Autor Thema: NuSchool  (Gelesen 87319 mal)

Kuddel

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Re: NuSchool
« Antwort #45 am: 19:37:48 Mi. 17.Dezember 2008 »
Polizist schoss nicht in die Luft
600 Schulen bleiben besetzt


In Griechenland haben Schüler und Studenten am zwölften Tag in Folge friedlich aber auch gewalttätige gegen Polizeigewalt und Willkür in Griechenland protestiert. Rund 50 Aktivisten hängten am Mittwochmorgen auf der Akropolis - dem Wahrzeichen der griechischen Hauptstadt - ein weithin sichtbares Transparent mit der Parole: "Widerstand" in griechischer, englischer, spanischer und deutscher Sprache auf. Zudem sind rund 600 Schulen nach Angaben der Demonstranten weiter besetzt, auch mehrere Universitätsgebäude in Athen und Thessaloniki seien betroffen.
 
In Athen attackierten rund 20 Vermummte einen Polizeibus mit Brandflaschen. Der Fahrer, der allein im Bus war, habe sich in "letzter Minute" aus dem brennenden Fahrzeug retten können, berichtete das Fernsehen. Eine Gruppe von rund 40 Autonomen besetzte zudem die Büros des größten Gewerkschafts-Dachverbandes (GSEE) im Zentrum der griechischen Hauptstadt. Bereits am Dienstag hatten Jugendliche in der Stadt im Nordwesten Griechenlands das Gebäude des Lokalradios und ein Kulturzentrum gestürmt. Über den Radiosender verbreiteten die Protestierenden ihr eigenes Programm.
 
Schuss in Richtung Opfer
 
Derweil wurden weitere Ergebnisse der ballistischen Untersuchung der Polizeikugel bekannt, die am 6. Dezember den 15-Jährigen Alexandros Grigoropoulos tötete. Laut staatlichem Rundfunk bestätigen sie zwar, dass es sich um einen Querschläger handelte. Die Untersuchung zeige aber, dass der wegen Morde angeklagte 37-jährige Polizist, aus dessen Waffe die Kugel kam, in Richtung des Opfers und nicht wie von ihm behauptet in die Luft geschossen habe. Der Tod des Schülers hatte die teils gewalttätigen Proteste ausgelöst.
 
Auf einem zweiten auf der Akropolis aufgehängten Banner riefen die Protestierenden für diesen Donnerstag zu europaweiten Protestdemonstrationen auf. In Athen und anderen Städten wollen gleichzeitig erneut Schüler, Studenten und Lehrer gegen Polizeigewalt und für Reformen im Bildungssystem auf die Straße gehen.

http://www.n-tv.de/1070150.html

ManOfConstantSorrow

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150.000 Schüler demonstrieren in Frankreich
« Antwort #46 am: 19:07:13 Fr. 19.Dezember 2008 »
19.12.08 - In Frankreich haben gestern rund 150.000 Schüler in zahlreichen Städten gegen die vom Bildungsministerium geplante Reform des Gymnasiums demonstriert. Die Schüler blockierten zahlreiche Schulen und verschiedene Züge. Angesichts der durch Griechenland fegenden Protestwelle hatte der Bildungsminister eine Verschiebung seiner Pläne um ein Jahr angekündigt, die Pläne zur Streichung von 13.500 Lehrerstellen und von Schulstunden aber nicht zurückgezogen.
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Kuddel

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Re: NuSchool
« Antwort #47 am: 11:52:47 Sa. 03.Januar 2009 »
Zitat
Jugend in Frankreich

Die Lust an der Rebellion

 Frankreich fürchtet, dass sich die Wut der Vorstädte mit dem Frust der Schüler vereinen könnte. Auftakt zu der neuen Serie über Jugendbewegungen in Europa


Knapp Tausend Kinder stürmten am 17. Dezember den Élysée-Palast. Sie wollten das Königspaar, nein: den Präsidenten und seine Gattin sehen. Mitsamt ihren Gärtnerinnen tobten sie durch den Ehrenhof des Élysées, vorbei an der neun Meter hohen Ökotanne, um am traditionellen Kinderempfang teilzunehmen.

 Unter ihnen waren auch Abgesandte aus den armen Vorstädten, deutlich zu erkennen an ihren Hautfarben und vor allem daran, dass sie sich besonders hübsch gemacht hatten, und die Erzieherinnen erst recht.

