 04.11.04 um 19:37    Titel:    

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Bahnvonunten hat eine sehr brauchbare Bröschüre veröffentlicht mit guten Argumenten gegen die herrschende Bahnpolitik:

http://www.bahnvonunten.de/brosch-text.htm
 

_________________
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Kuddel am 19:30:46 Di. 14.Dezember 2004
aus kn-online:

Bahn baut 9000 Stellen ab

Berlin (dpa) - Bei der Bahn geht der Personalabbau im Zuge der Sanierung weiter. Im nächsten Jahr sollen nach dpa-Informationen etwa 9000 Stellen wegfallen. Ein Bahnsprecher gab dazu keinen Kommentar ab. Personalabbau sei aber kein Unternehmensziel.


Angesichts anhaltender Schwierigkeiten im Güter- und Fernverkehr hatten die Gewerkschaften wiederholt vor dem Verlust einiger tausend Jobs beim bundeseigenen Konzern gewarnt. Um einen Verzicht auf Entlassungen bis zum Jahr 2010 zu erreichen, kamen Bahnchef Hartmut Mehdorn und die Gewerkschaften zu einem entscheidenden Gespräch in Berlin zusammen.

Mehdorn sagte, es gehe darum, den letzten Schliff anzulegen. Einige "kleine Knöpfe" seien noch anzunähen. Es sei wichtig für die Belegschaft und das Unternehmen, vor Weihnachten eine Tarifeinigung zu erzielen.

In den Gesprächen für rund 150 000 Beschäftigte sollte es noch vor allem darum gehen, wie die Arbeitskosten im Gegenzug für die Verlängerung des Ende 2004 auslaufenden Beschäftigungspaktes gesenkt werden. Die Bahn und die Gewerkschaften Transnet und GDBA hatten sich auf eine Kostenreduzierung von 5,5 Prozent verständigt. Diese sollte "primär" durch eine höhere Arbeitszeit erreicht werden. Eine pauschale und dauerhafte Erhöhung von derzeit 38 auf 40 Wochenstunden hatten die Gewerkschaften aber abgelehnt.

Der bestehende Beschäftigungspakt läuft am Jahresende aus. Insgesamt zählt der Konzern mitsamt der Frachttochter Stinnes und Beamten derzeit 242 000 Beschäftigte. Vor zehn Jahren waren es ohne Stinnes noch über 340 000.

dpa/ecoline vom 14.12.2004

Es sieht wirklich nicht aus, als würde man mit dem korrupten Gewerkschaftsboß Norbert Hansen sich diesen Strategien zur Privatisierung ernsthaft entgegenstellen...
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Jim Knopf am 14:20:34 Sa. 18.Dezember 2004
Was man "Sanierung" nennt, ist nur das profitabel-Machen des Öffentlichen Verkehrssystems für die Börsenspekulanten mal auf dem Rücken der Belegschaften, mal auf Kosten der Bahnkunden:

Zitat
stern.de 18.12.04

Deutsche Bahn streicht Investitionen zusammen

Die Deutsche Bahn AG plant einem "Spiegel"-Bericht zufolge, ihre Investitionen in das Schienennetz drastisch zu kürzen. Zahlreiche Prestigeprojekte werden aufgehoben oder zumindest aufgeschoben.


Zentrale Verkehrsvorhaben der Bahn im Investitionsplan 2005 bis 2009 würden verschoben oder eingestellt, berichtete das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" unter Berufung auf vertrauliche Unterlagen für den Bahn-Aufsichtsrat, der die abgespeckte Planung am Dienstag beschließen solle. Der Aufsichtsrat befasst sich nach Angaben einer Konzernsprecherin an dem Tag mit der neuen mittelfristigen Finanzplanung. Ende November hatte der Konzern seine Gewinnprognose für 2005 halbiert.

Nach Darstellung des "Spiegel" ist unter anderem geplant, den Neu- und Ausbau der Strecke Hanau-Fulda/Würzburg für 1,4 Milliarden Euro faktisch zu stoppen. Auch mit dem Bau der so genannten Ypsilon-Trasse Hamburg/Bremen-Hannover für 1,2 Milliarden Euro werde zumindest nicht vor 2009 begonnen. Auf der Verbindung Augsburg-München werde die Projektlaufzeit ebenfalls verlängert. Stark gekürzt würden schließlich auch die Mittel für Strecken wie Karlsruhe-Dresden, Lübeck-Stralsund oder Paderborn-Erfurt-Chemnitz. Eine Bahn-Sprecherin lehnte eine Stellungnahme zu dem "Spiegel"-Bericht ab.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: ManOf1000Voices am 02:59:12 So. 26.Dezember 2004
Zitat
Nach aktuellen Presseveröffentlichungen hat die Deutsche Bahn AG im Zuge von Sparmaßnahmen sämtliche Planungen für die Hochgeschwindigkeitstrasse Hamburg/Bremen nach Hannover (Y-Trasse) eingestellt. Die SPD-Bundestagsabgeordneten bitten Minister Stolpe um Auskunft, ob dieses Schienenausbauvorhaben von der DB AG noch prioritär weiter geplant wird. Außerdem liegen der Planung der Y-Trasse Überlegungen der 80er und 90er Jahre zu Grunde, argumentieren sie weiter. Neuere Untersuchungen, so die Bundestagsabgeordneten, kommen zu dem Ergebnis, dass die Y-Trasse nicht notwendig, betrieblich sogar nachteilig ist und durch bessere Lösungen ersetzt werden sollte.

http://www.monika-griefahn.de/inhalt/presse/pm2004/pm2004_08.htm (http://www.monika-griefahn.de/inhalt/presse/pm2004/pm2004_08.htm)

Aha...im Februar 2004 war eigentlich schon klar, daß die Y-Trasse gegessener Toast ist - jetzt wurde also lediglich der Baubeginn verschoben. Na, solche Luftblasen lassen doch potentielle Investoren wieder hoffen...

Blöde nur, daß sich die Anlieger der Y-Trasse zu Recht gegen eine weitere Zerstörung der Landschaft zur Wehr setzen werden, wenn die Leiche wieder aus dem Keller geholt werden soll. :D
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Jim Knopf am 00:45:54 Mi. 26.Januar 2005
Zitat
spiegel-online 25. Januar 2005    

BESCHÄFTIGUNGSPAKT DER DEUTSCHEN BAHN

Vorstand verzichtet auf exzessive Lohnsteigerung


Im Dezember hatten die Tarifparteien einen Schutz vor Entlassungen bis 2010 vereinbart. Dafür sollen die Personalkosten vor allem durch längere Arbeitszeit und einen wegfallenden Urlaubstag um 5,5 Prozent sinken.

Die Gewerkschaften wollen nach weiteren Mitgliederbefragungen voraussichtlich erst Mitte Februar endgültig über eine Annahme des Tarifabschlusses entscheiden. Bisher habe es neben breiter Zustimmung auch viele kritische Stimmen gegeben. Ende Februar läuft bei der Bahn dann auch der Entgelttarifvertrag aus. Transnet und GDBA haben schon angekündigt, dass es keinesfalls eine Nullrunde geben dürfe.

Zitat
Die TRANSNET und das BASISVOTUM zumBeschäftigungssicherungstarifvertrag in der Privatiserungsfalle - ein LEHRSTÜCK

Was heißt "Basisvotum"? Diese Frage stellt sich allen Mitgliedern der TRANSNET, wenn sie in diesen Tagen an den Informationsveranstaltungen zum neuen Tarifvertrag vor Ort (Servicebüro oder OV) teilnehmen. Der Begriff ist irreführend, da man doch die Vorbereitung einer Urabstimmung erwarten würde, aber mit einem "Abstimmungssystem" konfrontiert wird, dem das Ergebnis bereits vorgegeben zu sein scheint. Die Veranstaltungen enden für die Teilnehmer überraschend mit der Frage, wer dafür oder dagegen ist. Stimmenthaltungen werfen bereits ein Problem auf, da diese wohl nicht in den vorgefertigen Abschlußberichten (Wahlprotokollen) vorgesehen sind. Zudem handelt es sich bei den Teilnehmern der Infoveranstaltungen nicht um "Wahlmänner", sondern um KollegInnen, die ihre Teilnahme ermöglichen konnten. Insofern bleibt die Zusammensetzung des Publikums zufällig. Daher darf wohl behauptet werden, daß das "Basisvotum" sehr nach "Manipulation" riecht. Man weiß sehr genau: Ohne Abstimmung geht es angesichts der Brisanz des Vertrages und der miesen Stimmung nicht mehr.

Viel Mühe verwendet der Vorstand darauf, die Unabänderlichkeit der "Verhandlungsergebnisse" zu begründen. Das gleicht der Periode einer "Revolution von oben", die ja dem Unten nicht gerade freundlich gesinnt ist. Allerdings entspricht dieses Vorgehen den Konsequenzen des "Mitgestaltens". Der Vorstand hat Glück, denn viele KollegInnen wissen gar nicht mehr, daß GEWERKSCHAFT öffentliche Entgegensetzung bedeutet.

(den vollständigen Artikel gibt´s hier (http://www.labournet.de/branchen/dienstleistung/tw/bahn/herbert.html).)
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 18:16:15 Do. 23.Juni 2005
23.06.05 - Eisenbahner in Südbaden im Warnstreik
Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi haben sich die 500 Beschäftigten der Südwestdeutschen Eisenbahngesellschaft (SWEG), der Ortenau-S-Bahn (OSB), Ortenau-Regio-Bus (ORB) und der Breisgau-S-Bahn (BSB) zu 100 Prozent an einem Warnstreik beteiligt. Er begann am Mittwoch um 4.00 Uhr und ging bis 10.00 Uhr. Die Gewerkschaft verlangt eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 3,3 Proznet und die Wiederinkraftsetzung der gekündigten Tarifverträge zur Arbeitszeit. Der Arbeitgeberverband Deutscher Eisenbahnen will die Löhne und Gehälter dagegen um 3,8 Prozent senken und die Arbeitszeit auf 40 bzw. 41 Stunden erhöhen. "Alle Räder stehen still, wenn der Arbeitgeber 41 Stunden will", so die Streikenden.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Jim Knopf am 20:07:25 Mo. 27.Juni 2005
Nach einem Regierungswechsel soll der Verkehrskonzern filetiert und vollständig privatisiert werden. Gewerkschaft Transnet schließt Streiks nicht aus

mehr... (http://www.jungewelt.de/2005/06-25/017.php)
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Jim Knopf am 17:24:28 So. 10.Juli 2005
Eisenbahnerstreik in Rumänien verboten

23 Tage lang standen standen Ingenieure und Beschäftigte in den Eisenbahndepots in Rumänien im Streik, vom 8. bis 30. Juni. Sie fordern eine Lohnerhöhung von 10,7 Prozent, zwanzig Essenmarken im Monat und bessere Arbeitsbedingungen. Die Eisenbahner führten ihren Streik noch drei Tage lang über die vom rumänischen Gesetz geltende Höchstfrist von 20 Tagen hinaus fort. Nach 23 Tagen wurde er von einem Bukarester Gericht für illegal erklärt und beendet. Die Eisenbahner wollen ihren Kampf mit anderen Mitteln fortsetzen.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Spätlese am 23:54:35 So. 10.Juli 2005
Also: In 2004 spart die Deutsche Bahn insgesamt 13.000 eigene Mitarbeiter in den eigenen Geschäftsbereichen weg. Dies durch Entlassungen, Stellen die nicht mehr neu besetzt werden und durch "Abgabe von Mitarbeitern an Privatunternehmen" (bevorzugt bei Standortschliessungen). Die 9000 Eingesparten stellen eine geschönte Stückzahl dar.
Weiterhin entfallen durch internationale Ausschreibungen (die durch das EU-Recht zwangsweise gefordert sind) und internationale Beschaffungen bzw. vertragliche Verpflichtung sogenannter "Systemlieferanten" (die fachkundigen Beschaffungsstellen wurden weggespart, und alles an Handelspartner vergeben, die den billigsten Paket- und Servicepreis machen) bzw. "A-B-C-Baugruppen/Teile-Managementpartner" (wenn es gewünscht wird, kann ich das auch genauer erklären) innerhalb der deutschen Zulieferantenkreise nochmals rund 14.000 Stellenstreichungen - auch Entlassungen genannt.
Auf der anderen Seite profitiert die Bahn von ihrem Noch-Monopol: Für das Streckennetz, die Personen- und Güterbeförderung liegt hier allein das Kalkulations- und Preisgestaltungsrecht. Wettbewerber, wie z. B. CONNEX werden durch überhöhte Streckennutzungspreise benachteiligt.
Und was auch nicht vergessen werden darf:
Die Deutsche Bahn kann es sich, nicht zuletzt auf dem Rücken der Mitarbeiter leisten, monatlich wenigstens für 3 Millionen Euro sogenanntes eigentliches "volks- und betriebswirtschaftliches Kapital" zu vernichten. Beispiele hierfür:
1.) 60 Stück sogenannte Diesel-ICE-TD zum Stückpreis von jeweils 25 Millionen Euro wurden 2000/2001 bestellt und ausgeliefert. Großteils mit Neigetechnik. Aufgrund des Preisdrucks und ungenügender Qualitätsanforderungen haben diese Züge Mängel und blieben jeden Tag auf der Strecke liegen. Heute stehen ca. 30 Stück davon unbeweglich in Nürnberg auf dem Abstellgleis und warten entweder auf einen gnädigen Käufer oder auf die Schrottpresse.
2.) Etliches Triebfahrzeug- und Wagenmaterial der ehemaligen DDR-Reichsbahn (auch moderne und leistungsstarke Fahrzeuge) werden seit 1992-heute verschrottet. Vorwiegend aus dem Grund, damit dieses nicht evtl. deutschen oder euorpäischen Konkurrenten der Deutchen Bahn preisgünstig in die Hände fällt, die dann damit womöglich zum halben Preis fahren.
Und wer bezahlt das?:
Einerseits die Bahnkunden also die Fahrgäste und Frachtkunden durch hohe Preise, andererseits die Bahn-Mitarbeiter durch Mehrarbeit mit Gehaltseinbuße und Entlassungen.
Das war auch einer der größten Fehler der Bundesregierung, die ex DB/DR völlig entschuldet komplett in private Unternehmerhand zu geben. Höchste Eisenbahn, dass das Netz, der Betrieb, die Cargo und Personenverkehr wirtschaftlich getrennt werden, damit auch andere Betreiber eine reale Chance haben.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: LinksDenker am 00:47:08 Mo. 11.Juli 2005
KwTm
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: JimKnopf am 19:17:30 Di. 22.November 2005
Verkehr
Frankreichs Bahn steht still


22. November 2005 Ein Eisenbahnerstreik hat am Dienstag in Frankreich den Zugverkehr großenteils lahmgelegt. Von dem unbefristeten Ausstand waren Tausende Pendler und Bahnreisende betroffen, in den Außenbezirken von Paris war nur ein Drittel aller Züge im Einsatz. Zu dem Streik hatten vier Gewerkschaften aufgerufen, um gegen Stellenstreichungen, Umstrukturierungen und eine angeblich geplante Privatisierung des staatlichen Bahnunternehmens SNCF zu protestieren.

Staatspräsident Jacques Chirac betonte nach einem Treffen mit Bahnangestellten und Gewerkschaftsvertretern, der Status von SNCF stehe in keiner Weise zur Debatte. „Was auch immer passiere”, das Unternehmen werde als „brillanter französischer Betrieb” in der Hand des Staats bleiben, vesicherte Chirac.

FAZ (http://www.faz.net/s/Rub28FC768942F34C5B8297CC6E16FFC8B4/Doc~E6BBC22911BFD420D9E8508E17D6C14D8~ATpl~Ecommon~Scontent.html)
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 11:07:37 Mi. 23.November 2005
Nach den Vororte-Unruhen zieht eine neue sozialpolitische Sturmfront herauf - Den Auftakt macht ein Eisenbahnerstreik (http://derstandard.at/?id=2251766)
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 14:30:40 Do. 24.November 2005
Bahn-Chef: Gewinn verdoppeln

BERLIN (DPA). Die Deutsche Bahn kann ihren Gewinn in diesem Jahr voraussichtlich kräftiger steigern als geplant. Konzernchef Hartmut Mehdorn sagte gestern in Berlin, das Ergebnis werde sich im Vergleich zu 2004 annähernd verdoppeln. Bisher hat der bundeseigene Konzern rund 400 Millionen Euro Betriebsgewinn nach Zinsen angepeilt. Im vergangenen Jahr lag das Plus bei 253 Millionen Euro. Positiv entwickelten sich vor allem der Personenverkehr und die Speditionstochter Schenker.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Wilddieb Stuelpner am 14:41:13 Do. 24.November 2005
Und in Zukunft will Mehdorn in den Logistik- und Speditionsgeschäften der USA kräftig mitmischen.

Die Welt: Deutsche Bahn kann Bax Global übernehmen (http://www.welt.de/data/2005/11/14/803353.html)
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Kater am 14:46:34 Mo. 28.November 2005
Zitat
Montag 28. November 2005, 12:36 Uhr
Transnet startet Protestaktion gegen Nahverkehrs-Kürzungen

Berlin (AP) Mit einer bundesweiten Unterschriftensammlung macht die Verkehrsgewerkschaft Transnet gegen geplante Kürzungen der Bundeszuschüsse für den Nahverkehr mobil. Die Kampagne «Zug um Zug» werde noch in dieser Woche gestartet, kündigte Vorstandsmitglied Karl-Heinz Zimmermann am Montag in Berlin an. Er schloss nicht aus, dass im Rahmen der Aktion auch einzelne Züge ausfallen.

Die Gewerkschaft werde die angedachten Kürzungen der so genannten Regionalisierungsmittel bis 2009 um über 3,1 Milliarden Euro nicht hinnehmen, erklärte Zimmermann. Sie werde die Länder auffordern, das Vorhaben im Bundesrat zu blockieren, und auch auf Bundesebene Verhandlungen führen. Transnet-Vorsitzender Norbert Hansen treffe am (morgigen) Dienstag den neuen Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee. Es gelte zu verhindern, «dass mit diesem Kahlschlag ganze Zugverbindungen und viele Arbeitsplätze gestrichen werden». Nach Einschätzung von Transnet wären rund 8.500 Arbeitsplätze akut gefährdet, besonders in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg.

Dagegen würden bundesweit bei den Fahrgästen und auf der Internet-Seite der Gewerkschaft Unterschriften gesammelt. Geplant seien auch Betriebsversammlungen, möglicherweise bundesweit an einem Tag, oder eine Vollversammlung von Betriebsräten an einem zentralen Ort. Um Druck zu machen, werde auch darüber nachgedacht, in manchen Regionen «auch den ein oder anderen Zug stehen zu lassen».

Das Vorhaben der großen Koalition sei verkehrspolitisch kontraproduktiv, ökologisch unsinnig und beschäftigungspolitisch fatal, kritisierte der Gewerkschafter. Mit Blick auf die nächstes Jahr bevorstehenden fünf Landtagswahlen setzt Transnet auf die Bundesländer, die der Reduzierung der Mittel im Bundesrat zustimmen müssen. Erste Äußerungen einiger Ministerpräsidenten stimmten ihn zuversichtlich, sagte Zimmermann.

Er bekräftigte außerdem die Forderung, die Regionalisierungsmittel mit einer Zweckbindung zu versehen und so sicher zu stellen, dass die Gelder nicht in den Landeshaushalten versickerten. Außerdem müsse eine Berichtspflicht der Länder gegenüber dem Bund eingeführt werden, damit Transparenz entstehe.

http://www.transnet.org/

http://de.news.yahoo.com/051128/12/4s3zs.html
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 01:04:25 Fr. 27.Januar 2006
Nach dem neuen Gutachten zur Privatisierung wittern die Verfechter der Zerschlagung des Bahnkonzerns vor einem Börsengang Morgenluft

Neoliberale Begierden (http://www.jungewelt.de/2006/01-27/015.php)
Einige Gedanken zur aktuellen Lage (Bahn von unten) (http://www.bahnvonunten.de/gutachten0106.htm)
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: LinksDenker am 03:41:23 Sa. 04.Februar 2006
kwTm
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 13:04:31 Sa. 04.Februar 2006
Die Eisenbahner im australischen Bundesstaat Queensland begannen am Donnerstag um 24.00 Uhr einen Streik für höhere Löhne. Damit trotzten sie dem Streikverbot durch eine staatliche Schlichtungsstelle. Der Streik wird von den beiden Gewerkschaften der Lokomotivführer (AFULE) und der Gewerkschaft der Eisenbahnen, Straßenbahnen und Busse gemeinsam geführt.

rf-news 3.02.06
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 19:11:46 Di. 14.Februar 2006
Zitat
Original von LinksDenker
Wenn die Bahner wirklich was erreichen wollen, sollen Sie die Autobahnen blockieren. Das wirkt...

LinksDenker, Du hast -wie viele von uns- eine Mordswut im Bauch.
Schön und gut.

Aber das ständige Klugscheißen geht mir auf den Sack.
Den Bahnern hier im Forum sagen, was sie gefälligst tun sollen: sehr mutig!
Kennst du Bahnarbeiter? Hast du dich mal mit einem hingesetzt um ein Flugblatt zu schreiben? Hast Du Dich schonmal mit Flugblättern irgendwo hingestellt, wo Du für den Inhalt gerade stehen mußtest?

Auch sonst (in diversen Postings): Du scheinst ja für alle Probleme eine einfache Lösung zur Hand zu haben. Kurzer Prozeß. Das Pack an die Wand. Peng. Fertig.

Ja, du Held! Denn mal mutig voran! Blase mal allen Kapitalisten und ihren Handlangern das Hirn raus. Mal sehen, wie weit Du kommst!?! Und selbst wenn Du alle plattmachst... Ich möchte mal Dein Gesicht sehen, wenn sich dann nichts geändert hat. Das Problem ist ja eher eine Mehrheit, die sich von einer Minderheit herumkommandieren und das Leben zu Hölle machen läßt.

Wenn es Dir gelingt den atomisierten Pöbel zu einer kollektiven Gegenwehr zu einen, dann können wir weiterreden.

Aber ansonsten ist Verbalradikalismus eine unnötige Gefährdung des Forums und Maulheldentum nützt niemandem.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Powerlusche am 00:29:57 Mi. 08.März 2006
50kg waffenfähiges Plutonium und es wird sich etwas ändern, obs gut ist kann ich aber nicht garantieren..
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 21:24:18 Di. 28.März 2006
DGB+BZA: Tariferhöhungen im Bereich Zeitarbeit bis zum 01.04.2006 ausgesetzt!!
 
„An die DGB Tarifkommission: Liebe „Kollegen und Kolleginnen“, mit welchem Recht setzt ihr – zusammen mit dem BZA - die tariflich vereinbarten Lohnerhöhungen in der Zeitarbeitsbranche aus? Nach unserem Verständnis gelten Tarifverträge immer solange, bis sie durch einen neuen Tarifvertrag ersetzt werden. Warum gönnt ihr den Beschäftigten dieser Branche, den minimalen Lohnanstieg zum 01.01.2006 nicht? Was hat euch dazu gebracht, dem Bundesverband Zeitarbeit in dieser Weise „entgegenzukommen“ und den Kollegen/innen in den Rücken zu fallen? Euer Motto: „Jeder Tarif ist besser als gar keiner“ (O-Ton Sommer), ist absoluter Schwachsinn!!! Wie tief wollt ihr noch sinken? Was glaubt ihr eigentlich was die Arbeitnehmer/innen dieser Branche zu diesem „Coup“ sagen, wenn sie feststellen, dass sich ihr Lohn ab 01.06 nicht geändert hat? Wir fordern: Keine Zugeständnisse mehr! Keine weitere Absenkung des Lohnes! Korrekte Ausführung des „Equal-Pay“ – ohne Ausnahmen!! Wir fordern die Tarifkommission unserer Transnet: sofortiger Ausstieg aus der DGB-Tarifkommission!..."


(http://www.bahnvonunten.de/Aschermittwoch.jpg)


http://www.bahnvonunten.de/
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: jensen-ex am 16:13:34 Do. 20.April 2006
Zitat


Merz dementiert Nachfolge Mehdorns

Samstag 15. April 2006, 14:20 Uhr



Merz dementiert Nachfolge Mehdorns

Berlin (AFP) - Ein Bericht der "Bild"-Zeitung über eine Ablösung von Bahn-Vorstandschef Hartmut Mehdorn durch den CDU-Politiker Friedrich Merz ist von der Bundesregierung und von Merz selbst dementiert worden. "Diese Meldung entbehrt jeder Grundlage", sagte Merz der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Es gebe "überhaupt keinen Anlass" zu Spekulationen über eine vorzeitige Vertragsablösung, betonte auch ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums.

Die "Bild"-Zeitung hatte unter Berufung auf ein Mitglied des Bahn-Aufsichtsrates berichtet, Merz sei der Favorit
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im Rennen um die Mehdorn-Nachfolge. Dessen Vertrag, der bis 2008 läuft, solle vorzeitig aufgelöst werden.

Überlegungen zu einer vorzeitigen Vertragsablösung seien "völlig aus der Luft gegriffen", sagte der Ministeriumssprecher. Das Verhältnis zwischen Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) und Mehdorn sei "ausgezeichnet und nicht zerrüttet". Steinbrück sei "sehr zufrieden" mit der Arbeit des Vorstandsvorsitzenden der Deutsche Bahn AG.

"Bild" zitiert ein Mitglied des Bahn-Aufsichtsrats mit den Worten: "Mehdorns Vertrauensvorschuss ist aufgebraucht. Die Berufung von Merz könnte auch mit Blick auf den Börsengang der Bahn ein Aufbruchsignal sein." In der Spitze des Bundesfinanzministeriums sei bestätigt worden, dass es Gespräche gebe.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Merz ist derzeit auch als Rechtsberater des Energiekonzerns RAG tätig. Dessen Vorstandschef, Ex-Bundeswirtschaftsminister Werner Müller, ist zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Bahn AG. Müller spiele bei der Suche nach einem Mehdorn-Nachfolger eine entscheidende Rolle, schreibt die "Bild"-Zeitung. Auch Müllers Sprecher Christian Kullmann dementierte den Bericht. Es gebe keinen Grund für personelle Veränderungen, "Herr Mehdorn macht einen guten Job", sagte Kullmann.

Wie "Bild" weiter berichtet, soll als weiterer Kandidat für die Mehdorn-Nachfolge der Bahn-Marketing-Vorstand Otto Wiesheu (CSU) gelten, der von Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) unterstützt werde. Favorit sei aber Merz.



quelle (http://de.news.yahoo.com/15042006/286/merz-dementiert-nachfolge-mehdorns.html)
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 18:59:50 Sa. 23.September 2006
23.09.06
Am Freitag demonstrierten in Köln rund 2.000 Eisenbahner gegen den geplanten Börsengang der Bahn, der eine Abtrennung des Schienennetzes vorsieht. Die Eisenbahnergewerkschaft Transnet befürchtet dadurch allein in Köln den Verlust von bis zu 2.000 Arbeitsplätzen. Zuvor hatte es Aktionen in Hamburg, Kassel und Berlin gegeben.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 11:25:00 Sa. 28.Oktober 2006
Bisher sind 30.298,00 €, also die Hälfte des benötigten Geldes eingezahlt worden. Es sollte doch wohl mit dem Teufel zugehen, wenn jetzt nicht noch die restlichen 30.000 € zusammenkämen. Dann wird der Film pünktlich Ende Februar 2007 zur Verfügung stehen.

http://www.bahn-unterm-hammer.de/
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 13:18:44 Mo. 05.März 2007
Es schadet bei den globalen Entwicklungen sicherlich nicht mal über den nationalen Tellerrand zu blicken:

Zitat
Drei Wochen streikten etwa 2.800 Lokomotivführer bei den Canadian National Railways. Ihre internationale Gewerkschaft (Zentrale in den USA) UTU war gar nicht begeistert - und wurde öffentlich sehr aktiv, wie immer wenn irgendwo in der Welt Aktionen zeigen, dass gutbezahlte Posten eigentlich überflüssig sind. Der Streik war auch geschwächt durch die heftige Konkurrenzsituation zweier Bahngewerkschaften - was eine Basisinitiative (schon länger) durch einen Vereinigungsprozess verändern will. Und: Auch in Kanada tobt der Nationalismus gegen Streikende.

http://www.labournet.de/internationales/kanada/railstrike.html
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 16:13:42 Mo. 26.März 2007
"Auf die Deutsche Bahn kommt vermutlich eine unangenehme Tarifrunde zu. Die Lokführer fordern Lohnsteigerungen bis zu 31 Prozent. Auf Arbeitgeberseite spricht man von einer Unverschämtheit. Neuer Ärger droht der Deutschen Bahn (DB) mit ihren Lokführern. Der Grund: Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) fordert in der anstehenden Tarifrunde Lohnerhöhungen von bis zu 31 Prozent. So soll beispielsweise das Einstiegsgehalt von derzeit rund 1900 Euro brutto um 600 auf insgesamt 2500 Euro steigen. Darüber hinaus fordert die GDL Verbesserungen beim Urlaubsgeld und bei den sonstigen jährlichen Zuwendungen..."

http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,473650,00.html
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 21:47:39 Di. 19.Juni 2007
Die Gewerkschaft der Lokführer (GDL) hat angekündigt, dass ab 1. Juli gestreikt wird. Die GDL will einen eigenen Tarifvertrag für Lokführer und Zugbegleiter durchsetzen. Die GDL beteiligt sich nicht an den Tarifverhandlungen, die die Bahngewerkschaften Transnet und GDBA mit der Deutschen Bahn seit heute führen.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: alfred am 01:20:00 Do. 21.Juni 2007
Eine kurze Zwischenfrage: die Lokführer sind doch verbeamtet, wie genau ist da ein Streik möglich?

Schön zu sehen, wie Mehdorn pausenlos krampfhaft gute Zahlen präsentiert, um die Börsentauglichkeit zu rechtfertigen, bei einer Lohnforderung von 7 Prozent aber fassungslos die Kinnlade kreisen lässt...
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 17:53:09 So. 24.Juni 2007
Rom. SDA/APA/baz. Ein 24-Stunden-Streik bei der Staatsbahn FS hat am Freitag den Eisenbahnverkehr in Italien stark beeinträchtigt. Die Beteiligung an dem Arbeitsausstand war nach Gewerkschaftsangaben hoch.

Der Protest sollte bis Freitag um 21.00 Uhr andauern. Touristen, die über den Streik nicht informiert waren, wurden auf den Bahnhöfen vom Arbeitsausstand überrascht. Auch mehrere internationale Züge zwischen der Schweiz und Italien waren vom Streik betroffen.

Die italienischen Eisenbahner kämpfen für einen neuen Arbeitsvertrag und gegen die geplante Streichung von bis zu 10'000 Arbeitsplätzen. Die «Ferrovie dello Stato» machen pro Tag sechs Millionen Euro Verlust.

http://www.baz.ch/news/index.cfm?ObjectID=53278CB2-1422-0CEF-7027BEE28CE9B303
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: alfred am 09:16:42 Mo. 02.Juli 2007
Zitat
Die Bahn hat unter der Telefonnummer 08000-996633 eine Hotline eingerichtet. Allerdings war diese Leitung auf Grund des starken Andrangs von Rat suchenden Reisenden überlastet und ständig besetzt. Anrufer wurden von einer Banddurchsage vertröstet. Bis zum Morgen wurden laut Bahn bereits 25.000 Telefonate geführt. Zudem wollte die Bahn zusätzliches Service-Personal auf den betroffenen großen Bahnhöfen einsetzen, um die Reisenden informieren.
link (http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,491727,00.html)
Für ein "bißchen" Warnstreik hat das heute aber schon ganz schön Wellen geschlagen. Und das war heute nur Transnet, die Lokführer kommen erst noch...
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: alfred am 10:44:30 Mo. 02.Juli 2007
Morgen zwischen 5.00 und 9.00Uhr stehen alle Züge! GdL vollzieht ebenfalls ersten Warnstreik...
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Kater am 18:19:43 Mo. 02.Juli 2007
Der Fahrgastverband Pro Bahn zum Streik:

Zitat
Pro Bahn warnt vor Streik auf Kosten der Bahnkunden

ddp - Montag, 2. Juli, 05:33 UhrHannover (ddp) Der Fahrgastverband Pro Bahn hat die Eisenbahnergewerkschaften vor einem Streik auf Kosten der Bahnkunden gewarnt «Wenn gestreikt wird, sollte auch derjenige getroffen werden, der nicht verhandeln will Das ist das Unternehmen Bahn, nicht die Kunden», sagte Karl-Peter Naumann, Vorsitzender von Pro Bahn, der in Hannover erscheinenden «Neuen Presse» (Montagausgabe).

Die Bahnbeschäftigten sollten darauf verzichten, Züge ausfallen zu lassen «Den Konzern trifft man auch, indem keine Fahrkarten mehr verkauft und kontrolliert werden und man die Kunden umsonst befördert», sagte Naumann weiter So könne verhindert werden, dass Kunden und Beschäftigte gegeneinander ausgespielt würden Zu hoffen sei auf «Solidarisierungseffekte».

http://de.news.yahoo.com/ddp/20070702/tbs-pro-bahn-warnt-vor-streik-auf-kosten-a704da0.html
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 18:41:02 Mo. 02.Juli 2007
Zitat
Damit eine Arbeitskampfmaßnahme als solche erkennbar und wirksam ist, empfehle ich aber der Streikführung, nicht den "Normalbetrieb" der Bahn fortzusetzen sondern über Arbeitskampfformen nachzudenken, die ausnahmsweise mit Sympathien der Reisenden rechnen können...
Mag Wompel, LaourNet (http://www.labournet.de/branchen/dienstleistung/tw/bahn/wompel.html)
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Pinnswin am 11:46:22 Di. 03.Juli 2007
Zitat
... man die Kunden umsonst befördert», s...


Gute Idee und vorher noch eine öffentliche Aufforderung - vom 4.Juli 2007 bis 7. Juli 2007 werden keine Fahrkarten verkauft, kontrolliert oder sonstwie beachtet.
Stürmt die Züge!!!

- ansonsten wünsch ich: Guten Streik
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Einheitsfront am 13:08:24 Di. 03.Juli 2007
Zitat
Die Bahnbeschäftigten sollten darauf verzichten, Züge ausfallen zu lassen «Den Konzern trifft man auch, indem keine Fahrkarten mehr verkauft und kontrolliert werden und man die Kunden umsonst befördert», sagte Naumann weiter So könne verhindert werden, dass Kunden und Beschäftigte gegeneinander ausgespielt würden Zu hoffen sei auf «Solidarisierungseffekte».

Das ist mal was Kreatives. Die Solidarisierung mit den Eisenbahnern wäre dann sicher.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: gha am 15:14:17 Di. 03.Juli 2007
Zitat
Original von alfred
Eine kurze Zwischenfrage: die Lokführer sind doch verbeamtet, wie genau ist da ein Streik möglich?
Gestern hörte ich, daß beamtete Lokführer von streikenden Angestellten eben "zufällig" zugestellt würden im Bahnhof und somit dran gehindert würden arbeiten zu können.

Zitat
Original von alfred
Schön zu sehen, wie Mehdorn pausenlos krampfhaft gute Zahlen präsentiert, um die Börsentauglichkeit zu rechtfertigen, bei einer Lohnforderung von 7 Prozent aber fassungslos die Kinnlade kreisen lässt...
Hieß es nicht noch vor Monaten, die Führungsriege hätte 1/3 mehr Gehalt bekommen? Und nach einem Börsengang würde das Haus dann nach und nach zusammenfallen.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 20:05:55 Mi. 04.Juli 2007
Beamte als Zwangsstreikbrecher (http://www.stattweb.de/baseportal/NewsDetail&db=News&Id=2043)
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: LuziferMM am 01:53:17 Do. 05.Juli 2007
---
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: gha am 01:55:31 Do. 05.Juli 2007
Zitat
Original von ManOfConstantSorrow
Beamte als Zwangsstreikbrecher (http://www.stattweb.de/baseportal/NewsDetail&db=News&Id=2043)
Ja, gelesen, nur - was ist Deine Meinung dazu?
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 09:31:41 Do. 05.Juli 2007
Ist denn das so schwer zu erraten?
Wenn Streikbrecher (http://www.trueten.de/archives/2314-Jack-London-Der-Streikbrecher.html) schon das letzte sind, was halte ich denn davon, wenn man Menschen dazu zwingt sich zu einem solchen Abschaum zu machen?
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: gha am 12:29:06 Do. 05.Juli 2007
Zitat
Original von ManOfConstantSorrow
Ist denn das so schwer zu erraten?
Nein, aber in Gesprächen höre ich auch lieber die Gedanken anderer statt sie erraten zu müssen; in einem Forum sieht man dann ja eher als daß man hört.  ;)
Zitat
Original von ManOfConstantSorrow
Wenn Streikbrecher (http://www.trueten.de/archives/2314-Jack-London-Der-Streikbrecher.html) schon das letzte sind, was halte ich denn davon, wenn man Menschen dazu zwingt sich zu einem solchen Abschaum zu machen?
Das wollte ich ja von Dir wissen.  ;)
Ich finde es immer wieder amüsant, wenn in einem Forum ein Link veröffentlicht wird und kein Sterbenswörtchen dazu gesagt wird. Man kann sich sicher seinen Teil dazu denken wie wer denken könnte, aber auch so entstehen hier und da Mißverständnisse.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Eivisskat am 22:38:30 Fr. 06.Juli 2007
Wer schickt diese unsäglichen Grünen endlich nach Hause???
LG

Zitat des Tages

"Die Lokführer verhalten sich unsolidarisch. (...) Bei sehr hohen Lohnerhöhungen werde die Marge des Konzerns geringer. Dies könnte dazu führen, daß Investoren die Bahn nicht mehr für ein profitables Unternehmen halten."
 
Der Grünen-Verkehrsexperte Winfried Hermann am Freitag im Deutschlandfunk zur Forderung der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) nach einem Spartentarifvertrag und deutlichen Lohnerhöhungen

aus http://www.jungewelt.de/
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: alfred am 01:48:22 Sa. 07.Juli 2007
Ich kann nur zum wiederholten Male sagen, ich finde es nicht gut, wenn manche gleicher sind als als die anderen.

Cockpit, GdL, wer ist die nächste Herrenrasse, der Trinkwasseraufbereiter???

Warum, verdammt, soll der Lokführer 30 Prozent mehr bekommen, als der Schlosser, der die Lok zum Fahren bringt??? Was bringt der Herr Lokführer an Mehrleistung, außer das er alle paar Minuten per Taste bestätigt, dass er noch wach ist und sich den Arsch platt sitzt??? Ist die akute Übergewichtsneigung in Kombination des gesteigerten Diabetisrisikos 30 Prozent mehr Gehalt wert?
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: gha am 02:40:23 Sa. 07.Juli 2007
alfred,

Eure Generation und die weiteren dürften jahrelang die "falschen" "Volksvertereter" gewählt haben, die diese Bestimmungen/Regelungen erlassen haben - grob gesagt: Ob ein Politiker, der/die den Arm hebt, weil der Fraktionsvorsitzende den Arm als Zeichen für alle hebt, mehr wert ist als jemand, der den achtlos weggeworfenen Müll anderer wegschafft/aufräumt?
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: alfred am 03:04:36 Sa. 07.Juli 2007
gha, Du bist Ü30, was soll ich Deiner Meinung nach sein? Also ist für Dich ein Lokführer mehr wert, als der Lokmechaniker?
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: gha am 03:16:33 Sa. 07.Juli 2007
Zitat
Original von alfred
gha, Du bist Ü30, was soll ich Deiner Meinung nach sein?
Laut Profil bist Du älter als ich.
Zitat
Original von alfred
Also ist für Dich ein Lokführer mehr wert, als der Lokmechaniker?
Nein, das, was ich von der Materie weiß, eher umgekehrt; was nicht heißt, daß der Lokführer nichts wert ist!!
Ich persönlich habe auch vor Müllmännern mehr Achtung als vor Politikern; wobei das auch nciht schwer ist, ich fange langsam an letztere zu "hassen": Nachrichten stelle ich meist ab in letzter Zeit, TV habe ich eh nicht, da bleibt mir etliches erspart.

Gucke ich mir Dein Avatar (oder so ähnlich) an - mir ziemlich sympathisch! (Wer ist das eigentlich?)
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Pinnswin am 10:49:44 Sa. 07.Juli 2007
Zitat
Ich glaube es nicht

Wer schickt diese unsäglichen Grünen endlich nach Hause???

... ich glaub, die sind hier zu Hause.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: alfred am 22:10:16 So. 08.Juli 2007
Heute etwas Interna von mir, nach einem Gespräch mit einem Bahner. Was GdL macht, wird von den restlichen Bahnangestellten mit Kopfschütteln verfolgt. GdL spuckt große Töne, wohlwissend das der Großteil der Mitglieder gar nicht streiken darf, da fast alle Westdeutschen verbeamtet sind, d.h. die Ostdeutschen werden vorgeschickt und verheizt. Nie darf/kann/wird die Arbeitgeberseite auf die absurden Forderungen eingehen. Lokführer der kleinen Regionalbahnen stehen sprichwörtlich in den Startlöchern, um auf Anforderung zum Marktführer zu wechseln. GdL hat sogar schon neue Lohntabellen gedruckt - 500 Euro brutto mehr...
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: alfred am 18:46:32 Mo. 09.Juli 2007
Im aktuellen "Hetzorgan" Der Spiegel liest sich ein sehr interessanter Artikel über den Gewerkschaftskrieg Verdi-IGM-Transnet-GDBA-GdL. ManOf wäre begeistert, wenn er diese Thesen der Machtintrigen lesen könnte, der Haken ist nur: kein Link verfügbar, da Printausgabe.

Meine persönliche Meinung ist, ein sehr guter Abschluß! Mit 4,5 Promille deutlich über meinen Prognosen. Und (als Arbeitnehmer) hoffe ich das diese Idioten der GDL voll gegen die Wand fahren, auch wenn ich mich da leider Gottes auf Mehdorns Seite stellen muss. Das Lufthansapiloten der Herrenrasse angehören ist schimm genug, die Lokführer sollen mal in ihren FÜHRERständen bleiben...
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: alfred am 20:22:55 Mo. 09.Juli 2007
Vorsichtige Entwarnung für Zugreisende: Die Bahn hat den für morgen geplanten Warnstreik der Lokführer-Gewerkschaft GDL gestoppt. Ein Gericht untersagte per einstweiliger Verfügung alle Aktionen in Nordrhein-Westfalen - und damit vermutlich in ganz Deutschland.

Düsseldorf - Das Arbeitsgericht Düsseldorf hat per einstweiliger Verfügung die für morgen geplanten Streiks der Lokführer untersagt. Das bestätigte eine Gerichtssprecherin am Abend. Die Deutsche Bahn hatte die einstweilige Verfügung beantragt, weil das Unternehmen die Streiks als unrechtmäßig und unverhältnismäßig angesehen habe.

Eine Sprecherin der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) sagte auf Anfrage, ihr sei ein Gerichtsentscheid nicht bekannt. Die Planungen für bundesweite Warnstreiks liefen ganz normal weiter.

Die einstweilige Verfügung gilt nach Bahn-Angaben formal für Nordrhein-Westfalen. Der Konzern geht aber davon aus, dass sich die GDL bundesweit daran hält, wie ein Sprecher sagte. Personalvorstand Margret Suckale sagte: "Wer nicht einmal Verhandlungsangebote annimmt und dann schon Warnstreiks auf dem Rücken der Kunden austrägt, verhält sich verantwortungslos."

Mit der Tarifgemeinschaft der Gewerkschaften Transnet und GDBA hatte die Bahn heute Nachmittag einen Tarifabschluss vereinbart. "Wir haben der GDL den gleichen Tarifabschluss angeboten wie der Tarifgemeinschaft. Es ist nicht hinnehmbar, dass sich die GDL-Führung diesem Abschluss nicht anschließt und stattdessen ohne weitere Verhandlung zu Streiks aufruft", sagte Suckale weiter.

Die GDL hat die Tarifeinigung allerdings bisher nicht akzeptiert - und für morgen zu einem bundesweiten Warnstreik aufgerufen (mehr...). Sie hatte auch an den Verhandlungen mit den anderen beiden Gewerkschaften nicht teilgenommen und stattdessen einen separaten Tarifvertrag für Lokführer und Zugbegleiter sowie Einkommenserhöhungen bis zu 31 Prozent gefordert.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: geschfreak am 20:34:29 Mo. 09.Juli 2007
Zitat
Original von alfred
Meine persönliche Meinung ist, ein sehr guter Abschluß! Mit 4,5 Promille deutlich über meinen Prognosen. Und (als Arbeitnehmer) hoffe ich das diese Idioten der GDL voll gegen die Wand fahren...

Ich denke auch, daß die Gewerkschaft GDL das jetzige Kräftemessen gegen Mehdorn verliert.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Mimir am 12:17:37 Di. 10.Juli 2007
Geschickt gemacht. Ein hoher Abschluß und das fahrende Personal wird als unverschämt dargestellt, wenn es diesen Abschluß nicht mitmacht.
Dabei darf man aber nicht vergessen
Die 31 % sind das eine. (Übrigens genau die Hälfte der Gehaltserhöhung des Managments).
Die Arbeitsbedingungen sind aber das andere.

Ich sprach letztens mit einer Zugbegleiterin:
Arbeitsbeginn 22:00 Uhr
Ende 00:30
Diese Zeit zwischen Ende und Anfang wird nicht als Arbeitszeit gewertet, obwohl nicht zu Hause geschlafen wird
Beginn 05:00
Ende 11:30

Oder von Frankfurt nach Berlin
Die drei Stunden Aufenthalt in Berlin sind keine Arbeitszeit.

Mein Eindruck:

Teile und hersche ist wider einmal bestätigt worden.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Kater am 13:01:51 Di. 10.Juli 2007
Interview zum Streik:

Interview mit dem Sozialhistoriker Klaus Tenfelde
"Einstweilige Verfügungen werden Kampfkraft noch stärken"

http://www.wdr.de/themen/verkehr/schiene/bahn_streik/070710_interview/index.jhtml
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Kater am 15:01:20 Mi. 11.Juli 2007
CDU-Mitglied als Streikführer

Zitat
Porträt: Gewerkschaftschef Manfred Schell
dpa - Dienstag, 10. Juli, 20:51 UhrFrankfurt/Main (dpa) -

Manfred Schell kämpft bereits seit Jahren für einen eigenen Tarifvertrag für Lokführer und Zugbegleiter. Der Chef der traditionsreichen Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ist gelernter Lokführer. Deshalb weiß der 64-Jährige gut, wovon er redet, wenn er für mehr Geld für seine Klientel kämpft.

Bei seiner Forderung nach einen Spartentarifvertrag lässt Schell auch gerne mal die Muskeln spielen, wie die Warnstreiks nun zeigen. Dabei hat der passionierte Pfeifenraucher nicht nur die Deutsche Bahn AG als Gegner, sondern muss sich auch gegen die konkurrierenden Gewerkschaften Transnet und GDBA durchsetzen.

Während die beiden anderen Gewerkschaften als Tarifgemeinschaft zusammen auftreten, steht die schon 1865 gegründete GDL alleine da. Das große Faustpfand von Schell: Auch die Lokführer allein können mit Arbeitskämpfen den Bahnverkehr zum Erliegen bringen. Damit sind sie in einer ähnlichen Position wie die Piloten oder Fluglotsen, die ebenfalls eigene Gewerkschaften und Tarifverträge durchgesetzt haben.

Doch einen Vergleich mit den Piloten lässt Schell nicht gelten. Schließlich bekomme ein Lokführer nur rund 1500 Euro netto im Monat. «Das ist völlig unangemessen für die verantwortungsvolle Arbeit des Fahrpersonals», sagt Schell. Und den anderen Bahngewerkschaften spricht er das Recht ab, auch für die 34 000 Mitglieder der GDL Tarifverträge abschließen zu können.

Nach einer Lehre als Maschinenschlosser Ende der 50er Jahre und der Tätigkeit als Schlosser und Heizer bei der Bahn wurde der gebürtige Aachener schon bald «mit Leib und Seele» Lokführer. 1970 trat er in die GDL ein, wo er eine hauptamtliche Laufbahn begann. 1974 übernahm der die Leitung der Hauptgeschäftsstelle Frankfurt, 1989 wurde er zum Bundesvorsitzenden gewählt. Auch in der Politik war das CDU-Mitglied Schell aktiv. Von 1993 bis 1994 saß er im Bundestag. Für den GDL-Chef, der im Mai 2008 abtreten wird, ist die Auseinandersetzung mit der Bahn wohl sein letzter großer Kampf.

http://de.news.yahoo.com/dpa/20070710/tde-portraet-gewerkschaftschef-manfred-s-b33f0ce.html
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 18:26:05 Di. 17.Juli 2007
Ich habe versucht mich quasi Zenbuddhistisch erhaben zu fühlen über den Scheiß, den alfred hier wieder labert, aber mehr als ein paar Tage die Fresse halten ist von meiner Seite dabei nicht rausgekommen.

Mir ist es ein absolutes Rätsel, was alfred im Forum der Ausgebeuteten eigentlich will, wenn er doch so gern die Position korrupter Gewerkschaftführer und ausgemachter Arbeiterverräter einnimmt.

Es ist schon erstaunlich wie Ekelpaket und DGB Chef Sommer hetzt gegen die Streikenden, die sich nicht dem Kurs der vom DGB geforderten Lohnzurückhaltung unterwerfen, und TRANSNETchef und Oberarsch Hansen sich sogar noch erdreistet den Streikenden zu drohen. Unser alfred schließt sich ihnen an. Während das Bahnmagement sich kurz mal die eigene Bezahlung verdoppelt sieht alfred die Forderungen der Arbeiter folgendermaßen:
Zitat
Meine persönliche Meinung ist, ein sehr guter Abschluß! Mit 4,5 Promille deutlich über meinen Prognosen. Und (als Arbeitnehmer) hoffe ich das diese Idioten der GDL voll gegen die Wand fahren...

Weil es immer jemanden gibt, dem es schlechter geht, dürfte nach alfreds Logik niemand eine Verbesserung fordern.
Zitat
Warum, verdammt, soll der Lokführer 30 Prozent mehr bekommen, als der Schlosser, der die Lok zum Fahren bringt???

Würde die GDL Erfolg haben, dürfte in den verknöcherten, korrupten und verfilzten Gewerkschaftsapparat Leben bringen, die Mitglieder der TRANSNET durften zuhauf in die GLD fliehen. Aber wo kämen wir dahin, wenn die DGB-Politik des freiwilligen Lohnverzichts einen gehörigen Dämpfer kriegen würde?

Gewerkschafter, die ernsthaft versuchen bessere Ergebnisse für ihre Kollegen zu erzielen vergleicht alfred mit Nazis:
Zitat
Cockpit, GdL, wer ist die nächste Herrenrasse


Daß alfred politisch total wirr ist, ist mir nicht erst in diesem Zusammenhang aufgefallen.  Bei Leuten, die Tocotronic und Peter Maffay hören, sollte das nicht sonderlich verwundern.

Deprimierend ist es jedoch, wie wenig dieser reaktionäre Scheiß kontra gekriegt hat von der Chefduzen Community, zumal das der zur Zeit bedeutendste Arbeitskampf in diesem Land ist.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: alfred am 00:16:03 Mi. 18.Juli 2007
Klug bist du nicht wirklich! Mal schnell alfred, Nazis und Peter Maffay in einen Topf - einmal Bildniveau immer Bildniveau.

Die Fettschriften verdecken auch nicht, dass Du das alles schon mal so geschrieben hast. Nur besser und wahrer werden Deine Tiraden durch permanentes Wiederholen auch nicht.

Stelle mal kurz Deinen irren Hass ab und gucke Dir die letzten beiden Printausgaben des Spiegels an. Die Berichterstattung geht eher in Deine Denk(?)richtung.

Laut einer Umfrage sympathisieren zwei drittel der Deutschen mit der GdL, nur um zum Thema zurück zu kommen. Weil mit Deinen ständigen zusammen gewürfelten Zitaten verklebst Du wohl jeden Thread und bringst den Gedankenaustausch zum erliegen.

So, werde jetzt erst mal eine Maffaytonbandspule auflegen...
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Kater am 18:44:32 Do. 19.Juli 2007
Zitat
Chronologie: Die größten Streiks der Eisenbahner

Berlin (dpa) - Die Deutsche Bahn steht vor einem unbefristeten Streik - zuletzt war das im Jahr 1992 der Fall. In der Zwischenzeit verursachten allerdings zahlreiche Warnstreiks Behinderungen im Schienenverkehr. Ein Rückblick:

Juli 2007: An zwei Tagen legt die Lokführergewerkschaft GDL mit Warnstreiks morgens den Berufsverkehr in weiten Teilen Deutschlands lahm. Auch die Gewerkschaften Transnet und GDBA riefen Anfang Juli zu Arbeitsniederlegungen auf, um ihrer Forderung nach einer Verdiensterhöhung für die Bahn-Beschäftigten Nachdruck zu verleihen. Während sich Transnet und GDBA mit der Bahn auf 4,5 Prozent mehr Geld und eine Einmalzahlung von 600 Euro einigen, könnte der Tarifstreit mit der GDL nun in einen unbefristeten Streik münden.

September/Oktober 2006: Mit Warnstreiks machen die Gewerkschaften Transnet und GDBA Druck für ihre Forderung, die Arbeitsplatzgarantie bis 2010 auch bei einem Börsengang der Bahn zu erhalten. Darüber wird später eine Einigung erzielt. Die Aktionen lösen auch Kritik aus, da sie in die politische Debatte über die Form eines Börsengangs fallen.

April 2004: Mit einem zweistündigen Warnstreik legen die Gewerkschaften an einem Freitagabend das Berliner S-Bahnnetz lahm. Zuvor waren Tarifgespräche für die 4000 Beschäftigten gescheitert. Nach einem Schlichterspruch einigen sich die Tarifparteien auf 3,2 Prozent mehr Lohn und Gehalt.

März 2003: Ein bundesweiter Warnstreik der Lokführer führt zu massiven Behinderungen. An einem Morgen stehen 800 Reise- und 200 Güterzüge rund 45 Minuten still. In dem Konflikt geht es um die Höhe der Einkommenssteigerung und die Angleichung der Ost-Gehälter ans West-Niveau. Ein regulärer Streik wird abgewendet, Sonderregelungen für Lokführer werden in einer Anlage zum Tarifvertrag aufgenommen.

