Autor Thema: Burma/Myanmar  (Gelesen 20013 mal)

counselor

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 5977
  • Sapere aude!
Re: Burma/Myanmar
« Antwort #75 am: 19:35:13 So. 16.Mai 2021 »
Zitat
SÜDOSTASIEN - Aktuell: Der Volks-Befreiungskrieg in Myanmar

Wenn das Fernsehen über Myanmar berichtet, sieht man seit Monaten die mit großem Mut demonstrierenden Menschen auf der einen und Militärs auf der anderen Seite.

Vor einigen Tagen schilderte Oliver Esser, ein deutscher Koch, der seit 25 Jahren in Myanmar lebt und arbeitet, dem Deutschlandfunk in einem Telefoninterview die Entwicklung aus seiner Sicht; Rote Fahne News dokumentiert:

Es gibt seit mehreren Monaten eine gewählte Untergrund-Regierung. Sie organisiert und leitet den Kampf gegen das Militär. Hier haben sich alle Ethnien Myanmars zusammengeschlossen - was es bisher nie gab. Im Norden des Landes haben drei bis vier Ethnien Armeen gebildet, ihr Land vom Militär befreit und rücken – zum ersten Mal in der Geschichte gemeinsam – nach Süden vor. Die Untergrundregierung hat in den Städten im Süden Freezones eingerichtet, in denen nicht demonstriert oder gestreikt wird, und so die Armee draußen gehalten wird. Bei den bisherigen Protesten wurden von der Armee 800 Menschen ermordet und 4800 verhaftet. Die Armeeführung wird - außer von den Reichen – von keiner Gruppe oder Organisation im Land unterstützt.

Selbst in der Armee wächst der Widerstand: In den letzten vier Wochen liefen 500 bis 600 Soldaten zu den Befreiungskräften über. Diese sind bewaffnet und führen einen Guerilla-Krieg, in dem sie gegenwärtig vor allem Einrichtungen der Regierung angreifen; ebenso Bürgermeister, die sich vom Militär haben einsetzen lassen. Täglich gibt es 20 bis 40 Bombenanschläge. Die Wirtschaft des Landes liegt völlig brach, die meisten Leute haben nur noch Geld im Wert von einem Dollar täglich, um sich etwas zum Essen zu kaufen. Die großen Banken stehen vor dem Zusammenbruch.

Tausende von Jugendlichen haben sich in die Wälder zurückgezogen, um sich dort in Trainingslagern auf die nächsten Kämpfe vorzubereiten; für sie kochen Esser und seine Freunde. Sie haben übrigens gleichzeitig auch schon eine Hotelfachschule in Gang gebracht, auf der sich Jugendliche für kommende Zeiten als Köche vorbereiten können. Trotz der Angst, die alle Leute nachts haben, wenn das Militär kommt: Sie sind optimistisch, ihr Widerstand ist ungebrochen. Die Militärs haben zwar russische (!) Kampfjets, mit denen sie die Dörfer im Norden bombardieren, aber in den Städten haben sie große Probleme – denn gegen 50 Millionen, die sie an 10.000 Fronten angreifen, kommen sie nicht an!

Quelle: https://www.rf-news.de/2021/kw19/volks-befreiungskrieg-in-myanmar
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

ManOfConstantSorrow

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 7589
Re: Burma/Myanmar
« Antwort #76 am: 13:28:55 So. 30.Mai 2021 »
Myanmar ist weitgehend aus den Medien verschwunden. Dabei gehen die Kämpfe weiter und es fließt Blut.

Die Protestbewegung/zivile Opposition rüstet sich für die bewaffnete Gegenwehr mit dem Aufbau der Peoples Defense Army:



Die Bevölkerung fühlt sich zerrieben zwischen Pandemie, Diktatur und Gewalt.



Der mutige Widerstand gegen das Militärregime geht weiter:



Der Widerstand ist vielfältig...















Besonders gefreut habe ich mich über eine Solidaritätskundgebung in Köln. An ihr haben u.a. die Omas gegen Rechts teilgenommen.



Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

ManOfConstantSorrow

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 7589
Re: Burma/Myanmar
« Antwort #77 am: 17:52:26 So. 06.Juni 2021 »
In Myanmar hört der Widerstand nicht auf.
Er bleibt vielfältig.











Zitat
Häuser von Zivilisten wurden von den Militärterroristen der Junta bis spät in die Nacht in Brand gesetzt.
Und diese Terroristen brachen die Türschlösser von Lebensmittelläden auf und stahlen die Ware in Moebye, Kayah (Karenni) State.
Zitat
Videoaufnahmen von SAC-Terroristen, die heute mit schwerer Artillerie auf religiöse Orte und zivile Häuser schießen. Diese Terrorgruppe schert sich überhaupt nicht um die Verletzung der Genfer Konventionen. 
Zitat
Da die SAC-Terroristen die Dörfer Hlayswal und Za Yit Yoe von KyonPyaw aus gestürmt haben, benötigen alle Flüchtlinge, die aus diesen Dörfern geflohen sind, dringend Lebensmittel- und Medikamentenlieferungen.
(twitter)

Mit der wachsenden Verzweiflung und Wut wächst die Gewalt. Die Gegenwehr gegen den Terror der Armee wird zunehmend bewaffnet geführt.



Zitat
Soldaten in Myanmar töten Dorfbewohner

Etwa 20 Zivilisten wurden laut Medien von Soldaten getötet. Diese hatten in einem Dorf nach Waffenlagern gesucht.
https://www.dw.com/de/soldaten-in-myanmar-t%C3%B6ten-dorfbewohner/a-57788819

Das Land rutscht weiter in Richtung Bürgerkrieg, bzw. es befindet sich im Übergang zu einer bewaffneten Revolution.

Zitat
Sechs Dorfvorsteher in Kalay treten zurück, da Regimebeamte Ziel tödlicher Angriffe sind

Ein Dorfbewohner von Kyaungtaik beschreibt den gemeinsamen Rücktritt aller Verwalter des pro-militärischen Dorftraktes als "seltsam

(...)
Die sechs Verwalter stammen aus dem Dorf Kyaungtaik, einer Hochburg der vom Militär unterstützten Union Solidarity and Development Party (USDP) und einem Gebiet, in dem es seit der versuchten Regierungsübernahme durch die Armee am 1. Februar nur wenige Aktivitäten gegen den Putsch gegeben hat.
(...)
Mehrere Verwaltungsbeamte im ganzen Land, die vom Regime ernannt wurden oder die seit dem Militärputsch nicht von ihren Posten zurückgetreten sind, wurden kürzlich erschossen oder angegriffen. Sie wurden beschuldigt, als Kollaborateure oder Informanten für die Junta zu agieren und Regimeoffizielle mit Informationen über pro-demokratische Aktivitäten und den Aufenthaltsort der Aktivisten zu versorgen.
(...)
 "Viele Menschen hier unterstützen die Armee. Junge Leute, die gegen das Militär sind, sind woanders hingezogen, weil es für sie gefährlich ist, hier zu leben. Anti-Coup-Proteste konnten hier auch nicht richtig organisiert werden."

Die Bewohner von Kalay gehörten zu den ersten, die zu den Waffen griffen und sich gegen die Streitkräfte der Militärjunta zur Wehr setzten, nachdem bei den landesweiten Razzien des Regimes am 27. März mehr als 100 Menschen getötet worden waren.

Die Protesthochburg Tahan in Kalay wurde dafür bekannt, dass sie sich mit traditionellen Jagdgewehren, die als Tumi bekannt sind, gegen das Militär und die Polizei Myanmars wehren. Mindestens 10 Zivilisten wurden im späten März und April getötet, als das Militär die Hochburg in tödlichen Angriffen, die sich auf schwere Waffen stützten, niederwarf.
https://www.reuters.com/article/us-myanmar-politics-thailand/thailand-concerned-at-myanmar-violence-idUSKCN2DI02L

Für die bewaffnete Verteidigung des Volkes:



Wir sollten die Auseinandersetzung nicht ausblenden. Es ist ein globales Thema:


(London)
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 17486
  • Fischkopp
Re: Burma/Myanmar
« Antwort #78 am: 10:45:27 Sa. 19.Juni 2021 »
Zitat
Myanmar
Jetzt brennen bei Protesten ASEAN-Flaggen



Die südostasiatische Staatengemeinschaft ASEAN wird in Myanmar zunehmend unbeliebt. Die Gegner der Militärjunta fühlen sich von den Nachbarn im Stich gelassen. Und China treibt die Anerkennung der Putschisten voran.
https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/myanmars-opposition-fuehlt-sich-im-stich-gelassen-17394528.html

ManOfConstantSorrow

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 7589
Re: Burma/Myanmar
« Antwort #79 am: 19:30:44 Di. 22.Juni 2021 »
Auch die Menschen in Myanmar sind am Arsch.
Sie erhofften die ganze Zeit Solidarität von der Weltgemeinschaft gegen den Terror des Militärs und viele ihrer Transparente und Forderungen sind auf Englisch, weil sie an die Welt gerichtet sind.
Die UN kriegt kaum mehr als folgenlose Erklärungen hin. Die Chinesische Regierung steht hinter dem Putschistenregime.

Zitat
UN warnen vor Massensterben
Die humanitäre Lage in Myanmar wird immer schlechter: Der UN-Sonderberichterstatter Andrews warnt vor einem "Massensterben" in der Bevölkerung durch Hunger und Krankheit. 100.000 Menschen sind auf der Flucht.
https://www.tagesschau.de/ausland/asien/myanmar-519.html

Die Menschen haben erkannt, daß sie auf sich allein gestellt sind und bauen die Volksbewaffnung auf.



Der Bewaffnete Kampf begann in den Grenzgebieten. Nun breitet er sich auch in den Städten aus.




Die Peoples Defence Force schlägt zurück:




PDF = Peoples Defence Force

Der Widerstand bleibt vielfältig

















Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

ManOfConstantSorrow

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 7589
Re: Burma/Myanmar
« Antwort #80 am: 12:17:27 Mo. 28.Juni 2021 »
Ich versuche mal, mit einem übersetzten Text aus der wichtigen burmesischen Zeitung Irrawaddy die Distanz zu dem Land überwinden:

Zitat
Kommentar
Inmitten dieser "Großen Depression" wird Myanmars Volk niemals aufgeben

Myanmar befindet sich in einer Grossen Depression. Sie muss mit einem grossen G und D geschrieben werden, was die wirkliche Stimmung des Volkes in diesem Lande widerspiegelt.
 



Diese Grosse Depression begann mit dem Putsch des Obersten Generals Min Aung Hlaing am 1. Februar, der wiederum politische, soziale und wirtschaftliche Umwälzungen auslöste, die bis zum heutigen Tag andauern. Diese myanmarische Version der Grossen Depression unterscheidet sich jedoch von der schweren weltweiten Wirtschaftsdepression der 1930er Jahre.

Das Trauma eines Staatsstreichs - oder auch nur die Aussicht auf einen solchen - ist den Menschen in Myanmar vertraut, die in den vergangenen sechs Jahrzehnten unter drei früheren Putschen und dem daraus resultierenden totalen Zusammenbruch der Ordnung in den Jahren 1958, 1962 und 1988 gelitten haben.

Der jüngste Putsch war jedoch ein besonders schwerer Schlag, nicht nur politisch, sozial und wirtschaftlich, sondern auch psychologisch, für die gesamte Bevölkerung.   

Seit dem Putsch sind alle Menschen im Land - reiche und arme, gebildete und ungebildete, Arbeitgeber und Arbeitnehmer, Beamte und Angestellte privater Firmen, Eltern und Kinder, Erwachsene und Kinder, Lehrer und Studenten, Männer und Frauen, Ärzte und Patienten, Dorfbewohner und Stadtbewohner, Bauern und Händler, Buddhisten und Christen, Hindus und Muslime, Angehörige der ethnischen Mehrheit und Minderheiten, Einheimische und Ausländer - ins Elend gestürzt worden.

Fast jeder, den ich in diesen Tagen treffe und mit dem ich spreche, hat mir seine tiefe Verzweiflung, Wut und Angst mitgeteilt, ohne dass ich gefragt wurde. Sie alle fühlen sich verloren, und wir alle können dieses Gefühl nachempfinden; es ist nicht nötig, das näher auszuführen. 

Ich neige dazu, meine eigenen Gefühle mit dieser Bemerkung an sie zurückzugeben: "Dies ist die Zeit, in der jeder in unserem Land, vom Bettler bis zum Präsidenten, die schlimmste Art von Leid erfährt." 

