Autor Thema: Eine neue Weltwirtschaftskrise?  (Gelesen 6991 mal)

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 16092
  • Fischkopp
Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
« Antwort #150 am: 09:13:46 Sa. 14.November 2020 »
Zitat
Jeder siebte Betrieb sieht Existenz bedroht

Eine Commerzbank-Studie zeigt große Auswirkungen der Corona-Krise auf die Region Frankfurt/Rhein-Main. Viele Unternehmen befüchten das Aus.


Die Corona-Krise hat gut ein Drittel der Unternehmen im Rhein-Main-Gebiet stark getroffen. Mehr als jedes siebte Unternehmen in der Region sieht sich sogar in seiner Existenz bedroht. Bundesweit liegen die Werte im Durchschnitt jedoch sogar noch höher. Das sind Ergebnisse einer Unternehmerkunden-Studie im Auftrag der Commerzbank, für die das Meinungsforschungsinstitut Ipsos 3500 Selbstständige, Freiberufler:innen und Unternehmen mit einem Jahresumsatz von bis zu 15 Millionen Euro befragte, davon 100 im Rhein-Main-Gebiet.
https://www.fr.de/rhein-main/rhein-main-gebiet-jeder-siebte-betrieb-sieht-existenz-bedroht-90100342.html

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 16092
  • Fischkopp
Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
« Antwort #151 am: 12:08:31 Sa. 14.November 2020 »
Zitat
Die Zahl der Selbstständigen, die wegen der Corona-Beschränkungen Grundsicherung beantragt haben, ist einem Medienbericht zufolge stark gestiegen.

Die „Neue Osnabrücker Zeitung“ berichtet, dass sich von April bis September mehr als 81.000 Selbstständige neu Arbeit suchend meldeten und zumindest vorübergehend Grundsicherung bezogen. Das waren zehn Mal so viele wie im Vorjahreszeitraum. Die Zeitung beruft sich auf Daten der Bundesagentur für Arbeit, die die Links-Fraktion im Bundestag angefragt hatte. Demnach arbeiten die meisten der betroffenen Selbstständigen in den Bereichen Gaststätten, Kultur, Soziales und Gesundheit.
https://www.deutschlandfunk.de/medienbericht-zehn-mal-mehr-selbstaendige-beantragten.2932.de.html?drn:news_id=1194423

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 16092
  • Fischkopp
Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
« Antwort #152 am: 13:11:14 Mi. 18.November 2020 »
VON DUNKLEN WOLKEN ZUM ÖKONOMISCHEN ORKAN – CORONA ALS BRANDBESCHLEUNIGER!
Berichte zu Auswirkungen auf die Lage der Arbeiterinnen und Arbeiter und deren Widerstand

Die Strategie von Regierung und Kapital ist es – und die Mainstream-Medien hauen in die gleiche Kerbe – die Tatsachen verschleiernd auf Corona als Grund für die Rezession zu verweisen. Wir können nur immer wieder darauf verweisen, daß Corona nur der Brandbeschleuniger für die Krise ist!

Berichte aus Betrieben, Branchen, Wirtschaft:

Rentner in dramatischer Not

https://www.merkur.de/wirtschaft/corona-altersarmut-rentner-kurzarbeit-pandemie-creditreform-tafeln-senioren-zr-90095735.html
https://www.jungewelt.de/artikel/390301.%C3%BCberschuldung-senioren-in-der-armutsfalle.html

Milliardenverluste bei Siemens-Energy

https://www.jungewelt.de/artikel/390230.milliardenverlust-bei-siemens-energy.html

Molkereiriese Campina plant großen Jobabbau
https://www.jungewelt.de/artikel/390245.kapital-nutzt-krise-jobvernichtung-bei-campina.html

Haribo will Betrieb schliessen
https://www.jungewelt.de/artikel/390302.arbeitskampf-wut-nach-dem-schock.html

