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Geromat:
Hallo zusammen! ,

Ich bin 23 Jahre alt, und seid dem April diesen Jahres Küchenchef in einem kleinen Hotel. Mein Lohn ist der eines Postenchefs, ich arbeite im Monat mind. 185 std. mein Rekord war aber 240 std.  Dazu kommt noch, das unsere Spülkraft entlassen wurde, und ich bis auf 2 Auzulindende keine Fachkraft in der Küche habe. Die Azubis werden von vorne bis hinten ausgenutzt und jedliche Gespräche mit meiner Chefin führen zu nichts. Ich bin schon am Bewerbungen schreiben, mache mir aber sorgen um meine Azubis. Ich spiele mit dem Gedanken, einer Gewerkschaft beizutreten.

Kennt ihr so etwas, habt ihr einen Rat für mich ?

Ich danke für jeden guten Kommentar

flipper:
ja, hört man so ziemlich oft von küchen- und sogar von konditoreipersonal. man könnte denken das sei die regel in der branche.

wie argumentiert die bossin?

1.
gewerkschaft heimlich beitreten (NGG?), beraten lassen.

2.
wenn arbeitszeit täglich >10h anonyme anzeige bei der zuständigen unfallversicherung (berufsgenossenschaft), gibts arbeitsschutzmängel?

3.
anzeige an die innung, wenn nichteinhaltung von ausbildungsplänen und überstunden bei azubis.

4.
warten bis deine kollegen feierabend haben und hier auftauchen.

5.
der bossin diplomatisch klar machen, dass qualität und dauerleistung gefährdet werden bei derartiger betriebssysteuerung (REFA e.V.)

gruss und willkommen,
flipper

Geromat:
Danke für die schnelle und gute Antwort @ Flipper ich werde es bei meinem nächsten Vorgehen berücksichtigen.

Codeman:
Als Ergänzung dazu.Bin selber Bäcker und Konditorgeselle.

1.NGG ist der korrekte Ansprechpartner für dich.Du solltest auch deine Azubis dazu ermuntern in die Gewerkschaft einzutreten.Wenn ihr alle 3 Mitglied seit,kann eure Chefin,auf keinen von euch einzelnd Druck ausüben.

2. korrekt

3. Bloss nicht an die Innung wenden.Die Innung ist eine freiwillige Organisation im Zusammenschluss von Betrieben.Sprich AG-Vertreter.Besser wäre es sich an die zuständige Handwerkskammer zu wenden.

4. korrekt

5. korrekt

Ergänzung

6. sämtliche arbeitspläne kopieren ggf. stempelkarten kopieren.Mehrarbeit ist 3 Jahre rückwirkend laut BGB einklagbar,so lange tarifvertraglich nichts anderes vereinbart ist.

MfG
Codeman

Geromat:
dANKE cODEMAN, Ich habe alle Arbeitszeiten, seid 1,5 Jahren gesammelt, auch der Azubis. Ist zwar traurig aber in der Gastronomie bzw. Nahrungs - Dienstleistungsbranche lernt man so etwas schnell.

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