Autor Thema: Auswandern für Arbeit?  (Gelesen 26749 mal)

Schraubenwelle

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Auswandern für Arbeit?
« am: 15:47:54 Di. 24.Juli 2007 »
Habt ihr hier schon mal mit dem Gedanken gespielt das Land zu verlassen um Arbeit zu bekommen ?
Irgendwie geh ich mit dem Gedanken schwanger!
Das hat nichts mit Reiselust zu tun oder Fernweh..sonder ganz alleine die Tatsache das man hier in diesem Staat nicht eine halbwegs bezahlte Arbeit bekommt.
Wenn man sich die Skandinavischen Länder anschaut und sich mal umhört..dort gibt es Arbeit.Und die ist auch noch sehr gut bezahlt ( jetzt bitte nicht den Einwand " Da ist das leben teuer").Man bekommt Arbeit von der man Leben kann und die Herachie ist dort bei weitem nicht so schlimm ausgeprägt wie hier.
Hat hier jemand schon Erfahrungen gemacht egal wo ?
Wie ist es gewesen und hat es sich gelohnt ?

Eivisskat

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Auswandern für Arbeit?
« Antwort #1 am: 16:49:50 Di. 24.Juli 2007 »
Klar, es lohnt sich IMMER über den gewohnten Teller-rand zu gucken!
Die gewonnenen Eindrücke sind ewig, öffnen den Horizont, erweitern die persönl. Erfahrungen, machen mutig und einfallsreich.

Ich kann besonders den jüngeren, kinderlosen Leuten nur empfehlen, so schnell wie möglich ihre Flügel auszubreiten und in die Welt zu gehen, ganz egal wie und wohin.
Wenn man sich dabei von EU-Richtlinien und Übereinkünften (AlgI mitnehmen, Umzugskosten, und was es so alles gibt) etwas abfedern lassen kann, um so besser.
Mit ganz wenig Geld bin ich nach Spanien gegangen (kein Wort Spanisch), habe meinen Berufen und Taleten entsprechend gejobbt, gearbeitet, mich selbstständig gemacht, arbeitslos gewesen, die Lebens-qualität genossen und bin viele Jahre dort geblieben. Damals wesentlich schwieriger als heute, da Spanien gerade aus einer Diktatur kam, kein EU-Mitglied war. Und JA, es hat sich gelohnt, die Zeit möchte ich nicht missen.

Ich glaube, wenn mensch in D. aufgewachsen ist & hier eine Schul- und Ausbildung hatte, ist es überall relativ einfach, ein Auskommen zu finden.
Denkt nur einmal an die Ausländer und Migranten, die mit weit weniger Möglichkeiten hierher kommen und sich irgendwie integrieren.
Einfach keine Angst haben, es kann nicht schlechter werden, jeder Wechsel bringt euch weiter!
LG

Dickfellverlust

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Auswandern für Arbeit?
« Antwort #2 am: 17:14:32 Di. 24.Juli 2007 »
genau in diese richtung geht gerade meine planung. problematisch scheint es zu sein wenn man kein handwerker oder akademiker ist. die werden so wie ich das seh überall gern angenommen.
wenn man kaufmännisch ausgebildet und nicht spezialisiert ist sieht das schon anders aus.  :(

man sollte sich auf jeden fall sehr gut über die lebenshaltungskosten informieren - seht euch hierzu mal z.B. die mieten in bspw. holland an, dort kann man teilweise 2 - 3 mal soviel für ne butze locker machen...

falls jemand anderes weiß bitte melden...
- IntellektFreie TrollSülze -

Eivisskat

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Auswandern für Arbeit?
« Antwort #3 am: 17:25:23 Di. 24.Juli 2007 »
Zitat
Original von Dickfellverlust
 
wenn man kaufmännisch ausgebildet und nicht spezialisiert ist sieht das schon anders aus.  :(

...

Auch/gerade mit kaufmännischer Ausbildung kann mensch überall jobben.
Und egal was du verdienen wirst, genügt es dir mit Sicherheit mindestens genauso zum Leben, wie hier.
Sich gleich ins gemachte Nest setzen ist doch langweilig.
Es muss auch nicht bis an dein Lebensende sein.
Was kann dir (noch) passieren??? ;)
LG

