Autor Thema: Hafen Lübeck  (Gelesen 114146 mal)

ManOfConstantSorrow

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Hafen Lübeck
« am: 12:21:11 Fr. 15.Juni 2007 »
Lübecks Schauerleute protestieren gegen den Verkauf der Hafengesellschaft. Die ersten Schiffe mußten schon umgeleitet werden.

http://www.jungewelt.de/2007/06-14/027.php
http://www.ln-online.de/lokales/2166813
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ManOfConstantSorrow

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Hafen Lübeck
« Antwort #1 am: 12:10:59 Mi. 20.Juni 2007 »
Die Verhandlungen wurden vor zwei Wochen ergebnislos abgebrochen. 4,85 Prozent seien ein gutes Angebot, findet LHG-Chef Manfred Evers und forderte die Gewerkschaft auf, wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren.
Doch die legte von Freitag auf Sonnabend für 24 Stunden den Lübecker Hafen lahm. 450 Hafenarbeiter blockierten die Terminalzufahrten und verhinderten ein Ablegen der Schiffe. Passagiere mussten wieder von Bord gehen, Lkw umkehren, mehr als 2000 Tonnen Papier stapelten sich im Hafen. Die ersten Schiffe wichen aus – so wie ein Schiff der Stena Line, das in Kiel entladen wurde.

http://www.kn-online.de/news/archiv/?id=2169964
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ManOfConstantSorrow

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Hafen Lübeck
« Antwort #2 am: 11:19:45 Do. 28.Juni 2007 »
nordclick/kn vom 28.06.2007

Einigung im Streit um Lübecks Hafen

Lübeck – Es hat lange gedauert und den Lübecker Hafen Ansehen gekostet – doch seit gestern gibt es in der Privatisierungsfrage eine Einigung zwischen ver.di und der CDU...
(...)
Der Artikel wurde entfernt, weil wir von der Autorin darum gebeten wurden:


Zitat
Als freie Journalistin ist es mir wichtig, meine Unabhängigkeit zu wahren und nicht mit Foren egal welcher politischen Strömung in Verbindung zu treten.

Das ist ein Hinweis darauf, wie "frei" freie Journalisten denn sind und wie das politische Klima in diesem Land empfunden wird. "Freie" werden nicht nur extrem schlecht entlohnt, sie haben eine panische Angst davor keine Folgeaufträge mehr zu bekommen. Sie glauben offensichtlich auch nicht an die Freiheit der Presse, sondern gehen davon aus, daß Journalisten aus politischen Gründen ausgewählt werden. Da will man doch nicht mit einer falschen Gesinnung in Verbindung gebracht werden...

Admin
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ManOfConstantSorrow

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Hafen Lübeck
« Antwort #3 am: 14:10:52 Di. 19.Februar 2008 »
Kieler Nachrichten vom 15.02.2008

Warnstreik im Lübecker Hafen

Lübeck – Ein neunstündiger Warnstreik hat gestern zu Behinderungen im Lübecker Hafen geführt. Rund 550 Beschäftigte der Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) und mehrerer Servicegesellschaften beteiligten sich nach Angaben der Gewerkschaft ver.di an der Aktion. Die LHG hatte am Montagabend die Tarifgespräche über eine Arbeitnehmersicherung unterbrochen, mit der betriebsbedingte Kündigungen nach einem Einstieg privater Partner in die bislang städtische Hafengesellschaft verhindert werden sollen. Die Lübecker Bürgerschaft will am 4. März über einen Verkauf von 25,1 Prozent der LHG-Anteile abstimmen. dpa
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BGS

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Hafen Lübeck
« Antwort #4 am: 22:54:37 Sa. 08.März 2008 »
Und was sind nun die konkreten Folgen des Streiks? Stena Line, Transfennica lassen inzwischen ihre RORO-Schiffe im Kieler Ostuferhafen abfertigen.

MfG

BGS
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http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
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matten

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Hafen Lübeck
« Antwort #5 am: 07:52:33 So. 09.März 2008 »
Guten morgen BGS..

wenn ich das richtig verstehe.. soll das heißen keinen Streik
für..für ordentlichen Lohn..
oder wie hast es das gemeint.

mfg
matten

BGS

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Hafen Lübeck
« Antwort #6 am: 23:19:12 Mi. 12.März 2008 »
Ich frage, was die konkreten Folgen sind bzw. sein werden und möchte in diesem Zusammenhang an das Geschehen rund um den Kieler Ostuferhafen im Zusammenhang mit den Lübecker Häfen in den letzten Jahren erinnern, besonders an die bereits stattgefundenen und teilweise zurückgenommene Verlagerung ganzer Schiffahrtslinien von einem Standort zum anderen.

MfG

BGS
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brettermeier

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Hafen Lübeck
« Antwort #7 am: 01:05:03 Do. 13.März 2008 »
Zitat
Original von matten
Guten morgen BGS..

wenn ich das richtig verstehe.. soll das heißen keinen Streik
für..für ordentlichen Lohn..
oder wie hast es das gemeint.

mfg
matten

Die streiken dort ja nicht für ordentlichen Lohn (den haben sie schon), sondern für eine Arbeitsplatzgarantie bis zum Jahr 2025, was meiner Meinung nach ja doch etwas reichlich überzogen ist.