Folgen der Krise auf dem ArbeiterInnenmarkt
https://www.jungewelt.de/artikel/390158.folgen-der-coronapandemie-arbeitsmarkt-am-tropf.html

https://gewerkschaftslinke.hamburg/2020/11/17/jfi-56-2020/?utm_source=mailpoet&utm_medium=email&utm_campaign=jfi-56-2020-ruckkehr-der-us-falken-das-netzwerk-von-joe-biden-offener-brief-von-kritikern-des-system-tonnies-an-die-regierungsfraktionen-warum-wird-der-ghb-nicht-mehr-gebraucht-am-3-12-beginnt-rondenbarg-prozess_216#a26

Strombolli

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 6796
Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
« Antwort #153 am: 16:34:59 Mi. 18.November 2020 »
Nach meiner (Verschwörungs)Theorie: CORONA als willkommene Begründung!
Das Systemmotto: "Gib mir Dein Geld! - Jetzt, Du dreckiges Opfer !!!! - Und habe immer ANGST VOR DEM MORGEN !!!"

"Hört auf, Profite über Menschen zu stellen!" Occupy
Permanent angelogen & VERARSCHT IN DEUTSCHLAND! - Ich habe mit Dir fertig

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 16092
  • Fischkopp
Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
« Antwort #154 am: 09:34:12 Do. 19.November 2020 »
Nee, Strombi, keine Verschwörungstheorie.

Die erzkonservative, bzw. wirtschaftsfreundliche FAZ gibt es selbst zu: Die Coronamaßnahmen verschärfen gesellschaftliche Spaltung, nicht nur innerhalb der Gesellschaften, sondern auch zwischen den Staaten. Es läuft das, was der Kapitalismus sowieso macht, nur schneller und brutaler. Corona ist eine schöne Ausrede.

Zitat
Denn die Covid-19-Pandemie ist mittlerweile viel mehr als nur eine Pandemie. Sie ist zu einer Polypandemie geworden – einer globalen und vielschichtigen Krise, in der sich ernsthafte Gefahren für Gesundheit mit zahlreichen weiteren Folgen kombinieren und menschliche Sicherheit, Wohlergehen und Entwicklung von vielen Seiten gefährden. So droht aktuell eine Armuts-Pandemie, die laut Weltbank zur erstmaligen Zunahme weltweiter Armut seit 1990 führt. Es bahnt sich eine dramatische Hunger-Pandemie an. Experten schätzen, dass 130 Millionen Menschen allein 2020 in Hunger und extreme Armut zurückgeworfen werden. Die weltweiten Versuche, das Virus einzudämmen, werden in vielen Ländern bereits für verschärfte staatliche Repressionen genutzt und führen so zu einer Autoritarismus-Pandemie. Und indem sie Großmachtwettbewerb, Protektionismus und Null-Summen-Denken befördert, provoziert die Coronakrise auch eine Pandemie des Nationalismus und Unilateralismus. Diese durch das Coronavirus verursachten Folge-Pandemien verstärken sich wechselseitig und können so Entwicklungsfortschritte der letzten Jahrzehnte zunichtemachen, staatliche Fragilität weiter befördern und sogar zum Brandbeschleuniger für gewaltsame Konflikte werden.

Obgleich die Polypandemie kein Land der Welt verschont, trifft sie manche Staaten mit besonderer Wucht. Zu diesen „Hochrisikopatienten“ zählen insbesondere Länder, die bereits vor Covid-19 von Entwicklungsdefiziten, Fragilität und gewaltsamen Konflikten geprägt waren. Für ihre Bevölkerungen sind die Auswirkungen dramatisch. Länder wie der Libanon, der 1,5 Millionen syrische Flüchtlinge aufgenommen hat, stehen vor dem Staatsbankrott. Das heißt: kein Geld für Ärzte, Schulen oder Polizisten.
https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/corona-gastbeitrag-es-droht-eine-armuts-pandemie-17058785.html


Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 16092
  • Fischkopp
Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
« Antwort #155 am: 12:14:06 Do. 19.November 2020 »
So plant man die Krisenbewältigung:

Den Armen nehmen, um es den Reichen zu schenken.
Steuergeschenke für die Wirtschaft:
Zitat
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise mit Steuersenkungen bekämpfen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) pocht auf eine coronabedingte Steuerreform und einen "Innovationssprung".
...die Steuerlast der Unternehmen "drastisch" senken, um international wieder auf ein wettbewerbsfähiges Niveau zu kommen. Er nennt eine Zahl von 25 Prozent.
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/soeder-steuersenkung-steuerreform-1.5119549

BGS

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 3815
  • Polarlicht
Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
« Antwort #156 am: 13:38:25 Do. 19.November 2020 »
Kann knapp werden mit der Krisenbewältigung durch die Ausgebeuteten. Denn was will man den Armen noch nehmen?

Zitat
Corona spaltet Arm und Reich

Wer ohnehin wenig verdient, büßt in der Krise besonders oft Einkommen ein. ... .

Die Corona-Pandemie treibt Arm und Reich in Deutschland weiter auseinander. Wer schon vorher wenig verdiente, verlor in der Krise besonders häufig Einkommen. ... .

Quelle; https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/wsi-ungleichheit-corona-1.5120259

MfG

BGS
"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

https://forum.chefduzen.de/index.php/topic,21713.1020.html#lastPost
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 16092
  • Fischkopp
Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
« Antwort #157 am: 16:58:13 Do. 19.November 2020 »
Zitat
Das Virus bringt Elend und Armut in die Welt. Unternehmen gehen Pleite, Arbeitsplätze verloren. Das ist die eine Seite der Pandemie. Auf der anderen Seite steht der Glanz jener Unternehmen, die von der Corona-Krise profitieren. Dies sind vor allem die Vorreiter aus der digitalen Welt, die mit zerstörerischer Kraft lang etablierte Geschäftsmodelle zum Kollaps bringen. Diesen Trend gab es schon vor Corona. Aber das Virus hat ihn beschleunigt.

Ablesen lässt sich das am Vermögen der Milliardäre in aller Welt. Nach einer Studie der Schweizer Großbank UBS und der Beratungsgesellschaft PWC sind die Vermögen der Ultrareichen bis Ende Juli 2020 auf ein neues Allzeithoch von 10,2 Billionen Dollar geklettert. Damit ist der bisherige Höchststand von 8,9 Billionen Dollar, der Ende 2017 erreicht wurde, deutlich übertroffen worden. Die Zahl der Milliardäre ist seither um 31 auf 2189 gestiegen. Davon leben 119 in Deutschland. UBS nennt keine Namen. Nach Schätzungen des Magazins „Forbes“ sind die Aldi-Erben Beate Heister und Karl Albrecht Junior mit einem Vermögen von 41 Milliarden Dollar die reichsten Deutschen gefolgt von Dieter Schwarz (35,6 Milliarden Dollar), dem Eigentümer von Lidl und Kaufland.
(...)
„Die Polarisierung in der Entwicklung der Milliardärsvermögen wird sich weiter verstärken“, folgert Kunkel. Insgesamt betrachtet werden die Reichen aus seiner Sicht in den nächsten Jahren aber nicht ärmer, sondern noch reicher.
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/die-reichen-werden-waehrend-der-corona-krise-immer-reicher-16989997.html

BGS

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 3815
  • Polarlicht
Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
« Antwort #158 am: 18:10:19 Do. 19.November 2020 »
Mutti wirds scho richten... .

Zitat
... .
Unsere Wirtschaft wurde und wird europaweit schwer erschüttert. Millionen Beschäftigte haben ihren Arbeitsplatz verloren. Zusätzlich zu den Sorgen um ihre Gesundheit und die Gesundheit ihrer Familien ist bei vielen Bürgerinnen und Bürgern so auch noch die Angst um ihre wirtschaftliche Existenz dazugekommen. Sie alle brauchen jetzt unsere gemeinsame Unterstützung.