Zerschlagene Erwartungen


Ein besonders grausamer Aspekt dieser Großen Depression war, dass sie dem Land zu einer Zeit auferlegt wurde, in der die Menschen so große Erwartungen hatten. Die Menschen waren nach den Wahlen im November, bei denen die Nationale Liga für Demokratie einen Erdrutschsieg errungen hatte, in froher Stimmung und warteten auf das seltene Schauspiel, dass eine gewählte Regierung an die Macht zurückkehrte, um die junge Demokratie des Landes zu festigen, aufbauend auf den Freiheiten, Rechten und wirtschaftlichen Möglichkeiten, die im vergangenen Jahrzehnt initiiert worden waren.

Tatsächlich beschränkten sich ihre großen Erwartungen größtenteils auf praktische Verbesserungen in ihrem Leben; mit idealistischen Vorstellungen hielten sie sich angesichts der komplexen politischen Situation ihres Landes, in dem das Militär bereits undemokratische Privilegien genoss, nicht allzu sehr auf.

Doch ein Mann allein - ein unprofessioneller, machtgieriger General - zerstörte mit einem Schlag ihre Erwartungen und Träume von einer besseren Zukunft. Wegen seiner Gier befindet sich die gesamte Bevölkerung nun in der Großen Depression.

Seit dem Putsch hat das Land vier Monate der Trauer ertragen. Kein einziger Tag ist ohne willkürliche Tötungen, Verhaftungen oder Entführungen an dem einen oder anderen Ort in Myanmar vergangen.   

Bis jetzt haben die Streitkräfte des Regimes ca. 880 Menschen getötet, darunter viele Kinder, und mehr als 5.000 Demonstranten im ganzen Land festgenommen. Hunderttausende von Menschen haben in den vergangenen Monaten ihre Arbeit verloren. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) hat gewarnt, dass bis zu 3,4 Millionen Bürger in diesem Jahr hungern könnten, da die Lebensmittelpreise steigen und Arbeitsplätze in der Produktion, im Baugewerbe und im Dienstleistungssektor verloren gegangen sind. Der Putsch hat die Wirtschaft in einen Zustand rapider Verschlechterung getrieben, und es wird erwartet, dass er sich in naher Zukunft nur noch verschlimmern wird. 

Eine dritte Welle von COVID-19-Infektionen hat das Land kürzlich getroffen, aber die Reaktion des Regimes auf das tödliche Virus war, fast nichts zu tun. Viele Menschen erinnern sich an die systematischen Maßnahmen, die von der vorherigen zivilen Regierung zur Bewältigung der ersten und zweiten Welle von COVID-19 im vergangenen Jahr durchgeführt wurden.

Das ist nur die Spitze des Eisbergs der Probleme, mit denen wir in dieser Zeit der Depression konfrontiert sind. Die ganze Situation vor Ort ist eine unbeschreibliche Katastrophe, die vom Putschisten und seinem Regime geschaffen wurde. Min Aung Hlaings Verfolgung von hunderten von Ärzten, Lehrern und streikenden Beamten hat zu Familientrennungen geführt, da diejenigen, die auf der Fahndungsliste stehen, entweder untergetaucht oder aus dem Land geflohen sind. Das wahllose Vorgehen seiner Soldaten gegen zivile Widerstandskämpfer in einigen städtischen Gebieten hat den Menschen dort einen hohen Tribut abverlangt. Im Bundesstaat Kayah kehrten Bewohner in ihre Häuser zurück und sahen, dass sie zu Asche verbrannt worden waren. Eltern trauern um ihre Kinder, die in regennassen Wäldern an einer Lungenentzündung gestorben sind, nachdem sie gezwungen waren, vor schweren Überfällen auf ihre Dörfer durch skrupellose Soldaten zu fliehen.


Aber dies ist nicht das erste Mal für Myanmar. In diesem Land hat jede Generation ihre eigenen dunklen Erinnerungen. Die Generationen unserer Väter und Grossväter litten unter den aufeinanderfolgenden Generälen, deren Entscheidungen ihre Träume und auch ihr Leben zerstörten, unter ähnlichen Gefühlen der Verzweiflung. Die ältere Generation fühlte diese Verzweiflung unter der Herrschaft des verstorbenen Diktators General Ne Win für 26 Jahre von 1962 bis 1988, während die jüngere Generation sie unter Ne Wins Nachfolgern, den Seniorgenerälen Saw Maung und Than Shwe, für die nächsten 23 Jahre von 1988 bis 2011 fühlte. Diese Perioden unter der Militärdiktatur waren eine Tortur - frühe Beispiele für die große Depression, die das Volk von Myanmar ertragen musste.

