Autor Thema: ZENSUR im Netz und anderswo  (Gelesen 142554 mal)

Troll

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Re: ZENSUR im Netz und anderswo
« Antwort #225 am: 09:45:42 Fr. 06.September 2019 »
Zitat
Problem: Bei der Internetzensur brennen uns immer die "Freiwilligen" weg, die das Material sichten müssen.

Lösung: Internetzensur automatisieren, mit KI!!1!

Ja super! Soweit muss man erstmal kommen als Zivilisation, dass der Drang zur Zensur so stark wird, dass man das automatisieren muss, und zwar nicht nur die Zensur selbst, sondern sogar schon die Zensurentscheidung.

Ich hab ja in meinem Leben einiges an dystopischer Scifi gelesen. Diese Idee toppt die typischen Scifi-Dystopien.

Quelle: Fefes Blog

Es läuft immer besser für die KI, daß muß dieses Dienstleistungs-Ding sein, die Arbeitsplätze von morgen.  :o
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ManOfConstantSorrow

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Re: ZENSUR im Netz und anderswo
« Antwort #226 am: 19:13:36 Mo. 25.November 2019 »
Einstweilige Verfügung gegen kritsche Informationen: Der Tönnies-Konzern geht gegen aktion./.arbeitsunrecht vor
https://www.die-glocke.de/lokalnachrichten/kreisguetersloh/rheda-wiedenbrueck/Toennies-geht-gegen-Anschuldigungen-vor-ea8fecbc-c20d-496e-9d0f-cc8b8f0b82df-ds

Tönnies zieht das Ringelschwänzchen ein
Schlacht-Konzern stoppt einstweilige Verfügung gegen Berichterstattung der aktion ./. arbeitsunrecht


Ab sofort darf über den Tönnies-Konzern wieder offen behauptet werden:
   
  • systematischer Lohnraub durch unbezahlte Überstunden, fehlende Zuschläge für Sonntags- und Nachtarbeit, Prellen der Beschäftigten um die Bezahlung von Rüst- und Wegezeiten
  • Tönnies-Werkvertragsarbeiter*innen haben Gewerkschaftern von 16-Stunden-Schichten berichtet.
  • Arbeitsplatzvernichtung: Zerstörung regionaler Wirtschaft durch Preisdumping und planmäßigen Aufkauf von Schlachthöfen in Deutschland und Europa, um sie zu schließen.
  • Lohnraub und Kündigungen bei Verletzung und Krankheit.
https://arbeitsunrecht.de/toennies-zieht-das-ringelschwaenzchen-ein/
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

admin

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Re: ZENSUR im Netz und anderswo
« Antwort #227 am: 20:48:10 Mi. 18.Dezember 2019 »
Ein Thema für sich:

Selbstzensur

Zitat
„Stern“ schwärzt eigenen Text
Leider nicht verfügbar

Der „Stern“ hat in seinem E-Paper eine Reportage aus dem Trump-Hotel geschwärzt. Das Magazin fürchtet juristische Verfahren.
https://taz.de/Stern-schwaerzt-eigenen-Text/!5641867/

Fritz Linow

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Re: ZENSUR im Netz und anderswo
« Antwort #228 am: 11:35:51 Do. 16.Januar 2020 »
Zitat
9.1.20
Agenda-Cutting: Wie die Medienkanzleien Schertz und Höcker Unternehmenskritik verhindern

Die Methode Schertz Bergmann und ihre radikale Variante: Der AfD-Anwalt Ralf Höcker
(...)
https://arbeitsunrecht.de/agenda-cutting-wie-medienkanzleien-unternehmenskritik-verhindern/

Troll

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Re: ZENSUR im Netz und anderswo
« Antwort #229 am: 18:18:12 Fr. 17.Januar 2020 »
Zitat
"linksunten.indymedia"
Verbotene Plattform ist wieder online

Unbekannte haben im Internet ein Archiv der im Jahr 2017 verbotenen Internetplattform "linksunten.indymedia" veröffentlicht. Auf einen Schlag stehen rund 200.000 Beiträge wieder online.

