Autor Thema: Die Paketsklaven  (Gelesen 76361 mal)

Fritz Linow

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Re: Die Paketsklaven
« Antwort #75 am: 15:03:19 Mi. 18.September 2019 »
Zitat
18.9.19
Kabinettsbeschluss - Mehr Schutz vor Ausbeutung für Paketboten

Paketboten sollen per Gesetz besser vor Ausbeutung geschützt werden. Das Bundeskabinett beschloss dazu am Mittwoch das Paketboten-Schutz-Gesetz von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD). Versandunternehmen sollen auf diesem Weg dazu verpflichtet werden, Sozialbeiträge für säumige Subunternehmer nachzuzahlen. Das parlamentarische Verfahren soll bald anlaufen. (...)
https://www.zdf.de/nachrichten/heute/bundesregierung-beschliesst-gesetz-gegen-ausbeutung-von-paketboten-100.html

dagobert

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Re: Die Paketsklaven
« Antwort #76 am: 14:46:04 Di. 01.Oktober 2019 »
"Geschützt" werden nur die Sozialkassen, um ihren Lohn betrogene AN stehen genauso beschissen da wie jetzt.
https://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Gesetze/Referentenentwuerfe/ref-paketboten-schutz-gesetz.pdf?__blob=publicationFile&v=1
"Ich glaube, daß man nichts vom Krieg mehr wüßte,
wenn wer ihn will, ihn auch am meisten spürt."
Udo Jürgens (Ich glaube, 1968)

Kuddel

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Re: Die Paketsklaven
« Antwort #77 am: 20:30:53 Fr. 20.Dezember 2019 »
Zitat
Ukrainische Leiharbeiter bei DHL:
Die Schattenseite des Weihnachtsgeschäfts

Seit Abschaffung der Visapflicht kommen vermehrt ukrainische Studenten als Leiharbeiter nach Deutschland. Firmen wie DHL brauchen sie im Paketgeschäft. Die Rekrutierung übernehmen Partner, die nicht immer legal agieren.


...Den Ferienjob in Deutschland braucht er, um sein Studium zu finanzieren. Um zwei bis drei Monate bei DHL als Verlader zu arbeiten, zahlte er umgerechnet 200 Euro an eine Firma in der Ukraine, die ihn an eine deutsche Leiharbeitsfirma vermittelt habe, um einen Job bei DHL zu bekommen, berichtet er gegenüber der Deutschen Welle.

...Vermittler von Studentenjobs in Deutschland schießen in der Ukraine seit einiger Zeit wie Pilze aus dem Boden.

...Denn "bei Ferienjobs unter drei Monaten muss die Vermittlung über die Bundesagentur für Arbeit laufen. Vermittlungsagenturen sind hier nicht zulässig", teilt die Behörde auf DW-Anfrage mit. Eine Kontaktanbahnung durch eine private Vermittlungsagentur macht die Sache rechtswidrig, so die Bundesagentur.

...In der Ukraine hat die Bundesagentur einen offiziellen Partner - MultiKultiUA, eine kleine NGO, die gegen eine Bearbeitungsgebühr von 65 Euro Anträge von arbeitssuchenden Studenten entgegennimmt. Dieses offizielle Vermittlungsverfahren zieht sich über vier bis fünf Monate. ...
https://www.dw.com/de/ukrainische-leiharbeiter-bei-dhl-die-schattenseite-des-weihnachtsgesch%C3%A4fts/a-51717918

Fritz Linow

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Re: Die Paketsklaven
« Antwort #78 am: 15:00:57 Di. 17.März 2020 »
"Mitarbeiter von #DHL die, die Logistik für Mercedes in #Spanien durchführen, streiken aufgrund fehlender Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel." (mit Filmchen)
https://twitter.com/BlxckMosquito/status/1239494727415877632

ManOfConstantSorrow

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Re: Die Paketsklaven
« Antwort #79 am: 11:14:41 Fr. 04.September 2020 »
Zitat
Ganztägiger Streik bei der Deutschen Post

Um ihren Tarifforderungen Nachdruck zu verleihen, ruft die Gewerkschaft DPVKOM am heutigen Donnerstag die Mitarbeiter der Deutschen Post DHL Group zu einem ganztägigen Streik auf.
https://www.logistik-watchblog.de/unternehmen/2660-ganztaegiger-streik-deutschen-post-bestaetigt.html

Die Gewerkschaft DPVKOM hatte ich nicht auf dem Zettel.
https://www.dpvkom.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Kommunikationsgewerkschaft_DPV
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Kuddel

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Re: Die Paketsklaven
« Antwort #80 am: 08:38:33 Do. 27.Mai 2021 »
Zitat
Zustelldienste
"Wer nicht alles im Zeitrahmen schafft, arbeitet abends länger"
Angetrieben von der Zentrale, ferngesteuert mit GPS: Der Druck auf Paketbotinnen und Kurierfahrer wächst.
https://www.sueddeutsche.de/karriere/zustelldienste-wer-nicht-alles-im-zeitrahmen-schafft-arbeitet-abends-laenger-1.5289772

xyu

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Re: Die Paketsklaven
« Antwort #81 am: 02:46:28 Mi. 03.August 2022 »
Lesenswerter Erfahrungsbericht eines Postboten im communaut-journal:
Zitat
Der folgende Erfahrungsbericht eines Postzustellers beschreibt eine Arbeitsrealität in dem scheinbar unendlich wachsenden Bereich der Lieferservices. Obwohl die Arbeitsbedingungen beim ehemaligen Staatskonzern sicherlich noch nicht so schlimm sind wie bei vielen anderen Lieferdiensten, ist auch hier der Arbeitsalltag von Stress und Arbeitshetze geprägt. Die Stimmung unter den Beschäftigten ist gereizt, aber noch richtet sich der Unmut meist gegeneinander und nicht gegen die Arbeitsbedingungen.

Mit diesem Text knüpfen wir an den Bericht eines Berliner Physiotherapeuten an. Wir würden uns sehr freuen, wenn uns noch weitere Berichte aus der Arbeitswelt erreichen und fordern alle Leser*innen dazu auf uns solche zuzuschicken, so dass wir auf diesen Seiten Teile der proletarischen Realität dokumentieren können und damit im Idealfall zum Nachdenken über die herrschenden Arbeitsbedingungen anregen.]Der folgende Erfahrungsbericht eines Postzustellers beschreibt eine Arbeitsrealität in dem scheinbar unendlich wachsenden Bereich der Lieferservices. Obwohl die Arbeitsbedingungen beim ehemaligen Staatskonzern sicherlich noch nicht so schlimm sind wie bei vielen anderen Lieferdiensten, ist auch hier der Arbeitsalltag von Stress und Arbeitshetze geprägt. Die Stimmung unter den Beschäftigten ist gereizt, aber noch richtet sich der Unmut meist gegeneinander und nicht gegen die Arbeitsbedingungen.

Mit diesem Text knüpfen wir an den Bericht eines Berliner Physiotherapeuten an. Wir würden uns sehr freuen, wenn uns noch weitere Berichte aus der Arbeitswelt erreichen und fordern alle Leser*innen dazu auf uns solche zuzuschicken, so dass wir auf diesen Seiten Teile der proletarischen Realität dokumentieren können und damit im Idealfall zum Nachdenken über die herrschenden Arbeitsbedingungen anregen.
https://communaut.org/de/wait-minute-mr-postman