September 2000: Vor allem der Nahverkehr in den Ballungsgebieten kommt wegen eines Warnstreiks zum Erliegen, zu dem die Gewerkschaft Transnet nach wochenlangen Verhandlungen aufruft. Die Beteiligung von einigen hundert Lokführern und Beschäftigten in Stellwerken hat zur Folge, dass zeitweilig mehrere hunderttausend Pendler festsitzen. Mit der Einigung auf eine stufenweise Anhebung der Löhne um bis zu 2,5 Prozent wird ein regulärer Arbeitskampf abgewendet.

April/Mai 1992: Von einem elftägigen regulären Streik im öffentlichen Dienst ist auch der Nah- und Fernverkehr der Bahn betroffen. Insgesamt fallen 3200 Personenzüge und 390 Güterzüge aus, nur die Hälfte der Intercity-Züge wird eingesetzt. Ergebnis des Arbeitskampfes: 5,4 Prozent höhere Einkommen und mehr Urlaubsgeld.

November 1990: Kurz nach der deutschen Einheit legen Beschäftigte der damaligen Deutschen Reichsbahn (DR) fast den gesamten Fern- und Güterverkehr in den neuen Ländern lahm. Schwer behindert wird auch der Verkehr nach Westdeutschland und Osteuropa. Die Gewerkschaft GdED und die Reichsbahn einigen sich schließlich unter anderem darauf, dass der geplante Stellenabbau sozialverträglich erfolgt.

Februar 1974: Auch am ersten großen Nachkriegsstreik im öffentlichen Dienst sind die Eisenbahner beteiligt. Die Aktionen der Bahngewerkschaft betreffen vor allem die Gepäckabfertigung und Rangierbahnhöfe. Tausende kommen zu spät zur Arbeit. Aus «Solidarität» fährt in Berlin die von der DDR betriebene S-Bahn nicht. Am Ende des dreitägigen Ausstands einigen sich die Tarifpartner auf elf Prozent mehr Lohn.

http://de.news.yahoo.com/dpa/20070719/tde-chronologie-die-groessten-streiks-de-b33f0ce.html
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: pfeiffer.chris am 22:42:50 Do. 19.Juli 2007
also mal keine eisenbahnfahrt buchen... schade
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Atheist am 01:28:08 Mo. 23.Juli 2007
Zitat
...
Nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin hätte ein Streik der Lokführer spürbare volkswirtschaftliche Auswirkungen. Arbeitsausfälle durch fehlende Transportmöglichkeiten könnten mit mindestens 500 Millionen Euro pro Tag zu Buche schlagen, sagte die DIW-Verkehrsexpertin Claudia Kemfert der Saarbrücker Zeitung (Montagausgabe). Die Bahn selbst müßte zudem pro Tag Umsatz einbußen von rund 42 Millionen Euro verkraften. Auch der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) befürchtet bei einem flächendeckenden Streik der Lokführer erhebliche Konsequenzen für die deutsche Wirtschaft. Der Leiter der BDI-Abteilung Energie, Verkehr und Telekommunikation, Kay-Dirk Lindemann, verwies in der Berliner Zeitung (Montagausgabe) darauf, daß »die Transportabläufe auf Straße und Schiene die Achillesferse ganzer Wertschöpfungsketten in Deutschland« seien.
...
http://www.jungewelt.de/2007/07-23/054.php

Tja, s’Lebbe iss doch wies iss.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Pinnswin am 09:17:33 Mo. 23.Juli 2007
*gähn*:
Zitat
Laut einer Umfrage sympathisieren zwei drittel der Deutschen mit der GdL, nur um zum Thema zurück zu kommen.

Zschuldige, das ich gähne, bin unausgeschlafen. Hab aber grade in den Spiegel geguckt und - meine eigene Umfrage war beschlagen. Ikk glaube nur Umfragen, die ich selbst gefälscht und in Auftrage (oder umgekehrt) gegeben hab.

Lg
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Kater am 19:26:23 Di. 24.Juli 2007
Interview mit Lokführergewerkschaftschef Manfred Schell

Zitat
"Bahn-Vorstand treibt uns in den Arbeitskampf"

Lokführergewerkschaftschef Manfred Schell über nahende Streiks und 31 Prozent mehr Lohn

Herr Schell, unter den Mitgliedern Ihrer Gewerkschaft ist die Urabstimmung über einen Streik angelaufen. Sind Sie sicher, dass die erforderliche Mehrheit von 75 Prozent für einen Streik erreicht wird?

Dessen bin ich mir völlig sicher. Ich habe mit vielen GDL-Mitgliedern gesprochen, und es war einhellige Meinung, dass wir notfalls für unsere gerechten Forderungen in den Arbeitskampf gehen müssen.

Im August ist Ferienzeit. Wollen Sie dennoch streiken und die auf die Bahn angewiesenen Urlauber verprellen?

Es ist doch nicht unser erstes und alleiniges Ziel, auf Teufel komm raus streiken zu wollen. Wir wollen verhandeln und ein vernünftiges Ergebnis erzielen. Nichts anderes versuchen wir seit zwei Monaten, ohne Erfolg. Jetzt hat der Bahnvorstand noch einmal Zeit, uns bis zum 6. August ein akzeptables Angebot vorzulegen.

Am 6. August liegt Ihnen das Ergebnis der Urabstimmung vor.

Wenn der Bahn-Vorstand bis dahin kein Angebot macht: Dann wollen wir nicht streiken, dann hat uns der Bahn-Vorstand in den Arbeitskampf getrieben. Wie anders sollen wir unseren Forderungen sonst Nachdruck verleihen?

Was muss die Bahn vorlegen, damit die GDL dies als verhandlungsfähiges Kompromissangebot ansieht und den Streik verschiebt?

Die Bahn weiß, was wir anstreben: Wir wollen eine Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit des Fahrpersonals von 41 auf 40 Stunden. Bei den geforderten 31 Prozent Lohnerhöhung kann man darüber reden, welche Zulagen dabei sind, ob möglicherweise ein Teil der Erhöhung in die betriebliche Altersvorsorge geht, wie die Laufzeit des Vertrages ist. Man kann auch darüber reden, wie man die kürzere Arbeitszeit anrechnet. Sie würde umgerechnet einer Gehaltserhöhung von etwa 2,6 Prozent entsprechen. Aber das ist den Verhandlungen vorbehalten. Generell bestehen wir darauf, dass dies alles in einem eigenständigen Tarifvertrag festgeschrieben wird. Wir sind eine eigenständige Gewerkschaft, kein Anhängsel anderer Organisationen.

Sie fordern 31 Prozent mehr Lohn und Gehalt. Transnet und GDBA haben 4,5 Prozent vereinbart. Das Unternehmen und Gewerkschafter werfen Ihnen unsolidarisches Verhalten vor, weil Sie mit dieser hohen Forderung die Belegschaft spalten.

Wenn die Bahn-Manager erklären, dass wir, die GDL, die Belegschaft spalten, dann haben sie den Prozess der letzten Wochen nicht verstanden oder verdrehen die Tatsachen bewusst. Tatsache ist, dass die anderen Gewerkschaften ihre Mitglieder befragt haben, was diese wollen. Daraus ist eine Lohnforderung von sieben Prozent geboren geworden. Abgeschlossen wurde mit 4,5 Prozent. Das ist angesichts der Forderung ein gutes Ergebnis. Damit waren die Mitglieder der anderen Gewerkschaften zufrieden. Aber das reicht uns nicht. Weil es netto nicht einmal eine volle Tankfüllung fürs Auto einbringt. Wenn wir mehr verlangen, ist das kein Spaltung der Belegschaft, sondern eine gerechtfertigte Forderung nach leistungs- und verantwortungsgerechter Bezahlung unserer Lokführer und Zugbegleiter.

Die Bahn hat bereits ein Kompromissangebot vorgelegt: Die Arbeitsbedingungen der Lokführer sollen neu bewertet werden und - falls eine zu geringe Bezahlung festgestellt wird - angepasst werden. Warum reicht Ihnen das nicht?

Nur zur Klarstellung: Das ist nichts Neues, was die Bahn da aus dem Hut zaubert. Solche Verhandlungen über die Neueinstufung von Berufsgruppen hätten bereits im Jahr 2005 beendet sein sollen.

Die Bahn schlägt einen externen Gutachter vor, der diese Bewertung vornehmen soll. Ist das nicht fair?

Nein. Wenn wir uns darauf einlassen, bekommen wir möglicherweise eine bessere Eingruppierung unserer Kollegen. Aber in welcher Höhe diese erfolgt, darauf hätten wir keinen Einfluss. Und Voraussetzung wäre zudem noch, dass wir jetzt den Tarifabschluss über 4,5 Prozent mehr Lohn unterschreiben. Damit würden wir uns sofort wieder der Friedenspflicht unterwerfen. Wir wären sozusagen auf elegante Art und Weise außer Gefecht gesetzt. Das machen wir nicht mit.

Die Bahn will alle Mitarbeiter fragen, ob für sie der Transnet/GDBA-Abschluss gilt oder - bei GDL-Mitgliedern - nicht. Was raten Sie Ihren Mitgliedern zu antworten?

Ein Arbeitgeber darf überhaupt nicht die Gewerkschaftszugehörigkeit abfragen.Wir haben unseren Kollegen geraten, die Briefe nicht zu beantworten und in den Papierkorb zu werfen.

Als vertrauensbildende Maßnahme seitens der Bahn ist diese Aktion also eher nicht zu werten?

Sie hat nicht zur Entspannung beigetragen, sondern im Gegenteil unsere Mitglieder mehr motiviert. Die Bahn kippt so Öl ins Feuer.

Auch die Bundeskanzlerin hat indirekt vor einem Streik gewarnt. Beeinflusst dies Ihre Entscheidung?

Frau Merkel hat beide Tarifparteien angesprochen. Die Bahn hat sich bisher nicht bewegt. Sie lehnt es kategorisch ab, über etwas anderes zu verhandeln als das, was die beiden anderen Organisationen abgeschlossen haben. So kommt die Bahn nicht weiter. Die Bundeskanzlerin sollte ihre Möglichkeiten nutzen und den Bahn-Vorstand dazu anhalten, mit uns in ordentliche, substanzielle Verhandlungen einzutreten. Schließlich ist der Bund alleiniger Eigentümer der Bahn. Frau Merkel ist im Prinzip oberste Eigentümerin der Bahn.

Wie lange reicht Ihr finanzieller Atem bei einem Streik?

Länger als es dieser Bahnvorstand ertragen kann.

Heute entscheidet das Bundeskabinett über die Bahnprivatisierung. Was erwarten Sie nach einer - von Ihnen abgelehnten - Teilprivatisierung für die Arbeitsbedingungen der Eisenbahner?

Wir halten das Unternehmen noch nicht für börsenfähig. Wenn die Bahn-Privatisierung dennoch kommt, dann wird der Druck auf die Eisenbahner ungleich steigen. Denn alles, was nicht die gewünschte Kapitalrendite abwirft, wird zur Disposition gestellt. Der Trend zum Abbau von Arbeitsplätze wird sich verstärken. In der Fläche werden weiter Strecken zurückgebaut, sprich stillgelegt nach dem Motto: Rechnet sich nicht, weg damit.

Gespräch: Matthias Loke.

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/print/wirtschaft/672215.html
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Eivisskat am 23:05:40 Di. 24.Juli 2007
Ein sehr lesenswerter Artikel:

Privatisierung der Deutschen Bahn ist illegal      

Zu lesen ist beim dradio.de die am Ende dieses Kommentars angehängte Meldung des Deutschlandfunks über die vom Bundeskabinett beschlossene Teilprivatisierung der Deutschen Bahn und den Widerstand dagegen von einigen Bundesländern.
   Bei den angegebenen Gründen für diesen Widerstand vermisse ich allerdings einen, wenn nicht den Wichtigsten: das Bundeskabinett, das das öffentliche Eigentum in die Hände von Privatinvestoren verschleudern will, ist überhaupt nicht befugt dazu.
 Auch falls man sich eine fadenscheinige juristische Grundlage dafür geschaffen haben sollte – es ist nicht befugt dazu. Denn es gilt, wenn wir das Ganze unseres Landes in den Blick nehmen, zu unterscheiden zwischen öffentlichem Eigentum und Privateigentum. .......

 http://www.elo-forum.net/leserbriefe%10meinungen/leserbriefe%10meinungen/-20070724904.html
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: alfred am 16:00:57 Fr. 27.Juli 2007
Zitat
Die Deutsche Bahn AG will nun auch die laufende Urabstimmung der Gewerkschaft der Lokführer (GDL) gerichtlich verbieten lassen. Das Votum sollen die Mitglieder über einen unbefristeten Streik entscheiden. Das sieht die Bahn als rechtswidrig an.

link (http://www.wiwo.de/pswiwo/fn/ww2/sfn/buildww/id/126/id/291004/fm/0/SH/0/depot/0/index.html)
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Kater am 01:07:17 Sa. 28.Juli 2007
Zitat
FDP-Fraktionsvize Brüderle unterstützt Lokführer

Berlin (AFP) - Die Lokführergewerkschaft GDL erhält im Tarifstreit mit der Deutschen Bahn Unterstützung von der FDP. FDP-Fraktionsvize Rainer Brüderle sagte dem Berliner "Tagesspiegel", Lokomotivführer seien - wie auch Piloten und Fluglotsen - nicht mehr bereit, zu Löhnen von Kollegen zu arbeiten, die weit weniger Verantwortung trügen: "Das Solidarprinzip in der Tarifpolitik hat sich überlebt." Die Tarifverhandlungen hätten sich so verschärft, weil Gewerkschaften und Arbeitgeber über Jahre hinweg eine "nivellierende Tarifpolitik" betrieben hätten.

Brüderle forderte die Bahn und GDL auf, sich jetzt zügig an einen Tarifabschluss für die Lokführer zu machen. Es dürfe nicht zu Lasten der Bahnkunden am alten Umverteilungsdenken in der Lohnfindung festgehalten werden, sagte Brüderle, der wirtschaftpolitischer Sprecher der Liberalen ist.

http://de.news.yahoo.com/afp/20070727/tde-d-bahn-tarife-gewerkschaften-streiks-4cfbaad.html
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Wilddieb Stuelpner am 13:00:50 Sa. 28.Juli 2007
Labournet:

I. Branchen > Dienstleistungen: Transportwesen > Bahn > Gewerkschaften/Tarifkonflikte > Tarifverhandlungen der Gewerkschaft Deutscher Lockführer - GDL – 2007

a) Warnstreiks und Tarifabschluss bei der Deutschen Bahn - Tarif-Aktionismus statt Abwehrkampf gegen Privatisierung

Zur aktuellen Lage an der Tariffront ein Artikel von Hans-Gerd Öfinger auf der Seite „Bahn von unten“ http://www.bahnvonunten.de/tarifaktionismus.htm

Aus dem Text: „…Die Masse der Eisenbahnerinnen und Eisenbahner hat auch nach dem Abschluss vom 9. Juli angesichts der Verantwortung und der besonderen Belastung durch Schichtarbeit viel zu wenig in der Tasche. Dies gilt indes nicht nur für Lokführer, Zugbegleiter und Bordpersonal in den Bistros, sondern auch für viele andere Beschäftigte, die in der Welt der GDL nicht vorkommen und mit denen diese Berufsgewerkschaft nichts am Hut hat, die aber für einen reibungslosen und sicheren Betriebsablauf ebenso unverzichtbar sind wie Lokomotivführer. (…) Wenn sich die GDL in diesen Tagen medial als kämpferische Speerspitze der Arbeiterbewegung in Szene setzen und dafür auch in linken Kreisen Sympathie finden kann, dann hat dies auch mit dem „Schmusekurs“ der großen DGB-Gewerkschaft TRANSNET gegenüber dem DB-Management zu tun. (…) Wenn der GDL-Vorsitzende Manfred Schell indes die „privatisierungsfreundliche Politik“ der gewerkschaftlichen Konkurrenz geißelt und behauptet, „stets gegen die Privatisierung der Deutschen Bahn aufgetreten“ zu sein, so setzt er damit auf Vergesslichkeit…“

b) Sommer in Sorge - DGB-Chef kritisiert Lokführer

„Einem wahren Trommelfeuer öffentlicher Kritik sieht sich die Lokführergewerkschaft GDL ausgesetzt, die heute ihre Urabstimmung über einen Streik des Fahrpersonals bei der Deutschen Bahn (DB) einleitet.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sorgt sich um die Urlauber, ihr Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) um das Wohlergehen der deutschen Wirtschaft und der Fahrgastverband »Pro Bahn« um die Umwelt. Konzernchef Hartmut Mehdorn will »nicht zulassen, daß wenige Gewerkschaftsfunktionäre die beispiellose Sanierungsleistung von 230000 Bahnmitarbeitern kaputt machen«. Und Norbert Hansen, Chef der Gewerkschaft Transnet, die die Forderungen der miserabel bezahlten Lokführer und Zugbegleiter jahrelang ignorierte, hält den Streik ohnehin für »völlig überflüssig«.

Nun hat sich auch DGB-Chef Michael Sommer zu Wort gemeldet. Dieser erweckte ja schon zu anderen Gelegenheiten den Eindruck, als bereiteten ihm kämpferische Gewerkschafter mehr Alpträume als alle Attacken von Unternehmern und Regierung zusammen…“

Kommentar von Daniel Behruzi in der jungen Welt vom 23.07.2007
http://www.jungewelt.de/2007/07-23/024.php

c) Bahn-Konflikt: Aussperrung per Post

„Der Tarifstreit zwischen Bahn und Lokführergewerkschaft GDL eskaliert.

Inzwischen verschickt der Konzern sogar dubiose Briefe. Beide Seiten schenken sich nichts mehr - und die Republik ist live dabei. (…) Selbst für tarifstreitgestählte Arbeitsrechtler wie Martin Falke von der internationalen Wirtschaftskanzlei Hammonds tut sich da wüstes Neuland auf. Letztlich verlange die Bahn von ihren Mitarbeitern, entweder die Gewerkschaftszugehörigkeit zu offenbaren oder zu lügen. "Das ist so absurd, dass es hierzu überhaupt noch keine Rechtsprechung gibt", sagt er.

Das Schreiben könne man ohne Weiteres als frontalen Angriff auf die Koalitionsfreiheit bewerten. Die Bahn hat aber ein sehr kurzfristiges Kalkül: Ihr komme es gar nicht auf die ehrliche Beantwortung des Briefs an, heißt es im Konzern. Sie will einen Keil in die Gewerkschaft treiben.

Wer als GDL-Mitglied wahrheitswidrig die Erklärung unterschreibt, weil er die 600 Euro schon in der Ferienzeit haben möchte, dürfe dann wenigstens nicht mehr streiken, so die Hoffnung. Arbeitsrechtler Falke bezweifelt das: "Das sieht nach einem klassischen Eigentor aus."…“

Artikel von Ulf Brychcy in der FTD vom 23.07.2007
http://www.ftd.de/unternehmen/handel_dienstleister/:Bahn%20Konflikt%20Aussperrung%20Post/229740.html
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Wilddieb Stuelpner am 12:46:55 So. 29.Juli 2007
Labournet: Dienstag, 24. Juli 2007:

I. Branchen: Dienstleistungen: Transportwesen > Bahn > Privatisierung:
Kompromiss zur Bahnprivatisierung

a) Kabinett beschließt Teilprivatisierung der Bahn

Das Bundeskabinett hat heute die Teilprivatisierung der Deutschen Bahn beschlossen. Verkehrsminister Tiefensee nannte erstmals einen Termin für den Börsengang. Ob es den gibt, ist äußerst fraglich. Der Widerstand in den Ländern ist groß.

Artikel in Spiegel-Online vom 24.07.2007
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0%2C1518%2C496157%2C00.html

b) Einundzwanzig Widersacher: Vollendete Tatsachen? / Die Börsenbahn bleibt in der SPD umstritten – und das auf Bundes- wie auf Landesebene

„Wenn das Kabinett heute erwartungsgemäß den Gesetzentwurf des Bundesverkehrsministers für die Teilprivatisierung der Deutschen Bahn AG absegnet, ist der Versuch, vollendete Tatsachen zu schaffen, obwohl eine wirkliche Diskussion über das Thema bisher nicht stattgefunden hat…“

Artikel von Hans-Gerd Öfinger im Neues Deutschland vom 24.07.07
http://www.nd-online.de/artikel.asp?AID=113307&IDC=2

c) 20 oder 181 Milliarden?

„… Noch im Jahr 2008 soll ein erstes Anteilspaket an der Deutschen Bahn AG verkauft werden, die Rede ist von 25 Prozent. Die Bundesregierung »schätzt« den Wert des Unternehmens auf 20 Milliarden Euro und will demnach mit einem ersten Teilverkauf fünf Milliarden Euro erlösen. Der Wert des Bruttoanlagevermögens der Deutschen Bahn AG, das sich in mehr als 170 Jahren herausbildete, liegt jedoch bei 181403000000 oder bei 181,4 Milliarden Euro…“

Artikel von Winfried Wolf in der jungen Welt vom 24.07.2007
http://www.jungewelt.de/2007/07-24/058.php

d) Die Gewerkschaften zum Börsengang der Bahn - Brüder, sehet die Signale!

Sieben Gewerkschaften sind gegen den Börsengang, eine ist dafür - ausgerechnet die der Eisenbahner.

Übersicht von Detlef Esslinger in der Süddeutschen Zeitung vom 24.07.2007
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/artikel/946/124763/

II. Branchen > Dienstleistungen: Transportwesen > Bahn > Gewerkschaften/Tarifkonflikte > Tarifverhandlungen der Gewerkschaft Deutscher Lockführer - GDL – 2007

a) Brief der DB an ihre MitarbeiterInnen

Die Bahn lehnt einen gesonderten Tarifvertrag bekanntermaßen kategorisch ab. Sie bietet ihren Mitarbeitern stattdessen eine Übernahme des mit den Gewerkschaften Transnet und GDBA vereinbarten Abschlusses an, der Löhnerhöhungen von 4,5 Prozent ab kommenden Jahr sowie eine Einmalzahlung von 600 Euro in diesem Jahr vorsieht. Dies schrieb sie auch an ihre MitarbeiterInnen, die dann mit einer beiliegenden Erklärung die Möglichkeit haben dem zuzustimmen. Die GDL hat ihre Mitglieder aufgefordert, einen Brief der Deutschen Bahn AG nicht zu beantworten. In dem Schreiben werden alle Mitarbeiter aufgefordert, ihre jeweilige Gewerkschaftszugehörigkeit zu offenbaren.

Der Brief der DB an ihre MitarbeiterInnen und die Erklärung im Original (pdf)
http://www.labournet.de/branchen/dienstleistung/tw/bahn/db_200707.pdf

b) "Bahn-Vorstand treibt uns in den Arbeitskampf"

Interview von Matthias Loke mit GDL-Chef Manfred Schell über nahende Streiks und 31 Prozent mehr Lohn in der Berliner Zeitung, 24.07.2007

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/print/wirtschaft/672215.html
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 18:24:37 Mo. 30.Juli 2007
Zitat
"Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir Betriebsräte aus Stuttgarter Metallbetrieben unterstützen euren Kampf um höhere Löhne und solidarisieren uns mit eurem Streik. Wir verurteilen, wenn Gewerkschaftsführer euren Streik torpedieren und die Bahnprivatisierung unterstützen. Seit vielen Jahren ist die Gewerkschaftsbewegung in der Defensive und muss Reallohnverluste, Arbeitszeitverlängerung und den Abbau von sozialen Errungenschaften hinnehmen, weil gewerkschaftliche Kämpfe nicht hartnäckig als Erzwingungsstreiks geführt werden. Wir wünschen euch viel Erfolg, Stehvermögen und Durchsetzungskraft. Dies würde allen Gewerkschaftern den Rücken stärken und sich auf die nächsten Kämpfe positiv auswirken. Wir verurteilen die Bahnprivatisierung wie auch die Angriffe auf das Streik- und Koalitionsrecht durch Bahnchef Mehdorn. Nur wer kämpft kann gewinnen! Gemeinsam sind wir stark! Solidarische Grüße vom Metallertreff des Stuttgarter Zukunftsforum (Gewerkschaftslinke)"
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Eivisskat am 20:00:38 Mo. 30.Juli 2007
>>"Selten haben sich Lobbyisten so dreist durchgesetzt wie letzte Woche beim Beschluss des Bundeskabinetts zur Bahnprivatisierung. Der Bund will  alle Mitspracherechte über die Verwendung von Milliarden Steuergeldern an Kapitalinvestoren abgeben. Und das für einen Schleuderpreis: Bei einem Wert von über 180 Milliarden Euro soll die Hälfte der Deutschen Bahn AG für knapp 10 Milliarden Euro verramscht werden. Hier wird öffentliches Eigentum geplündert.

Doch nicht nur das: Weitere Strecken drohen stillgelegt, Fahrpläne
 aus gedünnt und Fahr preise angehoben zu werden. So werden nicht mehr Menschen vom Auto oder Flugzeug auf die klimafreundliche Bahn umsteigen.


Eilige Mail-Aktion an die Verkehrsminister der Länder

Aber noch gibt es Hoffnung: Etliche Bundesländer überlegen, im
 Bundesrat dem Gesetzentwurf nicht zuzustimmen. Am Donnerstag beraten die Verkehrsminister der Länder in Berlin.

   Fordern Sie den Minister aus Ihrem Bundesland auf, das Gesetz zu
 stoppen: ""<<

   http://www.fahrplanretter.de/bahn/bl1/bula
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: alfred am 12:29:35 Di. 31.Juli 2007
Hier ein "unterhaltsamer" Artikel über Manfred Schell und seinen kommenden Streik. link (http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,497310,00.html) Schells Werdegang vom Rohrbläser zum Ferrarifahrer nötigt mir schon etwas Respekt ab. Das ändert aber nichts an meiner subjektiven Auffassung, dass er über die Medien extrem schlecht rüberkommt und damit meine ich eigentlich alle öffentlichen Auftritte, die mich so erreicht haben. Für mich ist er ein Unsympath. Er schafft es einfach nicht, die bahninternen Dinge dem fahrendem Volk verständlich zu vermitteln...

In Sachen Streik ziehe ich mich auf einen neutralen Beobachter-Stand zurück und harre gebannt und gespannt der Dinge die da kommen. Dem fahrenden Personal viel Glück beim Arbeitskampf!
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Kater am 17:01:07 Sa. 04.August 2007
Zitat
Bahnchef droht Lokführern mit Schadensersatzklagen
dpa - vor 1 Stunde 3 Minuten

Hamburg/Frankfurt (dpa) - Im Tarifkonflikt bei der Bahn wird der Ton schärfer. Bahnchef Hartmut Mehdorn droht der Lokführer- Gewerkschaft GDL im Falle von rechtswidrigen Streiks mit einer Schadensersatzklage.

«Wenn durch illegale Aktionen der Bahn ein Millionenschaden entsteht, dann wollen wir den ersetzt haben», sagte Mehdorn dem Nachrichtenmagazin «Der Spiegel». «Bereits jetzt gehen uns täglich Einnahmen in Millionenhöhe verloren.» Mehdorn nannte die Forderungen der GDL nach 31 Prozent mehr Geld «irrwitzig».

Mehdorn drohte streikenden Lokführern mit Disziplinarmaßnahmen, sollten sie die Sicherheit des Bahnbetriebs gefährden. «Wer seinen Zug auf freier Strecke stehenlässt, wie es einige Lokführer bei ihren jüngsten Warnstreiks getan haben, gefährdet alle», warnte der Bahnchef. «Wir werden Lokführer, die unverantwortlich handeln, zur Rechenschaft ziehen und sofort vom Dienst suspendieren. Das war bereits in einem Fall so.»

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) sieht der Drohung gelassen entgegen. «Wir sehen die Streiks nicht als rechtswidrig an, sonst hätten wir nicht dazu aufgerufen», sagte eine GDL-Sprecherin am Samstag in Frankfurt. GDL-Vorsitzender Manfred Schell sagte der «Bild am Sonntag», man lasse sich nicht einschüchtern. Selbstverständlich würden weder illegale Aktionen unternommen noch die Sicherheit der Bahnkunden gefährdet. Es blieben auch keine Züge auf freier Strecke stehen. Falls gestreikt werde, werde der Zugverkehr in Deutschland weitgehend lahmgelegt. «Wenn wir streiken, bleiben die meisten Züge stehen, weil wir die neuralgischen Punkte zumachen.»

Die Gewerkschaft wird am Montag das Ergebnis der Urabstimmung bekannt geben. Dabei rechnet Schell mit einer Zustimmung von «90 Prozent plus X». «Die Leute wollen einfach mehr Geld», sagte die Sprecherin. Bei positivem Ausgang der Urabstimmung wäre ein Streik in der nächsten Woche möglich. Die GDL will ihn jeweils 24 Stunden vorher ankündigen. Die Gewerkschaft hatte am Freitag ein neues Gesprächsangebot der Bahn abgelehnt und ein «verhandlungsfähiges Angebot» bis zum Dienstag verlangt.

Mehdorn rechnet damit, dass nur ein Drittel der Lokführer für einen Streik infrage kommt. Die Bahn werde versuchen, die Dienstpläne ohne streikbereite Lokführer aufzustellen. «Wer nicht am Dienst teilnimmt, kann auch nicht streiken», sagte Mehdorn weiter. Parallel dazu werde ein Sonderausbildungsprogramm für Bewerber von in- und außerhalb des Unternehmens gestartet. «Das soll uns möglichst rasch zusätzliches Fahrpersonal bringen», sagte Mehdorn.

In den Unternehmen macht sich nach Angaben des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) Sorge wegen des möglichen Streiks der Lokführer breit. «Die Schiene ist ein zentraler Verkehrsträger, der nicht ersetzt werden kann». Komme es zu längeren Streiks, dann könne das auch zu einem «Knacks bei der Konjunktur führen», warnte Kreklau. Auch die Spediteure befürchten starke Behinderungen. Dies gelte besonders, wenn die Streikenden strategisch geschickt eingesetzt würden, sagte Heiner Rogge, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Speditions- und Logistikverbands (DSLV). «Im Extremfall können die Lokführer die Logistik weitgehend lahmlegen.»

http://de.news.yahoo.com/dpa/20070804/tde-bahnchef-droht-lokfuehrern-mit-schad-b33f0ce_2.html
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Atheist am 19:11:40 Sa. 04.August 2007
Zitat
Original von alfred
Manfred Schell

Das ändert aber nichts an meiner subjektiven Auffassung, dass er über die Medien extrem schlecht rüberkommt und damit meine ich eigentlich alle öffentlichen Auftritte, die mich so erreicht haben.

Mein Eindruck ist da etwas anders.
Aber es gibt in den Medien zuhauf Möglichkeiten, eine gewisse Art von Resonanz zu erzegen.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Wilddieb Stuelpner am 19:55:36 Sa. 04.August 2007
ARD/WDR, Sendung MONITOR Nr. 565 am 2. August 2007: Bahn unterm Hammer: Wem nützt die Privatisierung der Bahn? (http://www.wdr.de/tv/monitor/beitrag.phtml?bid=903&sid=167)

Bericht: Georg Lolos, Jan Schmitt, Laura Schneider-Mombaur

Georg Restle: "Freuen Sie sich eigentlich auch schon auf die Privatisierung der Deutschen Bahn? Auf schnellere Bahnverbindungen, günstigere Tickets und noch besseren Service? Es ist eine schöne neue Bahnwelt, die Bahnchef Mehdorn uns da verspricht. Allein: Uns fehlt der Glaube. Denn wenn die Bahn tatsächlich an die Börse geht, so wie es die Bundesregierung beschlossen hat, dann werden vor allem die privaten Investoren schnelle Gewinne machen. Auf den Kosten bleiben am Ende wir Steuerzahler sitzen. Daran wird sich vermutlich auch wenig ändern, wenn man sich die Beschlüsse der Landesverkehrsminister von heute anschaut.

Die Deutsche Bahn unter dem Hammer. Jan Schmitt, Georg Lolos und Laura Schneider-Mombaur präsentieren Ihnen heute schon mal die Rechnung."

Dieses Unternehmen gehört uns allen, dem deutschen Volk. Damit sind wir größter Grundstückseigentümer in Deutschland, aber vermutlich nicht mehr lange. Die neuen Besitzer warten schon, die Bahn will an die Börse.

Hartmut Mehdorn, Vorstandsvorsitzender Deutsche Bahn AG:
"Da fahren wir hin."

Bahnchef Mehdorn und sein Traum vom Börsengang: Eine Bahn, die auf profitable Rennstrecken setzt, die sich als Global Player versteht. Das ist seine Bahn.

Bahnkundinnen im Gespräch:
"Was bedeutet denn das jetzt?"
"Das kann ich Ihnen auch nicht so richtig sagen. Wir kriegen keine ... wir kriegen keine Informationen."
"Aber was heißt, ich mein, die sollte doch 38 hier sein, die Bahn. Das gibt's doch gar nicht."
"Wir wissen auch nichts."
"Wir wissen nix! Wir stehen genauso hier, wir wissen nix."

Dort Tempo 300, hier wartende Kunden und geschlossene Schalter. 160.000 Stellen wurden in den letzten zehn Jahren abgebaut. Den Börsengang immer im Hinterkopf, hat die Bahn seit Jahren rationalisiert. Tausende Kilometer Strecken wurden stillgelegt, Bahnhöfe sind verwaist. Um Mehdorns Plan zu finanzieren und sich fit zu machen für die Börse, wurden immer mehr Verbindungen im Nah- und Fernverkehr aufgegeben, wie die Franken-Sachsen-Magistrale zwischen Nürnberg und Dresden.

Jahrelang haben die Bürger in Hof für ihren Erhalt gekämpft - umsonst. Ihre Stadt wird zusehends vom Bahnverkehr abgeschnitten.

Frau: "... Initiative von Bahnkunden aus Hof und regen uns ständig über diesen schwindenden Bahnverkehr auf."

Lokführer: "Das dritte Mal, dass ich eine Linie einstelle und das langt jetzt. Noch eine nicht mehr. Den letzten hier auf unserer Nebenbahn, den letzten von Regensburg nach Hof und heute den letzten. Leider!"

Egal wie viele Menschen sie brauchen oder nicht, unrentable Verbindungen bleiben auf der Strecke, werden eingespart. Wer an die Börse will, der muss vor allem Rendite bringen.

Hartmut Mehdorn, Vorstandsvorsitzender Deutsche Bahn AG, 29.03.2007:
"Es ist kein Renditeobjekt, die Bahn. Es geht darum, dass wir mit frischem Kapital unsere Modernisierungsprozesse weiter fortführen wollen und müssen."

Doch was heißt eine Modernisierung à la Mehdorn? Beispiel Güterverkehr: Tausende Gleisanschlüsse wurden gekappt, weil sie nicht genug Rendite brachten. Die Güter landen seitdem auf LKWs

Prof. Heiner Monheim, Universität Trier:
"Hunderte von Firmen, denen innerhalb kürzester Zeit schlicht und einfach gekündigt wurde. Denen hat die Bahn gesagt, sorry, wir transportieren euer Zeug nicht mehr. Sorry, wir reißen jetzt hier ... reißen die Weiche raus. Sorry, ihr seid nicht mehr angebunden. Sie müssen sich vorstellen, Herr Tiefensee würde plötzlich mitteilen, sorry, die Autobahn schließen wir, ne, den Anschluss machen wir zu."

Wolfgang Tiefensee, SPD, Bundesverkehrsminister, 09.11.2006:
"Wir brauchen diese Privatisierung, um für den Kunden bessere Verhältnisse zu schaffen. Wir brauchen sie, um wettbewerbsfähig zu sein auf dem europäischen Markt."

Die privatisierte Bahn, die bessere und billigere Alternative? In Großbritannien wurde die Staats-Bahn bereits 1995 verkauft. Seitdem wurde der Service schlechter, die Züge sind überfüllt und die Ticketpreise doppelt so hoch wie in Deutschland.

Britischer Bahnkunde (Übersetzung MONITOR): "Wenn man sich über eine Zugfahrt beschweren möchte, muss man sich gleich bei vier verschiedenen Leuten beschweren. Bei einem von der Gleisfirma und bei drei verschiedenen Schaffnern von den Betreiberfirmen. Vier verschiedene Leute, das ist wirklich ein Alptraum."

In Großbritannien forderten die Investoren immer mehr Rendite. Weil keiner der Käufer sich mehr um das marode Schienennetz kümmerte, häuften sich Unfälle und Todeszahlen. Schließlich sprang der britische Staat wieder ein. Kosten für die Steuerzahler: umgerechnet fast 150 Milliarden Euro. (Mein Kommentar: So wie es im maroden, privatisiertem, britischen Bahnverkehrswesen zugeht, so geht es bei der Privatisisierung in der britischen Wasserversorgung, z.B. Londons zu, wo die RWE-Tochter Thames Water rumfuscht, so wird es uns im privatisierten Verkehrswesen zukünftig genauso gehen und die Privatisierung der Wohnungs- und Gewerkschaftsimmobilien in unseren Städten und Gemeinen an Heuschrecken oder die Cross-Border-Leasing-Geschäfte mit dem kommunalem Bestand der Ver- und Entsorgungsbetriebe, der kommunalen Verkehrsbetriebe und der kommunalen Energieerzeuge sind in Deutschland die Vorboten der gleichen Entwicklung. Privatisieren, den Kapitalbestand ausschlachten, verkommen lassen und ausgeschlachtete, verrottete Ruinenhüllen an den Staat zum Wiedersanieren durch den Steuerzahler zurückgeben. Das ist unsere Zukunft in einem faulendem, parasitärem und absterbenden Kapitalismus.)

In der DDR-Verfassung (Auszug) (http://www.documentarchiv.de/ddr/verfddr.html) stand nicht ohne Grund:

Artikel 12
1 Die Bodenschätze, die Bergwerke, Kraftwerke, Talsperren und großen Gewässer, die Naturreichtümer des Festlandssockels, Industriebetriebe, Banken und Versicherungseinrichtungen, die volkseigenen Güter, die Verkehrswege, die Transportmittel der Eisenbahn, die Seeschiffahrt sowie der Luftfahrt, die Post- und Fernmeldeanlagen sind Volkseigentum. Privateigentum daran ist unzulässig.
2 Der sozialistische Staats gewährleistet die Nutzung des Volkseigentums mit dem Ziel des höchsten Ergebnisses für die Gesellschaft. Dem dienen die sozialistische Planwirtschaft und das sozialistische Wirtschaftsrecht. Die Nutzung und Bewirtschaftung des Volkseigentums erfolgt grundsätzlich durch die volkseigenen Betriebe und staatlichen Einrichtungen. Seine Nutzung und Bewirtschaftung kann der Staat durch Verträge genossenschaftlichen oder gesellschaftlichen Organisationen und Vereinigungen übertragen. Eine solche Übertragung hat den Interessen der Allgemeinheit und der Mehrung des gesellschaftlichen Reichtums zu dienen.

Artikel 13
Die Geräte, Maschinen, Anlagen, Bauten der landwirtschaftlichen, handwerklichen und sonstigen sozialistischen Genossenschaften sowie die Tierbestände der landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften und das aus genossenschaftlicher Nutzung des Bodens sowie genossenschaftlicher Produktionsmittel erzielte Ergebnis sind genossenschaftliches Eigentum.

Artikel 14
1 Privatwirtschaftliche Vereinigungen zur Begründung wirtschaftlicher Macht sind nicht gestattet.
2 Die auf überwiegend persönlicher Arbeit beruhenden kleinen Handwerks- und anderen Gewerbebetrieben sind auf gesetzlicher Grundlage tätig. In der Wahrnehmung ihrer Verantwortung für die sozialistische Gesellschaft werden sie vom Staat gefördert.

Artikel 15
1 Der Boden der Deutschen Demokratischen Republik gehört zu ihren kostbarsten Naturreichtümern. Er muß geschützt und rationell genutzt werden. Land- und forstwirtschaftlich genutzter Boden darf nur mit Zustimmung der verantwortlichen Organe seiner Zweckbestimmung entzogen werden.
2 Im Interesse des Wohlergehens der Bürger sorgen Staat und Gesellschaft für den Schutz der Natur. Die Reinhaltung der Gewässer und der Luft sowie der Schutz der Pflanzen- und Tierwelt und der landschaftlichen Schönheit der Heimat sind durch die zuständigen Organe zu gewährleisten und darüber hinaus auch Sache jedes Bürgers.

Artikel 16
Enteignungen sind nur für gemeinnützige Zwecke auf gesetzlicher Grundlage und gegen eine angemessene Entschädigung zulässig. Sie dürfen nur erfolgen, wenn auf andere Weise der angestrebte gemeinnützige Zweck nicht erreicht werden kann.

Peter Rayner, Leitender Manager British Rail (Übersetzung MONITOR):
"Glauben Sie nicht, dass die Privatisierung kein Erfolg war. Sie war durchaus ein Erfolg, für Banker, Rechtsanwälte und Wirtschaftsprüfer."

Und um welche Summen geht es in Deutschland? Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung schätzt den Wert des gesamten Bahnkonzerns auf über 180 Milliarden Euro. Der Bund plant nun bis zu 49 Prozent zu verkaufen. Und jetzt kommt der zu erwartende Preis: 9 bis 12 Milliarden Euro. Die halbe Bahn ist schon für ein Zehntel ihres Wertes zu haben. Wieso rechnet sich das?

Prof. Heiner Monheim, Universität Trier:
"Im Ergebnis führt das dazu, dass die Bahn sich vor dieser Teilprivatisierung, ich sag mal, so klein und so schlecht rechnet, wie es eben geht, um bilanzierungstechnisch danach umso rentabler, umso besser für die Investoren dastehen zu können. Das passt in den Vorwurf, dass das ein, ja, rechnerischer Ausverkauf von Steuergeldern und von Vermögen ist, wo wir alle und unsere Väter und Großväter eine Menge investiert haben."

Und besonders wertvoll ist der Immobilienschatz der Bahn. Weil immer mehr Strecken stillgelegt werden, werden sie als Bauland frei. Außerdem liegen die Bahnhöfe und Gleisanlagen mitten in den Großstädten. Lukrative Immobilien, auf die Stadtplaner und Spekulanten begierig schauen. Und auch an anderer Stelle kommen Bahn und Bund den künftigen Käufern entgegen.

Beispiel Stuttgart: Hier soll der Bahnhof für zwei Milliarden Euro unter die Erde gelegt werden. Dafür und für das Schienennetz machen Bund und Land Steuergelder locker. Der Staat investiert und der Investor erhält die Rendite. Das Prinzip Privatisierung.

Jörg Hennerkes, Staatssekretär Bundesverkehrsministerium:
"Wir haben natürlich eine ganze Reihe von Investitionen zum Ausbau des Netzes, ob das das Hochgeschwindigkeitsnetz ist, ob das bestimmte Güterstecken sind, in der Vergangenheit getätigt, die werden wir auch in Zukunft tätigen."

Die Steuerzahler werden dann weiter zahlen: etwa 9 Milliarden Euro jährlich für Unterhalt und Ausbau der Schienennetze - genauso viel, wie jetzt vom Verkauf der halben Bahn zu erwarten ist. (Mein Kommentar: Investitionen zum Nutzen der Bevölkerung sind für Privatinvestoren genauso wie bei der Bildung der Jugend und der betrieblichen Weiterbildung höchst uninteressant, weil man da als Privatisierer was selbst reinstecken muß. Also läßt man den Steuerzahler dafür bluten, aber sahnt die eigentlich dem Volk die zustehenden Früchte stattdessen als Privater ab. Im Mittelalter sagte man zu solchern hinterlistigen Gaunern - Raubritter und Wegelagerer und diese Rolle nehmen die Privatisierer heutzutage auch ein. Sie säaen nicht, sie pflegen und arbeiten nicht, aber sie rauben unrechtmäßig die Ernte!) Selbst wenn es Nachbesserungen am aktuellen Gesetzentwurf geben wird, wie heute von den Landesverkehrsministern gefordert: die Bahn hat den Weg zur Privatisierung längst eingeschlagen.

Prof. Heiner Monheim, Universität Trier:
"Das kann eigentlich nur zum Desaster führen, am Ende wird der Finanzminister endlos draufzahlen müssen. Er wird sagen, das ist mein Nach-Nachfolger, der dann diese Folgen zu tragen hat. Es ist absolut keine nachhaltige Haushaltspolitik. Es ist auch keine nachhaltige Verkehrspolitik."

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Georg Restle: "Einige der Bilder, die Sie gerade gesehen haben, stammen übrigens aus dem Film "Bahn unterm Hammer", den Sie zurzeit in einigen deutschen Programmkinos sehen können."

Monitor vom 02.08.2007 als Web-TV (http://www.wdr.de/themen/global/webmedia/webtv/getwebtv.phtml?ref=400003)

Bahn unterm Hammer - Unternehmen Zukunft oder Crash-fahrt auf dem Prellbock? (http://www.bahn-unterm-hammer.de/)

ARD/WDR, Sendung MONITOR Nr. 498 am 23. Januar 2003: Cross-Border-Leasing - Steuertricks: Die gefährlichen Geschäfte deutscher Städte (http://www.wdr.de/tv/monitor/pdf.phtml?myP=030123c_Kommunen.pdf)

Wikipedia: Thames Water (http://de.wikipedia.org/wiki/Thames_Water)

Wasser in Bürgerhand (http://www.wasser-in-buergerhand.de/medien/wasser_unterm_hammer.htm)

Phoenix: Wasser unterm Hammer - Die Privatisierung eines Lebensmittels (http://www.phoenix.de/wasser_unterm_hammer/2005/09/13/0/27288.1.htm)

3sat, Mehrteilige Filmreihe über die Gefahren des Machtmißbrauchs inklusive des Krieges um Rohstoffe, Bodenschätze etc., wenn kommunale, staatliche Aufgaben und Grundnahrungsmittel in Privathand großer Global-Pklayer-Monopole geraten: Der durstige Planet - Sechsteilige Reihe über die Wasserversorgung der Erde (http://www.3sat.de/specials/68670/index.html)

MDR: Kultursendung "artour" mit Hinweis auf dem Spielfilm "Bahn unterm Hammer" (http://www.mdr.de/artour/4594666.html)

Dazu noch ein Gegenkommentar aus dieser Sendung:

Schweizer Modell

Die englischen Erfahrungen müssen vielfach dafür herhalten, wenn Experten und Verbände heute dafür plädieren, die Bahn zu verkaufen. Unser Nachbarland Schweiz zeigt, wie es anders geht. Dort ist die Bahn öffentlich. Und man kommt mit ihr bis in die hintersten Winkel bergiger Regionen. Die Schweizer nutzen ihre Bahn sechsmal häufiger als wir Deutschen. Und ausgerechnet in diesem gebirgigen Land kostet die Bahn den Steuerzahler am allerwenigsten in ganz Europa.

Bis jetzt fand kein deutscher Fernsehsender den Mut, über dieses Beispiel zu berichten. Nun meldet sich das MDR-Kulturmagazin "artour" zu Wort. Der Beitrag beschäftigt sich mit dem Dokumentarfilm "Bahn unterm Hammer", von dem international renommierten Filmemacher-Team Leslie Franke und Herdolor Lorenz produziert, und mit der "Jahrhundert-Entscheidung";("Süddeutsche Zeitung";) über die Privatisierung der Deutschen Bahn als Mogelpackung. Die Filmpremiere fand Mitte März 2007 statt. Seitdem läuft die Dokumentation mehr im Westen als im Osten Deutschlands (nur in Chemnitz, Jena und Rostock). Der Filmverleih sucht weiter nach engagierten Cineasten, die den Film in Kinos, Kirchen, Gewerkschaftshäusern, Schulen, Universitäten und Jugendhäusern zeigen.

Denn es geht nicht nur um die Deutsche Bahn. Es geht um Tradition, um die Zukunft einer bequemen und wichtigen Reisemöglichkeit und es geht um unsere Steuergelder, die hoffentlich nicht als Milliarden-Profite in einige wenige Taschen wandern.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Eivisskat am 20:45:29 Sa. 04.August 2007
Zitat
Original von joachimkuehnel

Denn es geht nicht nur um die Deutsche Bahn. Es geht um Tradition, um die Zukunft einer bequemen und wichtigen Reisemöglichkeit und es geht um unsere Steuergelder, die hoffentlich nicht als Milliarden-Profite in einige wenige Taschen wandern.

Es geht leider auch um die Profite der Auto- und Kraftstoffindustrie & Steuergelder.
Für jede stillgelegte Bahnstrecke müssen X neue Autos angeschafft werden, um die Menschen von A nach B zu bringen.
Das ist in seiner Umweltfeindlichkeit völlig unzeitgemäß & antiquiert und in seiner Akzeptanz durch die Regierung absolut inakzeptabel.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Wilddieb Stuelpner am 22:42:21 Sa. 04.August 2007
Es geht vor allem um einen Fetisch und Dienst am Götzen - das Geld und der Profit

zum Vorteil und zur unnützen Machterweiterung einiger weniger Pfeffersäcke aus Wirtschaft und Banken über ganze Völker mit Hilfe ihrer Steigbügelhalter aus der Großen Verbrecherkoalition und der korrupten Beamtenverwaltung. Und das Mittel zum Zweck nennt man Privatisierung bis am Ende der Staat völlig unter der Knute des Kapitals funktionsunfähig und ohne jegliche Kontrollbefugnis gegen diev Privatwirtschaft dasteht. In Gegenteil: Die Privatwirtschaft benutzt und mißbraucht den Staat für ihre Profitinteressen völlig.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Atheist am 13:43:21 Mo. 06.August 2007
Zitat
...
Die Mitglieder der Lokführergewerkschaft GDL stimmten bei ihrer Urabstimmung mit 95,8 Prozent für einen unbefristeten Streik.
...
Quelle: ARD (http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID7223508_NAV_REF1,00.html)

Bahnreisende was nun?
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Wilddieb Stuelpner am 16:08:10 Mo. 06.August 2007
Heute früh kam im ARD-Morgenmagazin ein ähnlicher Beitrag mit einem europäischem Vergleich der Arbeitsbedingungen aller Lokführer, wobei die der Schweizer Bundesbahnen die besten mit monatlichen Arbeitsverdiensten für Langzeiterfahrene AN bis über 4.000 Euro gingen.

Was mich an den Bahngewerkschaften stört - die Spaltung und einzelnen Separatgewerkschaften in einem einzig großem Konzern. Das ist etwa so wie in einer Galeere, wo jede Etage von Rudersklaven sich zu einem Verband zusammenschließt und mit der anderen Etage nichts zu tun haben will - unsinnig, unnötig und überflüssig - schwächt die Schlagkraft insgesamt.

Es wird jede Etage der anderen ihr eigener Teufel statt einig gegen den gemeinsamen Feind vorzugehen. Gleichzeitig bildet so eine Entwicklung auch den Nährboden für neue Korruption der AG an Gewerkschaftsfunktionäre, womit die separatierenden und sektiererischen Einzelgewerkschaften nach dem "Zuckerbrot-und-Peitsche-"Prinzip gegeneinander ausgespielt werden.

ARD, Sendung "Tagesschau" vom 06.08.2007: Mini-Gewerkschaften im Alleingang - Klein und mächtig? (http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID7108746_REF1_NAV_BAB,00.html)

Von Britta Scholtys, tagesschau.de

Nach den Piloten und den Ärzten versuchen derzeit auch die Lokführer im Verhandlungs-Alleingang die Interessen ihrer Berufsgruppe durchzusetzen. Viele sehen darin einen Mangel an Solidarität, andere ein Scheitern der Strategie der Riesengewerkschaften. Einig sind sich aber fast alle: Ein "Gewerkschaftswettbewerb" steigert die Konflikte.

Zahlreiche Großunternehmen haben es vorgemacht: Auf die großen Fusionen folgt die Zersplitterung. Was einst als Stärke gefeiert wurde, hat sich für manche als falsche Strategie erwiesen - ein Trend, der auch zunehmend bei den Gewerkschaften auftritt. Denn viele Berufsgruppen fühlen sich von den großen Einheitsverbänden nicht länger angemessen vertreten. "Identische Tarifverträge quer über viele Berufsgruppen werden einzelnen Beschäftigten nicht mehr gerecht", sagt der Chef der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Manfred Schell. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Berufsbildern seien schlicht zu groß.

Schell steht mit seiner gewerkschaftlichen Sonderstrategie derzeit im Kreuzfeuer der Kritik - nicht nur beim Bahnkonzern, sondern auch bei den beiden anderen Bahn-Gewerkschaften Transnet und GDBA. Denn während die Partnergewerkschaften mit ihrem Verhandlungsergebnis der 4,5-prozentigen Lohnerhöhung zufrieden sind, bleibt die GDL bei ihrer Forderung von bis zu 31 Prozent mehr Gehalt. Aus ihrer Sicht kämpft die GDL um eine angemessenere Entlohnung ihrer Mitglieder - konkret um eine Anhebung der derzeitigen Lokführer-Einstiegsgehälter von rund 1970 Euro brutto auf 2500 Euro brutto. Denn unterschiedliche Berufsbilder heißt unterschiedliche Anforderungen, unterschiedliche Verantwortlichkeiten - und folglich unterschiedliche Tarifverträge, so die GDL-Logik.

Vorbilder für diese "Sonder"-Strategie gibt es bereits einige: Auch die Krankenhausärzte und die Piloten nahmen mit ihren jeweiligen Gewerkschaftssatelliten Marburger Bund und Cockpit die Tarifverhandlungen für ihre Berufsgruppen selbst in die Hand - mit Erfolg. Die Krankenhausärzte erzielten Lohnerhöhungen um 13 Prozent, die Piloten bereits im Jahr 2001 um 16 Prozent.

Mangel an Solidarität?

Der Alleingang der Gewerkschaftszwerge bedeute eine "massive Aufweichung der Solidarität", so Arbeitsrechtler Eduard Picker im Interview mit tagesschau.de. Allerdings betont Picker auch: "Der Trend zur Aufspaltung ist richtig." Denn "große Kolosse wie zum Beispiel ver.di können dann nicht mehr schalten und walten, wie sie wollen".

In der Tat ist die Supergewerkschaft ver.di seit der Fusion im Frühjahr 2001 Vertreterin einer sehr heterogenen Gruppe: der Mitglieder der einstigen Deutschen Angestelltengewerkschaft (DAG), der Deutschen Postgewerkschaft (DPG), der Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen (HBV), der Industriegewerkschaft Medien (IG Medien) und der Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr (ÖTV). Und es scheint, als bekäme ver.di bei "so breit gesteuerten Interessen den Spagat bei den Verhandlungen nicht mehr hin", sagt der Politikwissenschaftler Berndt Karl Keller von der Universität Konstanz im Gespräch mit tagesschau.de.

Anders als bei großen Gewerkschaften wie beispielsweise der IG Metall, die im Arbeitskampf die starken Gruppen nach vorne schicken, um einheitliche Tarifverträge zufriedenstellend für alle auszuhandeln, deute sich nun eine Entwicklung an, bei der kleine Schlüsselgruppen ihre Stärke für die Durchsetzung von Einzelinteressen nutzen, so der Experte. Angesichts der Erfolge der kleinen Verbände sei damit der Nachahmungseffekt gegeben.

