Autor Thema: Kritiker des Marxismus  (Gelesen 16718 mal)

Nestor

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Kritiker des Marxismus
« am: 22:34:15 Fr. 06.Juli 2007 »
Von den Anarchisten wird Marx ja bekanntlich gerne verspottet - "Bismarxismus".

Auch ich selbst zweifle an der marxistischen Theorie;
Man solle den Staat zuerst übernehmen, dann eine "Diktatur (im Namen) des Proletariats" zur Befreiung errichten, damit dieser Staat dann letztenendes von selbst "abstirbt"?! (hahaha)


Hier habe ich gute Marx-Kritiken gefunden:

http://www.anarchismus.at/txt4/marx.htm
http://www.anarchismus.at/txt2/rocker5.htm

http://www.anarchismus.at/txt5/bakuninmarxismus.htm
http://www.anarchismus.at/txt5/rezension37.htm
http://www.anarchismus.at/txt1/muehsam4.htm

http://mpunkt.blogsport.de/images/GegenStandpunktGSP2_98_KritikKommunistischesManifest.pdf
http://www.fau.org/texte/historie/art_050114-092937


"Der blinde Glaube so vieler Sozialisten, daß mit der Verstaatlichung der Wirtschaft die soziale Frage gelöst werden könnte, beruht auf einer vollständigen Verkennung der Aufgabe, die dem Sozialismus gestellt ist. Die wirtschaftlichen Vorgänge in den sogenannten totalen Staaten und besonders der Anschauungsunterricht, den uns die "proletarische Diktatur" in Rußland gegeben hat, haben uns allzu deutlich gezeigt, daß die Verstaatlichung des ökonomischen Lebens Hand in Hand mit einer völligen Verleugnung aller persönlichen Rechte und Freiheiten geht, ja, gehen muß, da sie einer bürokratisch gegliederten Hierarchie zur Macht verhilft, deren Einfluß als herrschende Klasse dem werktätigen Volke nicht minder verderblich ist wie die Rolle der besitzenden Schichten in den kapitalistischen Staaten, ja diese in ihren geistigen, physischen und moralischen Auswirkungen noch bei weitem übertrifft. Die wirtschaftliche Gleichheit des Gefängnisses oder der Kaserne ist sicher kein geeignetes Vorbild für eine höhere soziale Kultur der Zukunft. Auch in dieser Beziehung bewährte sich Proudhon als Prophet, wenn er voraussagte, daß eine Vereinigung des Sozialismus mit dem Absolutismus zur größten Tyrannei aller Zeiten führen müsse."
(Rudolf Rocker)

"Hier wird Bakunin nicht gegen, sondern eigentlich für Marx erklärlich. Marx und Engels, die beiden eitlen Gockel, haben schon vorzeitig, auf dem "Misthaufen der Geschichte", ihre Endlagerungsgrube gescharrt. Zu den Verbiegungen von Marx hielt Johann Most in Marxereien und Eseleien fest: "Nichts wäre aber ein größerer Irrtum, als die etwaige Annahme, daß die Ära der Irrtümer heutzutage abgeschlossen sei."

"Und mit welchen Mitteln droschen sie (Marx/Engels, d.A.) auf ihn (Stirner, d.A.) ein! Kein noch so mieses Register der Denunzierung, der Verfälschung, des Lächerlich-Machens und in den Dreck-Ziehens, das die beiden erhabenen Begründer des 'wissenschaftlichen Sozialismus' nicht gezogen hätten, um auf über 300 Druckseiten eine Handvoll Totschlagargumente zu variieren"

"Er (Marx) liebt Regierungen so sehr, daß er sogar in der Internationalen Arbeiter-Assoziation eine einzusetzen wünschte; und er betet die Macht so sehr an, daß er uns seine Diktatur aufzwingen wollte und dies noch immer zu tun wünscht."

