Autor Thema: ZENSUR im Netz und anderswo  (Gelesen 133473 mal)

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Re:ZENSUR im Netz und anderswo
« Antwort #195 am: 09:31:02 Fr. 24.November 2017 »
Jetzt möchte ich dir doch den folgenden Vortrag ans Herz legen, da werden viele Probleme der Digitalisierung angesprochen, lass dich wegen der "Demokratie" im Titel nicht abhalten, ist nur ein Aufhänger weil wir ja in so einer tollen "Demokratie" leben.

Yvonne Hofstetter: Das Ende der Demokratie
https://youtu.be/g2P_HyAFpoI
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Re:ZENSUR im Netz und anderswo
« Antwort #196 am: 10:37:21 Do. 11.Januar 2018 »
Zitat
First France, Now Brazil Unveils Plan to Empower the Government to Censor the Internet in the Name of Stopping “Fake News”

Yesterday afternoon, the official Twitter account of Brazil’s Federal Police (its FBI equivalent) posted an extraordinary announcement. The bureaucratically nonchalant tone it used belied its significance. The tweet, at its core, purports to vest in the federal police and the federal government that oversees it the power to regulate, control, and outright censor political content on the internet that is assessed to be “false,” and to “punish” those who disseminate it. The new power would cover both social media posts and entire websites devoted to politics.
“In the next few days, the Federal Police will begin activities in Brasília [the nation’s capital] by a specially formed group to combat false news during the [upcoming 2018 presidential] election process,” the official police tweet stated. It added: “The measures are intended to identify and punish the authors of ‘fake news’ for or against candidates.” Top police officials told media outlets that their working group would include representatives of the judiciary’s election branch and leading prosecutors, though one of the key judicial figures involved is the highly controversial right-wing Supreme Court judge, Gilmar Mendes, who has long blurred judicial authority with his political activism.
Quelle: The Intercept via NDS
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Nao

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Re:ZENSUR im Netz und anderswo
« Antwort #197 am: 13:58:54 Mo. 22.Januar 2018 »
Zitat
Verbot von VPN-Verbindungen
China dreht das freie Internet ab

China verschärft seine Internet-Zensur: Bald könnten VPN-Zugänge verboten werden, über die geblockte Seiten zugänglich waren. Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen aus dem Ausland haben dann ein Problem.


Die Frist rückt näher: Noch zwei Wochen, dann verlieren sämtliche Unternehmen in China den Zugang zum freien Internet. Denn zum 1. Februar werden einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge alle unlizenzierten VPN-Verbindungen in China verboten. Bisher erlaubten die sogenannten Virtual Private Networks (VPN) Nutzern nämlich, das abgeriegelte Internet der Volksrepublik zu umgehen, indem sie statt mit einer chinesischen mit einer ausländischen Landeskennung im Netz surften. Doch mit dem Verbot sind künftig nicht nur die meisten Chinesen vom Rest der digitalen Welt abgeschottet – sondern auch ausländische Firmen und deren Mitarbeiter in China (Expats).

Schon jetzt mehren sich die Anzeichen für die Stilllegung der VPN-Zugänge. Im Dezember beschwerte sich die Europäische Union schriftlich, dass zwei europäischen Botschaften in China im Herbst die VPN-Zugänge abgeschaltet wurden.

Ein IT-Dienstleister, der mehr als 30 deutsche Unternehmen betreut, berichtet ähnliches über seine Kunden. Einem sei sogar das Internet geblockt worden, weil er laut China Telecom eine VPN-Alternative genutzt habe. Auch die „Financial Times“ berichtete kürzlich von fünf ausländischen Unternehmen, deren Betriebs-VPNs gestört oder gar stillgelegt worden waren.

Keiner der oben beschriebenen Fälle will namentlich genannt werden. Zu groß ist die Angst vor Repressalien durch die Behörden. Man wolle auch künftig noch Geschäfte in China machen, heißt es regelmäßig.

