Autor Thema: Spd  (Gelesen 124521 mal)

counselor

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Re: Spd
« Antwort #585 am: 19:03:59 Sa. 30.November 2019 »
Zitat
Parteivorsitz - SPD-Basis stimmt für Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans

Schlappe für Vizekanzler Olaf Scholz: Die GroKo-Kritiker Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans haben sich im Mitgliedervotum zum neuen SPD-Vorsitz durchgesetzt.

Quelle: https://www.spiegel.de/politik/deutschland/spd-mitglieder-stimmen-fuer-saskia-esken-und-norbert-walter-borjans-a-1299099.html
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Tiefrot

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Re: Spd
« Antwort #586 am: 15:06:52 So. 01.Dezember 2019 »
Zitat
Sie fordern weitere Milliardeninvestitionen in Klima und Infrastruktur sowie einen Mindestlohn von zwölf Euro.
Glaube ich denen nicht.  ::)

Zitat
Zieht die Union nicht mit, wie Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer bereits angedeutet hat, wollen sie der Partei den Ausstieg aus dem Bündnis empfehlen. Dann könnte es im kommenden Jahr Neuwahlen geben oder - zumindest für eine Zeit - eine Minderheitsregierung der Union unter Führung von Kanzlerin Angela Merkel.
Da lasse ich mich überraschen. Da hierbei aber einige "Politiker" vom Freßtrog
wegkämen, halte ich auch das für Kaffeesatzleserei.
Bekanntlich hackt eine Krähe der anderen kein Auge aus.  >:(
Denke dran: Arbeiten gehen ist ein Deal !
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Re: Spd
« Antwort #587 am: 16:13:27 So. 01.Dezember 2019 »
Esken und Borjans sind die neue Doppelspitze bei der SPD.  Heute Abend bei Anne Will wird darüber diskutiert, Katja Kipping wird auch dabei sein. Andernfalls morgen Abend 20.15 Uhr auf tagesschau24.

counselor

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Re: Spd
« Antwort #588 am: 17:30:35 So. 01.Dezember 2019 »
Ich erwarte mir da auch nicht viel. Merkel hat die Unterstützung vom Kapital für ihren Kurs. Sie wird noch zwei Jahre weiterwursteln.
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Spd
« Antwort #589 am: 09:28:36 Mo. 02.Dezember 2019 »
Groko ist die Beatmungsmaschine der SPD, ohne spielt die SPD im Bund gar keine Rolle mehr, sie hält eisern am Schröderianischen Kurs fest, also hält sie an ihrer eigenen Marginalisierung fest.
Die CDU holt sich eher die schon anvisierte AfD mit an Bord, hm, wobei die Grünen mehr Zuspruch bei der nicht Rechten Bevölkerung finden würde, ich schätze es kommt auf den CDU/CSU-Innerparteilichen Reifegrad des "Rechten" Lagers an. Und die SPD hat kein Druckmittel um Forderungen zu stellen, sie hat dafür nicht mehr genug Wähler und scheidet damit als CDU/CSU Konkurrent aus.
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Kuddel

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Re: Spd
« Antwort #590 am: 11:17:27 Mo. 02.Dezember 2019 »
Zitat
SPD
Sie lebt
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2019-12/spd-mitgliederentscheid-walter-borjans-esken-grosse-koalition

Ohne diesen investigativen Journalismus würden wir das nicht wissen.

Wernichtsweissmussallesgl

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Re: Spd
« Antwort #591 am: 20:58:05 Mo. 02.Dezember 2019 »
Warum bildet die CDU mit der SPD nicht eine Einheitspartei wie die SED damals. Aber selbst damit gibt es keine Mehrheit.