 Tags darauf waren ihre älteren Geschwister unterwegs. ?Ich liebe meine Lehrer,? stand auf einem Transparent, ?entlasst sie nicht!? diesmal demonstrierten Frankreichs Schüler, nachdem sie tagelang Schulen bestreikt oder besetzt hatten; es gingen rund 150.000 auf die Straße.

 Die Jugendlichen waren unterwegs, um - erstens - gegen eine (unwesentliche) Reform zu protestieren, die vom Bildungsminister kurz zuvor um ein Jahr verschoben worden war: auf Geheiß seines Präsidenten, der sehr gut weiß, dass sich in Frankreich noch kein Politiker lange gegen Massenproteste der Schüler und Studenten gehalten hat.

 Zweitens hatten sie sich unter Fahnen und Transparenten eingefunden, um diesen Erfolg ihrer Proteste zu feiern. Drittens ging es gegen die schmerzhaften Personaleinsparungen an den Schulen. Viertens aber und vor allem demonstrierten sie, weil die Aussichten für Schulabgänger schlecht sind und schlechter werden.
(...)
http://www.zeit.de/online/2008/52/jugend-bewegung-frankreich





Zitat
Jugendbewegung in Italien

Protest mit Wucht

In Italien gehen die Studenten und Schüler gemeinsam mit den Leih- und Zeitarbeitern des Landes auf die Straße




Ironie der Geschichte: Gerade in dem Jahr, als sich die ins Reich der Mythen erhobene 68er-Studentenrevolte zum 40. Mal jährt, entstand die neue, junge italienische Protestbewegung wie Phönix aus der Asche. Neue Welle nennt sie sich selbstbewusst und wehrt sich gegen Stellenabbau und soziale Kürzungen. Die Bewegung betont zwar immer, überparteilich zu sein. De facto sind die Studenten jedoch jenem Mitte-Links-Lager zugehörig, das sich als Opposition zur Berlusconi-Regierung versteht.

 Die Proteste der Neuen Welle sind massiv. Die Bewegung schreckt nicht einmal davor zurück, die Bannmeile um den italienischen Senat oder die Abgeordnetenkammer zu brechen. Wie im Oktober und November mehrmals geschehen. Die protestierenden Mailänder Studenten organisierten gar einen Marsch auf Rom, an dem 100.000 Studenten teilnahmen.

 1968 bildeten Arbeiterschaft und Studenten eine geschlossene Front. Heute ist die Situation ähnlich: Die Studenten und Oberschüler marschieren Seite an Seite mit den "precari", dem Millionenheer der Leih- und Zeitarbeiter, also jenen Arbeitnehmern, die durch die Wirtschaftskrise und Kürzungen der Regierung um ihre prekären Stellen fürchten. Und auch die Lehrer und Eltern der Studenten gehen mit auf die Straße.

 Anlässe gibt es genug. 15 Prozent der italienischen Bevölkerung schaffen es mit ihrer Rente oder dem kläglichen Einkommen nicht bis ans Monatsende. Fünf Prozent haben gar kein Geld, um Lebensmittel zu kaufen. Das sind Daten des nationalen Statistikamtes. Dabei sollte man wissen, dass es in Italien für diejenigen weder Sozialhilfe noch Arbeitslosengeld gibt, die nicht eine Mindestzahl von Tagen gearbeitet haben. Die Familie muss in Notsituationen in die Bresche springen, um die Betroffenen sozial nicht vollends abgleiten zu lassen.

 Um Milliarden kürzen wollte die Regierung Berlusconi beispielsweise den Schul- und Universitätsetat. Damit keine Proteste aufkommen, hatte sie das raffiniert eingefädelt. Die Einsparungen wurden in ein Dekret verpackt, das die Regierung im Juli diese Jahres erließ. Zu jener Zeit also, in der sich das Land normalerweise am Meer tummelt und keinen Gedanken an die Politik verschwendet.

Die Wucht der Proteste erschrak die Mitte-Rechts-Regierung in Rom so sehr, dass sie keinen anderen Ausweg sah, als klein beizugeben. Das Dekret wurde vorerst zurückgezogen. "In diesem Moment kulturellen Niedergangs stellt die Bewegung der 'Welle' für Italien eine große Hoffnung dar. Sie setzt jene Energie frei, die in den letzten Jahren gänzlich fehlte", sagt Samuel, Sänger der Turiner Electro-Rocker Subsonica, einer Alternativ-Band, die in Italien zu den Stars zählt.

