Autor Thema: Reis mit etwas Homo sapiens  (Gelesen 4142 mal)

Stumme Ursel

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Reis mit etwas Homo sapiens
« am: 12:15:29 Do. 24.Mai 2007 »
Ursel gehorcht...  :D

         
Gerade gefunden auf http://www.faz.net/s/Rub9D1EE68AC11C4C50AC3F3509F354677D/Doc~E4ADBF3FFB03D424B83649CCDF68EF791~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Im amerikanischen Bundesstaat Kansas darf eine Biotechnologiefirma transgenen Reis anbauen, der mit Genen des Menschen ausgestattet wurde. Die Genehmigung dafür hat das Landwirtschaftsministerium der Vereinigten Staaten am 16. Mai erteilt. Das in Sacramento (Kalifornien) ansässige Unternehmen Ventria Bioscience, das den Antrag gestellt hat, will Freilandversuche mit drei Sorten transgenen Reises vornehmen. Diese besitzen Gene für jeweils eines der in der Muttermilch enthaltenen Proteine Lactoferrin, Lysozym und Serum-Albumin. Die in den Reiskörnern gebildeten Humaneiweiße sollen für Trinklösungen zur Bekämpfung von Durchfällen bei Kindern, wie sie vor allem in armen Ländern verbreitet sind, sowie zu Forschungszwecken verwendet werden.

Schon Ende Februar hatte das Ministerium die vorläufige Genehmigung zum Anbau erteilt. Nach dieser Ankündigung bestand für die Öffentlichkeit einen Monat lang die Gelegenheit, das Vorhaben zu kommentieren. Während dieser Zeit gingen 20.034 Stellungnahmen ein. Mit Ausnahme von 29 waren alle ablehnend. Nach offiziellen Angaben hatte eine einzige Interessengruppe rund 13.300 nahezu identische Kommentare eingereicht und eine zweite Interessengruppe rund 5600.

Schnelle Genesung für erkrankte Kinder

Experten des Landwirtschaftsministeriums kamen zu der Überzeugung, der Anbau stelle kein Risiko für andere Pflanzen oder eine bedeutsame Beeinträchtigung der Umwelt dar. In Kansas werde bislang kein Reis angebaut, und die für den Feldversuch vorgesehene Fläche in Geary County sei mehr als 480 Kilometer vom nächsten Reisfeld entfernt. Die transgenen Gewächse enthalten neben dem jeweiligen Gen für ein Humanprotein noch ein oder zwei sogenannte Markergene. Sie verleihen den Keimlingen eine Resistenz gegen das Antibiotikum Hygromycin und das Herbizid Bialophos.

Eine klinische Studie in Peru hat nach Angaben von Ventria Bioscience den Nutzen von aus Reis hergestellten Trinklösungen mit Lysozym und Lactoferrin belegt. An Durchfall erkrankte Kinder, die man damit behandelt habe, seien besonders schnell wieder genesen.
Nichts im Universum ist ohne Wert, denn die Natur tut nichts vergeblich (Aristoteles)
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Strombolli

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Reis mit etwas Homo sapiens
« Antwort #1 am: 12:25:52 Do. 24.Mai 2007 »
Dahinter steckt auch wieder nur der Profitgedanke!

Soll mir doch keiner erzählen, das aus purer Menschenfreundlichkeit, soetwas
entwickelt wird. Nein, beim Brainstorming, wurde gerätselt: Wie können wir,
unter dem Anstrich der Humanität, genetische Forschung betreiben? Explizit vielleicht sogar Menschen als Versuchskaninchen benutzen?
Wenn wir dann den Markt beherrschen, können wir Profite ohne Ende machen.

Und das kommt dann dabei raus!

Pfui Deibel!
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Eivisskat

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Reis mit etwas Homo sapiens
« Antwort #2 am: 15:39:33 Do. 24.Mai 2007 »
Kann man auch nichts verdienen, wenn man dafür sorgt, daß die Kinder erst gar keinen Durchfall bekommen, weil sie nämlich genug zu essen haben...

Pfui Deibel, genau!