Erreichen werden sie schlimmstenfalls einen Arbeitsplatzabbau, wenn noch mehr Reedereien ihre Routen in andere Häfen verlegen.

http://blogs.dhd24.com/Schweden/25295/

Kuddel

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Hafen Lübeck
« Antwort #8 am: 18:09:34 Do. 15.Mai 2008 »
Zitat
Kieler Nachrichten vom 15.05.2008  

Hafenverkauf: Bürger wehrten sich zu spät

Schleswig/Lübeck – Ein Bürgerbegehren, mit dem der Verkauf von 25,1 Prozent der Anteile an der Lübecker Hafen-Gesellschaft durch die Ratsversammlung der Stadt Lübeck gestoppt werden sollte, ist zu spät gekommen. Das entschied das Verwaltungsgericht in Schleswig gestern. Mit dem Ratsbeschluss seien Fakten geschaffen worden, die durch den Zeitpunkt der Beantragung des Bürgerbegehrens nicht mehr rückgängig zu machen gewesen wären, entschied das Gericht und wies mit dieser Begründung den Eilantrag dreier Vertreter der Initiative „Lübecker retten Lübecker Hafen“ zurück. Sie hatte 21000 Unterschriften – und damit eine für ein Bürgerbegehren ausreichende Anzahl – gegen den Teilverkauf der LHG an die britische Investorengruppe Rreef gesammelt. gn

ManOfConstantSorrow

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Hafen Lübeck
« Antwort #9 am: 14:38:31 Mi. 23.Juli 2008 »
Zitat
Engholm Aufsichtsratschef des Lübecker Hafens

Der frühere Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Björn Engholm (SPD), ist neuer Aufsichtsratsvorsitzender der Lübecker Hafen-Gesellschaft. Engholm sei einstimmig gewählt worden, sagte Wirtschaftssenator Wolfgang Halbedel (CDU) am Dienstag.

Der neue Aufsichtsratschef will vor allem das Image des Hafens verbessern, sowohl im Ostseeraum als auch in der Stadt Lübeck selbst. Gegenüber der NDR 1 Welle Nord sagte Engholm: "Lübeck muss Kult werden." Außerdem soll unter dem neuen Aufsichtsrat zusammen mit dem britischen Investor Reef das Containergeschäft ausgebaut werden.

Erneut SPD-Landespolitiker im Aufsichtsrat einer städtischen Gesellschaft

Engholm ist der zweite ehemalige SPD-Landespolitiker, der binnen weniger Tage in Lübeck den Vorsitz im Aufsichtsrat einer städtischen Gesellschaft übernahm. Vor fünf Tagen war der frühere Finanzminister des Landes, Claus Möller, zum Aufsichtsratsvorsitzenden der Stadtwerke gewählt worden. Beide hatte die SPD in der Lübecker Bürgerschaft nach der Kommunalwahl für diese Ämter vorgeschlagen.
Stand: 22.07.2008 17:48
http://www1.ndr.de/wirtschaft/engholm102.html

Bäh! Wieder ein Beweis für Filz und Kurruption. Engholm wollte ja auch schonmal Bürgermeister von Lübeck werden, aber nur, wenn kein Gegenkandidat aufgestellt wird (wir sehen: ein lupenreiner Demokrat!). Jetzt kriegt der ausrangierte sozialdemokratische Politiker einen Posten, bei dem er zwar nix tun muß, dafür aber umso mehr verdient. :evil:
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Adelskronengang

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Hafen Lübeck
« Antwort #10 am: 15:48:08 Mi. 23.Juli 2008 »
Was willste denn....

Leistung muß sich eben wieder lohnen  :=)

BGS

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Hafen Lübeck
« Antwort #11 am: 23:24:00 Mi. 23.Juli 2008 »
Es soll also endlich, nachdem man die Entwicklung sogut wie verschlafen hat, soll unter dem neuen

Aufsichtsrat Engholm zusammen mit einem potentiellen Konkurrenten (dem britischen Investor Reef)

das Containergeschäft ausgebaut werden. Welch Wunder. Bringt sicher sehr viel für den "Standort" Lübeck... :kotze> :kotze> und Schleswig-Holstein insgesamt. :cheer:

MfG

BGS
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http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
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ManOfConstantSorrow

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Re: Hafen Lübeck
« Antwort #12 am: 12:49:14 Sa. 06.Dezember 2008 »
Streik in Lübecker Häfen noch vor Weihnachten?

 In den Lübecker Häfen soll nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di noch vor Weihnachten gestreikt werden. Die große Mehrheit der 100 Mitarbeiter der Service-Gesellschaft habe für einen unbefristeten Streik votiert, berichtete die NDR 1 Welle Nord am Dienstagabend. Es handelt sich bei der Firma um ein Tochter-Unternehmen der Lübecker Hafengesellschaft. Noch in dieser Woche könne der Arbeitskampf beginnen, so die Gewerkschaft.

Ver.di: "Hafen wird über kurz oder lang stillliegen"

Nach fünf ergebnislosen Verhandlungsrunden sprachen sich nach Gewerkschaftsangaben 89,5 Prozent der Beschäftigten der Service-Gesellschaft für einen unbefristeten Streik aus. Die betroffenen 100 Mitarbeiter sind größtenteils Handwerksarbeiter, die für die Wartung der Maschinen im Hafen zuständig sind. Sie machen nur zehn Prozent der Gesamtbelegschaft der Lübecker Hafengesellschaft aus, doch laut ver.di-Sprecher Gerhard Mette wird der Streik schon nach drei bis vier Tagen weitreichende negative Konsequenzen für den Umschlag in den Lübecker Häfen haben. "Wenn die Gerätschaften nicht funktionieren, dann wird der Hafen über kurz oder lang stillliegen" sagte Mette zur NDR 1 Welle Nord.

Ver.di fordert für die Handwerksarbeiter im Hafen 7,5 Prozent mehr Lohn. Die Arbeitgeber bieten 2,5 Prozent. Die Gewerkschaft lehnte das Angebot der Arbeitgeber ab. Die Arbeitgeberseite der Lübecker Hafengesellschaft verlangte von ver.di, an den Verhandlungstisch zurückzukommen.
http://www1.ndr.de/wirtschaft/streikhafenluebeck2.html


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Kuddel

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Re:Hafen Lübeck
« Antwort #13 am: 13:11:47 So. 11.Juli 2010 »
Warnstreik am Lübecker Hafen

Wegen der Weigerung des Arbeitgebers zu Tarifverhandlungen zusam-menzukommen hat die Gewerkschaft ver.di für Montag zu einem weiteren Warnstreik bei der Service Gesellschaft (SG), einem Tochterunternehmen der Lübecker Hafengesellschaft aufgerufen. Es handelt sich hierbei bereits um den vierten Warnstreik in der Lohnrunde.


"Wir hatten den Arbeitgeber bereits Anfang letzter Woche zu weiteren Verhandlungen und einem geänderten Angebot aufgefordert", berichtet Gerhard Mette, Verhandlungsführer der Gewerkschaft für die Tarifverhandlungen im Hafen. "Bis zu unserem Warnstreik am Freitag letzter Woche hat der Arbeitgeber nicht reagiert. Auch dann war er nicht in der Lage, ein geändertes Angebot zuzusichern. Unsere Kolleginnen und Kollegen sind über diese fehlende Flexibilität sehr enttäuscht", so Mette weiter. "Viele haben den Eindruck, dass hier bewusst ein Konflikt geschürt werden soll", berichtet der Gewerkschaftsvertreter.

"Wir gehen davon aus, dass hinter dieser Haltung der zum Teil privatisierte Mutterkonzern, die LHG steckt. Die Lübecker Hafengesellschaft ist zu rund 75 Prozent im Eigentum der Hansestadt Lübeck und zu gut 25 Prozent im Eigentum der Investmentgesellschaft Rreef, einem Unternehmen der Deutschen Bank. Viele Beschäftigte haben das Gefühl, dass der private Eigner den Tarifkonflikt zu einer Veränderung des Klimas im Hafen nutzen will", berichtet Mette. "Wir werden von Hafenarbeitern angesprochen, inwieweit dieser Tarifstreit nicht als ein Konflikt des gesamten Hafens gesehen werden muss."

Ver.di geht davon aus, dass der Konflikt schnell beigelegt werden könne. Voraussetzung hierfür, so ihr Vertreter, ist allerdings, dass die Gegenseite ein Interesse daran hat.

http://www.hl-live.de/aktuell/textstart.php?id=62265

Kuddel

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Re:Hafen Lübeck
« Antwort #14 am: 14:51:35 Fr. 03.September 2010 »
Zitat
Streik bei Tochter der Lübecker Hafen-Gesellschaft

Lübeck - Beschäftige der LHG-Servicegesellschaft, eines Tochterunternehmens der Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) sind am Freitag in den Streik getreten. Nach Angaben der Gewerkschaft ver.di wollen die Beschäftigten dadurch eine Lohnerhöhung von fünf Prozent erreichen. Der Arbeitgeber habe eine Erhöhung von einem Prozent bei zwei Nullmonaten und einer Einmalzahlung angeboten, sagte ein ver.di-Sprecher. Nach Angaben der Lübecker Hafen-Gesellschaft hat der Streik keine Auswirkungen auf die Schiffsabfertigung. Die rund 100 Beschäftigten der LHG-Servicegesellschaft sind für die Instandhaltung des Maschinenparks der Hafengesellschaft verantwortlich.
http://www.kn-online.de/schleswig_holstein/wirtschaft/169629-Streik-bei-Tochter-der-Luebecker-Hafen-Gesellschaft.html