 Um den Protest im Keim zu ersticken, taktiert die Berlusconi-Regierung nun mit versteckter Repression. So geschehen beispielsweise beim letzten deutsch-italienischen Gipfeltreffen Mitte November in Triest. Die regelmäßigen Konsultationen zwischen Silvio Berlusconi und Angela Merkel nahmen Studenten der Triester Dolmetscherschule "Scuola Interpreti" zum Anlass, gegen die Streichung einer Deutschlektorenstelle zu protestieren.

 Der versprengte Haufen skandierte an die Adresse des Ministerpräsidenten vergleichsweise harmlose Protestrufe wie "Lieber gebräunt als verurteilt!" (in Anlehnung an Berlusconis Kommentar zur Wahl Obamas) oder "Für eine öffentliche Bildung!". Es dauerte nicht lang, bis sich eine Antiterroreinheit namens "Digos" um die protestierenden Studenten kümmerte und zunächst die Personalien aufnahm. Ein Vorgang, der von mehreren TV-Teams im Bild festgehalten wurde.

 Nur wagte es danach kein Fernsehsender, die Bilder des Protestes und des Digos-Einsatzes auszustrahlen. Wenig später wurde bekannt, dass die protestierenden Studenten von der Triester Staatsanwaltschaft angezeigt wurden: wegen der Teilnahme an einer nicht genehmigten politischen Demonstration.

Erst im September schwante den meisten das wahre Ausmaß der Kürzungen: ein Abbau von 130.000 Stellen allein im Schulwesen und die Streichung einer ähnlich großen Zahl von Zeitverträgen an den Universitäten und in der Forschung. Rund 1,2 Milliarden Euro will die Regierung bis 2012 allein in der Forschung einsparen, die ohnehin wie ein Stiefkind behandelt wird. Gerade jedoch als das Regierungsdekret vom Parlament in ein ordentliches Gesetz umgewandelt werden sollte, explodierte der massive Protest ? von Mailand bis Palermo. Versuche des Staatsschutzes, die Protestwelle in Misskredit zu bringen, liefen ins Leere.
http://www.zeit.de/online/2008/52/jugend-bewegung-italien


Insbesondere der Italienbericht lohnt bis zur letzten Zeile durchgelesen zu werden!


ManOfConstantSorrow

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Protest gegen "gläsernen Schüler" in Berlin
« Antwort #48 am: 13:33:35 So. 11.Januar 2009 »



Bei einer Anhörung im Abgeordnetenhaus in Berlin sprachen sich am Donnerstag Schüler- und Elternvertreter, Bürgerrechtler und Datenschützer gegen die vom SPD/Linke-Senat geplante Schülerdatei in Berlin aus. Der Senat will vom kommenden Schuljahr an die Schüler in Berlin durchnummerieren und 16 persönliche Informationen in einer zentralen Datenbank speichern.
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ManOfConstantSorrow

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Re: NuSchool
« Antwort #49 am: 18:08:27 Di. 13.Januar 2009 »

Schülervertreter kündigt Streik für 2009 an
Initiative "Bildungsblockaden einreißen" erhofft sich Teilnahme von Schülern und Studenten

Der Mitbegründer der Schülerinitiative "Bildungsblockaden einreißen", Niklas Wuchenauer, hat für Mitte 2009 einen weiteren "Bildungsstreik" angekündigt. Im Deutschlandradio Kultur sagte Wuchenauer am Montag, am nächsten Bildungsstreik sollten sich nicht nur Schüler, sondern dieses Mal auch Studenten beteiligen. Der Streik solle im gesamten Bundesgebiet stattfinden. Zuletzt hatte ein solcher Streik im November 2008 stattgefunden.

Wuchenauer kritisierte die Zustände an deutschen Schulen scharf. Den Schülern werde ein "riesiges Pensum an Arbeit aufgehalst", ohne dass sie bei Problemen mit den Lehrern Rücksprache halten könnten. "Es findet (…) überhaupt keine individuelle Förderung statt", sagte er. Stattdessen sei es so, "dass die Lehrer den Schülern sagen, was sie zu lernen haben, und die Schüler dann (…) auf sich selbst gestellt damit klar kommen müssen". Das sei für viele Schüler der Grund, warum Schule "keinen Spaß macht".