Schwächung von ver.di & Co

Was aber bedeutet das für die großen Einheitsgewerkschaften? Zunächst einmal: eine Schwächung. Denn natürlich "ist der Druck größer, wenn alle Schlüsselgruppen an einem Strang ziehen", sagt Heiner Dribbusch vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung im Gespräch mit tagesschau.de. Ein "solidarisches Verhalten" wäre, wenn die GDL ihr Gewicht bei den Verhandlungen für alle einsetzen würde, so Dribbusch. Denn, sagt auch Keller, der Arbeitskampf zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern werde bei Alleingängen letztlich nur nach innen verlagert. Ein Budget-Verteilungskampf zwischen den Berufsgruppen entstehe - wie zum Beispiel bei den Ärzten, dem Pflegepersonal oder den Krankenhausangestellten oder derzeit bei den Lokführern und anderem Bahnpersonal.

Auch Gewerkschaftsexperte Hagen Lesch vom arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln sieht "aus gesamtgewerkschaftlicher Sicht" in den Alleingängen "ein Problem". Sollte sich ein "Gewerkschaftswettbewerb" entwickeln, so "ist das nicht heilsam", sagt er im Gespräch mit tagesschau.de. Denn das Prinzip der Einheitsgewerkschaft bedeute auch ein "Plus für sozialen Frieden und soziale Stabilität", so der Experte. Deutlicher wird noch Arbeitsrechtler Picker: "Die Arbeitgeber sind diesen Funktionseliten praktisch hilflos ausgeliefert, weil es sich um Arbeitnehmer handelt, die ein Unternehmen faktisch stilllegen können", sagt er.

Für den Gewerkschaftsexperten Dribbusch jedenfalls steht fest: Langfristig könne eine Aufspaltung der Interessen der Belegschaft "keine Strategie sein". Ob sich die Entwicklung allerdings stoppen lässt, ist offen.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Wilddieb Stuelpner am 16:14:45 Mo. 06.August 2007
Was meint übrigens die ifo-Pfeiffe (Un-)Sinn?

Tagesschau vom 06.08.2007: Ifo-Institut ruft Bahn zu Härte auf - Streiks wären "ökonomisch verheerend (http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID7235698_REF1_NAV_BAB,00.html)

Das Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung hat die Deutsche Bahn AG aufgefordert, im Tarifstreit mit den Lokführern hart zu bleiben. Es wäre ökonomisch verheerend, sollte sich die Gewerkschaft GDL mit ihrer Forderung nach einem eigenen Tarifvertrag durchsetzen, sagte Ifo-Chef Werner Sinn der "Wirtschaftswoche". Anders als Großbritannien habe Deutschland bisher den Vorteil von Branchengewerkschaften, die alle Arbeitnehmer einer Branche gemeinsam vertreten. Nun drohe ein Rückfall hin zu kleinsten Gewerkschaften.

Das sei das Schlimmste, was einem Land auf dem Arbeitsmarkt passieren könne. Denn diese Gewerkschaften neigten zu solch aggressiven Lohnforderungen, dass die wirtschaftlichen Aktivitäten der betroffenen Branchen so sehr abgebremst würden, dass selbst die Gewerkschaftsmitglieder in ihrer Gesamtheit den Schaden hätten.

BDI : Konjunktur-Knacks droht

Auch der Bundesverband der Deutschen Industrie warnte vor den Streik-Folgen: Die Schiene sei ein zentraler Verkehrsträger, der nicht ersetzt werden könne. Komme es zu längeren Streiks, könne dies "zu einem Knacks bei der Konjunktur führen", sagte BDI-Geschäftsführer Carsten Kreklau.

Auch die Bundesregierung sieht den drohenden Streik mit großer Sorge. Wirtschaftsminister Michael Glos warnte in der "Bild am Sonntag": "Kommt es zu Bahn-Streiks, so schadet das der Wirtschaft und dem Ansehen Deutschlands. So macht man sich keine Freunde."

Mehdorn droht mit Schadensersatz

Unterdessen drohte Bahnchef Hartmut Mehdorn der GDL im Falle von rechtswidrigen Streiks mit Schadensersatzklagen. Wenn durch illegale Aktionen der Bahn ein Millionenschaden entsteht, dann wollen wir den ersetzt haben", sagte er dem Magazin "Der Spiegel". "Bereits jetzt gehen uns täglich Einnahmen in Millionenhöhe verloren." Er drohte streikenden Lokführern zudem mit Disziplinarmaßnahmen, sollten sie bei ihren Aktionen die Sicherheit des Bahnbetriebs gefährden: "Wer seinen Zug auf freier Strecke stehen lässt, wie es einige Lokführer bei ihren jüngsten Warnstreiks getan haben, gefährdet alle", sagte Mehdorn. "Wir werden Lokführer, die unverantwortlich handeln, sofort vom Dienst suspendieren."

Schell: Keine Einschüchterung durch die Bahn

GDL-Chef Schell betonte, man lasse sich durch Klagedrohungen der Bahn nicht einschüchtern und wies diese als "völlig unsinnig" zurück. Ein Streik wäre in jedem Fall ein rechtmäßiger Arbeitskampf. Nach dem Ende der Urabstimmung könnten die Protestaktionen ab Mittwoch beginnen. Um einen Streik noch zu verhindern, müsse Mehdorn bis Dienstag ein gutes Angebot machen, das einen separaten Tarifvertrag enthalte, sagte Schell weiter. "Alles andere wirkt nicht".

In dem seit Wochen anhaltenden Tarifstreit bei der Bahn hatte die GDL am Freitag ein neues Angebot abgelehnt, mit dem das Unternehmen in letzter Minute Streiks abwenden wollte. Das Ergebnis der Urabstimmung über Streiks will die Gewerkschaft am Montag mitteilen.

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Ich bin übrigens für einen riesigen Aufschwung-Knacks, nämlich für einen flächendeckenden Generalstreik in ganz Deutschland und Europa, damit alle AN, Gewerkschaften, linke Parteien den Politiker- und Unternehmerlumpen zeigen, wo der Hammer hängt.

Ja die Bahn ist ein zentraler Verkehrsträger in Deutschland und Europa. Bloß gut das Deutschland geographisch nicht als Wladiwostok gilt - gut für die Interessen der AN, weil man sio die gesamte Wirtschaft lahmlegen kann. Und falls die Konzerne die Verkehrsträger wechseln wollen, haben wir dort ordentliche Verstopfungen. Man stelle sich die Schließung der Bundesstraßen und Autobahnen vor, weil sie mit LKW-Flotten voll sind und sich nichts mehr auf Straße und Schiene rühren kann und die Binnenschifffahrt wirkt da ersatzweise wie eine Schildkröte.

Man muß für Streiks und Unruhen dort zuerst sorgen, wo es der Unternehmerbande am ehesten wehtut - im Verkehrswesen, in der Energieversorgung, in der Informationstechnologie und Kommunikation, bei den Sicherheitskräften - die klassische Vorbereitung einer Revolution von unten.

Eben "Proletarier aller Länder vereinigt Euch!"

Laßt doch endlich das Gespenst in Europa rumlaufen, das des Kommunismus.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Kater am 02:33:00 Di. 07.August 2007
Zitat
Die Berufsgruppen bei der Bahn
dpa - Montag, 6. August, 22:59 Uhr

Berlin (dpa) - Jeder Fünfte der insgesamt 229 000 Beschäftigten bei der Deutschen Bahn arbeitet inzwischen im Ausland. Unter den Bahn-Mitarbeitern sind auch noch knapp 40 000 Beamte, da die bundeseigene Aktiengesellschaft Nachfolgerin der westdeutschen Bundesbahn und der DDR-Reichsbahn ist. Eine Auswahl der größten Berufsgruppen:

54 900 Beschäftigte arbeiten bei der weltweiten Spedition Schenker

41 300 Beschäftigte kümmern sich um das 34 000-Kilometer-Gleisnetz

25 700 Beschäftigte arbeiten im Regionalverkehr

22 600 Beschäftigte arbeiten bei der Güterbahn Railion

14 600 Beschäftigte arbeiten im Fernverkehr

4600 Beschäftigte arbeiten bei den Personenbahnhöfen

(Quelle: Deutsche Bahn)

http://de.news.yahoo.com/dpa/20070806/tde-hintergrund-die-berufsgruppen-bei-de-b33f0ce_2.html
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Atheist am 12:50:16 Mi. 08.August 2007
Zitat
Gericht stoppt GDL
Quelle: n-tv (http://n-tv.de/836595.html)

Der Streik würde immense Schäden für die Volkswirtschaft verursachen. Ist das nach dem 30.9. anders?
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Schrubberbude am 15:30:26 Mi. 08.August 2007
Kapital, Politik und Justiz ziehen an einem Strang.
Das sollten "wir" auch lernen, anstatt "uns" das Leben gegenseitig
schwer zumachen.
Ich drücke der GDL die Daumen - wären mal alle Gewerkschaften
so eingestellt.

Gruss aus der Schrubberbude.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Pinnswin am 16:01:22 Fr. 10.August 2007
Streiken - nur noch vor Gericht!

Und auf sämtlichen Sendern Bilder und Sekunden Doku´s von "Betroffenen Streikopfern" die leider nicht rechtzeitig zur Arbeit kommen können.Sieht teilweise ziemlich gestellt aus. Und im Regionalen Hörfunk ein aufgebrachter "Streik-Geschädigter", der sich lautstark über den Streil mokiert.

Dabei ist der "Radio-Krakehler" gar kein Bahnfahrer, wie er freimütig zugibt, sondern hat nur Angst, das sein Ferrari im Zur-Arbeit-Autostau stecken bleibt, weil jeder Pendler heuer ausnahmsweise mal mit dem Auto zum Job kriecht. Wegen den bösen Schienen-Piloten.

Lg - und wann kommt  noch mal die vollautomatische Lok?
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Wilddieb Stuelpner am 18:24:14 Fr. 10.August 2007
Automatische, führerlose Lok

Man ist schon feste dabei ein europäisch einheitliches Zugbeeinflussungs-Sicherungssystem ETCS ( (http://de.wikipedia.org/wiki/European_Train_Control_System)
European Train Control System) bis zur Anwendungsreife voranzutreiben, was am Gleiskörper kabelgebunden eine Abstandsfeststellung zwischen allen fahrenden Zügen ermöglicht, und so kürzere Zugabstandsfolgen, Taktzeiten computergestützt zuläßt.

Die japanischen Bahngesellschaften verfügen bereits über solche Sicherungssysteme.

3sat, Sendung hitec: Logistik der Massen - Tokios Bahnsystem (http://www.3sat.de/hitec/magazin/107142/index.html)

Sollte so was flächendeckend, kontinental und über alle Bahngesellschaften vereinheitlicht werden, dann wird es Züge ohne Lokführer geben und die Streikgefahr entgültig gebannt sein, denn Maschinen streiken nicht, die fallen höchstens nur aus.

Für die LKWs gibt es bereits entsprechende Sicherheitsausrüstungen gegen die Auffahrgefahr, wo LKWS bei einnickenden Fahrern oder bei Unterschreitung von Sicherheitsabständen automatisch bis zum Stillstand abbremsen, aber der Gesetzgeber und die Speditionsbranche stellt sich auf die Hinterbeine, daß die LKW-Hersteller nur noch solch ausgerüsteten, neuen LKWs auf den Markt bringen und die bestehenden LKW-Flotten schrittweise umrüsten. Die Verkehrssicherheit ist den Unternehmern viel zu teuer. Da sind Ihnen die Unfalltoden und niedergewalzten anderen Verkehrsteilnehmer viel billiger.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Wilddieb Stuelpner am 18:30:00 Fr. 10.August 2007
ARD/RBB, Sendung Kontraste vom 09. August 2007: Streikverbot für Lokführer – Tarifeinheit gegen Grundrecht (http://www.rbb-online.de/_/kontraste/beitrag_jsp/key=rbb_beitrag_6265726.html)

Autor: Sascha Adamek, Ulrich Kraetzer und Axel Svehla

Alle Räder stehen still, wenn die GDL es will – so war der Plan. Doch das Arbeitsgericht Nürnberg machte einen Strich durch die Rechnung der Gewerkschafter. Hat die GDL das Recht, als selbständige Gewerkschaft für ihre Interessen, für einen eigenen Tarifvertrag zu kämpfen? Wie verträgt sich das Grundrecht auf Streik mit der vom Bundesarbeitsgericht geforderten Tarifeinheit? Können sich die Arbeitgeber die angenehmen Gewerkschaften rauspicken und die anderen ignorieren? Sascha Adamek, Ulrich Kraetzer und Axel Svehla über einen Streik, der weit mehr ist als ein Arbeitskampf.

Nun sollen es also Kurt Biedenkopf und Heiner Geißler richten. Als Vermittler in dem festgefahrenen Tarif-Streit zwischen der Bahn und den Lokführern. Und solange vermittelt wird, wird auch nicht gestreikt. Das hat die Gewerkschaft der Lokführer versprochen, freiwillig, ohne neues Gerichtsurteil. Trotzdem wartet alles gespannt, auf das morgige Urteil vom Arbeitsgericht in Nürnberg. Die Richter werden entscheiden, ob ein flächendeckender Streik doch noch möglich wäre. Dahinter steckt etwas ganz Grundsätzliches: Es geht um die Tarifeinheit und um das Streikrecht in Deutschland. Sascha Adamek, Ulrich Kraetzer und Axel Svehla berichten.

Berlin, heute früh, 8 Uhr 30. Mitglieder der Gewerkschaft der Lokomotivführer legen den S Bahn Betrieb in der Hauptstadt lahm. In Hamburg kommt es zu ähnlichen Aktionen.

Auch der Lokführer Rainer Grandjean hätte gestreikt. Doch er fährt auf Strecken im Fernverkehr, wo die Bahn Streiks gerichtlich verbieten ließ. Dabei hat auch er genügend Gründe für einen Arbeitskampf. Die letzte Schicht auf dem Autoreisezug liegt gerade hinter ihm.

Rainer Grandjean, Lokführer
„Ich hab mir das abgewöhnt zu solchen Schichten mit dem Auto zu fahren, da man dann nach Schichtende, kommen dann, wie man so sagt, die toten Punkte. Wenn ich dann in der S-Bahn einnicke ist es nicht so schlimm, als wenn mir das im Auto passiert. Man ist einfach, wie man so schön sagt, breit.“

Ein Streik der Gewerkschaft der Lokomotivführer - für den ehrgeizigen Bahnchef Harmut Mehdorn die reinste Horrorvorstellung. Denn Mehrdorn hatte sich Anfang Juli bereits mit der großen Bahngewerkschaft transnet auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Die so genannte Tarifeinheit war hergestellt. Und das geht so.

Im Unternehmen DB vertreten mehrere Gewerkschaften die Interessen ihrer Mitglieder. Die großen Gewerkschaften Transnet und GDBA bilden eine Tarifgemeinschaft und schließen mit der Konzernspitze einen eigenen Tarifvertrag ab. Damit spielt die kleine Gewerkschaft der Lokführer, GDL, keine Rolle mehr.

In einem Betrieb ein Tarifvertrag für alle. Dies vereinfachte zwar bisher die Tarifverhandlungen. Es sicherte dafür aber den Einheitsgewerkschaften das Verhandlungsmonopol. Der Arbeitsrechtler Wolfgang Däubler kritisiert diese Verpflichtung aller Beschäftigten auf die so genannte Tarifeinheit.

Prof. Wolfgang Däubler, Arbeitsrechtler Universität Bremen
„Der Grundsatz der Tarifeinheit ist nirgends rechtlich festgeschrieben. Es gibt ein paar Entscheidungen des Bundesarbeitsgerichts, aber die wissenschaftliche Öffentlichkeit ist sich darüber einig, dass das Bundesarbeitsgericht in Kürze diesen Grundsatz aufgeben wird.“

Der Arbeitsrechtler ist sich sicher: spätestens das Bundesverfassungsgericht würde die Streikverbote der einzelnen Arbeitsgerichte aufheben.

Prof. Wolfgang Däubler, Arbeitsrechtler Universität Bremen
„Die Verfassung, die jeder Gewerkschaft das Recht gibt, Tarifverträge abzuschließen hat so und so Vorrang vor dem Grundsatz der Tarifeinheit. Die Verfassung bedeutet, dass man für Tarifverträge auch streiken darf.“

Aber noch zieht Konzernchef Mehdorn erfolgreich von Gericht zu Gericht – um Streiks zu verhindern. Gestern in Nürnberg untersagte – ganz in seinem Sinne – das Arbeitsgericht vorläufig den geplanten Streik. Diesmal soll ein angeblicher volkswirtschaftlicher Schaden abgewendet werden, das Gespenst eines Konjunktureinbruchs wird beschworen.

Der Gewerkschaft der Lokomotivführer bleibt nach der gerichtlichen Verbotswelle nur ein kleiner Warnstreik bei der S Bahn. Die Lokführer fürchten um ihr garantiertes Streikrecht.

Hans-Jürgen Kernchen, Gewerkschaft der Lokomotivführer
„Wenn das Schule machen würde, dann würde man erstens das Grundgesetz ändern müssen und dann brauchte es auch keine Gewerkschaften mehr geben, denn letztendlich ist es das ultima-ratio-Prinzip einer Gewerkschaft, mittels Streik ihre Forderungen durchzusetzen und da ist es zweitrangig, ob da wirtschaftlicher Schaden entsteht. Wenn dieses nicht wäre, dann wären wir nicht mehr in der Lage unsere Forderungen umzusetzen, dann wären wir nur noch Bittsteller und das ist auch durch das Grundgesetz nicht gewollt, also wird es auch nicht stattfinden in Zukunft.“

Als Bittsteller fühlen sich die Piloten der LTU und Lufthansa schon lange nicht mehr. Die Vereinigung Cockpit schließt eigene Tarifverträge für das fliegende Personal mit ihren Arbeitgebern. Der Grund – sie fühlten von der Großgewerkschaft DAG, heute Ver.di ,nicht mehr vertreten, traten aus und sind seitdem eine eigenständige Berufsvereinigung. Ebenso agiert der Marburger Bund, die Vertretung der Krankenhausärzte. Auch die Krankenhausärzte fühlten sich bei der Gewerkschaft Ver.di nicht mehr aufgehoben.

Armin Ehl, Marburger Bund
„Die Gewerkschaften müssen ein bisschen wieder auf die Arbeitnehmer, die sie vertreten hören, und auch auf kleinere Gruppen hören, die von hoher Bedeutung sind. Das haben die Gewerkschaften nicht gemacht, also in unserem Fall war es so, dass die große Gewerkschaft sehr stark die Ohren auf Durchzug gestellt hatte und auf unsere Argumente überhaupt nicht mehr gehört hat.“

Die Einheitsgewerkschaften haben ein massives Problem. Sie verlieren kampfstarke Berufsgruppen, die früher oder später ihre Interessen in die eigenen Hände nehmen.

Prof. Wolfgang Däubler, Arbeitsrechtler Universität Bremen
„Die großen Gewerkschaften haben in den letzten Jahren, vielleicht abgesehen von der IG Metall, doch erhebliche Probleme gehabt, in Auseinandersetzungen Druck auszuüben. Und sie mussten deshalb auch sehr bescheidene Tarifabschlüsse akzeptieren. Wenn sie rechtzeitig daran gedacht hätten, mit solchen Gruppen sich besser zusammen zu schließen, dann wäre es natürlich auch möglich gewesen, die Gruppe auch dafür zu gewinnen, gewissermaßen die Vorhut spielen und für die anderen, wie das früher die Müllwerker und Straßenbahner gemacht haben, für die anderen die Kastanien aus dem Feuer zu holen. Das ist aber leider versäumt worden.“

Die Bahn hat den Lokführerstreik im Fernverkehr gerichtlich verbieten lassen. Jetzt wird erstmal verhandelt. Doch eins ist klar: die frustrierten Lokführer von heute sind die potentiellen Streikposten von morgen.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Jens-Karsten am 22:27:27 Fr. 10.August 2007
Zitat
Original von ManOfConstantSorrow
"Auf die Deutsche Bahn kommt vermutlich eine unangenehme Tarifrunde zu. Die Lokführer fordern Lohnsteigerungen bis zu 31 Prozent. Auf Arbeitgeberseite spricht man von einer Unverschämtheit. Neuer Ärger droht der Deutschen Bahn (DB) mit ihren Lokführern. Der Grund: Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) fordert in der anstehenden Tarifrunde Lohnerhöhungen von bis zu 31 Prozent. So soll beispielsweise das Einstiegsgehalt von derzeit rund 1900 Euro brutto um 600 auf insgesamt 2500 Euro steigen. Darüber hinaus fordert die GDL Verbesserungen beim Urlaubsgeld und bei den sonstigen jährlichen Zuwendungen..."

http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,473650,00.html

die spinnen doch wohl mit ihren 31% Erhöhung. Viel Leute in verantwortungsvollen Berufen wären froh, wenn sie auch nur annähernd 1900 brutto verdienen würden.
Noch viel schlimmer find ich natürlich, dass die Vorständler sich selbst die Gehälter um über 60% erhöht haben. Das geht natürlich nun mal garnicht....
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: gutholz am 04:48:26 Sa. 11.August 2007
hi all

dummes geschwalle von allen ...........

sie würden es nie vordern wenn wes nicht gerecht wäre!!!!!!

die einfachkeit ist es ..........

gruss und kuss
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Wilddieb Stuelpner am 09:06:44 Sa. 11.August 2007
31% Lohnerhöhung bei Lokführern soll nicht gehen?

Dazu kennen wir deren betrieblichen Arbeits- und Schichtbedingungen nicht, wann sie das letzte Mal eine Lohnerhöhung erhielten, wieviel unbezahlte Überstunden sie jahrelang vor sich herschieben und welche Verantwortung sie tragen, wenn sie so ein 4000- bis 5000-t-Zug am Lokhaken haben.

Sollten Bürger sie mal dazu befragen, werden sicherlich einsehbare Gründe genannt werden, die diese Lohnforderungen verständlich machen.

Eins aber hast Du bereits selbst erkannt:

Ein unterschiedlich hohes Wachstumstempo in den Arbeitsverdiensten zwischen Geschäftsleitung und Belegschaft geht grundsätzlich nicht. 30% von 2.000 Euro sind im Absolutbetrag 600 Euro und 30% von 2.000.000 Euro sind 600.000 Euro. Das Mindeste, um Ruhe im Unternehmen zu bekommen, ist eine objektive, sachliche Beweisführung im Vergleich des Kosten-Nutzen-Verhältnisses, wer mit seiner Arbeit in welcher Zeit wieviel Umsatz und/oder Gewinn einfährt und welcher Arbeitsbelastung er ausgesetzt wird. Ich kann mir vorstellen, daß ein Herr Mehdorn beim Geschäftsessen oder Firmenbankett mit Seinesgleichen weniger Stress hat als ein Lokführer mit so einer beschriebenen Last im Nacken bei Einhaltung des Fahrplans und das im länderübergreifenden Verkehr mit einer Systemlok. In jedem Land hat er andere Vorschriften zu beherrschen, weil wir in dieser Hinsicht noch lange kein vereintes Europa sind.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Wilddieb Stuelpner am 09:25:54 Sa. 11.August 2007
Nun, Herr Mehdorn sinnt auf internationale Betriebsniederlassungen der DB weltweit, um der Konkurrenz Marktanteile im Verdrängungswettbewerb abzujagen und hinterher versucht er mit dieser Leuchtturmtaktik in der Fläche zu wachsen und ist damit nicht zum ersten Mal auf die grosse Fresse gefallen wie z.B. im Amerikageschäft. Was interessiert ihm da das Wohlergehen seiner deutschen Mannschaft. Die müssen nach seinem Willen am besten Leibeigene ohne AN-Rechte werden, die für einen Appel und Ei seine Schatullen zu füllen haben. Er sieht keinen Menschen, sondern in den Lohnerhöhungen die Belegschaft nur als absenkbaren Kostenfaktor und Bilanzposten.

Ihm sind auch die Kunden aus der ländlichen Fläche als Zubringerbereich für die Hauptstrecken scheißegal. Deshalb läßt er auch Nebenstrecken wie seine Vorgänger vergammeln, verlottern und schließen, weil die ländliche, reisende Bevölkerung in seinen Augen nicht das passende Kundenklientel darstellt, das ordentlich Knete einspielt. Er hat auf den Prestigeobjekten seiner Hochgeschwindigkeitstrassen den Geldadel und die betuchten Geschäftsreisenden im Blick.

Und man muß die Arbeitseinstellung solcher Geschäftsleute mal sehen. Sie machen Karriere durch Vitamin B, durch Kenntnis und Erpressung von Schweinereien ihrer Leute in der Führungsmannschaft und haben sich in ihrer Berufsentwicklung in diesem Unternehmen nicht von der Pike auf als Lehrling in den Chefsessel ehrlich hochgearbeit, sondern werden aus fremden Branchen kommend in den Chefsessel gehievt. Wie soll da Mehdorn wie seine übrigen Vorgänger Achtung von der Belegschaft erhalten. Man begegnet sich als ungleiche Verhandlungspartner, die Anteile am Firmenerfolg wie an einer Torte abschneiden wollen und wie die Erfahrung lehrt, schneidet die Geschäftsleitung wie in jeder anderen Firma auch, ohne zu fragen, leider an dieser Torte weiter ab, auch wenn es in die Miesen geht.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Troll am 09:58:31 Sa. 11.August 2007
Zitat
Original von Jens-Karsten
die spinnen doch wohl mit ihren 31% Erhöhung. Viel Leute in verantwortungsvollen Berufen wären froh, wenn sie auch nur annähernd 1900 brutto verdienen würden.

Jens-Karsten, es ist für Lohnverhandlungen immer schlecht wenn man sich an schlechter verdienenden orientiert, da kommt nämlich der Reallohnverlust der letzten Jahre her. Die Vorständler, über die du dich auch empörst, legen die Solidarität an den Tag den ich mir unter uns wünschen würde, da kommt keiner auf die Idee den Vorstand einer anderen Firma für eine 60-prozentige Gehaltserhöhung einen Spinner zu nennen, denn er weiß, morgen ist er mit den 60 Prozent dran. In weiten Teilen ist es der Wirtschaft und Politik gelungen uns zu entsolidarisieren, sie haben geschafft daß, du bist ein Beispiel dafür, wir uns immer an schlechteren Zuständen orientieren sollen, so haben sie es für uns vorgesehen und die Menschen sind dumm genug dies zu glauben und auch noch zu verinnerlichen.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Galenit am 13:47:03 Sa. 11.August 2007
Zitat
Original von Jens-Karsten
die spinnen doch wohl mit ihren 31% Erhöhung. Viel Leute in verantwortungsvollen Berufen wären froh, wenn sie auch nur annähernd 1900 brutto verdienen würden.
Noch viel schlimmer find ich natürlich, dass die Vorständler sich selbst die Gehälter um über 60% erhöht haben. Das geht natürlich nun mal garnicht....


Wieso regst Du Dich auf?
Die GDL verlangt knapp 50% von dem was sich die Vorstände gegönnt haben.

Die GDL verlangt eine annäherung an den EU Durchschnitt, in der Schweiz und in vielen EU-Länder bekomme Zugführer etwa 2500 Euro, sie bekommen 1500 und wollen nun 2000 bekommen. Ist das wirklich zuviel für jemand der mal ebend ein paar hundert bis tausend Leute auf einen Schlag auslöschen könnte? Von den zig Millionen Materialwerten mal ganz abgesehen ...

Und wenn Du meinst das Du 1900 verdiehen solltest, wieso streikst Du dann nicht mit Dir gleichgesinnten?

Die neoliberale Gehirnwäsche zeigt immer mehr Wirkung.  X(
Nun beschweren sich die Ausgebeuteten schon, wenn andere Ausgebeutete gegen die Ausbeutung kämpfen.  8o3
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: geschfreak am 14:10:18 Sa. 11.August 2007
Zitat
Original von Jens-Karsten

die spinnen doch wohl mit ihren 31% Erhöhung. Viel Leute in verantwortungsvollen Berufen wären froh, wenn sie auch nur annähernd 1900 brutto verdienen würden.
Noch viel schlimmer find ich natürlich, dass die Vorständler sich selbst die Gehälter um über 60% erhöht haben. Das geht natürlich nun mal garnicht....

Ich bin auf der Seite der Lokführer und der GDL!! Solange sich Mehdorn und Co. unverhohlen um 60 % ihre Gehälter anheben, ist es auch vollkommen gerechfertigt, daß die Lokführer erheblich mehr verdienen im Monat. Du darfst nicht vergessen, daß die Lokführer tagtäglich die Verantwortung für viele Fahrgäste haben!
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: AndreasLung am 11:51:01 Mo. 13.August 2007
Hm. Also Verantwortung trägt jeder Eisenbahner.

Der Fahrdienstleiter auf dem Stellwerk, ohne den der Lokführer gar nicht abfahren kann, hat meiner Ansicht nach eine gleichgroße - wenn nicht größere - Verantwortung.

Das sollte bei der Diskussion auch mal bedacht werden.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Troll am 15:16:14 Mo. 13.August 2007
Zitat
Original von AndreasLung
Hm. Also Verantwortung trägt jeder Eisenbahner.

Der Fahrdienstleiter auf dem Stellwerk, ohne den der Lokführer gar nicht abfahren kann, hat meiner Ansicht nach eine gleichgroße - wenn nicht größere - Verantwortung.

Das sollte bei der Diskussion auch mal bedacht werden.

Nocheinmal, wenn andere "verantwortungsvolle" Arbeiten schlecht bezahlt werden kann das doch keine Grundlage für die Verhandlung der Lokführer sein. Klar wäre es besser wenn alle Mitarbeiter von einer starken Gewerkschaft vertreten wären, da dies aber nicht der Fall ist sollten die schlechter bezahlten ihrer Gewerkschaft in den Hintern treten und nicht der GDL.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: AndreasLung am 15:21:55 Mo. 13.August 2007
Doch muss man. Denn die GDL hat die Kollegen, die kein Fahrpersonal sind, und bei ihnen Mitglied ist, schlichtweg in den Forderungen vergessen.

Dazu kommt ja auch noch, dass die GDL bei Konkurrenten der Bahn Lohnabschlüsse getätigt hat, die Steigerungen von 2-3 % vorsehen. So gefährdet sie Arbeitsplätze bei ihrer eigenen Klientel.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Troll am 15:35:08 Mo. 13.August 2007
Ok, da hast Du recht, dafür gehört ihnen auch in den Arsch getreten, so völlig gegensätzliche Tarifabschlüsse scheint mehr und mehr ein Problem aller Gewerkschaften zu sein, es macht sie unglaubwürdig.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Wilddieb Stuelpner am 01:36:13 Do. 16.August 2007
3sat, Do, den 16.08.2007, 22:45 Uhr

The Navigators - Geschichten von den Gleisen
Sozialdrama, D,GB,E 2001

Der Film erzählt die Geschichte einer Gruppe britischer Eisenbahner, die in einem Depot in Sheffield arbeiten. Paul, Mick, Jim, Len und Gerry sind nicht nur seit Jahren Kollegen, sondern auch enge Freunde. Als das Staatsunternehmen privatisiert wird, ist das für die aufeinander eingespielten Arbeiter zunächst eher ein Anlass, Witze zu reissen über die neue Unternehmensphilosophie, über unsinnige Anordnungen und ihren unbeholfenen Vorgesetzten. Doch dann erleben sie, wie Zug um Zug ihr altes Gefüge zerreisst. Frühere Kollegen gehören jetzt zur Konkurrenz, die Gewerkschaftsvertreter haben nichts mehr zu sagen, alte Vereinbarungen mit der Firmenleitung gelten nicht mehr. Flexibilität ist nun gefordert. Mick und Paul heuern bei einer Zeitarbeitsfirma an. Sie werden zwar besser bezahlt, müssen aber erfahren, dass es weder Urlaubs- noch Krankengeld gibt und sie die Arbeitskleidung selbst stellen müssen. Noch schwerer wiegt, dass sich die Firma über geltende Sicherheitsvorschriften hinwegsetzt. Das birgt ein grosses Risiko für die gefährlichen Arbeiten an den Gleisen. Als es tatsächlich zu einem schweren Unfall kommt, müssen sich Paul, Mick und John entscheiden, auf wessen Seite sie stehen.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Wilddieb Stuelpner am 09:09:40 Do. 23.August 2007
I. Branchen > Dienstleistungen: Transportwesen > Bahn > Gewerkschaften/Tarifkonflikt > Tarifverhandlungen der Gewerkschaft Deutscher Lockführer - GDL – 2007

a) Ergebnis der Urabstimmung bei der GDL

„Die Mitglieder der Lokführergewerkschaft GDL haben für einen Streik gestimmt. Bei der am Morgen begonnenen Auszählung der Urabstimmung zeichne sich eine klare Mehrheit der Stimmen für einen Streik ab, sagte ein GDL-Sprecher. Die erforderliche Marke von 75 Prozent sei "locker übersprungen" worden. Der Rücklauf der rund 12.000 angeschriebenen Mitglieder sei "sehr hoch" gewesen. Daher dauere die Auszahlung länger als geplant. Die Gewerkschaft wollte das Ergebnis der Abstimmung, die einen unbefristeten Arbeitskampf ermöglicht, laut Sprecher daher erst gegen
13.15 Uhr statt wie zunächst geplant um 12.30 Uhr bekanntgeben.“

So die afp-Meldung von 6.8.07 – daher folgen Details erst morgen…

b) »Es geht um das Streikrecht«

Auch DGB-Gewerkschafter haben allen Grund, den Tarifkampf der GDL zu unterstützen. Ein Interview von Rainer Balcerowiak mit Thomas Trüten, Mitglied der IG-Metall-Vertrauensleutekörperleitung bei der Festo AG&Co KG in Esslingen und Mit Initiator des Solidaritätsaufrufs für die GDL, in der jungen Welt vom 06.08.2007, dokumentiert auf der Seite von Thomas Trüten http://www.trueten.de/archives/2825-Es-geht-um-das-Streikrecht.html

c) Einsatz statt »Einheit«

„Transnet-Spitze sorgt sich um Börsengang der Bahn. GDL muß für das Fahrpersonal die Kohlen aus dem Feuer holen. Noch ist nicht endgültig entschieden, ob es in den nächsten Tagen zu einem flächendeckenden Streik des Fahrpersonals bei der Deutschen Bahn AG kommt. Zwar gilt als sicher, daß die Urabstimmung der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), das Ergebnis soll heute bekanntgegeben werden, große Zustimmung für einen Arbeitskampf belegen wird. Die Bahn jedoch wird bis zur letzten Sekunde versuchen, einen Streik auf dem Gerichtsweg zu verhindern oder wenigstens zu verzögern…“

Artikel von Rainer Balcerowiak in der jungen Welt vom 06.08.2007
http://www.jungewelt.de/2007/08-06/046.php

Siehe dazu: Transnet : „Votum für Solidarität“ gestartet - Antwort auf eine Urabstimmung

„TRANSNET hat in den Betrieben der DB AG das „Votum für Solidarität“ gestartet. Mit einer Unterschriftenaktion unterstreichen die Beschäftigten damit ihren Willen nach einem einheitlichen Tarifvertrag.

Die Gewerkschaft sieht die Aktion bewusst als Antwort auf eine zurzeit laufende Urabstimmung…“

Pressemitteilung von Transnet vom 03.08.2007
http://www.transnet.org/Presse/Pressemitteilungen/07-08-03_Votum
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Wilddieb Stuelpner am 09:11:58 Do. 23.August 2007
IV. Branchen > Dienstleistungen: Transportwesen > Bahn: Privatisierung:
Kompromiss zur Bahnprivatisierung

a) Die Fahrplanretter: Mail-Aktion an Verkehrsminister der Länder: Stoppen Sie die Bahnplünderung!

„Die Bundesregierung will die Deutsche Bahn für einen Schleuderpreis verramschen und auf Mitspracherechte verzichten. Es drohen Streckenstillegungen, ausgedünnte Fahrpläne und höhere Fahrpreise.Der Bundesrat kann das Gesetz noch stoppen. Senden Sie eine Protestmail an den Verkehrsminister aus Ihrem Bundesland!“

Eine Aktion von Campact e.V.- Kampagnen für eine lebendige Demokratie
http://www.fahrplanretter.de/bahn/home

b) Ganz oder gar nicht

„Seit die einstige Bundesbahn 1994 zur Bahn AG in Staatsbesitz mutierte, war damit nicht nur die formale Voraussetzung für eine Privatisierung geschaffen. Man orientierte sich zugleich radikal um: weg von der flächendeckenden Versorgungsleistung einer öffentlichen Infrastruktur, hin zur Profitmaximierung eines rein marktbezogenen "Mobilitätsunternehmens".
Das war politisch gewollt und geschah im Sog der neoliberalen Ökonomisierung aller Lebensbereiche. "Aus der Eisenbahn wird ein Global Player", so die Selbstbezichtigung in einer Werbekampagne…“

Artikel von Robert Kurz in der Freitag vom 03.08.2007
http://www.freitag.de/2007/31/07310101.php

c) Kundenmitteilung: Bahnhofdurchsage

„Liebe Bahnkunden, wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass die Deutsche Bundesbahn endlich aus dem Zwangsjoch des Staates befreit worden ist. Nach dem Börsengang der Bundesbahn ergeben sich folgende geringfügige Reiseänderungen für Sie:

1. Das Kursbuch und alle örtlichen Abfahrts- und Ankunftszeiten erfahren Sie künftig direkt von unserem Auskunftsbüro an der Frankfurter Börse, sofern Sie Anteilseigner sind.
2. Die Privatisierung der Deutschen Bundesbahn erfolgt ebenso schonend wie die der Deutschen Post. Bitte stellen Sie sich deshalb darauf ein, dass in Zukunft nicht nur Postsendungen, sondern auch Züge nicht mehr ankommen.
3. Nach der Privatisierung des Schienennetzes ist - ebenso wie in Großbritannien - spätestens nach einer mittleren Verfallszeit von fünf Jahren mit schweren Zugunglücken zu rechnen. Wir fordern Sie darum aus Sicherheitsgründen auf: Fahren Sie nicht mit verunglückenden Zügen.
4. Allerdings können die Angehörigen künftig unter Nutzung einer neu eingerichteten Service-Abteilung nachfragen, welche Firma das entsprechende Schienenstück vergessen oder nicht ausgetauscht hat.“

Die Redaktion des LabourNet grüßt Werner Lutz und seinen Deutschen Einheit(z)-Textdienst, und wünscht allseits gute Fahrt
http://www.einheiztext.de/
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 21:14:15 Sa. 25.August 2007
Seit Amtsantritt von Bahnchef Helmut Mehdorn 1999 haben sich die Bezüge des Bahnvorstandes verfünffacht. 1999 gönnte sich der Vorstand noch bescheidene 3,5 Millionen Euro, inzwischen stieg die Summe auf 20,1 Millionen Euro. Allein 2006 genehmigte sich der Vorstand eine Steigerung um 60 Prozent. Vor diesem Hintergrund ist die Kritik an der 31-Prozent-Forderung der Lokführer noch dreister.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Wilddieb Stuelpner am 00:09:06 So. 26.August 2007
Der feine Unterschied zwischen Vorstand und Lokführer ist, der Vorstand dünkt sich als Elite-Leistungsträger und sieht sich von seiner geringen Anzahl als sehr bescheiden. Und wohlweislich verschweigt man deren honorigen Ruhestandsansprüche. Und wenn man das mal an die große Glocke hängt. Die Bahnchefs in den USA sind noch anspruchsvoller, wo die deutschen Herren wie Waisenknaben aussehen. So sieht Vorbildwirkung aus.

Lokführer machen die Masse im Unternehmen aus und wenn da jeder die 31% verlangt, dann kommt eine gewaltige Lohnsumme zusammen. Das nennt man dann unverschämt und bringt den Bahnkonzern schnell an den Bettelstab.

So einfach machen sich das die Konzernherren. Und sowas, was die Lokführer wollen darf man einfach nicht zulassen.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: alfred am 16:07:27 Do. 20.September 2007
Zitat
Alle Vermittlungsversuche bei den Bahn-Tarifverhandlungen sind gescheitert, die Diskussionen endeten in einer Sackgasse: Die Gewerkschaften Transnet und GDBA haben die Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer aufgekündigt.
link (http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,506938,00.html)

'Laut Hommel ist der Betriebsfrieden bei der Bahn schon deshalb "nachhaltig gestört", weil Kollegen, die Jahrzehnte zusammen gearbeitet haben, angesichts der hohen Entgeltforderungen der GDL "jetzt gegeneinander arbeiten". (Auszug)' - das ist eben auch das Hauptproblem, welches mich extrem anstinkt. Die "Ausgebeuteten" zersetzten sich selbst - Scheiße!
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Wilddieb Stuelpner am 12:08:38 Fr. 21.September 2007
ARD/RBB, Sendung "Kontraste" vom 20.09.2007, 21:45 Uhr: Die Deutsche Bahn – kein glaubwürdiger Verhandlungspartner? (http://www.rbb-online.de/_/kontraste/beitrag_jsp/key=rbb_beitrag_6448369.html)

Autor: Ursel Sieber und Axel Svehla

Die Deutsche Bahn veröffentlicht jährlich einen Bericht, in dem sie den Zustand ihres Schienennetzes dokumentiert. Alles prima – so die Zusammenfassung des letzten Berichts. Nur 35 „Langsamfahrstellen“ gebe es beispielsweise in Berlin-Brandenburg. Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg gab jedoch selbst ein Gutachten in Auftrag – und fand heraus: An weit über 600 Stellen mussten die Loks ihre Geschwindigkeit drosseln. Nun sind auch andere Verkehrsverbunde stutzig geworden und überprüfen, wie es um Schwelle und Schiene in ihrem Bereich steht. Ursel Sieber und Axel Svehla forschen mit.

Die Bahn soll an die Börse – das will Hartmut Mehdorn, das will der Bundesverkehrsminister, nur die Bundesländer wollen nicht so recht. Sie befürchten, dass die Regionalstrecken dann noch mehr vernachlässigt werden. Eine Entwicklung, die längst im Gange ist. Die Bahn lässt ihr Schienennetz verkommen. Die Folge: Besonders im Regionalverkehr geht’s häufig nur im Schneckentempo voran. Doch in den Erfolgsberichten der Deutschen Bahn kommt das kaum vor. Und das hat offenbar Methode. Schönrechnen für die schöne, neue Börsenwelt. Ursel Sieber und Axel Svehla haben herausgefunden, wie da getrickst wird.

Moderne ICEs. Züge in idyllischer Landschaft. Glitzernde Bahnhöfe. Schöne neue Bahnwelt.

Seit sieben Jahren macht Bahnchef Mehdorn die Bahn fit für die Privatisierung. Jetzt ist er endlich am Ziel: Der Bundestag soll seine Pläne absegnen.

Schöne neue Bahnwelt? Für viele heißt das nur noch: Trostlose Bahnhöfe, marode Gleise, Tempo 30 auf den Schienen. Die Bahn soll an die Börse und spart bei der Instandhaltung. Das Schiennetz, vom Steuerzahler mit Milliarden finanziert: Es verkommt.

Damit haben auch die Lokführer privater Anbieter zu kämpfen, wie Oliver Handke. Er fährt von Hagen nach Essen – eigentlich mit 140. Plötzlich bremst er ab - gezwungenermaßen. Der Streckenabschnitt ist schadhaft, kann nicht mit der vorgesehenen Geschwindigkeit befahren werden: Eine Langsamfahrstelle.

Lokführer
„Die Langsamfahrstellen nehmen halt zu, weil meiner Meinung nach die Instandhaltung oder die Wartung der Strecken nicht so durchgeführt wird wie es eigentlich sein sollte.“

In Essen angekommen, erfahren wir von seinem Chef: Langsamfahrstellen passten früher in ein dünnes Heftchen.
.
Betriebsleiter
„Ich kann das gerne noch mal an diesen beiden Büchern zeigen. Ich hab hier mal zwei Zusammenfassungen mitgebracht, eine aus dem Jahr 2000, die andere aus dem Jahr 2007, und wenn ich mir mal die alte anschaue, von vor sieben Jahren, dann kamen wir mit insgesamt 73 Seiten aus, Langsamfahrstellen darzustellen. Und wenn ich mir heute das anschaue, aus dem Jahre 2007, September, sehr aktuell, dann sage ich Ihnen halt, die Zusammenfassung dieser Langsamfahrstellen ist auch 186 Seiten dargestellt, also mehr als doppelt so stark.“

Laut Deutsche Bahn ist das Netz in gutem Zustand – das behauptet sie in ihrem aktuellen Netzzustandsbericht. Von Verbesserungen im Netz ist darin die Rede ist, von guter, Qualität. Auf Grundlage dieses Berichts sollen die Abgeordneten im Bundestag die Privatisierung der Deutschen Bahn beschließen. Und zwar mit dem gesamten Schienennetz.

Was hinter dem Märchen vom intakten Schienennetz wirklich steht – KONTRASTE wollte es herausfinden. Wir fahren mit dem privat betriebenen Vogtlandexpress von Berlin nach Riesa in Sachsen. Hier scheint alles in Ordnung: Laut Deutsche Bahn existieren hier keine Langsamfahrstellen.

Wir merken bald: Das stimmt nicht. Denn auch hier heißt es ständig abbremsen, sogar bis auf Tempo 50. Es gibt sie also auch hier, die Langsamfahrstellen. Verursacht durch ein marodes Netz. Und zwar nicht nur eine, sondern viele, wie uns der Lokführer erklärt.

Lokführer
„Vier, fünf, hier von 120 auf 50 runterbremsen. Also rund zehn Stellen haben wir allein bis wir auf die Hauptstrecke Dresden-Leipzig kommen.“

All diese Langsamfahrstellen sind offiziell gar keine. In der Statistik der DB tauchen sie nicht auf. Die DB hat sich einen Trick einfallen lassen. Sie hat diese Langsamfahrstellen nicht repariert, sondern einfach in den Fahrplan aufgenommen, das heißt: die durch das marode Netz entstandene, längere Fahrzeit wird als normale Reisezeit ausgegeben. Schönfärberei.

Hans-Werner Franz, Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg
„Das meinen wir ist Trickserei. DB Netz sagt, alles, was länger eine Langsamfahrstelle ist als nach dem letzten Fahrplanwechsel ist für DB Netz keine Langsamfahrstelle. Das heißt, wenn der Schaden nicht beseitigt ist, und es kommt der nächste Fahrplan, denn jedes Jahr haben wir ja Fahrplanwechsel, dann sagt Netz: Jetzt ist das eine reguläre Fahrstelle und keine Langsamfahrstelle mehr. Das kann einfach nicht sein.“

Hans-Werner Franz ist Chef des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg. Er managt den Regionalverkehr. Weil er den Angaben der Bahn-Tochter DB Netz nicht mehr traut, hat er jetzt das gesamte Streckennetz selbst prüfen lassen.

Das Ergebnis: Laut DB Netz gibt es in Berlin-Brandenburg 35 Langsamfahrstellen. Laut Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg sind es 662. Diese eklatante Differenz erklärt die Deutsche Bahn gegenüber KONTRASTE so: die meisten Langsamfahrstellen seien lediglich „bauartbedingt“.

Zurück in unseren Zug nach Sachsen. Da erfahren wir von einem weiteren Trick: Diesmal geht es um den Bremsweg.

Lokführer
„Hier müssen wir aus einer Geschwindigkeit mit 140 km/h abbremsen auf 50 km/h, weil eine Brücke schadhaft ist im Netz und die dürfen wir nur mit 50 km/h befahren.“

Jeder Zug hat grundsätzlich einen langen Bremsweg, erst recht, wenn er an eine Langsamfahrstelle heranfährt - das ist im Ruhrgebiet auch nicht anders.

Lokführer
„Durch Langsamfahrstellen muss ich natürlich früh genug auf die Geschwindigkeit herunterregeln, früh genug natürlich. Das kostet Zeit.“

Das weiß eigentlich jeder. Doch die Deutsche Bahn spart in ihren Berechnungen im Netzzustandsbericht die Bremswege und die Dauer der Beschleunigung aus. Sie tut so, als könnten Züge mit 120 an die Langsamfahrstelle heranrasen, sofort auf 40 runterbremsen und sogleich mit 120 weiterfahren. Technischer Unsinn.

Hans-Werner Franz, Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg
„Das ist natürlich das, was uns sehr ärgert, dass weil da mit Zahlen operiert wird, die nicht sauber sind, die nicht nachvollzogen werden können und dass deshalb die Abgeordneten auf einer falschen Grundlage bewogen werden, dem Gesetz zuzustimmen.“

Wenn Bahnchef Mehdorn sich mit seinen Plänen durchsetzt und die Abgeordneten grünes Licht für die Privatisierung auch des Netzes geben – dann sieht die Zukunft des Regionalverkehrs so aus: Vergammelt, vergessen und verkauft.

Keine schöne Zukunftsvision!

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Es ist dieselbe Wirkung wie bei den monopolisierten Energiekonzernen, die Eigentümer der energieerzeugenden und energietransportierenden Betriebe sind. Sie kassierenen staatliche Subventionen und Investmittel in Milliardenhöhe vom Steuerzahler und setzen diese zweckentfremdet ein. Sie lassen die Wege des Energietransports vergammeln und verhindern ein kontinentales Stromverbundsystem.

z.B. 3sat, Sendung "hitec": Energie sinnvoll verteilen und Geld sparen - Der große Blackout (http://www.3sat.de/hitec/magazin/109565/index.html)

darunter zum kontinentalem Stromverbundsystem:

Norwegen könnte die Batterie Europas werden (http://www.3sat.de/hitec/magazin/109559/index.html)

Gleichstrom verbindet den Kontinent (http://www.3sat.de/hitec/magazin/109561/index.html)

3sat, Sendung "hitec": Wie bei der Industrie Energie gespart wird - Die ersparte Zukunft (?) (http://www.3sat.de/hitec/magazin/106837/index.html)

Und bei der Bahn hat die Privatisierung von Verkehsmitteln und Schienenwegen die gleiche verheerende Wirkung. Betriebswirtschaftliche Profitziele, Börsenkurse und Dividentenausschüttungen weniger gehen vor volkswirtschaftliche Vorteile, die die europäischen Völker insgesamt erzielen könnten.

Deshalb bin ich für Verstaatlichung der Betriebe und gnadenlose Enteignung privatwirtschaftlicher Schacherer. Ein europäisches Strom- und Verkehrsverbundsystem würde zur kostensenkenden Standardisierung, zur Anwendung von Baukastensystemen zwingen und von privatwirtschaftlichen Insellösungen endlich abrücken, so wie wir es beispielhaft in dem Unfug in den Nebeneinander sinnloser Fernseh-, Video- und DVD-Technologien erlebten. Der Dumme war und bleibt der verbrauchende Kunde bei Privatisierungen.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Kuddel am 21:10:28 Mo. 24.September 2007
Zitat
Die Deutsche Bahn plant, voraussichtlich Ende dieses Jahres die Preise für Zugfahrten im Nah- und Fernverkehr um 2,9 Prozent zu erhöhen.
http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E49E8539F5CE44A27ACC4CFDC7D64BA76~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Gammelfleisch am 00:43:28 Di. 25.September 2007
Grundlegend bleibt festzuhalten,das die Bahn in den Zustand vor 1994 zurückversetzt werden muss,was Angestellte,Namen,Streckengröße betrifft.
Die Bahn darf nicht einem Renditedruck unterworfen werden.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: flipper am 05:29:45 Di. 25.September 2007
bahn is luxus für bürgerliche. geschäftsreisende nehmen die billigflieger. arbeiter+angestellte das auto wenn mehdorn die nebenstrecken und bahnbusse in industriegebiete weiter zusammenspart. und wir nehmen http://www.mitfahrgelenheit.de oder so.

die bahn ist in 5 jahren pleite oder unbezahlbar. mehdorn super!
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Arbeiterklasse am 12:35:15 Mi. 26.September 2007
1 Platzreservierung zukünftig 4 Euro, entspricht 8 Mark BRD, entspricht 16 Mark DDR
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Wilddieb Stuelpner am 12:16:01 Di. 02.Oktober 2007
Ist das Vertreten berufsbedingten Standesdünkels im Aufrechterhalten und Erkämpfen von AN-Rechten wie bei den Lolführern oder den Ärzten der richtige Weg oder spaltet er die Belegschaften?

Ich meine, es ist grundsätzlich der falsche Weg, wenn ein Sektierertum wie bei den Lokführern und Ärzten in den Berufsgruppen gepflegt und verhätschelt wird. Das hat nichts mit einer Vorreiterrolle zu tun, denn wir sehen ja, daß der Rest der Belegschaften nicht mit eigenen sozialen Forderungen nachkommt. So was ist die Förderung von Stehkragenproletariern, die sich als was Besseres dünken als der gewöhnliche Arbeitsmann. Das ist eigentlich die Taktik von Politikern der Unternehmerparteien, die Belegschaften zu spalten, indem man der einen Bevölkerungs- und Berufsgruppe ohne stichhaltiger Begründung von erbrachten Leistungsmerkmalen und sozialen Notwendigkeiten jenem mehr als dem anderen gibt. So spaltet und teilt man Belegschaften und verhindert einheitliches, abgestimmtes und solidarisches Verhalten in e i n e r Belegschaft oder zwischen Belegschaften der gleichen Branche oder zwischen den Belegschaften verschiedener Wirtschaftszweige.

Das war die Sektierer- und Spalterpolitik von "Zuckerbrot und Peitsche" eines Otto von Bismarcks

Es ist der falsche Weg, wenn er von Unternehmern gefördert wird und erst recht, wenn er von Gewerkschaftsfunktionären gefordert und umgesetzt wird.

Nicht umsonst sollte man sich an die Spaltung der Arbeiterbewegung vor 1933 erinnern und an das Solidaritätslied (http://ingeb.org/Lieder/aufihrvo.html) von Bertold Brecht.

Der Arbeiterführer Ernst Thälmann sagte es schon einmal richtig: Einzelne Finger kann man brechen, eine geschlossene Faust nicht!

Ich finde diese aktuelle Ansicht und das aktuelle Verhalten von ver.di richtig und daß der Betriebsprofit auf alle und nicht allein auf die Unternehmer, Manager und Aktionäre verteilt wird und zwar so, ohne daß man sich noch extra um Unternehmen mit eigenen Einlagen beteiligen muß, so wie es die CDU/CSU will.

