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(Sozial-) Politikforum & Aktuelles von Chefduzen / Re: Bremen Riot
« Letzter Beitrag von Kuddel am Heute um 19:33:34 »
Zitat
Nach Unruhen im Bremer Viertel
Polizei richtet Ermittlungsgruppe beim Staatsschutz ein
https://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadt_artikel,-polizei-richtet-ermittlungsgruppe-beim-staatsschutz-ein-_arid,1832866.html

Jetzt wird es aber maßlos aufgebauscht. Ein wenig Randale am Sielwall Eck hat eine lange Tradition. Am Silvesterabend stehen da immer Wasserwerfer.
Jedes Wochenende sind die Party People aus der Provinz da. Da braucht man nur nen alten Fußball in die Mege zu schmeißen, erst geht er gegen Autos, dann gegen Schaufenster und schwupps ist es ein Riot und alle haben Spaß.

Also "Unruhen", das klingt mir nach Aufständen in der Bronx oder brennenden französischen Vorstädten, aber für die überschwengliche Bremer Straßenparty ist die Formulierung ernsthaft übertrieben.
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(Sozial-) Politikforum & Aktuelles von Chefduzen / Re: Europawahl 2019
« Letzter Beitrag von Kuddel am Heute um 19:24:46 »
Diese Überschrift aus dem Labournet
Zitat
[EU-Wahl am 26. Mai 2019] EU oder Rechte – das ist nicht die Wahl. Ja oder nein zum Kapitalismus steht leider nicht zur Debatte

ist ein treffender Kommentar zu diesem tristen Spektakel.
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(Sozial-) Politikforum & Aktuelles von Chefduzen / Re: Europawahl 2019
« Letzter Beitrag von Kuddel am Heute um 19:00:43 »
Man soll Wahlen und den parlamentarischen Firlefanz nicht überbewerten, aber andererseits geht es mir nicht völlig am Arsch vorbei, was da passiert. Immerhin ist es ein gewisser Hinweis, wie die Bevölkerung drauf ist. Von wieviel Verwirrung und Angst sie getrieben ist.

Nach den ersten veröffentlichten Zahlen:

Daß die SPD nicht mal mehr an 2. Stelle steht, freut mich zwar, aber ich frage mich, wer überhaupt noch diese Idioten wählt.

Die Linkspartei hat all ihren Glanz verloren. Sie hat nicht Antworten auf das geliefert, was die Menschen bedrückt oder verängstigt. In der Haltung zur Aufrüstung und Kriegstreiberei hat sie noch eine relativ klare Haltung, alles andere ist zunehmend Wischiwaschi. Einerseits gegen Rassismus, anderseits eine Wagenknecht, die die Zuwanderung bremsen will. Bei der Frage von Arbeitsbedingungen war die Partei nirgendwo wirklich hilfreich und Gysi kungelte mit dem Dachverband der Sklavenhändler. Bei den ebenso zentralen Fragen zu Wohnen und Miete hat die Partei den Vogel abgeschossen, als sie Privatisierungen von kommunalem Wohnraum zugestimmt hat. Sowas vergessen und verzeihen die Leute nicht.

Ähnlich viele Stimmen, wie für die FDP. Das ist doch erbärmlich, aber selbstverschuldet. Das kommt dabei raus, wenn es einem wichtiger ist, in den parlamentarischen Spielchen dabei zu sein und eigene Pöstchen zu verteidigen, als sich konsequent auf die Seite der Ausgebeuteten zu stellen und sich für deren Interessen einzusetzen.

Die AfD bei über 10%. Soviel Zustimmung für eine offen faschistische Partei ist wirklich gruselig. Die steht schon lange nicht mehr für "zurück zur D-Mark" und Protestpartei, sondern für "Ausländer raus!", Rechteabbau und autoritäre Herrschaft.

Die relativ guten Zahlen für die Partei sind für mich der einzige Lichtblick.
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Praxisbereich / Re: Stadtteilarbeit
« Letzter Beitrag von Kuddel am Heute um 17:17:23 »
Nunja, in unserem lokalen Schmierblatt blieb unser Auftritt bei der Kulturrotation nicht unerwähnt:

Zitat
Kulturrotation
Gaarden feiert und protestiert

Mal lauschten ungefähr ein Dutzend Interessierte einer Darbietung, mal waren es mehr als hundert. So unterschiedlich wie die 41 Orte, an denen am Sonnabend zum zweiten Mal die Gaardener „Kulturrotation 143“ angeworfen wurde, gestaltetee sich auch der Zuspruch. Doch es gab auch Proteste.