Isnogud

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Auswandern für Arbeit?
« Antwort #4 am: 17:46:48 Di. 24.Juli 2007 »
moin zusammen, menno, Eivisskat, das hast Du schön gesagt, mit dem Horizint erweitern und so. Ich mein das nicht ironisch. Mich zieht es in den Norden. Dk vielleicht. Hab auch nie gedacht, das ich mal von meinem Geburtsort wegkomm. Aber nach einigen Jahren Bremen, die ich nicht missen möchte(Bremen ist ne tolle Stadt), bin ich hier im schwarzen Wald gelandet. Aber mir fehlt der Salzgeschmack auf den Lippen, das Möwengeschrei. Und sooo teuer ist Danske ja auch nicht mehr. Was Bier auf dänisch heißt weiß ich auch*lach*. Norwegen wäre natürlich noch geiler. Aber ich kenn Norwegen nur vom Sommerurlaub. Weiß nicht, wie es mir geht wenn die Sonne ein halbes Jahr nicht scheint. Genauso ist es in Irland. Im Sommer boxt da der Papst, aber im Winter sind die Einheimischen unter sich. Hab mich mal mit nem Auswanderer unterhalten(Irland). Der sagte mir, nach dem ersten Winter hast Du es eigentlich geschafft. Aber es kann sehr sehr einsam sein. Andererseits gibts ja auch das http://www. So kann man in Kontakt bleiben. Mal schauen was wird und wie mutig ich bin. Nach 7 Jahren kann man die dänische Staatsbürgerschaft beantragen. Also los! Isnogud
wer bei Regen Sonnenmilch kauft, weiß, das der Stuhl ein Baum war.

RetroVirus

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Auswandern für Arbeit?
« Antwort #5 am: 17:47:29 Di. 24.Juli 2007 »
Auswandern  Ja !

Für Arbeit     Nein !

Ich habe kleine Lust meine Leute (Familie o. Freunde) denen ich auf die eine oder andere Art verbunden bin hinter mir zu lassen.
Your garden is in a perfect shape!
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Eivisskat

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Auswandern für Arbeit?
« Antwort #6 am: 18:01:56 Di. 24.Juli 2007 »
Zitat
Original von Isnogud
 aber im Winter sind die Einheimischen unter sich. Hab mich mal mit nem Auswanderer unterhalten(Irland). Der sagte mir, nach dem ersten Winter hast Du es eigentlich geschafft. Aber es kann sehr sehr einsam sein.  

Eine kleine Mittelmeerinsel ist im Winter auch kalt und einsam, die Ureinwohner fast unter sich. Aber das hat was, mensch lernt die Leute und die Landschaft besser kennen, daraus erwachsen neue Erlebnisse/Kontakte/Einfälle und Mensch findet bald den Winter schöner als den Sommer...
Dänemark ist nicht weit von Norwegen, von D.M. ist es sicher einfacher etwas in N. zu finden als von hier.
Alles Gute

Schraubenwelle

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Auswandern für Arbeit?
« Antwort #7 am: 19:35:47 Di. 24.Juli 2007 »
Man hat bekommt auch wenn man älter ist dort Arbeit..und es kümmert kein Sack wie alt du bist.
Und die Lebensqualität ist wohl 10 mal besser als hier..denke ich  mir zumindest.
In Norwegen hab ich z.B gehört arbeitest du 38 Stunden..es wird genau eingehalten..du kannst einmalig 25 Überstunden pro Monat machen..mehr darf nicht gemacht werden sonst bekommt der Betrieb ärger.Es müssen dann halt Leute eingestellt werden .
Die sozialen Einrichtungen haben einen sehr hohen Standart wie z.B Krankenhäuser,Altenheime.Da wird nicht dran gespart wie hier bei uns. Also zu wenig Personal und der ewige Kostendruck.
Nun ja sicherlich ist es nicht das Schlaraffenland..und es ist nicht nur alles schön.Aber immer besser wie hier mit 6,50 Stundenlohn oder 1€ Jobs

Eivisskat

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Auswandern für Arbeit?
« Antwort #8 am: 19:56:56 Di. 24.Juli 2007 »
Zitat
Original von Schraubenwelle
Und die Lebensqualität ist wohl 10 mal besser als hier..denke ich  mir zumindest....
Nun ja sicherlich ist es nicht das Schlaraffenland..und es ist nicht nur alles schön.Aber immer besser wie hier mit 6,50 Stundenlohn oder 1€ Jobs

Ganz bestimmt ist die Lebensqualität VIEL besser, auch wenn es kein Schlaraffenland ist (ich glaube sogar, es könnte eins sein ;-) und mehr als alberne 6,50€ wirst du auch verdienen. `
Ich würde jederzeit wieder ins Ausland gehen, kann es nur empfehlen.
LG

Dickfellverlust

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Auswandern für Arbeit?
« Antwort #9 am: 20:14:41 Di. 24.Juli 2007 »
Zitat
Original von Eivisskat
Klar, es lohnt sich IMMER über den gewohnten Teller-rand zu gucken!
Die gewonnenen Eindrücke sind ewig, öffnen den Horizont, erweitern die persönl. Erfahrungen, machen mutig und einfallsreich.