Nachrichten: MDR aktuell vom 01.10.2007: Thema: Profit für alle (http://www.mdr.de/mdr-aktuell/thema/4884182.html)

mit Videopodcast

Zitat
"Ver.di, der dbb und die GEW sowie die GdP teilen nun die Auffassung, in dem anstehenden Tarifstreit lieber gemeinsam gewinnen zu wollen als das Risko einzugehen, getrennt zu verlieren."

Frank Bsirske, ver.di-Bundesvorsitzender auf dem Bundeskongress in Leipzig
Heftige Kritik an Leiharbeitsbranche

Beim Thema Leiharbeit kritisierte Bsirske die zunehmende Arbeitnehmerüberlassung. Leihkräfte müssten genauso bezahlt werden wie die Stammbelegschaft. Außerdem sollten Anteil und Einsatzdauer von Leiharbeitern begrenzt werden.

Immer weniger Mitglieder und tarifgebundene Firmen

Neben Lohnerhöhungen, Mindestlöhnen und Leiharbeit muss sich die Dienstleistungsgewerkschaft aber auch mit dem Schwund in ihren eigenen Reihen beschäftigen. Seit ihrer Gründung im Jahre 2001 hat die Gewerkschaft rund 465.000 Mitglieder verloren. Mit 2,2 Millionen Mitgliedern ist sie hinter der IG Metall die zweitgrößte Gewerkschaft in Deutschland. Ein weiteres Problem nicht nur für ver.di ist zudem, dass immer mehr Unternehmen keiner Tarifbindung unterliegen. Dies betrifft nach ver.di-Angaben rund die Hälfte aller Betriebe in den alten Bundesländern und drei Viertel der Firmen in Ostdeutschland.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: flipper am 04:00:33 Mi. 03.Oktober 2007
Zitat
Original von joachimkuehnel
Ist das Vertreten berufsbedingten Standesdünkels im Aufrechterhalten und Erkämpfen von AN-Rechten wie bei den Lolführern oder den Ärzten der richtige Weg oder spaltet er die Belegschaften?

Ich meine, es ist grundsätzlich der falsche Weg, wenn ein Sektierertum wie bei den Lokführern und Ärzten in den Berufsgruppen gepflegt und verhätschelt wird. Das hat nichts mit einer Vorreiterrolle zu tun, denn wir sehen ja, daß der Rest der Belegschaften nicht mit eigenen sozialen Forderungen nachkommt.

wer weiss. vielleicht langen transnet/GDBA nächstesmal mit der begründung doch richtig zu?
ich fühl zwar genauso wie du, aber der GDL jetzt in den rücken zu fallen gäbe ein schlechtes bild ab.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: alfred am 11:42:51 Sa. 06.Oktober 2007
?( Was soll dieses Schmierentheater? Die GdL ruft nach der Kanzlerin! Und dann? Reicht es nicht, dass beide Seiten unaufhörlich die Arbeitsgerichte anrufen - jetzt soll sich auch noch die Politik einmischen? Warum lässt Manfred Schell nicht einfach streiken, wenn er denn etwas erreichen will? Affenzirkus!!!  ?(
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: alfred am 11:06:43 Fr. 12.Oktober 2007
Endlich mal ein richtiger Streiktag!
Zitat
Auch im Regionalverkehr fielen zahlreiche Züge aus. Die Bahn spricht von bis zu 50 Prozent - auch wenn sich die Situation je nach Gebiet sehr unterschiedlich darstellt. In Gebieten, in denen die Lokführer stark organisiert sind, scheint die Situation aber noch gravierender. In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen dreht sich laut GDL "kein Bahnrad mehr".

Eigentlich sollte man jubeln, das es auch im Osten gewerkschaftliche Strukturen gibt. Der Haken ist bloß, dass die meisten Lokführer im "Westen" verbeamtet sind (Streikverbot). Ich hoffe auf Solidarität mit den genannten Lokführern im Osten, die jetzt für alle ihren Kopf hinhalten...
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: unkraut am 14:14:11 Fr. 12.Oktober 2007
Zitat
1 Platzreservierung zukünftig 4 Euro, entspricht 8 Mark BRD, entspricht 16 Mark DDR

Falsch , es gibt / gab  keinen offiziellen Umtauschkurs Westmark - Ostmark 1 : 2 .
Der Volksumtauschkurs war 1 : 10 . Den sollte man zu Grunde legen .
Aber das nur nebenbei .


Sehe ich dann noch die Werbung der DB mit Superstar Sascha .
 " Fahr mit der Bahn statt mit dem Auto . Dem Klima und der Umwelt zuliebe " bekomme ich einen Lachkrampf .

Seit Jahren wird eine Strecke nach der anderen dicht gemacht und nicht mehr befahren .

Der Streik macht sich hier also nicht bemerkbar .

Wenn ich aber den gerichtlichen Hick Hack  sehe -
Güter und Fernverkehr dürfen nicht bestreikt werden usw.

GENERALSTREIK !

Alle Räder stehen still , wenn ein starker Arm es will .

Grüße
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: alfred am 11:51:13 Sa. 13.Oktober 2007
Die Lokführer bekommen einen eigenen Tarifvertrag! Respekt für Schell - was ein Streiktag so ausmacht...

Commedy:

Zitat
Nach SPIEGEL-Informationen beruhigte sich Bahn-Chef Mehdorn während Schells Statement, indem er "die eigens für ihn servierten Buletten in rasender Geschwindigkeit durch den Senftopf zog und dann vertilgte", was den Vortrag gestört habe, so der Teilnehmer. Als Schell ausgeredet hatte, forderte Müller Mehdorn auf, die Buletten doch in die Mitte zu stellen, "so, dass Herr Schell auch welche nehmen kann". Als Schell dann einige von Mehdorns Frikadellen gegessen hatte, war das Eis gebrochen.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: AndreasLung am 09:16:28 Mo. 15.Oktober 2007
Da bin ich ja mal gespannt. Ich glaube nicht daran...
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: alfred am 20:17:19 Mi. 17.Oktober 2007
VERDAMMT, reißt Euch zusammen! Was gibt die GdL für ein öffentliches Bild ab!?

Ich bin kein Freund der GdL, aber diese Selbstdemontage tut echt weh. Der Boss auf Kur - mir fehlen die Worte...

@ManOfConstantSorrow, kannst Du den Vorgängen etwas positives abgewinnen?

 ?(
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: anti-hartz4 am 20:41:28 Mi. 17.Oktober 2007
GdL find ich mal super und erkläre mich für solidarisch. Dieses Kapitalistenpack und die Schmarotzer im Vorstand der Bahn sollen bluten. Wenn die GdL ihre Sache gut macht,dann wird dies sicher ein Zeichen in der BRD setzen.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: alfred am 21:10:22 Mi. 17.Oktober 2007
Nur kommt es so rüber, wie es die Bahn gern möchte: die Gdl wirkt verstritten und kann aus Arbeitgebersicht keinesfalls als ernstzunehmend angesehen werden.

Ich kann Schell zwar verstehen. Mal auf Kur gehen, um den seinen zu zeigen ohne Einheit geht das nicht.

Nur öffentlich geht das eben nicht wie im Kindergarten. Der Arbeitnehmervertreter hat da zu sein, bis er kolabiert und nicht aus Furcht vor einer Kurabsage diese schnell wahrzunehmen...
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Ziggy am 23:18:03 Mi. 17.Oktober 2007
Heute war in den Tagesthemen ein wirklich guter Kommentar zur aktuellen Situation. Außergewöhnlich parteiisch (nämlich Pro Lokführer!) und hat auch mal die Probleme aus der Praxis angesprochen: geringer Verdienst, Schichtarbeit, heute noch nicht wissen, wo man übermorgen ist ... Leiharbeiter kennen das ja ...

Es wurde auch erwähnt, daß die GdL ein ziemlich chaotischer Haufen ist, das ändere aber nichts an der Sachlage, daß die Privatoisierung und Sanierung der Mehdorn-Bahn auf dem Rücken dieser Leute gemacht wird.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: anti-hartz4 am 00:13:24 Do. 18.Oktober 2007
Ist heute wieder so aktuell wie damals:

http://www.youtube.com/watch?v=amLy5glP-Yk
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Strombolli am 18:39:23 Do. 18.Oktober 2007
Entlarvend und unterstes B*** Zeitungsniveau:

55% der Deutschen sind gegen die Streiks!

 - Na toll!

55% aller Deutschen akzeptieren also jahrelange, schleichende Lohnkürzung! Ja, denn so ist es ja auch. Mindestens 55 %!

Diese naiven Zeitgenossen sollten endlich mal in die Puschen kommen und mitstreiken, statt darauf zu vertrauen auch morgen noch vollkommen unbeleckt in die B*** Zeitung schauen zu können.

Spätestens mit der nächsten Stromrechnung, Gehaltskürzung oder anderer Kostenerhöhung sollte doch auch dem dümmsten mal klarwerden was hier abgeht und solche Verdummungsmeldungen durch Abschalten quittieren.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Atheist am 15:05:32 Fr. 19.Oktober 2007
Zitat
Original von Strombolli
Entlarvend und unterstes B*** Zeitungsniveau:

55% der Deutschen sind gegen die Streiks!

 - Na toll!

55% aller Deutschen akzeptieren also jahrelange, schleichende Lohnkürzung! Ja, denn so ist es ja auch. Mindestens 55 %!

Diese naiven Zeitgenossen sollten endlich mal in die Puschen kommen und mitstreiken, statt darauf zu vertrauen auch morgen noch vollkommen unbeleckt in die B*** Zeitung schauen zu können.

Spätestens mit der nächsten Stromrechnung, Gehaltskürzung oder anderer Kostenerhöhung sollte doch auch dem dümmsten mal klarwerden was hier abgeht und solche Verdummungsmeldungen durch Abschalten quittieren.

Nicht gleich die Flinte ins Korn werfen, denn die passende Umfrage ist schnell gefunden (ÜüÜ):

Zitat
Knapp zwei Drittel halten die Arbeitsniederlegungen für gerechtfertigt...
Quelle: Tagesschau (http://www.tagesschau.de/wirtschaft/bahnstreiks2.html)
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Strombolli am 15:23:44 Fr. 19.Oktober 2007
Habe ich auch zur Kenntnis genommen.
Der übliche statistische "nicht repräsentative" Wahnsinn, nicht selbst gefälschter Statistiken.

Am Besten man stellt wirklich die Ohren auf Durchzug.
Normalerweise müsste diese Meinungsmache strafrechtlich verfolgt werden.
Aber auch die zählt ja - wenn man es denn so auslegt - als journalistische Vielfalt!   :cheer:
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Spätlese am 12:45:51 Sa. 20.Oktober 2007
Ein Problem ist sicher, dass die Eisenbahner sich selbst im Wege stehen. Innerhalb der einzelnen Bahnergewerkschaften herrschen Uneinigkeit bzw. unterschiedliche Zielsetzungen. Wo also bitteschön soll da Einigkeit und das "WIR"-Gefühl aufkommen?

Dazu kommt, das könnte sicher ein Hauptproblem sein, dass die Deutschen nicht richtig streiken können und wollen. Was soll das: Gerichte untersagen Streik im Fern- und Güterverkehr? Lächerlich - vom Gericht muss man sich erst das Recht auf Protest bzw. Streik genehmigen lassen.
Und die Gewerkschaft GDL ist irgendwie auch spassig: hier 1 Tag Streik, dann mal wieder von 2 bis 11 Uhr, dann 3 Stunden am Abend ... und schaut man dann auf die Schienen ... jede 2-3 Regionalbahn fährt doch (so viele Beamte gibt´s ja nun ach nicht mehr bei der Bahn).
SO wird das nie was; diese "Kleckerstreiks" lassen sich immer irgendwie überbrücken.
Flächendeckender Generalstreik z. B. zum Beginn der Winterferien über Weihnachten, Sylvester - gleich 2 Wochen am Stück - könnte es da eher bringen.

Das könnten dann auch die Medien bzw. die Presse nicht mehr mit ihren unvollständigen, zurechtgeschnittenen bzw. zensierten Schönmeldungen übersehen.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Strombolli am 16:16:08 Sa. 20.Oktober 2007
Zitat
Original von Spätlese
Wo also bitteschön soll da Einigkeit und das "WIR"-Gefühl aufkommen?

Dazu kommt..., dass die Deutschen nicht richtig streiken können und wollen.
SO wird das nie was; diese "Kleckerstreiks" lassen sich immer irgendwie überbrücken.

Flächendeckender Generalstreik z. B. zum Beginn der Winterferien über Weihnachten, Sylvester - gleich 2 Wochen am Stück - könnte es da eher bringen.

Richtig! - Aber doch nicht in Deutschland, wo wir alle so lieb und rücksichtvoll zueinander sind. Besonders von unten nach oben!

Richtig in den A*** treten, die Bande! Solidarisierungskampagnen damit die im Prinzip auch in den A*** Gekniffenen endlich mal mitziehen!
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: alfred am 18:33:56 Sa. 20.Oktober 2007
Zitat
Original von Spätlese
... jede 2-3 Regionalbahn fährt doch (so viele Beamte gibt´s ja nun ach nicht mehr bei der Bahn).

Du weißt ja ganz konkret Bescheid! Es gibt extrem viele Beamte bei den Lokführern. Und wenn Regionalbahnen fahren, kann es eventuell sein, dass die gar nicht zur DB gehören? Die GdL vertritt zwar auch deren Lokführer, hat sich dort aber mit ganz wenig Prozenten abspeisen lassen - auch verdienen die dortigen Lokführer nicht annähernd die DB-Löhne! Die aktuelle Auseinandersetzung betrifft nur die Lokführer der DB.

Und das Gesülze von einem Generalstreik kann ich auch bald nicht mehr hören!!! Wie soll ein Durchschnittsarbeitnehmer mal nebenbei mehrere Wochen auf sein Gehalt verzichten??? Wenn Kredite abgezahlt werden müssen und das tägliche Leben immer teurer wird, findet Ihr sicherlich derzeit eine Mehrheit für einen Generalstreik in diesem Land...
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Spätlese am 13:16:26 So. 21.Oktober 2007
@alfred:
"Du weißt ja ganz konkret Bescheid!"
=
na klar - von rd. 20000 DB-Lokführern sind knapp unter 8000 noch verbeamtet. Wenn dann von den rd. 40000 Zügen (+Bereitstellungsfahrten) täglich über 50% dennoch verkehren, dann dürfte das wohl daran liegen, dass die Lokführer außerhalb der GDL sich nicht an den Streikmaßnahmen beteiligen.
Und das ist genau das:
"Innerhalb der einzelnen Bahnergewerkschaften herrschen Uneinigkeit bzw. unterschiedliche Zielsetzungen. Wo also bitteschön soll da Einigkeit und das "WIR"-Gefühl aufkommen?"

"Wie soll ein Durchschnittsarbeitnehmer mal nebenbei mehrere Wochen auf sein Gehalt verzichten??"
=
Entschuldigung, der Schuss geht vorbei. Wozu sind die in der Gewerkschaft?
Die GDL-Mitglieder bekommen pro Tag 45 Euro Streikgeld. Das ist im Vergleich zu den ca. 1500/1600 Euro Normal-Nettogehalt im Wechselschichteinsatz natürlich schon ein Einschnitt.
Aber, verdammt noch mal, kann man nicht mal den Gürtel enger schnallen, wenn es um die Erreichung der gesteckten Ziele geht???
Mit diesen punktuellen Kleckerstreiks nach deutscher Mentalität (alles wohl organisiert, bekanntgegeben) erreicht man gar nichts ... erst Recht nicht die sowieso zu hoch angesetzten Forderungen von 31% Gehaltserhöhung. 1, 2 Tage Störungen, etwas Ärger bei den Fahrgästen im Nahverkehr - die fahren dann halt Auto oder Bus - das war es dann.
... damit machen sich doch die GDL und die angeschlossenen Lokführer zum Affen!
... lässt sich die GDL auch dieses Mal mit ein paar Kleckerprozenten abspeisen, dann laufen denen noch mehr Mitglieder weg.

Da wäre ein flächendeckender Streik (oder wie man Generalstreik auch immer nennen könnte) eher sinnvoll - also, dass auch im Fernverkehr bzw. Güterverkehr bzw. sonstigen bahneigenen straßegebundenen Betrieben nichts mehr läuft. Zugbegleiter, LKW-Fahrer usw. haben ja auch nicht gerade üppige Gehälter.
Das würde m. E. eher zu einem soliden Kompromiss führen.

Diese punktuellen Ministreiks, diskutieren und lamentieren, das bringen gar nichts - wird von den verbeamteten und ausgeliehenen Mitarbeitern sowie von DB-Zeitarbeit und DB-Fremdpersonal, wie man sieht, ganz gut kompensiert.
Und wenn die sich nicht langsam mal beeilen, werden sie alle in den nächsten 2,3 Jahren durch Fremdpersonale ersetzt ... und am Ende stehen sowieso die lokführerlosen Züge.

Das ist eben so z. B. im Vergleich zu Frankreich oder Italien - die Deutschen mit ihrem Hang zu Unteränigkeit und Duckmäusertum können "Streik" wohl am ehesten z. B. auf der heimischen Modellbahn spielen.

>>> aber was soll´s - bin ich als Motorradfahrer davon betroffen?
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: alfred am 14:16:42 So. 21.Oktober 2007
Unter Generalstreik verstehe ich eigentlich, dass ein komplettes Land lahmgelegt wird, also vom Bäcker bis zur Straßenreinigung. Wieviel Prozent der AN sind denn noch in einer Gewerkschaft?

Zitat
Bundesbank-Chef ruft GDL zur Vernunft

Ungewöhnliches Statement von Bundesbank-Präsident Axel Weber: Er meldet sich im Bahn-Tarifkonflikt zu Wort und bezieht indirekt Partei gegen die Lokführer. Ein zu hoher Lohnabschluß, warnt er, könne die Inflationsgefahr weiter steigern.
link (http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,512658,00.html)

Unglaublich, wer hier alles seine öffentlichen Kommentare abgeben darf! Ich befürchte dieser Streik wird genauso zukunftsweisend sein, wie der damalige gescheiterte Streik der IGMetall für Ostdeutschland!
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Spätlese am 16:41:50 So. 21.Oktober 2007
Ja O.K., Lachnummer " ha, ha" -
natürlich meine ich flächendeckenden Streik bei der DB - bzw. "Generalstreik" nur auf die DB bezogen. Geht ja hier nicht um Bäcker ... aber auch um andere Bahnangestellte (sei mal Zugbegleiter, da ernährst Du keine Familie mit 2 Kindern von).

Von den ca. 20000 Lokführern sind wohl rund 10.000-11.000 in der GDL. Die anderen bei Transnet oder gar nicht. Letztere tun sich natürlich mit "Streik" besonders schwer. So ist das halt - die einen streiken und zahlen auch jahrlang für das evtl. anstehende Streikgeld ein ... und die anderen schmarotzen halt ggf. bei Lohnerhöhungen, ohne auch nur einen Handschlag dafür getan zu haben.
Und wenn sich dann noch die Gewerkschaften unglücklich präsentieren, dann geht das eh in die Hose.

(So kurios es sich auch anhören mag: Bei Beibehaltung der DB als Staatseigentum gäbe es dieses ganze Theater überhaupt nicht - alle wären sie in unteren bis mittleren Tarifgruppen kostenschonend verbeamtet ... Streikverbot besteht und anders als bei den desilliusionierten Bahnern heute liefe der ganze Betrieb wesentlich reibungsloser ...)

Wegen dem Link "Bundesbank-Chef" - solche Artikel summieren sich ja momentan:
- Erwartet man etwa von Wirtschafts- und Finanzbossen Unterstützung für die Anliegen, Sorgen und Nöte "kleiner" Bediensteter?
- Und natürlich versucht man, Streikaktionen ins Leere laufen zu lassen um am Ende zu sagen "... na, was hat euch denn eure tolle Gewerkschaft gebracht". Dieser Trend entwickelt sich immer stärker.
Mehr muss ich wohl nicht zu solchem Pressegeschmiere sagen.

Die in den Raum gestellten "31 % Gehaltserhöhung" stellen zuerst mal die Maximalforderung dar. Und wie bei anderen Arbeitskämpfen auch, einigt man sich im Endeffekt auf ca. 35-50% dessen und hat damit erreicht, was man erreichen wollte.
Bei den diversen Pilotenstreiks in der jüngeren Vergangenheit hat man sich auch immer schnell geeinigt, da ging es um ganz andere Summengrößenordnungen, die wirtschaftlichen Streikschäden (s. Lufthansa und LTU) waren erheblich ---> also hat man sich schnell geeinigt und zahlt dem fliegenden Personal mehr.
Und so wäre dies im Prinzip auch bei der Bahn möglich, Lokführer ist ja auch ein "rund-um-die-Uhr-Beruf" mit ziemlicher Verantwortung tagtäglich für 1000e von Menschenleben. Also soll man das auch anerkennen.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: alfred am 12:10:56 Mo. 22.Oktober 2007
Zitat
Nächste Eskalationsstufe. Die Deutsche Bahn hat bisher nach eigenen Angaben zwei streikende Lokführer fristlos entlassen und eine zweistellige Zahl Abmahnungen ausgesprochen. Die Lokführer-Gewerkschaft GDL fordert die Bundesregierung zur Vermittlung auf - und will heute über weitere Streiks beraten.
link (http://www.wiwo.de/pswiwo/fn/ww2/sfn/buildww/id/126/id/316543/fm/0/SH/0/depot/0/index.html)

 ?(
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: AndreasLung am 15:03:02 Mo. 22.Oktober 2007
Einer von beiden hat sich so dumm auf eine eingleisige Strecke gestellt, dass nicht drum herum gefahren werden konnte.

Er hätte ja zumindest bis zum nächsten Bahnhof warten können.

Selber schuld...
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: AndreasLung am 15:05:15 Mo. 22.Oktober 2007
Also Spätlese....

Bei der Bahn gibt es noch andere Menschen, außer Lokführer, die eine verantwortungsvolle Tätigkeit rund um die Uhr ausüben.

Es sind die, dafür sorgen, dass der Zug überhaupt fahren kann... Mal drüber nach denken...
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: regenwurm am 15:33:23 Mo. 22.Oktober 2007
Zitat
Die Deutsche Bahn hat bisher nach eigenen Angaben zwei streikende Lokführer fristlos entlassen und eine zweistellige Zahl Abmahnungen ausgesprochen

> Anwalt > Arbeitsgericht > Urteil
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Kater am 23:40:44 Mi. 24.Oktober 2007
Zitat
Streikbrecher zu vermieten
Die Berliner Firma Miet24 bietet der Bahn einen seltenen Service an: Sie will Lokführer ausleihen
Peter Kirnich

Robert Bukvic vermietet fast alles: Rasenmäher, Ferienhäuser, Yachten, Flugzeuge, Doppelgänger, Bauchredner. Im Angebot hat Bukvics Verleihservice Miet24 zum Beispiel Roberto Blanco, den Sänger, oder Kevin, den Stripper. Was auch immer das Kundenherz begehrt, das Internetportal erfüllt offenbar fast jeden Wunsch.

Seit zwei Tagen hat das Berliner Unternehmen ein völlig neues Produkt im Angebot: Streikbrecher. "Wir bieten der Deutschen Bahn Lokführer an", erklärt der Firmenchef. "Wenn die Lokführergewerkschaft GDL zum nächsten Streik aufruft, kann die Bahn bei uns die Streikbrecher mieten." Auf die Idee kam Bukvic vergangene Woche: "Da war die Hälfte meiner Belegschaft unpünktlich. Das hat mich total geärgert", erklärt er. Darum wolle er der Bahn helfen, Ersatzfahrer zu finden. "Wir fragen private Bahnen an und bekommen auch Zuschriften von arbeitslosen Lokführern." Insgesamt rund 300 Mitarbeiter könnte er der Bahn noch vor dem für morgen geplanten neuen Streik anbieten.

Doch daraus wird wohl eher nichts. "Für uns kommt das Angebot nicht in Frage", sagt ein Bahnsprecher. Vor einigen Monaten hatte die Bahn selbst eine Kampagne zur Einstellung von tausend Lokführern gestartet. "Die Resonanz ist riesig. Wir hatten 15 000 Interessenten, von denen sich 5 000 beworben haben. Gut hundert von ihnen können wir in relativ kurzer Zeit einstellen."

Vielleicht ist es sogar ein Glück für Bukvic, dass die Bahn auf sein Angebot verzichtet. Denn obwohl er noch nicht einen Lokführer vermieten konnte, hagelt es bereits Drohbriefe von GDL-Mitgliedern: Es sei eine Schande, schrieben sie, dass er ihnen in den Rücken falle. "Manche wünschten mir auch, dass meine Firma bald Pleite geht." Robert Bukvic findet nichts Anstößiges an seinem Angebot. Doch gebe es auch in seinem Geschäft Grenzen, sagt er. Miet-Demonstranten etwa, wie sie vor Jahren ein Konkurrent während eines Ärztestreiks ausgeliehen hatte, würde er nicht vermitteln.

Vor vier Jahren hat der Ex-Profibasketballer, der in seiner Jugend bei Alba Berlin spielte, mit einem Ex-Mitspieler Miet24 gegründet. "Wir wollten damals Sportler und Künstler vermitteln, doch von Woche zu Woche kamen neue Dinge dazu." Heute sind sie 14 Mitarbeiter, und die Ideen gehen ihnen noch immer nicht aus. "Der Markt ist riesig", sagt der 2,04-Meter-Mann. Ab 2008 planen sie, den Riesenairbus A 380 gemeinsam mit Singapore Airlines für Charterflüge zu vermieten. Danach soll es noch höher gehen. Bukvic: "Wir wollen künftig auch Plätze für kurze Weltraumflüge anbieten."

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/print/politik/696224.html
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Eivisskat am 01:47:24 Sa. 27.Oktober 2007
...an Bahnchef Mehdorn.

http://www.elo-forum.net/arbeit%11beruf/arbeit%11beruf/-200710271401.html
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Spätlese am 13:10:46 Sa. 27.Oktober 2007
@AndreasLung:
Zitat:
"Also Spätlese....

Bei der Bahn gibt es noch andere Menschen, außer Lokführer, die eine verantwortungsvolle Tätigkeit rund um die Uhr ausüben.

Es sind die, dafür sorgen, dass der Zug überhaupt fahren kann... Mal drüber nach denken..."
...
Sei bitte so freundlich und lese entweder meine Kommentare vollständig ... aber Du musst sie nicht lesen; bzw. wenn Du sie inhaltlich bzw. geistig nicht vollständig erfassen und verabeiten kannst - dann unterlasse gefälligst, Kommentare zu ZERFASELN bzw. unrichtig zu zitieren.

 ---> WEIL <---
DESHALB ERWÄHNE BZW SCHREIBE ICH Z. B. AUSRÜCKLICH:
 ... Zugbegleiter, LKW-Fahrer usw. haben ja auch nicht gerade üppige Gehälter. ...

MIT KEINER SILBE HABE ICH AUSSERDEM GESAGT, DAS NUR LOKFÜHRER EINEN VERANTWORTUNGSVOLLEN BERUF AUSÜBEN.
Aber bei dieser Lohn- und Streikaktion geht es nun mal eben um die Lok- bzw. Triebfahrzeugführer.
Wenn andere Berufssparten bei der Bahn stillhalten, dann kann ich es nur so deuten, dass sie entweder mit den Arbeitsbedingungen und dem Einkommen zufrieden sind - oder aus Angst vor Rausschmiss stillhalten. Was ich auch verstehen kann.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Wilddieb Stuelpner am 12:28:24 So. 04.November 2007
22.10.2007: Linksfraktion: Angriff auf das Streikrecht: Bahnvorstand entlässt streikende Lokführer (http://www.linksfraktion.de/pressemitteilung.php?artikel=1257327118)

Deutschlandradio vom 2.11.2007: Arbeitsgericht erlaubt Streiks im Güter- und Fernverkehr - Bahn erwägt Verfassungsklage (http://www.dradio.de/nachrichten/200711021900/1)

Die Deutsche Bahn erwägt wegen der gerichtlichen Erlaubnis von Lokführerstreiks in allen Unternehmensbereichen vor dem Bundesverfassungsgericht zu klagen. Personalvorstand Suckale sagte in Berlin, entsprechende Schritte würden geprüft. An die Gewerkschaft der Lokführer ap- pellierte Frau Suckale, wieder in Tarifverhandlungen einzutreten. Ein neues Angebot werde die Bahn jedoch nicht vorlegen. Der GdL-Vorsitzende Schell hatte dies verlangt. In Chemnitz sagte Schell, über Streiktermine sei noch nicht entschieden worden. Arbeitsniederlegungen seien frühestens am Montag zu erwarten. Das Landesarbeitsgericht Chemnitz hatte am Nachmittag seine Entscheidung verkündet, dass Streiks auch im Güter- und Fernverkehr der Bahn zulässig sind. Die Richter hoben damit ein Urteil der Vorinstanz auf, das einen Arbeitskampf nur im Regionalverkehr erlaubt hatte.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 16:55:30 Mi. 07.November 2007
Die bösen Lokführer drohen etwas an, was bei den DGB Gewerkschaften ein Fremdwort ist. Sie wollen für ihre Rechte  kämpfen.

Zitat
Die Lokführergewerkschaft GDL will am Donnerstagmittag mit einem 42-stündigen Streik den Güterverkehr der Bahn lahmlegen. Sollte die Bahn weiter kein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen, hat GDL-Chef Manfred Schell der Deutschen Bahn mit einer massiven Ausweitung der Streiks gedroht.
http://www.handelsblatt.com/News/Unternehmen/Handel-Dienstleistungen/_pv/_p/200040/_t/ft/_b/1348341/default.aspx/lokfuehrer-packen-die-keule-aus.html
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 14:04:54 Di. 13.November 2007
"als engagierte TRANSNET-Mitglieder haben auch wir in den letzten Tagen und Wochen die politischen Auseinandersetzungen um eine drohende Kapitalprivatisierung der Deutschen Bahn AG aufmerksam verfolgt. Dabei sind uns mehrere Punkte aufgefallen, aus denen sich dringender Klärungsbedarf ergibt. Insbesondere geht es hier um das Verhalten des Kollegen Norbert Hansen in der Öffentlichkeit."

Offener Brief an den Beirat und Hauptvorstand der TRANSNET (http://www.bahnvonunten.de/AnBeiratundHV.htm)
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: beickmann am 17:29:35 Di. 13.November 2007
GDL streikt unbeschränkt
Alle Räder stehen bald still

Mittwoch Mittag der Güterverkehr, Donnerstag früh die Personenzüge. Dieses Mal steht kein Gericht im Weg. Die Lokführer streiken - und das bis Samstag früh. VON RICHARD ROTHER

Diesmal wird es ernst.    Foto: ap

BERLIN taz Im Tarifkonflikt zwischen der Deutschen Bahn AG und der Lokführergewerkschaft GDL wird es ernst. Die Gewerkschaft kündigte einen befristeten Ausstand für Mittwoch, Donnerstag und Freitag an. Erstmals sollen Güter-, Fern- und Regionalverkehr gleichzeitig bestreikt werden. Für Reisende heißt das: Sie müssen sich im gesamten Land auf erhebliche Behinderungen im Bahnverkehr einstellen; und auch auf den Straßen wird es voller, da viele Pendler auf das Auto umsteigen.
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    * Kommentar: Streik mit Symbolwirkung>

Los geht es mit dem Streik am Mittwochmittag um 12 Uhr. Zunächst wird die GDL den Güterverkehr lahmlegen. Am Donnerstagmorgen um 2 Uhr wird dann auch bundesweit der Fern- und der Regionalverkehr in den Ausstand einbezogen. Der Streik dauert für alle drei Transportbereiche bis Samstagmorgen um 2 Uhr. Bei den vorausgegangenen Streiks war es der GDL gelungen, bundesweit für erhebliche Störungen im Bahnverkehr zu sorgen. Besonders erfolgreich war die GDL im Ostteil des Landes, wo fast der gesamte Zugverkehr zum Erliegen kam. Der Grund dafür: Im Osten sind weniger Lokführer Beamte, die nicht streiken dürfen.

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"Es reicht nicht, uns abgesehen von dem Tarifabschluss der Transnet/GDBA mit rund 100 bezahlten Überstunden in 2007 und zwei Stunden bezahlter Arbeitszeiterhöhung ab 2008 abzuspeisen", begründete am Dienstag GDL-Chef Manfred Schell die härtere Gangart. "Ein eigenständiger Tarifvertrag kostet zunächst nur das Papier, auf dem er gedruckt wird." Über Lohnerhöhungen und Arbeitszeit müsse die Bahn dann mit der GDL verhandeln, deutete Schell in diesen Fragen erneut Kompromissmöglichkeiten an. Offen äußerte sich Schell gegenüber einer Ausgliederung der Lokführer in eine eigene Servicegesellschaft. Eine solche Konstruktion könne viele Vorteile haben, so Schell. Die Bahn müsse sich dann aber zur konkreten Ausgestaltung äußern. Bislang lehnt die Bahn diese Variante ab.

Die Bahngewerkschaft Transnet kritisierte die GDL. "Streik ist immer die letzte Option", sagte Transnet-Chef Norbert Hansen der Leipziger Volkszeitung. "Was die GDL will, bedeutet eine Spaltung der Belegschaft." Die Bahnbeamtengewerkschaft GDBA und Transnet wollen die Beschäftigungssicherung für alle Eisenbahner im Zuge einer möglichen Privatisierung.

Die FDP hingegen, die sonst bei Streiks gerne vor negativen volkswirtschaftlichen Folgen warnt, unterstützt die GDL. "Hintergrund der ganzen Auseinandersetzung ist eine verfehlte Tarifpolitik in der Vergangenheit", so Parteivize Rainer Brüderle im Fernsehsender N24. Fachleute wie etwa ICE-Lokführer ließen es sich auf Dauer nicht gefallen, ähnlich in der Vergütung bedacht zu werden wie jemand, der Fahrkarten verkauft. "Diese Einheitsgewerkschaftspolitik mit Einheitstarif, Einheitsabschlüssen führt dazu, dass Spezialisten irgendwann sagen: Das machen wir nicht mit", so Brüderle. Das habe man ähnlich schon bei der Pilotenvereinigung Cockpit und der Ärzteorganisation Marburger Bund erlebt.

Quelle:http://www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/alle-raeder-stehen-still/?src=MT&cHash=0f11
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Jens-Karsten am 01:04:26 Mi. 14.November 2007
hab mir eine Menge Beiträge hier in diesem Thread durchgelesen. Also ich hab das Gefühl, die Lokführer wissen garnicht, wie gut sie es haben. Es gibt sooo viele Berufsgruppen, die wesentlich mehr auf dem Kasten haben müssen, aber viel weniger verdienen. Da sind 30% Erhöhung und ein millionen-teurer Streik wirklich eine Unverschämtheit.
Ich wünsche ja prinzipiell jedem das Beste, aber vielleicht sollte manch einer Mal vorübergehend etwas "anderes" machen, um dann zu erkennen, wie gut er es vorher hatte.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: anti-hartz4 am 02:33:53 Mi. 14.November 2007
Zitat
Da sind 30% Erhöhung und ein millionen-teurer Streik wirklich eine Unverschämtheit.

Jeder Ausgebeutete hat das Recht zu fordern! Und wer sein Recht nicht wahr nimmt,weil er Muffensausen vor Kapitalschmarotzern hat,ist selber Schuld,oder es geht den Leuten noch zu gut. Die GdL will mit ihren Leuten zu Recht gegen Ausbeutung streiken,denn das setzt auch ein Zeichen für andere Arbeitnehmer  die nicht bei der Bahn beschäftigt sind. In diesem Land, wo Menschenhandel (Leiharbeit) vom Regim noch geschüzt ist,obwohl gesetzlich verboten,muß  etwas passieren. Ein gutes hat es schon bewirkt,dass Kapitalistenpack (nicht nur bei der Bahn)bekommt es mit der Angst zu tun. Ich wünsche der GdL viel Erfolg! :cheer:
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: flipper am 02:57:41 Mi. 14.November 2007
Zitat
Original von Jens-Karsten
Es gibt sooo viele Berufsgruppen, die wesentlich mehr auf dem Kasten haben müssen, aber viel weniger verdienen. Da sind 30% Erhöhung und ein millionen-teurer Streik wirklich eine Unverschämtheit.

Ich wünsche ja prinzipiell jedem das Beste, aber vielleicht sollte manch einer Mal vorübergehend etwas "anderes" machen, um dann zu erkennen, wie gut er es vorher hatte.

- informier dich mal was es mit den "30%" genau auf sich hat.

- das könnteste auch zu nem hartz4ler sagen, wie gut er es im 1€ job hatte  :rolleyes:

GDL los, los! macht frankreich in deutschland!  :cheer:
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: alfred am 10:27:13 Mi. 14.November 2007
Stimmungsbild in der DB-Belegschaft: aktuell zwiegespalten

Auf der einen Seite wünschen sich alle, dass der arrogante Mehdorn auf die Schnauze bekommt und auf der anderen Seite will niemand die Spaltung der Belegschaft.

GdL Mitglieder werden extrem schikaniert (des Pausenraums verwiesen usw.).

Zulauf an Mitgliedern erhält die GdL eher von außen - also U-Bahnfahrer und Lokführer von Regionalbahnen.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Aloysius am 20:27:11 Mi. 14.November 2007
Nachdem die verschiedenen zaghaften Streikversuche ist ja nun schon viel gesagtbei der Telekom so unglaublich mies gelaufen sind, bin ich dankbar, dass uns mal jemand vormacht, wie man sich wirklich wehrt.

Die Post und dann die Telekom zerschlagen und in der Abfolge in dreckigste Sklavenfarmen umgewandelt durch die übereifrigen Erfüllungsgehilfen in den Vorständen, die den Politikern die Drecksarbeit gerne abnehmen, und wir haben es uns gefallen lassen, emurrt, gestöhnt, aber haben wir eine Linie gezogen?

Das Hartbleiben des Bahnvorstands ist ein Stellvertreterkrieg. Wenn die Lokführer gewinnen, so wie der Marburger Bund, dann wissen die Bosse:

Das kann Schule machen. Und dann kann es doch noch was werden mit dem Zurückschwingen in Richtung Links.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 16:35:11 Do. 15.November 2007
Zitat
Bahn verklagt GDL auf fünf Millionen Euro

Im Tarifkonflikt der Bahn wird mit harten Bandagen gekämpft: Die Bahn hat die Lokführergewerkschaft auf fünf Millionen Euro Schadenersatz verklagt - wegen Verletzung der Friedenspflicht.
http://www.stern.de/wirtschaft/unternehmen/unternehmen/:Streik-Ticker-Bahn-GDL-Millionen-Euro/602562.html

Wir sollten uns an den Britischen Bergarbeiterstreik erinnern, der von Thatcher brutal niedergeschlagen wurde. Es wurden die Streikgesetze geändert und die Streikenden wurden von der Polizei zusammengeknüppelt und die Gerichte waren im Dauereinsatz. Wg. angeblicher Verletzung der Streikgesetze wurden Gewerkschaftsvermögen beschlagnahmt.

In diese Richtung scheint sich auch der Angriff auf die Streikenden in diesem Land zu entwickeln.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Schraubenwelle am 17:20:11 Do. 15.November 2007
Zitat
Original von ManOfConstantSorrow
Zitat
Bahn verklagt GDL auf fünf Millionen Euro

Im Tarifkonflikt der Bahn wird mit harten Bandagen gekämpft: Die Bahn hat die Lokführergewerkschaft auf fünf Millionen Euro Schadenersatz verklagt - wegen Verletzung der Friedenspflicht.
http://www.stern.de/wirtschaft/unternehmen/unternehmen/:Streik-Ticker-Bahn-GDL-Millionen-Euro/602562.html

Wir sollten uns an den Britischen Bergarbeiterstreik erinnern, der von Thatcher brutal niedergeschlagen wurde. Es wurden die Streikgesetze geändert und die Streikenden wurden von der Polizei zusammengeknüppelt und die Gerichte waren im Dauereinsatz. Wg. angeblicher Verletzung der Streikgesetze wurden Gewerkschaftsvermögen beschlagnahmt.

In diese Richtung scheint sich auch der Angriff auf die Streikenden in diesem Land zu entwickeln.


Die Befürchtung habe ich so langsam auch...wie gerne würden Konserative Politiker dem beispiel folgen.
Je nach länge des Streikes wird der Druck auf die GDL zu nehmen und ich könnte wetten das solche Gedanken schon lange in irgend welchen Schubladen schlummern damit man die Gewerkschaften klein bekommt.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: alfred am 20:51:04 Do. 15.November 2007
Lächerlich, die Streikenden wegen der von ihnen verursachten Streikfolgen zu verklagen - mir ist nicht ganz klar, was das für die Bahn (außer Negativpublicity) bringen soll.

Ich sehe da eher, das Mehdorn sehr bald seinen Hut nehmen muss - bei den kritischen Tönen sogar aus Wirtschaft und den schwarzen Parteien...
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: alfred am 21:14:10 Do. 15.November 2007
"Schwarzwälder Bote" (Oberndorf):

"Und das alles, weil von zwei Dickschädeln keiner über seinen Schatten springen mag. Für beide geht es um ihr Lebenswerk  - eigenständiger Tarifvertrag hier, Bahn-Börsengang dort. Wie dieser heftigste Arbeitskampf in der Geschichte der Deutschen Bahn auch ausgeht, einer von beiden wird politisch auf der Strecke bleiben, GDL-Chef Manfred Schell oder Bahn-Boss Hartmut Mehdorn. Danach sind hoffentlich moderatere Töne zu hören."


"Badische Neueste Nachrichten":

"Vielleicht kann die Blockade ja ziemlich schnell behoben werden, indem die Lokführer in eine eigene Gesellschaft ausgegliedert werden. Dazu müsste sich Bahnchef Mehdorn bewegen. Dann bekämen die Lokführer ihren Tarifvertrag und der Bahn blieben Millionenschäden erspart."


"Frankfurter Allgemeine Zeitung":

"Der Streit hat einen Punkt erreicht, an dem die Bahn mehr zu verlieren hat als die GDL: nicht nur Kunden, sondern die Zukunft. Mehdorn muss Schell entgegenkommen - mit dem Angebot, die Lokführer in eine eigene Gesellschaft mit eigenen Tarifbedingungen zu überstellen. Dann können sie wählen, ob sie dort (mehr) Geld verdienen wollen oder ob sie im Schoße des vertrauten Konzerns soziale Sicherheit genießen möchten - vor allem dann, wenn der Bund dereinst nicht mehr allein das Sagen bei der Deutschen Bahn hat."


"Landeszeitung Lüneburg":

"Irgendwann reicht es. Dieser Tarifkonflikt zwischen Bahn und Lokführer-Gewerkschaft GDL dauert gut vier Monate - und nach wie vor scheint sich keine Seite auch nur für einen Millimeter auf die andere zubewegen zu wollen. Wissen die betonköpfigen Streithähne eigentlich selbst noch genau, worum es eigentlich geht? Die Tarifautonomie ist schön und gut. Wenn aber eine solche Unfähigkeit zur Einigung an den Tag gelegt und damit immenser Schaden für die Allgemeinheit angerichtet wird, stellt sich schon die Sinnfrage. Die der Verhältnismäßigkeit der Mittel allemal. Warum, bitteschön, soll der Pendler, der erneut vergeblich auf seinen Zug warten muss, oder das Unternehmen, dem der Nachschub ausgeht, darunter leiden, dass Herr Mehdorn hie und Herr Schell da nur ihr Gesicht wahren wollen?"


"Nordbayerischer Kurier" (Bayreuth):

"Der Konflikt reicht weit über die Bahn hinaus. Mitarbeiter von Staatsbetrieben - das zeigt die sehr ähnliche Auseinandersetzung derzeit in Frankreich - glauben, es sei letzte Eisenbahn, jetzt noch herauszuholen, was ertrotzt werden kann. Kühl kalkulierende Gewerkschafter - und dazu ist GDL-Chef Schell durchaus zu zählen - wissen: Die Privatisierung wird letzten Endes nicht zu stoppen sein. Die zweifellos zu bescheidenen Löhnen arbeitenden Lokführer möchten sich so teuer wie möglich verkaufen, verlieren aber, wenn sie ihre Macht voll ausspielen. Das Kapital wird kommen und Dampf machen. Die Lokführer können die Bahn an die Wand fahren oder zur Vernunft und rasch zu einem guten Abschluss kommen. Damit entzögen sie auch Bestrebungen den Boden, die Bahn aufzusplittern und die Teile einzeln zu verwerten."


"Stuttgarter Nachrichten":

"Siegt Mehdorn, ist Schell weg. Der tritt zwar eh ab; der Gewerkschaftsboss steht vor der Rente. Doch er kämpft sein letztes Gefecht und hat nicht wirtschaftlich, aber persönlich ebenso viel zu verlieren: seinen Platz im Geschichtsbuch einer kleinen Arbeitnehmerorganisation. Solcherart Eitelkeit ist leider verbreitet bei öffentlichen Personen im Herbst ihres Berufslebens. Der Schaden, den ihr Konflikt anrichtet, ist immens. Einigen sie sich nicht schnell, muss einer von beiden weg. Und weil das ein Sieg für den anderen wäre, gehen am besten gleich beide."


"Ostthüringer Zeitung" (Gera):

"Wie es in der Tarifauseinandersetzung zwischen Bahn und GDL weitergehen soll, ist heute kein wenig klarer als vor vier Monaten. Seither haben das tarifpolitische Schattenboxen vor den Arbeitsgerichten sowie gegenseitige Drohungen, Schuldzuweisungen und Vertrauensverlust das Bild geprägt. In der Sache sind Bahn und GDL indes keinen Schritt weitergekommen. Wenn das das Ergebnis der viel gerühmten deutschen Sozialpartnerschaft und Tarifautonomie sein soll, dann darf man hieran angesichts der Eskalation bei der Bahn ernsthafte Zweifel anmelden. Es reicht, es ist hohe Zeit für eine Einigung. GDL und Bahn haben es in der Hand, das deutsche Tarifgefüge entweder zu retten - oder zu sprengen."
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Joninka am 00:49:48 Fr. 16.November 2007
Ich liebe die GDL!

Die Lohnverteilung ist im Arsch, die Früchte der Arbeit des Volkes tragen heute Aktionäre nach hause, der Rest soll gefälligst malochen und seine blöde Fresse halten.

Haha!

30% mehr Lohn, was für eine Frechheit!

Und recht haben sie, die Telekoms haben es versiebt, sie hätten in einen Totalstreik treten müssen der das Unternehmen entweder beerdigt hätte oder eben die Vorstände in Rente geschickt hätte.

Oh was schreien da Wirtschaftsexperten erbost?

Streiks gefährden das Wirtschaftwachstum!!!

Oh meine Güte, schrecklich!
Aber ich glaube ihnen das ja sogar, nur mir ist es wurscht ob die Wirtschaft wächst, wenn ich 30 % mehr Lohn heim trage werde ich das auch ausgeben, ist das etwa dann schlecht für die Wirtschaft?

Ich kaufe dann teurere Autos, gehe öfter Essen, öffter ins Kino und mache 30 % mehr Kinder, oder die gleiche Anzahl Kinder mit 30 % teureren Frauen, wie auch immer!

Das 30 % mehr bei einem Kleinunternehmer der wochenlang nur von Eiern und Nudeln lebt um Lohn und Gehalt an seine Mitarbeiter pünktlich zahlen zu können, ein blöde Forderung ist versteht sich von selbst!

Alle Mitarbeiter die aber für Weltkonzerne arbeiten die Rekordgewinne einfahren hätten lächerliche 30 % mehr im Sack locker verdient, Aktionäre sehen das freilich anders, aber was wird mit der Dividende wenn das Unternehmen pleite geht weil die Mitarbeiter keinen Bock mehr haben und beschließen das Unternehmen einfach kurzer Hand zu beerdigen?

Wenn alle Leiharbeiter morgen zu hause bleiben weil sie gar so schlimmes Bauchweh haben gefährdet es unser Wirtschaftswachstum weit mehr, als die Gefahr eines Wirtschaftscrashes besteht wenn ein par von den Zugführern gerade "Bauchweh" haben!

Alle Leiharbeiter sollten so lange zuhause bleiben bis der Grundsatz gleiche Arbeit für gleiches Geld erfüllt ist!

Sehr schnell währen sie beim ursprünglichen Auftraggeber fest angestellt, weil der Laden sonst einfach die Grätsche macht, es wurde sich eben in eine gewisse Abhängigkeit navigiert.

Es ist höchste Zeit für einen Krieg, einen Bürgerkrieg, ohne einen Schuß und ohne einen einzigen Toten*, das brutale Geschütz dieses Krieges ist, "Ich kann heute nicht, ich habe so schreckliches "Bauchweh"!

Grüße

Joninka

*Aktionäre die Selbstmord begehen zählen nicht!
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: alfred am 21:22:07 Fr. 16.November 2007
Showdown im Fernsehen. Bahn-Personalvorstand Margret Suckale und GDL-Chef Manfred Schell sind die Gäste bei Anne Will, Sonntag in der ARD.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: flipper am 09:29:52 Sa. 17.November 2007
unfair.
harvard propagandakünstlerin gegen alten lokführer.  :(
das soll er lieber absagen. die rammt ihn unangespitzt innen boden.
dazu noch die Will. da kommt die GDL ned lebend raus.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: alfred am 09:39:51 Sa. 17.November 2007
Glaube ich eher nicht und freue mich eigentlich auf den Schlagabtausch. Das größere Auto fährt schon mal der Schell, zur Ruhe setzt er sich nächstes Jahr ebenfalls - soll heißen, Suckale muss den Laden vom gescheiterten Mehdorn übernehmen und weiter führen. Schell dagegen hat nichts konkret zu verlieren.

Immerhin zeigt Suckale die Bereitschaft zur direkten Konfrontation, ganz im Gegensatz zu Mehdorn (hoffentlich bekommt der keine Abfindung, wenn er eher "aufhören muss")...
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Ziggy am 10:07:11 Sa. 17.November 2007
Wenn nur harte Fakten zählen würden, müsste man sich um den Schell keine Sorgen machen, aber auf dieser Plattform ... wer kommt denn noch?

Ein angenehmer kleiner Höhepunkt diese Woche war ein Kleinbericht im MDR ("Hier ab Vier" - kann das sein?), da wurde eine ganzseitige millionenteure Anzeige der Bahn in der Luft zerrissen und als reines Lügengespinst entlarvt. Und richtig gut gefallen hat mir die Passantenbefragung. Eine etwas ältere Dame meinte: "Ich finde das gut - daß endlich mal jemand etwas tut ... und streikt!!!" Ich hätt se knutschen mögen! Danke, MDR, daß ihr das gesendet habt.

Grüße, Ziggy
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Krokos am 11:08:16 Sa. 17.November 2007
ja, in allen Regionalsendern und im Radio sagen alle, dass eine klare Mehrheit der Bundesbürger Verständis für die Lokführerstreiks haben...
Nur bei Phönix werden assoziale Elemente der Gesellschaft gezeigt....auf Phönix wird der Eindruck erweckt, dass alle Menschen gegen den Streik sind.

Am besten fand ich den Satz hier: "Wenn es nach mir ginge, würde ich die alle entlassen"
- Hallo, das ist ja gerade das Tolle an einen Streik, dass man niemanden entlassen kann, vor allen wenn man alle entlassen würde, dann wäre Dauerstreikzustand angesagt, wer soll den dann bitte die Züge fahren^^

Oder den hier "die sitzen da in ihrem Füherhäuschen und müssen nur den Hebel nach vorne machen, verdienen 2000 Euro (dabei verdienen sie nur 1500, also gut aufgerundet, schade, dass meine Zeitarbeitsfirma mein Gehalt auch nicht aufrundet, sondern immer nur abrundet  :rolleyes: ).



Ich bin eigentlich dafür, dass es für jede Branche nur eine Gewerkschaft existiert, schon allein um ein Kuddelmuddel an Tarifverträgen zu verhindern (wie bspw. in der Zeitarbeitsbranche), aber in dem Fall habe ich bestes Verständis für die Lokführer.
So wie die im Moment von den Medien zerissen werden, würde ich erst Recht auf sturr schalten...was ich mich die  ganze Zeit frage, warum die immer nur so Ministreiks machen, die müssten mal 3 Wochen lang streiken damit der Bahn mal endlich der Schweiß auf der Stirn steht....
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Krokos am 18:02:34 Di. 20.November 2007
heute treffen sie sich ja nocheinmal an einem "geheimen" Ort...

Also ich vermute mal folgendes, die Bahn geht auf die Forderungen der GDL ein, wird aber eine Vereinbarung treffen dass es so hingestellt wird, als hätte die Bahn den Tarifstreit gewonnen.
Es geht denen ja schliesslich nicht ums Geld, das ist mehr so eine Art politischer streit finde ich.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: AndreasLung am 09:28:39 Mi. 21.November 2007
Ich behaupte das Gegenteil. Die Bahn geht nicht auf die GDL ein. Ein eigenständiger Tarifvertrag - das geht nicht.

Schell wird sich annähern...
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 10:58:34 Mi. 21.November 2007
Ich sehe es genauso wie AndreasLung. Es geht hier ebensowenig um Küchenpsychologie, von wegen der Egos der Verhandlungsführer, noch um einen Quatsch wie "das Gesicht wahren". Das ist nur das Gewäsch aus den Medien.

Es geht um Interessenskonflikte. Die Bahn soll sturmreif geschossen werden für die Privatisierung. Das Letzte, was die in den Startlöchern wartenden Shareholder brauchen, wäre eine selbstbewußte und kampfbereite Belegschaft bei der Bahn. Es gilt also den kämpfenden Teil der Belegschaft zu brechen. Man ist bereit sich die Auseinandersetzung Erhebliches kosten zu lassen und man sucht sich Unterstützung wo es nur geht, bei der Justiz (vorläufiges Streikverbot), bei der Politik (Merkel soll eingreifen) und den Medien (recht erfolgreich; selbst einige Chefduzer halten den Kampf der Lokführer für nicht gerechtfertigt).

In wieweit der Streik bei der Bahn zu einem Erfolg des Bahnpersonals oder zu dessen Unterwerfung unter die Interessen der Privatisierer führt, liegt allein an dem Kampfeswillen der Streikenden und an der Solidarität untereinander und von außen.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: alfred am 00:36:41 Sa. 24.November 2007
Hi, der eigene Tarifvertrag liegt auf dem Tisch!!!

Round about 10 percent Steigerung inbegriffen (all inclusive), die Frage aller Fragen ist nun, was machen die anderen beiden Gewerkschaften!? Eigentlich müsste nun bahninterner Generalstreik angesagt sein, aber Hansens Transnet wird schon irgend eine Begründung finden, den Schwanz (sofern er denn da ist) einziehen zu können.