Die Internetseite "linksunten.indymedia" galt nach Ansicht von Sicherheitsbehörden als das einflussreichste Medium der extremistischen Szene in Deutschland und als Forum für gewaltbereite Autonome. Deshalb verbot der damalige Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) im August 2017 die Plattform. Er betonte, dass der Weiterbetrieb fortan eine Straftat sei.

Seit Donnerstag ist der Inhalt der Seite jedoch wieder im Netz zu finden. Unter mehreren Internetadressen wurde ein Archiv veröffentlicht. Es umfasst alle Artikel, Fotos und Kommentare, die zwischen 2009 und 2017 veröffentlicht wurden. Neue Beiträge können jedoch nicht eingestellt werden.

Gewaltaufrufe sind wieder online
...

Quelle: tagesschau

"Gewaltaufrufe", echt?!
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Fritz Linow

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Re: ZENSUR im Netz und anderswo
« Antwort #230 am: 23:10:14 Fr. 17.Januar 2020 »
Zitat
"linksunten.indymedia"
Verbotene Plattform ist wieder online

Unbekannte haben im Internet ein Archiv der im Jahr 2017 verbotenen Internetplattform "linksunten.indymedia" veröffentlicht. Auf einen Schlag stehen rund 200.000 Beiträge wieder online.
(...)

Danke für den Hinweis. Ich habe da mal wieder ein wenig herumgestöbert und habe nachwievor den Eindruck, dass die Beiträge nicht besser geworden sind. Das Verbot ist grundsätzlich nicht hinzunehmen und deshalb ist es gut, dass es linksunten nun wieder als Archiv gibt. Da finden sich durchaus brauchbare und anregende Texte und Diskussionen, die Mehrzahl ist aber langweiliger Bullshit. Für Recherchezwecke ist es eine zusätzliche und hilfreiche Quelle, spiegelt aber gleichzeitig auch die traurige linksradikale Szene der letzten Jahre wider. Ich habe sowieso nicht so wirklich verstanden, warum jetzt ausgerechnet linksunten dichtgemacht wurde.

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Re: ZENSUR im Netz und anderswo
« Antwort #231 am: 09:33:13 Sa. 18.Januar 2020 »
Wäre interessant/kurios wenn archivierte Beiträge besser geworden wären.
Das "linksunten"-Verbot war imo ein Warnschuß und eine Konsequenz der politischen Entwicklung Richtung Rechts.
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BGS

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Re: ZENSUR im Netz und anderswo
« Antwort #232 am: 12:37:18 Sa. 18.Januar 2020 »
Sehe ich genauso.

MfG

BGS
"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

https://forum.chefduzen.de/index.php/topic,21713.1020.html#lastPost
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)

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Re: ZENSUR im Netz und anderswo
« Antwort #233 am: 09:38:32 Sa. 01.Februar 2020 »
Zitat
Kennt ihr den schon? Die dpa schneidet aus ihrem Foto von den jungen Klimaaktivisten in Davos die eine Schwarze raus?

Bei der Gelegenheit fällt auf, dass das alles Mädels sind. Wurden die Jungen auch rausgeschnitten oder sind die schon in der Vorrunde gescheitert, weil die Medien halt unbefleckte Jungfrauen brauchen für ihre Berichterstattung? Ich meine, hey, wenn die Schwarze auch noch ein Kerl gewesen wäre, wäre die doch schon bei der Einreise verhaftet worden, oder was meint ihr?

Quelle: Fefes Blog

Wir malen die gewünscht propagierte Welt, wie gehabt, die Modewelt hatte Jahre lang ihre dürren Streichholzmodels, nun  zensieren/retuschieren wir es dem installierten Zeitgeist gemäß.
Jaja, keine Verschwörung, nur Zufälle, dafür braucht sich niemand treffen, es ist/soll schließlich die akzeptierte Realität abbilden.
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Re: ZENSUR im Netz und anderswo
« Antwort #234 am: 11:18:41 Sa. 01.Februar 2020 »
Afrikaner gelten bei uns als nicht fähig, ihre Wirtschaft sinnvoll zu organisieren. Sie gelten als total zurückgeblieben und unfähig. Sowas kann keine Verantwortung für die Weltklimakatastrophe übernehmen. Und schon gar keine junge Frau. Wo kämen wir da hin?
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Kuddel

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Re: ZENSUR im Netz und anderswo
« Antwort #235 am: 12:53:54 Mo. 17.Februar 2020 »
Zitat
Der MDR Sachsen hat mit seiner Berichterstattung über eine Anti-Nazi-Demo am Samstag in Dresden Kritik ausgelöst. In einem TV-Beitrag für den "Sachsenspiegel" war das Bild von Hitler-Attentäter Georg Elser von einem Protestplakat retuschiert worden – ohne redaktionellen Hinweis.
https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/id_87352968/mdr-retuschiert-foto-von-anti-nazi-demo-hitler-attentaeter-herausgeschnitten.html

Der MDR scheint sowieso ziemlich scheiße zu sein.