Firmen nutzen VPNs, um sich in ihr Intranet einzuwählen oder ihre Kommunikation vor Dritten zu schützen. Sensible Daten wie Gehaltsabrechnungen, Baupläne, Strategiegespräche können so übermittelt werden, ohne mitgelesen zu werden. Privatpersonen können damit auf Google, Facebook und Twitter surfen. Es ist die einfachste und preiswerteste Methode, um an ungefilterte Nachrichte zu kommen – Zugänge die normalen Chinesen schon seit Jahren verwehrt sind.

Künftig wird der Freiraum immer enger. Denn die chinesische Regierung will ihre digitale Sphäre vollkommen kontrollieren können – sowohl ökonomisch, kulturell, technologisch wie auch politisch. Wer sich in China aufhält, muss dem chinesischen Gesetz folgen – im analogen wie auch digitalen Leben. Staatspräsident Xi Jinping hat für diese Politik einen eigenen Begriff geprägt: „Cybersouveränität“.

Gemeint ist damit beispielsweise, dass Webseiten Such- und Filterkriterien an chinesische Anforderungen anpassen müssen. Wer nicht Folge leistet, wird geblockt: So ist etwa Google seit 2010 in China nicht erreichbar. Mit dem Cyber-Sicherheitsgesetz, das im vergangenen Sommer in Kraft trat, werden unter anderem die ausländischen Firmen dazu verpflichtet, ihre Daten in China zu speichern. Sollte die Sicherheitsbehörde anfragen, müssen sie diese ihr auch zur Verfügung stellen. Wer mit „kritischer Infrastruktur“, wie zum Beispiel Energieversorgung, Transport oder Finanzen zu tun hat, muss nun staatlich geprüfte IT-Produkte erwerben.

Im Januar 2017 veranlasste die chinesische Regierung, das Internet bis März 2018 von freien Zugängen ins Internet zu „säubern“ – dazu zählen auch die VPN-Leitungen, die für „grenzüberschreitende Geschäfte“ genutzt werden. Fast alle kommerziellen chinesischen VPN-Dienstleister sind schrittweise abgeschaltet worden. Allein der amerikanische Tech-Gigant Apple entfernte im vergangenen Jahr insgesamt 674 VPN-Zugänge, die in der China-Zentrale genutzt wurden.

Künftig sollen die Firmen eine staatlich genehmigte Software nutzen. Die damit anfallenden Kosten liegen bei mehreren Tausend Euro im Monat. Und der Schutz vor dem Einblick oder gar einem Eingriff des Staates ist damit nicht gewährleistet. Alternativen wie Standleitungen von Drittanbietern nach Hongkong sind ähnlich teuer. Bei Leitungen mit einer Bandbreite von zwei Megabit pro Sekunde – gerade schnell genug für E-Mails, für Bilder schon zu langsam – müssen Nutzer mit monatlichen Kosten von fast 1300 Euro rechnen. Schnellere Verbindungen kosten deutlich mehr.

Ein IT-Dienstleister mit jahrzehntelanger Erfahrung in China sagt, große Unternehmen hätten durchaus das Know-how und die Ressourcen, um die große chinesische Firewall auch weiterhin zu umgehen. Doch für kleine und mittelständische Unternehmen sei der Wegfall der VPN-Kanäle eine echte Belastung – und in einigen Fällen ein Grund, den Standort zu wechseln.

Denn welcher Mitarbeiter wolle etwa noch aus Deutschland in ein Land versetzt werden, wo er noch nicht einmal mehr Kontakt mit Familie und Freunden halten könne, weil Facebook, WhatsApp und Skype geblockt seien. Nachdem viele Expats China wegen der schlechten Luft verlassen haben, könnten nun diejenigen folgen, die die digitalen Einschränkungen nicht mehr hinnehmen wollen.

Auch die deutsche Botschaft weist darauf hin, dass die Sorge deutscher Unternehmen über die unklare Rechtslage und schwer kalkulierbare zusätzliche Kosten wachse. Sorge würden zusätzlich offene Fragen über mögliche Risiken im Bereich Datensicherheit und Schutz von Geschäftsgeheimnissen bereiten. Doch wiederholte Anfragen der Botschaft um Gesprächstermine mit Entscheidungsträgern auf der chinesischen Seite seien bislang ergebnislos geblieben.