@ManOfConstantSorrow, die GdL rief nach Merkel (sozusagen unter Parteifreunden) und die Privatisierung sollte jetzt eigentlich endgültig vom Tisch sein.

Was passiert nun? Eine nachverhandelte Lohnerhöhung für den mehrheitlichen Rest kann ich mir schwer vorstellen. Ich tippe eher auf irgend eine dauerhafte Art der Auslagerung der Lokführer.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Krokos am 00:58:09 Sa. 24.November 2007
der Tarifvertrag wird durch irgendeine Geheimvereinbarung bitter erkauft worden sein...

Ich stelle mir soetwas ähnliches vor wie in den Verhandlungen zwischen den USA und der Sowjetunion als es um die Stationierung von Atomwaffen in Kuba ging.

Die Sowjetunion willigte ein ihre Atomwaffen abzuziehen, wenn die USA ihrerseits ihre Atomwaffen aus der Türkei abzieht.
Die USA ging darauf ein unter der Bedingung dass über den Abzug der Atomwaffen aus der Türkei Stillschweigen bewahrt wird. (Dadurch wurde das Ganze zu einem öffentlichen Sieg der USA)


wie das in der Realität aussehen wird ??
Vielleicht die Bahn + GDL gegen Transnet -  indem Fall würde ich meine gesamte Solidarität gegenüber der GDL verlieren.

Vielleicht läuft alles auch ganz human ab, wer weiss...
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Aloysius am 14:12:56 Sa. 24.November 2007
Da ist der Käs noch lang nicht gegessen... Gerade Neuigkeiten, es soll keinen eigenen Tarifvertrag geben, und auch die Schichtpläne werden wohl per Streik bekämpft

Siehe Artikel auf heute.de (http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/24/0,3672,7127000,00.html)

Und da die Zusammensetzung der Leistungen, mit denen da die 8 bis 13% konstruiert werden, äußerst schäbig ist, werden wir weiter gespannt bleiben dürfen  :cheer:
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: regenwurm am 07:35:28 So. 25.November 2007
Bei der Deutschen Bahn deutet sich offenbar ein weiterer Konflikt an. Die Gewerkschaft Transnet droht mit der Blockade der neuen Dienstpläne, die bei der Bahn mit dem Wechsel zum Winterfahrplan ab 9. Dezember gelten sollen. «Wir werden es darauf ankommen lassen, dass diese Dienstpläne im schlimmsten Fall nicht umgesetzt werden können», sagte der Tarifvorstand der Gewerkschaft.

Hintergrund sind den Angaben zufolge Klagen der Beschäftigten über unzumutbare Verschlechterungen in der Arbeitszeit und bei den Schichtdiensten.So soll mit dem Fahrplanwechsel laut Kirchner der Anteil der Schichten, die nach 24.00 Uhr enden und vor 5.00 Uhr beginnen, deutlich erhöht werden: «Mit der Folge, dass unsere Kollegen nicht mehr wissen, wie sie zu ihrem Einsatzort beziehungsweise von dort nach Hause kommen», sagte er dem Blatt. Zudem würde vor allem beim Begleit- und Servicepersonal die Zahl der auswärtigen Übernachtungen deutlich steigen.

«Die Betriebsräte aller zwölf Betriebe bei der DB Fernverkehr haben 85 Prozent der Dienstpläne, die zum Fahrplanwechsel greifen sollen, abgelehnt». Er verlange, dass die «begründeten Sorgen der Kollegen ernst genommen und die Dienstpläne hin zu mehr Familienfreundlichkeit geändert werden». «Wir werden den jetzt vorliegenden Dienstplänen in keinem Fall zustimmen.»
Ab kommender Woche soll den Angaben zufolge in Schlichtungskommissionen über die umstrittenen Dienstpläne verhandelt werden.

Quelle (http://www.pr-inside.com/de/transnet-droht-mit-blockade-des-fahrplanwechsels-r315409.htm)
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Wilddieb Stuelpner am 10:48:29 So. 25.November 2007
Zitat
Original von ManOfConstantSorrow
... Es geht um Interessenskonflikte. Die Bahn soll sturmreif geschossen werden für die Privatisierung. Das Letzte, was die in den Startlöchern wartenden Shareholder brauchen, wäre eine selbstbewußte und kampfbereite Belegschaft bei der Bahn. Es gilt also den kämpfenden Teil der Belegschaft zu brechen. Man ist bereit sich die Auseinandersetzung Erhebliches kosten zu lassen und man sucht sich Unterstützung wo es nur geht, bei der Justiz (vorläufiges Streikverbot), bei der Politik (Merkel soll eingreifen) und den Medien (recht erfolgreich; selbst einige Chefduzer halten den Kampf der Lokführer für nicht gerechtfertigt). ...

Ja ich bin gegen die Existenz der GdL an sich, genauso wie gegen die Interessenvereinigung der Ärzte, die geführt wurde unter dem dubiosen Montgomery. Ich bin gegen Gewerkschaften und Parteien, die sektiererisch die Arbeiterbewegung spalten wie in den vorliegenden Fällen bei Bahn und im Medizinbereich. Wir brauchen keine Klein- und Kleinstgewerkschaften und -parteien, wo jede wie eine Schar Hühner in alle Richtungen auseinanderstiebt, wenn ein großer Trecker auf den Hof fährt.

Wir brauchen solidarisches Zusammenhalten aller Berufsgruppen in einem Betrieb, in einer Region, in einer Branche, am besten berufs-, betriebs-, region- und branchenübergreifend ein einheitliches Verhalten mit internationalen Kontakten und Ausstrahlungen zu Bruderorganisationen.

Das Kapital handelt über Ländergrenzen hinweg kontinental und global und schaltet Landesregierungen und -parlamente als mögliche Beeinflussungsfaktoren völlig aus. Gewerkschaften und Arbeiterparteien haben es bis heute nicht vermocht, wirksam dieser Entwicklung entgegenzusteuern und internationale Waffengleichheit zu präsentieren. Eine GdL wird dazu nicht in der Lage sein, diesen Anforderungen gerecht zu werden. Sie ist ein treibendes Sandkorn in der gesellschaftlichen Entwicklung, daß schnell untergehen wird.

Was Spalter und Sektierer auf lange Sicht erreichen, erlebten wir unter
  • Bismarck mit den Sozialistengesetzen, seiner "Blut- und Eisen-Politik", seiner Politik von "Zuckerbrot und Peitsche", seiner Strategie und Taktik des "Herrschens und Teilens",
  • das Spalterverhalten der SPD und der in ihrem Fahrwasser schwimmenden Gewerkschaften bei der Bewilligung der Kriegskredite zum Bau der Panzerkreuzerflotte für Kaiser Wilhelm II., während der Novemberrevolution 1918/19, beim Mordbefehl Friedrich Eberts an Gustav Noskes Freikorps, die Arbeiterführer Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg umzubringen, das Verhalten der SPD während des Kapp-Putsches, das Verhalten des Berliner SPD-Polizeipräsidenten Karl-Friedrich Zörgiebels - später in der BRD Träger des Bundesverdienstkreuzes - weil er am 1. Mai 1929 den Befehl erteilte, auf unbewaffnete, demonstrierende Arbeiter zu schießen, das Spalterverhalten der SPD gegen die Bildung einer Einheitsfront vor der Machtergreifung der Nazis, die Hetzte des Antikommunisten und West-SPD-Parteivorsitzenden Kurt Schumachers, der aus den Folgen einer gespaltenen Arbeiterbewegung nichts gelernt hatte
Wir brauchen große, schlagkräftige, in gleiche Richtung handelnde und finanzstarke Parteien und Gewerkschaften der Arbeiterbewegung und keine Verräter-, Sektierer- und Spalterorganisationen. Einzelne Finger kann man brechen, eine geschlossene Faust ist nicht zu brechen!
"... Thälmann, ein Freund der Kapitalisten, ein Befürworter von Klassenzusammenarbeit?

Sozialpartnerschaftliches Denken, „wir sitzen doch alle in einem Boot – Prolet und Bourgeois“, war für Thälmann undenkbar. Auf dem Grubenhof eines Bergbaus wurde Teddy 1930 gefragt: „Kann man in der Krise streiken, die Gewerkschaftsreformisten verneinen das. - Die Gewerkschaftsbürokraten fürchten Streiks, die die Krise verschärfen, also den Kapitalismus schwächen. Na und? Für uns gelten nicht die Interessen der Kapitalisten, sondern nur die der Arbeiter. Im Mansfeldischen Grubenrevier, wo die Bergarbeiter seit sieben Wochen streiken, hat eine Frau gesagt: Ich habe meinem Mann die Treue am Altar geschworen, und ich halte sie ihm auch im Streik. Unterschätzen wir nicht die Solidarität! Einen Finger kann man brechen, aber fünf Finger sind eine Faust!“

Heute soll alles anders sein: „Arbeitgeber“ und „Arbeitnehmer“ ziehen an einen Strang, um in der „Marktwirtschaft“ bestehen zu können. Der Standort Deutschland verlangt das. Ausbeuter und Ausgebeutete - alles Vergangenheit?

Die Realität ist eine Andere: Die Arbeitskraft ist auch heute eine Ware. Der Arbeiter verkauft sie dem Kapitalisten. Er schafft mehr als für seine Reproduktion (Essen, Wohnung, Ernährung usw.) notwendig ist. Diesen Mehrwert eignet sich der Kapitalist an.

Und der gute alte „Vater Staat“ ist nichts anderes als der Vollstrecker der Monopolunternehmen und Hüter der Monopolinteressen.

Warum dient der technische Fortschritt aber nicht der Gesellschaft? Warum Reichtum auf der einen Seite und Elend und Armut auf der anderen Seite? Ständig steigende Arbeitshetze und psychische Belastung, soll das der Fortschritt sein? Arbeit gibt es doch genug. Für die Ausbeuter muss sie aber Maximalprofit bringen. Der Kapitalismus kann nie die Arbeitslosigkeit beseitigen, das Wohnungsproblem lösen, die Umwelt schützen. Fäulnis und Korruption treten immer stärker in Erscheinung und es kommt wieder zum Krieg. Imperialismus bedeutet Krieg, wie Thälmann immer wieder betonte. Kriege, die geführt werden, um Absatzmärkte und Rohstoffe, um einen Platz an der Sonne. Übrigens nimmt die Bundeswehr aktiv an weltweite Kriegshandlungen teil für die „Aufrechterhaltung des freien Welthandels und des ungehinderten Zugangs zu Märkten und Rohstoffen in aller Welt“. (Verteidigungs- Politische Richtlinien, 1992)

Soll das die Zukunft für die Jugend sein? Keine Lehre, Arbeitslosigkeit und dann für das Kapital auf dem „Feld der Ehre“ bzw. auf dem Feld „des freien Welthandels“ zu sterben!

Ernst Thälmann würde gewiss nicht diesen Unsinn schwafeln. Er würde fordern: nicht Arbeitsgemeinschaft und Koalition, sondern eigenständige Kämpfe zu führen. Wer nimmt denn auf die Arbeiter Rücksicht? Kein Kapitalist kümmert sich um sie. Nur solange sie Profit bringen, werden sie gebraucht, ansonsten fliegen sie wie ehedem auf die Straße. Gewiss der Spätkapitalistische Staat hat gelernt und geht "sozialverträglich" vor. Es gibt ja Arbeitslosengeld und Sozialhilfe (wenn auch immer weniger) Außergewöhnliche-Betrugs-Maßnahmen (ABM) werden gewährt. Das war’s aber schon!

Die Profitgeier denken, dass die Arbeiterbewegung derzeit am Boden liegt und sie nun machen können, was sie wollen. Ununterbrochen werden „sozialpolitische Maßnahmen“ verkündet: Hartz-Reformen, Gesundheitsreformen, Rentenreformen usw.

Die Kapitalisten fordern Lohnverzicht, verstärkte Arbeitshetze, Samstagsarbeit, Arbeitszeitverkürzung, wie die 35-Stunden-Woche, aber ohne Lohnausgleich usw. So werden angeblich Arbeitsplätze erhalten. Doch jedes Zugeständnis, jeder gesparte Euro an Lohn, gibt ihnen mehr Spielraum für Rationalisierungsinvestitionen und damit Arbeitsplatzabbau. Und sie werden immer mehr verlangen, solange sie keinen aktiven Widerstand erfahren.

Arbeiter, denkt daran, die Kapitalisten brauchen euch. Noch nie sind sie ohne euch ausgekommen, die Arbeiter brauchen sie aber nicht. Ohne euch läuft nichts. Allein die 4 Millionen Arbeiterinnen und Arbeiter in der Großindustrie produzieren heute rund vier Fünftel des gesellschaftlichen Neuwerts. Ihr könnt eine Macht werden, wenn ihr nur wollt. Noch immer stehen alle Räder still, wenn der Prolet es will.

Im Geiste Ernst Thälmanns: Für den Sozialismus kämpfen

Heute zeigt, der vom Kapital gefeierte Triumph der „Marktwirtschaft“, die unlösbaren Probleme und tiefen Widersprüche des Kapitalismus, den Keim seines unvermeidlichen Untergangs sind. Ernst Thälmann heute ehren, heißt in erster Linie an sein kämpferisches Werk anzuknüpfen, heißt aber auch die Kommunistische Partei aufzubauen. Nur eine einheitliche, kampfstarke Partei der Arbeiterklasse, die sich vom Marxismus-Leninismus leiten lässt, wird den notwendigen Neubeginn bewältigen können."

Quelle: http://www.kommunisten-online.de/historie/ernst_thaelmann.htm (http://www.kommunisten-online.de/historie/ernst_thaelmann.htm)

Ich stimme mit Dir überein, daß man es sich was kosten läßt, am Beispiel der zu privatisierenden Bahn die Gewerkschaften seitens der Bahngeschäftsleitung, seitens der Unternehmerparteien, Arbeitergeberverbände, der Medien, der Wirtschaftsinstitute die Gewerkschaften zu spalten und hasndlungsunfähig zu machen. Immerhin gibt es noch viele andere Unternehmen in diesem Land, wo Heuschrecken durch Privatisierung fette Beute machen können und wo Geschäftsleitungen und Unternehmerparteien beweisen können, wessen Interessen sie durchsetzen. Den Rest der Zerlegung besorgen solche Parteien wie die GdL etc. selbst. Die GdL wird auf Dauer keinen Bestand und Erfolg haben, wenn sie mit ihrem Nischel durch die Wand gehen will. Sie ist nur momentan in der glücklichen Lage, an einer Schlagader des bundesdeutschen, volkswirtschaftlichen Blutkreislaufes sich zu befinden, um ordentlich Schaden anzurichten. Aber die GdL ist nicht in der Lage zum einem einheitlichem, koordinierten, berufs-, betriebs-, region- und branchenübergreifendem Handeln.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Eivisskat am 11:14:09 So. 25.November 2007
Interessanter Beitrag zum Thema > ...http://www.elo-forum.org/alles-inszeniert-t18908.html?t=18908

..."Also, die beiden größten EU-Länder gehen gleichzeitig in einen gigantisch zu nennenden Streik. Jedes Mal ist es eine Schlüsseldienstleistung, deren Ausfall wirklich schmerzt und an die Substanz geht.
Ist das Zufall ?? Sicherlich nicht. Mögen die Anliegen der Bahnbeschäftigten noch so berechtigt sein, ihr Ausstand wird meiner Meinung nach instrumentalisiert und dient sicherlich der präventiven Ausschaltung von Widerstand innerhalb der Bevölkerung Frankreichs und Deutschlands. Aber Widerstand wogegen?"...
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Aloysius am 12:06:20 So. 25.November 2007
Ich bin absolut für Gewerkschaften wie die GDL.

Zunächst waren sie ja zuerst da, also sollte die TransNet eintreten bei denen, und nicht umgekehrt.

Im Weiteren haben sie eine Berechtigung, eher Verpflichtung, die Forderungen der Mitarbeiter durchzusetzen, die andere halbherzig aufgegeben oder die andere an die Vorstände und Aufsichtsräte verkauft haben.

Da können andere sich ein Scheibchen abschneiden und wieder lernen, wie es auch gehen kann.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Jens-Karsten am 23:01:07 So. 25.November 2007
Zitat
Original von flipper
Zitat
Original von Jens-Karsten
Es gibt sooo viele Berufsgruppen, die wesentlich mehr auf dem Kasten haben müssen, aber viel weniger verdienen. Da sind 30% Erhöhung und ein millionen-teurer Streik wirklich eine Unverschämtheit.

Ich wünsche ja prinzipiell jedem das Beste, aber vielleicht sollte manch einer Mal vorübergehend etwas "anderes" machen, um dann zu erkennen, wie gut er es vorher hatte.

- informier dich mal was es mit den "30%" genau auf sich hat.

- das könnteste auch zu nem hartz4ler sagen, wie gut er es im 1€ job hatte  :rolleyes:

GDL los, los! macht frankreich in deutschland!  :cheer:

Ich glaube, Herr Schell dürfte ganz genau wissen, dass seine Forderungen völlig überzogen sind. Er soll sich endlich auf eine für alle akzeptable Lösung einigen. Der letzte Vorschlag der Bahn war doch ganz in Ordnung, sofern die Medien da nicht falsch berichtet haben.

Herr Schell will sich doch nur selbst ein Denkmal setzen. Das einzige, was ihm noch bleibt, denn er ist meine ich völlig weltfremd. Wir leben nunmal schließlich nicht mehr in den 60ern oder 70ern.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: alfred am 23:05:04 So. 25.November 2007
So, jetzt haben wir den Salat. Die Transnet droht jetzt damit, sich siebenfach aufzuspalten, um guerillamäßig zuschlagen zu können, sozusagen nach dem Vorbild der GdL. Ich mag Hansen nicht, kann diese Drohung zum aktuellem Zeitpunkt aber absolut nachvollziehen. Was wird die Konsequenz sein?

In einigen Jahren wird rückblickend der GdL-Konflikt einen weiteren Meilenstein im Zerfall der flächendeckenden Arbeitnehmerorganisation darstellen. Zum Guten für die Arbeiter???
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Beitrag von: Krokos am 17:58:37 Mo. 26.November 2007
Ja ich verstehe die Transnet nicht, erst Bahn AG gegen Arbeiter und nun Arbeiter gegen Arbeiter, das war mal wieder ein schlauer Schachzug der Bahn AG, die jetzt noch als entgegenkommend hingestellt wird....naja abwarten, die Lockführer sitzen am längsten Hebel, zumindestens in der Theorie
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Beitrag von: Knubbel am 01:15:03 Di. 27.November 2007
Moin.

Ist doch nur Affentheater von DGB-Transnet. Ihnen laufen doch jetzt schon die Straßenbahn- und Busfahrer in den Öffentlichen Verkehrsbetrieben weg, deswegen wird sich jetzt aufgeplustert. Schon vor Jahren hat ÖTV die Gründung einer privaten Busgesellschaft (mit 60 % der Löhne der Stadtwerke) in Wuppertal für gut befunden, weil so die die Arbeitsplätze bei den Stadtwerken "erhalten blieben" - zumindest vorläufig. So betreibt DGB die Spaltung der Beschäftigten selbst, praktisch vorauseilend gehorsam. Ich hoffe, dass GDL den Lügenbolden bei Bahn und gelber Gewerkschaft jetzt die A****karte zeigt.

gruß Knubbel
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Beitrag von: alfred am 15:59:58 Di. 27.November 2007
Mitarbeiter öffentlicher Verkehrsbetriebe sind eigentlich in verdi...
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Beitrag von: Krokos am 17:10:15 Di. 27.November 2007
ist Transnet etwa auch soetwas ähnliches wie die christliche oder die eine neugegründete "Arbeitgeber"-gewerkschaft der Postzustelldienste ?
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Beitrag von: Kater am 19:03:52 Di. 27.November 2007
http://www.transnet.org
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: alfred am 19:14:20 Di. 27.November 2007
Zitat
Original von Krokos
ist Transnet etwa auch soetwas ähnliches wie die christliche oder die eine neugegründete "Arbeitgeber"-gewerkschaft der Postzustelldienste ?

Ja Krokos, deshalb haben deren Mitglieder auch viel weniger Lohn als Du in Deiner Leiharbeitsfirma und überhaupt herrscht dort hire & fire - so ein Dummgeschwätz!
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Krokos am 20:19:54 Di. 27.November 2007
ajo, das war eine ernstgemeinte Frage, wenn du dich angepisst fühlst kann ich auch nichts dafür !
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: alfred am 20:25:52 Di. 27.November 2007
Und ich habe Dir genauso geantwortet - den Bahnern geht es genauso schlecht wie Dir. Deshalb sind auch alle aus der Transnet ausgetreten. Nicht mal wikipedia kennt Transnet...

 :Boardsuche>
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 12:41:02 Fr. 30.November 2007
In Italien hat ein landesweiter Streik im Zug-, Flug- und Schiffsverkehr begonnen. Auch der öffentliche Nahverkehr ist betroffen. Etwa 300.000 Beschäftigte wollen im Laufe des Tages die Arbeit niederlegen und das Land weitgehend lahmlegen. Der Protest richtet sich gegen Finanzkürzungen, die für das kommende Jahr geplant sind. Transportminister Bianchi hatte vergeblich versucht, den sogenannten "Schwarzen Freitag" im Gespräch mit den Gewerkschaften noch abzuwenden.

dlf Nachrichten 30.11.07
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 14:16:33 Do. 24.Januar 2008
NS-Vergangenheit der Bahn
Fahrplan der Vernichtung

Persönliche Erlebnisberichte und Dokumente zur Logistik der Deportation: Nach langem Streit wird in deutschen Bahnhöfen die Ausstellung "Sonderzüge in den Tod" gezeigt.

Von Lothar Müller

(http://pix.sueddeutsche.de/kultur/artikel/584/154187/image_zoom_0_0-1201165869.jpg)
 Schienen in den Tod: Die Zufahrt ins KZ Auschwitz Birkenau.
Foto: AP    
 

Lange Zeit hatte es um diese Wander-Ausstellung konzeptionelle Kontroversen gegeben, nicht zuletzt darüber, wo sie gezeigt werden sollte, in Museen oder in Bahnhöfen. Nun demonstrierten alle Redner bei der Eröffnung der Ausstellung "Sonderzüge in den Tod - Die Deportationen mit der Deutschen Reichsbahn" große Einigkeit: Die Ausstellung ist im Bahnhof Potsdamer Platz in Berlin zu sehen, in unmittelbarer Nachbarschaft zur Zentrale der Deutschen Bahn AG.

Deren Chef, Hartmut Mehdorn, hatte eher an Museen als Ausstellungsorte gedacht. Aber nun lobte Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) ausdrücklich die Entscheidung für den öffentlichen Stadtraum. Und Margret Suckale vom Vorstand der Deutschen Bahn hieß Serge und Beate Klarsfeld als Vertreter der Organisation der "Söhne und Töchter der deportierten Juden aus Frankreich" besonders herzlich willkommen.

Zwanzig große Bahnhöfe

Noch vor Jahresfrist hatten die Klarsfelds moniert, an der Konzeption der Ausstellung nicht hinreichend beteiligt zu sein. Nun stellten sich nicht nur die französischen Gäste, sondern auch Charlotte Knobloch als Repräsentantin des Zentralrates der Juden in Deutschland und Romani Rose für den Zentralrat Deutscher Sinti und Roma in ihren Grußworten hinter das Ausstellungskonzept, das seine endgültige Gestalt im Verlauf des vergangenen Jahres in der Kooperation der Historiker der Deutschen Bahn mit dem Eisenbahn-Kenner Alfred Gottwaldt vom Deutschen Technikmuseum und dem Berliner Centrum Judaicum gewonnen hat.

Schon ein erster Rundgang durch das nicht sehr große Ausstellungsgelände mit seinen vierzig Stelltafeln und der zentralen Videoinstallation, in der überlebende Zeitzeugen von der Innenwelt der Züge berichten, zeigt den Hauptimpuls der nun gefundenen Konzeption: zwischen den Polen eines Memorials, das als Gedenkstätte und Mahnmal erfahren werden kann, und dem historisch-analytischen Blick auf die Technikgeschichte und Logistik der Deportationen zu vermitteln.

Am Mahnmal-Pol ist der Beitrag von Serge und Beate Klarsfeld angesiedelt. Sie haben in Frankreich eine inzwischen an zwanzig großen Bahnhöfen des Landes gezeigte Ausstellung mit Fotos, Briefen und Dokumenten über die 11 400 jüdischen Kinder erarbeitet, die aus Frankreich deportiert wurden. In die nun eröffnete deutsche Ausstellung sind die Dokumente jener 800 unter diesen Kindern eingegangen, die aus Deutschland und Österreich stammten.

Logistik der Vernichtung

Am anderen Pol der Ausstellung steht, was man die Firmengeschichte der Deportationen nennen könnte. Auch in ihr kommen Individuen vor, etwa die Brüder Gert und Hans Rosenthal (der überlebte und ein Fernsehstar wurde) als Insassen eines Transportes, der am 19. Oktober vom Güterbahnhof Moabit in Berlin aus nach Riga in Lettland abging. Aber es gibt hier zugleich die Fahrpläne ("Düsseldorf-Derendorf ab 11.06 Uhr, Lublin an 4.16"), die bürokratischen Erlasse zu den Sonderzügen, die Direktiven für den Umlauf der leeren Güterwagen, das für Massenbeförderungen zuständige Referat 21 und das Referat IV B in der Geheimen Staatspolizei, dem als einer der wichtigsten Organisatoren der Deportationen Adolf Eichmann vorstand.

Ein Bahnhof ist kein Museum. Eine Ausstellung, die hier stattfindet, muss mit dem Passanten als wichtigstem Besuchertyp rechnen. Der bringt in der Regel weniger Zeit mit als jemand, der sich einen Besuch des Holocaust-Mahnmals vorgenommen hat. Dem trägt das kompakte Format der Ausstellung erfolgreich Rechnung. Und zumindest in Ansätzen arbeitet sie einer Asymmetrie entgegen, die nicht selten in Gedenkstätten begegnet: der Intensität, mit der sie den Opfern ihr individuelles Gesicht zu geben suchen, steht oft die Logistik der Vernichtung als anonyme Maschinerie gegenüber.

Hier aber haben, wie in einer Firmenbroschüre notwendig und üblich, im Abschnitt über die "Gleichschaltung und Anpassung" des Unternehmens nach 1933 auch die Reichsbahnvorstände und Abteilungsleiter ein Gesicht. So stehen, wenn etwa der Transport von 987 Menschen von Berlin nach Lodz (Litzmannstadt) am 24. Oktober 1941 dokumentiert wird, hinter den exakten Zahlen erkennbar diejenigen, die sowohl die Exaktheit der Deportation wie die Exaktheit ihrer Überlieferung garantierten. Es lohnt sich, für diese Ausstellung am Potsdamer Platz Station zu machen.

Berlin, Potsdamer Bahnhof, bis 11. Februar, anschließend in Halle, Schwerin, Münster und weiteren Städten

(SZ vom 24.1.2008/kur)
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: alfred am 01:14:21 Do. 31.Januar 2008
Zurück zur GdL.

War da was? 31 Prozent mehr?

Was bleibt? 7,5 Prozent! Die Einmalzahlung hatten Transnet auch. Was war jetzt genau der Erfolg? Machtsicherung der Führung und Unzufriedenheit der Basis!? Willkommen in der schönen neuen alten Welt der Gewekschaften.

Wo sind jetzt hier bei Chefduzen all die Gdl-Jubler???
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: schwarzrot am 06:50:52 Do. 31.Januar 2008
Hier!
(nicht wirklich je gewesen)
Willst du nun wieder lieber wegen der 4% der anderen DGB bahn'gewerkschaften' jubeln? Dann nur zu Alfred.

Ausserdem, warts doch mal ab, die basis der GDL ist ja ganz und gar nicht zufrieden mit den 7,5%.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: AndreasLung am 10:41:23 Mi. 06.Februar 2008
Nur zur Info: Es waren 4,5 %, und als Mindestbetrag 1600 € über die gesamte Laufzeit. Plus 10 % garantiert bis 2010. Plus neues Entgeltsystem.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 13:29:14 Mi. 13.Februar 2008
Ungarn:
Erneuter Bahnstreik - ausgeweitet

Gerade mal 5 Züge fuhren am 1. Februar aus den Bahnhöfen der Hauptstadt - der zunächst als eintägiger Streik ausgerufene war so erfolgreich, dass die Gewerkschaft VDSzSZ beschloss, ihn unbefristet auszuweiten. Die Bahngewerkschaft, bereits in den letzten Monaten führend an der Bewegung gegen Privatisierung beteiligt, kämpft jetzt um mehr Lohn für die Bahnbeschäftigten.
http://libcom.org/news/hungary-rail-workers-strike-becomes-unlimited-05022008
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Eivisskat am 21:08:40 Mi. 20.Februar 2008
Zitat

Holding als Rutschbahn zur Bahn-Privatisierung.
Bundesanwaltschaft erhebt Anklage gegen Mehdorn, Steinbrück und Tiefensee
 
Der Bahn-Chef, der Bundesfinanzminister und der Bundesverkehrsminister bilden spätestens seit Ende Oktober 2007 eine konspirative Vereinigung.
Deren Ziel: Die Privatisierung der Eisenbahn in Deutschland – hinter dem Rücken des Parlaments und zum Schaden des Eigentümers und Souveräns, der Bevölkerung, vertreten durch den Bund.  Der Vorgang verdient die Bezeichnung Bahn-Putsch.

Redaktionelle Vorbemerkung
Daß prominente Vertreter der herrschenden Klasse Beträge in Höhe vieler hundert Millionen Euro klammheimlich am Fiskus vorbei und in die eigenen Taschen dirigierten, wird dieser Tage nach Bekanntwerden der Affäre um den Post AG-Vorstandsvorsitzenden Klaus Zumwinkel allerorten breit debattiert.

Daß die drei genannten Prominenten Hartmut Mehdorn, Peer Steinbrück und Wolfgang Tiefensee auch weiterhin ein gesellschaftliches Vermögen im Wert von einigen Dutzend Milliarden Euro klammheimlich privaten Profiteuren zuschanzen wollen, wurde bisher in der Öffentlichkeit nur bruchstückhaft kommuniziert.

Tatsächlich gehen die große Mehrheit der Bevölkerung und der Bahn-Beschäftigten seit dem SPD-Parteitag von Ende Oktober 2007 davon aus, daß das Thema Bahn-Privatisierung vom Tisch sei. Doch spätestens dieser Parteitag bildete den Ausgangspunkt für das Projekt Bahn-Putsch, für die Formierung einer Putschistengruppe und für die Ausarbeitung eines detaillierten Putschplanes.

Wir veröffentlichen im folgenden zentrale Auszüge aus der der Redaktion in Gänze vorliegenden Anklageschrift der Bundesanwaltschaft, die uns aus ungewöhnlich gut informierten Justizkreisen zugespielt wurde.

Putschplan
Spätestens nach dem SPD-Parteitag in Hamburg (26. bis 28. Oktober 2007) war den Angeklagten klar, daß das Vorantreiben des Bahn-Privatisierungsprozesses im Parlament und unter den Augen der Öffentlichkeit zum Scheitern verurteilt sein würde.
 Der mutmaßlich in diesem Zeitraum erarbeitete Plan für einen Staatsbahnputsch sieht erstens ein neues Privatisierungsmodell und zweitens die Durchsetzung desselben weitgehend unter Ausschluß der Öffentlichkeit und unter Ausschaltung des Parlamentes vor.

weiter > http://www.jungewelt.de/2008/02-21/011.php

Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Kater am 15:45:05 Mo. 03.März 2008
Zitat
Original von ManOfConstantSorrow
NS-Vergangenheit der Bahn
Fahrplan der Vernichtung

Persönliche Erlebnisberichte und Dokumente zur Logistik der Deportation: Nach langem Streit wird in deutschen Bahnhöfen die Ausstellung "Sonderzüge in den Tod" gezeigt.

Von Lothar Müller

(http://pix.sueddeutsche.de/kultur/artikel/584/154187/image_zoom_0_0-1201165869.jpg)
 Schienen in den Tod: Die Zufahrt ins KZ Auschwitz Birkenau.
Foto: AP    
 

Lange Zeit hatte es um diese Wander-Ausstellung konzeptionelle Kontroversen gegeben, nicht zuletzt darüber, wo sie gezeigt werden sollte, in Museen oder in Bahnhöfen. Nun demonstrierten alle Redner bei der Eröffnung der Ausstellung "Sonderzüge in den Tod - Die Deportationen mit der Deutschen Reichsbahn" große Einigkeit: Die Ausstellung ist im Bahnhof Potsdamer Platz in Berlin zu sehen, in unmittelbarer Nachbarschaft zur Zentrale der Deutschen Bahn AG.

Deren Chef, Hartmut Mehdorn, hatte eher an Museen als Ausstellungsorte gedacht. Aber nun lobte Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) ausdrücklich die Entscheidung für den öffentlichen Stadtraum. Und Margret Suckale vom Vorstand der Deutschen Bahn hieß Serge und Beate Klarsfeld als Vertreter der Organisation der "Söhne und Töchter der deportierten Juden aus Frankreich" besonders herzlich willkommen.

Zwanzig große Bahnhöfe

Noch vor Jahresfrist hatten die Klarsfelds moniert, an der Konzeption der Ausstellung nicht hinreichend beteiligt zu sein. Nun stellten sich nicht nur die französischen Gäste, sondern auch Charlotte Knobloch als Repräsentantin des Zentralrates der Juden in Deutschland und Romani Rose für den Zentralrat Deutscher Sinti und Roma in ihren Grußworten hinter das Ausstellungskonzept, das seine endgültige Gestalt im Verlauf des vergangenen Jahres in der Kooperation der Historiker der Deutschen Bahn mit dem Eisenbahn-Kenner Alfred Gottwaldt vom Deutschen Technikmuseum und dem Berliner Centrum Judaicum gewonnen hat.

Schon ein erster Rundgang durch das nicht sehr große Ausstellungsgelände mit seinen vierzig Stelltafeln und der zentralen Videoinstallation, in der überlebende Zeitzeugen von der Innenwelt der Züge berichten, zeigt den Hauptimpuls der nun gefundenen Konzeption: zwischen den Polen eines Memorials, das als Gedenkstätte und Mahnmal erfahren werden kann, und dem historisch-analytischen Blick auf die Technikgeschichte und Logistik der Deportationen zu vermitteln.

Am Mahnmal-Pol ist der Beitrag von Serge und Beate Klarsfeld angesiedelt. Sie haben in Frankreich eine inzwischen an zwanzig großen Bahnhöfen des Landes gezeigte Ausstellung mit Fotos, Briefen und Dokumenten über die 11 400 jüdischen Kinder erarbeitet, die aus Frankreich deportiert wurden. In die nun eröffnete deutsche Ausstellung sind die Dokumente jener 800 unter diesen Kindern eingegangen, die aus Deutschland und Österreich stammten.

Logistik der Vernichtung

Am anderen Pol der Ausstellung steht, was man die Firmengeschichte der Deportationen nennen könnte. Auch in ihr kommen Individuen vor, etwa die Brüder Gert und Hans Rosenthal (der überlebte und ein Fernsehstar wurde) als Insassen eines Transportes, der am 19. Oktober vom Güterbahnhof Moabit in Berlin aus nach Riga in Lettland abging. Aber es gibt hier zugleich die Fahrpläne ("Düsseldorf-Derendorf ab 11.06 Uhr, Lublin an 4.16"), die bürokratischen Erlasse zu den Sonderzügen, die Direktiven für den Umlauf der leeren Güterwagen, das für Massenbeförderungen zuständige Referat 21 und das Referat IV B in der Geheimen Staatspolizei, dem als einer der wichtigsten Organisatoren der Deportationen Adolf Eichmann vorstand.

Ein Bahnhof ist kein Museum. Eine Ausstellung, die hier stattfindet, muss mit dem Passanten als wichtigstem Besuchertyp rechnen. Der bringt in der Regel weniger Zeit mit als jemand, der sich einen Besuch des Holocaust-Mahnmals vorgenommen hat. Dem trägt das kompakte Format der Ausstellung erfolgreich Rechnung. Und zumindest in Ansätzen arbeitet sie einer Asymmetrie entgegen, die nicht selten in Gedenkstätten begegnet: der Intensität, mit der sie den Opfern ihr individuelles Gesicht zu geben suchen, steht oft die Logistik der Vernichtung als anonyme Maschinerie gegenüber.

Hier aber haben, wie in einer Firmenbroschüre notwendig und üblich, im Abschnitt über die "Gleichschaltung und Anpassung" des Unternehmens nach 1933 auch die Reichsbahnvorstände und Abteilungsleiter ein Gesicht. So stehen, wenn etwa der Transport von 987 Menschen von Berlin nach Lodz (Litzmannstadt) am 24. Oktober 1941 dokumentiert wird, hinter den exakten Zahlen erkennbar diejenigen, die sowohl die Exaktheit der Deportation wie die Exaktheit ihrer Überlieferung garantierten. Es lohnt sich, für diese Ausstellung am Potsdamer Platz Station zu machen.

Berlin, Potsdamer Bahnhof, bis 11. Februar, anschließend in Halle, Schwerin, Münster und weiteren Städten

(SZ vom 24.1.2008/kur)

Zitat
Gebühren für das Gedenken
"Zug der Erinnerung" muss Gleisentgelte und Bahnhofsgebühren zahlen

Die Deutsche Bahn AG verlangt für das Ausstellungsprojekt "Zug der Erinnerung" mindestens 25.000 Euro Gebühren allein für die Nutzung der Gleise, wie WISO-Recherchen ergaben.

Die Ausstellung erinnert an die Deportation von Kindern in die Konzentrationslager im Dritten Reich. Damals wurden drei Millionen Menschen von der damaligen Reichsbahn deportiert. Die Opfer mussten für ihre Deportation in Nazi-Deutschland selbst zahlen. Jeweils eine Fahrkarte dritter Klasse: vier Pfennig pro Kilometer für Erwachsene, zwei Pfennig pro Kilometer für Kinder unter zehn Jahren.

Von der Ausstellungsinitiative werden neben den Gleisentgelten auch Gebühren für die Nutzung der Bahnhöfe verlangt. "Wir zahlen für jede Stunde, die der Zug auf dem Bahnhof steht und geöffnet ist, 45 Euro an die Bahn AG", sagt Hans-Rüdiger Minow, der Sprecher des "Zuges der Erinnerung."

Spende könnte Konflikt lösen
Die Deutsche Bahn AG erklärt gegenüber WISO, dass sie verpflichtet sei, Entgelte für den "Zug der Erinnerung" zu erheben: "Trassenentgelte und Stationsgebühren können nach geltendem Rechtsrahmen nicht erlassen werden." Deswegen haben die verkehrspolitischen Sprecher aller Bundestagsfraktionen die Bahn aufgefordert, die Kosten als Spende zurückzugeben.

"Wenn die Bahn formal argumentiert, dann soll sie die Trassenpreise verlangen", schlägt Winfried Hermann, der verkehrspolitische Sprecher von Bündnis 90/Grünen vor, "wir erwarten dann, dass sie in einem vergleichbaren Volumen eine Spende an die Initiative macht." Das Bundesverkehrsministerium hat 15.000 Euro gespendet, um sich an den Kosten der Ausstellung bei ihrem Halt in Berlin zu beteiligen.

Minister Wolfgang Tiefensee (SPD) erklärt dazu auch in Richtung Bahn AG: "Ich wünsche mir, dass diese Unterstützung auch eine gewisse Signalwirkung auf andere potentielle Förderer hat." Auf den Vorschlag der Verkehrspolitiker hat die Bahn AG bislang nicht reagiert.

http://wiso.zdf.de/ZDFde/inhalt/10/0,1872,7165418,00.html
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Krokos am 22:12:49 So. 09.März 2008
schaut euch das mal an


http://www.youtube.com/watch?v=3xqsJ5r3etQ


Alfred du hattest Recht ;)
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Kater am 00:04:06 Mo. 10.März 2008
deshalb: http://www.bahnvonunten.de/
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 15:26:44 Do. 13.März 2008
Eine kämpferische Gewerkschaft sieht anders aus! Nun kann die GDL wieder in den altbekannten Schlaf verfallen, denn die Existenz ist gesichert? Ist die Existenz der Fahrpersonale auch gesichert?...

http://www.labournet.de/branchen/dienstleistung/tw/bahn/standpunkt3.pdf
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 19:18:10 Sa. 15.März 2008
Streik bei SBB Cargo in Bellinzona dauert an
Seit Montag streikt in Bellinzona (Schweiz) die Belegschaft des Ausbesserungswerks der SBB (Schweizerische Bundesbahnen) gegen geplante Arbeitsplatzvernichtung. Die Arbeiter haben sich auf einen mehrwöchigen Streik eingestellt. Der Streik erfährt große Unterstützung aus der Bevölkerung. Über 100.000 Franken sind bereits zur Streikunterstützung gesammelt worden. Weitere Infos gibt es auf unter http://www.sev-online.ch und http://www.officine.unia.ch.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 12:51:38 So. 23.März 2008
Berlin (dpa) - Die Deutsche Bahn hat laut der "Süddeutschen Zeitung" im vergangenen Jahr Umsatz und Gewinn leicht gesteigert. Der Konzernumsatz stieg demnach um 4 Prozent auf 31 Milliarden Euro, der Gewinn nach Steuern und Zinsen fiel mit 1,7 Milliarden Euro leicht höher aus als im Vorjahr.

http://www.kn-online.de/artikel/2327352/Deutsche_Bahn_steigert_Umsatz_und_Gewinn.htm
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 19:01:02 Di. 25.März 2008
Zitat
Original von ManOfConstantSorrow
Streik bei SBB Cargo in Bellinzona dauert an
Seit Montag streikt in Bellinzona (Schweiz) die Belegschaft des Ausbesserungswerks der SBB (Schweizerische Bundesbahnen) gegen geplante Arbeitsplatzvernichtung. Die Arbeiter haben sich auf einen mehrwöchigen Streik eingestellt. Der Streik erfährt große Unterstützung aus der Bevölkerung. Über 100.000 Franken sind bereits zur Streikunterstützung gesammelt worden. Weitere Infos gibt es auf unter http://www.sev-online.ch und http://www.officine.unia.ch.

Im Arbeitkampf in den SBB-Industriewerken in Bellinzona haben sich die Fronten verhärtet. Die Verhandlungen in Bern wurden am Montagabend von den SBB ausgesetzt. Darauf kündigte das Streikkommitee die Fortsetzung des Streiks an.

http://www.baz.ch/news/index.cfm?ObjectID=E2610E8B-1422-0CEF-708C92457A31384D
http://zugumzugvoran.blogsport.de/streik-in-bellinzona/
http://www.officine.unia.ch/Solidaritaetsappell.2852.0.html?&L=0
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Wilddieb Stuelpner am 13:36:21 Sa. 12.April 2008
ARD/RBB, Sendung "Kontraste" vom 10.04.2008:Marode Gleise, hoher Profit - Deutsche Bahn poliert die Bilanz (http://www.rbb-online.de/_/kontraste/beitrag_jsp/key=rbb_beitrag_7301178.html)

Sendung vom 10. April 2008, Autor: Ursel Sieber und Andrea Böll

Einen Milliarden- Gewinn für 2007 präsentierte Bahnchef Hartmut Mehrdorn letzte Woche stolz. Den Großteil habe das Schienennetz erwirtschaftet. Doch das ist wegen fehlender Investitionen in einem schlechten Zustand und lebt von den Subventionen der Steuerzahler. Während die Fahrgäste in vollen Regionalzügen zur Arbeit fahren, poliert Mehdorn die nächste Bilanz bereits mit höheren Trassenpreisen. Ursel Sieber und Andrea Böll über die Bahn-Tricks vor dem geplanten Börsengang.

Vorerst keine Preiserhöhungen bei der Bahn!

Das hat uns Bahnchef Mehdorn vergangene Woche hoch und heilig versprochen, als er seine Bilanz vorstellte und sich über Riesengewinne freute. Was er allerdings verschwiegen hat: Seine Mehreinnahmen holt er sich offenbar trotzdem von uns Steuerzahlern! Auf Umwegen. Auch wenn es absurd klingt: Das Staatsunternehmen Deutsche Bahn AG kassiert durch die Hintertür fleißig von den Ländern, und damit den Bürgern. Die Bahn lässt sich nämlich die Nutzung von Trassen und Bahnhöfen teuer bezahlen - auch wenn sie noch so verlottert sind. Ursel Sieber und Andrea Böll mit Hintergründen.

Ein stolzer Bahnvorstand: präsentiert eine schöne Bilanz. 1,7 Milliarden Euro Gewinn, denn der Bahnchef will unbedingt an die Börse.

Hartmut Mehdorn, Deutsche Bahn AG
„Ein erfolgreiches Jahr, das sechste Jahr Wachstum hintereinander und wir wollen das auch weitermachen.“

Eine Erfolgsbilanz für die Deutsche Bahn AG? Hier in Brandenburg, in der Stadt Guben ist von dieser Erfolgsbilanz nichts zu spüren.

Rainer Heik fährt gern und oft mit der Bahn, doch der Service am Bahnhof wird immer schlechter, kein Personal, keine Durchsagen mehr.

KONTRASTE
„Was ist mit den Lautsprechern?“
Rainer Heik
„Die Lautsprecher sind schon lange nicht mehr in Betrieb, seitdem kein Stationspersonal mehr da ist, gibt es auch keine Durchsagen mehr, auch nicht ferngesteuert“.“

Wenn hier ein Zug Verspätung hat, erfährt man nichts. Keine Durchsagen, nicht einmal Anzeigetafeln – die sind auch abmontiert. Dass die Bahn an die Börse drängt, löst hier schlimme Befürchtungen aus.

Rainer Heik
„Ich denke eher, es wird dann wie immer sein, es soll Gewinn erwirtschaftet werden und was dann nicht wirtschaftlich ist, wird eingespart.“

Und das ist jetzt schon der Trend auf immer mehr Bahnhöfen. Auch in Rangsdorf bei Berlin erfahren Fahrgäste im Verspätungsfall nichts. Sogar die Bahnhofsuhr ist zugeklebt. Oder Senftenberg: Hier hängen die Anzeigetafeln zwar – doch so nutzen sie nichts.

Dabei wäre ausreichend Geld vorhanden. Rund 120.000 Euro kassiert die Deutsche Bahn jedes Jahr allein für diesen Bahnhof.

Die DB AG berechnet Gebühren, für jeden Zug, der an einem Bahnhof hält: die so genannte Stationsgebühr. Diese geht an die Tochtergesellschaft der Bahn, der die Bahnhöfe gehören. Da der Staat den Regionalverkehr besonders fördert, erstattet er die Gebühr dem jeweiligen Verkehrsunternehmen. Letztendlich müssen also die Steuerzahler dafür aufkommen.

Hans-Werner Franz ist Chef des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg. Er zahlt aus Steuermitteln für den Regionalverkehr Stationsgebühren an die DB AG. Doch die verlangt immer höhere Preise, obwohl sich das Angebot vielerorts verschlechtert.

Hans-Werner Franz, Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg
„Trotzdem müssen wir dort mehr Stationsbenutzungsgebühren zahlen, weil es eben autonom festgesetzt wird von der DB AG, ohne dass wir Einfluss darauf haben.“
KONTRASTE
„Ärgern Sie sich darüber?“
Hans-Werner Franz, Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg
„Das ist in der Tat der Fall. Wir sind ja dafür da, um den öffentlichen Personennahverkehr zu verbessern, mehr Verkehr auf die Schiene zu bringen und das geht nicht, wenn die Qualität schlechter wird.“

Ein Beispiel: Hier nach Frankfurt/Oder fährt die Ostdeutsche Eisenbahn. Für jeden Halt an diesem kleinen Bahnhof verlangt die DB AG wie überall eine Gebühr: Vor vier Jahren waren das 85 Cent – heute sind es 4,32 Euro. Auch diese Kosten übernimmt der Staat. Insgesamt kassiert die Bahn AG für den Halt allein an dieser kleinen Station 50.000 Euro - wohlgemerkt Jahr für Jahr. Nur zu sehen ist davon nichts.

Hans-Werner Franz, Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg
„Wenn wir diese 50.000 Euro der Gemeinde geben würden und würden sagen, hier hast Du 50.000 Euro, bring die Station in Ordnung, ich verspreche Ihnen, dass der Bürgermeister sofort alles in Bewegung setzen wird, um da einen Vorbildbahnhof draus zu machen, weil mit diesem Geld, das er ja dann jedes Jahr bekommen würde, da könnte er die Station in einem fantastischen Zustand halten.“

Die Bahn kassiert und verkündet Riesengewinne – interessanter Weise vor allem in den Sparten, die kräftig vom Staat subventioniert werden:

Haupteinnahmequelle der Deutschen Bahn ist der Regionalverkehr. Steigende Gewinne gibt es auch bei der Bahntochter Station und Services. Neu ist die rasante Gewinnsteigerung bei der Bahntochter DB Netz. Ihr gehört das Schienennetz.

Wie bei der Maut auf der Autobahn, verlangt die DB Netz auch für die Nutzung ihrer Schienen eine so genannte Trassengebühr, für jeden befahrenen Kilometer. Für Regionalzüge kommt dabei wieder der Staat auf. Da die Bahn das Monopol hat, bestimmt sie den Preis.

Hans-Werner Franz, Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg
„Unsere Vermutung ist, dass dieses Geld nicht für den Unterhalt der Gleise im Regionalverkehr benutzt wird und dass deshalb von uns zuviel Geld bezahlt wird für die Trassenbenutzung.“

Ein Beispiel von vielen: Auf dieser Strecke nach Frankfurt/Oder sind die Trassenpreise stark gestiegen – und trotzdem spart die DB AG offenbar bei der Trassenpflege.

Jörg Kiehn, Ostdeutsche Eisenbahngesellschaft
„Hier müssen wir abbremsen auf 30 km/h nur für diese Weiche und dann können wir kurz beschleunigen und gleich danach müssen wir wieder bremsen, weil bestimmte Dinge einfach nicht mitgemacht wurden bei der Sanierung wie diese Weiche, wie eine Brücke, über die wir später noch kommen, wie bestimmte Durchlässe über die wir noch kommen, die wurden einfach nicht mitgemacht.“

Allein für den Regionalverkehr in Berlin – Brandenburg erhöhte die DB AG die Trassenpreise seit 2001 um rund 36 Prozent.

Auf die Anfrage von KONTRASTE bestreitet die Konzernzentrale der Deutschen Bahn einen Zusammenhang zwischen Gebührenerhöhung und gestiegenem Gewinn. Doch der Monopolist lässt sich nicht in die Karten schauen.

Wie sich die Gebühren zusammensetzen, verrät die DB AG nicht einmal der zuständigen Kontrollbehörde, der Bundesnetzagentur. Diese Bundesbehörde soll eigentlich die Trassen- und Stationspreise der Deutschen Bahn AG überwachen. Sogar deren Präsident, Matthias Kurth, kennt die genauen Zahlen nicht.

Matthias Kurth, Bundesnetzagentur
„Auch uns ist die innere Logik des Trassenpreissystems mit diesen vielen Elementen, Regionalfaktoren, andere Faktoren, nicht transparent genug, jedenfalls auf den ersten Blick erschließt sich diese Logik nicht. Aber unsere rechtliche Lage ist so, dass wir der Bahn nachweisen müssen, dass dort diskriminierende Bestimmungen sind. Wir haben den Nachweis führen, wir haben die Beweislast.“

Doch Bahnvorstand Hartmut Mehdorn weigert sich bislang hartnäckig, die Preis-Kalkulationen offen zu legen. Die Deutsche Bahn AG spielt auf Zeit - zulasten des Regionalverkehrs.

Hans-Werner Franz, Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg
„Man darf nicht die Freiheit bei der DB AG belassen, die Gebühren für die Benutzung der Infrastrukturen autonom festzusetzen und damit quasi eine Gelddruckmaschine für die Gewinne des DB Konzerns zu haben. Das kann so nicht bleiben, das muss politisch geändert werden.“

Für 2009 hat die Bahn übrigens bereits eine weitere Erhöhung der Trassenpreise angekündigt.

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Und vors Loch für steigende Fahrpreise schiebt Mehdorn samt DB-Vorstand die streikenden Bahner. Dabei dürfte dieser Einfluß der geringste auf die Fahrpreise sein.

Was genehmigte sich Mehdorn und Consorten an Gehaltserhöhung für diese bürger- und fahrgastfeindliche Firmenpolitik?

Bei Anne Will kams raus: (http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,509975,00.html)

"... 300 Prozent mehr Gehalt für Mehdorn

Mehdorn (http://de.wikipedia.org/wiki/Hartmut_Mehdorn) kann zufrieden nicken. Aber nicht lange. Schauspieler Becker erinnert ihn flugs an sein eigenes Gehalt: "Wie viel Prozent haben sie sich seit der Bahnreform genehmigt, seit 1994? Wollen Sie es sagen, oder soll ich? Es sind 300 Prozent. Ich bin fast fassungslos, dass Sie sich mit einem jährlichen Gehalt um die drei Millionen Euro so profilieren gegenüber den Kollegen", giftet Becker. Der Hinweis, der Bahnvorstand befinde sich beim Gehalt im unteren Drittel des Üblichen, hilft dem Bahnchef da wenig. ..."

Die Vorstandsbezüge Mehdorns im Geschäftsjahr 2006 lagen bei 3,184 Millionen Euro, darunter 750.000 Euro Fixgehalt sowie 2,41 Mio. Euro variables Gehalt.[27]

[27] Geschäftsbericht 2006 der Deutschen Bahn AG, Seite 194

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Hartmut_Mehdorn

Der persönliche Hofberichterstatter und Mehdornbiograf?

Im Oktober 2007 erschien unter dem Titel "Diplomat wollte ich nie werden" Mehdorns Biografie (ISBN 3455500471), die aus mehrtägigen Gesprächen mit dem Publizisten Hugo Müller-Vogg hervorging.

Und wer beschloß diese Privatisierungsentwicklung?

Die von der Wirtschaft in die Politik und Parlamente geschleusten Lobbyisten und nicht das steuerzahlende Volk!!!

ARD/WDR, Sendung "Monitor":Dossier Lobbyismus (http://www01.wdr.de/tv/monitor/lobbyismus.phtml)

(http://systemfehler.info/wp-content/uploads/2007/05/474707547_4c2bcfa71f.jpg)
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Kater am 13:02:04 Do. 08.Mai 2008
Zitat
Transnet-Chef Hansen tritt zurück  :aggressiv>

Berlin (dpa) - Der Vorsitzende der Gewerkschaft Transnet, Norbert Hansen, will ins Management der Deutschen Bahn wechseln. Er habe seine Bereitschaft erklärt, als Arbeitsdirektor des Unternehmens zur Verfügung zu stehen, teilte Hansen am Donnerstag in Berlin mit.