"Aber wer immer Staat sagt, meint damit notwendigerweise einen besonderen begrenzten Staat, der zweifelsohne, sofern er sehr groß ist, viele verschiedene Völker und Länder einschließt, aber noch sehr viele mehr ausschließen wird. Denn, wenn er nicht, wie Napoleon oder Karl V., von einem Universalstaat oder, wie das Papsttum, von einer Universalkirche träumt, so wird Marx, allem internationalen Ehrgeiz zum Trotz, der ihn heute verzehrt, am Tage, wenn die Stunde der Verwirklichung seiner Träume schlägt - sofern sie überhaupt schlägt -, sich mit der Regierung eines einzigen Staates und nicht mehrerer Staaten zugleich zufrieden geben müssen. Daraus folgt, wer immer Staat sagt, sagt ein Staat und ... bestätigt damit die Existenz mehrerer Staaten, und wer immer mehrere Staaten sagt, sagt sogleich: Konkurrenz, Neid, permanenter Krieg. Die einfachste Logik wie auch die gesamte Geschichte legen Zeugnis ab für diese Auffassung."

"Die Internationale ist die Negation des Patriotismus und folglich des Staates. Wenn Marx und seine Freunde von der Deutschen Sozialdemokratischen Partei Erfolg haben sollten bei der Einführung des Staatsprinzips in unser Programm, so würden sie dadurch die Internationale vernichten."


"Michael Bakunin ist nun über 50 Jahre tot. Die trostlosen Prophezeiungen, die er der proletarischen Revolution für den Fall hinterließ, daß die Bismärckerei Europa und die Marxerei die Arbeiterbewegung verseuche, sind in fürchterlichem Maße Wahrheit geworden."

Atheist

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Kritiker des Marxismus
« Antwort #1 am: 23:44:18 Fr. 06.Juli 2007 »
Zitat
Original von Wehrkraftzersetzer

(hahaha)

Uuouups Wehrkraft zersetzen ist Programm Ü
"Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muß man vor allem ein Schaf sein."
-- Albert Einstein --

alfred

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Kritiker des Marxismus
« Antwort #2 am: 02:57:50 Sa. 07.Juli 2007 »
Zitat
Original von Atheist
Zitat
Original von Wehrkraftzersetzer

(hahaha)

Uuouups Wehrkraft zersetzen ist Programm Ü

Was heißt 'Ü'???
To be is to do (Socrates), To do is to be (Sartre), Do be do be do (Sinatra)

gha

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Kritiker des Marxismus
« Antwort #3 am: 03:08:56 Sa. 07.Juli 2007 »
Zitat
Original von alfred
Zitat
Original von Atheist
Zitat
Original von Wehrkraftzersetzer

(hahaha)

Uuouups Wehrkraft zersetzen ist Programm Ü

Was heißt 'Ü'???
LOL LOL
Sorry, was Du, alfred, nicht weißt: Ich wurde seinerzeit in anderen Foren mächtig angemacht, weil ich Begriffe nicht kannte wie BTW, BTT usw. - wie schön zu sehen, daß Menschen, die älter sind als ich, noch weniger wissen von der "Jugendsprache"; die diese Dinge als mehr als selbstverständlich ansehen.
Nun, vielleicht kennst du auch all die Abkürzungen, magst aber "erziehen"? Ich schätze, der Zug ist abgefahren, es wird schwerlich gelingen: Ende 2006 hieß es mal, in, ich glaube Neuseeland, ist "2b or nt 2b" in Klassenarbeiten inzwischen erlaubt - zu deutsch bzw. zu englishc hieße diese SMS-Sprache übersetzt: to bee or not to be...  ;)

Nestor

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Kritiker des Marxismus
« Antwort #4 am: 21:01:27 Do. 19.Juli 2007 »
"Die Irrlehre und Wissenschaftslosigkeit des Marxismus (1920)"

http://www.fau.org/texte/historie/art_050114-092937

cosa

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Kritiker des Marxismus
« Antwort #5 am: 18:24:28 So. 22.Juli 2007 »
gibt es irgendwo den 1891 erschienenen text "irrlehren und irrwege der deutschen sozialdemokratie" von saverio merlino?