Kuddel

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Re: Spd
« Antwort #592 am: 11:29:26 Di. 03.Dezember 2019 »

Frieden2001

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Re: Spd
« Antwort #593 am: 11:37:33 Di. 03.Dezember 2019 »
Ein Ex-Bundeskanzler namens G. Schröder aus Hannover hat sich übrigens auch schon zur neuen Parteispitze geäußert. Er geht noch weiter auf Distanz zur SPD, weil die, laut ihm, immer mehr nach links abdriftet. Je älter der Totengräber der SPD und des Sozialstaats wird, desto mehr kommt sein wahres Gesicht zum Vorschein.

Strombolli

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Re: Spd
« Antwort #594 am: 01:00:47 Mi. 04.Dezember 2019 »
"Die SPD driftet nach links ab." - Klar doch. Wenn man von ganz weit rechts schaut. - Nee, wisst ihr was mich an dieser Informationsflut so nervt? Es ist alles Machthabersprech. Als ob die Mehrzahl der BRD-Bürger reiche Unternehmer wären, denen die bösen Linken ihre Millionen wegnehmen wollen. Die Mehrzahl der Bürger sind aber im Grunde einfache Leute, denen nur eingeredet wird, sie wären "Mittelschicht" und die dominierende Kraft dieser Demokratie genannten Gesellschaftsillusion. - Der Lanz geht mir sowas auf den "Sender", seine Art der aggressiven Gesprächsführung, der Penetranz auf Oberflächlichkeiten herumzureiten ... orchestriert von gefälligen "rechten Journalisten" von Medien des Kapitals. - In meiner nicht totzukriegenden Erkenntnis, das das Kapital, die superreichen 15%, samt ihren Hofschranzen, die Welt regieren und eine tumbe, in die Untertanenrolle suggerierte Weltbevölkerung sich lieber selbst in "sozialen" Ablenkungskonzernen angiftet und verbal bekämpft, also das krasse Gegenteil tut von dem "sich vereinigen", ist mir das Schicksal der SPD (immer noch) recht egal. Das schwerfällige Schiff BRD ist vielzusehr verkrustet, verfilzt, durch alten Parteiadel in den Institutionen und eine entsprechende Gesetzgebung gefangen, als das sich ausgerechnet eine SPD gegen den Mainstream-Medien-Strom stellen könnte. Auch die Illusion, das eine AfD oder gar LINKE, oder ganz hart: Die Grünen ... etwas grundlegend ändern könnten, bleibt ein feuchter Traum. Die Menschen sind mittlerweile so am irrlichtern und verwirrt worden, mit Wahlen wird sich nichts zum Positiven für die einfache Bevölkerung ändern. Deshalb distanziere ich mich von diesem ganzen Mist. Auf mich wartet keiner, wenn man was sagt wird man unflätig angefeindet (nicht hier, bin ja schon lange weg) und eine ernstzunehmende Truppe der ausgerechnet ich mich mit nunmehr 61 anschliessen könnte, sehe ich nicht. - Insofern SPD: Gehe dahin! 
Das Systemmotto: "Gib mir Dein Geld! - Jetzt, Du dreckiges Opfer !!!! - Und habe immer ANGST VOR DEM MORGEN !!!"

"Hört auf, Profite über Menschen zu stellen!" Occupy
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Re: Spd
« Antwort #595 am: 02:36:18 Mi. 04.Dezember 2019 »
Der Thread gehört eigentlich geschlossen, weil er nichts neues mehr zutage fördert. ;)

Liegt aber nicht an den Beiträgen selbst - sondern an der SPD. Dem "toten Pferd der Arbeiterklasse" (ja, die gibt's noch, auch wie deren Mitglieder niemals in den Sinn käme, sich so zu bezeichnen).

Aber zu Borjans & wie hieß die andere? - Naja, egal, sind eh schon bald vergessen. Jedenfalls werden sie schon mächtig angefeindet von der Bürgerpresse, weil sie deren geliebte GroKo ins Jenseits schicken wollen, wenn diese und jene Bedingung nicht erfüllt wird. Aber in typisch sozialdemokratischer Manier ist das alles natürlich nicht ganz ernst gemeint. Somit ist die ganze Aufregung eigentlich umsonst.