Um die Infektionsketten zu durchbrechen, mussten vorübergehend die elementarsten Grundrechte eingeschränkt werden. Das war ein sehr hoher Preis, denn für diese Grundrechte haben Generationen in Europa hart gerungen. Menschen- und Bürgerrechte sind das wertvollste Gut, das wir in Europa haben. Sie dürfen nur aus sehr gewichtigen Gründen und nur sehr kurzfristig eingeschränkt werden. Eine Pandemie darf nie Vorwand sein, um demokratische Prinzipien auszuhebeln. ... .


Aus Merkels Rede zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft 2020 vor dem Europäischen Parlament am 8. Juli 2020 in Brüssel

Quelle: https://www.bundeskanzlerin.de/bkin-de/aktuelles/rede-von-bundeskanzlerin-merkel-zur-deutschen-eu-ratspraesidentschaft-2020-vor-dem-europaeischen-parlament-am-8-juli-2020-in-bruessel-1767368

MfG

BGS
"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

https://forum.chefduzen.de/index.php/topic,21713.1020.html#lastPost
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)

tleary

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 935
  • Yellow Submarine
Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
« Antwort #159 am: 03:42:17 Fr. 20.November 2020 »
Aus Merkels Rede zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft 2020 vor dem Europäischen Parlament am 8. Juli 2020 in Brüssel
BGS
Die "Mutti" und deren Nachfolger werden genau das Gegenteil von dem machen, was sie bei solchen Sonntagsreden ankündigen.

Das ist folgendes:
  • Dauerhafte Durchsetzung eines autoritären Überwachungs- und Kontrollstaates: Exorbitante Erhöhung des Rüstungshaushalts, weitere Rechteausweitung von Polizei und Justiz gegen aufmüpfige Demonstranten (in den Medien als "Querdenker" denunziert), weitere personelle Aufstockung des Polizeiapparates.
  • Weiteres "Gürtel-enger-Schnallen" für die Armen und noch mehr der Mittelschicht, denn man muß ja die Kosten von Korona wieder reinholen. Wobei die eigentliche Ursache wohl die Krisenhaftigkeit des Kapitalismus ist. Der Kapitalismus will einfach nicht mehr den Mittelstand mit Garantie eines auskömmlichen Lebens weiter zum Komplizen machen. Außerdem stehen große Rationalisierungen in der Wirtschaft bevor, die dann tatsächlich große Teile der Beschäftigten überflüssig machen werden. - Korona ist da nur ein wilkommener Vorwand, dies nun alles schneller durchzuziehen.
»Wir wissen, so wie es ist, kann es nicht weiter gehen. Aber es geht weiter.«
(Autor unbekannt)

counselor

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 5528
  • Sapere aude!
Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
« Antwort #160 am: 04:21:48 Fr. 20.November 2020 »
Corona wirkt bezüglich der Weltwirtschafts- und Finanzkrise wie ein Brandbeschleuniger. In den Wirtschaftswissenschaften spricht man von der Pandemie als einem exogenen Schock.
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

BGS

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 3815
  • Polarlicht
Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
« Antwort #161 am: 20:01:32 Fr. 20.November 2020 »
Aus Merkels Rede zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft 2020 vor dem Europäischen Parlament am 8. Juli 2020 in Brüssel
BGS
Die "Mutti" und deren Nachfolger werden genau das Gegenteil von dem machen, was sie bei solchen Sonntagsreden ankündigen.

Das ist folgendes:
  • Dauerhafte Durchsetzung eines autoritären Überwachungs- und Kontrollstaates: Exorbitante Erhöhung des Rüstungshaushalts, weitere Rechteausweitung von Polizei und Justiz gegen aufmüpfige Demonstranten (in den Medien als "Querdenker" denunziert), weitere personelle Aufstockung des Polizeiapparates.
  • Weiteres "Gürtel-enger-Schnallen" für die Armen und noch mehr der Mittelschicht, denn man muß ja die Kosten von Korona wieder reinholen. Wobei die eigentliche Ursache wohl die Krisenhaftigkeit des Kapitalismus ist. Der Kapitalismus will einfach nicht mehr den Mittelstand mit Garantie eines auskömmlichen Lebens weiter zum Komplizen machen. Außerdem stehen große Rationalisierungen in der Wirtschaft bevor, die dann tatsächlich große Teile der Beschäftigten überflüssig machen werden. - Korona ist da nur ein wilkommener Vorwand, dies nun alles schneller durchzuziehen.