Kuddel

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Re: ZENSUR im Netz und anderswo
« Antwort #236 am: 10:48:37 Mi. 26.Februar 2020 »
Zitat
Protest weggepixelt

Die Allgemeine Zeitung in Uelzen hat auf ihrer Titelseite das Foto eines Protestplakats gepixelt, das den Verleger der Zeitung kritisierte.




Nur ein Wort steht auf seinem Schild: „Ippen“. Gesprüht mit schwarzer Farbe. Damit hat sich ein Demonstrant am vergangenen Donnerstag mitten in die Menschenansammlung einer Mahnwache gestellt, die die Grüne Jugend organisiert hatte, um in Uelzen gegen die Morde von Hanau zu protestieren.

Am nächsten Tag erschien ein Foto von der Demo in der lokalen Allgemeinen Zeitung der Lüneburger Heide. Nur das Schild mit dem Namen „Ippen“ haben sie verpixelt. Denn die AZ gehört zur Ippen-Verlagsgruppe, wie übrigens auch der Hanauer Anzeiger.
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Der Demonstrant, der seinen Namen lieber nicht in der Zeitung lesen möchte, ist sich nun sicher: Er hat einen wunden Punkt getroffen, deshalb wendete er sich an die taz.

„Schon seit Jahren beobachte ich wie hier der Volkszorn auf Facebook regelrecht gefüttert wird, mit Artikeln, die in eine ganz bestimmte Richtung zielen“, sagt er.(...)
https://taz.de/Lokalzeitung-zensiert-Demobild/!5666734/


Kuddel

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Re: ZENSUR im Netz und anderswo
« Antwort #237 am: 19:54:57 Do. 09.Juli 2020 »
Die Nazibehörde ist mal wieder auf Zensurmodus:

Zitat
Verfassungsschutz stuft linksextreme Internet-Plattform als Verdachtsfall ein
https://www.deutschlandfunk.de/indymedia-verfassungsschutz-stuft-linksextreme-internet.1939.de.html?drn:news_id=1149575

Kuddel

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Re: ZENSUR im Netz und anderswo
« Antwort #238 am: 19:23:49 Mi. 11.November 2020 »
Zitat
Die französischen Journalisten, unterstützt durch linke Oppositionsparteien und Organisationen, laufen Sturm gegen den Versuch, die Presse- und Meinungsfreiheit zu beschneiden, indem das Filmen von Polizisten in Aktion verhindert und unter Strafe gestellt wird. Der Entwurf eines Gesetzes über »Globale Sicherheit«, der von Abgeordneten der Bewegung En marche mit ausdrücklicher Zustimmung der Regierung in der Nationalversammlung eingebracht wurde, sieht vor, dass künftig »das Verbreiten von Fotos und Filmaufnahmen von Polizisten, Gendarmen oder Militärs im Einsatz mit dem Ziel, deren physische oder psychische Integrität anzugreifen, mit allen Mitteln verhindert wird«. Es droht eine Geldstrafe von bis zu 45 000 Euro.
https://www.neues-deutschland.de/artikel/1144298.frankreich-neue-angriffe-auf-die-pressefreiheit.html

ManOfConstantSorrow

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Re: ZENSUR im Netz und anderswo
« Antwort #239 am: 15:53:57 So. 06.Juni 2021 »
Zitat
Zum Jahrestag der Tiananmen-Proteste war das berühmte Foto des "Tank Man" in der Bing-Suchmaschine zeitweise nicht auffindbar. Zensur aus China? Laut Microsoft handelte es sich um ein Versehen.
https://www.tagesschau.de/ausland/asien/china-tiananmen-proteste-101.html
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!