Es scheint, als wolle die chinesische Regierung die ausländischen Unternehmen bewusst im Unklaren lassen. Keine Kanzlei, keine Beratungsfirma, keine Organisation, keine diplomatische Vertretung weiß Genaueres. Auch das Datum 1. Februar ist keineswegs gesichert, eine offizielle Äußerung gibt es nicht. Chinesische Funktionäre zucken nur mit den Achseln. Alle nicht vom Staat lizenzierten VPNs würden dieses Jahr auf jeden Fall stillgelegt werden, sagen sie hinter vorgehaltener Hand. Aber wann genau, wüssten sie auch nicht. Nur eins ist sicher: Wer sich für den digitalen Blackout nicht wappnet, sitzt im chinesischen Netz fest.
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/verbot-von-vpn-verbindungen-china-dreht-das-freie-internet-ab/20858618.html

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Re:ZENSUR im Netz und anderswo
« Antwort #199 am: 10:05:21 Do. 30.August 2018 »
Zitat
Im Schatten der Netzwelt - The Cleaners

85 Min.
Verfügbar von 26/08/2018 bis 03/09/2018
Live verfügbar: ja


Soziale Medien beeinflussen das Weltgeschehen. Pro Minute entstehen 500 Stunden Videomaterial auf YouTube, 450.000 neue Tweets auf Twitter, 2,5 Millionen Posts auf Facebook. Doch wer entscheidet, was die Welt zu sehen bekommt? Auf den Philippinen arbeiten Zehntausende Content-Moderatoren, die Unmengen an Bildern sichten. Ihre Arbeit wirft Fragen von Zensur auf.

Es gibt eine gigantische Schattenindustrie digitaler Zensur in Manila, dem weltweit größten Standort für Content-Moderation. Dort löschen Zehntausende Menschen im Auftrag der großen Silicon-Valley-Konzerne belastende Fotos und Videos auf Facebook, YouTube, Twitter & Co. Komplexe Entscheidungen über Zensur oder Sichtbarkeit von Inhalten werden an die Content-Moderatoren abgegeben. Die Kriterien und Vorgaben, nach denen sie arbeiten, sind eines der am besten geschützten Geheimnisse des Silicon Valley. Die Dauerbelastung dieser traumatisierenden Arbeit verändert die Wahrnehmung und Persönlichkeit der Content-Moderatoren, denen es verboten ist, über ihre Erfahrungen zu sprechen. Parallel zu den Geschichten von fünf Content-Moderatoren zeigt der Dokumentarfilm die globalen Auswirkungen der Online-Zensur und wie Fake News und Hass durch die sozialen Netzwerke verbreitet und verstärkt werden. Die Vision einer vernetzten globalen Internetgemeinde wird zum Alptraum, wenn hochrangige ehemalige Mitarbeiter der sozialen Netzwerke Einblicke in die Funktionsweisen und Mechanismen der Plattformen geben. Gezielte Verstärkung und Vervielfältigung jeglicher Art von Emotionen machen die Plattformen zu Brandbeschleunigern, die soziale, politische und gesellschaftliche Konflikte anheizen und die Spaltung der Gesellschaft vorantreiben. Hans Block und Moritz Riesewieck erzählen in ihrem Debütfilm vom Platzen des utopischen Traums der sozialen Medien und stellen die drängende Frage nach den Grenzen des Einflusses von Facebook, YouTube, Twitter & Co. auf den Einzelnen und die Gesellschaft.

