Autor Thema: 72-Stunden-LKW-Touren  (Gelesen 53981 mal)

BakuRock

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72-Stunden-LKW-Touren
« Antwort #15 am: 20:40:40 Sa. 13.Januar 2007 »
Ach- noch eins dazu: Die fahrer hauen ab wegen der schlechten Bezahlung, den miesen Bedingungen usw. Auch die "Armut" ihres Chefs kotzt sie an und das der deshalb auch kein Weihnachtsg.... u. so...

Einen obendrauf: Die 85 % findet man meistens in und um Kärnten - das regt zum denken an. Haiders Heimatfirmen bieten gute Bedingungen ....
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Wenn eine Idee am Anfang nicht absurd klingt, gibt es für sie keine Hoffnung. .... A. Einstein

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snowbird

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72-Stunden-LKW-Touren
« Antwort #16 am: 16:45:29 So. 14.Januar 2007 »
Hi

Fakt ist, das die Unternehmer in der Transportbranche noch genügend verdienen könnten, wenn sie nicht versuchen würden, sich gegenseitig bei den Frachtpreisen zu unterbieten. Das geht nun schon seit Jahren so und ein Ende ist nicht abzusehen. Habe ich in einem kleinen Betrieb in D selber erlebt und mitgehört. Wenn bei den Preisen Einigkeit herrschen würde, dann sähe es anders aus. Aber solange die Chefs sich noch dicke Autos leisten können, kanns nicht so weit fehlen.
Das man nicht aus Hamburg wegen der Fahrerei nach Bayern zieht, ist mir schon klar.
 Aber es ist schon bedenklich wenn man Fahrer aus dem ehemaligen Osten auf Tschechischen LKWs sitzen sieht und bei einem Gespräch mit ihnen erfährt, das ihr Chef tatsächlich Tscheche ist, die Firma auch dort ist und die Fahrer 500 Euros mehr verdienen als in Ostdeutschland. Mit anderen Fahrern habe ich gesprochen, die fahren bei türkischen Speditionen und verdienen dort auch mehr als bei Deutschen. Das sollte einem doch zu denken geben.
Auf das Gejammere von Spediteuren gebe ich schon lange nichts mehr. Es ist auch kein Geheimnis, das das Speditionsgewerbe eines der kriminellsten ist. Was dort so abläuft ist absolut nicht normal. Abgesehen von Arbeitszeiten und Moral der Arbeitgeber.
Ich bin lange genug in dem Gewerbe, das ich glaube da ein bisschen mitreden zu können


Grüsse Ralf

ManOfConstantSorrow

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72-Stunden-LKW-Touren
« Antwort #17 am: 00:52:58 Sa. 20.Januar 2007 »
18.01.07
Am Montag traten Tausende Fahrer von Kleinbussen und Kleinlastwagen in der peruanischen Hauptstadt Lima in den Streik. Der Streik führte in der Metropole mit 8 Millionen Einwohnern zu chaotischen Verkehrsverhältnissen, verstärkt durch die von den Fahrer organisierten Blockaden der Highways, brennende Reifen in den Straßen und Steinwürfe auf Fahrzeuge, die sich nicht an dem Streik beteiligten. Die Fahrer protestieren damit gegen die überhand nehmenden Geldstrafen und den Entzug der Fahrerlaubnis durch die Polizei.
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schmarotzer