In eine dunkle Vergangenheit hineingezogen

In der Vergangenheit, als Ne Win putschte und seine autokratische Herrschaft im Land einführte, war Autoritarismus jedoch keine Besonderheit in Myanmar. Während des Kalten Krieges war er so etwas wie ein globaler politischer Trend, der in Ländern in Afrika, Lateinamerika, Ostasien und dem Mittleren Osten existierte. Myanmar und seine Nachbarländer in Südostasien waren dabei keine Ausnahme.

In Wirklichkeit ist es nicht verwunderlich, dass die Herrschaft solch großer Sünder diese Art von Großer Depression mit sich bringen sollte. Man muss sich nur die Welt um uns herum ansehen.

Andere Länder haben schlimmere Erfahrungen gemacht. Denken Sie nur an den Holocaust, bei dem Nazi-Deutschland und seine Kollaborateure während des Zweiten Weltkriegs systematisch etwa 6 Millionen Juden - zwei Drittel der jüdischen Bevölkerung Europas - umbrachten. Denken Sie an die Gefühle der jüdischen Gemeinden in der ganzen Welt; die Menschen in Myanmar können ihre gegenwärtige Situation nicht mit den jüdischen Opfern vergleichen.

Kambodscha, eines von Myanmars Nachbarländern, erlitt eine solche grosse Depression, als das Volk der Roten Khmer die Verfolgung seiner vermeintlichen Gegner sowie von Minderheiten durch das Khmer-Regime ertrug, was in den 1970er Jahren bis zu 2 Millionen Tote zur Folge hatte.   

Sie alle litten tief und erlebten ihre eigenen Formen der Großen Depression während dieser schrecklichen Zeiten. Es ist ein Phänomen, das die ganze Welt im Laufe der Menschheitsgeschichte mit unsagbarem Leid heimgesucht hat. Aber alle, die es erlebten, mussten diese Torturen überwinden.

Heutzutage befinden sich jedoch weitaus weniger Länder in dieser Situation - bei den meisten Nationen liegen die letzten Beispiele Jahrzehnte zurück. Deshalb fühlt sich dieser jüngste Putsch in Myanmar für die Menschen so viel schlimmer an als frühere Militärputsche. 

Aber er soll überwunden werden. Und wie? Es genügt eine einfache und grundlegende Eigenschaft: der Wille, niemals aufzugeben. In früheren Zeiten der Grossen Depression haben die Menschen in Myanmar nicht aufgegeben; jedes Mal kämpften sie weiter, bis sie sich wieder aufrappeln konnten. Das ist es, was sie jetzt tun, und jede einzelne Person muss weiterhin ihren Teil durch ihre jeweilige Berufung tun. Das ist der Grund, warum wir so viele Menschen in Myanmar sehen, die den Putsch auf so viele verschiedene Arten ablehnen, um die Demokratie wiederherzustellen, die sie erwartet haben.

Einfach ausgedrückt, unser Motto muss lauten: "Niemals aufgeben!"
https://www.irrawaddy.com/opinion/commentary/amid-this-great-depression-myanmars-people-will-never-give-up.html
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

ManOfConstantSorrow

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 7589
Re: Burma/Myanmar
« Antwort #81 am: 19:42:07 So. 04.Juli 2021 »
Zitat
Sechs Dörfer in Myanmar werden von rund 150 Soldaten der Militärjunta den ganzen Tag über beschossen. So heißt es in mehreren Berichten zum jüngsten Ausbruch der Gewalt nach dem Militärputsch. Mindestens 25 Zivilisten verlieren dabei ihr Leben.
https://www.n-tv.de/politik/Militaer-in-Myanmar-schiesst-auf-Doerfer-article22661612.html
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

ManOfConstantSorrow

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 7589
Re: Burma/Myanmar
« Antwort #82 am: 19:22:28 So. 18.Juli 2021 »
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!