Autor Thema: Biotreibstoffe sind nicht immer umweltfreundlicher  (Gelesen 40584 mal)

Eivisskat

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Re:Biotreibstoffe sind nicht immer umweltfreundlicher
« Antwort #30 am: 08:10:16 Mi. 09.März 2011 »
                                                       


Zitat
Agrotreibstoffe sind weder fair noch ökologisch und verstärken das Hungerproblem weltweit

Zur aktuellen E10-Diskussion: Flugschrift der Aktion 3.Welt Saar führt in die Diskussion ein

"Der Treibstoff E10 ist weder sonderlich ökologisch noch C0² neutral. Im Gegenteil, weltweit heizt er den Run auf fruchtbares Ackerland an und verschärft das Hungerproblem." So kommentiert Ingrid Röder von der Aktion 3.Welt Saar die aktuelle E10 Diskussion. Sie ist Autorin der von der Aktion 3.Welt Saar publizierten Flugschrift "Agrotreibstoffe weder öko noch fair - Warum Energie dezentral produziert werden soll". Die vierseitige Publikation bietet eine knappe Einführung in die Thematik und eignet sich zum Einsatz in der (außer-) schulischen Bildungsarbeit.
 
"Heute wird in der 3. Welt bestes Ackerland für den Energiehunger in der 1. Welt in Beschlag genommen.

Die Euphorie um die Energiepflanzen wird begleitet von einem "Weiter so" anstatt Schritte zu einem Umdenken in Richtung Energiesparen und kleineren Autos einzuleiten", so Ingrid Röder


http://www.scharf-links.de/ vom 07.03.2011


weiter: http://www.a3wsaar.de/fileadmin/A3WSaar/flugschrift/Flugschrift2_Agrotreibstoffe.pdf

amla_d_477

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Re:Biotreibstoffe sind nicht immer umweltfreundlicher
« Antwort #31 am: 12:59:55 Mi. 09.März 2011 »
Mich würde ja mal interessieren, wen kann ich für Schäden an meinem Auto haftbar machen, wenn ich genötigt werde E10 zu tanken?

Pinnswin

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Re:Biotreibstoffe sind nicht immer umweltfreundlicher
« Antwort #32 am: 19:42:36 Mi. 09.März 2011 »
Mich würde ja mal interessieren, wen kann ich für Schäden an meinem Auto haftbar machen,
wenn ich genötigt werde E10 zu tanken?
Dich selbst?/! Bzw.:
 DEN STEUERZAHLER
- der "-" eh alles finanziert, ob er will, oder nich ´..........
Das Ende Der Welt brach Anno Domini 1420 doch nicht herein.
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Eivisskat

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Re:Biotreibstoffe sind nicht immer umweltfreundlicher
« Antwort #33 am: 13:49:08 Do. 10.März 2011 »
Was für ein ensetzlicher Hühnerhaufen von Politikern, Behörden und anderen Verrückten, denen wir ausgeliefert sind...

Zitat
Schleswig-Holsteins Polizei darf kein E10 tanken

Das Landespolizeiamt in Schleswig-Holstein hat die Anweisung gegeben, Dienstwagen nicht mit E10 zu betanken. Die Angst vor Schäden ist zu groß.

 ;D ::)

Efeu

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Re:Biotreibstoffe sind nicht immer umweltfreundlicher
« Antwort #34 am: 17:36:23 Do. 10.März 2011 »
An dem Zeuch is doch rein gar nix Bio. Manchmal hab ich den Eindruck, alles was schei*e ist wird "Bio" oder "Öko" genannt, um dem ganzen Begriff einen schlechten Anstrich zu verpassen...

Ziggy

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Re:Biotreibstoffe sind nicht immer umweltfreundlicher
« Antwort #35 am: 09:34:04 Fr. 11.März 2011 »
Ich kann nur jedem raten, der auf E5 bzw. S-Plus angewiesen ist, JETZT vollzutanken. Ab nächste Woche wird das Zeug künstlich verknappt.
Um seine Liebe zu beweisen, erklomm er die höchsten Berge, durchschwamm die tiefsten Meere und zog durch die weitesten Wüsten. Doch sie verließ ihn – weil er nie zu Hause war.

