Autor Thema: Positive Folgen und Chancen im Umfeld der Corona Epidemie  (Gelesen 2792 mal)

Onkel Tom

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 4483
Re: Positive Folgen und Chancen im Umfeld der Corona Epidemie
« Antwort #105 am: 10:14:21 Do. 21.Mai 2020 »
Moin  :)

...
Gesunder Egoisismus ist immer gut - weil dafür gehe ich arbeiten und gehe zur Schule und mache eine Berufsausbildung. Mich ärgert  es wenn ich dann so Leute sehe die eine absolute NULL BOCK Mentalität haben und ich das mitfinanzieren muss...erinnert mich an meine Schulzeit da hatte ich auch so einen Spinner nahm Drogen schwänzte ständig die Schule und da frage ich mich warum soll jemand das gleiche Geld bekommen als jemand der sich im Leben anstrengt und was macht - also das ist für mich kein Verständnis von sozialer Gerechtigkeit...sorry..
...

Naja, so hoch kann deine Mitfinanzierung der "Null Bock Mentalität" ja auch nicht sein.. Das Geld verdient Mensch ja erst dann,
wenn die richtigen Papiere auf Tasche sind.. Zun gesunden Egoismus gehört auch die Aktzeptanz dieser Leute, denn sie werden eines
Tages was davon haben. Das bemerkst Du besonders, wenn Du die Abschußprüfung hinter dir hast und zum nächsten Tach die
Lossagung bekommst.

Zitat
...
Auf der anderen Seite kotzen mich die gleichen Leute in Nadelstreifen die ihre Schandtaten nur schön verkaufen, an genauso an und die ein leistungsloses Einkommen auf hohem Niveau für sich in Anspruch nehmen...deswegen sehe ich Hedge Fond und Aktien auch nicht als REAL Wirtschaft an und das gehört verboten und das sage ich als Bürger der Verbots und Schliessungsorgien hasst... deswegen muss man Verbrecher Firmen wie Deutsche Wohnen oder den Verbrechern die die Menschen aus Rumänien ausbeuten genauso das Handwerk legen ... Die Wirtschaft darf nur REAL Wirtschaft sein und vergleiche das mit einem Fussballspiel das es auch ein Schiedsrichter geben muss wenn jemand falsch spielt oder foulen tut...

Ich bin aber ein Freund der sich gegen jegliche staatliche Bevormundung und Idiologie zur Wehr setzt ...ich will keinen neuen MAO haben und keine Flagge hissen sondern nur FREIHEIT und Gerechtigkeit und dass wir eine gesunde Realwirtschaft haben die Konzeption dahinter habe ich schon erklärt.
...

Da hilft aber kein moppern.. Das tun die meisten und dadurch tut sich ja leider nichts.. Ich dachte erst, Du hättest dich hier verlaufen aber
scheinbar doch nicht. Zumindest trägst du die Einstellung, die Mensch braucht, um aktiv werden zu können.  :)

Zitat
...
Sag mal wie alt bist du Onkel Tom ?? Ich kenne die 80er Jahre sehr gut...
...

Ich denke alt genug und habe die notwendige Reife, solche Töne schreiben zu dürfen  ;)

Zitat
...
da habe ich im Krankenhaus nie Probleme gehabt und es gab kein Keime Skandal oder Fleischskandal und so weiter und Bahn und Post hatten bundeshohheitliche Monopolstellung die Bürger lebten in der BRD und Westberlin viel freier als heute...wenn du in der Ostzone aufgewachsen bist dann hast du Freiheit und Demokratie nie richtig gelernt...erst nach der Wende wurde uns die Religion der Privatisierungen und des globalen Wettbewerb eingetrichtert und die Demokratie schrittweise wie eine Salami zerhakt, Stichwort Euro...hätte mir als Bürger gewünscht das in der Abstimmung mit entscheiden zu dürfen. Dann wurde uns die Religion der grenzenlosen Globalisierung und totale Einwanderung ohne kontrolle verkauft was ja auch die Grundlage für das Corona Virus in Europa gebracht hatte...daraus sollte man lernen...
...

Im Sozialwesen gab es weniger Probleme. War viel noch unter staatlicher Kontrolle statt profitbesessen..
Aber wir scheißten uns damals in die Hosen, das der Atomkrieg ausbrechen könnte und innerhalb 5 Minuten ist Mutter Erde kaputt.
Mit Atomkraft und Gentrifizierung hatten wir ja auch so manche Probleme. Und dann noch diese ganzen Kleinigkeiten, von der
Öffentlichkeit nie was erfuhr und heute erst zur Nachbereitung wieder hervor geholt werden. Die Liste damaliger Gemeinheiten ist lang..

Die DDR Bürgerschaft hat an die DM gehofft und ja schade, das nach der Verwertung der neuen Bundesländer durch die
Treuhand-Ganoven weiter von blühenden Landaschaften geträumt wurde und Birne (Kanzler Kohl) noch 4 Jahre mehr bekommen hat,
sich und seinem Bonzenfgeschwader die schwarzen Koffer zu stopfen. Gier ohne Grenzen Nööch ?

In der DDR war nicht alles schlecht.. Ein paar Scheiben hätte sich der Westen ruhig abschneiden können..