Ich kann besonders den jüngeren, kinderlosen Leuten nur empfehlen, so schnell wie möglich ihre Flügel auszubreiten und in die Welt zu gehen, ganz egal wie und wohin.
Wenn man sich dabei von EU-Richtlinien und Übereinkünften (AlgI mitnehmen, Umzugskosten, und was es so alles gibt) etwas abfedern lassen kann, um so besser.
Mit ganz wenig Geld bin ich nach Spanien gegangen (kein Wort Spanisch), habe meinen Berufen und Taleten entsprechend gejobbt, gearbeitet, mich selbstständig gemacht, arbeitslos gewesen, die Lebens-qualität genossen und bin viele Jahre dort geblieben. Damals wesentlich schwieriger als heute, da Spanien gerade aus einer Diktatur kam, kein EU-Mitglied war. Und JA, es hat sich gelohnt, die Zeit möchte ich nicht missen.

Ich glaube, wenn mensch in D. aufgewachsen ist & hier eine Schul- und Ausbildung hatte, ist es überall relativ einfach, ein Auskommen zu finden.
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und wie sieht das in der praxis aus? die übernehmen (oder bezuschussen) nicht mal reisekosten zum vorstellungsgespräch, da im ausland..??
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Eivisskat

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Auswandern für Arbeit?
« Antwort #10 am: 20:54:12 Di. 24.Juli 2007 »
Nun erkundige dich doch mal beim AA (nicht bei Arge!) nach den Möglichkeiten/Zuschüssen usw., frag Schraubenwelle nach seinem Kontakt, kauf' dir ne dänische Zeitung, guck' im I-Net.  Es gibt z.B. Agenturen nach Skandinavien vermitteln.

Nicht das Pferd von hinten aufzäumen und sofort über ungelegte Eier (Fahrkosten) nörgeln, sondern Info sammeln.
LG

Black_Knight

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Auswandern für Arbeit?
« Antwort #11 am: 21:00:59 Di. 24.Juli 2007 »
Also ich mach grade `n 10 Wochen dänisch Kurs. Und gehe dann wahrscheinlich als pendler rüber. Fahrten zum Bewerbungsgespräch werden übrigens bis zur grenze übernommen. Löhne ab 13€/h aufwärts ich hab grade ein angebot als maurer bekommen für 18€/h + 7,30€/h Auslöse. hab im netz aber auch schon 22€/h und 81€ am Tag auslöse gesehen das iss dann aber Montage in ganz Dänemark.
"Derjenige, der zum erstenmal an Stelle eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation." (Sigmund Freud)

Dickfellverlust

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Auswandern für Arbeit?
« Antwort #12 am: 21:13:57 Di. 24.Juli 2007 »
mit der arge hatte ich bisher eh noch nichts zu tun, aber das mit den fahrtkosten bis zur grenze find ich schon wieder spannend! davon wurde natürlich nix erwähnt. hierfür schon mal vielen dank!
das thema skandinavien hatte ich eigentlich schon soweit abgehakt, kontakt zu dieser flensburger agentur hatte ich auch bereits.
mich ziehts eher in richtigung NL  8)

najut, mit meinen ungelegten eiern hast ja recht, aber ich bin halt immer noch so naiv und glaub denen vom amt wenns heißt "gibts nicht!".
ich mags nicht wahrhaben dass man vom staat beschissen wird...

bestraf mich ruhig dafür...
ich ----> :aggressiv> <---- eivisskat



edit: da, für DK + Nor - willige http://www.ntjc.de

noma edit : die haben angeblich ne vermittlungsquote von 93 % nach DK und 100 % nach Norwegen

SKAL
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Black_Knight

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Auswandern für Arbeit?
« Antwort #13 am: 21:21:51 Di. 24.Juli 2007 »
AAH, Flensburger Agentur.. da fällt mir was ein es gibt natürlich auch schwarze schafe zum Beispiel Zeitarbeitsfirmen die mit G anfagen und ..bel aufhören. Mir wurde davon abgeraten Agenturen zu beauftragen.
"Derjenige, der zum erstenmal an Stelle eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation." (Sigmund Freud)

Eivisskat

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« Antwort #14 am: 21:25:34 Di. 24.Juli 2007 »
Zitat
Original von Dickfellverlust

ich ----> :aggressiv> <---- eivisskat

Das nun ganz bestimmt nicht ;)!
& so eine Vermittlungsagentur gibt`s doch bestimmt auch für NL. Da ist das Leben auch schön.
Dann mach`mal...alles Gute.
LG