Alex22

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Re:Biotreibstoffe sind nicht immer umweltfreundlicher
« Antwort #36 am: 19:22:06 Fr. 11.März 2011 »
Zitat
CDU

"Keine Experimente!"

genau, darum Kein E 10
 ;D

Ziggy

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Re:Biotreibstoffe sind nicht immer umweltfreundlicher
« Antwort #37 am: 20:42:44 Fr. 11.März 2011 »
Und wieder wird die Realität den Traum besiegen: Sie werden E10 durchdrücken. Ohne Rücksicht auf Verluste.
Um seine Liebe zu beweisen, erklomm er die höchsten Berge, durchschwamm die tiefsten Meere und zog durch die weitesten Wüsten. Doch sie verließ ihn – weil er nie zu Hause war.

Eivisskat

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Re:Biotreibstoffe sind nicht immer umweltfreundlicher
« Antwort #38 am: 20:55:10 Fr. 11.März 2011 »
Zitat
Wie viel Hungernde auf 100 km „verbraucht“ ihr Auto? - DIE LINKE.Gütersloh: E10 – nachwachsender Zynismus!

Es gibt ja nicht viel, das unsere Landsleute in Wallung bringt. Leiharbeit, Hungerlöhne, Armut, Atomkraft, Krieg; leider nur für wenige ein Grund zum Widerstand.  Aber wehe, es geht um „der Deutschen liebstes Kind“, das Auto. Das macht selbst den letzten Sofahocker „mobil“. Dabei ist der eigentliche Skandal gar nicht die mögliche Gefährdung der Motoren durch den neuen Treibstoff.

„Die Lebensmittel-Preise auf dem Weltmarkt sind auf den höchsten Stand ihrer Geschichte geklettert. Schon jetzt hungern mehr als 1.000.000.000 Menschen. Jede Sekunde stirbt ein Mensch an den Folgen von Unterernährung. Nicht nur Missernten und Spekulationsgeschäfte tragen dazu bei, sondern auch der Biosprit,“ stellt Uschi Kappeler, Sprecherin des Kreisverbandes DIE LINKE fest.

Ein weiterer Grund für die wachsende Zahl hungernder Menschen sind die Futtermittelimporte. Etwa die Hälfte der in die EU importierten Futtermittel kommt aus den Ländern der Dritten Welt . Das führt nicht nur zu einer ökologischen Katastrophe durch den massiven Ausbau exportorientierter Monokulturen, sondern auch zur Vertreibung Zehntausender von Kleinbauern und zum Rückgang der Produktion von Lebensmitteln für die heimische Bevölkerung.

„Massentierhaltung, Tiertransporte, Großschlachthöfe und die großindustrielle Fleischproduktion sind also grundsätzlich in Frage gestellt.“ so Michael Pusch, Sprecher des Kreisverbandes.  „Das allerdings hätte weitreichende Folgen, für den Kreis Gütersloh, aber für Versmold im Besonderen. Wir stellen schmerzhaft fest: Nicht nur unser Auto, auch das tägliche Stück Fleisch und Zehntausende Arbeitsplätze sind bedroht. Und das zu Recht!“

Ein Ausbau der regionalen Versorgung mit ökologisch erzeugten Lebensmitteln ist der einzig gangbare Weg. Das allerdings hat seinen Preis. Wenn die Beschäftigten in Landwirtschaft, Nahrungsmittelbranche und Handel gut verdienen sollen, müssen die Menschen für gute Nahrung bezahlen können.

Folgerichtig ist also die Forderung nach einem ausreichenden Mindestlohn, nach real steigenden Renten und der sofortigen Erhöhung der Hartz-Regelsätze auf mindestens 500,- €. Ökologischen Umbau und soziale Gerechtigkeit gibt es nur im Doppelpack! Das haben Grüne und SPD leider noch nicht ganz begriffen!


Von Uschi Kappeler Sprecherin DIE LINKE. Kreisverband Gütersloh Michael Pusch, Sprecher DIE LINKE. Kreisverband Gütersloh


http://www.scharf-links.de/ vom 10.03.2011


Ziggy

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Re:Biotreibstoffe sind nicht immer umweltfreundlicher
« Antwort #39 am: 21:23:04 Fr. 11.März 2011 »
Ich behaupte jetzt mal, daß dem deutschen Durchschnittsautofahrer alles Öko scheißegal ist, wenn's um sein Auto geht. Warum wehrt er sich also gegen E10? Aus folgenden Gründen:

a) weniger Leistung
b) höherer Verbrauch
c) schnellerer Verschleiß des Motors
d) häufigere Ölwechsel

Das und nichts anderes sind die Gründe des deutschen Autofahrers, E10 abzulehnen. Hätte der "neue" Kraftstoff motorfreundlichere Eigenschaften, könnte der noch so ne negative Öko-Bilanz aufweisen, 's wär scheißegal.
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Eivisskat

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Re:Biotreibstoffe sind nicht immer umweltfreundlicher
« Antwort #40 am: 21:32:54 Fr. 11.März 2011 »
Da hast du völlig recht und ich finde das entsetzlich, denn es geht ja nicht nur um öko, sondern um die Vernichtung von Ackerflächen & Lebensmittelanbau weltweit, was viiiel schlimmer ist.