Hansen erklärte zugleich seinen Rücktritt als Vorsitzender von Transnet. «Ich bin vom Aufsichtsratsvorsitzenden der Deutschen Bahn AG und aus Kreisen der Politik gefragt worden, ob ich als Arbeitsdirektor zur Verfügung stehen würde.» Dazu sei er bereit, berichtete Hansen. Der Transnet-Vorstand habe seine Entscheidung begrüßt und werde die Ernennung durch den Aufsichtsrat unterstützen. An diesem Freitag sollen die Spitzengremien der Gewerkschaft über die Nachfolge Hansens beraten.

http://de.news.yahoo.com/dpa2/20080508/twl-transnet-chef-hansen-tritt-zurck-f41e443.html
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: antonov am 14:29:19 Do. 08.Mai 2008
Zitat
08.05.2008
Gewerkschafts-Vorsitzender tritt zurück
Transnet-Chef Hansen wechselt zur Bahn  

Die Bahngewerkschaft Transnet muss sich einen neuen Chef suchen. Norbert Hansen reicht seinen Rücktritt ein - und will nun Arbeitsdirektor bei der Bahn werden.
 ...
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/artikel/130/173614/
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: antonov am 16:31:07 Do. 08.Mai 2008
Zitat
Original von Strombolli     
Mann wird gekauft

Wichtige bzw. willfährige Handlanger des Systems werden eben gekauft... fürstlich entlohnt
und die Gegner mit dem Gegenteil in Schach gehalten.  Zeit für  :schlafen> oder Zeit für  :aggressiv> ?
hab das mal kopiert  :)
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Kater am 16:49:32 Do. 08.Mai 2008
Zitat
Hansen stützte Privatisierungskurs

Bereits zuvor war in verschiedenen Medien über einen entsprechenden Wechsel des Vorsitzenden der größten deutschen Bahngewerkschaft spekuliert worden. Als brisant gilt die Tatsache, dass Transnet unter Führung des SPD-Mitglieds Hansen als einzige Gewerkschaft im DGB den Privatisierungskurs der Deutschen Bahn unterstützt hat.
 
Über den Wechsel hatte gestern bereits das privatisierungskritische Bündnis "Bahn für Alle" berichtet. Das Bündnis hatte die Entscheidung Hansens und seinen Kurs bei der Teilprivatisierung der Bahn mit den Worten kritisiert: "Nachdem er die Weichen für die Privatisierung gestellt hat, macht er sich aus dem Staub, kassiert ab und lässt die Beschäftigten die Zeche bezahlen." Transnet und Bahn hatten sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht dazu äußern wollen.

Zitat
"Was Hartz bei VW war, wird Hansen jetzt bei der Bahn."

Quelle: Gregor Gysi, Vorsitzender der Bundestagsfraktion "Die Linke"

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/hansen6.html
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: antonov am 01:52:18 Fr. 09.Mai 2008
Zitat
Gedanken zur Zeit 08-05-08:
 Die Bahnprivatisierung wird immer komischer

Gegen die wichtigste Gewerkschaft im eigenen Haus hätte Mehdorn die Privatisierung des Unternehmens kaum vorantreiben können. Nun wird langsam klar, wie die Strippen zwischen ihm, der CDU, der Gewerkschaft Transnet, deren Vorsitzenden Hansen mit SPD-Parteibuch und der SPD gezogen wurden. Daß ausgerechnet der Transnetvorsitzende mit einem hochdotierten Jobangebot im privatisierten Unternehmen geködert werden konnte, ist ein bewunderswerter Meisterstreich.  

Wieder einmal muß man sich fragen, wie prinzipientreu einige deutsche Gewerkschaftsführer eigentlich sind. In Frankreich z.B. wäre ein solches Verhalten, wie die Privatisierung selbst, undenkbar. Wenn die Gewerkschaft nun argumentiert, mit dem Pöstchenwechsel werde eine weitere Garantie für den integrierten Konzern und für die Beschäftigungssicherung abgegeben, kann man nur zynisch lachen. Natürlich wird zunächst einmal Hansens Beschäftigung gesichert. Kapito?
http://jjahnke.net/gedanken29.html#han
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: antonov am 02:05:22 Fr. 09.Mai 2008
Zitat
09. Mai 2008   
Kommentar
Unverfroren das Gleis gewechselt
VON STEPHAN BÖRNECKE  

Rascher kann ein Gewerkschafter sein Vertrauen bei Mitgliedern und Öffentlichkeit nicht verspielen. Vor wenigen Tagen noch saß Norbert Hansen dem Bahnboss Hartmut Mehdorn gegenüber. Nein, nicht um über sein neues Gehalt zu verhandeln. Sondern um als Chef der Eisenbahner-Gewerkschaft Transnet über die Verlängerung der Beschäftigungssicherung im Konzern zu verhandeln. Eine Beschäftigungssicherung, die - anders als von Hansen verkauft - löchrig ist wie ein Sieb. Da können viele Bahner durchfallen. Mal sehen, wie der 55-Jährige diese vermeintliche Jobgarantie als von der Gewerkschaftsseite entsandter Arbeitsdirektor im Bahnvorstand durchzusetzen vermag.    

Norbert Hansen wurde nicht erst über Nacht zur schillernden Figur. Er hat nicht nur die Rolle der Lokführer-Gewerkschaft GDL in den vergangenen zwölf Monaten unterschätzt und zu verniedlichen versucht. Er hat vor allem, und das geht uns alle als Bahnkunden an, eine undurchsichtige Rolle bei der Privatisierung der Bahn gespielt. Die DGB-Gewerkschaften sind aus Gründen der Jobsicherung und vor allem im Interesse einer Bürgerbahn gegen die Börsenstrategie. Nur einer nicht, und der heißt Hansen. Der war sogar, Arm in Arm mit Mehdorn, Betreiber des Kapitalgangs.

...
http://www.fr-online.de/top_news/?em_cnt=1331767
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: antonov am 02:11:12 Fr. 09.Mai 2008
Zitat
08. Mai 2008    
Norbert Hansen hat Rücktritt vom TRANSNET-Vorsitz erklärt      

Norbert Hansen hat am Donnerstag seinen Rücktritt vom Vorsitz der TRANSNET erklärt. Der 55-jährige informierte den Geschäftsführenden Vorstand.    

Norbert Hansen erklärt dazu :    

„Ich habe heute dem Geschäftsführenden Vorstand der TRANSNET erklärt, dass ich meine politischen Ämter niederlege. Ich bin vom Aufsichtsratsvorsitzenden der Deutschen Bahn AG und aus Kreisen der Politik gefragt worden, ob ich als Arbeitsdirektor zur Verfügung stehen würde. Ich habe dazu meine Bereitschaft erklärt. Der Geschäftsführende Vorstand der TRANSNET hat meine Entscheidung begrüßt und wird die Ernennung durch den Aufsichtsrat unterstützen. Der Geschäftsführende Vorstand hat darauf verwiesen, dass dadurch eine weitere Garantie für den integrierten Konzern und für die Sicherung der Beschäftigung abgegeben wird. Die Vorsitzenden der Bezirksvorstände und der Geschäftsführende Vorstand werden am Freitag zusammenkommen, um das weitere Vorgehen und die Nachfolge zu beraten.“
http://www.transnet.org/.Home08/08-05-08-Hansen
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Strombolli am 02:47:05 Fr. 09.Mai 2008
... in solchen Fällen, wo ich mich immer sehr leicht aufrege, es doch gelassen zu sehen und mir zu vergegenwärtigen, dass solche Entscheidungen von meiner Wut unbeinflusst gefällt werden und demzufolge auch der Ärger eigentlich nur der meinige ist und nicht wirklich weiterführt. Ausserdem soll ich meine Worte besser wählen und nicht allzu drastisch werden.

Dieser Vorfall des "Gleiswechselns" würde normalerweise zu einer Formulierung führen, wie "Die Menschen würden Sch*** fr***, wenn man es ihnen nur gut verkauft!"

So aber sage ich: "Wir Deutschen sind Meister im Verklausulieren und Formulieren, um die schmutzigste Sache der Welt noch schön zu reden!"

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Lass doch die Bahn privatisieren. Wir verstaatlichen sie ja dann doch wieder.
Wenn ich mir die vollgeparkten Tankstellen an Deutschlands Autohöfen und Tankstellen ansehe, den Dieselpreis und die zu Einkaufsparks umfunktionierten Ex-Bahngelände, die einstmals Güterbahnhöfe waren...
Man darf gespannt sein was die Zukunft bringt. In den sechziger Jahren hatte ich sie mir gerade in Bezug aufs Transportwesen anders vorgestellt.

Jegliches hat seine Zeit...
Und wenn in zwei Monaten dann die ersten künstlichen Nano-Schwarzen-Löcher durch CERN erzeugt werden, sowieso.....
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Wilddieb Stuelpner am 11:48:34 Sa. 10.Mai 2008
In freier Auslegung:

Jeder ist käuflich - sprach der Pabst zum Bettelmönch. Es ist alles nur eine Frage des versprochenen Preises und der in Aussicht gestellten Privilegien.

Ob man als die Fronten wechselnder Judas auch diese Vorteile und Versprechungen real nutzen kann oder nur von der versprechenden Gegenseite verarscht wurde, ist eine andere Seite.

Eine Gewerkschaft sollte sich ihre Leute genauer ansehen und vertraglich Sicherheiten vereinbaren, bevor sie sie in Funktionen und Ämter erhebt. Ansonsten sollte man vom Judas ordentlich Buße und Schadenersatz in wirksamer Abschreckung vor folgenden Nachahmern und Trittbrettfahrern fordern.

Aus der Geschichte der internationalen Arbeiterbewegung (http://de.wikipedia.org/wiki/Erster_Mai#Geschichte_zum_Kampftag_der_Arbeiterbewegung) und der Pflege ihrer kämpferischen Traditionen.

Das Kapital und seine von ihm geschafftene, eigene CDU-Parteiengewerkschaft, die Merkel mit ihren einfachen Lösungen fürs Volk, der 1. Mai - Dazu ZDF, Neues aus der Anstalt, 29.04.2008, 22.15 Uhr - Folge 14[ (http://anstalt.zdf.de/ZDFde/inhalt/31/0,1872,4291327,00.html?dr=1) in voller Länge von 45 min - über Quicktime.

http://content.zdf.de/podcast/zdf_neuada/neuada_v.xml (http://content.zdf.de/podcast/zdf_neuada/neuada_v.xml) - Podcastdownload Neues aus der Anstalt - Folge 14 über ITunes

Dasselbe aus Sicht des DGB (http://www.dgb.de/dgb/geschichte/erstermai/geschichte1mai/index_html)

(http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/c/c5/Red_flag_waving.svg/100px-Red_flag_waving.svg.png)

Die rote Fahne als Zeichen der Arbeiterbewegung

Die Arbeiterbewegung (http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeiterbewegung)

Der Begriff Arbeiterbewegung hat zwei Bedeutungen
  • Unter Arbeiterbewegung in einem weiteren Sinne versteht man soziale Massenbewegungen in sich industrialisierenden oder in industrialisierten Gesellschaften, die, getragen von Lohnabhängigen und ihren Familien, die Emanzipation der Arbeiterschaft oder die konkrete Verbesserung der Lebensbedingungen anstreben. In diesem weiten Sinne gehören auch soziale Unruhen, Proteste, wilde Streiks u.ä. ohne organisatorische Verfestigung zur Arbeiterbewegung.
  • Arbeiterbewegung im engeren Sinne meint den organisatorischen Zusammenschluss von Arbeitern zur Verbesserung ihrer sozialen Lage und Erkämpfung politischer Rechte.
Organisationsformen Die Arbeiterbewegung im engeren Sinn besteht insbesondere in Mitteleuropa typischerweise aus vier Grundtypen: [list=1]
  • Die Gewerkschaften sind die Interessenvertretungen der Beschäftigten in den Betrieben und setzen sich unter anderem für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen.ein.
  • Arbeiterparteien als politische Organisationen. Oftmals haben diese marxistische Wurzeln. (sozialistische, sozialdemokratische oder kommunistische Parteien)
  • Genossenschaften (beispielsweise Konsumgenossenschaften, Wohnungsbaugenossenschaften) als Selbsthilfeorganisationen.
  • Freizeit- und Bildungsvereine wie unter anderem Arbeiterbildungsvereine, Arbeitersportvereine und Arbeitergärten.
    [/list=1] Voraussetzungen Eine zentrale Voraussetzung für das Entstehen der Arbeiterbewegung und ihrer Organisationen waren die den Arbeitern gemeinsamen sozialen, wirtschaftlichen und politischen Erfahrungen. Dazu zählen vor allem die Erfahrung der Industriearbeit und die innerbetrieblichen Machtverhältnisse aber auch die Lebenserfahrung in den proletarischen Wohnquartieren der rasch wachsenden Städte Geschichte(http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/fc/Arbeiterbewegung_-_Sozialistische_Parteien_und_Organisationen_1863-1933.jpg)
    Sozialistische Parteien und Organisationen (1863-1933) der Arbeiterbewegung in Deutschland

    Den Anfang der Arbeiterbewegung bildeten die Maschinenstürmer der Luddites im England der Industriellen Revolution.

    Die Entstehung der Arbeiterbewegung ist eng mit den Barrikadenkämpfen der Revolutionen der 1840er Jahre in verschiedenen europäischen Ländern verbunden. Karl Marx und Friedrich Engels waren die Theoretiker der sozialistisch-kommunistischen Strömung innerhalb der Arbeiterbewegung. Sie führten den 1847 in London aus dem Bund der Gerechten hervorgegangenen Bund der Kommunisten an, in dessen Auftrag sie im Februar 1848 das Manifest der Kommunistischen Partei veröffentlichten. Dieses Manifest wurde mit seinem internationalistischen Anspruch unter dem Motto „Proletarier aller Länder, vereinigt euch!“ zur Grundlage der parteipolitisch organisierten sozialistischen bzw. später explizit kommunistischen Arbeiterbewegung.

    Im Deutschen Bund gründete Ferdinand Lassalle 1863 mit dem Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein (ADAV) die erste, noch genossenschaftlich orientierte Arbeiterpartei Deutschlands. Wilhelm Liebknecht und August Bebel, beide führende Mitglieder des Vereinstags Deutscher Arbeitervereine, einer zum ADAV in Konkurrenz stehenden Vereinigung, begründeten 1869 mit der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SDAP) eine an der marxistischen Theorie ausgerichtete sozialdemokratische Partei. ADAV und SDAP vereinigten sich 1875 zur Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands (SAP), aus der 1890 die SPD hervorging. Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts war die Sozialdemokratie in Deutschland und den meisten anderen Staaten noch eng mit der noch jungen Gewerkschaftsbewegung verknüpft, und in ihren wesentlichen Inhalten noch deutlich an der marxistischen Theorie ausgerichtet.

    Am Anfang des 20. Jahrhunderts gab es sozialdemokratische, kirchliche, sowie sozialistische, kommunistische und anarchistische ArbeiterInnenvereine. Zu ihren wichtigen Begründerinnen gehören Rosa Luxemburg, Clara Zetkin, Luise Zietz und Marie Juchacz. Ihren Höhepunkt erreichte die Arbeiterbewegung in der Zwischenkriegszeit, in der sie partiell, etwa im "Roten Wien" oder in Schweden den Charakter einer umfassenden Gegenkultur erreichte. Ein Netz an Vereinen und Institutionen, von der Betreuung der Jugend durch Kinderfreunde und Rote Falken bis zum Bestattungsverein, vom Arbeitersport- und Radfahr- und Wanderverein bis zur Konsumgenossenschaft organisierte zumindest beachtliche Teile der Arbeiterschaft. Im Volksheim (auch Volkshaus genannt) konzentrierten sich politische, Bildungs- und ökonomische Funktionen. Mit dem Aufstieg der Faschismen wurde der Aufstiegsoptimismus der Arbeiterbewegung gebrochen, nach 1945 kam es zwar zum Versuch der partiellen Wiederbelebung, bald aber zur Banalisierung und Entideologisierung in der beginnenden Wohlstandsepoche in den meisten westeuropäischen Staaten.

    (Mein Kommentar: Und das hält seit Gründung der BRD an unter Führung der Kumpanei der kapitalbuckelnden Arbeiterverräterpartei SPD und ihrer von der SPD vereinnahmten, nicht mehr unabhängig und selbstständig wirkenden Parteigewewerkschaft DGB. Man sehe sich im Deutschen Bundestag um wieviel Ex- und aktive DGB-Funktionäre im Fraktionslager der SPD und CDU herumkrauchen und den Sozialabbau unter den Hartzregelungen mit beschlossen. Es gibt allerdings noch vernünftige Gewerkschaftsfunktionäre als linke Strömungen im DGB und solche, die es aufgaben den DGB von innen heraus zu sanieren. Letztere verließen die SPD, gründeten die WSAG und sind heute in der Partei der Linken. Die Linken müssen, sobald sich politische und ökonomisch einflußreiche Ämter und Positionen ausüben werden, noch beweisen, daß sie das ihn sie gesetzte Vertrauen der Wähler rechtfertigen und sich nicht vom Kapital korrumpieren lassen oder vom Kapital die Politik diktieren lassen. Allein und isoliert in den Regionen, Wirtschaftsbranchen, Parlamenten und Kommunen werden sie sich nicht durchsetzen können. Dazu bedarf es der Unterstützung und Solidarität durchs wählende Volk, der koordinierten, strategischen wie taktisch klugen Zusammenarbeit mit allen anderen Gewerkschaften, Arbeiterparteien, Arbeitergenossenschaften usw. in der Welt und als Wichtigstes eines klar formulierten, ständig der politischen uznd ökonomischen Situation angepaßtes, basisnahen, eigenen Partei- und Gewerkschaftsprogramms.)

    Forderungen

    Zu den wichtigsten Zielen der frühen Arbeiterbewegung gehörte
    • ein menschenwürdiges Dasein,
    • zur Erreichung dieses Ziels wurden Mindestlöhne,
    • der "Achtstundentag", die "Fünftagewoche",
    • Arbeitsschutz,
    • der Kündigungsschutz und
    • die Absicherung bei Krankheit und Arbeitslosigkeit
    angestrebt. Diese Errungenschaften wurden durch Verhandlungen, Öffentlichkeitsarbeit, aber auch durch Streiks Stück für Stück erkämpft.

    ----------------------------------------------------------------------------------

    Zitat
    Diese Errungenschaften wurden durch Verhandlungen, Öffentlichkeitsarbeit, aber auch durch Streiks Stück für Stück erkämpft.
    Und läßt man sich heute Stück um Stück wieder kampflos durch korrumpte SPD- und Gewerkschaftsfunktionäre, eines gleichartigen, selbstbedienenden, vom Volk abgehobenen Bundesregierung und -tag, vom Kapital geschaffenen Scheingewerkschaften, von im Dienst des Kapitals stehenden Medien- und Meinungsanstalten und von Interessenverbänden der Arbeitgeber Stück um Stück wieder nehmen, weil der deutsche, mit Konsum, Brot- und Spiele-Veranstaltungen eingeschläferte Michel sich seiner möglichen Einigkeit, Durchschlagskraft, Solidarität, gesellschaftspolitischen Verantwortung nicht bewußt ist.

    aus der Internationale
    Deutscher Text (Emil Luckhardt, 1910)

    "... Es rettet uns kein höh'res Wesen,
    kein Gott, kein Kaiser noch Tribun
    Uns aus dem Elend zu erlösen
    können wir nur selber tun!
    Leeres Wort: des Armen Rechte,
    Leeres Wort: des Reichen Pflicht!
    Unmündig nennt man uns und Knechte,
    duldet die Schmach nun länger nicht! ..."

    Zitat
    Leeres Wort des Armen Rechte
    Leeres Wort des Reichen Pflicht - der Verfassungstext im Grundgesetz und in daraus sich ableitenden Rechtsvorschriften

    Artikel 1 GG - wiederlegt und außer Kraft gesetzt durch SGB II und III - Die Würde eines jeden von Arbeitslosigkeit bedrohten und betroffenen Menschen wird täglich durch diese Rechtskonstellationen und der Pflicht- und Lastenfreistellungen des Kapitals verletzt

    (1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
    (2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.
    (3) Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht

    Artikel 10 GG - außer Kraft gesetzt durch Schäubles gegen das eigene Volk gerichtete schizophrene Anti-Terroristengesetze

    (1) Das Briefgeheimnis sowie das Post- und Fernmeldegeheimnis sind unverletzlich.
    (2) Beschränkungen dürfen nur auf Grund eines Gesetzes angeordnet werden. Dient die Beschränkung dem Schutze der freiheitlichen demokratischen Grundordnung oder des Bestandes oder der Sicherung des Bundes oder eines Landes, so kann das Gesetz bestimmen, daß sie dem Betroffenen nicht mitgeteilt wird und daß an die Stelle des Rechtsweges die Nachprüfung durch von der Volksvertretung bestellte Organe und Hilfsorgane tritt.

    Artikel 11 GG - außer Kraft gesetzt durch die Stallpflichtverordnung innerhalb des SGB II für alle U25er und durch und durch Beschränkungen der Erreichbarkeitsanordnung (EAO)

    (1) Alle Deutschen genießen Freizügigkeit im ganzen Bundesgebiet.
    (2) Dieses Recht darf nur durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes und nur für die Fälle eingeschränkt werden, in denen eine ausreichende Lebensgrundlage nicht vorhanden ist und der Allgemeinheit daraus besondere Lasten entstehen würden oder in denen es zur Abwehr einer drohenden Gefahr für den Bestand oder die freiheitliche demokratische Grundordnung des Bundes oder eines Landes, zur Bekämpfung von Seuchengefahr, Naturkatastrophen oder besonders schweren Unglücksfällen, zum Schutze der Jugend vor Verwahrlosung oder um strafbaren Handlungen vorzubeugen, erforderlich ist.

    Artikel 12 GG - SGB II und III, Eingliederungsvereinbarungen und das Praxisverhalten der Sachbearbeiter, Fallmanager, Arbeitsvermittler und -berater, privaten Arbeitsvermittler schließen die freie Berufswahl, das Recht auf Arbeit wie die Pflicht zur Ausübung der Arbeit zum Zwecke der eigenen, unabhängigen Lebensführung als auch Lebensfinanzierung und den Anspruch auf sozialpflichtversicherte, tariflich bezahlte Dauerarbeitsverhältnisses aus. Diese Bürgerrechte und -pflichten werden durch aufgezwungene Vermittlung in nicht sozialpflichtversicherte oder in kostenlose oder in Hunger- und Niedriglohnverhältnisse befindliche, jederzeit kündbare Zeitarbeit für Tagelöhner und Wanderarbeiter für den genannten Personenkreis ersetzt.

    (1) Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen. Die Berufsausübung kann durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes geregelt werden.
    (2) Niemand darf zu einer bestimmten Arbeit gezwungen werden, außer im Rahmen einer herkömmlichen allgemeinen, für alle gleichen öffentlichen Dienstleistungspflicht.
    (3) Zwangsarbeit ist nur bei einer gerichtlich angeordneten Freiheitsentziehung zulässig.

    Artikel 13 GG - wiederlegt und außer Kraft gesetzt durch Rechte, die Sozialschnüfflern und Schäubles Schnüffelhorden zugesprochen werden bzw. von diesen illegal gegen bestehendes Recht ausgeübt wird

    (1) Die Wohnung ist unverletzlich.
    (2) Durchsuchungen dürfen nur durch den Richter, bei Gefahr im Verzuge auch durch die in den Gesetzen vorgesehenen anderen Organe angeordnet und nur in der dort vorgeschriebenen Form durchgeführt werden.
    (3) Begründen bestimmte Tatsachen den Verdacht, daß jemand eine durch Gesetz einzeln bestimmte besonders schwere Straftat begangen hat, so dürfen zur Verfolgung der Tat auf Grund richterlicher Anordnung technische Mittel zur akustischen Überwachung von Wohnungen, in denen der Beschuldigte sich vermutlich aufhält, eingesetzt werden, wenn die Erforschung des Sachverhalts auf andere Weise unverhältnismäßig erschwert oder aussichtslos wäre. Die Maßnahme ist zu befristen. Die Anordnung erfolgt durch einen mit drei Richtern besetzten Spruchkörper. Bei Gefahr im Verzuge kann sie auch durch einen einzelnen Richter getroffen werden.
    (4) Zur Abwehr dringender Gefahren für die öffentliche Sicherheit, insbesondere einer gemeinen Gefahr oder einer Lebensgefahr, dürfen technische Mittel zur Überwachung von Wohnungen nur auf Grund richterlicher Anordnung eingesetzt werden. Bei Gefahr im Verzuge kann die Maßnahme auch durch eine andere gesetzlich bestimmte Stelle angeordnet werden; eine richterliche Entscheidung ist unverzüglich nachzuholen.
    (5) Sind technische Mittel ausschließlich zum Schutze der bei einem Einsatz in Wohnungen tätigen Personen vorgesehen, kann die Maßnahme durch eine gesetzlich bestimmte Stelle angeordnet werden. Eine anderweitige Verwertung der hierbei erlangten Erkenntnisse ist nur zum Zwecke der Strafverfolgung oder der Gefahrenabwehr und nur zulässig, wenn zuvor die Rechtmäßigkeit der Maßnahme richterlich festgestellt ist; bei Gefahr im Verzuge ist die richterliche Entscheidung unverzüglich nachzuholen.
    (6) Die Bundesregierung unterrichtet den Bundestag jährlich über den nach Absatz 3 sowie über den im Zuständigkeitsbereich des Bundes nach Absatz 4 und, soweit richterlich überprüfungsbedürftig, nach Absatz 5 erfolgten Einsatz technischer Mittel. Ein vom Bundestag gewähltes Gremium übt auf der Grundlage dieses Berichts die parlamentarische Kontrolle aus. Die Länder gewährleisten eine gleichwertige parlamentarische Kontrolle.
    (7) Eingriffe und Beschränkungen dürfen im übrigen nur zur Abwehr einer gemeinen Gefahr oder einer Lebensgefahr für einzelne Personen, auf Grund eines Gesetzes auch zur Verhütung dringender Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung, insbesondere zur Behebung der Raumnot, zur Bekämpfung von Seuchengefahr oder zum Schutze gefährdeter Jugendlicher vorgenommen werden.

    Artikel 14 - seit dem Tag der BRD-Gründung ist der Absatz 2 ein hohler Spruch, denn er wäre das Rechtsfundament um im nationalem Rahmen dem Kapital soziale und gesellschaftspolitische Pflichten, Lasten und Verantwortung per Gesetz aufzuerlegen und sämtliche Steuer- und Sozialbeitragsgeschenke für das Kapital zu streichen. Die Praxis sieht anders aus, da das Kapital seine Lobbyisten in den EU-, Bundes- und Landesministerien und -ämtern infiltriert hat und den Parlamenten die Rechtsverhältnisse im Interesse des Kapitals umschreiben und diktieren läßt. Täglich verletzt die Bundesregierung aktiv geltendes Völker- undf Menschenrecht - so das Recht auf Arbeit - siehe Artikel 23, Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, UN-Resolution 217 A (III) vom 10.12.1948 - http://www.unhchr.ch/udhr/lang/ger.htm. (http://www.unhchr.ch/udhr/lang/ger.htm.)

    Wenn man die Allgemeine Erklärung der UN-Menschenrechte in der BRD hinsichtlich des Art. 23 verwirklichen und mit der gewerkschaftlichen Tarifautonomie, Mindestlöhne, Mindestrenten, dem Verbot von Tarif- und Steuerflucht der Unternehmer, Verbot von Niedriglöhnen und damirt dem Verbot von lohndumpinghaften und -wucherischen 1-Euro-Jobs, Mini- und Midijobs, kostenlose Praktikas und Trainingsmaßnahmen, Verbot der untertariflichen Leih- und Zeitarbeit etc. verbinden würde, hätte der Art. 14 Abs. 2 tatsächlich Inhalt, Lebenskraft und volkswirtschaftlichen Nutzen.

    (1) Das Eigentum und das Erbrecht werden gewährleistet. Inhalt und Schranken werden durch die Gesetze bestimmt.
    (2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.
    (3) Eine Enteignung ist nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig. Sie darf nur durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes erfolgen, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt. Die Entschädigung ist unter gerechter Abwägung der Interessen der Allgemeinheit und der Beteiligten zu bestimmen. Wegen der Höhe der Entschädigung steht im Streitfalle der Rechtsweg vor den ordentlichen Gerichten offen.
    .
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Wilddieb Stuelpner am 13:53:27 Sa. 10.Mai 2008
Zitat
Original von Strombolli
... in solchen Fällen, wo ich mich immer sehr leicht aufrege, es doch gelassen zu sehen und mir zu vergegenwärtigen, dass solche Entscheidungen von meiner Wut unbeinflusst gefällt werden und demzufolge auch der Ärger eigentlich nur der meinige ist und nicht wirklich weiterführt. Ausserdem soll ich meine Worte besser wählen und nicht allzu drastisch werden.

Nicht ärgern, sondern sich nur wundern, was Kapital, Macht und Vitamin B aus einem Menschen macht. Der Kapitalismus ist faulend in seinen Wertevorstellungen und Moralansichten, parasitär, wenn man auf Kosten anderer Bevölkerungsgruppen sich bereichert und Fettlebe betreibt.

Zitat
Original von Strombolli
Lass doch die Bahn privatisieren. Wir verstaatlichen sie ja dann doch wieder.
Wenn ich mir die vollgeparkten Tankstellen an Deutschlands Autohöfen und Tankstellen ansehe, den Dieselpreis und die zu Einkaufsparks umfunktionierten Ex-Bahngelände, die einstmals Güterbahnhöfe waren...

Es stellt sich immer wieder die Frage, wenn das Kapital eine noch Profit in sich besitzende Branche ausgesaugt hat und diese er wie eine ausgepresste Zitrone dem Staat und dem Volk vor die Füße wirft:

Wieviel muß das steuerpflichtige Volk in diesen notwendigen Wirtschaftsbereich hineinpumpen, um ihn wieder voll funktionsfähig und schuldenfrei laufen lassen zu können?

Wir kommen erheblich billiger, wenn strategisch wichtige Wirtschafts- und Lebensbereiche staatlich bleiben und nur kostendeckend arbeiten statt diese Bereiche fraßwütigen Heuschrecken vor die aufgerissenen Mäuler zu werfen. Und wenn schon werfen, dann bitte richtig, damit sie daran ersticken mögen!!!

Zitat
Ich erinnere in diesem Zusammenhang an die wichtige und richtige Passage aus der DDR-Verfassung (http://www.documentarchiv.de/ddr/verfddr.html) vom 6. April 1968, in der Fassung vom 7. Oktober 1974:

"... Artikel 9

1 Die Volkswirtschaft der Deutschen Demokratischen Republik beruht auf dem sozialistischen Eigentum an den Produktionsmitteln. Sie entwickelt sich gemäß den ökonomischen Gesetzen des Sozialismus auf der Grundlage der sozialistischen Produktionsverhältnisse und der zielstrebigen Verwirklichung der sozialistischen ökonomischen Integration.
2 Die Volkswirtschaft der Deutschen Demokratischen Republik dient der Stärkung der sozialistischen Ordnung, der ständig besseren Befriedigung der materiellen und kulturellen Bedürfnisse der Bürger, der Entfaltung ihrer Persönlichkeit und ihrer sozialistischen gesellschaftlichen Beziehungen. ...

... Artikel 12
1 Die Bodenschätze, die Bergwerke, Kraftwerke, Talsperren und großen Gewässer, die Naturreichtümer des Festlandssockels, Industriebetriebe, Banken und Versicherungseinrichtungen, die volkseigenen Güter, die Verkehrswege, die Transportmittel der Eisenbahn, die Seeschiffahrt sowie der Luftfahrt, die Post- und Fernmeldeanlagen sind Volkseigentum. Privateigentum daran ist unzulässig.
2 Der sozialistische Staats gewährleistet die Nutzung des Volkseigentums mit dem Ziel des höchsten Ergebnisses für die Gesellschaft. Dem dienen die sozialistische Planwirtschaft und das sozialistische Wirtschaftsrecht. Die Nutzung und Bewirtschaftung des Volkseigentums erfolgt grundsätzlich durch die volkseigenen Betriebe und staatlichen Einrichtungen. Seine Nutzung und Bewirtschaftung kann der Staat durch Verträge genossenschaftlichen oder gesellschaftlichen Organisationen und Vereinigungen übertragen. Eine solche Übertragung hat den Interessen der Allgemeinheit und der Mehrung des gesellschaftlichen Reichtums zu dienen.

Artikel 13
Die Geräte, Maschinen, Anlagen, Bauten der landwirtschaftlichen, handwerklichen und sonstigen sozialistischen Genossenschaften sowie die Tierbestände der landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften und das aus genossenschaftlicher Nutzung des Bodens sowie genossenschaftlicher Produktionsmittel erzielte Ergebnis sind genossenschaftliches Eigentum.

Artikel 14
1 Privatwirtschaftliche Vereinigungen zur Begründung wirtschaftlicher Macht sind nicht gestattet.
2 Die auf überwiegend persönlicher Arbeit beruhenden kleinen Handwerks- und anderen Gewerbebetrieben sind auf gesetzlicher Grundlage tätig
. In der Wahrnehmung ihrer Verantwortung für die sozialistische Gesellschaft werden sie vom Staat gefördert.

Artikel 15
1 Der Boden der Deutschen Demokratischen Republik gehört zu ihren kostbarsten Naturreichtümern. Er muß geschützt und rationell genutzt werden. Land- und forstwirtschaftlich genutzter Boden darf nur mit Zustimmung der verantwortlichen Organe seiner Zweckbestimmung entzogen werden.

Artikel 16
Enteignungen sind nur für gemeinnützige Zwecke auf gesetzlicher Grundlage und gegen eine angemessene Entschädigung zulässig. Sie dürfen nur erfolgen, wenn auf andere Weise der angestrebte gemeinnützige Zweck nicht erreicht werden kann. ..."
Zur Aufmunterung und Ablenkung an Stromboli und andere Interessierte. Wer weiter liest ist selbst schuld. Wem das zu lästig wird, sollte sich beim Stichwortgeber beschweren, der mich dazu verleitet ausschweifig zu werden und vom eigentlichen Thema ablenkt. Es kann allerdings nichts schaden, ausgehend vom Stichwort was Neues oder neue Facetten oder Aktuelles von bereits Bekanntem zu erfahren.

Zitat
Original von Strombolli
Jegliches hat seine Zeit...

Jegliches hat seine Zeit - ist aus einem Bibelzitat und
aus dem Song "Wenn ein Mensch lebt" von den Puhdys

1. Wenn ein Mensch kurze Zeit lebt, sagt die Welt, daß er zu früh geht.
Wenn ein Mensch lange Zeit lebt, sagt die Welt es ist Zeit.
Meine Freundin ist schön. Als ich aufstand, ist sie gegangen.
Weckt sie nicht, bis sie selber sich regt. Ich hab mich in ihren Schatten gelegt.

2. Jegliches hat seine Zeit, Steine sammeln, Steine zerstreun,
Bäume pflanzen, Bäume abhaun, Leben und Sterben und Streit.
Wenn ein Mensch kurze Zeit lebt, sagt die Welt, daß er zu früh geht.
Wenn ein Mensch lange Zeit lebt, sagt die Welt, es ist Zeit, daß er geht.

3. Jegliches hat seine Zeit, Steine sammeln, Steine zustreun,
Bäume pflanzen, Bäume abhaun, Leben und Sterben und Frieden und Streit.
Weckt sie nicht, bis sie selber sich regt, ich hab mich in ihren Schatten gelegt.

4. wie 1.

nach Text der Bibel aus dem Buch "Der Prediger Salomo (Kohelet) Kapitel 3 „Alles hat seine Zeit“ )

Die Webseite der Puhdys (http://www.puhdys.com/index.php)

Der Song "Wenn ein Mensch lebt" war einer der Titelmelodien aus Heiner Carows Film "Die Legende von Paul und Paula", Angelica Domröse und Winfried Glatzeder in den Hauptrollen.

auf diesen LPs, CDs oder DVDs der Puhdys ist der Titel enthalten. (http://www.puhdys.com/php-programme/alben/index.php?mode=4&titleid=9)

Die Legende von Paul und Paula (http://www.follow-me-now.de/html/body_die_legende_von_paul_und_paula.html)
DDR 1973, 101 Minuten
Regie: Heiner Carow

Drehbuch: Heiner Carow, Ulrich Plenzdorf
Musik: Peter Gotthardt, Die Puhdys
Director of Photography: Jürgen Brauer
Montage: Evelyn Carow
Produktionsdesign: Harry Leupold

Darsteller: Angelica Domröse (Paula), Winfried Glatzeder (Paul), Heidemarie Wenzel (Pauls Frau), Fred Delmare (Reifen-Saft), Rolf Ludwig (Professor), Hans Hardt-Hardtloff (Schießbudenbesitzer), Frank Schenk (Kollege Schmidt), Dietmar Richter-Reinick (Der Freund), sowie: Eva Maria-Hagen, Jürgen Frohriep, Hertha Thiele, Willi Schrade, Peter Gotthardt, Marga Legal

Jegliches hat seine Zeit oder Panta rhei (http://de.wikipedia.org/wiki/Panta_rhei) - Alles fließt und ist vergänglich!

Die DDR-Rockband Panta rhei (http://de.wikipedia.org/wiki/Panta_Rhei_(Band)), aus der sich später die Gruppen Veronika Fischer und Band (http://de.wikipedia.org/wiki/Veronika_Fischer) - http://www.veronikafischer.de/ (http://www.veronikafischer.de/) und Karat (http://www.karat-band.de/karat-neu/index.html) - http://www.karat-band.de/karat-neu/index.html (http://www.karat-band.de/karat-neu/index.html) - http://happy-production.a-f-music.de/karat.html (http://happy-production.a-f-music.de/karat.html) entwickelten.

siehe auch Webseite Ostmusik (http://www.ostmusik.de/pantarhei.htm) oder Ostbeat (http://www.ostbeat.de/PantaRhei.htm)
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Wilddieb Stuelpner am 12:10:26 So. 11.Mai 2008
Videotexttafel 130 MDR, So 11.05.08 12:04:58

Wirtschaft - Presse: Bahn will 30 Töchter ausgründen

Der einstige Gewerkschaftsfunktionär und designierte Arbeitsdirektor der Deutschen Bahn AG, Hansen, wird offenbar die Ausgründung von bis zu 30 Tochtergesellschaften verantworten.

Wie die "Bild am Sonntag" berichtet, ist die DB Heidekraut GmbH Vorbild für die Ausgründungen - eine nach Angaben der Gewerkschaft ver.di ausschließlich zum Zweck der Lohndumperei gegründete Firma

Hansen war am Donnerstag als Chef der Gewerkschaft Transnet zurückgetreten. Die Vorwürfe drohender Lohndrückerei wies er zurück. Die werde es unter ihm nicht geben, sagte er dem Blatt. Das sei auch im Tarifvertrag so vereinbart.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Kater am 14:36:14 So. 11.Mai 2008
mehr Details zur Ausgründung:

Zitat
Bahn will bis zu 30 regionale Billig-Töchter gründen

Berlin (AFP) - Die Bahn will zur Kosteneinsparung bis zu 30 regionale Tochtergesellschaften mit rund 9000 Beschäftigten gründen. Dies habe der Konzernvorstand im Februar beschlossen, berichtete die "Bild am Sonntag". Ziel seien "schlankere Strukturen", um gegenüber der Konkurrenz wettbewerbsfähig zu sein, bestätigte ein Bahn-Sprecher. Die Gewerkschaft Verdi befürchtet "Lohndrückerei". Dem widersprach die Bahn. Auch der designierte Arbeitsdirektor der Bahn, Norbert Hansen, erklärte, es werde keine "Tarifflucht" geben. Am Wechsel des Ex-Gewerkschaftschefs in den Bahn-Vorstand gibt es an der Basis heftige Kritik.

Nach den hohen Tarifabschlüssen bei der Bahn habe der Konzern "immer erklärt", dass er wettbewerbsfähige Strukturen schaffen müsse, sagte der Bahn-Sprecher der Nachrichtenagentur AFP. Mit den künftigen Tochtergesellschaften verfolge die Bahn aber nicht das Ziel eines Lohndumping. Ziel sei vielmehr, mit den Arbeitnehmervertretern und den Tarifpartnern Einvernehmlichkeit herzustellen.

Vorbild für die Neugründungen soll laut "BamS" die Regionalgesellschaft "DB Heidekraut GmbH" sein, die nicht unter den Tarifvertrag fällt und mit der der Konzern die Ausschreibung für den Regionalexpress zwischen Aachen und Siegen gewann. Verdi habe die Erfahrung machen müssen, dass DB-Regionaltöchter wie die Heidekrautbahn zum Zweck der Lohndrückerei gegründet würden, sagte der Bundesfachgruppenleiter Schienenverkehr, Stefan Heimlich.

Hansen erklärte gegenüber "Bild am Sonntag", im gültigen Tarifvertrag sei vereinbart, dass die Bahn keine Auslagerungen mit dem Ziel der Tarifflucht betreiben dürfe. Bei der vergangenen Aufsichtsratssitzung habe er die Zusage erhalten, "dass in den neuen Tochtergesellschaften keine Tarif- und Arbeitsbedingungen eingeführt werden ohne das Einvernehmen mit den Tarifpartnern und Betriebsräten". Dazu sagte Heimlich, "tarifliche Zusagen der DB sind nicht immer besonders viel wert".

Hansen soll am Donnerstag vom Aufsichtsrat der Bahn zum neuen Arbeitsdirektor der Bahn ernannt werden. Nach den Plänen der Bahn wird er nach der geplanten Teilprivatisierung Arbeitsdirektor der Holding DB AG. Am Wechsel Hansens in den Bahn-Vorstand gibt es heftige Kritik an der Basis der Bahn-Gewerkschaft Transnet. Vertrauensleute der Gewerkschaft im Bezirk Nord-Ost erklärten in einem vom Bündnis Bahn für Alle veröffentlichten Schreiben, sie hielten die "zeitlichen und politischen Umstände der persönlichen Entscheidung von Norbert Hansen" für "schädlich für die gesamte Gewerkschaftsorganisation".

http://de.news.yahoo.com/afp/20080511/tde-d-bahn-gewerkschaften-zf-a4484c6.html
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Kuddel am 18:52:14 So. 11.Mai 2008
Ciao, Norbert! Und nimm deine Freunde gleich mit! (http://www.bahnvonunten.de/ciaonorbert.pdf)
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Wilddieb Stuelpner am 14:09:25 Mo. 12.Mai 2008
Hallo Hansen - Die britische Bahnprivatisierung läßt durch die Hintertür grüßen. Outsourcing läuft doch darauf hinaus verbunden mit Sozial- und Lohndumping.

Regionalgesellschaft "DB Heidekraut GmbH" - ... die Ausschreibung für den Regionalexpress zwischen Aachen und Siegen gewann.

Moment mal, DB Heidekaut GmbH hat doch nichts mit Aachen und Siegen zu tun, sondern ist unter den Begriff Heidekrautbahn im Berliner Umfeld für den mehr oder weniger ambiniertem Eisenbahnfreund bekannt geworden.

Stichwort Führerstandsmitfahrten (http://www.amazon.de/Die-sch%C3%B6nsten-Bahnstrecken-Deutschlands-Heidekrautbahn/dp/B00004RRKS/ref=sr_1_7?ie=UTF8&s=video&qid=1210593212&sr=8-7) frühmorgens in der ARD oder der Sendebericht von der Eisenbahnromantik Folge 564 - Die Heidekrautbahn (http://www.swr.de/eisenbahn-romantik/archiv/564/index.html?navigid=109).

Wikipedia: Heidekrautbahn (http://de.wikipedia.org/wiki/Heidekrautbahn) Strecke zwischen Berlin-Karow - Basdorf - Großschönebeck

Heidekrautbahn (http://www.epilog.de/Berlin/Eisenbahn/Werkbahnen/Heidekrautbahn_T000157A.htm)

Berliner Eisenbahnfreunde e.V. und die Heidekrautbahn (http://www.berliner-eisenbahnfreunde.de/strecke.html)
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: antonov am 22:55:29 Mo. 12.Mai 2008
Gregor Gysi, DIE LINKE: Bahnprivatisierung ist Enteignung (http://www.youtube.com/watch?v=_fKhSrB9PzM)
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Kater am 00:08:44 Di. 13.Mai 2008
Zitat
GDL-Haudegen Schell kanzelt Transnet-Chef Hansen ab
Von Anne Seith

Es ist ein abrupter Wechsel: Transnet-Chef Hansen wird nach SPIEGEL ONLINE-Informationen schon Anfang Juni Arbeitsdirektor der Bahn. Manfred Schell, Ex-Chef der Lokführer-Gewerkschaft GDL, sieht seinen Ex-Kollegen jetzt als "verlängerten Arm" des Vorstandschefs.

Hamburg - Ex-GDL-Chef Manfred Schell nimmt kein Blatt vor den Mund: "Dieser Stabswechsel ist schon kurios", höhnt er im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE über den Jobwechsel seines Transnet-Kollegen Norbert Hansen. Der hängt seinen Job jetzt an den Nagel und will stattdessen Arbeitsdirektor bei der Bahn werden - also quasi als Vorstand auf die Kapitalseite wechseln. "Und das, kurz nachdem der Beschluss zur Teilprivatisierung der Bahn gefallen ist", sagt Schell vieldeutig.

Transnet war unter Führung Hansens die einzige Gewerkschaft im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), die den Privatisierungskurs der Deutschen Bahn unterstützt hat. Später im Gespräch erklärt Schell: Manchmal habe man bei der Bahn schon das Gefühl, dass gewisse Jobs als "Versorgungsposten" vergeben würden.

Schell glaubt nicht, dass ein Ex-Gewerkschafter im Konzernvorstand für die Mitarbeiter auch ein Vorteil sein könnte: "Das wird jetzt nur so verkauft", sagt er. Jeder Arbeitsdirektor sei ein "verlängerter Arm" des Vorstandschefs. Und damit auf der anderen Seite. Deshalb sei es für die Lokführergewerkschaft auch unwichtig, ob nun ein ehemaliges Transnet-Oberhaupt oder irgendein Manager für Personalfragen berufen werde.

Man müsse überhaupt erst einmal abwarten, wann und wo Hansen überhaupt tätig werden solle - ob beim Bahn-Mutterkonzern oder in der neuen Verkehrsgesellschaft für den Personen- und Güterverkehr, die im Rahmen des Teilbörsengangs des Unternehmens gegründet werden soll.

Offiziell hüllen sich alle Beteiligten bezüglich dieser Detailfragen noch in Schweigen, die bei der Bahn-Aufsichtsratsitzung am kommenden Donnerstag endgültig beschlossen werden soll. Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE soll Hansen aber schon am 1. Juni sein Amt antreten - also kurz nach den abschließenden Debatten im Bundestag zum Börsengang am 29. und 30. Mai. Der Transnet-Chef soll als Arbeitsdirektor der Muttergesellschaft tätig werden, heißt es zudem in informierten Kreisen. Ein weiterer Punkt mit Sprengkraft. Denn dann stellt sich die Frage: Was passiert mit der gegenwärtigen Personalchefin Margret Suckale? "Bei der Verkehrsgesellschaft wird es noch einmal einen eigenen Personalvorstand geben", sagt ein Insider. "Es ist die Frage, ob Frau Suckale das mitmacht."

Ist das vielleicht die Strafe für den teuren Tarifabschluss, der nach den harten Auseinandersetzungen mit der GDL in der vergangenen Tarifrunde in den kommenden Jahren nach Konzernangaben Milliarden kosten wird?

Auch für Transnet wird der Wechsel hart. Hansen ist seit 1999 Boss der mit 240.0000 Mitgliedern größten Eisenbahnergewerkschaft Europas. Und er ist für seine guten Beziehungen zu Bahnchef Hartmut Mehdorn bekannt. Die Vorsitzenden der Transnet-Bezirksvorstände und der Geschäftsführende Vorstand sollen am morgigen Freitag zusammenkommen, um das weitere Vorgehen zu beraten. Derzeit sind beim Gewerkschaftstag im November dieses Jahres Vorstands-Neuwahlen vorgesehen. Die Bezirksvorstände werden aber morgen aller Wahrscheinlichkeit nach eine Empfehlung aussprechen. Dabei wird es wohl auf Alexander Kirchner, Hansens derzeitigen Stellvertreter, hinauslaufen.

In nicht allzu ferner Zukunft könnte dieser sich dann womöglich in einer herben Tarifauseinandersetzung mit seinem ehemaligen Chef Hansen befinden. Der aber sagt: Der Transnet-Vorstand habe seine Entscheidung begrüßt und erklärt, er werde "die Ernennung durch den Aufsichtsrat unterstützen". Das Gremium habe darauf verwiesen, dass dadurch eine weitere Garantie für den integrierten Konzern und für die Sicherung der Beschäftigung abgegeben werde. Die Transnet hat stets zur Bedingung ihrer Zustimmung zur Teilprivatisierung gemacht, dass der konzerninterne Arbeitsmarkt der Bahn erhalten bleiben soll und die Bahn nicht "zerschlagen" werden dürfe.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,552297,00.html
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: alfred am 20:45:17 Di. 13.Mai 2008
Man soll den Feind nicht unterschätzen!

Im Fall Mehdorn ist mir genau das passiert. Meine Prognose war eigentlich, alle drei "alten" Männer treten sozusagen halbwegs in Würde zurück, also Schell, Hansen und Mehdorn. Die Zukunft sah ich in der nicht unsympathischen Frau Sockale.

Nun, Schell ist aus Altersgründen und mangelnder GdL-Basis-Unterstützung weg und was macht der alte Fuchs Mehdorn? Er holt einfach Hansen in die Führungsspitze und hat schon mal den Buhmann für alles Ungemach was zukünftig kommen wird. Sockale ist so ruhig gestellt, das es gar nicht mehr ruhiger geht.

Scheiße, ich habe den Mehdorn wirklich unterschätzt - er ist wohl der beste Politiker in diesem Land!

 X(
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Strombolli am 12:13:07 Mi. 14.Mai 2008
Politiker (http://de.wikipedia.org/wiki/Politiker)?

Schachspieler, Stratege, Intrigant ...

mir sind alle unsympatisch, die anderen Geld in Größenordnungen wegnehmen.
Und da sammeln sich so einige in dieser Bunten Republik Deutschland an.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: alfred am 12:48:31 Mi. 14.Mai 2008
Zitat
Original von Strombolli
Politiker (http://de.wikipedia.org/wiki/Politiker)?

@Strombolli, auch Du weißt, was ich im Falle Mehdorn mit 'Politiker' meine. Außerdem steht ein Vorstandschef der Deutschen Bahn wie kein anderer unter der Fuchtel der deutschen Politik. Und als Auffangbecken für ehemalige Bundestagsabgeordnete stellt die Bahn andere Unternehmen wie Post und Telekom weit in den Schatten...
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Strombolli am 13:15:03 Mi. 14.Mai 2008
Mehdorn ist doch nicht der Erste von der Politik benannte Chef eines ehemaligen Staatsunternehmens.

EINE HAND WÄSCHT DIE ANDERE.

Übrigens auch Synonym für das ehemalige SED-Parteisymbol.
Eventuelle Ähnlichkeiten sind rein zufällig, aber zutiefst böswillig.

Deshalb: Die Privatisierung führt nur zu einem Versorgungsprogramm für ausgediente Politiker und Zergliederung von Staatsunternehmen mit vielen neuen gutbezahlten Vorstandsvorsitzenden und schlechter bezahlten "Fußvolk"
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: antonov am 13:18:31 Mi. 14.Mai 2008
können die eisenbahner nicht mal dafür streiken das der gesamte vorstand zurück tritt

das scheint ja ne ansammlung von korrupten trotteln zu sein von denen die sich führen lassen
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Wilddieb Stuelpner am 18:02:01 Mi. 14.Mai 2008
Gysi zeigt die Hintergründe der Privatisierungsabsichten der Großen-Koalitions-Scheiße sehr deutlich. Solange Profite und Volksvermögen verscherbelt, damit an Dritt- und Viertinteressenten weiterspekuliert werden kann - auch börsennotiert und Posten und Pöstchen für abgehalfterte Politiker oder fahnenflüchrige Gewerkschaftsfunktionäre in der Wirtschaft als Dankeschön winken, solange ist diese Entwicklung für die Privatiseure und Amigos in und außerhalb der CDU und den internationalen Heuschrecken sehr willkommen.

Sind die privatisierten Ex-Staatsfirmen ausgesaugt und ausgeplündert bis auf eine leere Hülle, aber die Bevölkerung immer noch auf diese Firmen angewiesen, weil sie zu den Schlüsselbereichen oder im öffentlichen Interesse einer Wirtschaft gehören, dann pumpen die Steuerzahler über Steuern, Abgaben, Gebühren und Beiträge oder die Kunden über angehobene Preise für immer mehr eingeschränkte Dienstleistungen immer mehr Geld in diese Zombiefirmen der Privatiseure und Heuschrecken.

So wird es bei der Privatisierung der Wohnungen, der Kommunalbetriebe, der Bildung, der Wissenschaft und Forschung, der Verkehrsbetriebe, Stromversorgung, Abwasser- und Abwasserversorgung, Gesundheits- und Sozialwesen, Betreuung und Vermittlung der Arbeitslosen, Pflegeversorgung, Rentenversicherung etc. passieren.

Und was sagt Gysi noch?

Dort wo Volkseigentum existiert hat, entscheiden über die Abgeordneten der Steuerzahler mit wie sich das "Volks-"Unternehmen entwickeln kann und darf - eine Form von Demokratie.

Ist alles an die Spekulanten und Privatiseure verscherbelt worden, dann ist es aus mit der Demokratie und Einflußnahme. In die Vorstände und Aufsichtsräte von der Deutschen Bank und andere Firmen reicht der Arm des Volkes nicht hinein. Dann herrscht Volksfeindlichkeit, Unternehmerterror und -willkür und bevor alles ins Uferlose teurer wird, wird sich das Parlament wieder entschließen und für das Doppelte und Dreifache des ursprünglichen Verkaufspreises die heruntergekommenen, verlotterten Firmen zurückkaufen müssen, damit eine volkswirtschaftlich notwendige Grundversorgung weiter funktioniert.