Von Martin Geist


Entspannte Szenerie vor dem Bioladen in der Medusastraße. Ganz ohne Strom unterhielten Liedermacher Rainer Lebemann und andere Akteure das Publikum.

Im Zeik, das als Abkürzung für den wenig eleganten Namen „Zentrum für Empowerment und Interkulturelle Kreativität“ steht und ein Dach für viele jüngere Leute mit vielerlei Herkünften und Talenten bildet, wackelte schon früh am Tag die Bude. Brechend voll war es, als um 14 Uhr das „Bumm Bumm Orchestra“ seinen in Kiel mittlerweile sehr geschätzten Sound verbreitete. „Genau das wünschen wir uns“, freute sich Lea Lükemeier vom zusammen mit dem Wirtschaftsbüro Gaarden und dem Verein zur Förderung von Kunst und Kultur federführenden Büro Soziale Stadt. Bekannte Gruppen an weniger bekannte Orte bringen, das kann nach ihrer Überzeugung Effekte erzeugen, die weit über diese immerhin elfstündige Kulturrotation hinausreichen.

Auch die Künstler genossen die Veranstaltung


Eher nur das besagte Dutzend an Zuhörern war am Abend dabei, als in den Büros für Stadtteilentwicklung, also am Lea Lükemeiers Arbeitsplatz, das MSW Trio chillig-entspannten Jazz machte. Aber stimmig war auch das, denn erstens passten ohnehin kaum mehr Leute in den Raum. Und zweitens entfaltet sich diese Art von Musik im intimen Kreis besonders wirkungsvoll. So ähnlich sah das auch Bauchtänzerin Alexandra, die in der Vineta-Lounge vor überschaubarem Publikum auftrat und genau das sehr genoss. Ganz anders sah es schon ein paar Meter weiter hinterm Brunnen auf dem Vinetaplatz aus. Egal ob Big-Band-Sound oder Kinderkonzert, im Sonnenschein und unter durchweg blauem Himmel war immer jede Menge los. Nicht so wuselig, sondern im Gegenteil lauschig und poetisch ging es ein paar Meter bergauf an der Ecke Medusastraße/Kaiserstraße her. Liedermacher Rainer Lebemann trug vor dem Bioladen mit Ironie gespickte Alltagsgeschichten vor, gegenüber am Café Jupiter verbreitete Momen Shaweesh orientalische Klänge. Und ebenso wie bei diversen anderen Auftritten ging es in diesem kleinen Quartier ohne jeden Technik-Bombast zur Sache.

Einige Beiträge wirkten gewöhnungsbedürftig

Zuweilen sogar sehr munter rotierte die Kultur in den weniger zentralen Teilen von Gaarden. Sehr gelungen war das Hinterhofkonzert in der Heintzestraße mit der Band „Hamburg Gossenhauer“. Viel Spaß, flotte Sprüche und Gute-Laune-Musik ohne plumpe Schenkelklopferei prägten diesen Kulturbeitrag inmitten einer charmanten Hinter- und Innenhoflandschaft. Gleichfalls viel Interesse weckte ein Wohnzimmerkonzert in der Iltisstraße, sodass sich das Publikum gar im Treppenhaus staute. Andererseits: Vom Ambiente her war dieser Beitrag freundlich formuliert jedoch etwas gewöhnungsbedürftig. Was für die Vereinsgaststätte der TuS Gaarden gewiss nicht zutraf. Wirtin Sylvia Hildebrandt war in Sachen Kulturrotation erstmals dabei und hatte mit den „Old Sox“ gleich einen Volltreffer erwischt. Die in der Tat schon etwas betagten Herren interpretierten Klassiker von Cream und anderen Formationen aus der guten alten Zeit so schnörkellos und ehrlich, dass das Zuhören eine helle Freude war.

Das linke Lager trommelte gegen die Veranstaltung

Ihre helle Freude an der Gaardener Kulturrotation hatten allerdings nicht alle. Vor dem Libertären Laden in der Iltisstraße und vor dem Fire&Flames-Shop in der Kaiserstraße trommelte das linke Lager teils sehr lautstark gegen diese Veranstaltung. Die sei ein „plumper Versuch, die angeblich hässliche Braut für die Verwertung aufzuhübschen“ und mithin die Gentrifizierung von Gaarden voranzubringen. Auch sonst steckte reichlich Politik in diesem Kulturspektakel. Bei den Aktionen des städtischen Mädchentreffs auf dem Henry-Vahl-Platz zeigten die „Omas gegen rechts“ Flagge und erinnerten so freundlich wie bestimmt daran, dass Hass immer nur zu Krieg führen kann.
https://www.kn-online.de/Kiel/Kiel-Gaarden-feiert-und-protestiert-bei-der-Kulturrotation
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Off-Topic & Neu Hier / Re: Frage an die PC-Kundigen
« Letzter Beitrag von Tiefrot am Heute um 16:54:22 »
Der Stick hat scheinbar einen ziemlichen Beitrag zu deinem Problem geliefert.
Fehlt noch ein ausführlicher Alltagstest. Steht der Rechner den durch, ist die Kiste an sich OK.

Kleiner Tip von mir noch: Lass keinen USB-Krempel am Rechner, von Maus und Tasta mal ab.
Das sind alles Fehlerquellen, die dich unnötig aus der Ruhe bringen.
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Oberwürgermeister.

MfG

BGS
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Bloß weg hier! / Re: Flucht ins Ausland
« Letzter Beitrag von BGS am Heute um 14:56:49 »
Erstaunlich, dass Lettland noch unbeliebter ist als Litauen (verdammt viel Armut). Oder dass ausgerechnet Bayern sich grosser Beliebtheit zu erfreuen scheint.

Aus Niedersachsen wird der Filz etliche Menschen verteiben und das Gekungel. In Bremen bin ich seinerzeit zweimal am Hauptbahnhof bestohlen worden.

In Schleswig-Holstein ist genug Platz ;D

MfG

BGS


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Ich habe in Bewerbungsgesprächen immer meine Krankheiten erwähnt, was dann die Frage aufwarf, warum das Jobcenter mir dieses Stellenangebot zugeschickt hat.
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Das ätzende ist, daß du im Grunde nicht einfordern kannst, daß du etwas nicht machst.
Sowohl Jobcenter, alsauch Leihabuden versuchen dich in den Dreck reinzuzwingen, den sie gerade im Angebot haben.

Wenn du noch nicht lange erwerbslos bist, hast du bessere Chancen allzu miesen Mist abzulehnen. Es ist aber oftmals abhängig vom Sachbearbeiter, wie Verständnisvoll und menschlich er/sie ist. Wenn der OK ist, kann man ggf. relativ offen reden und einen halbwegs akzeptablen Umgang mit der Situation aushandeln. Je länger du erwerbslos bist, desto schlechter werden deine Karten.

In Sklavenbuden gibt es gelgentlich auch Disponenten, mit denen man reden kann. Die haben auch keinen Bock auf Beschäftigte, die ständig Ärger machen oder häufig wegen Krankheit ausfallen.

Häufige Krankmeldungen gleich nach Einstellung sind dann die Notbremse, wenn man da angelangt ist, wo man nie hinwollte.
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Wie gesagt, der Thread, der vorgibt die "Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität" zu betrachten, verweigert die Betrachtung von Realitäten.

Die Wirtschaft hat einen enormen Bedarf an Arbeitskräften, der nicht befriedigt werden kann. Aus dem ehemaligen Ostblock arbeiten inzwischen so viele Menschen im Westen, daß dem Arbeitsmarkt dort die Kräfte fehlen. Inzwischen werden dort Bauprojekte mit chinesischen oder vietnamesischen Arbeitskräften durchgeführt oder man holt sich Fahrer von den Philippinen für die Transportwirtschaft.

Die Erwerbslosen sind hier weiterhin am Abkotzen, weil es eben nicht einfach nur um "Arbeit" geht, sondern um etwas, was man zumindest für halbwegs erträglich hält. Man findet sofort einen Job, wenn es einem nur um "Arbeit" gehen würde. Aber jetzt mal im Ernst, wer will schon sein Leben fristen im Amzonlager, als Fahrradkurier für Essenslieferungen, in der Alten- oder Krankepflege ohne Zeit für die Patienten, als Callcenteragent, der Leuten irgendwelche Verträge aufschwatzen soll, zum Spargelstechen, als Leihabeiter, der auf Baustellen oder Produktionsstätten kreuz und quer durchs Land geschickt und in miesen Pensionen untergebracht wird? Es ist eine Frage des Erhalts der Würde, so daß die meisten Erwerbslosen Strategien entwickelt haben, solche Jobs nicht antreten zu müssen, wenn das Jobcenter diesen Dreck vorschlägt.

Es gibt genug Beispiele, wie verzweifelt die Wirtschaft Menschenmaterial zum Verheizen sucht.

Zitat
BGL: Lkw-Fahrer aus Drittstaaten sollen leichter Visa erhalten

Der Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung führt derzeit Gespräche mit verschiedenen Ministerien, um Lkw-Fahrern aus Nicht-EU-Ländern den Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt zu erleichtern.


Weil Fernfahrer immer mehr zur Mangelware auf dem Arbeitsmarkt werden, will der Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) aktuell Lkw-Fahrern aus Nicht-EU-Ländern den Weg in den deutschen Arbeitsmarkt erleichtern. „Grundsätzlich begrüßen wir angesichts der sehr angespannten Personallage, dass unsere Mitglieder auch Fahrer aus Drittstaaten anwerben können.(...)

Der BGL schätzt den Fahrmangel in Deutschland auf 60.000 Berufskraftfahrer. Wegen der zahlreichen Renteneintritte bei geringen Nachwuchszahlen wachse das Minus jedes Jahr um weitere 15.000 Fahrer.
https://www.verkehrsrundschau.de/nachrichten/bgl-lkw-fahrer-aus-drittstaaten-sollen-leichter-visa-erhalten-2293542.html

Zitat
Wo finden sich potenzielle Mitarbeiter mit den Kompetenzen, die gefragt sind? Wer zum Beispiel IT-Experten sucht, kann die Fühler nach Indien ausstrecken. Internationale Geschäftspartner und Kunden aus dem Ausland können dabei helfen, Zugang zu Talentnetzwerken vor Ort zu bekommen, erklärt KOFA-Leiter Werner. Auch viele Branchenverbände seien bereits im Ausland aktiv und könnten bei der Rekrutierung unterstützen. „Es kann sich auch lohnen, sich auf einer Jobmesse vor Ort zu präsentieren.“ Von Deutschland aus lassen sich über Online-Karriereportale wie Linkedin oder Jobbörsen wie Eures Stellenanzeigen aufgeben.
https://www.humanresourcesmanager.de/news/internationale-fachkraefte-erfolgreich-integrieren.html

Zitat
Warum Kliniken verstärkt nach Personal im Ausland suchen   

In den Krankenhäusern der Region spitzt sich der Pflegekräftemangel weiter zu. Vermehrt werben die Kliniken ausländisches Personal an.
https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.fachkraeftemangel-in-stuttgarter-kliniken-verstaerkte-suche-nach-pflegekraeften-aus-dem-ausland.88873d8b-e522-4915-a5dc-97fa1f178ca3.html

Zitat
Fachkräftemangel
Altenheime benötigen 183 Tage, um Stelle einer Pflegekraft zu besetzen

In der Altenpflege ist die Personalnot laut Bundesagentur für Arbeit weiter angespannt. Um das Problem zu lösen, schlägt die Behörde vor, dass Teilzeitkräfte mehr arbeiten.
https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/pflege-fachkraeftemangel-in-der-altenpflege-steigt-weiter-a-1266722.html

usw., usf..

Was heißt das für uns praktisch? Wie sollen wir damit umgehen?

Solidarität gegen Rassismus
Gleichzeitig mit der Arbeitsmigration wird der Rassismus gepusht. Damit versucht man die Ausgebeuteten auseinanderzudevidieren und gegeneinander auszuspielen. Da müssen wir gegenan arbeiten. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!

Jetzt fordern!
Zeiten des Arbeitskräftemangels sollten wir als Chance sehen, denn dann ist es einfacher, bessere Arbeitsbedingungen einzufordern! Das muß nicht nur mehr Kohle sein. Weniger Arbeitsdruck, Gesundheitsschutz und würdige Behandlung sind ebenso wichtige Themen.

Bei hoher Arbeitslosigkeit

In Krisenzeiten (,die uns bevorstehen), die zu Massenentlassungen führen, müssen wir eine radikale Reduzierung der Arbeitszeit fordern. "Mehr Lebenszeit durch weniger Arbeit" ist eine schöne und nachvollziehbare Forderung.
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