Durch die Monokulturen z.B. hier im Norden, sind die Landwirte bereits jetzt nicht mehr in der Lage, auch nur die regionale Bevölkerung zu ernähren, was eigentlich ihre Aufgabe ist, sollte es - warum auch immer, das kann ganz schnell gehen - zu einem Versorgungsausfall der Supermärkte & Discounter kommen.

Aber Hauptsache die Autos rollen möglichst günstig...

Pinnswin

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Re:Biotreibstoffe sind nicht immer umweltfreundlicher
« Antwort #41 am: 08:43:39 So. 13.März 2011 »
Wer verdient daran?
http://www.presseportal.de/pm/58964/1751418/neue_osnabruecker_zeitung/rss
Zitat
....Wer verdient sich an solchen Preisen für Benzin und Diesel eine goldene Nase?
Da fallen zuerst die Namen der Ölmultis, deren Bilanzen in den letzten Monaten wieder
deutlich an Glanz gewonnen haben. Trotz angeblich horrender Förderkosten und teurer
Transportwege bleibt noch viel Geld auf ihren Konten übrig. Die Tankstellenpächter
sehen nur eine geringe Marge, ihnen spülen Dienstleistungen und der Verkauf des
berühmten Dreiers Zigaretten, Sixpack und Chips Geld in die Kasse.
Am meisten langt der Staat zu. Pro Liter Super allein 50 Cent Mineralölsteuer, 15 Cent
Ökosteuer und auf alles noch die Mehrwertsteuer - macht gut 90 Cent. Der Finanzminister
freut sich. Er könnte an der Preisschraube drehen, denkt aber angesichts leerer
Staatskassen verständlicherweise nicht im Traum daran........

... und in welchem Ausguss verschwindet das Geld, wer profitiert ...
http://bund.offenerhaushalt.de/
... und wo kommt es niemals an?


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Kuddel

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Re:Biotreibstoffe sind nicht immer umweltfreundlicher
« Antwort #42 am: 19:34:40 Mo. 14.März 2011 »
Zitat
Die Welternährungsorganisation FAO fordert die Industriestaaten angesichts einer drohenden Lebensmittelkrise dazu auf, ihre Pläne zu Bio-Kraftstoffen zu überdenken. Länder in Nordafrika und dem nahen Osten decken sich derweil mit großen Mengen Getreide ein. Es bestehe die Gefahr, dass Grundnahrungsmittel wie Mais oder Weizen knapp würden, sagte der Chef der UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation, Jacques Diouf. „Mehr erneuerbare Energien zu nutzen bedeutet nicht, dass man mehr Bio-Treibstoffe herstellen muss.“
http://www.fr-online.de/wirtschaft/fao-warnt-vor-lebensmittelkrise/-/1472780/8155524/-/index.html

Kuddel

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Re:Biotreibstoffe sind nicht immer umweltfreundlicher
« Antwort #43 am: 14:18:21 So. 20.März 2011 »
Zitat
Die Rückabwicklung des Biosprits steht bevor: Der Automobilclub ADAC stellt sich öffentlich gegen E10 und fordert, dass normales Super wieder angeboten werden müsse. Eine Reform verpufft.
http://www.fr-online.de/wirtschaft/-todesstoss--fuer-e10---adac-droht-mit-klage/-/1472780/8243718/-/index.html

 ;D ;D ;D

Eivisskat

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Re:Biotreibstoffe sind nicht immer umweltfreundlicher
« Antwort #44 am: 16:51:31 So. 20.März 2011 »
Der ADAC kommt in diesem Land ja noch VOR der Regierung und wenn der nun sagt, E10 ist Scheisse, dann können die Mineralöl-Piraten besser einpacken.

Die 1000de Argumente der Umwelt- und Menschenschützer sind ein Dreck dagegen... ::)

Nun kommt der "Bio"-Sprit dann garantiert in einer anderen Verpackung und alle werden den am Ende doch tanken, hauptsache vom Auto-Club abgesegnet.

Meine Güte!

 :-X