Quelle: Arte
Via Fefes Blog

HTML5: https://arteptweb-a.akamaihd.net/am/ptweb/069000/069800/069881-000-A_EQ_0_VOA-STA_03823448_MP4-1500_AMM-PTWEB_10WKHtldbm.mp4
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Kuddel

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Re: ZENSUR im Netz und anderswo
« Antwort #200 am: 11:53:31 Mo. 18.Februar 2019 »
Zitat
Polizisten gegen französisches Medienhaus
Macrons Angriff auf die Pressefreiheit

Die französische Staatsanwaltschaft geht gegen Journalisten des Investigativ-Portals Mediapart vor. Deren Mitarbeiter vermuten, dass dahinter System steckt - das System Macron.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/frankreich-emmanuel-macrons-angriff-auf-die-pressefreiheit-a-1253489.html

ManOfConstantSorrow

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Re: ZENSUR im Netz und anderswo
« Antwort #201 am: 08:55:01 Do. 18.April 2019 »
Zitat
"Reporter ohne Grenzen":
Lage der Pressefreiheit hat sich in Europa verschlechtert

Weltweit geraten Medienschaffende zunehmend unter Druck. Das zeigt die jährliche Rangliste der Pressefreiheit von "Reporter ohne Grenzen". Demnach nahm auch in Deutschland die Zahl der Angriffe auf Journalisten zu.
https://www.spiegel.de/politik/ausland/reporter-ohne-grenzen-lage-der-pressefreiheit-hat-sich-in-europa-verschlechtert-a-1263418.html
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Nao

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Re: ZENSUR im Netz und anderswo
« Antwort #202 am: 09:23:11 Fr. 19.April 2019 »
China:
Zitat
Es gibt auch eine 996.ICU-Webseite, die aber nicht die Zensur, sondern die kritisierten Konzerne wie Tencent oder Xiaomi selber blocken. Ihre Browser zeigen sie mit dem Hinweis auf „illegale Informationen“ gar nicht erst an. „So müssen diese 996-Entwickler der 996-Unternehmen jetzt 996 arbeiten, um eine Webseite über 996 zu blocken“, kommentierte ein Internetnutzer.
https://www.moneycab.com/2019/04/18/996-protest-gegen-ausbeutung-in-china-waechst/

Zensur nicht von Staat, sondern von den Internetkonzernen selbst.
Es ist nur eine Frage der Zeit, bis es auch hier passiert.

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Re: ZENSUR im Netz und anderswo
« Antwort #203 am: 09:32:19 Fr. 19.April 2019 »
Selbstzensur ist beliebt im neoliberalen Kapitalismus, die lassen den Staat nicht mal mehr zensieren, die Konzerne wissen besser was zensiert gehört und was nicht.
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Kuddel

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Re: ZENSUR im Netz und anderswo
« Antwort #204 am: 08:40:36 Fr. 24.Mai 2019 »
Zitat
Wikileaks-Gründer Assange drohen mit der neuen Anklage bis zu 175 Jahre Haft. Trump erkläre dem Journalismus damit den Krieg, sagt Whistleblower Edward Snowden.
https://www.sueddeutsche.de/politik/assange-wikileaks-trump-snowden-1.4460891

Kuddel

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Re: ZENSUR im Netz und anderswo
« Antwort #205 am: 11:04:57 Di. 28.Mai 2019 »
Zitat
Der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbands, Überall, hat sich schockiert gezeigt über die Kritik von CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer an Meinungsäußerungen im Internet vor der Europawahl. Das sei eine schlechte Idee gewesen, sagte Überall dem Dlf. Ihre Versuche zurückzurudern, bezeichnete er als missverständlich.

Sie sei offensichtlich so aufgebracht über das Video des Youtubers Rezo gewesen, „dass sie sogar daran denkt, die Meinungsfreiheit in Frage zu stellen“, sagte Überall dem Deutschlandfunk. Meinungsfreiheit sei wie die Pressefreiheit ein Grundrecht.
https://www.deutschlandfunk.de/deutscher-journalisten-verband-schockiert-ueber-kramp.1939.de.html?drn:news_id=1011734

Kuddel

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Re: ZENSUR im Netz und anderswo
« Antwort #206 am: 11:13:35 Fr. 07.Juni 2019 »
Zitat
Die australische Bundespolizei überfällt den öffentlich-rechtlichen Rundfunk ABC: Wegen einer Sendung über australische Kriegsverbrechen in Afghanistan
http://www.labournet.de/?p=149938