Die Bildungskosten würden immer mehr auf Eltern und Schüler umgelegt, kritisierte Wuchenauer. Als Beispiel nannte er die Studiengebühren. Wenn jetzt im Rahmen des Konjunkturpakets Schulen renoviert werden würden, sei das zwar eine "schöne Sache", sagte der Schüler: "An einigen Schulen ist es tatsächlich so, dass dort schon der Putz von der Decke kommt." Dennoch wäre es sinnvoller, das Geld für die Betreuung der Schüler einzusetzen.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund habe einen jährlichen Mehrbedarf von 30 Milliarden Euro für das Bildungssystem errechnet, betonte Wuchenauer. An der finanziellen Situation scheitere derzeit vieles an den Schulen, sagte er. Sportlehrer hätten manchmal nicht mal mehr das Geld für neue Basketbälle.

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/interview/902381/
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ManOfConstantSorrow

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Schülerprotest gegen Schulzeitverkürzung
« Antwort #50 am: 11:53:49 Sa. 28.März 2009 »
27.03.09 - Gestern demonstrierten in Braunschweig mehr als 1.000 Schüler, Eltern und Lehrer einer Gesamtschule in Braunschweig gegen die Pläne der niedersächsischen Landesregierung, die Schulzeit bis zum Abitur an Gesamtschulen auf acht Jahre zu verkürzen. Bis zur landesweiten Demo am 9. Mai in Hannover wollen Schüler, Eltern und Lehrer weitere Aktionen starten. Die Schüler hatten die Demo innerhalb einer Woche organisiert.
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Kuddel

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60.000 Schüler demonstrieren in Österreich
« Antwort #51 am: 14:32:24 So. 26.April 2009 »
Am Freitag haben in Österreich über 60.000 Schüler während der Unterrrichtszeit an Demonstrationen gegen die Streichung von schulautonomen Tage und für ein besseres Bildungssystem teilgenommen. Allein in Wien gingen 25.000 Schüler auf die Straße, in Linz waren es 20.000. Aufgerufen zu dem Protest hatten verschiedene vor allem linke Schülerorganisationen.



ManOfConstantSorrow

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Re: NuSchool
« Antwort #52 am: 18:55:29 Mo. 27.April 2009 »
Mir hat das Transparent RECHT AUF FAULHEIT sehr gut gefallen. :D
Da wird dieses ganze erbärmliche Herumgerenne in dem Hamsterrad in Frage gestellt, das nicht nur für Schulen gilt. Dieses ewige "Schneller! Schneller!" muß ein Ende haben.

Für Juni sind wieder Kämpfe an Schulen und Unis (in Deutschland) geplant.
Wenn die mit anderen Kämpfen zusammenkommen, dürften bewegte Zeiten auf uns zukommen.
In den 60er Jahren haben die Kämpfe an den französischen Schulen auf Universitäten und Fabriken übergeriffen.
Kürzlich haben in Italien Schüler, Studenten und Leiharbeiter gemeinsam demonstriert...
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Eivisskat

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Re: Kinder bewußt verdummen lassen: Laien-Lehrer im Unterricht
« Antwort #53 am: 09:25:50 Mi. 29.April 2009 »
Zitat
Notstand im Klassenzimmer - Hilfslehrer müssen einspringen


An deutschen Schulen fehlen nach Einschätzungen von Experten mehr als 20.000 Lehrer, Unterrichtsstunden fallen aus. Doch statt neue Lehrer einzustellen, werden in einigen Bundesländern immer häufiger pädagogische Laien eingesetzt. Sogar Schüler müssen als Aushilfslehrer ihre eigene Klasse unterrichten.

[...]

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Josef Kraus, gibt der Politik die Schuld an der zum Teil dramatischen Situation in vielen Schulen: Sie habe es versäumt, differenzierte Bedarfsprognosen zu entwickeln. Darüber hinaus wollen viele Länder sparen und stellen deshalb immer weniger ausgebildete Lehrkräfte ein. In Baden-Württemberg beispielsweise werden zunehmend so genannte pädagogische Assistenten an Grund- und Hauptschulen beschäftigt, die keine berufliche Qualifikation benötigen.

Viele Länder wollen sparen

Michael Gomolzig vom Verband Bildung und Erziehung in Baden-Württemberg ist über solche Zustände empört. Im letzten und vorletzten Jahr seien rund 75 Prozent aller Grund- und Hauptschullehrer, die eine fertige Ausbildung hinter sich hatten, auf die Straße geschickt worden. Dafür hole man pädagogische Assistenten an die Schulen zum Billiglohn und meine, damit sei alles getan.
 
weiter + Video: http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/17/0,1872,7559185,00.html
 

vampyrella

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Re: NuSchool
« Antwort #54 am: 10:11:28 Mi. 29.April 2009 »
Erinnert mich an die Simpsons:

"Wer aus dem Fenster sieht,kriegt eine gepaddelt. Wer schwätzt kriegt auch eine gepaddelt.,
o
L_/
OL This is Schäuble.
Copy Schäuble into your signature to help him on his way to Überwachungsstaat.