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72-Stunden-LKW-Touren
« Antwort #18 am: 21:05:31 Do. 15.Februar 2007 »
Da ich einige jahre erfahrung in genau diesem Job habe melde ich mich einfach mal zu Wort,
also auf 72 std zukommen ist nicht weiter schwierig ,weil es einfach eine Rechensache ist,so mal ein beispiel.
Ich Fahre morgends um 8.00 los mache dann um 12.01 eine pause von 45 minuten oder ner stunde oder zwei iss egal,so dann Fahre ich wieder 4 Std und mach wieder ne pause von 44 Minuten dann nochmal zwei Std Fahren und ich mach feierabend,nach 8.75std werde ich aus welchen gründen auch immer dazu gezwungen das Fahrzeug um 10 meter zuversetzen somit ist meine komplette pause die vorher gemacht habe nichtig und wird obwohl das Fahrzeug stand als Lenkzeit angesehen,dieses Spiel kann man beliebig Fortsetzen sodas man ohne einen hemmungslos übermüdeten und halb toten Fahrer vor sich zuhaben auf diese Ofiziellen Lenkzeiten kommt.woher ich das weiß???ist mir selber oftgenug passiert .
ok es mag welche geben die tatsächlich permanent so fahren aber diese zeit ohne pause ist eigentlich nicht zumachen ohne aufputschende mittelchen.

Kuddel

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72-Stunden-LKW-Touren
« Antwort #19 am: 16:58:25 Sa. 24.Februar 2007 »
Hier ein Versuch Fahrer mit Hilfe des Netzes zu organisieren:

http://fahrer-gegen-lohndumping.de/

schmarotzer

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72-Stunden-LKW-Touren
« Antwort #20 am: 16:25:26 Di. 27.Februar 2007 »
wie gesagt ein versuch,versuch mal 3 fahrer  in einer raststätte ernsthaft auf eine meinung zukriegen iss fast unmöglich solche versuche gab es schon noch und nöcher das problem ist die lobby fehlt da in diesem bereich,daher wird sich sich da nie etwas ändern.

DiddieM

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72-Stunden-LKW-Touren
« Antwort #21 am: 18:09:55 Di. 27.Februar 2007 »
schmarotzer

Genau so ist es.

 Dietmar

schmarotzer

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72-Stunden-LKW-Touren
« Antwort #22 am: 21:47:00 Di. 27.Februar 2007 »
dies als brange zubezeichnen ist schon eine fars,in jeder leihbude geht es einem besser als bei einem spediteur,als beispiel zu arbeitsbedingungen,köln-verona-köln und das ohne pause spielt einer nicht mit er eben gefeuert.spielt er mit hat er das problem wenn er angehalten wird ist er selber der dumme.die deutsche polizei sollte es wie die belgier oder franzosen machen die haben mittlerweile gelernt das der fahrer nicht für fahrzeit überschreitung kann die sagen einem ganz klar von dir wollen wir nichts wir wollen nur von deinem chef ein paar tausend euro strafe damit er es sich überlegt ob er dich nochmal länger fahren läßt und der lkw darf erst wieder bewegt werden,wenn die strafe bezahlt ist und gut ist es da.hier hingegen wird alles auf den fahrer geschoben und der hat nur die möglichkeit arbeitslos oder mit einem bein im knast wegen gesetzesübertretungen und das sind die gründe weshalb ich diesen beruf nie wieder ausüber werde .schlimmstenfalls geb ich meine kl2 ab.

Heatfield

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72-Stunden-LKW-Touren
« Antwort #23 am: 22:58:27 Di. 27.Februar 2007 »
Zitat
die deutsche polizei sollte es wie die belgier oder franzosen machen die haben mittlerweile gelernt das der fahrer nicht für fahrzeit überschreitung kann die sagen einem ganz klar von dir wollen wir nichts wir wollen nur von deinem chef ein paar tausend euro strafe

die Polizei kann also auch vernünftig? Nur nicht in Deutschland.

schmarotzer

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« Antwort #24 am: 19:22:34 Mi. 28.Februar 2007 »
richtig das kann sie hab ich mehr wie einmal erlebt,in frankreich wurd ich stillgelegt durfte im hotel mich ausschlafen,dann hieß es chef anrufen der soll bezahlen 36000dm waren das damals,der kollege von der schmier kam aus köln sprach recht gut deutsch und hörte mit ,mein chef moserte und er legte sofort auf,dann haben wir meine sachen vom lkw in ein polizeiwagen verladen und ich wurde nach paris gebracht dort gab es ein schwätzchen und schon war ich unterwegs per zug nach deutschland,den lkw gab es erst zurück,als die strafe bezahlt war,in belgien lief es so ich wurde angehalten und glücklicherweise handelte es sich bei mir nur um 250 euro strafe bei meinem kollegen waren es 2100 euro die sagten alles klar ruft euren chef an der soll die summe sofort bezahlen ansonsten stehen die lkw ,als wir sagten uns egal dann gehen wir eben  wurde gesagt bitte ihr habt nix verwerfliches getan wir wollen nur geld für die strafen von eurem chef ,naja nach langen hin und her wurde bezahlt und wir konnten weiter fahren,ich denke so muß das gehandhabt werden und nicht wie hier in germany.