Nikita

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Re: ZENSUR im Netz und anderswo
« Antwort #207 am: 23:22:25 Fr. 12.Juli 2019 »
Zur Zeit schlägt die Löschung des Nuovision TV Kanals hohe Wellen. Ohne Vorwarnung oder Angabe konkreter Gründe hat YouTube den Kanal komplett gelöscht.

https://nuoviso.tv/home/nuoviso-news/youtube-kanal-geloescht/

https://deutsch.rt.com/inland/90134-nuovisotv-geloscht-kurzinterview-mit-frank-hofer/

Solidaritätsvideo:
https://youtu.be/QgrPPnmaRSA

Der neue Kanal von Nuovision TV:
https://youtu.be/MXFdP74UL0c

Kuddel

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Re: ZENSUR im Netz und anderswo
« Antwort #208 am: 18:13:47 So. 14.Juli 2019 »
Youtube gehört Google.
Bei Youtube und Google würde ich kaum noch einzelne Aktionen kritisieren wollen, ich halte die Konzerne/den Konzern selbst für ein Problem.

Auch wenn ich gegen Zensur bin, habe ich Schwierigkeiten mit Nuovision TV solidarisch zu sein.

Zitat
Thematischer Schwerpunkt sind Verschwörungstheorien, esoterische Themen, rechtspopulistische Themen und ihre Exponenten:

    Inschutznahme und befürwortende Darstellung von Ansichten des ehemaligen Lehrers und aktuellen Internetaktivisten sowie Holocaustleugners Nikolai Nerling. Nerling vertritt als "Der Volkslehrer" auf seinem YouTube-Kanal rechtsgerichtete Staatsverweigererideologien sowie antisemitische Ansichten. Er besuchte mit Videobegleitung öffentliche Veranstaltungen mit prominenten Politikern und störte dort mit fremdenfeindlichen Zwischenrufen. Die Störung der Schweigeminute einer Trauerveranstaltung für im Mittelmeer ertrunkene Geflüchtete beim evangelischen Kirchentag brachte ihm ein RT Deutsch-Interview mit Jasmin Kosubek ein, das den heroischen Titel „Der Mann der das Schweigen brach“ trägt.

In der Vergangenheit positionierte sich das Projekt Nuoviso als Verbreiter von Ansichten zu einer behaupteten Klimalüge, nach der es entweder keinen globalen Anstieg der Temperatur der Erde (Erdboden, Ozeane, untere Atmosphäre) gebe oder - falls dies zugestanden wird - der Mensch keinen ursächlichen Einfluss auf das Klima hätte.

Im November 2017 kündigte Nuoviso einen Auftritt des Kabarettisten Uwe Steimle bei Nuoviso an. Steimle stand zunächst der Partei Die Linke nahe und wurde von dieser Partei 2009 in die Bundesversammlung gewählt. Später zeigte er mehrfach Sympathien für die rechtsoffene Pegida Bewegung. Er trat im öffentlich-rechtlichen Fernsehen 2016 mit einem T-Shirt des rechtspopulistischen Compact Magazin von Jürgen Elsässer auf. Compact betreibt Unterstützung für die rechtskonservative Partei AfD.
https://www.psiram.com/de/index.php/NuoViso


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Re: ZENSUR im Netz und anderswo
« Antwort #209 am: 12:34:15 Di. 16.Juli 2019 »
Zitat
YouTube löscht den Kanal von NuoViso und zeigt damit, wie problematisch das Monopol der Social-Media-Konzerne ist
...

HTML5: https://www.nachdenkseiten.de/upload/podcast/190715_YouTube_loescht_den_Kanal_von_NuoViso_NDS.mp3
Quelle: NDS

Ist super engerichtet dieses Zensurding, am Ende wird ohne greifbar Schuldigen zensiert, ist doch perfekt, erinnert an unsere Groko, dort ist der Schuldige auch immer der andere, also der Andere der lachend die Langnase machen kann.
Und im Fahrwasser von vernachlässigbar zensiertem wie NuoViso sind dann halt auch Seiten wie indymedia mal weg, ich weiß, Indymedia sollte hier nur als Bsp. dienen.
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