Alles bekannt. Sarkasmus ist gerade das Einzige, was mir bleibt. Es könnte schon lange triftige Gründe gegeben haben, das sinkende Schiff  Deutschland endgültig verlassen zu haben.

MfG

BGS
"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

https://forum.chefduzen.de/index.php/topic,21713.1020.html#lastPost
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)

counselor

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 5528
  • Sapere aude!
Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
« Antwort #162 am: 20:32:30 Fr. 20.November 2020 »
Zitat
aufmüpfige Demonstranten (in den Medien als "Querdenker" denunziert)

Wo sind denn die Querdenken-Demos aufmüpfig? Die Forderungen, die diese Bewegung aufstellt, sind deckungsgleich mit den Forderungen der Arbeitgeber. Die ganze Querdenken-Scheiße läuft auf Profite vor Gesundheit heraus. Zudem -und das konnte ich gerade in Nürnberg live miterleben- ist diese Bewegung mit gewaltbereiten Neonazis durchsetzt. Damit denunziert sich diese Bewegung selbst: Es handelt sich um eine waschechte neofaschistische Querfront.
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 16092
  • Fischkopp
Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
« Antwort #163 am: 19:58:49 Mi. 25.November 2020 »
Es wird im Schatten der Pandemie und der allgemeinen Aufregung alles mögliche durchgesetzt, was nichts und rein garnichts mit Pandemiebekäumpfung oder Gesundheitsschutz zu tun hat. Neben dem Ausbau des Überwachungsstaats geht es um die massivsten Eingriffe in die Wirtschaft, die es jemals gegeben hat:

Zitat
Der Bundesrechungshof übt heftige Kritik an den üppigen, insgesamt mehr als 1000 Milliarden Euro umfassenden Finanzhilfen, mit denen der Bund die Folgen der Corona-Pandemie lindern will. Das geht aus einem Bericht hervor, den die Bonner Behörde am Montag an den Haushaltsausschuss des Bundestags weitergeleitet hat. Er liegt der Süddeutschen Zeitung vor. "Die Corona-Krise hat deutliche Spuren im Bundeshaushalt hinterlassen", schreiben die Prüfer. Die Hilfen erreichten "historische Dimensionen", eine Normalisierung der Bundesfinanzen werde nicht nur länger dauern als nach der globalen Finanzkrise, "sondern auch erheblich größere Anstrengungen erfordern".
https://www.sueddeutsche.de/politik/corona-bundesrechnungshof-haushalt-kredite-1.5102722

Zitat
Die Geldschleusen des Bundes sind durch Corona weit geöffnet. Das lässt die Neuverschuldung massiv steigen, wohl auch im kommenden Jahr. Die Begründung dafür: Kampf gegen die Corona-Folgen. Doch genau das stellt der Präsident des Bundesrechnungshofs, Kay Scheller, gegenüber dem Bayerischen Rundfunk infrage: "Die Neuverschuldung geht erheblich über das hinaus, was für die Krisenbewältigung erforderlich ist."

Schellers Vorwurf: Unter dem Deckmantel der Pandemiebekämpfung baut die Bundesregierung Nebenhaushalte mit geliehenem Geld auf. Das Geld werde auch für andere wichtige Aufgaben eingesetzt, für künstliche Intelligenz oder Digitalisierung. Die hätten aber keinen Bezug zur Krise.
https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/rechnungshof-schuldenaufnahme-nicht-vom-grundgesetz-gedeckt,SHB1dqr