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UPS

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Hosenscheisser:
Ich habe da auch 2 Jahre bei UPs im Callcenter in Neuss
gearbeitet. Ich kann euch sagen, da arbeiten nur kranke
Vorgesetzte bzw. das ist die Voraussetzung um da als
Chef zu arbeiten. Bin ich froh das ich da weg bin.

ManOfConstantSorrow:
UPS versucht Stuttgarter BR-Vorsitzenden zu feuern. Prozess beim LAG Stuttgart - Der Multi gegen engagierten Betriebsratsvorsitzenden.

http://www.netzwerkit.de/projekte/galeere/terminlagstude/

ManOfConstantSorrow:
Seit Jahren überzieht UPS den engagierten Ditzinger Betriebsratsvorsitzenden Mahmut Gemili mit fristlosen Kündigungen und Amtsenthebungsverfahren. Doch Mahmut gewann nicht nur alle Prozesse, er wurde auch, zuletzt im Januar 2007, von der Belegschaft wiedergewählt - trotz aller Bemühungen der Geschäftsleitung. Am 7. August erkannte nun das Landesarbeitsgericht Stuttgart, dass auch die fristlose Kündigung wegen angeblichen Aufrufs zum Bummelstreik nicht rechtens war…

http://www.netzwerkit.de/projekte/galeere/news20070809-001/

ManOfConstantSorrow:

--- Zitat ---Betriebsratswahlen bei UPS Stuttgart: Erfolg für die Belegschaft

„In der Stuttgarter UPS-Niederlassung werden die Gewerkschaftsaktivisten um Mahmut Gemili seit Jahren durch das Management des Konzerns bekämpft. Unter anderem mit Kündigungsversuchen, Amtsenthebungsverfahren, einem Hausverbot sowie der Bespitzelung seines Kindes durch einen Privatdetektiv sollte Gemili zum Aufgeben gebracht werden. Doch trotz aller Versuche des Managements, ihn und seine Mitstreiter loszuwerden und trotz aller Desinformation und des enormen Drucks, der auf die Belegschaft ausgeübt wird, konnte Gemilis Liste die Betriebsratswahl im Dezember 2009 erneut gewinnen..."
--- Ende Zitat ---
http://www.netzwerkit.de/projekte/galeere/news20091220-003

Kuddel:

--- Zitat ---Wildwest bei UPS
Türkei: Mit allen Mitteln versucht das Logistikunternehmen, die Gewerkschaft draußen zu halten
Von Nick Brauns

Mit einer Großdemonstration will die Verwaltungsstelle Istanbul des größten türkischen Gewerkschaftsbundes Türk-Is am heutigen Dienstag Solidarität mit den seit rund zwei Monaten im Streik stehenden Beschäftigten des Transportunternehmens UPS in der Türkei zeigen. Erwartet werden mehrere tausend Mitglieder insbesondere der kämpferischen Einzelgewerkschaften des ansonsten eher staatsnahen Türk-Is. Mobilisiert haben unter anderem die Transportarbeitergewerkschaft Tümtis, die Lebensmittelarbeitergewerkschaft Tekgida-Is und die Lederarbeitergewerkschaft Deri-Is. Aus Deutschland sind UPS-Betriebsräte sowie Vertreter der Gewerkschaften ver.di und NGG nach Istanbul gereist, um internationale Solidarität zu demstrieren.

Seit Mitte Mai sind Angestellte des Logistikunternehmens UPS in Istanbul und Izmir im Streik gegen das gewerkschaftsfeindliche Vorgehen des Konzerns und für bessere Arbeitsbedingungen. Die durchschnittliche Bezahlung der Firma UPS, die in der Türkei einschließlich ihrer Tochtergesellschaften 4000 Angestellte in den Depots und weitere 1500 selbständige Auslieferungsfahrer beschäftigt, liegt nur unwesentlich über dem gesetzlichen Mindestlohn von umgerechnet 315 Euro monatlich bei einem Zehnstundenarbeitstag.

Im Mai hatte die Transportarbeitergewerkschaft Tümtis bekanntgegeben, daß sie nach einer von der Internationalen Transportarbeiterföderation ITF unterstützten Organisierungskampagne innerhalb eines halben Jahres alleine in der Istanbuler UPS-Vertretung 700 der 2500 dort beschäftigten Angestellten für die Gewerkschaft gewonnen hat. Das Unternehmen reagierte umgehend mit der Kündigung von führenden Gewerkschaftsaktivisten. Seit Mai wurden bereits 119 Beschäftigte von UPS und dessen Subunternehmen unter dem Vorwurf der »Arbeitsverweigerung« entlassen, so daß die Gekündigten keine Arbeitslosenunterstützung erhalten. Hintergrund ist das unternehmerfreundliche türkische Arbeitsgesetz, laut dem eine Gewerkschaft erst als tariffähig anerkannt wird, wenn sie sowohl zehn Prozent aller landesweit in einer Branche Beschäftigten als auch über 50 Prozent der in einem Betrieb Beschäftigten organisiert hat. Hierzu muß die Gewerkschaftsmitgliedschaft jedes einzelnen Mitgliedes notariell beglaubigt werden.

Um das zu verhindern, griff die Firmenleitung zu rabiaten Methoden. In Izmir zwang das UPS-Subunternehmen ER-KA seine Beschäftigten unter Entlassungsdrohungen zum Notar, um dort den Gewerkschaftsaustritt zu erklären. Als Tümtis-Aktivisten am 30. Juni das Gespräch mit den Kollegen suchten, wurden sie von Managern des Unternehmens bedroht. Erhan Kahraman, der Besitzer von ER-KA, zog dabei sogar eine Pistole und schoß in die Luft. »Die Bedrohungen sind direkt«, beschreibt Tümtis-Generalsekretär Gürel Yilmaz die Wildwest-Methoden des Unternehmens gegen Gewerkschafter. Auch würden aktive Kollegen, die für die Gewerkschaft werben wollen, angzeigt – wegen »Belästigung«. Wenn das nicht wirkt, wird die Geschäftsleitung auch regelrecht brutal: Es wurde versucht, Streikposten mit dem PKW zu überfahren. »Im Anschluß wurde nicht etwa der Täter, sondern die angegriffenen Kollegen wurden festgenommen«, so Yilmaz. Die Streikposten würden auch rund um die Uhr von der Polizei mit Videokameras beobachtet.

In Istanbul wurde die Firma Nokta Lojistik mit der Anheuerung von Streikbrechern für die UPS-Niederlassung Mahmutbey Center beauftragt. Die Polizei prügelte den Streikbrechern den Weg frei und verletzte dabei mehrere Streikposten ernsthaft. Das Streikcamp vor der UPS-Niederlassung wurde von der Polizei besetzt und das Streikzelt abgebaut.

Weltweit haben sich Gewerkschaften inzwischen an das UPS-Management gewandt und auf sofortige Wiedereinstellung der Entlassenen und der Anerkennung der Gewerkschaft Tümtis gedrängt. Bisher hat UPS keine Anstalten unternommen, um die Situation in der Türkei zu verändern, die Zuständigkeit der Gewerkschaft anzuerkennen und die Entlassenen wieder einzustellen.

Noch bis zum 15. Juli läuft eine Unterschriftenkampagne der Gewerkschaft ver.di zur Unterstützung des UPS-Streiks. Im Internet unter http://psl.verdi.de/weltweit/solidaritaet-mit-tumtis/#soli-aktion-fur-tumtis
--- Ende Zitat ---
http://www.jungewelt.de/2010/07-13/009.php

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