Also wissen wir nun, was wir von Unternehmensparteien, Firmen- und Bodenspekulanten zu halten haben. Alle ab in einem großen Sack und in die tiefsten Tiefseegräben der Erde versenken und ersäufen, damit wir vor Ihnen in Zukunft Ruhe haben. Es sind feinde des Volkes. Auch wenn sie sich als Wohltäter und Menschenfreunde ausgeben oder wie bei den sieben Geißlein Kreide fressen und die weiß gekalkte Pfote aufs Fensterbrett legen. Sie werden sich und ihren Charakter nicht ändern. Es bleiben gierige Wölfe, räuberisches Kroppzeug.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Wilddieb Stuelpner am 18:10:10 Mi. 14.Mai 2008
Hansen hat seine "Gewerkschafterseele" an Mephisto Mehdorn verkauft, um mal im Bilde mit Goethes Faust zu bleiben.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Wilddieb Stuelpner am 18:17:50 Mi. 14.Mai 2008
Interessant ist schon die Karriereleiter und die bisher erledigten Drecksarbeiten Mehdorns in den verschiedensten Vorgängerfirmen. Dagengen sind die Vorgängerbahnchefs regelrechte Weisenknaben.

http://de.wikipedia.org/wiki/Hartmut_Mehdorn

Komisch, daß man sich mit Kritischem bei Mehdorn vor seiner Bahnzeit vornehm zurückhält.

Man sehe sich den Abschnitt Kritik an. Und er hat einen Hofbiographen - Hugo Müller-Vogg. Paßt wie der Arsch auf den Klodeckel.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Wilddieb Stuelpner am 18:45:14 Mi. 14.Mai 2008
Bahn AG (http://de.wikipedia.org/wiki/Bahn_AG)

Es scheint nicht nur so, es ist so. Und nicht nur bei der Bahn. In der deutschen Wirtschaft kommt man sich vor wie in einem indischen Kastensystem der oberen Schichten. Es ist wie das Who is who. Ungeliebte oder abgehalfterte Politiker und Wirtschaftsbosse und Emporkömmlinge finden ihr Unterkommen, z.B.

Diethelm Sack (http://de.wikipedia.org/wiki/Diethelm_Sack)

Margret Suckale (http://de.wikipedia.org/wiki/Margret_Suckale)

Otto Wiesheu (http://[url=http://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Wiesheu)

Karl-Friedrich Rausch (http://de.wikipedia.org/wiki/Karl-Friedrich_Rausch)

Norbert Bensel (http://de.wikipedia.org/wiki/Norbert_Bensel) - Ex-Mitglied der verharzten Kommission

Stefan Garber (http://de.wikipedia.org/wiki/Stefan_Garber)

Werner Müller (http://de.wikipedia.org/wiki/Werner_M%C3%BCller_%28Politiker%29)

Heinz Dürr (http://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_D%C3%BCrr)

Johannes Ludewig (http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Ludewig)

Wenn man tiefer in der Firmengeschichte gräbt, finden sich dann noch mehr Polit- und Wirtschaftsprominente, die einem nicht ganz unbekannt sind.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 11:19:24 Do. 15.Mai 2008
Zitat
TARIFVERTRAG UNTERZEICHNET
Gewerkschaften stimmen Bahn- Privatisierung zu


Die Gewerkschaften Transnet und GBDA haben ihren Widerstand gegen die Teilprivatisierung der Bahn aufgegeben.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,553411,00.html

 :kotze>
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Wilddieb Stuelpner am 07:34:36 Fr. 16.Mai 2008
Dieser Widerstand gegen Bahnprivatisierung hat bei diesen Arbeiterverrätergewerkschaften nie bestanden.

Wo sitzt der käufliche und verlogene Hansen jetzt gleich noch einmal und was hat er als nächstes in seiner Arbeitsdirektorenrolle vor?
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Kater am 11:45:53 Fr. 16.Mai 2008
Zitat
Bahn-Personalvorstand Hansen kündigt weiteren Personalabbau an

Berlin (ddp). Der neue Arbeitsdirektor der Deutschen Bahn, Norbert Hansen, hat einen weiteren Personalabbau im Konzern angekündigt. «Wir werden bei der Bahn weiter rationalisieren müssen. Und das wird in einigen Bereichen nicht ohne Personalabbau gehen«, sagte Hansen der »Bild"-Zeitung (Freitagausgabe). Schon als Chef der Gewerkschaft Transnet habe er Arbeitsplätze in seiner Verwaltung abbauen müssen. Das sei kein angenehmer Job, aber es sei ihm immer gelungen, ohne Kündigungen auszukommen. Das sei auch sein Ziel bei der Bahn.

Hansen fordert von den Mitarbeitern der Bahn eine höhere Effizienz: «Es gibt mittlerweile viele regionale Bahngesellschaften, die zeigen, wie es gehen kann. Da ist dann zum Beispiel ein Lokführer nicht nur dafür verantwortlich, den Zug zu steuern - sondern kann in den Zugabteilen auch einmal aufräumen oder auf einem kleinen Bahnhof mit anpacken.»

Der neue Bahn-Manager spricht sich außerdem für eine weitere Privatisierung des Konzerns aus: «Für mich ist wichtig, dass der Bund bei der Bahn weiter das Sagen hat - also die Mehrheit der Anteile besitzt. Das heißt: Die Obergrenze der Privatisierung liegt für mich bei 49,9 Prozent.»

http://de.news.yahoo.com/ddp/20080516/tbs-bahn-personalvorstand-hansen-kuendig-a704da0.html

Zitat
Bahnchef widerspricht Arbeitsdirektor Hansen

Berlin (AFP) - Bahnchef Hartmut Mehdorn hat Ankündigungen des neuen Bahn-Arbeitsdirektors Norbert Hansen über einen weiteren Stellenabbau im Konzern widersprochen. "Es gibt weder entsprechende Pläne, und schon gar nicht gibt es derartige Beschlüsse", erklärte Mehdorn in Berlin. Vielmehr habe die Bahn einen Tarifvertrag mit den Gewerkschaften Transnet und GDBA unterzeichnet, der betriebsbedingte Kündigungen für die kommenden 15 Jahre ausschließt. Kündigungen hatte Hansen in dem Interview allerdings ebenfalls ausgeschlossen.

Hansen hatte zuvor in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung einen weiteren Stellenabbau bei der Bahn angekündigt. "Wir werden weiter rationalisieren müssen. Und das wird in einigen Bereichen nicht ohne Personalabbau gehen", sagte Hansen der Zeitung.

http://de.news.yahoo.com/afp/20080516/tde-d-unternehmen-verkehr-bahn-arbeit-a4484c6.html
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: antonov am 12:26:13 Fr. 16.Mai 2008
naja wenigstens hat der hansen den geldfluss zur transnet gesichert
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Wilddieb Stuelpner am 15:45:23 Fr. 16.Mai 2008
Sahra Wagenknecht: Privatisierung der Bahn muss verhindert werden! (http://www.sahra-wagenknecht.de/de/article/309.teilprivatisierung_der_bahn_muss_verhindert_werden.html)

Presseerklärung von Sahra Wagenknecht vom 15.05.2008

Zur außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrats der Deutschen Bahn AG erklärt Sahra Wagenknecht, Mitglied des Vorstands der Partei DIE LINKE:

Mit der Gründung der Holding „Mobility and Logistik AG" hat der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG eine entscheidende Weiche in Richtung Teilprivatisierung der Deutschen Bahn gestellt. Zwar soll die Infrastruktur der Bahn komplett in staatlicher Hand bleiben und die Gewerkschaften haben mit dem Struktursicherungs-Tarifvertrag dafür gesorgt, dass auch die neue Holding mehrheitlich in Staatsbesitz bleibt. Trotzdem ist es sehr bedauerlich, dass die öffentliche Entrüstung über den Wechsel von Transnet-Chef Hansen in den Bahnvorstand nicht zu der notwendigen Kurskorrektur geführt hat, der geplanten Teilprivatisierung eine klare Absage zu erteilen.

Dabei ist absehbar, welche Folgen die Öffnung des Schienen- und Logistikverkehrs für private Investoren haben wird: Die Fahrpreise, die schon jetzt für gering Verdienende nicht bezahlbar sind, werden weiter steigen. Außerdem wird die verstärkte Renditeorientierung zur Schließung weiterer kleiner Bahnhöfe und zur Stilllegung von vermeintlich unrentablen Strecken führen. Schließlich ist zu erwarten, dass der frisch ernannte Arbeitsdirektor Hansen sein neues Amt dazu nutzen wird, die Löhne der Bahnbeschäftigten weiter zu senken. So sollen neue Tochtergesellschaften mit Hilfe von Lohndumping Ausschreibungen im Nahverkehr für die Deutsche Bahn gewinnen.

Gegen all diese Pläne gilt es, Widerstand zu entwickeln bzw. zu stärken. Denn Alternativen sind möglich, wie die Schweiz beweist: Dort befindet sich die Bahn zu 100 Prozent in staatlichem Besitz und wird gewinnbringend im Interesse der Allgemeinheit betrieben. Ein dichtes Streckennetz, zufriedene Kunden – all dies zeichnet die Schweizerische Bundesbahn aus. Ganz im Gegensatz dazu die Beispiele Großbritannien oder Neuseeland, wo die Privatisierung der Bahn jeweils katastrophale Folgen hatte. Um einem weiteren Verfall der Infrastruktur entgegenzuwirken, hat die neuseeländische Regierung sich gerade vor kurzem entschieden, die Bahn wieder zurückzukaufen. Es zeugt von Ignoranz, angesichts solcher Erfahrungen an der Teilprivatisierung der Deutschen Bahn festzuhalten. Gerade die SPD beweist damit einmal mehr, dass sie unverändert im neoliberalen Fahrwasser mitschwimmt. Doch wem der Profit privater Investoren näher liegt als das Interesse der Bevölkerung, wird früher oder später dafür abgestraft werden.

Sahra Wagenknecht
Brüssel, den 15.05.08
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Kuddel am 15:55:45 Fr. 16.Mai 2008
Wenn es selbst von der bürgerlichen Presse so kommentiert wird...

Zitat
Wendehals mit Statusvorteil

Frech und dreist - der einstige Gewerkschafter als Top-Manager und Topverdiener. Via "Bild" verkündet Norbert Hansen, wie er als Arbeitsdirektor Jobs einsparen will. Das ging selbst Bahn-Chef Hartmut Mehdorn zu schnell.

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/artikel/489/174966/
...ist es schon verwunderlich, daß Hansens Positionen vereinzelt sogar hier im Forum verteidigt wurden. Kritik an gewerkschaftlicher Praxis ist alles andere als Gewerkschaftsfeindschaft. Die Gewerkschaftsfeinde sitzen in den Führungsetagen der Organisation.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: alfred am 16:05:19 Mo. 19.Mai 2008
Zitat
(...) Demnach ist folgende Dramaturgie geplant: Schon im Frühjahr 2009 soll Mehdorn seinen Vorstandsposten bei der dann börsennotierten Bahn-Tochter DB Mobility Logistics (DB ML) abgeben. Als Ausgleich soll dem Manager der Chefposten im Aufsichtsrat der DB ML angeboten werden. Zudem dürfe er weiterhin Vorstandschef der Mutterholding Deutsche Bahn bleiben - jedenfalls bis zum Mai 2011, so lange läuft sein Vertrag. (...)

ftd (http://www.ftd.de/koepfe/:Zeitplan%20Mehdorns%20Abgang/357252.html)

Kurz zusammengefasst: Mehdorns Demontage ist beschlossene Sache, darf aber erst nach dem erfolgreichen Börsengang publik werden. Früher lief so etwas mit amerikanischen Schauspielern im Vorabendprogramm...  :(
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 13:53:53 Di. 20.Mai 2008
Eisenbahner in Belgien streiken für höhere Löhne

Brüssel. ap/baz. Ein Eisenbahner-Streik hat am Dienstag Bahnhöfe und Häfen in Belgien weitgehend lahmgelegt. Die Beschäftigten des staatlichen Bahnunternehmens SNCB legten am späten Montagabend ihre Arbeit nieder, um ihren Forderungen im laufenden Tarifkonflikt Nachdruck zu verleihen.

Die Geschäftsführung der SNCB hatte den Beschäftigten zwar zwei Prozent mehr Lohn angeboten, zugleich aber Abstriche beim Freizeitausgleich gefordert. Die vier belgischen Eisenbahner-Gewerkschaften riefen deshalb zu einem 24-stündigen Streik bis Dienstagabend 22.00 Uhr auf. Nach Einschätzung der Regierung könnte der Streik die belgische Wirtschaft rund 40 Millionen Euro kosten.

http://www.baz.ch/news/index.cfm?ObjectID=057F1C96-1422-0CEF-70A575A27F7CEA78
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 11:55:42 Mi. 21.Mai 2008
Wiederverstaatlichung des Bahn- und Fährsektors in Neuseeland begrüßt

Die Rail and Maritime Transport Union (RMTU) begrüßt die Ankündigung der Regierung vom 5. Mai, die Bahn- und Fährindustrie des Landes wieder in staatliches Eigentum zu überführen.

Die der ITF angeschlossene Gewerkschaft nahm die Nachricht von der Wiederverstaatlichung der Unternehmen mit großer Begeisterung als Schritt in die richtige Richtung auf. Die neuseeländische Regierung gab bekannt, sich mit Toll NZ, dem größten Verkehrsunternehmen des Landes, über den Kauf der Bahn- und Fährdienste geeinigt zu haben. Der endgültige Abschluss des Verkaufs zu einem Betrag in Höhe von 665 Mio. neuseeländischen Dollar (336 Mio. Euro) soll am 30. Juni diesen Jahres erfolgen.

"Die RMTU hat eine lange und anstrengende Kampagne geführt, um die Labour-Regierung zum Rückkauf des Schienennetzes zu bewegen. Aber wir wussten die ganze Zeit, dass es keine andere Wahl gab, wenn die Bahnen die Leistung erbringen sollen, die dieses Landes braucht. Wir haben alle auf die Regierung eingewirkt, den letzten Schritt zur Wiederverstaatlichung des Schienennetzes zu tun," so RMTU-Generalsekretär Wayne Butson.

Nach seinen Worten ist die Gewerkschaft sehr daran interessiert, an der Modernisierung des neuseeländischen Bahnsektors mitzuwirken. Er forderte die Regierung dazu auf, frühzeitig umfangreiche Finanzierungszusagen für den Kauf neuer Loks und Waggons zu machen.

In einer Stellungnahme zur Rückverstaatlichung der Fährlinien sagte der Generalsekretär der ITF-Mitgliedsorganisation Maritime Union of New Zealand (MUNZ), Trevor Hanson, seine Unterstützung zu und erklärte, die Regierung sei auf dem richtigen Weg. Es müsse jedoch noch mehr getan werden, so Hanson weiter: "Die Entwicklung der staatlich kontrollierten Küstenschifffahrt und die Umsetzung einer nationalen Hafenpolitik müssen schneller gehen. Genauso müssen wir dafür sorgen, dass die Entwicklung unserer Verkehrsinfrastruktur dem Wohl Neuseelands dient und nicht dem von privaten Interessensgruppen oder ausländischen Aktionären."

http://www.itfglobal.org/news-online/index.cfm/newsdetail/2023
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: alfred am 09:08:31 So. 25.Mai 2008
Hansen war und ist ein Arsch, aber was jetzt die "Bild"-Zeitung wieder zusammenkonstruiert - oh Gott:

Skandalaufdeckung bei Springer (http://www.bild.de/BILD/news/wirtschaft/2008/05/25/bahn-vorstand/in-spielhoelle.html)

ohne Kommentar
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Aloysius am 13:22:59 So. 25.Mai 2008
Ja, ja, die Larissa aus der Ukraina, da geht doch was, heisse Ostmädels, Glückspiel und teure Autos, oh du Sündenpfuhl  :cheer:
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: antonov am 14:55:04 So. 25.Mai 2008
bei dem konstrukt darf man sich ja ruhig fragen wovon abgelenkt werden soll

wäre mir neu das bild die seiten gewechselt hat

werd mir mal auf die suche machen
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: alfred am 15:39:15 So. 25.Mai 2008
Zitat
Durch den Jobwechsel dürfte Hansen sein Jahreseinkommen verfünfzehnfachen.

Da musst Du nicht suchen, der Bild geht es darum diese Aussage unter die leute zu bringen...
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 15:46:28 So. 25.Mai 2008
Zitat
Bild geht es darum diese Aussage unter die leute zu bringen...

Hältst Du die Aussage für unwahr oder willst Du nicht, daß die Leute das erfahren?
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: alfred am 16:43:22 So. 25.Mai 2008
Hi Man, habe heute echt keine Lust auf Deine immer gleiche Leier!

Alfred liest gern Bild und Hansen ist sein Held, wollten das Kuddel und MocS jetzt so hören? - Ihr könnt mich mal...
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 16:48:14 So. 25.Mai 2008
?(

Die Frage war ernstgemeint und keineswegs rhetorisch...
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: antonov am 13:32:05 Mo. 26.Mai 2008
Zitat
Hamburg, den 22. Mai 2008
Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir Unterzeichner, einfache Mitglieder, betriebliche und gewerkschaftliche Funktionsträger in der TRANSNET-Region Nord, fordern Euch auf aus dem unglaublichen Verhalten von Norbert Hansen und Co. nicht die falschen Konsequenzen zu ziehen – auszutreten oder so weiterzumachen –  sondern grundsätzliche Veränderungen einzuleiten.

Dies sind im Wesentlichen:

1.        Rücktritt des Geschäftsführenden Vorstandes der TRANSNET (GV)

2.        Sitzungen und Versammlungen der Gremien, offen für interessierte Mitglieder

3.        Sofort Basisdialoge und Mitgliederversammlungen zur aktuellen Situation

Wir Unterzeichner erwarten, dass sich unsere TRANSNET endlich an den Bedürfnissen der Mitglieder und der Eisenbahner orientiert. Mehr als 70 % der Bevölkerung lehnen eine Kapitalprivatisierung der DB AG ab.

Niemand hat ein Mandat, um im Namen unserer TRANSNET den Börsengang zu propagieren und aktiv mit zu betreiben. Mit dem DGB gegen den Börsengang!

Wir Unterzeichner fordern die  TRANSNET-Betriebsräte auf allen Ebenen auf, zum Kampf gegen die permanenten Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen und den schleichenden massiven Arbeitsplatzabbau.

Wir fordern die TRANSNET-Betriebsräte im Konzernbetriebsrat (KBR) auf: Macht den Beschluss zum Verzicht auf die Einhaltung der Fristen nach der Konzern-betriebsvereinbarung (KBV) „Strukturwandel“ sofort wieder rückgängig. Wehrt Euch gegen die fortgesetzten Umstrukturierungen und gegen die Zerschlagung des Konzerns!

Wir Unterzeichner erwarten, dass in den gewerkschaftlichen Medien, wieder die sozialen Auseinandersetzungen in unserem Land und die Kämpfe unserer ausländischen Eisenbahnerkollegen z. B. in Frankreich und Italien gegen Sozialabbau und Privatisierungen abgebildet werden.

Wir Unterzeichner sind der festen Überzeugung, dass eine grundsätzliche Veränderung und ein Neuanfang notwendig und möglich sind. Die Alternative hieße sonst: Untergang der TRANSNET.

Nicht austreten – sondern mitmachen!
http://www.bahnvonunten.de/HH_Appell.htm

ich würde sogar den bahn-vorstand zum rücktritt auffordern  :) meine meinung

ansonsten kann man die transnet als gewerkschaft eh knicken
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: antonov am 14:05:24 Mo. 26.Mai 2008
Zitat
Liebe KollegInnen,
mit großer Enttäuschung hat die Ortsverwaltung Bremerhaven vom
Rücktritt des Vorsitzenden der TRANSNET, Norbert Hansen, erfahren.

Die Ortsverwaltung Bremerhaven hält die zeitlichen und politischen
Umstände der persönlichen Entscheidung von Norbert Hansen über
seinen Rücktritt als schädlich für die gesamte
Gewerkschaftsorganisation.
Die der Ortsverwaltung gegenüber geäußerten Meinungen der
Gewerkschafts-mitglieder reichen von tiefer Enttäuschung bis zum Verrat
an der TRANSNET und drücken zudem tiefes Misstrauen gegenüber die vom
Beirat getroffenen personellen Entscheidungen aus.
Es muss dringend eine inhaltliche Überprüfung des bisher eingeschlagenen
Wegs der TRANSNET bezüglich der Teilkapitalprivatisierung der DB AG
stattfinden. Es reicht nicht mehr, einfach zur Tagesordnung überzugehen.

Die Ortsverwaltung Bremerhaven kann nicht nachvollziehen, warum der
geschäftsführende Vorstand den Schritt von Norbert Hansen begrüßt
hat. Nach unserer Auffassung zeugt dies von einer völligen
Verkennung der politischen Situation.

Der Weg muss freigemacht werden für einen demokratisch legitimierten
Neuanfang.

Der Vorstand der OV Bremerhaven
http://www.bahnvonunten.de/OV_Bremerhaven.pdf


Zitat
Der Vorstand der TRANSNET-Ortsverwaltung Bonn hat in seiner Sitzung am 21.05.2008
sehr eingehend die prekäre Lage nach dem Rücktritt und dem Wechsel des ehemaligen
TRANSNET-Vorsitzenden Norbert Hansen in den Vorstand der Deutschen Bahn AG beraten
und folgende einstimmige Beschlüsse gefasst:

Gegen Herrn Hansen soll ein Ausschlussverfahren wegen gewerkschaftsschädigenden
Verhaltens eingeleitet werden. Der Wechsel von Herrn Hansen als Arbeitsdirektor zur
Deutschen Bahn AG ist aus Sicht der Bonner TRANSNET unentschuldbar und kam offenbar
subversiv zustande. Herr Hansen hat der TRANSNET und der gesamten
Gewerkschaftsbewegung einen großen Schaden zugefügt.

Der Vorstand der TRANSNET-Ortsverwaltung Bonn legt Wert auf die Feststellung, dass auf
dem nächsten ordentlichen Gewerkschaftstag im November 2008 eine völlig unbelastete
Vorsitzende oder ein Vorsitzender gewählt werden muss. Das Gleiche gilt für den gesamten
Geschäftsführenden Vorstand.

Die politische Neuausrichtung der TRANSNET in der Bahnpolitik, der Arbeitsmarktpolitik und
der Gesellschaftspolitik ist für die Bonner TRANSNET unabdingbar. Darunter verstehen die
Mitglieder des Bonner TRANSNET-Vorstandes die kritische Ausgestaltung der Sozialpartner-
schaft mit der gewerkschaftlich gebotenen Distanz zur Deutschen Bahn AG, damit die
berechtigten Interessen der Kolleginnen und Kollegen zuverlässig verhandelt werden
können. Auch verstehen wir darunter die personelle und inhaltliche Stärkung der Kompetenz
in der Beamtenpolitik, die Einbeziehung der Privatbahnen und die streitbare Interessenvertretung
der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Mit der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und der Verkehrsgewerkschaft GDBA soll die
vertrauensvolle und kooperative Zusammenarbeit wiederhergestellt und ausgebaut werden.
Das Gleiche gilt für den Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), in dessen Bonner Gremien
die TRANSNET-Ortsverwaltung Bonn aktiv vertreten ist. Bei Streitfällen zwischen
TRANSNET, ver.di oder IG Metall muss künftig der DGB als Schlichter fungieren. Konflikte
innerhalb der DGB-Gewerkschaften um Mitglieder und Organisationsgebiete sind
kontraproduktiv und müssen zwingend geschlichtet werden.

Die Aufsicht über den Vorsitzenden und den Geschäftsführenden Vorstand der TRANSNET
hat nach Meinung der OV Bonn versagt. Der Gewerkschaftstag wird daher aufgefordert, die
Struktur des Beirats und der Bezirksvorstände zu analysieren und die ehrenamtlichen
Gremien so aufzustellen, dass sie den hauptamtlichen Vorstand effizient und transparent
kontrollieren können.

In einem offenen Brief an Norbert Hansen - den künftigen Arbeitsdirektor der Deutschen
Bahn AG - wird dieser aufgefordert, dieses Amt nicht anzutreten, da der Verdacht von
Korruption und Vetternwirtschaft latent vorherrscht.

Rainer Bohnet
1. Bevollmächtigter
http://www.bahnvonunten.de/OV_Bonn.pdf
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: antonov am 14:14:26 Mo. 26.Mai 2008
Zitat
23. Mai 2008

Lieber Kurt,

nachdem mein erstes Schreiben leider unbeantwortet blieb, wende ich mich wieder an Dich.

Der Unmut an der SPD- und Gewerkschaftsbasis über die jetzt anstehende Teilprivatisierung unserer Bahn hat sich auch seit dem für viele Gewerkschafter und Sozialdemokraten schockierenden Abgang und den arbeitnehmerfeindlichen Äußerungen des bisherigen TRANSNET-Vorsitzenden Norbert Hansen nicht gelegt. Letztes Wochenende hat sich der SPD-Unterbezirksparteitag Marburg-Biedenkopf fast einstimmig gegen die Bahnprivatisierung ausgesprochen. Der Berliner AfA-Landesverband fordert die SPD-Bundestagsabgeordneten auf, nächste Woche im Bundestag die Zustimmung zur Privatisierung zu verweigern.

Als wir am 1. Mai in Mainz gegen die Bahnprivatisierung protestierten, hast Du uns vor über 1000 Zuhörern zu Deiner Rechtfertigung zugerufen: „Aber TRANSNET fordert, dass wir privatisieren.“ Weiter hast Du öffentlich behauptet, viele TRANSNET-Funktionäre hätten mit dem Austritt aus der SPD gedroht, wenn Du Dich gegen eine Teilprivatisierung gestellt hättest. „Die Gewerkschaft TRANSNET hat die Privatisierung nie gefordert“, erklärt hingegen der TRANSNET-Sprecher Michael Klein im Hamburger Abendblatt vom 22. Mai 2008.

Somit steht Aussage gegen Aussage. Wer hat da gelogen? Eine mögliche Auflösung dieses Widerspruchs finden wir vielleicht in der Person Norbert Hansens. Offensichtlich bist Du – zusammen mit anderen führenden SPD-Funktionären – einem Blender aufgesessen, der vermutlich schon längst auf einen Managerposten aus war und ein handfestes persönliches Motiv hatte, um die Privatisierung zu propagieren und voranzutreiben.

Somit erscheint die Arbeit der SPD-Arbeitsgruppe Bahn nachträglich im fahlen Licht und wird durch die Tatsache überschattet, dass Hansen zum eigenen Vorteil den Willen und die Beschlusslage der eigenen Gewerkschaft missachtet und anderen vorgegaukelt hat, all dies läge im Interesse der Eisenbahnerinnen und Eisenbahner. Zudem ist in den letzten Tagen klar geworden, dass die von Norbert Hansen in der SPD-Parteiratssitzung Ende April gemachte Zusage, es bliebe definitiv bei der Obergrenze von 24,9 Prozent für die zu privatisierende Transportsparte, falsch war. Mit dem Börsengang droht eine Sogwirkung weit über die 24,9 Prozent hinaus, die wir dann nicht mehr in den Griff bekommen werden.

Aus all diesen Gründen – und weil Du weder am 1. Mai noch beim AfA-Bundeskongress am 19. April in Kassel irgendwelche inhaltlichen Argumente für die Privatisierung vorgebracht hast – stehst Du als Parteivorsitzender jetzt in der Verantwortung, den Privatisierungszug noch in allerletzter Sekunde zu stoppen. Somit könnte schwerer Schaden von unserer Bahn, den Eisenbahnerinnen und Eisenbahnern, der Umwelt, der Allgemeinheit und nicht zuletzt unserer Partei, der SPD, abgewendet werden, die ansonsten in den anstehenden Wahlen schwer über 24,9% hinauskommen könnte.

Der Verzicht auf die Diätenerhöhung der Bundestagsabgeordneten zeigt, dass es möglich ist, politische Projekte noch rechtzeitig zu stoppen, anstatt sie mit der Brechstange durchzusetzen. Mit einem beherzten Eingreifen als Parteivorsitzender könntest Du auch ein für allemal die von bösen Zungen verbreiteten Gerüchte widerlegen, dass Du an der „Beförderung“ von Norbert Hansen in die Chefetage der Deutschen Bahn aktiv mitgedreht hättest.

In der Hoffnung auf Einsicht und beherztes Eingreifen

gez. Günter Zinke, Kassel
Mitglied der SPD-Betriebsgruppe Eisenbahn Hessen/Rheinhessen
und seit über 60 Jahren Mitglied der TRANSNET/GdED
http://www.bahnvonunten.de/OffenerBriefBeck.htm
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 14:47:06 Fr. 30.Mai 2008
Zitat
Der Bundestag hat die Teilprivatisierung der Deutschen Bahn gebilligt. Investmentbanken schätzen den möglichen Erlös auf fünf bis sechs Milliarden Euro, der Bund sogar auf bis zu acht Milliarden Euro. Damit wäre der Bahn-Börsengang der größte seit Jahren.
http://www.handelsblatt.com/News/Politik/Deutschland/_pv/_p/200050/_t/ft/_b/1437014/default.aspx/weg-frei-fuer-die-bahn.html

Die Privatisierung der Bahn wird in Neuseeland rückgängig gemacht. Ähnliches passiert in einigen privatisierten ehemaligen Kommunalen Betrieben in Deutschland. Doch nun muß der Bundestag noch auf die Schnelle das größte Verbrechen der letzten Jahre beschließen. Die Infrastruktur des Landes zum Fraß für die Börsenhaie. Den Fehler rückgängig zu machen wird längst nicht so leicht sein.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Kater am 15:20:52 Fr. 30.Mai 2008
passend zum Thema (Sicherheit von Bahnunternehmen steigt bekanntlich bei der Privatisierung wie in GB zu sehen) kommt heute abend im ARD eine Dokumentation über das bisher schwerste Zugunglück der Deutschen Bahn

Zitat
Das ICE-Unglück von Eschede
Beim schwersten Zugunglück in der Geschichte der Bundesrepublik am 3. Juni 1998 starben 101 Menschen, über 100 wurden teils schwer verletzt. Ein gebrochener Radreifen brachte den ICE auf dem Weg nach Hamburg bei Tempo 200 zum Entgleisen. Selbst viele Jahre nach der Katastrophe kämpfen Hinterbliebene, Verletzte und Helfer mit den seelischen und körperlichen Folgen dieser Katastrophe. Zum zehnten Jahrestag des Unglücks hat der NDR eine aufwendige Dokumentation produziert, die in gespielten Szenen den Unglückstag nachzeichnet sowie in Interviews Opfer, Angehörige, Helfer und andere zu Wort kommen lässt. Der 90-minütige Film wird am 30. Mai um 21.45 Uhr im Ersten gezeigt und zur selben Uhrzeit am 3. Juni im NDR Fernsehen.

http://www1.ndr.de/kultur/geschichte/eschededossier2.html

Zitat
Rechtsanwalt Rainer Geulen
 
Der Berliner Rechtsanwalt vertrat mehr als 70 Opfer im Eschede-Prozess. Aus seiner Sicht ist völlig unverständlich, warum der Prozess eingestellt wurde und kein Urteil gesprochen wurde. Geulen stellte Strafanzeige gegen den Technikvorstand der Deutschen Bahn AG, Roland Heinisch, der für mangelnde Erprobung und unzureichende Wartung verantwortlich gewesen sei. Im Auftrag und gemeinsam mit den Opfern traf Rainer Geulen auch auf den heutigen Bahnchef Hartmut Mehdorn.

"Wir traten da auf mit einer Frau, die schwer verletzt war, die hinkte noch nach anderthalb Jahren, mit Leuten, die ihre Angehörigen verloren hatten, und Herr Mehdorn hatte eigentlich nichts anderes zu sagen als, dass es überhaupt nicht in Frage kommt, dass man Geld zahlt oder dann man mit ihnen weiter redet. Was mich vor allem erschreckt hat an dem Gespräch mit Herrn Mehdorn ist, dass er das Gespräch damit eröffnete zu sagen: Wir können Ihnen gar nicht helfen, weil die Toten werden nicht mehr lebendig. Und das in einer Form, die den Mandanten die Sprache verschlagen hat. Es fehlte jeglicher Kontakt, es fehlte auch jegliches Gefühl, Mitgefühl mit diesen Mandanten. Er hat eigentlich nur über Geld geredet und hat nur gesagt, dass er kein Geld zahlen will. Uns ging es aber erst mal gar nicht um Geld, uns ging es um ganz andere Dinge. Nämlich einfach mal mit ihm darüber zu reden, was man machen kann. Das Gespräch mit Herrn Mehdorn war sehr erschreckend.

Es ist ja praktisch so gewesen, dass es am Ende so schien, dass überhaupt niemand schuld ist an dieser ganzen Sache, obwohl ganz klar war, dass dieser Radreifen, der dort geplatzt ist, dass der nicht ausgelegt war für Hochgeschwindigkeitsfahrt. … Die Justiz hat gegenüber den Mandanten und gegenüber diesen Opfern versagt.

Aber das Problem war bereits, dass die falschen Leute angeklagt worden sind. Es sind Leute von unten angeklagt worden, also Techniker, nicht aber der verantwortliche Vorstand. Das ist ein schweres Problem. Natürlich sind die Techniker nicht verantwortlich für die Fehler des Vorstands."

http://www1.ndr.de/kultur/geschichte/eschedeinterviews6.html
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 14:26:33 Do. 12.Juni 2008
Nach Angaben der Allianz pro Schiene wurden in Deutschland zwischen 1990 und 2005 16 Prozent des Eisenbahnschienennetzes stillgelegt. Andere europäische Länder verkleinerten ihr Schienennetz in diesem Zeitraum erheblich geringer, einzelne Staaten, z.B. die Schweiz, bauten es sogar aus.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 17:00:27 So. 15.Juni 2008
Behinderungen im Zugverkehr mit Italien: Streik beendet

Bern. sda/baz. Ein Lokführer-Streik in Italien ist am Sonntagmittag zu Ende gegangen. Vier Züge aus der Schweiz wurden nach SBB-Angaben an der Grenze zum Nachbarland gewendet, auch Züge aus Italien fielen aus. Es werde mit keinen Beeinträchtigungen mehr gerechnet, hiess es.

Der wilde Streik habe am frühen Sonntagmorgen erste Auswirkungen gezeigt, sagte SBB-Sprecher Reto Kormann der Nachrichtenagentur SDA auf Anfrage. Deshalb sei von Bahnreisen nach Italien abgeraten worden.

Am Montag Bahnstreik in der Toskana

Ein ursprünglich angekündigter Streik war am vergangenen Donnerstag nach einer Vereinbarung zwischen Trenitalia und den Gewerkschaften wieder suspendiert worden. Einige Lokführer hielten sich aber nicht daran und streikten schliesslich wild.

http://www.baz.ch/news/index.cfm?ObjectID=8BF6931B-1422-0CEF-70B12D6D864E62E6
http://www.baz.ch/news/index.cfm?ObjectID=8B2DAEED-1422-0CEF-70236653BB49F953
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 09:39:54 Di. 17.Juni 2008
Lokführer in Italien streiken wieder

Der wilde Lokführer-Streik in Italien hat erneut zu Behinderungen auf der Gotthard-Achse geführt. Für den Eurocity 175-176 von Schaffhausen über Zürich nach Livorno wird nach Angaben der SBB die Fahrt bereits in Mailand zu Ende sein.
(sda) Heute streiken die Lokführer in der Toskana. Der Streik sollte bis 17.00 Uhr dauern, sagte SBB-Sprecher Jean-Louis Scherz der Nachrichtenagentur SDA.

In den kommenden Tagen hätten die Lokführer Streiks in anderen Regionen Italiens angekündigt - am Mittwoch in der Emiglia-Romagna, am 23. Juni im Piemont und am 23. und 24. Juni auf Sizilien.

Nach Einschätzung der SBB dürften diese Ausstände keine Auswirkungen auf den Zugsverkehr mit der Schweiz haben. Der Streik der Lokführer behinderte aber am Sonntag mehrere Züge aus der Schweiz: Ihre Reise endete an der Grenze zu Italien.

Die Lokführer streiken wild, nachdem sich die Bahngesellschaft Trenitalia und die Gewerkschaften geeinigt hatten und ein ursprünglich angekündigter Streik am vergangenen Donnerstag ausgesetzt worden war. Die Vereinbarung ging einigen Lokführern jedoch zu wenig weit.

http://www.bielertagblatt.ch/News/Schweiz/113535
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 14:57:52 Mo. 30.Juni 2008
Zitat
Kurswechsel statt Aussitzen!

OV Husum ist sauer - Langjährige Weggefährten fordern Norbert Hansens Ausschluss aus der Bahngewerkschaft TRANSNET. TRANSNET muss endlich einen Schlussstrich unter die „Ära Hansen“ ziehen - durch Abkehr vom Schmusekurs mit dem Bahnmanagement, ein klares Nein zur Privatisierung und den Ausschluss Norbert Hansens…
http://www.bahnvonunten.de/husum.htm
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 13:34:42 Sa. 19.Juli 2008
Unzufriedene Transnet-Mitglieder bei der Berliner S-Bahn gründen eigenständige Betriebsgruppe. Ein Interview von Daniel Behruzi mit Percy Baarts, Vertrauensperson der Gewerkschaft Transnet bei der S-Bahn Berlin GmbH. Gemeinsam mit anderen Transnet-Aktivisten hat er zur Gründung der Betriebsgruppe »Wer. Die« aufgerufen.

http://www.jungewelt.de/2008/07-17/014.php
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Adelskronengang am 13:59:04 Sa. 19.Juli 2008
Zitat
Original von ManOfConstantSorrow
Zitat
Kurswechsel statt Aussitzen!

OV Husum ist sauer - Langjährige Weggefährten fordern Norbert Hansens Ausschluss aus der Bahngewerkschaft TRANSNET. TRANSNET muss endlich einen Schlussstrich unter die „Ära Hansen“ ziehen - durch Abkehr vom Schmusekurs mit dem Bahnmanagement, ein klares Nein zur Privatisierung und den Ausschluss Norbert Hansens…
http://www.bahnvonunten.de/husum.htm


Man wie blöd muß man als Bahngewerkschafter heute egentlich sein,
daß man das erst  JETZT,WO ALLES SCHON GELAUFEN ist bemerkt haben will.....

Wenn man sich den Frontal21 Beitrag zu Transnet mal ganz
unverbindlich zugeführt hat kommt man unweigerlich zu dem Schluß
daß in dem korrupten Saftladen nichts mehr zu retten ist.

Notschlachten und neugründen...oder gleich zur GDL gehen...

Der Name Transnet ist als Marke (des Grauens) enfach verbrannt.
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 22:28:17 Mo. 28.Juli 2008
Zitat
Basis wird Ex-Chef Hansen nicht los

Der Gewerkschafts-Ausschluss des ehemaligen Transnet-Chefs ist vom Tisch. Die Antragsteller, mehrere Ortsverbände, sind enttäuscht: Das "System Hansen" funktioniere noch.

http://www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/basis-wird-ex-chef-hansen-nicht-los/
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: unkraut am 19:40:27 Sa. 02.August 2008
http://www.gdl.de/redaktionssystem/sitecontrol.php?action=showarticle&mode=news_artikel/1217504642.html
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Wilddieb Stuelpner am 09:51:03 Mi. 06.August 2008
Das "Weltunternehmen" Bahn AG will an die Börse, der Mehdorn mit seiner Führungselite sich die Taschen noch voller stopfen, im Ausland in Eisenbahn- und Logistikunternehmen sich einkaufen und einen modernen Fahrverkehr präsentieren und ... dann diese Welterfolge. Ob China solche Hochtechnologie auch von der Bahn AG klaut?

MDR, Sendung "exakt" vom 05.08.2008:Bahnübergang mit Handbetrieb (http://www.mdr.de/exakt/5676209.html)

Manuskript des Beitrages von Babett Münze, Anja Riediger

In Schmalkalden kann man ein besonderes Schauspiel beobachten: Wenn der Zug kommt, geht schon seit Monaten keine Bahnschranke mehr runter - hier spannt man Seile.

Diese Männer sorgen für eine neue Attraktion am Erlebnisbahnhof Schmalkalden.

O-Ton: Passantin

"Zwei Schichten arbeiten die, von früh um vier bis die Nacht um zwölf."

Sie brauchen Warnwesten und Geduld. Viel Geduld.

"Rund um die Uhr - Tag und Nacht."

Und dann müssen sie auf der Hut sein.

O-Ton: Passantin

"Jeder, der über die Straße geht, geht ja ein Risiko ein und die gehen den ganzen Tag über die Straße."

Und das ist die Mission der Männer am Gleis: den Verkehr auf der Schmalkaldener Bahnhofsstraße zu bändigen. Mit einem Seil, das umhüllt ist mit einer Plastikwarnfolie. Durchschnittlich zwei Mal pro Arbeitsstunde ist es so weit. Die Herren sind sogenannte "BüPs". Bahnübergangsposten. Eigentlich eine Notlösung für die kaputte Schranke. Aber hier sind BüPs schon seit einem Vierteljahr zu erleben. Die Einwohner schütteln die Köpfe über die Unterhaltungsidee der Deutschen Bahn.

O-Ton: Susan Weisheit, Passantin

"Jeder weiß, dass Deutschland eigentlich ein Hochtechnologieland sein will. Und nun fangen wir an und sichern die Bahnübergänge mit Stricken ab. Man möchte nicht wissen, womit sie in Zukunft die Gleise reparieren. Zu befürchten ist, dass sie einfach Stanniolpapier zusammen machen und das in die Löcher reinstopfen. Im schlimmsten Falle. Also wo soll das mal enden, wenn es hier anfängt?"

Die Strick-Methode hat aber auch was für sich.

O-Ton: Sigrid Messerschmidt, Anwohnerin

"Ich meine, für die, die hier arbeiten, ist es sicher nicht verkehrt. Die haben zwischendurch Zeit mal was zu lesen. Ich als Frau hätte mir in der Zwischenzeit schon fünf Pullover gestrickt, wenn ich dazwischen sitze."

Was die nicht strickenden Männer von der Bahn selbst über ihren Job denken, dürfen sie uns leider nicht erzählen. Tatsache ist: Es fehlt der Bahn an einem Ersatzteil für die kaputte Schranke. Volkmar Werner vom Schmalkaldener Ordnungsamt findet das nicht mehr lustig. Zuerst wurde niemand in der Stadt von der Panne informiert und nun sei ein Bauteil schon monatelang nicht aufzutreiben?

O-Ton: Volkmar Werner, Ordnungsamt

"Das ist natürlich verwunderlich. Und das glaubt auch keiner. Das kann sich keiner vorstellen. Dass klingt unglaubwürdig. Das in der Zeit von heute, wo mit moderner Kommunikationstechnik, wo "just in time" gearbeitet wird, das nicht möglich sein soll, vielleicht nicht über Nacht aber doch zumindest innerhalb von ein paar Tagen, ein derartiges Bauteil zu beschaffen. Zumal es sich hier um sicherheitsrelevante Teile handelt."

Die Mitarbeiter vor Ort können den Unmut kaum lindern. Auch wenn sie sich große Mühe mit der Optimierung der zur Verfügung stehenden Sicherheitstechnik geben. Dirk Knauf und seine Kollegen sehen fast genauso aus wie die BüPs – warnorange. Aber sie haben einen Ein-Euro-Job und bekämpfen zehn Meter weiter Unkraut. Tauschen möchten sie nicht.

O-Ton: Dirk Knauf, Ein-Euro-Jobber

Reporterin: "Das wäre Ihnen zu langweilig?"
"Ja, ich muss immer was zu tun haben. Sonst wird das nix."

Auch die Schmalkaldener Polizei hat Verständnis für das schwere Los der Schrankenmänner. Wegen der Hitze und dem dichten Verkehr schauen sie an den Gleisen nach dem Rechten.

O-Ton: Peter Hortschansky, Polizist

"Das ist natürlich schon eine extreme Form die Straße zu sperren. Wenn man seine Mitarbeiter an die Straße stellt, mehrere Tage oder Wochen. Die kann man sicher auch anders verwenden im Betrieb."

Beendet werden soll das Hantieren mit der High-Tech-Girlande laut Auskunft der Bahn angeblich im September, dann ist das Ersatzteil hoffentlich da. Aber es gibt auch Verkehrsteilnehmer, die sich die BüPs als Dauerlösung vorstellen können.

O-Ton: Autofahrer

"Es ist spaßig und lustig und es geht schneller. Es geht schneller, ja. Wenn der Zug durch ist, im Nu sind die rübergelaufen und man kann fahren. Sonst dauert's fünf, sechs Sekunden bis die Schranke hochgeht und das Licht ausgeht. Da können wir doch weitermachen."

Es ist eine gute Gegend für Fahrer, die was erleben wollen. Notlösungen an Schranken scheinen offizielles Bahn-Programm zu sein. Denn auch sechs Kilometer weiter in Wernshausen hat das Unternehmen Zukunft was Besonderes zu bieten: ein handbetriebenes Provisorium. Der Verkehr hier wurde so dicht, dass die Bahn die Auflage bekam, eine automatische Schrankenanlage zu bauen. Das war im vergangenen Jahr. Seit Januar gibt es jetzt hier einen Schrankenbediener, einen kleinen Container zum Warten und ein eigenes Klo für den geduldigen Bahnangestellten. Vom Bau moderner Technik keine Spur. Das dauert noch bis voraussichtlich Mitte 2009.

Mittlerweile ist es dunkel geworden. Bei den BüPs in Schmalkalden ist die Spätschicht im Einsatz. Die STB 82873 war der letzte Zug für heute. Ohne Signalton und Ampel. Ohne Wartecontainer. Die Warngirlande wird versteckt, denn jetzt ist hier für vier Stunden Ruhe. Der Bahnvorstand will an die Börse. Die BüPs sagen: Gute Nacht.

Zuletzt aktualisiert: 06. August 2008, 01:00 Uhr
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Kuddel am 20:08:01 Di. 12.August 2008
Hartnäckig versucht die Bahn, den Lokführertarifvertrag zu umgehen.

http://www.jungewelt.de/2008/08-12/060.php
http://www.derwesten.de/nachrichten/nachrichten/wirtschaft-und-finanzen/2008/8/11/news-68269657/detail.html
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Wilddieb Stuelpner am 09:43:04 Sa. 16.August 2008
ARD/WDR, Sendung "MONITOR" 581, 14.08.2008: Der ICE - Lebensgefährliche Schwachstellen? (http://www.wdr.de/tv/monitor/beitrag.phtml?bid=979&sid=185)

Bericht: Markus Schmidt, Georg Wellmann

Sonia Mikich: "70 Millionen Menschen benutzen jährlich die Bahn, viele davon die ICE-Züge. Die Leute rollen mit Hochgeschwindigkeit dahin und vertrauen darauf, dass ihr Zug auch technisch hochsicher ist. Und jetzt kommt raus: Die ICEs haben vielleicht gefährliche Schwachstellen. Die Bahn spricht nicht darüber, überlegt sich aber vielleicht Toiletten stillzulegen, oder Bremsen abzuschalten, um schwache Achsen zu schonen. Ziemlich beunruhigend.

Markus Schmidt und Georg Wellmann haben interne Papiere und Gutachten recherchiert und Fachleuten vorgelegt. Und die sagen, die Bahn hatte bislang Glück, dass nicht mehr passiert ist. Glück haben - bei Tempo 300?"

Sonntag, 3. August. Der ICE 622 von München nach Dortmund. Auf der Strecke Frankfurt - Köln unterwegs mit nahezu 300 Stundenkilometern. Plötzlich eine Fehlermeldung.

Bordcomputer: "Störung! Störung!"

Der Bordcomputer meldet "nicht drehender Radsatz". Was dann geschah, berichtet eine Journalistin, die zufällig mitreiste.

Nina Magoley: "Ja, der Zug hat hier auf offener Strecke eine Vollbremsung gemacht, kam zum Stehen. Wir sahen dann, dass rechts am Abteil Qualm empor quoll, von unter dem Zug her. Der Schaffner lief hektisch durchs Abteil und sprang dann auch raus aus dem Zug."

Wir fragen nach bei der Deutschen Bahn AG. Was war die genaue Ursache? Nicht drehender Radsatz – bedeutet das Schäden an der Achse? Doch die Bahn verweigert MONITOR die Antwort. Nur so viel: Einen Achsbruch, so wie einen Monat zuvor beim Unfall in Köln schließt die Bahn aus. Spätestens seit dem 9. Juli, als eine Antriebsachse an dem hochmodernen ICE-3 glatt durchgebrochen war und deshalb die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt, steht die Sicherheit dieser Züge infrage. Das Eisenbahn-Bundesamt hatte Alarm geschlagen. Wäre der Zug bei Tempo 300 entgleist, hätte eine Katastrophe wie in Eschede passieren können. Es bestand laut Eisenbahn-Bundesamt erhebliche Gefahr für Leib und Leben.

Die Bahn versichert ihren Kunden bis heute: Die ICE-Achsen seien sicher, würden ausreichend gecheckt. Können sich die Fahrgäste darauf verlassen?

MONITOR liegen nun Dokumente vor, die daran zweifeln lassen. An Laufradachsen von 17 ICE-3-Zügen der Baureihe 406 werden die vorgeschriebenen europäischen Zulassungs-Normen nicht eingehalten. Das geht aus diesem Schreiben der Bahn vom 5. August diesen Jahres hervor, das der Redaktion vorliegt. Darin heißt es wörtlich:

Zitat: "Für diesen Laufradsatz ... wird die Dauerfestigkeit in zwei Querschnitten nicht nachgewiesen."

Sind diese Achsen also ein "Sicherheitsproblem"? Das jedenfalls sagt dieser Mann. Professor Doktor Vatroslav Grubisic, der international renommierte Experte für Zugräder und Achsen. Lange Jahre an leitender Position beim Fraunhofer Institut für Betriebsfestigkeit.

Prof. Dr.-Ing. Vatroslav Grubisic: "Im Prinzip dürfte man eigentlich solche Achsen nicht einbauen. Im Prinzip dürften diese Züge nicht freigegeben werden. Es ist unverständlich, dass seit Jahren diese Achsen im Einsatz sind, obwohl sie die Norm nicht erfüllen!"


Doch die Bahn will mit diesen Achsen weiterhin mit Tempo 300 über die Schienen rasen. Sie schlägt nun folgende Maßnahmen vor: Die betroffenen Achsen sollen öfter, nämlich alle 120.000 Kilometer per Ultraschall durchgecheckt werden. Die Toiletten über den Achsen sollen geschlossen und die Wassertanks der WCs in diesen Wagen abgepumpt werden, um die Last zu reduzieren. Noch effektiver wäre es, laut Hersteller der Achse, gleich die Bremsen an diesen Achsen abzuschalten. Das geht aus diesem zweiten Brief der Bahn vom 8. August hervor. Darin heißt es:

Zitat: "Durch das Abschalten der WB [das heißt Wirbelstrombremsen] an diesem Mittelwagen kann ebenfalls die Kraftbeanspruchung an den Wellen reduziert werden …"

Was die Bahnkunden bislang nicht wissen: Um die Zulassungsnormen doch noch zu erfüllen, soll offenbar die Bremsleistung im Hightech-Zug verringert werden, damit die Achsen länger halten. Das Eisenbahn-Bundesamt bestätigt diesen außergewöhnlichen Vorgang. Die angebotenen Lösungen seien vorläufig ausreichend, zurzeit wird überprüft, ob die Hersteller unrichtige Angaben zur Haltbarkeit der ICE-3-Achsen gemacht haben – ob die Zulassungsnormen überhaupt eingehalten werden. Probleme mit den Achsen an Hochgeschwindigkeitszügen kennt die Bahn seit Jahren.

Dezember 2002: Beim ICE TD brach auf der Strecke Nürnberg – Chemnitz eine Antriebsachse. 19 Züge dieser Baureihe landeten auf dem Abstellgleis, mussten nachgerüstet werden. Die Bahn stellte schließlich den Betrieb ein.

Dezember 2004: Wissenschaftler der Technischen Universität Clausthal überprüften ICE-3-Achsen. Mit dabei die Bahn AG und der Hersteller der Achsen. Und die Wissenschaftler stellten in ihrem Bericht damals fest: Besonders beim Bremsen würden die Achsen stark belastet, so stark, dass die Europäischen Zulassungsnormen erheblich überschritten würden.

Zitat: "Die Beanspruchungen in den … beschriebenen Messungen sind z. T. ungewöhnlich hoch."

Diese brisante Aussage sollte, so forderten die Experten damals, nochmals überprüft werden. Aber erst vier Jahre später geschieht das jetzt offenbar.

Prof. Dr.-Ing. Vatroslav Grubisic: "Das ist, was mich wundert. Dass trotz der Hinweise durch vorhandene Schäden an den Wellen – gleiche Konstruktion, aus dem gleichen Werkstoff und auch aufgrund der Hinweise in diesem erwähnten Bericht – Forschungsbericht – über die höhere Beanspruchung und Schwingfestigkeit, keine notwendigen Schritte unternommen wurden, um diese Gefahr zu beheben."

Die Bahn will sich zu all diesen konkreten Vorwürfen mit Blick auf die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen nicht äußern. Gleichwohl betont das Unternehmen, Sicherheit habe oberste Priorität.

Zitat: "Im Rahmen unserer Betreiberverantwortung nehmen wir das Thema Sicherheit sehr ernst, und führen die Instandhaltungs- und Wartungsprozesse an unserer ICE-Flotte nach bestem Wissen und Gewissen sowie unter Einsatz aller angemessener technischer Mittel durch."

Sicherheit oberste Priorität? Tatsache ist, dass die Bahn bei der Wartung ihrer Züge in den vergangenen Jahren kräftig eingespart hat. Das betrifft auch die komplexe Technik der Hochgeschwindigkeitszüge vom Typ ICE-3. MONITOR liegt dazu ein Dokument der Konzernspitze vor.

Die Fristen für die Wartung, unter anderem für die Laufwerke und Achsen, wurden erheblich verlängert, um Kosten zu verringern. Fuhren die ICE-3-Züge im Jahr 2003 noch alle 72.000 Kilometer zum eingehenden Sicherheitscheck in die Werkstatt, geschah dies im Jahre 2005 erst nach gefahrenen 144.000 Kilometern. Eine Verlängerung des Wartungsintervalls um 100 Prozent. Kritiker sehen da einen klaren Zusammenhang mit dem Börsengang der Bahn.

Wilfried Wolf, Bündnis "Bahn für Alle": "Die Deutsche Bahn AG will in diesem Oktober oder November an die Börse gehen. 24,9 Prozent der Deutschen Bahn AG sollen verkauft werden an fremde Investoren. Dafür ist es notwendig, dass die Bilanzen der Bahn möglichst gut aussehen. Und das wurde seit dem Jahr 2003 systematisch, unter anderem durch Sparen bei der Wartung gemacht, um Milliardengewinne auf dem Papier zu haben, die aber auch Einsparungen von hunderten Millionen Euro bei der Wartung bedeuten."