Da fällt mir ein: Die Sozis haben doch unsere "Respektrente" (nach 20 Jahren) durchgebracht. Wurde dann natürlich auch vom Bildungsbürgertum gleich zum "Wort des Jahres" gewählt.

Die nackten Zahlen?! - Interessieren die Bürgerpresse dabei keinen Deut. Wird nur das von Heil nachgeplappert, was der sagt: "Sein langes Anliegen, große soziale Leistung" und sowas in der Richtung.

Um 'mal die Dimension dieses Almosen klarzustellen:
1,5 Mrd. Gesamtvolumen (ursprünglich war von 2 Mrd. die Rede)
1,5 Mio. Berechtigte (ursprünglich sollten es auch 2 Mio. sein)

Errechnet man nun die Summe pro Kopf, kommt man auf lächerliche 1.000 € pro Jahr, also 80 € monatlich mehr. Mit den paar Kröten entrinnt niemand der Armut. Und schon gar keiner, der ganz unten in der Rentenhierarchie ist.

Wobei die Bedürftigsten sowieso wie immer leer ausgehen. Jene nämlich, die die 35 Beitragsjahre nicht knacken.

Naja, alles piepegal. Der Kapitalismus wird immer ein asoziales System bleiben. Ist sein ureigenstes Wesen. Und dessen politisches Personal, von dem ein Teil von der SPD gestellt wird, will daran garantiert nichts ändern.

Und, ach ja: Der Rüstungshaushalt stieg seit 2017 allein um 6,2 Mrd. € jährlich (von 37,0 auf 43,2 Mrd.), also das 4fache der von der Spd so hart "erkämpften" Respektrente. Mit dieser massiven Erhöhung hatte die Spd übrigens keine Probleme.

Dafür meinen Respekt!
»Wir wissen, so wie es ist, kann es nicht weiter gehen. Aber es geht weiter.«
(Autor unbekannt)

Tiefrot

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Re: Spd
« Antwort #596 am: 04:37:08 Mi. 04.Dezember 2019 »
@tleary, den Thread würde ich schon aus einem Grund nicht schließen:
Was ist denn, wenn es mit der Spitze Esken / Borjans etwas gibt, was es zu diskutieren lohnt ?  ;)

Beobachten wir das einfach weiter. Erstmal.
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Re: Spd
« Antwort #597 am: 07:04:38 Mi. 04.Dezember 2019 »
Bitte den Thread nicht schließen. Ich möchte den langsamen Tod der SPD genießen.
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Kuddel

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Re: Spd
« Antwort #598 am: 09:24:56 Mi. 04.Dezember 2019 »
@Strombi: Dankeschön für deine treffenden Worte.

@counselor: Ich teile deine Einschätzung. Die SPD ist nicht einfach nur doof und zu schwach.
Sie ist bösartig. In ihrer gesamten Geschichte war sie eine Partei der Arbeiterverräter. Sie hat die Revolution 1918/19 verraten und war Steigbügelhalter für Faschismus und Krieg. Notstandsgesetze und Berufsverbote (Willy Brand). Verfassungsänderung, um die Bundeswehr in aller Welt Krieg führen zu lassen und Hartz IV (Schröder).

"Ich möchte den langsamen Tod der SPD genießen."
Du bist damit nicht allein.

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Re: Spd
« Antwort #599 am: 09:45:05 Mi. 04.Dezember 2019 »
Der Tod wird sich hinziehen, so etwas wie die SPD wird eigentlich dringend gebraucht, als Puffer, um die Asozialen Umtriebe vermeintlich abzumildern, m.a.W. wir brauchen den sozialen Werbeprospekt. Die Realo-Linke versucht ja schon die SPD abzulösen, ein Neues Produkt im Neoliberalen soziale Parteien Regal. Schau mr mal?
Wir Leben in einem Werbeprospekt!
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