Kuddel

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Los Angeles: Schüler protestieren
« Antwort #55 am: 00:07:29 So. 24.Mai 2009 »
Freitagmorgen gingen in Los Angeles während der Schulzeit Hunderte von Schülern von 10 Schulen auf die Straße, um gegen die angekündigten Mittelkürzungen für die Schulen im Bezirk zu demonstrieren. In Los Angeles sollen 2.500 Angestellte des Bezirks entlassen werden, davon auch Hunderte von Lehrern. Am Abend demonstrierten 3.000 Menschen gegen die von Gouverneur Schwarzenegger verfügten Kürzungen.

Kuddel

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Re: NuSchool
« Antwort #56 am: 11:20:55 So. 24.Mai 2009 »
Schülerproteste in L.A.:





Lehrerproteste in L.A.:














ManOfConstantSorrow

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Re: NuSchool
« Antwort #57 am: 11:13:11 So. 07.Juni 2009 »
Niedersachsen
Protest am Landtag gegen "Turbo-Abi"


Eltern und Schüler protestieren in Hannover gegen
die Einführung des verkürzten Abiturs nach zwölf Jahren an

Mehrere Hundert Eltern und Schüler haben am Dienstag am Niedersächsischen Landtag gegen die Einführung des verkürzten Abiturs nach zwölf Jahren auch an Gesamtschulen demonstriert. Die Veranstalter sprachen von 1.000 Teilnehmern, die Polizei von etwa 500. Die Demonstranten bildeten eine Menschenkette in der Nähe des Parlamentsgebäudes in Hannover. Protest gegen die Schulpläne von CDU und FDP kam auch von der CDU-Basis. Die Initiative "CDU-Wähler für Gesamtschulen" richtete sich an die Adresse von Ministerpräsident Christian Wulff (CDU). "Wir werden ein sehr langes Gedächtnis haben, das mindestens bis zu nächsten Landtagswahl reichen wird", sagte der Gründer der Initiative, Hubertus von Wick. Die CDU-Basis stehe nicht geschlossen hinter der CDU-Landtagsfraktion.

http://www1.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/schulreform136-magnifier_i-0_p-0.html

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Kuddel

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Kiel: Schüler demonstrieren für kleinere Klassen
« Antwort #58 am: 11:25:13 Do. 11.Juni 2009 »
Vorestern gingen in Kiel rund 2.500 Schüler und Studenten während der Unterrichtszeit auf die Straße und forderten ein besseres Bildungssystem, u.a. maximal 20 Schüler pro Klasse. Die Polizei trat in Kampfaufrüstung an, sprühte Pfefferspray und nahm friedliche Clowns vorübergehend fest. Eltern kritisieren die Aggressivität von Polizisten und die einseitige Berichterstattung der Lokalpresse.

Zitat
Am Donnerstag steht bereits die nächste Demo an, wenn ab 12 Uhr ein „überparteiliches Bündnis“ für die Abschaffung der Profiloberstufe eintritt.
http://www.kn-online.de/lokales/kiel/96133_Kiel-2500-Demonstranten-machten-ihrem-aerger-ueber-Bildungsdefizite-Luft.html

ManOfConstantSorrow

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Re: NuSchool
« Antwort #59 am: 19:04:10 Fr. 19.Juni 2009 »
Zitat
Demonstranten stürmen Landtag in Mainz
Nach einer friedlichen Demonstration von 3000 Schülern und Studenten im Rahmen des Bundesweiten Bildungsstreiks in Mainz haben Demonstranten das Abgeordnetenhaus des rheinland-pfälzischen Landtags gestürmt und erhebliche Schäden angerichtet.
http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/bildungsstreik-demonstranten-stuermen-landtag-in-mainz_aid_409000.html

Zitat
Düsseldorfer Landtag gestürmt

Während den Feierlichkeiten zum 60. Geburtstag des Landes NRW haben ca. 50 SchülerInnen und Studierende den Landtag in Düsseldorf besetzt. Damit protestierten sie gegen die Einführung von Studiengebühren und gegen das von der Landesregierung geplante ‚Hochschulfreiheitsgesetz’. Die Studiengebühren seien im höchsten Maße unsozial, so die BesetzerInnen. Sie forderten, dass das Studiengebührengesetz zurückgenommen wird, und dass der NRW-Landtag den CDU/FDP-Entwurf des neuen Hochschulgesetzes ablehnt.

