Autor Thema: 72-Stunden-LKW-Touren  (Gelesen 53979 mal)

ManOfConstantSorrow

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72-Stunden-LKW-Touren
« am: 15:22:21 Do. 22.Juli 2004 »
Zitat
Original von rf-news.de



21.07.04
Spediteur erpresst Fahrer zu 72-Stunden-Touren

Eine Speditionsfirma aus Essen hat ihre LKW-Fahrer unter Androhung der Kündigung zu Marathon-Touren von 72 Stunden ohne Pause gezwungen. Hätte sich der Spediteur an die gesetzlichen Regelungen gehalten, hätte er mindestens vier weitere Fahrer einstellen und seit Ende vergangenen Jahres 90.000 Euro mehr an Löhnen zahlen müssen.
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Bibo

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72-Stunden-LKW-Touren
« Antwort #1 am: 20:31:14 Fr. 20.August 2004 »
Aus eigener erfahrung kann ich Schätzen das ca. 40% der Transport Unternehmer ihre Betriebe nur auf diese Weise aufrecht erhalten können.
Weiter 20-30% Arbeiten ebenso Marktschädigende duch Auslandsfirmierungen. Echte Unternehmer die echte preise und Angestellte zu Legalen Konditionen haben sind dem nach nur zu max. 30% vorhanden!

Gruß Bibo




http://ohr.hotroad.info/
Aggieren und Reagieren...

ManOfConstantSorrow

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72-Stunden-LKW-Touren
« Antwort #2 am: 19:07:17 Di. 04.Januar 2005 »
ANKLAGE GEGEN BUS-DISPONENTEN

Hannover: Die Staatsanwaltschaft hat gegen einen ehemaligen Mitarbeiter eines Wunstorfer Busunternehmens Anklage wegen fahrlässiger Tötung erhoben. Dem 41-Jährigen wird nach Angaben der Behörde vorgeworfen, für den schweren Busunfall in der Nähe von Lyon im Mai 2003 mitverantwortlich zu sein. Damals waren 27 Urlauber sowie der Fahrer ums Leben gekommen, 45 Opfer erlitten Verletzungen. Die Ermittlungen hätten ergeben, dass die Unfallursache ein Sekundenschlaf des übermüdeten Fahrers gewesen sei. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, den Fahrer 44 Stunden am Stück zum Dienst eingeteilt zu haben.

aus: NDR Info Nachrichten 4.1.05
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

ManOfConstantSorrow

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72-Stunden-LKW-Touren
« Antwort #3 am: 16:25:17 Di. 01.Februar 2005 »
Fahrsklaven in Europa

Die Brummi-Branche ist äußerst beunruhigt - im Saarland erhebt die Staatsanwaltschaft schwere Vorwürfe gegen Spediteure

Wegen Steuerhinterziehung, Sozialabgabenbetrug, Urkundenfälschung und Bestechung hat die Staatsanwaltschaft Saarbrücken Anklage gegen zwei ehemalige Geschäfts-führer der Spedition Fixemer erhoben. Das Unternehmen gehört zu den Großen der europäischen Transportbranche.


VON WILFRIED VOIGT

Frankfurt a.M. · 28. Januar · Ein halbes Jahr lang hatten 35 Beamte des Bundesgrenzschutzes, der Zoll- und der Steuerverwaltung recherchiert und observiert. Im Juni 2001 schlug die "Gemeinsame Ermittlungsgruppe Kabotage - GEK" zu. Zeitgleich besetzte eine Polizeistreitmacht von rund 500 Beamten zwölf Objekte in Deutschland sowie in Luxemburg und filzte Büros des europaweit agierenden Fixemer-Konzerns. Für die sichergestellten Beweismittel - 17 000 Aktenordner, 113 Kartons mit Tourenbelegen und 3000 Gigabyte Computerdaten (entspricht etwa drei Millionen Blatt Papier) - mieteten die Ermittler eigens ein Speditionsgebäude in Saarbrücken. Dreieinhalb Jahre dauerten die Auswertung des Materials und weitere Recherchen. Diese Woche legte die Ermittlungsbehörde eine von drei Staatsanwälten verfasste 529 Seiten starke Anklageschrift vor.

Ferngesteuerte Trucker

Den Gesamtschaden beziffern die Fahnder auf rund 32 Millionen Euro. Hauptbeschuldigte sind die Brüder Joachim, 40, und Christian Fixemer, 35. Sie kamen im Januar 2002 nach mehrmonatiger Untersuchungshaft erst gegen Hinterlegung einer Kaution in Höhe von 11,5 Millionen Euro - eine der höchsten, die je in Deutschland verfügt wurde - auf freien Fuß.

In Sachsen-Anhalt nahm die Polizei den russischen Fixemer-Beschäftigten Wjatscheslaw M. fest, der bei illegalen Transaktionen in Osteuropa eine wichtige Rolle gespielt haben soll. Laut Staatsanwaltschaft sollen die Fixemer-Brüder mindestens 2045 Fahrer, vor allem aus Osteuropa, illegal beschäftigt haben. Obwohl die Trucker offiziell in ihren Heimatländern gemeldet waren, wurden sie, mittels modernster Kommunikationstechnik, ausschließlich vom saarländischen Perl aus, dem zentralen Firmensitz von Fixemer, ferngesteuert. Die gesamte Disposition der Fahrzeugflotte, rund 1500 Gespanne, lief vom Saarland aus. Eine deutsche Arbeits- oder eine nach dem Ausländerrecht erforderliche Aufenthaltserlaubnis besaßen die "Fahrsklaven" (Gewerkschaftskritik) nicht.

Über osteuropäische Briefkastenfirmen erhielten sie oft nur Grundlöhne zwischen 35 und 150 Euro monatlich. Dazu kamen ein "Kilometergeld" von rund fünf Cent und eine "Tagespauschale" von 7,50 Euro. Im Schnitt verdiente ein Fixemer-Fahrer aus Osteuropa maximal 800 Euro im Monat. Deutsche Fahrer konnten, inklusive aller Zulagen, ein Bruttogehalt von maximal 2500 Euro verdienen.

Der Fall ist ein Beispiel für die Tricks, mit denen in der extrem hart umkämpften europäischen Transportbranche agiert wird. Tausende von Russen, Ukrainern, Usbeken, Aserbaidschanern und Georgiern kutschieren seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion und der Öffnung der GUS-Staaten quer durch Westeuropa. Legal dürfen sie dies nur, wenn ihre Firma über eine Sondergenehmigung der Konferenz der europäischen Verkehrsminister verfügt, eine so genannte CEMT-Lizenz. Um leichter an diese hochbegehrten Dokumente zu gelangen, gründeten etliche deutsche Spediteure Briefkastenfirmen in Osteuropa. Eine CEMT-Genehmigung allein genügt jedoch nicht. Die Fahrer müssen außerdem eine Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung eines EU-Staates besitzen.

Absolute Dumpinglöhne

Für die Saarbrücker Staatsanwälte ist das Agieren der Fixemer-Brüder ein "gewerbsmäßiger Verstoß gegen Bestimmungen des Sozialgesetzbuches", das die Beschäftigung von Ausländern ohne Arbeitserlaubnis und dies auch noch zu absoluten Dumpinglöhnen mit Strafe bedroht. Die Ermittler werfen den Unternehmern ein "gewerbs- und bandenmäßiges Zuwiderhandeln gegen das Ausländergesetz" vor. Da die ausländischen Fahrer überdies nicht in Deutschland sozialversichert waren, entgingen der zuständigen AOK Saarlouis allein zwischen Januar 1999 und September 2001 Beiträge in Höhe von rund 3,3 Millionen Euro. Auch dem Fiskus enthielten die Spediteure laut Anklage hohe Millionenbeträge vor. So wurde ein Großteil der Lastwagenflotte lediglich formal in Osteuropa gemeldet, aber von Perl aus disponiert. Die Kraftfahrzeugsteuer wäre deshalb in Deutschland fällig gewesen. Fahnder schätzen allein diesen Schaden auf etwa sieben Millionen Euro.

Damit die Geschäfte wie geschmiert laufen konnten, sollen die Angeklagten durch hohe Bestechungssummen nachgeholfen haben. Für das Ausstellen von Transportgenehmigungen habe der Leiter der zuständigen Abteilung im georgischen Transportministerium mehr als 600 000 Dollar kassiert. Auch ein hoher Beamter aus Aserbaidschan verdiente nach Erkenntnissen der Ermittler durch illegale bürokratische Unterstützung des saarländischen Familienunternehmens fast 300 000 Dollar nebenbei.

In einer "Vielzahl von Fällen" haben die Beschuldigten laut Anklage mit gefälschten Urkunden gearbeitet. So seien manipulierte aserbaidschanische Zulassungen für 80 Lastwagen verwendet worden. Unter anderem sei den Gespannen illegal bescheinigt worden, sie genügten den sicherheitstechnischen Anforderungen.

Spüren Zollfahnder und Bundesgrenzschützer Fahrer aus Osteuropa ohne Aufenthalts- oder Arbeitserlaubnis auf, tragen die Trucker die Folgen in der Regel allein. Sie werden meist ausgewiesen. Ihren Auftraggebern passiert häufig nichts. Die gesamte europäische Brummi-Branche beobachtet den Fall Fixemer deshalb mit größter Aufmerksamkeit.

Rollende Saunen

Die Angeklagten, deren Firma von einem Insolvenzverwalter erfolgreich weiter geführt wird, demonstrieren Gelassenheit. Sie bestreiten einen Großteil der ihnen zur Last gelegten Sachverhalte gar nicht. Im Unterschied zu den Staatsanwälten halten sie die meisten ihrer Aktionen jedoch für legal. Man habe, so die Argumentation, lediglich die rechtlich zulässigen Gestaltungsmöglichkeiten genutzt.

Der Saarbrücker Strafrechtler Professor Egon Müller, Verteidiger eines der Hauptangeklagten, spricht von einem "unverhältnismäßigen Ermittlungsaufwand". Es gehe um komplexe Fragen des Ausländer- und Europarechts. Den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft fehle die "strafrechtliche Relevanz", die Anklage stehe "auf wackeligen Beinen", sagt er.

Zumindest gewährt sie einen tiefen Einblick in die wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse in Europa. Während die Spediteure Millionen scheffelten, gönnten sie ihren Fahrern wenig Komfort. Laut Insidern wurden serienmäßig installierte Klimaanlagen ausgebaut, um Sprit zu sparen. Im Hochsommer waren viele Fixemer-Fahrer in rollenden Saunen unterwegs. In der Firmen-Zentrale in Perl hausten die osteuropäischen Fahrer unter katastrophalen hygienischen Bedingungen in Containern.

Ein besonders strenges Regelwerk führte laut Zeugen der mitbeschuldigte frühere Fixemer-Manager Wjatscheslaw M. ein. Verstießen sie dagegen, konnte es für die Fahrer schnell kostspielig werden. Besonders teuer war laut internem Bußgeldkatalog die "Beleidigung von höhergestellten Personen" - sie wurde mit 50 Euro geahndet.
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BGS

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72-Stunden-LKW-Touren
« Antwort #4 am: 01:50:03 Do. 06.Oktober 2005 »
Sind inzwischen bei den Gebrüdern Fixemer endlich die Handschellen eingeschnappt? Leider keine Infos gefunden, wahrscheinlich lässt man solche Leute immer noch frei herumlaufen...

MfG
Fachspediteur
"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

https://forum.chefduzen.de/index.php/topic,21713.1020.html#lastPost
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)

regenwurm

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72-Stunden-LKW-Touren
« Antwort #5 am: 08:54:14 Do. 06.Oktober 2005 »
Großspedition Willi Betz gerät unter schweren Korruptionsverdacht

Branchenriese soll osteuropäischen Spitzenbeamten vier Millionen Euro Schmiergeld für Transportgenehmigungen gezahlt haben / Geschäftsführer verhaftet
Mit der Festnahme von Thomas Betz, Geschäftsführer der Firma Internationale Spedition Willi Betz, gerät die Transportbranche erneut ins Zwielicht als Tummelplatz in- und ausländischer Mafiosi.

Quelle:

ist schon bißchen älter der Bericht, auch der Herr Fixemer kommt drin vor (Oktober 2005)

Zitat
Gegen die Brüder Christian und Joachim Fixemer wurde bereits Anklage wegen Verstöße gegen das Ausländerrecht, Steuerhinterziehung, Sozialabgabenbetrug, Urkundenfälschung und Bestechung erhoben.

@BGS ob die in Haft sind konnte ich auch nicht rauskriegen
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ManOfConstantSorrow

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72-Stunden-LKW-Touren
« Antwort #6 am: 20:42:15 Do. 06.Oktober 2005 »
Der Internationale Aktionstag für die Beschäftigten im Straßentransport unter dem Motto "Übermüdung tötet!" wird auch in diesem Jahr zum insgesamt neunten Mal durchgeführt.
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Kuddel

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72-Stunden-LKW-Touren
« Antwort #7 am: 23:14:04 Mo. 20.Februar 2006 »
Die Wirtschaftsjournalisten Uli Röhm und Wilfried Voigt geben Einblick in eine Branche, die sich ihre eigenen Gesetze geschaffen hat. Auf 220 Seiten werden Skandale aufdeckt und Gesetzeslücken offen gelegt. Sie schildern Machenschaften skrupelloser Spediteure, die Fahrer wie Sklaven halten und mit Briefkastenfirmen den deutschen Fiskus um Hunderte von Millionen Euro schädigen. Die Autoren analysieren die Strukturen dieses bedeutenden Wirtschaftszweigs. Sie decken politische Hintergründe auf und dokumentieren internationale Verflechtungen. Sie schildern aber auch die Strategie, mit denen Staatsanwaltschaften, Polizei, Zoll und Steuerbehörden diese Form von Wirtschaftskriminalität bekämpfen.



Uli Röhm, Wilfried Voigt
Tatort Autobahn
Kriminelle Machenschaften im Speditionswesen
220 Seiten, kartoniert, 14 x 21,5 cm
€ 19,90
ISBN 3-593-37316-5
Erscheinungstermin: 20.Februar 2006

ManOfConstantSorrow

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72-Stunden-LKW-Touren
« Antwort #8 am: 01:03:00 Fr. 01.Dezember 2006 »
Mehrere Tausend Lkw-Fahrer in Argentinien haben ihren zweitägigen Streik beendet. Ihre Gewerkschaft, eine der stärksten des Landes, setzte die Forderung nach einer Zulage für die Fahrer von Gefahrgut in Höhe von 400 Peso (99 Euro) vollständig durch. Nach der Einigung hoben die Fahrer die Blockade der Raffinerien von Repsol, Esso, Shell und Petrobras im Raum Buenos Aires noch in der Nacht auf.
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SAncho98

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72-Stunden-LKW-Touren
« Antwort #9 am: 13:00:06 Mo. 04.Dezember 2006 »
Ich habe selbst schon in der Branche gearbeitet und die unglaublichsten Dinge erlebt.Was heutzutage in der gesamten Speditions-und Logistikbranche in Deutschland läuft,hat mit "Arbeit"im gewohnten Sinne meiner Meinung nach nichts mehr zu tun.Es ist ein einziger Wahnsinn der da läuft.Die gesamte Branche funktioniert nur,weil es genug willige und billige Arbeitskräfte gibt,die gezwungen sind,jeden Job zu jeder Bedinung zu machen.Würden die gesetzlich vorgeschriebenen Sozialvorschriften nur annähernd eingehalten,die gesamte Wirtschaft in Deutschland würde zusammenbrechen!
Gibt es hier vielleicht noch mehr Leute,die schon in dieser Branche tätig waren und "hinter die Kulissen"geschaut haben.Würde mich mal interessieren,was ihr da somerlebt habt undwäre an einen Erfahrungsaustausch sehr interessiert.
mfG

snowbird

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72-Stunden-LKW-Touren
« Antwort #10 am: 11:48:28 Mo. 25.Dezember 2006 »
Hallo

Bin neu hier im Forum und will hier gleich mal zu dem Thema Stellung nehmen, da ich aus dieser Branche eine Menge Erfahrungen , auch im internationalen Fernverkehr gemacht habe.
 Nach all dem, was so abläuft in dieser Branche, wundert es mich immer wieder, das überhaupt noch Fahrer bei deutschen Speditionen arbeiten. Ich habe schon vor Jahren die Konsequenzen aus diesen miesen Zuständen gezogen und arbeite bei ausländischen Speditionen. Dort ist zwar auch nicht alles eitel Sonnenschein,aber zumindest kann man da noch einigermassen Geld verdienen .
In Deutschland geht man ja immer mehr dazu über, die Fahrer nach Strich und Faden zu verarschen und dann auf einmal keinen Lohn zu überweisen, da es ja der Firma so schlecht geht. ( Hab ich zweimal erlebt ) Wenn man dann versucht sich das Geld mit anwaltlicher Hilfe zu holen, dann trifft man auf juristische Hürden, die diesen Verbrechern auch noch alle mögliche Spielräume offenlassen. Wenn man da nicht selbst was unternimmt, dann ist man aufgeschmissen.
Und das es der Transportbranche hier so schlecht geht, ist ein hausgemachtes Problem. Weil viele Spediteur den Hals nicht voll kriegen, unterbieten sie sich gegenseitig, bis allen die Luft ausgeht.

Man braucht ja nur über die Grenzen zu schauen, und sieht das es auch anders geht. Ich wohne hier im deutsch-österreichischen Grenzgebiet und hier werden Fahrer von deutschen Firmen gesucht. Die kriegen nur keine, da sich schon rumgesprochen hat, das es auf der anderen Seite der Grenze wesentlich bessere Konditionen gibt. Da wird mehr bezahlt, die Fahrzeuge sind in ordentlichem Zustand, Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld sind selbstverständlich und Arbeit gibts auch genug.

Also gibt es wirklich keinen Grund mehr in Deutschland LKW zu fahren.

Grüsse Ralf

BakuRock

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72-Stunden-LKW-Touren
« Antwort #11 am: 17:27:12 Sa. 13.Januar 2007 »
Zitat
Original von snowbird
Hallo
Man braucht ja nur über die Grenzen zu schauen, und sieht das es auch anders geht. Ich wohne hier im deutsch-österreichischen Grenzgebiet und hier werden Fahrer von deutschen Firmen gesucht. Die kriegen nur keine, da sich schon rumgesprochen hat, das es auf der anderen Seite der Grenze wesentlich bessere Konditionen gibt. Da wird mehr bezahlt, die Fahrzeuge sind in ordentlichem Zustand, Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld sind selbstverständlich und Arbeit gibts auch genug.
Also gibt es wirklich keinen Grund mehr in Deutschland LKW zu fahren.
Grüsse Ralf

Es ist erwiesen das 85 Prozent der Fahrer in ÖsiSpeditionen deutsche Fahrer sind. Tendenz: steigend!
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regenwurm

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72-Stunden-LKW-Touren
« Antwort #12 am: 17:56:25 Sa. 13.Januar 2007 »
Zitat
Also gibt es wirklich keinen Grund mehr in Deutschland LKW zu fahren.
von BakuRock auf dem notebook währen der fahrt geschrieben

Es gibt ja noch die guten alten Tachoscheiben.

Hier in Hamburg kommen immer mehr Container an, die Ware in den Containern muß ja schließlich in die Stadt oder Umland.

Der LKW Fahrer wohnt doch hier, was soll jemand in Österreich, soll jemand wegen mehr Geld dahinziehen.

Es ist klar das die Spritpreise, die Steuern, die Mautgebühr für die Unternehmen eine Mega Konkurrenz Situation sind - Zeitdruck - billiger "Fahren".

Viele Unfälle an der Autobahn passieren durch Übernächtigung (sekundenschlaf), Überhöhte Geschwindigkeit (zeitdruck) und falsche oder zuviel Beladung.

Das Problem - Die Ursachen - Bis das der Spritpreis euch scheidet


..der muß aber ankommen (sorry wegen der schleichwerbung)
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Kuddel

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72-Stunden-LKW-Touren
« Antwort #13 am: 18:04:52 Sa. 13.Januar 2007 »
regenwurm,
erst denken, dann posten...

regenwurm

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« Antwort #14 am: 18:26:55 Sa. 13.Januar 2007 »
Zitat
regenwurm,
erst denken, dann posten...

von kuddel

Fragezeichen ?

Wieso kuddel, ich wollte nur sagen, das Österreich keine Lösung ist.

Das Unfallrisiko von 72 Stunden ist nicht ständig und Überall gegeben.
Dazu der Satz der Tachoscheiben (Polizeikontrollen).
72 stunden Fahrtzeit sind keine Seltenheit, mein Beispiel an Hamburg bezog sich auf Container die in oder um Hamburg transportiert werden.
Das heißt die haben keinen 72 std. hinterm Lenkrad zu verbringen.

Mir ist klar das es den Druck seitens der Arbeitgeber gibt.

Der Konkurrenzdruck unter Spediteure ist riesig wie beschrieben durch Steuern, Mautgebühren und die Konkurrenz (häufig Osteuropäische Länder- Aufgrund unterschiedlicher Währungssysteme)

Unfallstatistiken sagen eine deutliche Warnung...

gruß nach kiel an kuddel
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