ManOfConstantSorrow

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« Antwort #25 am: 11:59:27 Di. 13.März 2007 »
Die Gewerkschaft hat den Streik der LKW- Fahrer ausgesetzt und erwartet die Diskussion im Parlament über ein neues Frachtgesetz. Die formal selbstständigen Fahrer streikten für ein halbwegs garantiertes Einkommen, oder besser, für eine Minimum-Frachtrate. Frachtraten sind 1997 "liberalisiert" worden und haben sich seit dem kaum erhöht, während sich etwa die Dieselkosten verfünffacht haben. Das Hauptproblem ist aber, daß Frachtaufträge nur über eine Kette von Agenturen und Vermittlern zu bekommen ist, die insgesamt bis zu 40% kassieren. Der Streik betraf vor allem den Hafen von Pusan und große Containerterminals. Die Polizei macht Streikende für Angriffe auf Streikbrecher verantwortlich; so sind u.a. einige LKWs in Flammen aufgegangen.


Quelle: The Korea Times, 5.12.06

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ManOfConstantSorrow

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72-Stunden-LKW-Touren
« Antwort #26 am: 14:39:08 Di. 19.Juni 2007 »


Unfallursache LKW

Sparen statt Sicherheit


Die Bilder vom schrecklichen Busunglück auf der A14 gehen um die Welt. Oftmals sind Lastwagen und Busse in schwerste Unfälle verwickelt. Dabei lassen sich viele Katastrophen verhindern. Ausgeklügelte Sicherheitstechnik wird angeboten, aus Kostengründen aber viel zu selten eingesetzt.

http://www.stern.de/sport-motor/autoservice/:Unfallursache-LKW-Sparen-Sicherheit/591390.html
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ManOfConstantSorrow

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« Antwort #27 am: 17:20:32 Di. 11.Dezember 2007 »
LKW-Fahrer blockieren die Straßen
Gestern hat in Italien ein fünftägiger Streik der LKW-Fahrer begonnen, rund 90 Prozent der Transportunternehmen sind betroffen. Die LKW-Fahrer organisieren Straßenblockaden. Der Streik richtet sich gegen die Erhöhung der Benzinpreise und der Betriebskosten. Zum Streik aufgerufen haben sieben Gewerkschaften.

11.12.07
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Knubbel

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72-Stunden-LKW-Touren
« Antwort #28 am: 21:40:18 Di. 11.Dezember 2007 »
Moin.

In Italien muss man berücksichtigen, dass sie einen hohen Anteil selbstfahrender (-ausbeutender) Unternehmer haben. Die sind aber im Unterschied zu Deutschland meist in (Einkaufs-) Genossenschaften organisiert, die wiederum teilweise von den Arbeitnehmer-Gewerkschaften betrieben werden. Deswegen kommen die Kollegen dort ratz-fatz zu hohen Streikbeteiligungen. Im Unterschied zu Deutschland wird das Blockieren z.B. einer Raffinerie nicht als Nötigung, also Straftatbestand, betrachtet, sondern als übliche Streikaktion. Deswegen haben solche Streiks - wie auch die in Frankreich - eine ganz andere Durchschlagskraft.

gruß knubbel (Berufskraftfahrer Fachrichtung Güterverkehr außer Dienst)
... even kijken

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« Antwort #29 am: 16:09:03 Do. 13.Dezember 2007 »
aus chefduzen.at:


LKW-Streiks bald auch in Ö?    
Nachdem die Regierung in Italien zu Zugeständnissen bereit war sind die Blockaden der Frächter in Italien vorerst beendet.
Der hohe Dieselpreis hat die gesamte Transportbranche ziemlich unter Druck gesetzt und der Frächterverband fordert deshalb niedrigere Steuern auf Diesel und einen Schutz gegen Dumpinglöhne bei Fahrern.
Viele wichtige Autobahnen und Grenzübergänge wurden von hunderten LKWs blockiert und angeblich war die Versorgung mit Treibstoff, Gemüse und Milch innerhalb weniger Tage am Limit. Viele nicht-italiensche Unternehmen beteiligten sich nicht am Streik und ihre LKWs saßen fest es wurde auch von Sabotage an "Streikbrechern" berichtet. Reifen wurden aufgeschlitzt, Scheinwerfer zertrümmert, LKWs beschädigt und Streikbrecher verprügelt. Die Blockaden wirkten sich schnell auf die Schweiz und Österreich aus. Die Regierung drohte erst mit Maßnahmen gegen die "illegalen" Blockaden, versprach dann aber Verhandlungen und löste so den Streik vorerst auf.

Die Streikdrohungen der öster. Frächter dürften damit auch wieder vom Tisch sein... Oder doch nicht?

Zitat:
Zitat
Es gibt sie noch, die Solidarität unter Berufskollegen. Gottfried Strobl, Gütertransport-Obmann in der Wirtschaftskammer Tirol, zeigt volles Verständnis für die streikenden Frächter und Lkw-Fahrer in Italien.

"Wir haben in Österreich dieselben Probleme", meint er. Die exorbitant gestiegenen Treibstoffpreise, die hohe Mineralölsteuer und das teure Roadpricing sorgen in der Branche für enormen Kostendruck. "Wenn das so weitergeht, bilanzieren wir alle im Minus", sagt Strobl. Die Probleme müsse man auch in Österreich thematisieren.
http://www.tirol.com/wirtschaft/innsbruck/73835/index.do

Zitat:
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Der Nahrungsmittelproduzent Barilla musste am Mittwoch seine Arbeiter nach Hause schicken, weil die Fabriken nicht beliefert wurden. Bei Fiat hatten 25.000 Arbeitnehmer frei. Die Produktion von 5.000 Pkw sei ausgefallen, teilte der Konzern mit. Der Industriellenverband Confindustria klagte bereits über Schäden in Millionenhöhe.
http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/wirtschaft/676257/index.do

Zitat:
Zitat
Betroffen ist vor allem die Kärntner Holzindustrie, deren Hauptabsatzmarkt Italien ist. Alleine im Sägewerk Hasslacher in Sachsenburg blockiert ein Streiktag in Italien 35 Lkw-Ladungen Schnittholz. Auch der heimische Lebensmittelhandel dürfte ausbleibende Warenlieferungen aus Italien in einigen Tagen zu spüren bekommen.

Kärnten und Steiermark erwägt Generalstreik
Die Kärntner Frächter zeigen sich trotz aller Negativfolgen des Streiks solidarisch mit ihren italienischen Kollegen: Wie sie klagen sie über steigende Treibstoffpreise und verlangen von der Regierung Steuererleichterungen.

Frächtersprecher Leopold sagt, er habe am Montag zahlreiche Anrufe von erbosten Kärntner Frächtern erhalten, "in denen es geheißen hat, wir sollen uns doch mit den Italienern solidarisch erklären, weil wir ja das gleiche Problem haben. Kärnten und die Steiermark denken auch über einen Generalstreik nach. Auch die Frächter in Kärnten und der Steiermark könnten ihre Arbeit niederlegen, die Lkws zu Hause lassen und den Fahrern Urlaub geben."

http://kaernten.orf.at/stories/241894/

[weitere Berichte]
http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/chronik/674690/index.do
http://www.bielertagblatt.ch/News/Schweiz/98407
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