Wilddieb Stuelpner

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Kritiker des Marxismus
« Antwort #6 am: 19:10:07 So. 22.Juli 2007 »
@ Wehrkraftzersetzer

Du vergißt, daß der Staat zum Funktionieren und Organisieren einer Gesellschaft benötigt wird. Wenn Völker unterdrückt werden, dann liegt es nicht am Sinn und Zweck des Staats, sondern an den Eigentums- und Machtverhältnissen, die der Staat schützt. Ausbeuterisch und Unterdrückerisch sind die Eigentums- und Machtverhältnisse dann, wenn die soziale Mehrheit der Klassen und Schichten keinen Einfluß auf die politische, ökonomische, juristische, soziale, militärische, kulturelle und auf anderen Gebieten der Ausgestaltung durch Anwendung basisdemokratischer Mittel hat.

In Chaos versinkt eine Gesellschaft, die nach anarchischen Grundsätzen auf Staat, Eigentum und Machtausübung der größten sozialen Klasse und Schichten verzichtet und für das Hin- und Hergezerre egoistischer Bevölkerungsgruppen und -grüppchen eintritt, was einem gepflegten, langanhaltendem, sinnlosem Nachbarschaftsstreit gleichkommt..

Solange es soziale Klassen und Schichten gibt und die Arbeitsproduktivität noch nicht so weit angehoben ist, daß sie für die gesamte Gesellschaft alle Lebensbedürfnisse befriedigen kann, also immer noch das Leistungsprinzip zur Anerkennung und differenzierten Bewertung der menschlichen Arbeitsleistung gebraucht wird, solange braucht man Eigentum, Geld, die Diktatur des Proletariats unter Führung der Partei der Arbeiterklasse und eben einen Staat als ordnungspolitisches Organisations-, Regulierungs- und Kontrollinstrument. Das Primat der Machtausübung hat in den Händen der arbeitenden Bevölkerung zu liegen und nicht in den Händen weniger Privateigentümer an Produktionsmitteln wie gegenwärtig.

handkey

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  • der neue Chef wollte uns gleich gegeneinander hetzen, 14 Leute sind aufgestanden und rausgegangen, weil wir keine Sekunde für einen so unehrlichen Chef arbeiten werden.
Kritiker des Marxismus
« Antwort #7 am: 22:56:58 So. 22.Juli 2007 »
ZItat:Du vergißt, daß der Staat zum Funktionieren und Organisieren einer Gesellschaft benötigt wird...Zitat Ende

Das genau, joachimkuehnel, halte ich für den fatalen Irrtum jeder unausgereiften Freiheitsbewegung! Durch den Staat manifestieren sich die Machtverhältnisse, und kein Staat der Welt schafft sich selber ab oder "stirbt ab", sondern schafft neue Herrschaft, wo sonst Menschen, wenn sie es denn schon schaffen, ein Herrschaftssystem"wegzufegen" die Verantwortung für ihr Tun mit dem Prinzip der Delegation, unter der strikt von unten hergestellten föderalen Struktur ihr "Schicksal" in die eigenen Hände nehmen können.

Wir Menschen sind nun mal nicht in Wirklichkeit Schafe, die den "guten" wie den "bösen" Hirten brauchen, und unsere Wolle ließe ja auch zu wünschen  übrig,  wenn wir welche sein wollten...

Regierungen brauchen Menschen, Menschen brauchen keine Regierung!
Lasst uns doch mal zusammen anfangen, erwachsen zu sein.

Ausbeuterisch und unterdrückerisch werden dann auch die "neuen" Machtverhältnisse sein, wenn die Verfügungsgewalt über die Produktionsmittel NICHT dezentral bei den Produzenten selbst, sondern zentral beim Staat und den Vertretern der "Macht" sein werden- s.u.

Anarchie, und das verschweigen die Staatsbefürworter immer, ist eben NICHT Chaos, sondern selbstgeschaffene Ordnung OHNE Herrschafft, kein bedürfnisorientiertes, auf Solidarität und eigener Kraft fußendes Gesellschaftsgebilde versinkt im Chaos.
Wer herrschen will, wer Politiker werden und Macht ausüben will, der schlägt eben nicht die Abschaffung des Staates, sondern einen "neuen, besseren" Staat vor.
Ganz andere, fachlich ausgebildete Gesellschaftswissenschaftler haben nachgewiesen, daß bei wenig Arbeitszeit und unserer heutigen Produktivität die Bedürfnisse aufs Beste zufrieden gestellt werden könnten, wenn Markt- und Profit"gesetze" aus dem Spiel genommen werden.

Bis später, an dieser Stelle sehr an weiterer Diskussion interessiert,
"handkey"
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warum sollten ausgerechnet Volks- oder Arbeitervertreter
aus der Art schlagen?

Wilddieb Stuelpner

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Kritiker des Marxismus
« Antwort #8 am: 06:31:29 Mo. 23.Juli 2007 »
Zitat
Original von handkey
... Anarchie, und das verschweigen die Staatsbefürworter immer, ist eben NICHT Chaos, sondern selbstgeschaffene Ordnung OHNE Herrschafft, kein bedürfnisorientiertes, auf Solidarität und eigener Kraft fußendes Gesellschaftsgebilde versinkt im Chaos. ...

Bis später, an dieser Stelle sehr an weiterer Diskussion interessiert,
"handkey"

Klingt wie der Slogan der Spaßpartei FDP mit dem Hang zu viel Nebenjobs in Wirtschaft und Politik. Nur der Fleißige und Clevere kommt weiter. Alle anderen sind taube Nüsse und müssen nach sozialdarwinistischen Vorstellungen der FDP zu Recht zugrunde gehen.

Und genau diese Vorstellungen können mir gestohlen bleiben, weil es die rechtsradikal orientierte Möchtegern-CDU im Kleinen ist.

Atheist

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Kritiker des Marxismus
« Antwort #9 am: 09:00:46 Mo. 23.Juli 2007 »
Pah, nicht mal die wirkungsvolle Gegenwehr gegen ein Rädchen, die Hartzgesetze, kommt zustande und da forderst du die

Zitat
Original von handkey
Abschaffung des Staates

So wird ein Schuh draus:

Zitat
(…) schafft das Kapital, die Aneignung der gesamten Produktionsmittel in den Händen weniger, ab, so fällt der Staat von selbst. (…) die Abschaffung des Staats ist ohne vorherige soziale Umwälzung ein Unsinn – die Abschaffung des Kapitals ist eben die soziale Umwälzung und schließt eine Veränderung der gesamten Produktionsweise in sich.
Friedrich Engels
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-- Albert Einstein --

handkey

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Kritiker des Marxismus
« Antwort #10 am: 18:57:51 Di. 24.Juli 2007 »
Mehr als Verächtlich machen, (FDP und so), als ob Du den unterschied zwischen liberal und libertär nicht kennen würdest, mehr als durch den Kakao ziehen  und uns Anarchisten als bürgerliche, lieberale diffamieren fällt den meisten Staatskommunisten, Sozialdemokraten nicht ein. Welche Argumente habt ihr denn gegen die freiwillige Assoziation der Menschen?
Keine Macht! für Niemand!
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aus der Art schlagen?

BakuRock

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Kritiker des Marxismus
« Antwort #11 am: 01:20:59 Mi. 25.Juli 2007 »
Zitat
Original von joachimkuehnel
Zitat
Original von handkey
... Anarchie, und das verschweigen die Staatsbefürworter immer, ist eben NICHT Chaos, sondern selbstgeschaffene Ordnung OHNE Herrschafft, kein bedürfnisorientiertes, auf Solidarität und eigener Kraft fußendes Gesellschaftsgebilde versinkt im Chaos. ...

Bis später, an dieser Stelle sehr an weiterer Diskussion interessiert,
"handkey"

Klingt wie der Slogan der Spaßpartei FDP mit dem Hang zu viel Nebenjobs in Wirtschaft und Politik. Nur der Fleißige und Clevere kommt weiter. Alle anderen sind taube Nüsse und müssen nach sozialdarwinistischen Vorstellungen der FDP zu Recht zugrunde gehen.

Und genau diese Vorstellungen können mir gestohlen bleiben, weil es die rechtsradikal orientierte Möchtegern-CDU im Kleinen ist.

jo..kue... kann mich dem Gefuehl nicht entziehen, dass du die Gedanken von handkey voll falsch interpretiert hast. Schade!

Zitat
So wird ein Schuh draus:

Zitat:
Zitat
Zitat:
Original von handkey
Abschaffung des Staates

So wird ein Schuh draus:
(…) schafft das Kapital, die Aneignung der gesamten Produktionsmittel in den Händen weniger, ab, so fällt der Staat von selbst. (…) die Abschaffung des Staats ist ohne vorherige soziale Umwälzung ein Unsinn – die Abschaffung des Kapitals ist eben die soziale Umwälzung und schließt eine Veränderung der gesamten Produktionsweise in sich.
Friedrich Engels

... Aber, mit "dem Staat" (Politikern) ist die Abschaffung eines Staates (Politiker) eben gar nicht moeglich! Da genau hat der kluge Geist, Engels, seinen Denkfehler, der im Uebrigen jedem zugebilligt sein sollte.

Politiker streben nach Macht und Einfluss. Es ist der (urtuemliche) Herr im Menschen, der den Knecht knechtet! (H. Chavez sei zugesehen)

Mit zunehmender Uebernahme von Produktionsmitteln in Selbstverwaltungen der ArbeiterINNEN, verloeren Politiker zunehmend Macht...................
---
Wenn eine Idee am Anfang nicht absurd klingt, gibt es für sie keine Hoffnung. .... A. Einstein

Eigentumsfragen stellen!

Wer sind FAUistas

handkey

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Kritiker des Marxismus
« Antwort #12 am: 16:24:19 Fr. 27.Juli 2007 »
Zitat: ... Aber, mit "dem Staat" (Politikern) ist die Abschaffung eines Staates (Politiker) eben gar nicht moeglich! Da genau hat der kluge Geist, Engels, seinen Denkfehler, der im Uebrigen jedem zugebilligt sein sollte.

Politiker streben nach Macht und Einfluss. Es ist der (urtuemliche) Herr im Menschen, der den Knecht knechtet! (H. Chavez sei zugesehen)

Mit zunehmender Uebernahme von Produktionsmitteln in Selbstverwaltungen der ArbeiterINNEN, verloeren Politiker zunehmend Macht...................Zitat Ende (ich kanns irgendwie immer noch nicht weiss hervorheben)

...Danke, hätte ich jetzt gerade nicht besser auf´n Punkt bringen können!

In meiner Kollegenschaft musste ich auch erst mal erklären, daß Staat und Gesellschaft eben 2 total unterschiedliche Begriffe für unterschiedliche Gegebenheiten sind, und sogar mit "Nation" und dem hierzulande so dämlichen "Volks"begriff aufräumen. Hat man da erst mal angefangen, machen sogar die Diskussionen mit Kollegen wieder Spaß.
+ Gruß-
apropos,noch´n Gedicht von mir:

Wenn das "Volk" dem Volker folgt,
Holger oder Volkmar folgt,
folgt das "Volk" dem falschen Volker,
Holger oder Volkmar.
Folglich ist das folgend "Volk"
nicht mehr völlig vollzunehmen-
was für´n faules "Volk", wenn´s folgt!
Staubsaugervertreter verkaufen Staubsauger,
Versicherungsvertreter verkaufen Versicherungen,
warum sollten ausgerechnet Volks- oder Arbeitervertreter
aus der Art schlagen?

Atheist

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« Antwort #13 am: 16:41:57 Fr. 27.Juli 2007 »
Zitat
Original von BakuRock
H. Chavez

Das is'er.

"Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muß man vor allem ein Schaf sein."
-- Albert Einstein --

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« Antwort #14 am: 17:47:07 So. 29.Juli 2007 »
Zitat
Original von joachimkuehnel
 Ausbeuterisch und Unterdrückerisch sind die Eigentums- und Machtverhältnisse dann, wenn die soziale Mehrheit der Klassen und Schichten keinen Einfluß auf die politische, ökonomische, juristische, soziale, militärische, kulturelle und auf anderen Gebieten der Ausgestaltung durch Anwendung basisdemokratischer Mittel hat.


Bei einer "Verstaatlichung" landen die Produktionsmittel in die Hände der Partei, und NICHT in die des Volkes!

"Eigentümer" ist immer derjenige welcher darüber bestimmt, was und zu welchen Bedingungen (es) produziert wird - im Falle des StaatsSozialismus ist also die Partei der Eigentümer!