Zitat
...
BITTE KEINE NEUE RELIGION UND IDIOLOGIEN MEHR UND BITTE AUCH KEINEN PERSONEN KULT !!!! Ich will das nicht - ich will FREIHEIT !!!!

HUCH.. Bitte nicht sooo laut schreien, habe empfindliche Sinnesorgane und wofür hälst Du mich eigendlich ?

Der Papst bin ich bestimmt nicht  ;D

Was Du willst und nicht willst wirst Du in der Gesellschaft erst dann gefragt, wenn Du um Veränderungen der gesellschaftlichen Verhältnisse kämpfst..
Das haben schon die Kinder und Jugendlichen auf den Fridays for Future - Demos geschnallt.
Lass Dich nicht verhartzen !

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 15755
  • Fischkopp
Re: Positive Folgen und Chancen im Umfeld der Corona Epidemie
« Antwort #106 am: 10:50:03 Mo. 14.September 2020 »
Zitat
Wie ein besetzter McDonald's Marseilles arme Viertel durch die Pandemie bringt


(...)
Dieser McDonald's hat seit vergangenem Dezember geschlossen – offiziell zumindest. Inoffiziell ist er eine Essensausgabe für Bedürftige, ein Treffpunkt für etwa 20 bis 30 Aktivistinnen und Aktivisten und für viele von ihnen ein zweites Zuhause.

Der McDonald's am Kreisverkehr ist ein Symbol: Vor Jahren hatten die Angestellten hier gegen die Arbeitsbedingungen bei McDonald's gekämpft. Sie organisierten einen Streik. Filialen in ganz Frankreich folgten. Nach jahrelangen Auseinandersetzungen wurde die Filiale in den Quartiers Nord geschlossen, nach Angaben der Aktivisten verloren 77 Angestellte ihre Arbeit. Und das in einem Bezirk, in dem die Arbeitslosigkeit bei über 25 Prozent liegt.
(...)
Das 14. Arrondissement, der Bezirk, in dem der McDonald's liegt, ist einer der ärmsten Marseilles. In keinem anderen Bezirk leben so viele Alleinerziehende, das Median-Einkommen liegt mit 9973 Euro pro Jahr unter der Armutsgrenze.

"Die Leute denken, in den Quartiers Nord leben nur Schwarze und Araber. Stimmt nicht", sagt Kamel. "Hier leben auch Italiener, Spanier, Russen. Was wir gemeinsam haben, ist die Armut. Ja, es gibt Rassismus gegen die Leute aus den Vierteln. Aber das ist eher ein Rassismus gegen eine ganze soziale Klasse."

In dieser sozialen Klasse mussten sich viele Familien während des Lockdowns entscheiden, ob sie die Miete zahlen oder ihren Kindern etwas zu Essen kaufen. Vielen brachen mit der Ausgangsperre ihre Einkünfte weg: aus der Zeitarbeit auf Baustellen oder als Putzkraft, von kleinen Marktständen oder auch aus Drogenverkauf und Sexarbeit. Die Verzweiflung der Menschen wuchs.
(...)
In Kamels McDonald's war die Atmosphäre eine andere. Als Gewerkschaftsmitglied und Betriebsrat setzte sich Kamel für bessere Arbeitsbedingungen ein: Dafür, dass McDonald's 95 Prozent ihrer Sozialversicherungsbeiträge zahlt, ein dreizehntes Monatsgehalt, und für Gewinnbeteiligungen.

Er und seine Mitarbeitenden streikten nicht nur in ihrer eigenen Filiale, sie verbündeten sich auch mit McDonald's-Angestellten aus ganz Frankreich, blockierten Filialen in Marseille, Paris, Nizza, Lyon, Rouen. Sie blockierten ein zentrales McDonald's-Lager, das Filialen in ganz Südfrankreich beliefert. Durch die Blockaden konnten die Angestellten weiter ihren Lohn beziehen, während McDonald's Verluste machte. Nordine agitierte in der Filiale, in der er nun arbeitete. Sie erstritten sich vieles von dem, was sie forderten.
(...)
"Um nicht in der Kriminalität zu landen, brauchen die Jugendlichen Arbeit", sagt Kamel. Deshalb hat er gemeinsam mit anderen Engagierten vor, ein "solidarisches Restaurant" aus dieser ehemaligen McDonald’s-Filiale zu machen, eine Art Non-Profit-Fast-Food-Imbiss.

Ihr Traum: Das Restaurant soll den Angestellten, den Stadtteilorganisationen und den Zulieferern gleichzeitig gehören, die Kundinnen und Kunden sollen je nach Einkommen unterschiedliche Preise zahlen. Vor allem aber sollen hier junge Menschen ausgebildet werden. Sterne-Köche haben sich schon freiwillig als Ausbilder gemeldet, Bauern aus der Umgebung haben angeboten, Lebensmittel vorzustrecken.

Ausgerechnet der umkämpfte McDonald's könnte so erneut zu einem Symbol für Hoffnung in einem der ärmsten Viertel Frankreichs werden. Wenn McDonald's mitspielt: Das Unternehmen müsste dafür nämlich die Immobilie spenden.
https://www.bento.de/bento/wie-ein-besetzter-mcdonald-s-marseilles-arme-viertel-durch-die-pandemie-bringt-a-cc5d31d2-15a0-4653-8c78-b629e4cb00d6#refsponi?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE