Autor Thema: Finanzamt - faulste Beamte Deutschlands  (Gelesen 7326 mal)

kellerkind

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Finanzamt - faulste Beamte Deutschlands
« Antwort #15 am: 00:47:12 Fr. 21.September 2007 »
Zitat
Ach Leute, nicht aufregen... Was sind schon 3 Monate... Hier turnt manch einer herum, die haben sich schon seit Jahren nicht mehr bewegt
Für diese Spinnerei, lieber palim, geht's ins Off.


Kellerkind

Ziggy

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Finanzamt - faulste Beamte Deutschlands
« Antwort #16 am: 01:36:46 Fr. 21.September 2007 »
Steile Karriere ... aber auch sehr kurz, das muß man sagen.  LoL2

Ein Zweizeiler und ein Smiley ... ist das Rekord?
Um seine Liebe zu beweisen, erklomm er die höchsten Berge, durchschwamm die tiefsten Meere und zog durch die weitesten Wüsten. Doch sie verließ ihn – weil er nie zu Hause war.

flipper

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Finanzamt - faulste Beamte Deutschlands
« Antwort #17 am: 02:55:31 Fr. 21.September 2007 »
Zitat
Original von susi18
Sage und schreibe 3 Monate warte ich nun schon auf meinen Steuerbescheid  :aggressiv>

hättste ESLTER verwendet, geht schneller, wird bevorzugt. papier liegt lange.

@ratrace

pass auf mit verdächtiger rechtsberatung! oder du darfst admin rechtsberaten wenn wir ärger bekommen ;)
"Voting did not bring us further, so we're done voting" (The "Caprica Six" Cylon Model, BSG)

flipper

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Finanzamt - faulste Beamte Deutschlands
« Antwort #18 am: 02:57:17 Fr. 21.September 2007 »
Zitat
Original von palim
Hier turnt manch einer herum, die haben sich schon seit Jahren nicht mehr bewegt   :schlafen>

jedenfalls nicht für ausbeuter, dann stimmts.
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Wilddieb Stuelpner

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Finanzamt - faulste Beamte Deutschlands
« Antwort #19 am: 03:06:18 Fr. 21.September 2007 »
Der Gesetzgeber schreibt eine amtliche Bearbeitungsdauer von 3 Monaten plus eine angemessene Wartezeit von einem halben Jahr vor, um von einer Untätigkeit zu sprechen, so die Definition und Zulässigkeit für eine Untätigkeitsklage lt. der Broschüre "Leitfaden für Arbeitslose".

Beschämend für diesen nicht akzeptablen Gesetzgeber Bundestag, daß er sich diese kriminelle, schlampigen Sozialabbaugesetze SGB II und III von den unternehmerischen Ideologiezentralen Bertelsmann-Stiftung und INSM vorschreiben, von AG-Verbänden begründen und von einem kriminellen VW-Arbeitsdiektor bzw. Unternehmensberater Peter Hatz präsentieren läßt. Dieser Bundestag kennt aus jahrzehntelanger Erfahrung die Not der Arbeitslosen und tut keinen Handschlag, existierendes Unrecht in der Sozialgesetzgebung zumindest durch personell bessere Besetzung der Ämter und Gerichte mit fachlich versierten Fachpersonal schnellstmöglich zu lindern.

Viel wichtiger allerdings wäre es für einen angeblich demokratisch gewählten Gesetzgeber, wenn er die ihm zugedachte Aufgabe des Entwurfs, des Gestaltens und Korrigierens von Gesetzen mit sachkundigen, geeigneten Abgeordneten und Sachverständigen in gründlicher Form selbst durchführen und sich nicht von Lobbyeinrichtungen der deutschen Wirtschaft vorkäuen lassen würde, die den Sozialabbau nur mit heißer Nadel zur Verwirklichung eigener Machtinteressen mehr recht, schlecht und billig für mindestens aktuell realexistierende 8 Mio. Arbeitslose zusammenschustern.

Man könnte schnell zu dem Schluß gelangen, daß ein Volk sich so eine von der Wirtschaft abhängige und fremdbeeinflusste Regierung und ein ebensolches gesetzgebendes Parlament schnellstmöglich schenken sollte. Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit werden nur zur leeren Hülle und Fassade und Wahlen überflüssig. Das Volk betrügt sich selbst, wenn es sich diesen Machteinflüssen fortlaufend weiter aussetzt statt selbstbewußt die Geschicke selbst in die eigene Hand nimmt, sich davon befreit. Der Kapitalismus ist wirklich das Allerletzte, daß man ertragen sollte. Er gehört bekämpft, abgeschafft und beseitigt.

Zitat aus ARD/RBB, Sendung Kontraste" vom 21.09.2007, 21:45 Uhr: Hartz IV – Jobmaschine für Anwälte

Friedberg. Eine Kleinstadt in Hessen. Hier profitiert Anwältin Susanne Lang von den Patzern der örtlichen Arbeitsagentur. Derzeit besonders häufig: Untätigkeitsklagen. Bedeutet: sie verklagt Jobcenter, die es einfach nicht schaffen, Widersprüche von Bedürftigen rechtzeitig zu bearbeiten.

Susanne Lang, Rechtsanwältin
„Das ist ein schöner Klassiker! Die Fälle mach ich gerne. Relativ schlicht gestrickt und man kommt schnell zu einem Ende und ja.“

400 Euro stellt die Anwältin für jede Untätigkeitsklage in Rechnung – ein Standardbrief, für einen eindeutigen Behördenfehler. Und sind die Jobcenter schuld, zahlt der Steuerzahler die Anwaltsgebühr.

So wie bei Martina Lind. Der arbeitslosen Kosmetikerin kürzte das Jobcenter die Leistungen um 104 Euro pro Monat. Für ein Vierteljahr. Gesamtsumme: 300 Euro. Viel Geld für die allein erziehende Mutter, die sich sofort wehrte.

Martina Lind
„Ich hab Widerspruch eingelegt und bis heute ist keine Antwort gekommen.“
KONTRASTE
„Bis heute nicht?“
Martina Lind
„Bis heute nicht.“
KONTRASTE
„Das sind neun Monate.“
Martina Lind
„Ja.“

Seit Januar liegt der Widerspruch von Frau Lind hier beim örtlichen Jobcenter. Für ihre Anwältin ist der Fall eindeutig: das Gesetz fordert die Bearbeitung innerhalb von drei Monaten! Passiert aber neun Monate nichts, liegt Untätigkeit vor. Susanne Lang hat viele dieser Fälle.

KONTRASTE
„Ein wichtiger Arbeitgeber von Ihnen ist das Jobcenter hier vor Ort?“
Susanne Lang, Rechtsanwältin
„Sicher.“

Die Klagen wegen Untätigkeit landen schließlich hier: beim Sozialgericht Gießen. Richter Wagner ärgert sich, dass er und seine Mitarbeiter eingeschaltet werden, bloß weil eine Behörde nicht rechtzeitig über Widersprüche entscheidet. Die Folge: fast jeder 2. Bedürftige ist hier erfolgreich.

Karlheinz Wagner, Richter Sozialgericht Gießen
„Ja, also 40 % der Verfahren enden mit einem Erfolg oder Teilerfolg für die Kläger oder Antragssteller. Das heißt, in 40 % der Verfahren liegen Fehler der Verwaltung vor.“
KONTRASTE
„Das ist viel, ne?!“
Karl-Heinz Wagner, Richter Sozialgericht Gießen
„Das ist deutlich über dem Durchschnitt der Verfahren, die wir sonst hier am Sozialgericht verhandeln und entscheiden.“

Ein Jobcenter bummelt, die Allgemeinheit bezahlt Anwälte und Justizangestellte. Doch warum kam es in Friedberg überhaupt so weit?

Jan Wölfl, Jobkomm Friedberg
„Es ist so, dass die Personalausstattung, die wir in diesem Bereich vorhatten, offensichtlich nicht ausgereicht hat und dann haben wir schrittweise aufgestockt, sind damit aber immer dem Widerspruchsaufkommen hinterhergelaufen.“

Friedberg ist kein Einzelfall. In ganz Deutschland schaffen es Jobcenter nicht, Widersprüche rechtzeitig zu bearbeiten. So werden massenhaft Untätigkeitsklagen produziert. Im Schnitt brauchen alle Behörden einen Monat länger als es das Gesetz will, ein dreiviertel Jahr in Extremfällen. Das gesteht man bei der Bundesagentur offen ein.

Heinrich Alt, Vorstand Bundesagentur für Arbeit
„Die Beispiele sind mir bekannt, die Beispiele sind nicht tolerierbar. Wir müssen dort auf einen besseren Bearbeitungsstand kommen und ich mach nur darauf aufmerksam, wir haben es mit einer sehr komplexen Rechtsmaterie zu tun.“

Stimmt. Doch die Arbeitsagentur hat alte Probleme: Personalmangel, unqualifiziertes Personal und eine fehlerhafte Software.

In den Jobcentern arbeiten die Sachbearbeiter mit einem Computerprogramm, das teilweise falsch rechnet und immer wieder abstürzt. Im Internet machen sich Sachbearbeiter anonym Luft.

Hier also steckt eine Erklärung für falsche Bescheide, gegen die Betroffene Widerspruch einlegen.

Fazit: Die Agentur für Arbeit bleibt vorerst die wohl größte Baustelle Deutschlands. Zum Wohle von Anwälten, zu Lasten der Betroffenen.

flipper

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Finanzamt - faulste Beamte Deutschlands
« Antwort #20 am: 03:23:37 Fr. 21.September 2007 »
Zitat
Original von joachimkuehnel
Heinrich Alt, Vorstand Bundesagentur für Arbeit
„wir haben es mit einer sehr komplexen Rechtsmaterie zu tun.“

Zum Wohle von Anwälten, zu Lasten der Betroffenen.

wasn an der gesetzlichen freiheit zur rechtswillkür mit sofortvollzug komplex? sind die sogar dafür zu dämlich?

hmm, nöö hab die sendung auch gesehen, is doch ne gute nachricht für uns und der zustand ist gut für informierte betroffene und die mit anwalt  :]
ist doch gut wenn SGB II horrende prozesskostenhilfekosten verursacht (deswegen wollte die cdu die ja abschaffen und sozialgerichtsgebühren einführen) weil das system dann unwirtschaftlich  :]
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Ratrace

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Finanzamt - faulste Beamte Deutschlands
« Antwort #21 am: 06:32:22 Fr. 21.September 2007 »
OT, entschuldigt bitte...

Zitat
@ratrace

pass auf mit verdächtiger rechtsberatung! oder du darfst admin rechtsberaten wenn wir ärger bekommen
Ach flipper, vielen Dank für Deine selbstlose Warnung, aber erstens betreibe ich keine Rechtsberatung, sondern zitiere lediglich Internetquellen. Zweitens habe ich genug Arsch in der Hose, daß ich selbst den Kopf hinhalten werde, wenn hier jemand wegen meiner "Rechtsberatung" Probleme machen sollte. Den Admin lasse ich außen vor dabei - garantiert.
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flipper

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Finanzamt - faulste Beamte Deutschlands
« Antwort #22 am: 06:57:25 Fr. 21.September 2007 »
morgään :)

der ganze thread is OT, oder zahlt hier wer steuern?  8)

okok... dann halt einzelkämpfer(in)?
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flipper

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Finanzamt - faulste Beamte Deutschlands
« Antwort #23 am: 07:22:56 Fr. 21.September 2007 »
Benutzer "Ratrace" möchte/kann keine privaten Nachrichten empfangen.  ?(

na gut dann hier:
hi du. weiss ned, ich denk da erstmal ned so kompliziert... frag mich nur warum du immer so bissig zu mir bist, das tut mir weh  ;(

ähm was is FUD?

wikipedia:
 may refer to:

    * FUD, Fear, uncertainty and doubt, a marketing or political strategy
    * FUD, Female urination device
    * FUD (food), a Mexican brand of cold cuts and hot dogs

?

gruss
flip
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Ratrace

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« Antwort #24 am: 07:51:38 Fr. 21.September 2007 »
Entschuldige bitte, war nicht böse gemeint. Ich habe in meinem Profil übrigens die PN-Funtion wieder aktiviert, aber ich hatte sie gar nicht deaktiviert. Wie kommt so etwas?

Peace,
Ratrace

Kannst Dich gerne per PN wieder melden, falls Du möchtest. Ich gelobe Besserung.
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flipper

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Finanzamt - faulste Beamte Deutschlands
« Antwort #25 am: 08:03:25 Fr. 21.September 2007 »
ok, super. keine ahnung, du, hab mal vorsichtshalber mein passwort verstärkt.
nicht dass da einer sich reingehackt hat und spam und harrasment in meinem namen treibt.

jetz gehts.
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Gammelfleisch

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Finanzamt - faulste Beamte Deutschlands
« Antwort #26 am: 19:52:38 Sa. 22.September 2007 »
Etwas OT:

Bin seit August voller ALGII Empfänger.

Mein Bewerbungskostenerstattung bei der BA reichte ich am 17.07.07 ein(18 Stück,wovon ich von 15 Bewerbungen auch eine Absage dranheften konnte,also müsste wenn überhaupt,nur bei 3 Bewerbungen überprüft werden).Bis heute noch keine Rückmeldung(9 Wochen her)

BGS

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Re: Finanzamt - faulste Beamte Deutschlands
« Antwort #27 am: 21:58:43 Mi. 19.Mai 2021 »
Hat sich alles gewandelt... :

Zitat
Im Imbiss oder an der Kasse:
 
Hunderte Beamte aus Ministerien jobben nebenher

Um sich etwas dazuzuverdienen, haben Hunderte Ministerialbeamte in Berlin einen Nebenjob. Sie verkaufen Wein, Bratwürste und Kosmetik, hüten Hunde und vermitteln Versicherungen – und sitzen bei Edeka an der Kasse.

Hundert Beamtinnen und Beamte des Bundes haben in der laufenden Legislaturperiode überwiegend bezahlte Nebentätigkeiten in privatwirtschaftlichen Unternehmen ausgeübt. Das geht aus der Antwort des Innenministeriums auf eine kleine Anfrage der Linken-Fraktion hervor, die der Zeitung Rheinische Post aus Düsseldorf vorliegt.

Demnach entfielen von insgesamt 450 Fällen allein über 200 Nebentätigkeiten auf Beamte des Finanzministeriums. Sie verdienten sich etwa mit Versicherungsvermittlungen, dem Vertrieb von Kosmetik, der Haustierversorgung, mit Lehrtätigkeiten, Vorträgen oder als Mitgesellschafter eines Weinhandels Geld dazu. ... .

Quelle: https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/nebenjobs-von-bundesbeamten-meistens-im-imbiss-oder-an-der-kasse-17329895.html

Fleissig, wie die Bienen ;D

MfG

BGS
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https://forum.chefduzen.de/index.php/topic,21713.1020.html#lastPost
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)