Stumme Ursel

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Reis mit etwas Homo sapiens
« Antwort #3 am: 08:34:09 Fr. 25.Mai 2007 »
Mir hat es die seit meiner Kindheit so geliebten Cornflakes vermiest, da wird wie in anderen Produkten die mit Mais aus Anbauflächen in Nordamerika (USA, Kanada) stammen, fast nur noch Genmais verarbeitet. Es gibt zwar einen deutschen Anbieter von leckeren Cornflakes aber die Angst das da zugekaufter Genmais verarbeitet wird ist bei jedem Bissen mit bei. Bei der Herstellung von Humaninsulin etwa kann ich die Gentechnik ja noch akzeptieren, aber in Lebensmitteln eben nicht! Leider scheren sich so nette Firmen wie Monsanto oder Bayer CropScience einen Dreck um die Belange der Verbraucher und über kurz oder lang haben wir den Gendreck auch auf unseren Äckern. Ich jubele über jedes abgebrannte Feld,  schade das nicht jemand in den USA oder Kanada den Mut hat mal so ein riesiges Genfeld anzuzünden?
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Eivisskat

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Reis mit etwas Homo sapiens
« Antwort #4 am: 09:10:59 Fr. 25.Mai 2007 »
Über die Nahrungskette haben wir den Gendreck bereits seit langem in uns!

Futtermittel müssen in D. nicht gekennzeichnet werden und werden sehr häufig mit Genpflanzen angereichert.

D.h. in Milchprodukten, Eiern, Fleisch praktisch alles, was nicht bio ist, kommt genverseucht auf unseren Tisch.

http://foodwatch.de/kampagnen__themen/gentechnik/index_ger.html

Strombolli

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Reis mit etwas Homo sapiens
« Antwort #5 am: 10:34:04 Fr. 25.Mai 2007 »
All diese Machenschaften: Antibiotika, Wachstumshormonen, Verunreinigungen, genetisch veränderte Zusatzstoffe...
führen meiner Meinung nach heute schon zu Resistenzen, nicht ursächlich begründbare Krankheiten und mindestens zu 66% der jetzt künstlich hochdiskutierten Fettleibigkeit.

So schliesst sich für mich der Kreis: Höhere Profite der Landwirtschaft ziehen höhere Aufwendungen im Gesundheitswesen nach sich.

Diese Teufelskreise bauen sich immer auf, wenn der Mensch zu gierig wird und
profitmaximierende Maßnahmen ergreift: ob nun Krieg, Wohnungsabriss, Bildungswesen, Subventionen ... man kann eigentlich nehmen was man will.

Immer wenn an der einen Stellschraube gedreht wird, muß irgendwann an einer anderen repariert werden, was die vorhergehende Aktion langfristig kaputtgemacht hat.

Von Nachhaltigkeit keine Spur. Nur leere Worte um das Gewissen rein zu halten!
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Stumme Ursel

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Reis mit etwas Homo sapiens
« Antwort #6 am: 15:17:35 Fr. 25.Mai 2007 »
Genau so arbeitet die eine Lobby für die andere, passiert etwas wie damals in Seveso (Italien) oder der Contergan Skandal zahlt der brave Bürger die Zeche in Form seiner Steuerabgaben.
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Eivisskat

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Reis mit etwas Homo sapiens
« Antwort #7 am: 18:12:25 Sa. 23.Juni 2007 »
Gestern morgen in der Glasmeisterstraße in Potsdam, gleich um die Ecke
 des Wahlkreisbüros der Abgeordneten Katherina Reiche: Ein Großplakat mit ihrem Portrait wird auf eine Plakatwand gezogen - so wie
 zeitgleich 40 weitere in den 25 Heimatstädten der wichtigsten Abgeordneten, die
 demnächst im Bundestag über das neue Gentechnik-Gesetz entscheiden.
 Das Großplakat fragt: "Gentechnik im Essen per Gesetz: Machen Sie da
 mit, Frau Reiche?" Mit dabei in Potsdam war der Filmemacher Patrick
 Protz.

   Schauen Sie den Film von der Plakateröffnung in Potsdam:
   http://www.gentechnik-stoppen.de

>Aktionstour in 25 Städte startet morgen früh

Derweil laufen die Vorbereitungen zu unserer Aktionstour auf
 Hochtouren. Morgen früh geht es los! In 25 Städten verlangen wir von den
 Abgeordneten, dass sie ihren Wählern eine Antwort auf die auf den
 Plakatwänden gestellte Frage geben. Überall gibt es riesige Unterstützung von
 Campact-Aktiven: Sie hängen Plakate auf, verteilen Postkarten an die
 Abgeordnete, organisieren für den Halt der Tour gentechnikfreie Tafeln.