Der Achsbruch von Köln also ein Unfall mit Ansage? Der Verein" Bahn für Alle" hat Strafanzeige gegen den Vorstand der Deutschen Bahn AG erstattet wegen des Verdachtes auf gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr.

Eschede hätte sich wiederholen können, wenn der Kölner ICE-Zug nicht bei Tempo 30, sondern bei Tempo 300 entgleist wäre. Damals war ein Radreifen gebrochen, damals starben beim bisher schwersten Unglück mit einem ICE mehr als 100 Menschen. Hat die Bahn also nur Glück gehabt?

Prof. Dr.-Ing. Vatroslav Grubisic: "Ja, die Bahn hat sehr viel Glück gehabt und das wird dann vermutlich nicht genügend hoch bewertet. So ein Glück kann man nicht immer haben, und wenn das dann noch mal so einen Schaden entsteht, dann kann man auch mit schweren Folgen rechnen."

Sonia Mikich: "Die Bahn wies heute am frühen Abend zurück, dass es Probleme mit den Radwellen gebe. Die entsprächen europäischen Normen. In dem internen Schreiben, das wir Ihnen gerade gezeigt haben, schreibt die Bahn das Gegenteil. Reichlich widersprüchlich. Und seltsam: Die Bahn dementiert und das Eisenbahn-Bundesamt bestätigt heute die MONITOR-Recherchen."

Sendemanuskript (http://www.wdr.de/tv/monitor/pdf/080814_b_ice.pdf)

Web-TV (http://www.wdr.de/themen/global/webmedia/webtv/getwebtvextrakt.phtml?p=400&b=039&ex=3)

Weitergehende Links

WDR - ICE in Köln entgleist (http://www.wdr.de/tv/monitor/extlink.phtml?myL=d3d3Lndkci5kZS90aGVtZW4vdmVya2Voci9zY2hpZW5lMDIva29lbG5fZW50Z2xlaXN1bmdfaWNlL3VlYmVyc2ljaHQuamh0bWw/cnVicmlrZW5zdHlsZT12ZXJrZWhy)

Deutsche Bahn AG - ICE: der richtige Zug für jede Strecke (http://www.bahn.de/p/view/mobilitaet/zug/fahrzeuge/ice.shtml)

Bündnis Bahn für Alle (http://www.bahn-fuer-alle.de/)

MONITOR-Dossier: Deutsche Bahn AG (http://www.wdr.de/tv/monitor/deutsche-bahn.phtml)

MONITOR-Pressemeldung: Neue Sicherheitsprobleme an ICE 3-Achsen? (http://www.wdr.de/tv/monitor/presse_080814.phtml)
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: Eivisskat am 09:55:13 Sa. 23.August 2008
Zitat
Auf die Billigschiene geschoben
Niedriglöhne für umgeschulte Lokführer sollen die Bahn-Rendite erhöhen. Die DB als neuer Arbeitgeber hält sich nicht an die abgegebenen Zusagen. Nur mit Tricks können sich die Angestellten aus den Arbeitsverträgen mogeln.

BERLIN - Heinz Masper und seine Kollegen sind sauer auf ihren neuen Arbeitgeber, die Deutsche Bahn (DB). „Man hat uns richtig hereingelegt, wir fühlen uns betrogen“, klagt der Familienvater, dessen richtiger Name der Redaktion bekannt ist. Das Pseudonym soll Masper schützen, denn dem angehenden Lokführer drohen hohe Schadenersatzforderungen. 40 000 Euro für seine Qualifizierung muss Masper der DB erstatten, wenn er sich nicht mindestens zwei Jahre bei einer DB-Zeitarbeitsfirma zum Niedriglohn verpflichtet - und damit die Kosten seiner Umschulung abarbeitet.

Für Masper und seine Kollegen steht fest: Die DB-Spitze um Vorstandschef Hartmut Mehdorn versucht, mit den fragwürdigen Knebelverträgen, die dieser Redaktion vorliegen, geltende Tarifvereinbarungen zu unterlaufen - und so Löhne und Kosten zu drücken, um beim anstehenden Börsengang bessere Zahlen präsentieren zu können.

In wenigen Wochen sollen Masper und seine Kollegen im Ruhrgebiet als neue Triebfahrzeugführer jeden Tag Hunderte Fahrgäste im DB-Regionalverkehr sicher ans Ziel bringen. Sie gehören zu den ersten Zeitarbeitern, die der Konzern künftig nach einer neunmonatigen Umschulung an wechselnden Orten bundesweit einsetzen will.

Das ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, die auch Masper gereizt hat. Mehr als 10 000 Bundesbürger haben sich bei der Zeitarbeitsfirma DB Service um tausend neue Lokführerstellen beworben. Rund 800 künftige Lokführer absolvieren bereits die Lehrgänge. Erst 74 Teilnehmer jedoch wurden eingestellt. Vielerorts gibt es massiven Ärger. Die Arbeitsverträge nämlich, die den Absolventen vorgelegt werden, sehen ganz anders aus als versprochen. Mit 32 000 Euro Einstiegslohn hatte der Konzern bundesweit geworben. „Doch auf bestenfalls 21 000 Euro im Jahr werde ich inklusive aller Zulagen kommen“, hat Masper ausgerechnet - fast 1000 Euro weniger im Monat als zugesagt. Bei monatlich 156 Arbeitstunden mit Schicht- und Nachdienst sowie wechselnden Einsatzorten betrage der Grundlohn gerade mal 7,50 Euro pro Stunde.

Erst in den vergangenen Wochen hat die DB die künftigen Arbeitsverträge präsentiert. Viele Betroffene schwanken seither zwischen Enttäuschung, Ablehnung und Widerstand. „Mindestens drei aus meiner Gruppe kommen bei solchen Hungerlöhnen mit ihrer Familie finanziell nicht über die Runden und müssen zusätzlich staatliche Hilfsleistungen beantragen“, klagt Masper.

Der gelernte Facharbeiter hatte wie alle Kollegen zuvor einen sicheren Arbeitsplatz und verdiente rund 25 000 Euro. Er kündigte seinen Job, als die DB ihn auswählte. „Natürlich im guten Glauben, dass die Zusagen auch eingehalten werden“. Doch Masper und seine Kollegen scheinen nun späte Opfer des heftigen Tarifkampfs bei der Bahn zu werden - und des massiven Sparkurses, den DB-Chef Mehdorn nach der Niederlage gegen den Chef der Lokführergewerkschaft GDL, Manfred Schell, ankündigte und einleitete.

Einen Anfangslohn von gut 17 Euro für Lokführer hatte die GDL mit den bisher schwersten Streiks in der Bahngeschichte durchgesetzt. Mit maximal 12 Euro erhalten die neuen Zeitarbeiter nun ein Drittel weniger, und das inklusive aller Zulagen. „Das ist ein Stück aus dem Tollhaus“, schimpft GDL-Vize Sven Grünwoldt. „Die Bahn versucht mit allen Mitteln, unseren Lokführertarifvertrag zu unterlaufen.“ Die GDL will die Bahn verklagen.

Die konkurrierenden Bahngewerkschaften Transnet und GDBA, die anders als die GDL den umstrittenen Börsengang unterstützen, helfen der Bahn kräftig. Erst kürzlich hat das Duo mit der DB einen neuen Flächentarifvertrag für Zeitarbeiter abgeschlossen, der ab Oktober lediglich acht Euro Grundlohn vorsieht.

Darauf beruft sich nun der Konzern. Masper und seine Kollegen werden deshalb nicht als Lokführer nach dem GDL-Tarif eingestellt, sondern als „Arbeitnehmer mit eisenbahnspezifischer Ausrichtung“ nach dem Billigtarif von Transnet. „Damit entsteht im Konzern dauerhaft eine Zweiklassengesellschaft“, kritisiert Grünwoldt. Der Konzern weist die Vorwürfe zurück. Nach der zweijährigen Bindungsfrist an die DB Bahnservice könne sich jeder Zeitarbeiter im konzerninternen Arbeitsmarkt auf freie Stellen bewerben, sagt ein Sprecher. Zudem sei geregelt, dass nach zwei Jahren Tätigkeit an einem Arbeitsplatz der Zeitarbeiter dort so bezahlt werde wie fest angestellte Kollegen. Das halten Betroffene aber für Augenwischerei. „Die neuen Lokführer sollen ja überall da eingesetzt werden, wo gerade Personal knapp ist“, sagt Masper. „Das man zwei Jahre auf einer Stelle bleibt, ist doch total unwahrscheinlich.“

Masper und seine Kollegen in den Qualifikationskursen versuchen nun auf ihre Art, den DB-Knebelverträgen zu entkommen. „Viele fallen einfach bewusst durch die Abschlussprüfungen, andere besorgen sich ärztliche Atteste.“ So können sie der DB den Rücken kehren, ohne dass Schadenersatzforderungen des Konzerns drohen oder eine Sperre für staatliche Hilfen vom Arbeitsamt.


Da hilft - meine ich - nur Bahn-Boykott.
Wer möchte schon in Schrottzügen gefahren von unterbezahltem Personal (und das auch noch zu völlig überteuerten Preisen) reisen müssen?
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: LinksDenker am 18:42:00 Sa. 23.August 2008
Ich meine, wer ICE fährt, unterstütz das Kapital und die Ausbeutungsbahn. Ich für meine Teil werde keine Züge des Fernverkehres mehr benutzen. Soll der Dre*ck Mehdorn in seinem Palazoprozo verrecken.

ICE ist ein Zug der Ausbeuterbonzen, der nur deshalb so schnell fährt damit man mögichst Zeitnahe in ganz Deutschland die Bevölkerung beklauen kann...


LZ
Titel: aus www.bahn.de
Beitrag von: deutscher Michel am 16:30:33 Fr. 29.August 2008
Zitat
Bahnpreise steigen um 3,9 Prozent

Die Deutsche Bahn erhöht ab 14. Dezember ihre Ticketpreise in der zweiten Klasse um durchschnittlich 3,9 Prozent.
...
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/bahn578.html

siehe auch Hintergrund: Preiserhöhungen der Deutschen Bahn im Artikel
Titel: Europäischer Aktionstag der Eisenbahner
Beitrag von: Kuddel am 12:04:51 So. 16.November 2008


15.11.08 - Am Donnerstag demonstrierten in der französischen Hauptstadt Paris 20.000 Eisenbahner aus ganz Europa gegen die negativen Folgen der Privatisierung. Aufgerufen hatte die Europäische Transportarbeiterföderation. Neben Frankreich waren Delegationen aus Belgien, Deutschland, Österreich, Großbritannien, Ungarn, Norwegen, Russland, Portugal, Spanien, Luxemburg und Italien vertreten. (www.itfglobal.org)
Titel: geht doch!
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 13:01:05 Fr. 21.November 2008
Französische Eisenbahner erfolgreich

20.11.08 - Seit Dienstag streiken in Frankreich die Eisenbahner der SNCF unbefristet gegen die Flexibilisierung der Arbeitszeit der Lokführer. Gestern teilte das SNCF-Management mit: "Um einen größeren sozialen Konflikt zu vermeiden, nehmen wir von der Reform Abstand".
Titel: Re: aus www.bahn.de
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 18:16:37 Di. 13.Januar 2009
Chaos in Pariser Bahnhof

Nachdem gestern ein Lokführer im Gare Saint Lazare niedergestochen wurde, traten die Mitarbeiter des Bahnhofs heute in Streik – und das hatte Folgen.
Gare Saint Lazare: Nach der Räumung ein Geisterbahnhof.


Um 9 Uhr stoppte der Verkehr von und nach Saint Lazare, das Bahnhofsgebäude wurde aus Sicherheitsgründen geräumt. Wie französische Medien berichten, kam es zu chaotischen Szenen. Tausende Pendler sassen fest und suchten verzweifelt nach Ausweichmöglichkeiten.

Die Mitarbeiter der Bahngesellschaft SNCF legten die Arbeit nieder, nachdem ein Lokführer am Montagabend von Betrunkenen angegriffen worden war.

Vom Bahnhof Saint Lazare werden vor allem die westlichen und nördlichen Pariser Vororte angesteuert. Wegen eines Streiks gegen flexiblere Arbeitszeiten mussten die Pendler der Verbindungen in den vergangenen Wochen bereits erhebliche Verspätungen und überfüllte Züge verkraften. (cpm/ap)

http://bazonline.ch/panorama/vermischtes/Chaos-in-Pariser-Bahnhof/story/27251869
Titel: Busfahrer der Deutschen Bahn im Warnstreik
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 17:53:55 Fr. 23.Januar 2009


270 Busfahrer der Deutschen Bahn haben sich heute morgen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen an einem dreistündigen Warnstreik beteiligt. Nach Angaben der Bahngewerkschaft Transnet fordern die  Busfahrer zwischen 200 und 210 Euro mehr Lohn.
Titel: 29. Januar: Streik bei SNCF
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 17:57:13 Fr. 23.Januar 2009


Paris. Dem Aufruf von acht Gewerkschaften zu einem landesweiten Streiktag gegen die Reformlinie der Regierung haben sich jetzt auch mindestens vier Gewerkschaften angeschlossen, die im Bereich der Staatsbahn SNCF präsent sind. CGT, SUD-rail, FO und CFE-CGC wollen damit gegen das Ergebnis ihrer jüngsten Diskussionen mit der Bahnleitung protestieren, Bei diesen seien ihnen keinerlei neue Vorschläge unterbreitet worden, erklärte sie.

Die SNCF-Führung plane ganz offensichtlich, auf Dauer sowohl die Frachtaktivitäten und die großen Linien als auch den Nahverkehr und die Infrastrukturen in autonome Einheiten zu überführen, erklärte der stellvertretende CGT-Bahn-Sekretär Laurent Russeil. Bei dem für Ende Januar anberaumten Streik gehe es deshalb um „die Beschäftigung, die Löhnen und die Strukturierung des Bahnbetriebs".

Zwei weitere Gewerkschaften, CFDT und FGAAC, haben inzwischen erklärt, sie wollten sich der Streikankündigung anschließen, hätten aber noch nicht darüber entschieden, in welcher Form sie sich an dem Ausstand beteiligen würden. (jb)
Titel: Bahntarifabschluss: Nicht 4,5, nicht 3, sondern 2,3 Prozent
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 15:03:29 Mi. 04.Februar 2009
Zitat
Mir ist schleierhaft, wie der geschätzte Kollege Daniel Behruzi auf eine durchschnittliche Erhöhung von 3 Prozent im Monat kommt. Wenn auf eine monatliche Erhöhung von 2,5 Prozent eine niedrigere Erhöhung von 2 Prozent folgt, dann kann unmöglich der Durchschnitt beider Erhöhung steigen. Er muss vielmehr sinken. Rechnen wir einmal nach: 12 Monate mal 2,5 Erhöhung = 30
 plus
 6 Monate mal 2 Erhöhung = 12
 macht insgesamt eine Gesamterhöhung von 42.
 Die Gesamterhöhung von 42 geteilt durch die Laufzeit von 18 Monaten ergibt eine durchschnittliche monatliche Erhöhung von 2,333 Prozent.
 Man kann es nur als fahrlässige Falschinformation bezeichnen, wenn es in einem anderen Artikel der Jungen Welt vom gleichen Tag heißt: "Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn AG haben Gewerkschaften und Unternehmen am Wochenende eine Einigung erzielt. Die Vereinbarung sieht Einkommenserhöhungen von insgesamt 4,5 Prozent in zwei Stufen für die rund 150000 Beschäftigten der Bahn vor, wie beide Seiten mitteilten." Da wird ein mageres Ergebnis schön gerechnet.


Mail von Wal Buchenberg vom 02.01.2009 bei LabourNet
Titel: Re: aus www.bahn.de
Beitrag von: Eivisskat am 22:43:24 Do. 05.Februar 2009
Zitat
Ausgepreßt wie eine Zitrone
Berlin: Drastische »Sparmaßnahmen« sind die Ursache für massive Störungen beim Betrieb der S-Bahn


Die Berliner S-Bahn ist zweifellos eine der wichtigsten Lebensadern der Hauptstadt. 388 Millionen Fahrgäste nutzten im vergangenen Jahr die 15 Linien, die sowohl alle Teile des Zentrums abdecken, als auch das Umland bis weit nach Brandenburg erschließen. Noch heute gilt das vernetzte System der Stadt- und Ringbahn mit seinen 332 Streckenkilometern weltweit als Beispiel für eine gelungene Verkehrsplanung.



Doch in den vergangenen Wochen und Monaten produzierte das Unternehmen, eine 100prozentige Tochter der Deutschen Bahn AG, reichlich Negativschlagzeilen. Es häuften sich Berichte über unpünktliche oder komplett ausgefallene Züge, miserablen Service und verdreckte Bahnsteige und Wagen. Der Berliner Senat prüft derzeit, wegen dieser Mißstände die Zuschüsse an das Unternehmen um bis zu fünf Millionen Euro zu kürzen.



Viel zu wenig wird allerdings über die Ursachen der Misere geredet. In einer Art Brandbrief an den Geschäftsführer der DB Stadtverkehr bei der S-Bahn machte der Betriebsrat in der vergangenen Woche auf die strukturellen Probleme aufmerksam. Die Sparvorgaben der Bahn AG gefährdeten mittlerweile »die Sicherstellung des täglichen Betriebs«, heißt es dort.



Die Zahlen sprechen für sich. So mußte das Unternehmen 2008 seinen kompletten Gewinn von 34,1 Millionen Euro an die Bahn AG abführen. Gleichzeitig wurden in den vergangenen drei Jahren die Ausgaben für Wartung, Instandhaltung und Service drastisch zurückgefahren, und die Zahl der Beschäftigten wurde um rund 900 auf jetzt noch 2885 reduziert.


Nach der Schließung von drei der sechs Werkstätten »reichen die Kapazitäten vorne und hinten nicht«, erläuterte am Donnerstag der Betriebsratsvorsitzende Heiner Wegner im Gespräch mit jW. Es fehle an allem, sogar an Schmierfetten, mit denen bestimmte Betriebsschalter an den Zügen frostfest gemacht werden müssen. Obwohl der Fuhrpark längst an der Kapazitätsgrenze ist, würden 40 noch zur Verfügung stehende Doppelwagen der Baureihe 485 aus Kostengründen nicht in Betrieb genommen. Viele Reparaturen müßten mittlerweile an anderen Standorten ausgeführt werden, was zu deutlich längeren Ausfallzeiten führe, so Wegner. Beim Service verhält es sich ähnlich. Peu à peu soll das gesamte Aufsichtspersonal von den Bahnhöfen abgezogen werden. Die »Kommunikation« mit den Kunden soll dann nur noch über Rufsäulen stattfinden.



Damit nicht genug. Die Bahn AG hat offensichtlich vor, ihre Berliner Stadtverkehrstochter weiterhin wie eine Zitrone auszupressen Laut der Fraktionschefin der Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus, Franziska Eichstädt-Bohlig, ist beabsichtigt, die Gewinnabführung auf bis zu 65 Millionen Euro im Jahr zu steigern. Die Bahn kommentiert diese Zahlen nicht, wies aber in einer Erklärung Ende Januar darauf hin, daß es für ein privatwirtschaftlich arbeitendes Unternehmen normal sei, daß es »eine angemessene Rendite« erhalte.



Die Zeche zahlen sowohl die Kunden als auch die Beschäftigten
. Mittelfristig sollen durch die für dieses Jahr geplante Einführung des Systems »Zugabfertigung durch Triebfahrzeugführer« (ZAT) bis zu 640 weitere Arbeitsplätze verschwinden. Zwar werde bei der Bahn AG und ihren Töchtern aufgrund der Beschäftigungssicherung im konzernweiten Arbeitsmarkt niemand arbeitslos, so Wegner. Aber besonders für alteingesessene Mitarbeiter mit Familie sei es eine unzumutbare Härte, vor die Alternative »Umzug nach Niederbayern oder Arbeitsamt« gestellt zu werden.



Mittlerweile drohe dem Unternehmen der »vollständige Zusammenbruch«, heißt es in dem Brief. Das Land Berlin erwägt wegen der schlechten Leistungen mittlerweile sogar die Kündigung des Verkehrsvertrages. Der Betriebsrat hofft, daß dadurch der Druck auf die Bahn AG wächst, wenigstens die gröbsten Mängel schnell zu beseitigen. Gefordert wird u.a. ein tragfähiges Instandhaltungskonzept mit ausreichend Personal- und Sachmitteln, ein kundenorientiertes Serviceangebot auf den Bahnhöfen sowie eine am tatsächlichen Bedarf orientierte Aufstockung des Fahrzeugparks.




http://www.jungewelt.de/2009/02-06/045.php

Titel: Re: aus www.bahn.de
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 17:51:26 Sa. 14.Februar 2009
Heftige Machtkämpfe im In- und Ausland begleiten die Expansion der Deutschen Bahn AG. Die Zukaufsstrategie des Konzernmanagements sei "aggressiv" und "anmaßend", beschwert sich der Vorsitzende der französischen Bahn. Britische Gewerkschafter werfen dem deutschen Unternehmen vor, die größte Güterbahn des Landes nur aus taktischen Gründen erworben zu haben und jetzt ihre Infrastruktur zu ruinieren. Während die Firmenspitze die deutsche Weltmarktposition mit Geschäften am Persischen Golf und in Ostasien stärkt, provoziert sie mit einem hartnäckigen Sparkurs gegenüber den Beschäftigten im Inland im zweiten Jahr in Folge Streiks. Neue Proteste ruft die Bespitzelung von 173.000 Mitarbeitern durch die Firma hervor. Kritiker sprechen von totalitären Praktiken. Das weithin als rücksichtslos empfundene Vorgehen des Managements gilt der Umsetzung des erklärten Ziels, zum "weltweit führenden Mobilitäts- und Logistikunternehmen zu werden".

http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57455
Titel: Re: aus www.bahn.de
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 13:00:56 Mo. 16.Februar 2009
Warum seit einer Generation nicht mehr gestreikt wurde


Die Verfilzung zwischen der größten deutschen Eisenbahnergewerkschaft und der Deutsche Bahn AG und ihre Auswirkungen für die Beschäftigten.


Es gibt "rote" Gewerkschaften, die in bestimmten Betrieben scheinbar unauflösbar mit dem Management verwoben sind- wie die IG Metall bei VW in Wolfsburg. Es gibt "gelbe" Gewerkschaften, die von Unternehmern gegründet wurden, um Organisationen der Arbeiterbewegung das Wasser abzugraben - die AUB bei Siemens etwa.

Und es gibt Hausgewerkschaften, wie die Eisenbahner-Gewerkschaft Transnet, die sich weitgehend auf einen Konzern (Deutsche Bahn AG) beschränkt und von diesem über die Jahrzehnte systematisch einverleibt wurde.Transnet verwendet die Farbe Blau.

Im folgenden wird es um die Systematik dieser Einverleibung gehen und um die Folgen für die momentan ca. 182.500 Angestellten der Deutsche Bahn AG (DB) in Deutschland

Transnet-Hansen:
Boss über 250.000 Mitglieder


Für die deutsche Gewerkschaftsbewegung ist der ehemalige Transnet-Vorsitzende Norbet Hansen so etwas geworden wie der ehemalige Superminister Wolfgang "Adecco" Clement für die SPD - eine unangenehme, ja peinliche Person.

weiter geht's hier:
http://www.linksnet.de/de/artikel/24126
Titel: Nein zu Grube! Für einen Neuanfang der Bahn!
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 09:08:26 Di. 07.April 2009

 "Die Initiative Bahn von unten in TRANSNET fordert den Hauptvorstand der Gewerkschaft auf, die Benennung des bisherigen Daimler-Managers Rüdiger Grube zum neuen Bahnchef abzulehnen und auf eine grundlegende Neuausrichtung der Bahn zu dringen. "Mit einem Mann der Auto-, Luftfahrt- und Rüstungsindustrie ist kein Neuanfang möglich", erklärt der Frankfurter Bahn-Betriebsrat Alfred Lange. Nach dem durch die Schnüffelaffäre erzwungenen vorzeitigen Rücktritt des bisherigen Vorstandsvorsitzenden Hartmut Mehdorn sei nun zuallererst eine lückenlose Aufarbeitung der Bespitzelung und Überwachung notwendig. Möglicherweise seien nun auch noch weitere Rücktritte von Verantwortlichen nötig?"

http://www.bahnvonunten.de/BVU05April2009.pdf
Titel: Re:aus www.bahn.de
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 11:24:48 Mo. 14.Dezember 2009
14000 Bahner sollen gehen

DB AG plant nach Zeitungsbericht deutlichen Stellenabbau


Die Deutsche Bahn plant offenbar einen massiven Stellenabbau. Konzernweit sollen einem Zeitungsbericht zufolge in den kommenden fünf Jahren rund 14000 Arbeitsplätze wegfallen. Das gehe aus der Mittelfristplanung des Unternehmens hervor. Ein Bahn-Sprecher verwies in diesem Zusammenhang auf bestehende Beschäftigungsvereinbarungen.

Einer am Sonntag veröffentlichten Vorabmeldung des Tagesspiegel zufolge nahm der Aufsichtsrat die Planung mit den Stellenstreichungen in der vergangenen Woche zur Kenntnis. Das Vorhaben sei Teil des Sparprogramms »React« zur Bewältigung der Krisenfolgen. Ein Mitglied des Gremiums habe der Zeitung gesagt, die Zahl von 14000 Stellen sei nicht außergewöhnlich hoch. In der Vergangenheit habe die Bahn zum Teil über mehrere Jahre hinweg jeweils 10000 Arbeitsplätze gestrichen.

Ein Bahn-Sprecher wollte auf Anfrage die Angaben in dieser Größenordnung nicht bestätigen. Zugleich verwies er darauf, daß durch gültige Tarifverträge betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen seien. Deutschlandweit beschäftige die Bahn rund 180000 Mitarbeiter, weltweit 240000.

Derweil berichteten die Berliner Morgenpost (Montagausgabe) und die Gewerkschaft Transnet übereinstimmend, daß im Schienengüterverkehr rund 4000 Stellen gestrichen und bundesweit 72 Anlagen stillgelegt werden sollen. Transnet warf der Bahn vor, die Krise als Vorwand zu nutzen, um das Unternehmen wieder »auf Rendite zu trimmen«. Die Bahn erklärte dagegen, es werde keinen »Kahlschlag in der Fläche« geben. Allerdings müsse das Unternehmen auf die um ein Viertel gesunkenen Transportvolumina reagieren, sagte der Vorsitzende der DB-Güterverkehrstochter »Schenker Rail«, Alexander Hedderich.

Derweil lief der Winterfahrplan, mit dem zugleich eine Preiserhöhung einherging, nach Bahn-Angaben am Sonntag »reibungslos« an. Dagegen gibt es bei der Berliner S-Bahn weiterhin Beeinträchtigungen. Die ursprünglich angekündigte Rückkehr zum Regelfahrplan ab 13.Dezember war nicht möglich. Vorerst gibt es keinen Betrieb auf der S45 und S85. Außerdem sind weiter kürzere Züge unterwegs, weil nicht ausreichend Wagen zur Verfügung stehen. Wartungsmängel verursachen bereits seit Monaten Einschränkungen im gesamten Berliner S-Bahn-Verkehr. (ddp/jW)

http://www.jungewelt.de/2009/12-14/058.php (http://www.jungewelt.de/2009/12-14/058.php)
Titel: Re:aus www.bahn.de
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 17:14:57 Fr. 18.Dezember 2009
Zitat
Bahn schöpft Monopolgewinne ab
Der Wettbewerb im Transportgeschäft nimmt zu. Daher will die Deutsche Bahn vor allem mit dem verbliebenen Monopol in der Infrastruktur Geld verdienen.


Die jüngst vom Aufsichtsrat beschlossene Mittelfristplanung des Konzerns sehe vor, dass das Schienennetz und die Personenbahnhöfe ab 2012 zur wichtigsten Ertragssäule werden, meldete das "Manager Magazin". Demnach sollen die beiden Geschäftsfelder dann mehr einbringen als der bislang lukrative Regionalverkehr oder die Logistiksparte DB Schenker. Allein die Sparte DB Netze Fahrweg soll dem Bericht zufolge ihr Betriebsergebnis bis 2014 verdoppeln(...)
http://www.ftd.de/unternehmen/handel-dienstleister/:konkurrenz-im-transportgeschaeft-bahn-schoepft-monopolgewinne-ab/50052044.html (http://www.ftd.de/unternehmen/handel-dienstleister/:konkurrenz-im-transportgeschaeft-bahn-schoepft-monopolgewinne-ab/50052044.html)
Titel: Streiks bei der Ostdeutschen Eisenbahngesellschaft
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 19:36:59 Di. 22.Dezember 2009
Frankfurt/Main (dpa) - Die Gewerkschaft der Lokomotivführer hat die Mitarbeiter der Ostdeutschen Eisenbahngesellschaft (ODEG) für Dienstagmorgen wieder zu Streiks aufgerufen. Betroffen sind zwischen 4.00 und 8.00 Uhr Strecken in Brandenburg und Sachsen. «Ich gehe davon aus, dass wir 70 bis 80 Prozent der Züge zum Stehen kriegen», sagte GDL-Bezirkschef Frank Nachtigall am Morgen der dpa. Die Gewerkschaft verlangt für Lokführer und Zugbegleiter einen Tarifvertrag auf dem Niveau der Deutschen Bahn. Die Löhne bei der ODEG liegen laut GDL etwa 30 Prozent darunter. Der letzte Streik am 25. November habe die Arbeitgebervereinigung Öffentlicher Nahverkehr «anscheinend nicht beeindruckt», sagte GDL-Chef Claus Weselsky.

erschienen am 22.12.2009

http://newsticker.welt.de/?module=dpa&id=23371218 (http://newsticker.welt.de/?module=dpa&id=23371218)
Titel: Re:aus www.bahn.de
Beitrag von: Kuddel am 13:00:30 Mo. 18.Januar 2010
Zitat
1,50 Euro pro Stunde, elf Stunden am Tag, sieben Tage die Woche: Subunternehmen der Deutschen Bahn sollen ihre Mitarbeiter systematisch ausgebeutet haben.
(...)
Demnach vergibt die Bahn ihre Aufträge bei Ausschreibungen oft an den billigsten Anbieter. Entsprechend miserabel seien dann die Bedingungen für die Arbeitnehmer dieser Subunternehmen.

Vor allem im Gleisbau würden Arbeiter aus Osteuropa ohne entsprechende Ausbildung eingesetzt. Dabei würden Arbeitszeiten erheblich überschritten. Die Mitarbeiter arbeiteten teilweise monatelang täglich elf Stunden an sieben Tagen in der Woche. Verbotene Doppelschichten würden nicht in die Arbeitsbücher eingetragen. In anonymisierter Form werden im "Schwarzbuch" drei Beispiele von Firmen genannt, die Stundenlöhne von 1,50 bis 6,50 Euro gezahlt hätten.
(...)
Allein das Sparprogramm "React 2009" habe das Konzernergebnis um 600 Millionen Euro verbessert.
(...)
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,672412,00.html (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,672412,00.html)
Titel: Re: Ausverkaufsrat
Beitrag von: Eivisskat am 22:18:35 Di. 30.März 2010
Zitat
Die Bundesregierung verzichtet auf die Mehrheit der ihr zustehenden Mandate im Bahn-Aufsichtsrat. Die werden von Privatindustriellen eingenommen.

Und niemand hat was gemerkt!

Am 24. März 2010 fand unter Ausschluß der Öffentlichkeit die Hauptversammlung eines der größten deutschen Konzerne statt. Das Treffen hätte gut und gern in einer Telefonzelle stattfinden können. Es tagte der Bundesverkehrsminister, Herr Ramsauer, der 80 Millionen Bürgerinnen und Bürgern dieser Republik als Eigentümer der Deutschen Bahn AG vertrat.

Herr Ramsauer leistete sich dabei immerhin die Gesellschaft eines Notars. Wenige Minuten nach Eröffnung der Hauptversammlung tat Herr Ramsauer das kund, was eine Woche zuvor bereits den Medien zu entnehmen war: Die Bahn hat einen neuen Aufsichtsrat. Das nennt man gelebte Demokratie.

Bereits das Tagen einer Hauptversammlung eines öffentlichen Unternehmens unter Ausschluß der Öffentlichkeit muß aus demokratischer Sicht als eklatanter Regelverstoß gewertet werden. Vor allem jedoch muß die Zusammensetzung des Aufsichtsrats als skandalöse Verletzung öffentlicher Interessen gewertet werden. Drei Aspekte kennzeichnen den Bahn-Aufsichtsrat:

Erstens: Von den zehn Mandaten, die der Kapitalseite im Aufsichtsrat zustehen, entfallen nur vier Mandate auf Personen, die – so auch die offizielle Leserart – als »Vertreter des Bundes« gelten. Auf 60 Prozent der Mandate wird schlicht verzichtet. Selbst unter den vier Bundesvertretern gibt es mit Klaus-Dieter Scheurle einen Bahn-Aufsichtsrat, der aufgrund seiner vorausgegangenen Top-Manager-Tätigkeit für die schweizerische Großbank Credit Suisse mit höchst spezifischen privatkapitalistischen Interessen in Verbindung gebracht werden kann. Credit Suisse hatte sich 2007/2008 bei der damals beabsichtigten Bahn-Privatisierung engagiert.




weiter: http://www.jungewelt.de/2010/03-31/048.php (http://www.jungewelt.de/2010/03-31/048.php)
Titel: Re:aus www.bahn.de
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 18:09:35 Mo. 26.April 2010
Zitat
Portugiesische Zugführer streiken

Lissabon - Ein Streik der Zugführer während des morgendlichen Berufsverkehrs hat in Portugal ein Verkehrschaos ausgelöst. In den kommenden Tagen wollen auch Busfahrer und Postler streiken.


Ein Streik der Zugführer während des morgendlichen Berufsverkehrs hat am Montag in Portugal zu massiven Verkehrsbeeinträchtigungen geführt. Nur einer von vier Zügen fuhr während des fünfstündigen Ausstands nach Gewerkschaftsangaben planmäßig. Betroffen waren unter anderem die meisten Pendlerzüge und alle Verbindungen zwischen den größeren Städten.

Für Dienstag und Donnerstag sind weitere Streiks angesetzt, am Dienstag wollen außerdem auch die Busfahrer in einen Ausstand treten. Postbeschäftigte wollen in dieser Woche ebenfalls die Arbeit niederlegen.

Die Zugführer protestierten mit ihrem Streik gegen das von der Regierung verordnete Einfrieren der Gehälter im öffentlichen Dienst. Der Schritt ist Teil eines Maßnahmenpakets zur Verringerung des Haushaltsdefizits von 9,3 auf 8,3 Prozent in diesem Jahr. Portugal hat Ende März ein Sanierungsprogramm für die Zeit bis 2013 vorgelegt, bis dahin muss die Neuverschuldung wieder auf die erlaubten drei Prozent sinken. Der öffentliche Schuldenstand Portugals wird nach einer Prognose der EU-Kommissionsprognose von derzeit rund 77,2 Prozent auf knapp 90 Prozent in den kommenden vier Jahren anwachsen.
http://www.op-online.de/nachrichten/politik/portugiesische-zugfuehrer-streiken-733195.html (http://www.op-online.de/nachrichten/politik/portugiesische-zugfuehrer-streiken-733195.html)


Zitat
Tarife
Bahngewerkschaft Transnet droht mit Streik


Berlin (dpa) - Die Bahngewerkschaft Transnet droht mit Streiks ab August. Nach der jüngsten Sperrung des Luftraums könnte damit auf Deutschland ein neues Verkehrschaos zukommen. Die Eisenbahner wollen streiken, wenn die Arbeitgeber weiterhin ein einheitliches Lohnniveau für die Branche verweigern. Einen entsprechenden Bericht der Zeitung «Der Tagesspiegel» bestätigte ein Gewerkschaftssprecher. Mit einem Branchentarifvertrag wollen die Bahngewerkschaften verhindern, dass das Lohnniveau im Schienenverkehr weiter sinkt.
http://www.zeit.de/newsticker/2010/4/25/iptc-hfk-20100425-84-24632906xml (http://www.zeit.de/newsticker/2010/4/25/iptc-hfk-20100425-84-24632906xml)
Titel: Re:aus www.bahn.de
Beitrag von: Kuddel am 11:27:42 Mo. 18.Oktober 2010
Zitat
Streik legt Bahnverkehr in Belgien lahm

Brüssel (dpa) - In Belgien streiken die Bahnangestellten. Fast der gesamte Bahnverkehr des Landes ist gestoppt. Wo sonst am Morgen Pendlerzüge verkehren, blieb es auf den Gleisen ruhig. Nur in Flandern gibt es ein paar wenige Züge, die fahren, sagte ein Sprecher des Bahnbetreibers Infrabel. Da viele Pendler aufs Auto umstiegen, herrschte auf den Straßen Chaos. Auch Reisende aus Deutschland sind von dem Streik betroffen. Die Thalys-Hochgeschwindigkeitszüge auf der Strecke Paris-Brüssel-Köln fallen den ganzen Tag aus.
http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1054813 (http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1054813)
Titel: Re:aus www.bahn.de
Beitrag von: Kuddel am 20:58:42 Mo. 18.Oktober 2010
Zitat
Streik in Belgien legt Zuverkehr nach Deutschland lahm

Brüssel — Ein Eisenbahnerstreik legt heute den Bahnverkehr in Belgien samt den Verbindungen nach Deutschland weitgehend lahm. Kein Zug fährt in den Regionen Wallonien und Brüssel, wie es vom Netzbetreiber Infrabel heißt. Im nördlichen Landesteil Flandern rollen laut einem Sprecher "gelegentlich" einige Züge. Alle Verbindungen zwischen Belgien und Deutschland mit ICE und Thalys fielen aus, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Des weiteren sollte keiner der Eurostar-Züge, die den Kontinent mit Großbritannien verbinden, in Belgien fahren.

Mit dem Streik wollen Mitarbeiter der belgischen Bahn SCNB Druck bei festgefahrenen Verhandlungen mit den Arbeitgebern machen. Es geht unter anderem um angeblich nicht gezahlte Prämien. Auf den Straßen des Königreiches staute sich der Verkehr am Morgen auf rund 350 Kilometern, wie die Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf das Verkehrsinformationszentrum Perex meldete.
http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5if2pqq8GjsxyX8BqygYwKrn2EFTg?docId=CNG.6a9122c3a86af21a2d0b1b9424291330.6d1 (http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5if2pqq8GjsxyX8BqygYwKrn2EFTg?docId=CNG.6a9122c3a86af21a2d0b1b9424291330.6d1)
Titel: Re:aus www.bahn.de
Beitrag von: Kuddel am 16:09:11 Mi. 20.Oktober 2010
Zitat
Eisenbahner treten Donnerstag in Italien in Streik

24-stündige Protestaktion für neuen Kollektivvertrag

Rom/Brüssel/Wien - Nicht nur in Frankreich geht streikbedingt vieles nur noch mühsam vonstatten, auch wer in Italien unterwegs ist, muss demnächst mit Unannehmlichkeiten rechnen, insbesondere im Bahn- und Nahverkehr. Ab Donnerstagabend, 21 Uhr, wollen die italienischen Eisenbahner 24 Stunden lang die Arbeit niederlegen. Der Arbeitsausstand wird nach Angaben der italienischen Staatsbahnen auch Langstreckenzüge betreffen.

Mit dem Streik wollen die Gewerkschaften Druck für den Abschluss eines neuen Kollektivvertrags (KV) machen. Der KV der Berufskategorie ist bereits vor drei Jahren ausgelaufen und seither nicht mehr erneuert worden.

Arbeit ruhte auch in Belgien

Die Gewerkschaften machen Druck auf das Zustandekommen eines neuen Kollektivvertrags. Sie fordern unter anderem höhere Gehälter, Garantien für den Erhalt der Jobs und mehr Sicherheit am Arbeitsplatz.

Ein 24-stündiger Streik der belgischen Eisenbahner hat erst zu Wochenbeginn den gesamten Bahnverkehr im Nordwesten Europas inklusive der Verbindungen nach Deutschland lahmgelegt und für Staus auf den Straßen gesorgt. Wo sonst Pendlerzüge und Hochgeschwindigkeitsbahnen fahren, blieb es hingegen den ganzen Tag über ruhig. Die Mitarbeiter der staatlichen Bahngesellschaft SNCB wollten auf Personalmangel und schlechte Arbeitsverhältnisse aufmerksam machen.

Der Streik der SNBC-Beschäftigten hatte Sonntagabend um 22 Uhr begonnen und lief bis Montagabend 22 Uhr. "In der Wallonie und in Brüssel rollt kein einziger Zug. Nur in Flandern gibt es ein paar wenige Züge, die fahren", berichtete ein Sprecher des Bahnbetreibers Infrabel.

Auch alle Verbindungen zwischen Belgien und Deutschland mit ICE und Thalys fielen aus, darunter auch die Thalys-Hochgeschwindigkeitszüge auf der Strecke Paris-Brüssel-Köln. Reisende wurden aufgefordert, ihre Fahrscheine umzutauschen.

Auch am Dienstag kam es hie und da noch zu Beeinträchtigungen.
(dpa, APA, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 20.10.2010)
Titel: Re:aus www.bahn.de
Beitrag von: Pinnswin am 13:50:33 Di. 26.Oktober 2010
http://www.pro-bahn.de/aktuell/index.html (http://www.pro-bahn.de/aktuell/index.html)

Zitat
25-Okt-10      
Streik in München und Nürnberg

Zusätzlich zum Streik im Bahn-Nahverkehr (siehe Meldung unten) soll morgen, 26.10.2010, auch der städtische Nahverkehr in München und Nürnberg bestreikt werden. Diese große Einigkeit von GDBA, Transnet und GDL ist sicher ein großer Zufall und hat mit Geiselnahme der betroffenen Fahrgäste nichts zu tun. PRO BAHN möchte den beteiligten Gewerkschaftsfunktionären ganz sicher nicht Machtmissbrauch unterstellen.  [el]..
Titel: Re:aus www.bahn.de
Beitrag von: Kuddel am 19:24:29 Mi. 27.Oktober 2010
Streiks wie Nadelstiche

Stuttgart.  Rund 1700 Streikende legten in Deutschland gestern vielerorts den Bahnverkehr lahm. Mehrere hundert Züge fielen aus. Im Südwesten waren unter anderem Pendler in Mannheim und Karlsruhe betroffen.

http://www.swp.de/ulm/nachrichten/politik/art4306,690533 (http://www.swp.de/ulm/nachrichten/politik/art4306,690533)
Titel: Re:aus www.bahn.de
Beitrag von: Kuddel am 09:23:01 Di. 14.Dezember 2010
(http://www.tagesspiegel.de/images/warnstreik-frankfurt-dapd/1967562/3.jpg?format=format10)(http://www.tagesspiegel.de/images/warnstreik-wir-kaempfen-dpa/1967568/3.jpg?format=format10)(http://www.tagesspiegel.de/images/warnstre3/1966818/4.jpg?format=format11)
Titel: Bulgarien: Warnstreik bei Eisenbahn
Beitrag von: Kuddel am 20:01:34 So. 13.März 2011
Mit einem einstündigen Warnstreik am Donnerstag reagierten die Eisenbahnergewerkschaft in Bulgarien auf die Pläne der bulgarischen Regierung, die beiden staatlichen Bahngesellschaften auf Kosten der Arbeiter zu "sanieren". Die Pläne, die ein Bestandteil des Krisenpakets der Weltbank sind, enthalten die Vernichtung von 7.000 der 28.000 Arbeitsplätze. Der Streik legte 90 Prozent aller Züge lahm. Bevor es zu dem angekündigten unbefristeten Streik kam, wurde in der Nacht zum Freitag ein Abkommen geschlossen, bei dem die Regierung Zugeständisse machte.

http://www.rf-news.de/2011/kw10/12.03.11-bulgarien-warnstreik-bei-eisenbahn (http://www.rf-news.de/2011/kw10/12.03.11-bulgarien-warnstreik-bei-eisenbahn)
Titel: Re:aus www.bahn.de
Beitrag von: Kuddel am 18:23:33 Fr. 21.Oktober 2011
Zitat
Bald 100 Tage Streik bei Nord-Ostsee-Bahn

Es war noch im letzten Winter, als die ersten Lokführerstreiks Bahnreisende im Norden auf die Geduldsprobe stellten. Als einzige Privatbahn wird die NOB immer noch bestreikt.


In der Geschäftsführung der NOB hat es gerade Bewegung gegeben - Olaf Ernst hat seinen Posten gegen einen Job im Bereich Sicherheit für die Region Nord-Ost der Veolia Verkehr GmbH getauscht. Somit ist Martina Sandow nun alleinige Geschäftsführerin der NOB.

Keine Bewegung ist hingegen im Tarifkonflikt zwischen der Gewerkschaft deutscher Lokomotivführer (GDL) und der Nord-Ostee-Bahn zu spüren. Seit dem vergangenen Winter ist sie von Streiks betroffen. Nun steuert das Unternehmen auf den 100. Streiktag zu. Am 28. Oktober wäre es soweit, wenn der aktuelle Streik, Nummer 17 seit Februar, bis dahin andauern würde. An der GDL soll es nicht liegen: "Unsere Streikkasse ist gut gefüllt", sagt Pressereferent Stefan Mousiol. "Wir haben berechtigte Forderungen."

Streikverbot bei neuen Ausschreibungen?

Der Tarifvertrag soll verbindliche Mindestbedingungen unter anderem zu Einkommenshöhe und Arbeitszeiten enthalten. Zu den inhaltlichen Forderungen gehört die Übernahme von Lokführern bei einem Betreiberwechsel mindestens zu den Bedingungen dieses Bundesrahmen-Tarifvertrages.

Am Dienstag war Wirtschaftsminister Jost de Jager (CDU) auf Sylt, um das Startsignal für die Modernisierung des Sylt Shuttles der Deutschen Bahn zu geben. Dabei traf er sich auch mit Sylter Unternehmern. Diese sind von den Streiks besonders betroffen: Die Insel ist nur per Bahn oder Autozug über den Hindenburgdamm zu erreichen. Es sei darum gegangen, ob man bei künftigen Ausschreibungen von Bahnstrecken nach Modalitäten suchen könne, die eine Bestreikung des Damms verhindern können, sagte Ministeriumssprecher Harald Haase am Mittwoch. Gleichzeitig habe de Jager klargemacht, dass dies wegen des Streikrechts schwierig sei.

NOB: "Veolia lässt uns freie Hand"


Warum es nun gerade mit der NOB nicht klappt? Mousiol vermutet, dass der Mutter-Konzern Veolia es der NOB so diktiere. Die NOB ist eine hundertprozentige Tochter der Veolia Verkehr GmbH, einem Unternehmensbereich des französischen Konzerns Veolia Environnement. Vielleicht wolle das Unternehmen den Vorteil geringerer Lohnkosten weiter nutzen, sagt Mousiol.

Eine Einflussnahme durch Veolia weist die NOB dagegen zurück: "Unsere Muttergesellschaft Veolia Verkehr lässt uns freie Hand, eine unternehmensspezifische Lösung zu verhandeln, und steht uns mit Rat und Tat zur Seite", sagt NOB-Geschäftsführerin Martina Sandow laut Mitteilung. Für die NOB ist der Pferdefuß bei den Verhandlungen, dass die GDL auf einem bundeseinheitlichen Tarif beharre. Die NOB verhandele aber "ausschließlich auf der Ebene eines Haustarifvertrages", so Sandow. Man sei aber zu einer Schlichtung ohne Vorbedingungen bereit.

NOB wartet auf Antworten, GDL auf Unterschriften

Allerdings gibt es auch in diesem Punkt wieder Streit. GDL-Pressereferent Mousiol verweist auf das vom Bundesvorsitzenden Claus Weselsky unterschriebene Papier, das die NOB nur noch ebenfalls unterzeichnen müsse. "Wir warten, dass es zurückkommt." Die NOB hält dagegen. Zwar habe Weselsky ein von ihm mitgebrachtes Exemplar einer Schlichtungsvereinbarung in einer ersten Verhandlung selbst unterschrieben. "Aber wir haben dieses Verhalten als unseriös zurückgewiesen und auf die Klärung noch offener Fragen bestanden", teilte Sandow mit.

Für die Kunden wird der Stress weitergehen, solange es keine Einigung gibt. Ausweichmöglichkeiten gibt es im Bahnbereich kaum: Die Deutsche Bahn bediene die Strecken der NOB nicht parallel, erläutert Sandow. Auf den Strecken Kiel-Husum und Husum-Bad St. Peter-Ording fahre nur die NOB. Zwischen Hamburg und Westerland führen zwar drei InterCity und ein Autozug, dies seien aber keine Nahverkehrsangebote.
http://www.shz.de/nachrichten/top-thema/article/111/bald-100-tage-streik-bei-nord-ostsee-bahn.html (http://www.shz.de/nachrichten/top-thema/article/111/bald-100-tage-streik-bei-nord-ostsee-bahn.html)

Einer der längsten Streiks, die ich erinnere. Medial kriegt man es fast nur noch aus den Verkehrsnachrichten mit. Die kleine Regionalbahn ist in Händen eines internationalen Großkonzerns. Der zahlt die Streikkosten aus seiner Portokasse. Wo bleibt die Diskussion, wie man diesen Kampf unterstützen kann? Es ist schließlich ein  Kampf gegen Spaltung und für Gleichheit, egal ob man bei der DB oder einer Privatbahn angestellt ist. Der DGB hält die Fresse und wartet, daß wieder Ruhe einkehrt. Business as usual.
Titel: Re:aus www.bahn.de
Beitrag von: Eivisskat am 20:11:55 Sa. 26.November 2011

Rollende Zeitbomben
Verein mobifair fordert Maßnahmen gegen illegalen Einsatz selbständiger Lokführer. Länderbehörden und Eisenbahnbundesamt bislang untätig.

Derzeit fehlen in Deutschland mindestens 800 Lokführer. In den meisten Unternehmen schieben die Kollegen riesige Überstundenberge vor sich her, in einigen Fällen kam es im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) bereits zu mehrtägigen Zugausfällen, die durch teuren Schienenersatzverkehr kompensiert werden mußten. Für Unternehmen des Schienengüterverkehrs ist die Situation noch dramatischer. Bei Nichterledigung von Transportaufträgen drohen sowohl hohe Konventionalstrafen als auch der dauerhafte Verlust der betroffenen Kunden. Lokführer werden mittlerweile regelrecht abgeworben, einmalige Antrittsprämien von 2000 Euro und individuelle übertarifliche Lohnzulagen sind keine Seltenheit.

 Doch längst gibt es in dieser Branche auch eine Grauzone. Selbständige Lokführer bieten ihre Dienste an, obwohl dies den Bestimmungen des Allgemeinen Eisenbahngesetzes (AEG) eindeutig zuwiderläuft. Denn dort ist eindeutig geregelt, daß Eisenbahnbetriebsleistungen nur von zugelassenen Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) erbracht werden dürfen. Zulassungsvoraussetzung ist unter anderem, daß das EVU einen von den zuständigen Genehmigungsbehörden geprüften Eisenbahnbetriebsleiter (EBL) eingesetzt hat, der für die Leitung und Überwachung der Betriebsabläufe verantwortlich und gegenüber Lokführern weisungsberechtigt ist.

Dem EBL obliegt auch die Prüfung, ob die Mitarbeiter über die für ihren jeweiligen Einsatz notwendigen Qualifikationen verfügen, sowie die Überwachung der Einhaltung der Mindestruhezeiten. Selbständige Lokführer, die auf Rechnung quasi als Subunternehmer für ein EVU Aufträge erledigen, kann es demzufolge nicht geben. Oder es handelt sich um Scheinselbständige, die ähnlich wie Leiharbeiter in die Betriebsabläufe integriert sind. In diesem Fall müßten die betreffenden Unternehmen wegen der Hinterziehung von Sozialversicherungsbeiträgen belangt werden.

weiter. http://www.jungewelt.de/2011/11-26/025.php (http://www.jungewelt.de/2011/11-26/025.php)




Titel: Re:aus www.bahn.de
Beitrag von: Kuddel am 17:31:57 So. 28.Oktober 2012
Zitat
Eisenbahner in Frankreich streiken

Die französische Bahn SNCF hat für heute zu Streiks im Schienenverkehr aufgerufen. Die Hochgeschwindigkeitszüge von und nach Deutschland sollen aber regulär fahren.


(25.10.2012) Bahnreisende in Frankreich müssen heute mit Behinderungen rechnen. Vier Gewerkschaften haben zu landesweiten Streiks aufgerufen. Die Hochgeschwindigkeitszüge von und nach Deutschland sollen regulär fahren, einzelne Verspätungen könnten aber nicht ausgeschlossen werden.
Stellenstreichungen befürchtet

Im grenzüberschreitenden Regionalverkehr soll bis morgen früh laut SNCF jeder zweite Zug ausfallen. Die französischen Eisenbahner protestieren gegen die angekündigte Bahnreform und die Öffnung des Marktes für die private Konkurrenz. Sie befürchten Lohneinbußen und Stellenstreichungen
http://www.sr-online.de/sronline/nachrichten/panorama/Eisenbahner_SNCF_Streik_Air_France100.html (http://www.sr-online.de/sronline/nachrichten/panorama/Eisenbahner_SNCF_Streik_Air_France100.html)
Titel: Re:aus www.bahn.de
Beitrag von: Eivisskat am 15:14:36 Mi. 13.März 2013
Zitat
Milliardengewinn: Deutsche Bahn fährt Rekordergebnis ein

Die Passagiere rennen der Bahn die Waggons ein. Dank vollbesetzter ICE- und IC-Züge hat die Bahn 2012 wohl so viel Geld verdient wie nie. Auf 2,7 Milliarden Euro beläuft sich das Rekord-Ergebnis.

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http://www.stern.de/wirtschaft/news/milliardengewinn-deutsche-bahn-faehrt-rekordergebnis-ein-1983445.html
Titel: Re:aus www.bahn.de
Beitrag von: Eivisskat am 12:43:17 Do. 16.Mai 2013
Es greift um sich, erst Wolfsburg nun Göttingen: Die Bahn rollt ihre vollbesetzten Züge nur noch zum Schein durchs Land.

Kassieren, ja bitte, aber angehalten wird nicht, die Zielorte gibt`s nicht mehr, Bahnhöfe am besten alle schließen.

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Zitat
Halt ausgefallen: ICE rauscht an Göttingen vorbei

Der Zug von München Richtung Norden fuhr am Mittwochabend an Göttingen vorbei und stoppte erst in Hannover. Grund für die Panne sei ein Versehen des Lokführers gewesen.


abendblatt.de

Versehen? Vermutlich war das eine Dienst-Anweisung!