Autor Thema: SG Berlin, Termin 26.9.14  (Gelesen 10710 mal)

Ferenz

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Re:SG Berlin, Termin 26.9.14
« Antwort #30 am: 12:39:31 Fr. 03.Oktober 2014 »
Kaspar Hauser,

würdest Du als Dipl.- Volkswirt Deine Dienstleistungen am Markt unentgeltlich anbieten, ohne den Hungertod befüchten zu müssen...?

Würdest Du als Hobbysegler ohne Seekarten, Kompaß, und Navigationsinstrument zu einem Segeltörn auf Hoher See - ich meine nicht den Berliner Müggelsee bzw. Wannsee - aufbrechen und dabei die Risiken eines möglichen Untergangs außer Acht lassen...?


KasparHauser

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Re:SG Berlin, Termin 26.9.14
« Antwort #31 am: 23:32:53 Fr. 03.Oktober 2014 »
Hier spricht KasparHauser

Ferenz, natürlich würde ich Geld nehmen - es sei denn, ich habe Mist gebaut.

Mein Argument war und ist, daß unsere Anwälte hier in D. kein Interesse haben, die Prozesse
zu gewinnen, sondern deren Interesse liegt darin, diesen Proezß zu Ende zu führen, damit sie
abrechnen können.

Wie gesagt, ich habe von rund 100 Anwälten zwei gefunden, die nicht ganz so denken.
Selbst Kumpels aus dem Studium haben mich vertreten, nichts gemacht und abgerechnet.
Sonst hätte ich sicherlich keinen Anspruch auf AlgII. Da ist sehr viel vor Gerichten schief gelaufen.

Ich hatte sogar eine Verfassungsbeschwerde - ohne Anwalt - gewonnen. 10/04 in Brandenburg.
Hat nichts genutz, hat der OLG-Richter durch ein paar Erweiterungen seines ursprünglichen
Urteils kassiert. Kurz darauf war er Präsident beim OLG-Brandenburg.

Mir gefällt immer besser ein Modell, daß Anwälten eine Beteiligung an den erstrittenen Geldern
läßt, statt die ohne jede Gewinn-Motivation zu lassen, denn sie können auch ohne Gewinn eines
Prozesses kassieren. Davon habe ich sehr viele Anwälte kennengelernt. Die es wohl auch aus
lauter Überlebensinteresse machten und nicht unbedingt aus Bösartigkeit.