   Bleiben Sie dran! Verfolgen Sie die Aktionstour in unserem Tourblog:
   http://www.campact.de/gentec/aktionsblog/home2

Die 40 Plakatwände und die Aktionstour sind nur durch hunderte Spenden
 von Campact-Aktiven möglich geworden. Einen großen Teil der Kosten
 konnten wir damit bereits decken. Trotzdem sind wir weiterhin auf
 Spenden zur vollständigen Finanzierung der Kosten angewiesen.

   Unterstützen Sie uns mit einer Spende:
   http://www.campact.de/gentec/sp1/mailerdonate

Politisch sorgt die Aktion bereits jetzt an vielen Orten für Aufregung
 - wie etwa in Tuttlingen, wo sich Volker Kauder der Diskussion mit uns
 verweigert:

   http://www.szon.de/lokales/tuttlingen/stadt/200706140199.html

Oder in Düren, wo Thomas Rachel, parlamentarischer Staatssekretär des
 Forschungsministeriums, nun plötzlich doch bereit ist, sich mit uns
 zu treffen.

Was sonst gerade bei Campact geschieht, lesen Sie wie immer im
 Nachrichtenteil.

Randalinsky

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Reis mit etwas Homo sapiens
« Antwort #8 am: 23:26:57 Sa. 23.Juni 2007 »
@ Stumme Ursel

Danke für den Link !!   =)

Edit: Habs mal gleich weitergereicht zu Infokrieg: http://www.infokrieg.tv/
Menschen sind mit einer Großen Koalition konfrontiert, die offensichtlich die Republik mit einem Metzgerladen verwechselt, in dem so tief ins soziale Fleisch geschnitten wird, dass das Blut nur so spritzt.
"H.Geißler"
http://infokrieg.tv/index.html

Pinnswin

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Reis mit etwas Homo sapiens
« Antwort #9 am: 18:21:41 So. 24.Juni 2007 »
Was habt ihr nur immer gegen den Gen Mais? Der ist doch schon überall integriert und soll uns angeblich ein längeres Leben bescheiden - hab ich irgendwo gelesen, also, immer ran an den Speck.

Lg  :D
Das Ende Der Welt brach Anno Domini 1420 doch nicht herein.
Obwohl vieles darauf hin deutete, das es kaeme... A. Sapkowski

Schraubenwelle

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Reis mit etwas Homo sapiens
« Antwort #10 am: 20:14:19 So. 24.Juni 2007 »
Zitat
Original von Stumme Ursel
Mir hat es die seit meiner Kindheit so geliebten Cornflakes vermiest, da wird wie in anderen Produkten die mit Mais aus Anbauflächen in Nordamerika (USA, Kanada) stammen, fast nur noch Genmais verarbeitet. Es gibt zwar einen deutschen Anbieter von leckeren Cornflakes aber die Angst das da zugekaufter Genmais verarbeitet wird ist bei jedem Bissen mit bei. Bei der Herstellung von Humaninsulin etwa kann ich die Gentechnik ja noch akzeptieren, aber in Lebensmitteln eben nicht! Leider scheren sich so nette Firmen wie Monsanto oder Bayer CropScience einen Dreck um die Belange der Verbraucher und über kurz oder lang haben wir den Gendreck auch auf unseren Äckern. Ich jubele über jedes abgebrannte Feld,  schade das nicht jemand in den USA oder Kanada den Mut hat mal so ein riesiges Genfeld anzuzünden?

Hab mal vor längerer Zeit ein Bericht gesehen ..da hat Monsanto den Bauern in Kanada und in den USA den Gen Mais und Weizen schmackhaft gemacht.Es wurde Verträge mit Bauern Unterschrieben das sie nur Gentechnisch verändertes Saatgut von Monsanto anbauen dürfen und das über Jahre.
Zwei drei Bauern haben nicht mit gemacht..und plötzlich fuhren Schwarze Limos rum und die ein oder andere Maschine des Bauer der nicht mitgemacht hatte lief plötzlich nicht mehr.Kredite und Maschinen wurden plötzlich auch nicht mehr an die Bauern geliefert.
Die Böden der Bauern die von Monsanto das Saatgut bekamen wurden nach ein zwei Jahren immer schlechter...und viele wollten das Saatgut nicht mehr..tja und Monsanto bestand drauf das es weiter angebaut wird.
Der Aufwand der Bauern wurde immer höher ..es musten sogar wieder Spritzmittel benutzt werden.
Was da im Stillen vor sich geht glaubt man kaum in bezug auf Monsanto