Autor Thema: Ministerien in Nordrhein-Westfalen gegen Online-Mobbing von Lehrern  (Gelesen 1782 mal)

Pinnswin

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http://www.heise.de/jobs/news/meldung/92234

Zitat
[...] Zur Kommunikation zwischen Lehrer und Schüler sieht Meidinger das Internet weniger geeignet: "Wir sind offen für Rückmeldungssysteme", erklärt der Vorsitzende des Philologenverbandes. Allerdings sollten die schulintern organisiert werden. Meidinger wendet sich auch explizit gegen das Kölner Portal Spickmich, bei dem Schüler ihre Lehrer bewerten könnten und das vor Gericht gerade einen Teilerfolg erzielen konnte. Das Bewertungsverfahren dort sei unklar, aufgrund mangelnder Kontrolle könnten einzelne Schüler ihre Lehrer problemlos in eine bundesweite "Flop-Liste" wählen. Auf dem Portal haben sich nach Angaben des Providers inzwischen über 150.000 Schüler angemeldet und über 100.000 Lehrer benotet. Dabei erreichten die Lehrkräfte die Durchschnittsnote 2,7.

Diese mangelnde Kontrolle des Schüler-Portals wollten sich Lehrer eines Gymnasiums im niedersächsichen Hemmingen zu Nutze machen. Nach einem Bericht der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung hatten sich Lehrer vielfach in dem Schüler-Portal angemeldet und ihre Kollegen so in die bundesweite "Top-Liste" des Portals gewählt. Auf Anfrage von heise online erklärten die Betreiber von Spickmich.de aber, dass diese Aktion nur begrenzten Erfolg gehabt habe. "Schüler haben uns darauf aufmerksam gemacht, dass hier etwas nicht stimmt", erklärt Unternehmenssprecher Bernd Dicks. Die Fake-Profile der Lehrer seien innerhalb eines Tages gelöscht worden. "Manche Lehrer scheinen sich der Kritik nicht stellen zu wollen", bedauert Dicks. "Die Schüler hingegen nehmen die Bewertung sehr ernst." Meidinger rät dem Portal, auf fragwürdige Bewertungskriterien oder zumindest auf "Knall-Effekte" wie bundesweite Flop-Listen zu verzichten.
Das Ende Der Welt brach Anno Domini 1420 doch nicht herein.
Obwohl vieles darauf hin deutete, das es kaeme... A. Sapkowski