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Massenproteste in Kolumbien

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ManOfConstantSorrow:
Fast eine Million demonstrieren gegen Regierung
Marsch gegen Freihandel mit USA und Kürzungen bei Bildung

Bogotá - In der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá haben fast eine Million Menschen gegen ein Freihandelsabkommen mit den USA und Regierungspläne zu Kürzungen im Bildungsbereich demonstriert. "Die Bilanz ist ausgezeichnet", sagte der Vizepräsident der größten Gewerkschaft CUT, Fabio Arias, am Mittwoch (Ortszeit) der Nachrichtenagentur AFP.

An dem Protestmarsch nahmen demnach neben Mitgliedern der Arbeiterbewegung, Lehrern und Studenten auch Bauern und Indianer teil. Rund eine Million Menschen aus verschiedenen Schichten hätten sich zu einem "entschlossenen, aber friedlichen Marsch" und einer der größten Protestkundgebung der vergangenen 15 Jahre zusammengefunden, sagte Arias weiter.

Der Gewerkschaftsführer bekräftigte, die Lehrer der staatlichen Schulen würden so lange streiken, bis die Regierung von Präsident Alvaro Uribe ihren umstrittenen Gesetzentwurf aufgebe. Darin sind Kürzungen für die Kommunen bei Bildungs-, Gesundheits- und Sanierungskosten vorgesehen. (APA/AFP)

http://derstandard.at/?id=2892885

Kuddel:
Kolumbien
Stromausfall löste Unruhen aus
23. November 2009, 16:28
Mindestens drei Menschen ums Leben gekommen

Bogota  - Bei gewalttätigen Protesten gegen einen mehr als 18-stündigen Stromausfall sind in Kolumbien mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Eine vor Wut rasende Menschenmenge habe zunächst Büros des Elektrizitätswerks von San Andres de Sotavento in Brand gesetzt, teilte der Polizeichef der Provinz Cordoba, Pedro Franco, am Montag mit.

Etwa 2.000 Bürger rund 25.000 Einwohner zählenden Stadt seien dann zum Rathaus gezogen und hätten es ebenfalls angezündet. Zum Schluss sei das Privathaus des Bürgermeisters Guido Sibaja niedergebrannt worden.

Der habe mit seiner Familie nur Minuten vor dem Angriff der Menschenmenge am Sonntag flüchten können. In seinem Haus seien aber zwei Menschen, bei denen es sich nach den Angaben um Brandstifter handelte, in den Flammen ums Leben gekommen. Ein weiterer Mensch sei während der Unruhen aus noch ungeklärter Ursache gestorben.(APA)

http://derstandard.at/1256745462231/Kolumbien-Stromausfall-loeste-Unruhen-aus

Kuddel:

--- Zitat ---Polizeieinsatz gegen streikende Ölarbeiter

Seit 29 Tagen streiken in Kolumbien rund 5.000 Arbeiter des Ölkonzerns Pacific Rubiales für bessere Arbeitsbedingungen. Am Dienstag griff die Polizei eine Demonstration der Ölarbeiter an und es kam zu Straßenschlachten. Es gab einen Toten, zahlreiche Verletzte und Festnahmen. Die Arbeiter fordern bessere Essensversorgung, angemessene Unterbringung und höhere Löhne.

--- Ende Zitat ---
http://www.rf-news.de/2011/kw29/20.07.11-polizeieinsatz-gegen-streikende-oelarbeiter

counselor:
Morgen Aktionstag für Kampf der GM-Arbeiter in Kolumbien

23.08.12 - Seit dem 1. August sind 13 Arbeiter des GM-Werkes in Bogota/Kolumbien im Hungerstreik. Damit bekommt der Kampf gegen Entlassungen und für die Anerkennung ihrer Organisation ASOTRECOL (Vereinigung von verwundeten und ehemaligen Arbeitern von General Motors Kolumbien) eine dramatische Zuspitzung. Als Zeichen ihrer Entschlossenheit haben sich die Hungerstreikenden den Mund zugenäht ...

Quelle: RF News

admin:

--- Zitat --- Agrar-Streik nimmt an Schärfe zu

von Ricardo Marapi Salas

kolumbien - Cacerolazo in Bogotá. Foto: Documental Amarillo (CC)(Buenos Aires, 26. August 2013, púlsar/movice).- Der landesweite Agrar-Streik, mit dem Bauern Teile Kolumbiens lahm legen, ging am 26. August in seinen achten Tag. Die protestierenden Bauern haben die wichtigsten Straßen Kolumbiens blockiert und so ganze Provinzen isoliert, wie Boyacá, Cundinamarca, Nariño, Huila und Caquetá. Eine der herausragendsten Charakteristiken dieses Agrar-Streiks tausender Bauern ist, dass sie es geschafft haben, viele Stimmen der kolumbianischen Gesellschaft zu vereinen. Denn auch Mitglieder anderer Organisationen und Berufszweige wie Bergarbeiter, StudentInnen, LehrerInnen, Kraftfahrer und MitarbeiterInnen des Gesundheitswesens haben sich den Protesten angeschlossen und sich mit der Bauernbewegung solidarisiert.



So sind am Sonntag tausende Menschen - Männer, Frauen und Kinder - in Tunja, in der Provinz Boyacá mit Töpfen und Pfannen auf die Straßen gegangen um gegen die Regierung des Präsidenten Juan Manuel Santos zu protestieren.

Preise für Lebensmittel und Sprit steigen

Allerdings hat dieser Streik bereits dafür gesorgt, dass die Preise für mehrere Nahrungsmittel und Treibstoff angestiegen sind und so eine Unterversorgung droht. Nach Behördenangaben stecken auch Dutzende TouristInnen in mehreren Landesteilen fest, weil die Straßen blockiert sind.

Ungeachtet der Verschärfung der Bauernproteste haben es die Regierungsbehörden noch am Sonntag abgelehnt, einen Runden Tisch zu bilden, um eine Lösung für die Situation zu finden. Die Behörden erklärten, sie wollten erst verhandeln, wenn die Organisationen der LandwirtInnen die Blockaden auflösen und die Proteste beenden. Gegenwärtig befinden sich über 220 Personen in Haft. 25 Straßen sind blockiert, drei Personen sind ums Leben gekommen und Dutzende wurden verletzt.

Tödlicher Polizeieinsatz

Die Sicherheitskräfte, vor allem die Aufstandsbekämpfungseinheit der Polizei ESMAD, gehen landesweit zum Teil mit großer Härte gegen die Protestierenden vor. Am Montag, 26. August starb der erst 19-jährige Juan Camilo Acosta in Fusagasuga, Provinz Cundinamarca, als ihn Uniformierte der ESMAD aus einem Tränengasgewehr beschossen. In Boyacá liegt seit vier Tagen der Bauer Teófilo Andrés Pérez Corredor nach einem Pistolenschuss auf der Intensivstation.

Eine der Hauptforderungen der kolumbianischen Bauern ist eine kritische Überprüfung der Freihandelsverträge, die Kolumbien mit den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union abgeschlossen hat. Ihrer Ansicht nach sei der Markt der kolumbianischen Bauern durch diese Handelsverträge zerschlagen worden.
--- Ende Zitat ---
http://www.npla.de/de/poonal/4405-agrar-streik-nimmt-an-schaerfe-zu

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