Die Studierenden hatten auf dem Balkon und dem Dach des Landtags Transparente mit der Aufschrift „Studiengebühren und Hochschulunfreiheitsgesetz stoppen!“ und „Rüttgers ist Rückschritt“ befestigt. In einer Rede vom Balkon erklärten sie: „60 Jahre NRW ist für uns nicht nur ein Grund zu feiern. Die Politik, die derzeit in unserem Bundesland gemacht wird, zerstört Biographien und grenzt große Teile der Bevölkerung aus.“
http://www.asta-uni-mainz.de/index.php?option=com_content&task=view&id=583&Itemid=145

Zitat
Landtag gestürmt

4000 Thüringer Hochschüler demonstrieren in Erfurt


Plötzlich scheint die bis dato friedliche Stimmung unter den Teilnehmern zu kippen. Wenige hundert von ihnen stürmen in den Landtag und missachten damit den Aufruf aus dem Lautsprecherwagen, doch die Bannmeile um das Parlamentsgebäude zu achten. Ein Sympathisant aus Reihen der Parlamentarier soll wohl die Türen geöffnet haben.

Zitat
Zehntausende Schüler und Studenten proben in dieser Woche den Aufstand. Bildungsstreik in Deutschland. Allein in Nordrhein-Westfalen protestierten an diesem Mittwoch 50.000. Ihr Problem: Es gibt niemanden, der gegen Bildung ist. Die bundesweiten Demos haben daher den Anstrich eines fröhlich-anarchischen Blaumachens. Dabei gibt es durchaus berechtigte Anliegen.

Die Organisatoren haben diesen Mittwoch zum Höhepunkt ihrer Bildungsproteste auserkoren. Sie erwarten insgesamt 150.000 Teilnehmer. 240.000 sollen es am Ende nach den Berechnungen der Veranstalter geworden sein. 20.000 in Berlin, 11.000 in Hamburg, 8000 in Stuttgart und weitere Tausende in rund anderen großen deutschen Städten.

Landtag gestürmt
Teilweise laufen die Proteste auch aus dem Ruder. In Mainz stürmen und verwüsten Demonstranten gar den rheinland-pfälzischen Landtag. In Bielefeld wird der Straßenverkehr durch eine Blockade des Straßenbahndepots lahmgelegt. In Berlin räumte die Polizei das besetzte Präsidium der Freien Universität.
http://www.ngz-online.de/public/article/aktuelles/wissen/721167

Zitat
Ausschreitungen auch in Dortmund

In Dortmund wurden die Proteste durch randalierende Demonstranten überschattet, die im Dortmunder Rathaus Ausstattungsgegenstände zerstörten und Wände beschmierten. Der Randale im Dortmunder Rathaus war ein Protestzug mit rund 5000 Teilnehmern durch die Innenstadt vorangegangen. Bei der Schlussversammlung auf dem Friedensplatz in der Innenstadt löste sich eine Gruppe von rund 200 Demonstranten und drang ins nebenstehende Rathaus ein.

Dort skandierten sie Parolen und verteilten sich auf allen Ebenen des Hauses. Nach Angaben der Polizei rissen sie unter anderem einen Wandbehang von der Wand, zerstörten ein Lampenglas, zerbrachen Blumenständer, brachten Aufkleber an, malten Graffiti und warfen Fußmatten und Teppiche in den überdachten Innenhof.
Schließlich ließen sie vier Großfahnen mitgehen. Die Polizei will nun die Täter ermitteln.
http://www.fr-online.de/top_news/1800566_Bildungsstreik-Hunderte-besetzen-FU-Berlin.html

Zitat
In Konstanz, Köln, Dresden, Leipzig, Osnabrück und Bielefeld wurden Straßen und Plätze besetzt. In Mainz drangen die Streikenden in den rheinland-pfälzischen Landtag ein. An der Uni Göttingen wurde - wie bereits am Vortag an der FU Berlin - das Präsidium besetzt. Am morgigen Freitag soll vor der KMK-Tagung in Berlin demonstriert werden.
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wissen_und_bildung/aktuell/1801045_Bildungsstreik-Weckruf-der-Strasse.html











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