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Über Blüten und Bienen

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Eivisskat:
Sterben Bienen aus?

Ohne die Arbeit der Bienen ist die Lebensmittelversorgung der Menschheit gefährdet.

Bienen bestäuben mit Bienenfleiß unsere Pflanzen und organisieren damit etwa ein Drittel der Nahrung für Menschen. In den USA ist seit 2007 mehr als ein Drittel aller Bienenvölker weggestorben.

Wahrscheinliche Ursache
US-Lebensmittelproduzenten haben erkannt, dass die Bienen zu langsam bestäuben. Deshalb hat die industrielle Landwirtschaft Windmaschinen aufgestellt.

Motto: unsere Maschinen sind schneller und effizienter als die vielen langsamen Bienen. Ventilatoren sollen als Bestäubungsmaschinen die lahmen Bienen ersetzen. Menschen versuchen, den Bienen Beine zu machen.

Und weil das nicht so richtig funktioniert, werden Bienenvölker mit Antibiotika abgesprüht, damit sie nicht plötzlich schlapp machen. Bienenköniginnen werden unter Betäubung zwangsbesamt.

Es ist inzwischen billiger, Bienenvölker im Winter verhungern als sie überwintern zu lassen. Dafür werden dann im nächsten Frühjahr neue Bienen gekauft. Diese Methode spart Geld, selbst wenn die Bienen aus anderen Kontinenten eingeflogen werden müssen.

Und wie reagieren die Bienen auf diese "Rationalisierung" durch Menschen? Jedem zweiten US-Imker sind in den letzten 12 Monaten bis zu 80 Prozent seiner Bienen weggestorben. Die Bienen sagen uns Audieu, weil Menschen unter Gewinn hauptsächlich Tempo, Tempo und Geld, Geld verstehen.

Welch ein Verlust dieser "Gewinn" letztlich ist, werden wir bald spüren. Bienenforscher geben für Deutschland "Entwarnung". Hier zu Lande seien 2007 "nur 10 Prozent der Bienen" gestorben. Doch jeder kann ausrechnen, was diese Entwicklung in 10 Jahren heißen kann.

Albert Einstein hat die jetzige Situation kommen sehen und drastisch prognostiziert: "Wenn die Biene von der Erde verschwindet, dann hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben; keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, keine Menschen mehr ..."

Quelle:
TAZ | 13.06.2007
Sonnenseite 2007
+ 21.06.2007 +

Pestizide und Genpflanzen auf den Feldern tragen ebenfalls in einem hohen Maß zur Immunschwäche, Krankheiten und Tod der Bienenvölker bei.

LG

Kuddel:
Bei uns im Garten gibt's keine Bienen mehr. Wirklich keine einzige in diesem Jahr gesehen. Nur Hummeln.

Letzt mit einem Imker gesprochen. Der sagt, es ist wohl noch schlimmer als bekannt. Der Imkerverband ist bereits stark geschrumpft. Die haben absolute Nachwuchsprobleme. Die gehen davon aus, daß der Verband implodieren würde, käme die Wahrheit über die Situation heraus.

Er hat von 11 Völkern nur eines über den Winter gebracht. Er sagt, ohne die Hilfe der Imker gäbe es hier keine Bienen mehr.

Er hat die Theorie, daß es nicht allein Folge der Umweltverschmutzung ist, sondern (auch) andere von Menschen gemachte Ursachen hat. Zum Einen: Eingeschleppte Parasiten, die hier nicht vorkamen.
Zum Anderen: Der Einsatz neuer Bienenarten. Die ursprünglich in Deutschland lebende Bienensorte gibt es hier nicht mehr. Man hat schon vor Über 100 Jahren angefangen mit anderen Bienenvölkern zu arbeiten.
Ein zusätzliches Problem seien die Züchtungen. Man hat sie nicht nur auf Ertrag gezüchtet sondern auch auf Freundlichkeit (nicht stechen!). Die sind jetzt völlig wehrlos und lassen sich verteidigungslos von Wespen abschlachten.

Pinnswin:

--- Zitat ---... Ventilatoren sollen als Bestäubungsmaschinen die lahmen Bienen ersetzen. Menschen versuchen, den Bienen Beine zu machen...
--- Ende Zitat ---

Den Bienen Beine zu machen - grinzbrait!!! ... wer schreibt denn so ´ne scheiBe?
Die Amis waren schon immer leicht überkandiedelt, wobei ich der ----- Presse auch nicht immer glauben mag.
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Bienen bestäuben doch viel Effektiver und Gründlicher, der Wind ist nur ein "Zusatz" der Natur. Das dürfe auch dem hornigsten Rookie bekannt sein, das Bienen fleißiger sind, grade dem. Auch, das Antibiotika in der Lebensmittel - Industrie eine kontra-produktive Wirkung hat, ist in der gewinnproduzierenden Landwirtschaft inzwischen weitestgehends bekannt.

Es entsprcht der Natur, das Bienen im Winter verhungern, nur die Königin überlebt. Wespen etc. das gleiche.

Was den menschlich gezüchteten Bienenvölker wirklich Probleme macht, ist ihre "Weichheit", ihre weggezüchtete Härte. Schmusebienen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Bienenkrankheit

Vor allem die Varroamilbe (wurde netterweise eingeschleppt) macht alles platt, was nich bei 3 aufm Baum iss. Wilde Bienenvölker (sterben aus, weil sie durch die menschlich Verzüchteten verdrängt werden) können sich wappnen, sogar Abwehrmechanismen erlernen, gezüchtete nicht. Sag ich jetzt einfach mal, weil ich keine Lust auf LINK-Suche hab, es muss mir keiner Glauben schenken.

Bienen werden aber auch oftmals überbewertet die erwähnte Hummel, sowie Fruchtfliege, Hornisse, Wespe und anderes Insekten-Geschmeiß übernimmt die Aufgabe der "gezüchteten" Bienen auch gerne.

Lg   :] und laßt die Wilden Bienen leben!
´

Eivisskat:
Honig ist nicht vor Gentechnik geschützt
Bayrischer Verwaltungsgerichtshof erlaubt weiterhin MON 810 in Honig
 
Honig soll nun doch nicht gegen die Verunreinigung durch Pollen von genetisch verändertem Mais MON 810 geschützt sein. Der Verwaltungsgerichtshof München bestätigt zwar, dass Lebensmittel, die MON 810 enthalten, nicht zugelassen sind. Zugleich ist er aber der Auffassung, dass dies für Honig nicht gilt.

Imkermeister Radetzki vom Bündnis der Imker: "Warum sollen Honigkunden die Verunreinigung von Honig hinnehmen, obwohl weder eine spezielle Risikoprüfung durchgeführt wurde, noch eine entspechende Zulassung vorliegt?
 Konzerne wie Monsanto werden das als Freibrief auffassen, ihre risikoreichen Produkte ohne Rücksicht auf die gentechnikfreie Landwirtschaft in Verkehr zu bringen." Gerade erst hatte die Bundesregierung bestätigt, dass sie tatsächlich Risiken beim Anbau von gentechnisch verändertem Mais sieht.

 
  Honigbienen und Berufsimker gefährdet
Neues Gentechnik-Gesetz bremst Naturschutz aus – Positionspapier vorgestellt

Der NABU und der Deutsche Berufs- und Erwerbsimkerbund (DBIB) haben sich für einen sofortigen Anbaustopp des Gen-Maises „MON 810“ sowie ein generelles Anbauverbot von Gen-Pflanzen in Schutzgebieten ausgesprochen.
Nach wie vor steht der kommerziell angebaute Gen-Mais in Schutzgebieten unter anderem in Brandenburg und Sachsen und gefährdet dort Bienen und Schmetterlinge, kritisieren die beiden Verbände in einem am Dienstag in Berlin vorgestellten Positionspapier.
NABU und DBIB fordern ferner eine unabhängige Risiko-Forschung beim Anbau genmanipulierter Pflanzen sowie klare Abstands- und Haftungsregelungen für Gen-Bauern.
   
   Honigbienen sind in ihrer wichtigen Funktion als Bestäuber von dem toxischen Bt-Mais akut bedroht.
 
„Solange die ökologischen Risiken und die Gefahren für Bienen und andere Tiere nicht vollständig ausgeräumt werden können, muss auf den Anbau von Bt-Mais verzichtet werden. Es kann vor allem nicht sein, dass der Osten Deutschlands mit seinen ausgedehnten landwirtschaftlichen Flächen und seinen zahlreichen Naturschutzgebieten unter dem Motto ‚Es wird schon gut gehen’ unkontrolliert und großflächig mit Gen-Äckern überzogen wird“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.

Der genmanipulierte Mais erzeugt permanent und in allen Pflanzenteilen ein Insektizid, das mit dem Pollenflug verbreitet sowie in den Boden abgegeben wird und dort überdauern kann.

Vor allem Honigbienen in ihrer wichtigen Funktion als Bestäuber sind von dem toxischen Bt-Mais akut bedroht.

Anlass zur Sorge bietet das Bienensterben in den USA – mit insgesamt 54,6 Millionen Hektar Hauptanbauland der Gentechnik. Dort sind im vergangenen Jahr über 60 Prozent der Bienenvölker gestorben.

 „Unsere Völker sind bereits durch Pollenmangel, Parasiten und den vielfältigen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in einer schwierigen Situation.
Das im Mais enthaltene Insektengift wird zu einem weiteren negativen Faktor für die Bienen werden. Unser Honig ist ein Premiumprodukt und wird gerade von den gesundheitsbewussten Kunden geschätzt, die Gentechnik in Lebensmitteln vehement ablehnen. Mit geschwächten Bienen und verunsicherten Kunden gibt es keine Zukunft für Berufsimker in Deutschland“, sagte DBIB-Vorstandsmitglied Walter Haefeker.

Noch vor der Sommerpause will das Kabinett das neue Gentechnikgesetz verabschieden.
Es sieht vor, dass künftig die Lage von Gen-Äckern nicht mehr genau angegeben werden muss.
Somit wissen auch die zuständigen Behörden, Naturschützer und Imker vor Ort nicht mehr, wo der Gen-Mais steht.
 Darüber hinaus fehlt ein Konzept, um ökologische Risiken beim Genpflanzenanbau und in der Genpflanzenforschung zu erkennen. Weder Abstandsregelungen zu Schutzgebieten noch ein Anbauverbot in Schutzgebieten selbst werden festgeschrieben.

Der Schutz der Imker vor Kontaminationen bleibt in dem Gesetzentwurf unberücksichtigt.
 Da Bienen kilometerweit fliegen, greifen die bestehenden Vorschläge zur Koexistenz von herkömmlich wirtschaftenden Bauern und Gen-Bauern nicht.

 Mit dem Gesetz wird der schleichenden Verunreinigung von Saatgut, Natur und Landschaft Tür und Tor geöffnet.
 
 Gentechnik und Naturschutz, Positionspapier vom 19. Juni 2007

 http://www.nabu.de/m06/m06_11/06731.html

Eivisskat:
Haltung der Zulassungsstelle zu MON863 ist fahrlässig

Trotz erheblicher Sicherheitsbedenken von EU-Mitgliedsstaaten und unabhängigen Wissenschaftlern hat die europäische Zulassungsstelle (EFSA) den Gen-Mais MON863 für ""sicher"" erklärt.
 Die Behörde sieht keine Veranlassung, unabhängige Untersuchungen durchführen zu lassen. Heute tagt der EU-Umweltministerrates in Luxembourg, um über den Gen-Mais zu beraten. Er hatte keine Zeit den EFSA-Bericht zu prüfen.

 Das macht deutlich, dass Verbraucher in der EU keinen Schutz vor gefährlichen Gen-Pflanzen genießen.

Die Entscheidung der EFSA kann nur als unverantwortlich bezeichnet werden. Denn im März 2007 haben französische Wissenschaftler eine Studie vorgelegt, nach der ein konkreter Verdacht für gesundheitliche Risiken durch MON863 besteht. Die Wissenschaftler werteten herstellereigene Daten aus Fütterungsversuchen mit Ratten aus und kamen zu dem Schluss, dass der Gen-Mais gefährlich sein kann. Unter anderem gibt es einen konkreten Verdacht auf die Schädigung von Leber und Nieren.

""Die Zulassungsstelle handelt fahrlässig, da sie konkreten Hinweisen auf mögliche gesundheitliche Risiken durch Gen-Mais nicht nachgeht"", sagt Christoph Then, Gentechnik-Experte von Greenpeace.

""Der Schutz der Verbraucher steht in der EU hinter den wirtschaftlichen Interessen der Gen-Konzerne. Seit ihrer Gründung hat die EFSA immer die Position der Industrie vertreten. Die Behörde verlässt sich meist komplett auf die Angaben der Industrie und hat in vielen Fällen sogar konkrete Bedenken von Experten verschiedener EU-Regierungen ignoriert.""

EU muss Verbraucher vor Gen-Pflanzen schützen

Bei Abstimmungen über Empfehlungen der EFSA wurde noch nie eine ausreichende Mehrheit unter den EU-Mitgliedsländern erreicht, um Gen-Saatgut auf dem europäischen Markt zuzulassen.

Nur durch das Votum der EU-Kommission gelangten Produkte aus Gen-Mais und Gen-Raps in die EU.
Aber auch die Kommission hatte bereits im April 2006 höhere Standards von der EFSA gefordert. Unter anderem hatte sie wiederholt Langzeituntersuchungen gefordert, allerdings ist bisher noch nichts Konkretes passiert.

Um die Verbraucher zu schützen, muss die EU-Kommission den Anbau und die Zulassung von genmanipulierten Pflanzen in der EU stoppen. Zusätzlich muss die Arbeit der EFSA radikal reformiert werden. Wir brauchen mehr unabhängige Untersuchungen von gentechnisch veränderten Pflanzen.

Greenpeace-Aktivisten forderten vor Ort die EU-Umweltminister auf, bei ihrem Treffen eine Initiative Österreichs zu unterstützen und höhere Standards für die Risikobewertung von Gen-Saatgut einzuführen. Die Umweltminister haben so die Chance Verantwortung für ihre Bürger zu übernehmen und die gesetzlich vorgeschriebene Vorsorgepflicht in die Praxis umzusetzen.

http://www.greenpeace.de/themen/gentechnik/nachrichten/artikel/eu_ignoriert_moegliche_risiken_durch_gen_mais/    28.06.07

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